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Jüdische Rundschau · 1928-06-15 · Heft 47 (15.6.1928) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIII (1928)
Issue
Heft 47 (15.6.1928)
Date
1928-06-15
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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Seite 338 JUED15CBE RUNDSCHAU Nr. 47, 15. VI. 1928 Nr. 4־! f Wie steht es hiermit im gegenwärtigen Augenblick? Fühlen wir uns in unserer eigenen zionistischen Position so sicher und stark, daß wir fähig sind, eine zio• nistische Atmosphäre zu schaffen und weiterzutragen? In der Diskussion des Delegiertentages war häufig von Stagnation, von Lähmung in der Arbeit die Rede, ohne daß es gelang, die Grundursachen klarzulegen und der Bewegung neuen Antrieb zu geben. Am klarsten hat das Kernproblem Felix Rosenblüth im zweiten Teil seines Referates umschrieben. Unsere Arbeit für Palästina, das, was er Aufbaugeist nannte, und unser Leben hier in die richtige Beziehung zu bringen, ist in der Tat im gegenwärtigen Augenblick die entscheidende Frage, die wir noch nicht gelöst haben. Es gab eine Zeit, wo wir eine derartige Beziehung nicht brauchten. Als der deutsche Zionismus nach dem Krieg in seinen besten Vertretern ganz auf Palästina eingestellt war, als der Stoßtrupp des deutsehen Zionismus daran ging, auch sein persönliches Leben mit Palästina zu verbinden und die Beziehungen zum Hier völlig abzubrechen, durften vielleicht diese von Galuthverneinimg sprechen. Damals bedeutete in der Tat dieses Wort die Abkehr, die völlige Lösung vom Galuth. Damals ging es nicht nur um Anteilnähme am Leben drüben, um Aufbaugeist, sondern um Abbruch hier und Aufbau dort, auch im Persönlichsten. Ob es richtig war, damals aus dieser Haltung Einzelner der Bewegung ihr Gepräge zu geben, kann dahingestellt bleiben. Ganz gewiß gewann der deutsche Zionismus daraus einige Zeit Stoßkraft und Antrieb. Es Ist notwendig, in diesem Augenblick klarzustellcn, daß jene Haltung im deutschen Zionismus dem wahren Tatbestand nicht mehr entspricht, wobei wiederum unerörtert bleibt, ob sie ihm jemals entsprach. Wir erkennen heute, daß die persönliche Verbindung mit Palästina, die Uebersiedlung, von Faktoren abhängig ist, denen auch der Beste und Stärkste unterliegen kann, und wir stimmen ganz gewiß Rosenblüth zu, w׳enn er in seinem Referat feststellt, daß auch im Galuth die Ent- Wicklung zionistischen Lebens notwendig und möglich sei. Es geht deshalb nicht an, wie Blumenfeld es in seinem Referat getan hat, zu vergessen, daß die, zu denen er spricht, Oaluthzionisten sind, d. h. Menschen, zwar im tiefsten verbunden mit Palästina und seinem Aufbau und dennoch zugleich verknüpft mit dem Leben hier, dem sie sich nicht entziehen können und wollen. Wir stimmen Blumenfeld zu, wenn er in diesem Zusammenhang davon sprach, daß die jüdische Welt nur existieren könne, wenn das Leben in Palästina in seiner ganzen Fülle erwachse und dann auch das Galuthdasein wieder einen Sinn bekomme durch den Zusammenhang mit dem zentralen Leben des Judentums in .;Palästina.?Mir vem*in*!rals«) Galtet!» ■ohne;ÄMstinap aber wir bejahen es verknüpft mit Palästina. Denn Galuth bleibt trotz allen Fortschritts im Aufbau die einzige LebensmögHchkeit von Millionen, ja der Mehrzahl der Juden. Es gilt also endlich, vieldeutige Formulierungen, wie ״Galuthverneinung“ und ähnliche, abzulegen und zü bekennen, daß es mit Schlagworten nicht getan ist. Es ist notwendig, als Zionist der Fülle des Lebens drüben und hier gegenüberzutreten und dieses Leben von der zionistischen Grundhaltung aus zu umfassen. In Wahrheit versuchen dies alle, aber als Einzelne und man vermeidet zu gestehen, daß erst beides zusammen den zionistischen Menschen, der im Galuth arbeitet, zu einer besonderen Haltung und zu dem Anspruch auf besondere Wertung berechtigt. Ilf. Zionismus ist zuerst ein Erlebnis im G alut h und wir haben es nur unzulänglich verstanden, das zionistische Erlebnis, so wie es einmal in uns durchbrach, bewußt zu halten und andere den gleichen Weg zu führen. Im Anfang stand die Abkehr von hemmungsloser Assimilation und Angleichung, die Erkenntnis, daß jüdische Würde immer wieder gebrochen und geknickt wird, solange sic sich nicht vorbehaltlos und mit allen Konsequenzen zu jüdischer Gegenwart und Zukunft bekannte. Wir wurden Zionisten, weil wir die Ueberzeugung gewannen, daß jüdisches Dasein im Galuth erst dann zur Reinheit und Sicherheit gelangen kann, wenn ein neues Leben in Palästina entsteht, das sich völlig frei und ungebrochen zu entwickeln vermag und schon im Werden, hoffentlich aber bald im stärksten Sein, auch das Galuthdasein bereinigt und befreit. Wir wollen wieder an diese Befreiung des jüdischen Menschen durch Palästina auch im Galuth glauben. Das Leben der Umwelt, des Berufs, der Kultur und Politik um uns, drängt sich tagtäglich an uns heran, und wir fühlen und wissen, daß wir allen Erscheinungen dieses Lebens als Zionisten gegenüberstehen und anders darauf reagieren, als es der Nichtzionist tut. Wir haben das in der Resolution zum Ausdruck gebracht, die die Haltung des Centralvereins zum Ausgangspunkt nahm, um darzutun, daß uns Gleichberechtigung Anerkennung unsere r Art bedeutet, daß allein die klare und wahrhaftige Betonung dieses Zieles jüdischer Würde entspricht und uns Fähigkeit und Berechtigung zu einer unserem Wesen gemäßen inneren Anteilnahme an dem deutschen politischen und kulturellen Leben gibt. Vorbehaltlose* Bekenntnis zu unserer Art aber bedeutet schöpferisch* Gestaltung dieser Art in Palästina. Dort allein im realen Leben des Landes vermag sich diese Art sichtbar und nachprüfbar für die Welt zu entfalten, dort lebt sie nicht mehr in der Beteuerung und im Geiste allein, sondern ungebrochen und unverfälscht von Kräften, die überall außerhalb Palästinas am W«rke sind Und vielfach stärker sind als unser Lebenswille. Und wir stellten dieses reale nachprüfbare Dasein in Palästina jenem geistigen, unfaßbaren Judentum gegenüber, das auch die anderen verpflichtend anerkannten. Kein geringerer als Martin Buber hat jüngst in einem Brief, den das letzte Sonderheft des Juden, das ihm gewidmet ist, veröffentlicht, dies als die Entscheidungsfrage des Juden dargestellt. Man erinnere sich an die Aussprache Dr. Jakob und Wilhelm Michel einerseits und Robert Weltsch und Hans Kohn andererseits über den Begriff und den Sinn der Assimilation im ״Morgen“. Hierzu spricht Buber in jenem Brief das Schlußwort, das wirklieh ein Schlußwort ist, weil es zur Klärung führt. Buber bejaht die Wahrhaftigkeit zum ״Umbezirk“, wenn sic nicht durch Vernachlässigung des ״Urbezirks“ zustande komme und er sagt zum Schluß wörtlich: ״Es gibt eine Anzahl von Zionisten, die den Umweltbezirk, den sie ja mit jedem deutschen Wort, das sie sprechen, betreten, mit Geist und Willen negieren.“ Und er wendet sich gegen diese, wie er sich gegen jene wendet, die nur dem ״Umbczirk“ hingegeben sind. Gerade diese Aussprache beweist, wie immer wieder die Diskussion über den Kern des zionistischen Gedartkens fortgeführt und erweitert wird. Bedauerlich nur, daß auf einem Delegiertentag eine Aussprache von solcher Bedeutung, an der die Besten von uns Anteil nahmen, unerwähnt blieb. IV. Von dieser Einstellung aus gelingt, wie mir scheint, auch wieder die Abgrenzung von anderen jüdischen Gruppen, die unzweifelhaft heute schwerer ist als früher. Man hat besonders in der Jugend vieles von uns übernommen, man denkt unbewußt in zionistischen Kategorien, ohne doch ganz den Weg zu uns zu finden. Wir glauben, daß dies nicht nur an den anderen liegt, sondern auch an uns selbst, die wir nicht mehr verstanden haben, die verwundbare Stelle jener anderen zu treffen, um sie ganz für uns zu gewinnen. Unsere Haltung zu dem Teil der deutschen Judenheit, der sich durch den Centralverein repräsentiert fühlt, ist klargestellt, und es kann auf die Resolution, die wir faßten, verwiesen■ werden. Es gibt keine Brücke zwischen unserer Anschauung und der des C.-V., die sich mit anerkennenswerter Aufrichtigkeit in seiner Resolution gelegentlich der letzten Hauptversammlung offenbart hat. Mit letzter Entschiedenheit ist immer wieder dieser Gegensatz aufzudecken, nicht etwa um die Führer und Reprä• sentanten des C.-V. zu überzeugen, was sich als unmöglich erweist, sondern um denen, die uns und den C,-Vi. anerkennen, klarzumachen, daß es. eine Bereinigung des jüdischen Lebens in Deutschland so lange nicht gibt, bis dieser Gegensatz allen ins Bewußtsein gedrungen und 1 öÄtlletetfeworten^'lit^daa-^rtinliiClt ufit €1»V>Gesli1nuagc Effreüertlhg durch Palästina und* Bejahung de! Werdern den dort unvereinbar ist. Dies gilt vor allem für unsere Freunde im neutralen Keren-Hajessod, von denen wir verstehen, daß sie nicht oder noch nicht Zionisten geworden sind. Nicht verstehen aber können wir ihre Mitarbeit im C.-V., dessen Tätigkeit zu einem ganz erheblichen Teil immer wieder darin besteht, die Palästinaarbeit zu hindern und zu erschweren. Darauf verwendet er ein gut Teil seiner Arbeit und seiner Mittel. (Cohn-Weil-Bericht, Wienerbroschüre.) Was■ nützt es, wenn man auf der einen Seite sich bemüht, die Palästinaarbeit vorwärts zu bringen und auf der andern Seite die organisierte Palästinafeindschaft fördert! Dagegen kann man auch nicht einwenden, daß es Aufgabe dieser Minderheit im C.-V. sei, ihn umzugestalten, denn schließlich ist dies trotz allen Bemühens nicht gelungen, obwohl heute die Balfour-Deklaration und das Mandat historische Tatsachen sind, mit denen die jüdische Welt rechnen muß und die durch keinerlei Resolution aus der Weit zu schaffen sind. Die Bedeutung der Jugendarbeit wurde auf dem Delegiertentag wiederum anerkannt, aber leider bezog sich die Aussprache zu diesem Punkt irfi wesentlichen auf die Differenzierungen innerhalb der zionistischen Juggend. Wichtiger ist die Frage, wie es gelingen kann, Fühlung mit den Strömungen innerhalb der liberalen und neutralen Jugend zu gewinnen, die auch um den Palästinagedanken ringen und noch glauben, daß er für sie außerhalb des Zionismus gestaltet werden könne. Wir haben das Gefühl, daß diese Jugend heute am Chaluzgedanken scheitert, den sie im Anfang als verbindlich nicht anzuerkennen vermag, und ihr gilt es zuzugestehen, daß auch innerhalb des Zionismus Chaluziuth die letzte und höchste Stufe der Entwicklung bedeutet, daß die meisten sie nicht zu erreichen vermögen, ohne deshalb aufzuhören, Zionisten zu sein. Erkennt diese Jugend, daß wir Galuth in dem Sinne bejahen, Wie es oben dargelegt ist und es nur ohne Palästina verneinen, dann ist die Brücke zu ihnen geschlagen und sie werden einmal begreifen, daß ihr Platz innerhalb der zionistischen Bewegung ist, daß die Fragen, um die sie kämpfen, Fragen innerhalb des Zionismus sind, und daß sie sich isolieren, wenn sie den Anschluß an die zionistische Bewegung verpassen, die allein mit letzter Konsequenz die Einheit des jüdischen Volkes und der inneren Verbundenheit seiner Glieder bejaht, diese Einheit durch den Aufbau Palästinas gestaltet und somit die Judenfrage löst, soweit es eine Lösung überhaupt geben kann. Der Einlluft des deutschen Zlontsm« hfingf von der Anzahl seiner Sehehei ah! V. Gegen die hier vertretene Anschauung kann auch nicht eingewandt werden, es bestehe die Gefahr, daß Aufbaugeist und Chaluziuth darunter leide, daß sich dadurch Zionismus 1*n Gaiuthaufgaben verliere und den Kontakt mit Palästina dadurch lockere. Wir sind tief davon überzeugt, daß dies ein entscheidender Irrtum ist, ja, daß das Gegenteil der Fall ist. Wir sehen immer wieder, daß zionistische Menschen, die die Sicherheit ihrer Position hier verloren haben, nur noch pflichtgemäß die Aufgaben erfüllen, die ihnen Palästina auferlegt, vielfach ohne Ffeude und das Gefühl der Sicherheit und Bereinigung, das Zionismus vermitteln soll. Wir glauhen vielmehr, daß eine lebendige Anteilnahme am neuen Palästina ohne die innere Anteilnahme am Leben hier auf die Dauer nicht möglich ist. Wir glauben, daß wer diesem Leben hier teilnahmslos und ohne Wärme gegenübersteht, einem Leben, das tagtäglich mit letzter Gewalt auf ihn einwirkt, allmählich unfähig wird, trotz allem Pflichtbewußtsein, sich die Kraft zur Anteilnahme an dem Leben drüben zu bewahren. Mit Recht sagte Rosenblüth, als er die Arbeit an der Befreiung des jüdischen Menschen im Galuth bejahte, daß man nicht hier ein Knecht und drüben frei sein könne. Im gleichen Sinne ist zu sagen, daß man nicht im Aufbaugeist lebendig und im Geist der Umwelt hier lahm und teilnahmslos zu sein vermag. Man befürchtet weiter, daß nicht nur der Aufbaugeist, sondern auch vor allem der Chaluzgedanke in seiner ganzen Stärke abgeschwächt werde, wenn der Ausgangspunkt zionistischen Erlebnisses ins Galuth verlegt wird. Auch das halten wir für falsch. Die Erfahrung hat gelehrt, daß eine noch so heroische, auf Pflicht- und Kraftgefühl aufgebaute Chaluzgesinnung dann versagt, wenn sie nicht zugleich mit tiefstem zionistischen Erlebnis und umfassender zionistischer Lebenshaltung verbunden ist. Und wir vergessen ja nicht, daß trotz aller Bejahung des Lebens hier und des Gefühls, daß auch dieses durch Zionismus in weitem Maße zu bereinigen sei, dennoch letzte und höchste Erfüllung nur drüben errungen werden kann. VI. Aus vorstehendem gewinnen wir die Konsequenzen für unsere eigene innere Arbeit, für die Arbeit unserer Gruppen. Leider konnte Kanowitz mit Recht konstatieren, daß die Ortsgruppe nicht mehr schlechthin die geistige Heimat des Zionisten sei. Aber wir lehnen die Resignation, die aus ihm sprach, ab, wir glauben, daß es einen Ersatz für die Gruppenbildurtg, die in der richtigen Ortsgruppe vor sich geht, nicht geben kann. Die Ortsgruppe ist gewiß kein Freundesbünd, und es gäbe keine Probleme, wenn sie es wäre. Aber höchst gefährlich ist es, sie zu einer politischen Zweckgruppe za degradieren, der als Aufgabe übrig bleibt, PälistinafragM Meist ÖhMfSjchkenntnis zu diskutieren urtd Wahlen •zu örganifiereiii .״;!;נ ״״*''׳ ־:'■י■ :־״-‘יד. Die Ortsgruppe kann wieder die geistige Heimat des Zionisten werden, wenn ihr keine Frage, die uns als Juden und Menschen angeht, fremd ist. Es ist aber irrig, zu glauben, daß die Kulturarbeit allein das Leben der Ortsgruppe lebendig zu gestalten vermöge. Kulturarbeit bedeutet für uns bekanntlich, zunächst und vor allem hebräisch, d. h. Arbeit im kleinen Kreis, eigenes Studium — angeregt zwar immer durch die Ortsgruppe, aber ohne daß diese Arbeit allein die Ortsgruppe lebendig erhalten könnte. Wenn wir aber Recht haben, daß der Zionist in besonderer Weise auf alle Fragen des jüdischen und nichtjüdischen Lebens reagiert, dann gilt es, diese Fragen, die heute meist jeder für sich beantwortet, in das Leben der Ortsgruppen einzubeziehen. Dazu gehören vor allem alle Fragen des jüdischen Geisteslebens, in Deutschland. Es darf nicht sein, daß die Ortsgruppen achtlos an ernsten Meinungsäußerungen geistiger Gegner vorübergehen, wie das heute vielfach geschieht, und zwar sollten sich die Aussprachen über das jüdische Leben in Deutschland nicht auf den politischen Bezirk beschränken. Es herrscht heute zuweilen eine geistige Oede in den Gruppen, die alles eher als eine Anziehungskraft für neue Menschen ausübt. Lebendig werden die Gruppen nur dann, wenn sie immer wieder Leben darstellen, unser eigenes Leben in bezug auf die jüdische und auch auf die nichtjüdische Umwelt. Es gilt Brücken zu schlagen zwischen der zionistischen Bewegung und anderen geistigen Strömlingen unserer Zeit, die heute die freiheitliche Welt bewegen. Zionismus, als die jüdlsche Freiheitsbewegung, als der Wiederhersteller jüdischer Menschenwürde, kann nur existieren in einer Atmosphäre der Freiheit und der Erneuerung. Deshalb sein Kontakt mit dem Sozialismus, mit d*m er unserer Ueberzeugung nach niemals synthetisch verwachsen kann, zu dem er aber immer wieder, von welcher Grundanschauung auch man ausgehen mag, Verbindungslinien finden wird. Wenn sich, um ein anderes Beispiel zu zeigen, die ״Rundschau“ mit dem Fall Jakubowski beschäftigt ynd versucht hat, von unserem, dem zionistischen Standpunkt zur Justizkrisis in Deutschland Stellung zu nehmen, so geschah es aus guten Gründen. Soll uns das Bewußtsein unseres Kampfes für jüdische Freiheit nicht verloren gehen, soll die Welt uns als Freiheitsbewegung des jüdischen Volkes anerkennen, dann müssen wir unsere Stimme erheben, wenn irgendwo Menschenwürde unterdrückt wird. Nicht ohne Grund haben die freiheitlichen Geister aller Länder die Geburtsstunde des westlichen Zionismus im Dreyfußprozeß miterlebt. Praktisch gesprochen bedeutet dies, daß die Ortsgruppe ihren Kreis ebenso wie über Palästina, laufend über die zionistis! das nie einer sc einer Z Sitzunge sammlur Gestaltu Die res, als die nicl bleibe. 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