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Jüdische Rundschau · 1928-06-01 · Heft 42-43 (1.6.1928) · page 9

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIII (1928)
Issue
Heft 42-43 (1.6.1928)
Date
1928-06-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Nr. 41/43, I.VU02S jUeDISCHB RUNDSCHAU SAe 90• Erziehung•« und Kulturarbeit In PaMUtixia Von einem palästinensischen Mitarbeiter. j. f. Jerusalem, im Mai 1928. Das Errkhungsdepartment der palästinensischen Regitrung hat 10ebe« seinen Jahresbericht für das Schuljahr 1926/27 veröffentlicht. In diesem Berichte gibt es eine Reihe von Punkten, die der Beachtung wert sind und die auch zu einem Vergleich mit dem Erziehungswerke der Zionistisehen Organisation anregen. Die Zahl der Schulkinder in Palästina beträgt insgesamt 66920, davon 24S25 Mädchen. Der Prozentsatz der jüdischen Schüler übertrifft bei weitem den Prozentsatz der Juden au der GisamtbCvÖlkerung. Die Juden welien mit 27 040 oder über 40 0/0 mehr Schüler auf als die Mohammedaner mit 23937 Schülern und als die Christen mit 15 567 Schülern. Besonders auffallend ist dieses Verhältnis in der Zahl der Schülerinnen. Die Zahl der jiidisehen Schülerinnen beträgt 12996 oder 53 0/6 der gesamten Schülerinnen Palästinas. Von den mohammedanischen Mädchen erhalten nur 4593 Schulunterricht. Während die Zahl der jüdischen Schüler in Palästina vom Jahre 1921 bis 1927 von 17 214 auf 27940 gestiegen!st — wohl infolge der jüdischen Einwanderung — und die Zahl der christlichen Schiikr von 7431 auf 15567 — wohl infolge der stärkeren Benutzung der besseren SchulmögHchkeiten unter der englischen Mandats- Verwaltung —, ist die Zahl der mohammedanischen Schüler in dem gleichen Zeitraum nur von 18126 auf 23 937 gestiegen. Schon das deutet darauf hin, daß die Regierung nicht genügenä für die Entwicklung des Schulwesens unter den Mohammedanern tut, d. h. unter jenem Teil der Bevölkerung, der vor allem auf ihr Schulwesen angewiesen ist. Die Zahl der Rcglerungsschuien hat seit dem Jahre 1922, in dem Sir Herbert Samuels Verwaltung einen erfreulichen Schritt nach vorwärts getan hat, keine Zunahme aufzuweisen gehabt. Ebenso ist seit jenem Jahr die Schükrzahl ungefähr stationär. Die Regierung verfügt in Palästina über 315 Schulen mit '30 079 Schülern. Es sei darauf lüngewieien, daß unter der Verwaltung der Zionistischen Exekutive sich im laufenden Jahre 222 Schulen mit 18611 Schülern befinden. Auch die Zahl der Lehraf Ist Ungefähr gleich:?27 Lehrer unterrichten in den Schulen unter der Verwaltung der Zionistischen Exekutive, 722 Lehrer in den Schulen unter Leitung der Regierung. Die Zahl der Schüler, die auf einen Lehrer entfallen, ist auch in beiden Schulsystemen ungefähr gleich. Es verdient hervorgehoben zu werden, daß das Regieningserziehungssvstem überhaupt keine eigenen Kindergärten kennt, nur Kindergartenklassen an Volksschulen und das zionistische Schulsystem das einzige ist, das neben wenigen Missions» schulen Kindergärten in entsprechender Anzahl geschaffen hat. Die Regierung gibt in ihrem Berichte selbst zu, daß das Schulwesen in den Dörfern keinen Fortschritt gemacht hat und daß es in den Städten keineswegs den Bedürfnissen genügt. Im verflossenen Schuljahr wurden 9 neue Dorfschulen eröffnet, 11 dagegen geschlossen. Unter den 266 Dorfschulen sind nur 9 Mädchenschulen: Die Lehrer in den Dorfschulen sind wenig qualifiziert. Das Lehrerbildungsseminar, das für die Gestaltung des Schulwesen* eine so tragende Bedeutung hat, zählt im ganzen nur?8 Schüler. Die zwei unteren Klaas*» ״nwi«e1t׳*:׳־ttb*ih*«pti1kilie־i־^llflr! auf: D» L-llwMfmenblldÜngsstim‘fflir'Ält'64 ׳M1lleÄien.־-Ök/Uftcrk'׳ brtngung in aflfliSchirt Schulen Mt noch immer sehr unzureichend. ״Large numbers of applicants are annually refused admissfcn, owing to lack of accomödatiort. These riumbers are morcover steadiiv increasing.“ (Viele Atifnahmesnchendc müssen jährlich aus Platzmangel Zurflckgevviesen werden. Ihre Zahl wächst ständig.) Dabei stellt die Regierung selbst fest, daß die Lernbegierigen unter den Mohammedanern sich stetig Vermehren. Als ein Poiltlvum des legkrüngisyitems kann hcrvorgihobw werden, daß die Volkssehulerikhung kostenlos ist. In den Qörtsehuiirt erhalten die Kinder auch umionst Bücher und Schreibmaterial. Im Jahre 1117 haben 230 Schüler die oberste 6. Volkischulktaise ln den Reglerttngsschulen bcendet, 16S sind In Mlttelschutklaaaen übergegangen.^ Das Regierungssjchulwesen in Palästina weist mit Ausnähme des Lehrerbtidungsseminars keine Mittelschulen auf. Nur an 10 Volksschulen bestehen ein bis ZW«I 7. oder 8. Klassen, die die Stelle der Untersten Mlttelsehulklasscn Einnehmern In diesen Klassen, die den Anfang, einer unteren Mittelschulbildung darstellen, lernen 223 Schüler. Damit sei aber zum Vergleich herangesogen, daß das zionistische Schul- System drei vollständige Mittelschulen mit 1236 Schülern aufweist. Die Regierung hat keine Mittelschulklassen für Mädchen. Das Schulgeld in den Mittelschulklassen beträgt £ 1 Vä bis £ 3,— jährlich. Die Unterrichtssprache in allen Regierimgsschulen ist arabisch. Von der dritten Klasse an und in den Mittelschulklassen wird englisch als Fremdsprache unterrichtet. Der Regierungsberich; selbst fügt hinzu, daß die Schüler ungenügende Kenntnisse im Englischen aufweisen (״are weak“). Das Erziehungswesen der Regierung kennt keine technischen Schulen. Handfertigkelts- und Handwerksunterricht wird aber an den städtischen Schulen erteilt. Nach dem Bericht der Regierung selbst ist die Ausstattung und das Mobiliar der Schulen durchaus mangelhaft. Einer der schlimmsten Üebeistände in den arabischen Schulen Palästinas, insbesondere in den Regierungsschulen, scheint der Mangel an arabischen Büchern und Lehrbehelfen zu sein. Das ErziehUBgidepartment veröffentlicht in seinem Bericht eine Ueberslcht Ober die, lihl der in Palästina erschienenen Druckschriften. Im Laufe des Jahres 1926/27 erschienen in Palästina nach dieser Aufstellung 368 Bücher, von denen 307 hebräische, SH englische, 17 arabischt und 21 in anderen Sprachen Wifi«. V« de« 17 arabikcheg Büchern waren 3 Schulbücher in| 14 allgemeine. Von den hebräischen Büchern wäre« 34 Kinderbücher, 18 Schulbücher, 76 belletristische -Wirk« U«<| IIS (®•h«f Über verschiedene Gegenstände. Dasselbe Mllvirhlltali hiffwAt auch zwischen hebräischen und arabischen ZeitschriftenpubUkationen. Abgesehen von Tageszeitungen und Wochenschriften gingen dein Erziehungsdepartment der Regierung 36 habrlisebe Zeitschriften an,.' d*runt«׳ drfi' fttSgkfffli*' ÄR frziehühgsfrägen gewidmet waren, und drei Zeitschriften, die für die Jugend bestimmt waren, während die Regierung nur vier arabische Zeitschriften erhielt, darunter keine einzige, die für die Jugend bestimmt war oder sich mit Fragen der Erziehung beschäftigt hätte. Schon aus dieser Aufstellung geht hervor, daß, wie arm auch die hebiiiach« Jugend- und Erziehungsliteratur sein mag, eilte arabische Jugend- und Er- Ziehungsliteratur fast Überhaupt nicht besteht. Der Bericht der Regierung gibt nicht an, was die Regierung zu tun gedenkt, um diesem Uebclstand abzuhelfen. ״Das Studium des Arabischen ist in den Volksschulen durch den vollständigen Mangel an Kinderliteratur sehr gehindert. Die einzigen Lesebücher, die es gibt, sind zwei oder drei Serien vön Schullesebüciicrn, die in Aegypten oder Syrien veröffentlicht wurden. Es sind keine weiteren Schtillesebücher und selbst keine Bücher, die für Hauslektüre geeignet Wären, vorhanden. Dl# Erzeugung solcher Bücher ist eine dringende Notwendigkeit, aber sie kann aus ökonomischen Gründen nicht durchgeführt werden.“ — Demgegenüber kann die Tätigkeit des Efriehungsdepartments der Zionistischen Exekutive und die Tätigkeit der hebräischen Lehrerschaft auf diesem Gebiete als vorbildlich betrachtet werden. Die Veröffentlichung hebräischer Schulbücher in Palästina und außerhalb Palästinas hat in letzter Zeit große Fortschritte gemacht. Wenn auch heute noch der Mangel an Lehr- und Lesebüchern für die Jugend in hebräischer Sprache groß ist, so haben doch Jugendzeitschriften wie ״Moledeth“ und ״Olam Hajeladitn“ und billige Bücher- Sammlungen wie ״Kupath-Sefer“ viel getan, um diesem Uebelstände abzuhelfen. Nach dem vorliegenden Bericht scheint das Erziehung*- department gute Erfolge auf dem Gebiete der körperlichen Ausbildung, des Sports und der Boy Scout-Bewegung aufzuweisen. Die SeoutiGruppen in den Regierungsschulen zählen 1458 Knaben und 355 Mädchen. In Palästina besteht auch ein Board of Higher Studies, vor dem Prüfungen abgelegt werden, die der Reifeprüfung in Mitteleuropa entsprechen (matriculation examination). Im Jahre 1927 bestanden 27 Schiller in Palästina diese Prüfung, darunter 9 Juden, aus einer Zahl von 100 Kandidaten, von denen 21 Juden waren. Der Bericht schildert auch die Mängel, unter denen die Erziehung in Palästina, sowohl die arabische, wie die hebräische, zu leiden hat. Interessant ist die Kritik des hebräischen Schulwesens, von dem getagt wird, daß es sich zu sehr an die ״kontinentalen“ Systeme der scharfen Klasseneinteilung und jährlichen Versetzung halte, statt!elastischer den speziell durch die verschiedenen Grade der Hebräisch-Kenntnisse gegebenen Eittteilungsbedürfnissen zu folgen, ln den meisten Lehrgegenständen, heißt es weiter, zeigt sich eine Vorliebe für das Allgemeine, die Theorie, während das Konkrete und Praktische zu kurz kommt. Der Unterricht im Englischen Wird als unzureichend bezeichnet, im allgemeinen haben die hebräischen Schulen gutes Lehrermaterial; der Schüler habe die Möglichkeit, moderne Anschauungen in verschiedene« Fächer« etwas allgemein kennenzulernen, während die geistige Disziplin und praktische Fähigkeifen etwas zu kurz kommen. י Von den Missionsschulen heißt es, sie haben im allgemeinen gut qualifizierte, in Europa heran gebildete Lehrkräfte, aber die Hauptunterrichtesprache in ihnen ist eine europäische Sprache (englisch, französisch, italienisch, deutsch) und den Kindern nicht vertraut. Daraus folgt, daß die Kinder beim Verlassen der Schule keine Sprache wirklich beherrschen. Die Regierung schlägt daher vor, ,daß die Landessprache in den ersten drei Schuljahren die einzige Unterrichtssprache bilden und daß in den kommenden Jahren allmählich , erst die «Fremdsprache eingeführt werden s#. Der Bericht gibt einen guten Ueberbück über die Scbwierigkeiten, denen das palästinensische Schulwesen ausgesetzt ist. Die Regierung hat ihr Hauptaugenmerk der Volks- Schulbildung zugewandt und will eine Mittelschulbildung erst später auf Grund eines ausgebauten VolksschulsystetBB in die Wege leiten. Ihr Ziel ist, in allen Dörfern des Landls Volksschulen zu errichten. Dies geschieht so, daß das Dorf selbst das Schulgebäude und das Mobiliar zur Verfügung stellen muß, während die Regierung die Lehrer bezahlt. Dadurch nehmen die Dörfer ein stärkeres Interesse an der Entwicklung der Schulen, an deren Entstehung sie finanziell und durch ihre Arbeitsleistungen beteiligt werden. Die Regierung hat auch Lehrer für die Beduinenstimme im Süden des Landes bestellt, die mit den Stämmen von Ort zu Ört ziehen. Aber einige Beduinenstätttmt errichten selbst permanente Schulgebäude, was von Bedeutung für die Spätere Seß» haftmachung der Stämme sein kann. Es verdient auch hervorgehoben zu werden, daß unter den 700 Beamten .und Lehrern des Departments für Erziehung nur sieben Engländer sind; alle anderen Sind Palästinenser. Oberrabbiner Dr. Brody, 60 Jahre alt Am 26. Mai vollendete der öbefrabbitter von Prag, Dr. Heinrich Brody, sein 60. Lebensjahr. Dr, Brödy ist in der gesamten jüdischen Welt als #|ner der besten Kenner der hebräischen Literatur bekannt und ist einer der hervorragendsten Führer der Weltorganisation MI 8 r a c h i. In Detroit fand dieser Tage die 11. Jahreskoufcrenz des Jüdischen Arbeiterverbandes von Amerika statt in Anwesenheit von 134 Delegierten, die 100 Vereine und 16 Frauenklubs vertraten. Es sprachen u. a. Dr. C h a i m SchitloWSky und der Palästina-Delegierte Mereminski. Die Konferenz beschloß u. a. die Förderung der Arbeiterinstitutionen in Palästina. (Ziko.) In der Baracke des ״Ohel" in T e i - A w i w wurde die 3. Ausstellung der jungen jüdischen Künstler in Palästina eröffnet. Zehn junge Maler und Bildhauer haben 52 Werk# ausgestellt, die ein Abbild geben von den künstlerische« Einrücken des neuen Palästina. Am 8. Juni erscheint 4#f nächste Ausweis de* Keren Kajemeth, Überweisungen Sind bis 4. Juni erbeten! dringend — Die Keren Hajesiod-Nnfllnge ton April 1928 Vereinigte Staaten von Amerika Vom Palestine United Appeal £ Sohdtrbeltrag F. VFarbürg £ Sonderbeitrag N. Straus £ Südafrika Deutschland Linderung Argentinien Holland Tschechoslowakei England Italien Polen: Lemberg Warschau Krakau 10,243.10. 9 10,235. 8. 3 10,232,10■ 0 von £ 500 zur Frankreich: Rumänien: Pari* Straßburg Bukarest Tranatylvanien Beßarablen 319.15. 8 23?. 4 6 13744. 8 600. 0. 0 44 6. 5 315.1Z 0 200. 5.11 115. 0. 0 30,711. 9, 0 4,000. O. 0 2.U3JS. 2 1,491.15. O 1,341.10. 0 S7& ft. 8 809.10. 2 800. O. 0 China (Shanghai) JugOslavien Palästina Australien Finnland Oesterreich Aegypten Verschiedene Linder 694.14.10 644. 6. 5 630.l7.fl 618,16. 8 58t. 4 3 360.fl. 0 35910, O 242.15. 3 144 6 9 10Z 8.10 267.1a 4 £ 46,6341Z 4 Die Gesamteingänge des Keren Hajessod per 30t April 1928 betrugen £ 3 463,42*. 6. 2. Adolf Fraenkel, Professor In Klei Wie wir bereits berichteten, wurde vor kurzem unser Gesinnungsgenosse, der außerordentliche Professor Dr, Adolf Fraenkel, Marburg, zum ordentlichen Professor der Mathematik an die Universität Kiel berufen. Er ist der erste aktive Zionist in Deutschland, der eine solche Berufung erhielt. Professor Fraenkel wurde iin Jahre 1892 in München als Sohn des vor zwei Jahren verstorbenen Kommerzienrat Siegmund Fraenkel, der ein Führer der bayerischen Judeahmt gewesen ist, geboren. Prof. Fraenkel wurde noch während des Krieges (seine Habilitationsschrift schrieb er im Felde) Privatdozent in Marburg; sein Hauptarbeite gebiet sind die Grenzgebiete zwischen Philosophie und Mathematik. Diesem SpeziaTarbeitsgeblete verdankt er seine Berufung nach Kiel, wo er im vergangenen Jahre bei einer Veranstaltung der Kantgesilschaft einen Kursus über seine SpezialwissenschaR gehalten hatte. Sein Hauptwerk ist ein Buch der Mengenlehre, das jetzt in dritter Auflage erscheint. Auf einer Palästinareise hielt Fraenkel eine Oast-Voriecung an der Universität Jerusalem in hebräischer Sprache, die nt eine Darlegung seiner religiösen Anschauungen und «einer wissenschaftlichen Erkenntnis ausmündete. Professor Fraenkel ist überzeugter Zionist und Misrachist Er ist ein eifriger Mitarbeiter, der nie versagt, wenn zionistische Arbeit um ihm verlangt wird. Es ist zu hoffen, daß das größere jüdische Arbeit*• feld, das ihm in Kiel zur Verfügung steht, Ihn» größere Betätigung und Einflußnahme innerhalb des deutschen Zionismus ermöglichen wird. ... Kleine Nachrichten ז•־' ■•״־' Jerusalem, 28. Mai. (J. T. A.) Der Gouverneur des Sinai-Distrikts hat der ägyptischen Regierung den Plan unterbreitet, einen regelmäßigen Auto - Verkehrsdienst zwischen Ae typten, Palästina und Syrien einzurichten und *ur Leichteren Durchquerung der Sinaiwüste eine bequeme Straße für die Automobile für den ganzen Sinai-Distrikt zu legen. Laut Mitteilung des Colonial Office mußten die Verhandiungen zwischen 1 bn Saud und Sir Gilbert Clayton hi Djlddah über die Grenzregelung zwischen dem Hedschas, Transjordanien und dem Irak, die mit Erfolg verlaufen seien, frühzeitig abgebrochen werden, da die Pilgerzeit in Hedschas herangerückt war. Die Verhandlungen werden später fortgesetzt werden. (Ziko.) ln Chedera wurde eine Fabrik für die Erzeugung von Zemenfröhren gegründet, die vorläufig 5 Arbeiter beschäftigt Sammlung von Dokumenten des hebräischen Schulwesen«. Im kommenden Elul feiert die hebräische Lehrer- Organisation Palästinas ihr fünfundzwanzigstes Gründungsfest. Aus diesem Anlaß erscheint ein Jubiläumsbuch, das einen vollständigen Ueberbück über die Entwickluhg des hebräischen Schulwesens bieten wird, mit einem Anhang von Dokumenten, Protokollen, Briefen usw. Schriftsteller, Lehrer und andere Persönlichkeiten, in deren Händen sich diesen Gegenstand betreffendes Material befindet! oder die in irgendeiner Weise zu diesem Jubiläumsbuch beitragen können, werden gebeten, sich sofort mit dem Redaktionskomitee der Lehrerorgaiiisation in Jerusalem (Merkas Histadruth Hamorim, Jerusalem, Ruchamah) in Verbindüng setzen. Für Rücksendung etwa überlassenen Materials wird vom Komitee die Garantie übernommen. Eine Geschichte Palästinas in der Kriegszeit. Der frühere Redakteur des ״Doar Hajom“, Abraham Alm aliach, beabsichtigt, eine ausführliche Geschichte Palästinas und Syriens im Weltkriege und in der Zeit der Verwaltung des Landes durch Sir Herbert Samuel in zehn Bänden zu schreiben. Der erste Band ist soeben erschienen. Er erzählt die Geschichte Palästinas im Jahre 1914, den Sprachenstreit, die Geschichte der Wahlkämpfe zum türkischen Parlament und den Anteil der Juden daran und sodann den Anfang der Geschichte Palästinas Im Weltkriege bis zum Ende des Jahres 1914. Das Buch ist chronikartig erzählt und sein Hauptverdienst dürfte in dem vielen Material liegen, welches der Verfasser gesammelt hat. Ein hebräiaches Studio in Kowno. Unter Leitung von Michael Gor brachte ein hebräisches Studio in Kowno vier dramatische Stücke von J. L. P e r e z zur Aufführung. Regie und Spiel fanden begeisterte Aufnahme. Besonders gefiel die yon dem in Berlin lebende« Komponisten Gl ad stein 'נ _ Das in Nr. 40/41 der ״Jüdischen Rundschau“ besprochene Bilderbuch ״Die Fischreise“ von Bialik, illustriert von Tom Sei dm a nn- Freud , vertreibt die Buchhandlung Rubin Maß (vorm. Buchhandlung Jalkut), Beriin-Charlottenburg, Kantstr. 46. Bei dieser Buchhandlung sind auch die andere« Bilderbücher von Btalik, die in der ״Rundschau“ seinerzeit besprochen worden sind, vorrätig. Hebräisches Konzert im Rundfunk. Zum ersten Male seit Bestehen des Berliner Senders fand am 21. Mai ein Konzert statt, dessen Programm ausschließlich Werke hebräischen bzw. jüdischen Inhalts enthielten.

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