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Jüdische Rundschau · 1928-05-23 · Heft 40-41 (23.5.1928) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIII (1928)
Issue
Heft 40-41 (23.5.1928)
Date
1928-05-23
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr. 40/41, 23. V. 1028 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 289 Wiener Brief Der Kultusvorstand fordert Staatsnischüsse. — Jugendwerbewoche. — Einigung der Studenten. — Tagung des Hcchaluz. Von unserem Korrespondenten. 1. th. Wien, 17. Mai 1928. Das große Defizit der Kultusgemeinde und die bevorstehenden Wahlen in den Kultusvorstand haben in der Wiener Kultusstube zu einem Beschluß geführt, der für die Zukunft bedeutsam werden kann. Auf Antrag des Vizepräsidenten Dr. Jakob Ornstein, der Präsident der ״Union“ ist und sich bezeichnenderweise dieser Angelegenheit als Referent angenommen hat, wurde in der Sitzung vom 10. Mai einstimmig der Beschluß gefaßt, zunächst an den Staat, dann aber auch an die Gemeinde mit der Forderung heranzutreten, die im Staatsgrundgesetz für die kulturellen Bedürfnisse der einzelnen Konfessionen vorgesehenen Beiträge auch für die Juden zur Verfügung zu stellen, ln der Begründung dieses Beschlusses wird auf den Artikel 68, Absatz 2, des Staatsvertrages von St. Germain, der in die österreichische Verfassung aufgenommen wurde, verwiesen, ferner der Umstand angeführt, daß ähnliche Beitragsleistungen aus Staatsmitteln den Juden sowohl in Deutschland als auch in der Tschechoslowakei gewährt werden. Der erwähnte Artikel des Staatsvertrages von St. Germain spricht von Beiträgen, die aus öffentlichen Mitteln des Staates und der Gemeinde den ״Minderheiten nach Religion, Rasse oder Sprache“ zu Erziehungs-, religiösen und Wohltätigkeitszwecken geleistet werden sollen. Die jetzige Majorität der Assimilanten in der Kultusgemeinde betont nun in der Begründung des Beschlusses mehr die konfessionelle Seite, während die zionistischen Mandatare seit Jahren dieselbe Forderung mit größtem Nachdruck verfochten haben, selbstverständlich aber mit besonderer Betonung des nationalen Momentes. Auf alle Fälle ist dieser Beschluß von großer Bedeutung und unzweifelhaft ein Erfolg der zionistischen Politik in der Kultus gemeinde. Es ist nur zu wünschen, daß der Beschluß auch tatsächlich durchgeführt wird und daß die Unterhändler der jüdischen Gemeinde mit größtem Nachdruck die berechtigten Forderungen an Staat, Land und Gemeinde stellen. Die zionistischen Wähler haben bei der Neuwahl des Kultusvorstandes die Pflicht, ihren neuzuwählenden Mandataren die Macht zu geben, diesen Beschluß im neuen Kultusvorstand voll zu verwirklichen, damit es nicht nur bei einem wahltaktischen Manöver bleibt, das die nichtzionistische Majorität vielleicht nur darum gemacht hat, um den Zionisten Wind aus den Segeln zu nehmen. * Auf Initiative des zionistischen Landeskomitees, das jetzt den Angelegenheiten der Jugend mehr Zeit, Interesse und Arbeit widmet, wurde vor kurzem der Verband der jüdischen Jugendgruppen Wiens, dem die Mehrzahl der Jugendgruppen angehört, ins Leben gerufen. Aus der richtigen Erkenntnis heraus, daß die Werbung neuer Jugend- Ucher und eine gründliche interne Aussprache der Führer der verschiedenen, einander mißverstehenden und oft grundlos. bekämpfenden Gruppen das im Augenblick Wichtigste sei, wurde vom 6. bis 13. Mai eine Jugendwerbewoche veranstaltet, deren Programm, neben großen zentralen Veranstaltungen, Werbeversammlungen der einzelnen Gruppen und eine Jugendführertagung umfaßte. Den Auftakt zur Jugendwerbewoche gab ein großes Jugendmecting, bei dem Dr. Siegfried Kanowitz aus Berlin über ״Die jüdische Jugend und die jüdische Wirklichkeit“ sprach. Seine Ausführungen, die sehr Wesentliches gebracht haben, haben auf die versammelten Jugendlichen großen Eindruck gemacht und darüber hinaus vielfach Anlaß zu Debatten und Auseinandersetzungen gegeben. Die Veranstaltungen der einzelnen Gruppen haben wohl nicht den erhofften großen Werbeerfolg gebracht, und zwar insbesondere aus dem Grunde, weil viele Jugendführer über Ziel und Sinn der Jugendwerbewoche nicht genügend informiert waren, die Gruppen konnten aber doch viele neue Mitglieder werben, und der Dornröschenschlaf der jüdischen Jugendbewegung wurde ein wenig gestört Wenn auch die Indolenz noch keineswegs als ganz überwunden betrachtet werden kann, so ist doch ein allmähliches Bewußtwerden dieser Indolenz auf allen Seiten fühlbar. Bekanntlich nach altem Sprichwort der erste Weg zur Besserung... Das wichtigste Ereignis der Jugendwerbewoche war aber unstreitig die Jugendführertagung, deren Debatten sich über drei lange Abende erstreckt haben und zum Teil wirklich wertvoll und fruchtbar waren. Es war eigentlich in der Hauptsache eine Auseinandersetzung zwischen dem ״Blau-Weiß“, dessen Führer die Ansicht vertraten, daß die Krise der Jugendbewegung und die Krise der Zionistischen Organisation in Oesterreich nur durch enge Zusammenarbeit beider, der Jugend und der Organisation, behoben werden könne, und dem ״Hagchotner Hazair“, der als einziges Ziel einer zionistischen Jugenderziehung und als einzigen Inhalt einer jüdischen Jugendbewegung die Chaluziuth bezeichnete. ״Jugend und Organis a t i o n“ war also das Hauptthema dieser Jugendtagung, der Grundton aller Referate und der Hauptinhalt der Diskussion, wobei von der einen Seite besonders auf die Unmöglichkeit der Begrenzung des Erziehungsprogramms einer Jugendbewegung auf die Chaluziuth verwiesen und von der anderen Seife die Negation jeder Galutharbeit und die radikale Ein- Stellung auf die Cbaluzerziehung und die Vorbereitung für Palästina verlangt wurde. Als Resultat der langen und zeitweise bemerkenswerten Debatte kann festgestellt werden, daß sich die Ansicht durchgerungen hat, daß eine einseitige Er- Ziehung mit dem Chaluztypus als einzigem Ziel und Ideal höchstens für eine bestimmte, nicht allzu große Gruppe von Jugendlichen in Betracht kommen, im allgemeinen aber eher gefährlich und schädlich werden kann. Intensive Kulturarbeit durch Bildung einerseits und durch Mitarbeit am lebendigen Schaffen des Volkes, wie es sich im Suchen einer neuen jüdischen Kultur allenthalben offenbart andererseits, ferner für die Aelteren tätige Mitarbeit an der Zionistischen Organisation auch in der Galuth, das alles im Geiste der Cha- 1 u z i uth und in ständiger, möglichst konkreter Fühlung mit Palästina und dem dortigen Leben — dieser Inhalt wurde als eher allgemein gültig für eine westliche jüdische Jugendbewegung bezeichnet Preisausschreiben Wir wenden uns heute an die zionistische Jugend und fordern sie auf, sich zwei Monate in den Dienst einer großen Werbeaktion für Me Jfldtsdie Rnndsdian zu stellen. Jeder von Euch hat Freunde und Bekannte, die unserer Sache nahestehen, die Interesse für den Zionismus haben und die zu Abonnenten geworben werden könnten. Auch manchen Zionisten mag es noch geben, der aus Lässigkeit oder aus anderen Gründen ein Abonnement In der ״Jüdischen Rundschau“ nicht besitzt. Um denjenigen unserer jungen Freunde, die fleißig mit Erfolg an der Werbung mitgearbeitet haben, eine Belohnung zuteil werden zu lassen, die gleichzeitig von persönlichem und zionistischem Wert ist, haben wir beschlossen, die besten Leistungen innerhalb dieser Werbeaktion zu prämiieren, und zwar in der Form einer Beteiligung an der Paläsitaa-Jngendfalirf 1928 Die Verteilung der Preise geschieht nach folgendem Plan: t. Gruppe: Von allen denjenigen, die 10 neue Abonnenten gewinnen, wird durch das Los einer bestimmt, dem bei der Palästina-Jugendfahrt die vol.e Schiffsreise hin und zurück zur Verfügung gestellt wird. 2. Gruppe: Von allen denjenigen, die mindestens 8 Abonnenten gewinnen, wird durch das Los einer bestimmt, der eine volle Landreise innerhalb der Palästina- Jugendfahrt zur Verfügung gestellt erhält. 3. Gruppe: Von allen denjenigen die mindestens 5 Abonnenten uns zuführen, wird durch das Los einer bestimmt, der eine Schiffsreise für die Hinfahrt innerhalb der Palästina-Jugendfahrt zur Verfügung gestellt erhält. Bedingungen: 1. Die Beteiligung am Preisausschreiben steht allen offen. 2. Die neugeworbenen Abonnenten müssen sich auf ein halbes Jahres-Abonnement verpflichten und den fälligen Abonnementsbetrag sofort einsenden. 3. Der Nachweis der Abonnementswerbung durch die am Preisausschreiben Beteiligten erfolgt in folgender Form: a) Durch Einsendung der Listen der neugeworbenen Abonnenten und Ueberwcisung der fälligen Abonnementsgebühren durch den Teilnehmer selbst. b) Durch direkte Meldung der neuen Abonnenten. Der Teilnehmer am Preisausschreiben muß von der erfolgten Werbung in einer Gesamtliste gleichzeitig noch einmal Mitteilung machen und die Abonnenten veranlassen, den Namen des Werbers bei ihrer direkten Abonnementsbesteilung mitaufzugeben. 4. Die Auslosung der Gewinne In den verschiedenen Gruppen erfolgt unter Aufsicht des Ehrengeri?htsanwalt$ der Z.V. f.D. 5. Die ״Jüdische Rundschau“ behält sich vor, bei entsprechend großer Beteiligung die Zahl der Gewinne in den einzelnen Gruppen zu erhöhen. 6. Schluß des Preisausschreibens ist der 15. Juli 1928. Bis dahin müßten alle Abonnenten ihren Abonnementsbeitrag gezahlt haben und alle Listen im Besitze der ״Jüdischen Rundschau“ sein. 7. Alle Einsendungen für das Preisausschreiben erfolgen unter der Adresse der ,Jüdischen Rundschau“, Berlin W15, Meinekestraße 10, unter dem Spezialvermerk ״P r e i s a u s - schreiben Palästina-Jugendfahrt 1928“. 8. Die Veröffentlichung der Ergebnisse erfolgt in der ״JUdischen Rundschau“. 9. Für alle etwaigen Differenzen ist unter Ausschluß des Rechtsweges einzig und allein das Ehrengericht der Z. V. f.D. zuständig. Jüdische Rundschau G. m. b. H, Berlin W 15, Meinekestr. 10. Unzweifelhaft berechtigt diese Aussprache, wie die ganze Jugendwerbewoche, die mit einer leider verregneten Zentral- Wanderung abschloß, zu guter Hoffnung für die Zukunft. Sollte sie auch nur zur Belebung der Arbeit und zur Annäherung der einzelnen Jugendgruppen geführt haben, dann hat sie einen wesentlichen Teil ihrer Aufgabe erfüllt. * Ein erfreuliches Symptom der Entwicklung des jüdischer» Jugendlebens in Oesterreich ist auch die fast zur gleichen Zeit mit der *Jugendwerbewoche erfolgte Einigung der jüdischen Studentenschaft, die nach außen hin sieh in der konstituierenden Generalversammlung des ״Verbandes der zionistisch-akademischen Verbindungen und Vereine“, die am 12. und 13. Mai abgehalten wurde, dokumeirtiert hat. Nach einem inhaltsreichen Referat Dr. Goldham m e r s über die gegenwärtige Lage im Zionismus und einem Referat des Herrn Buxspann über ״Die Aufgaben der zionistischen Studentenschaft“, sprachen sehr viele Studeuten zu den aktuellen Problemen der jüdisch-akademischen Jugend und schließlich wurde eine Reihe von Resolutionen angenommen, die alle den entschlossenen Willen der zionisti- 111n111MHH11nt1111111111n11n1111111mnmu111111n>n1u1nnn11111111n11n1111n11111nu1n1u1u11111111n111111n11n111111111111n1111n1111111 Die nächste Nummer der ״Jüdischen Rundschau“ erscheint wegen der Pfingstfeiertage and des Delegiertentages am Freitag, den 1. Juni sehen Studenten zum Ausdruck bringen, an der Zionistischen Organisation, und zwar auf allen Gebieten, aktiv mitzuarbeiten. $ lieber die Konferenz des österreichischen Hechaluz, die auch dieser Tage stattfand, ist leider nicht allzu viel Gutes zu berichten, denn der österreichische Hechaluz leidet insbesondere unter der Gleichgültigkeit der jüdisehen Oeffentlichkeit, die seinen Sorgen und Plänen gegenüber nicht immer das notwendige Maß an tatkräftiger materieller und moralischer Unterstützung entgegenbringt. Da ist in erster Linie die Chaluzfarm, um die sich die Wiener Clialuzim schon seit langem bemühen und die besonders in der Zeit der gedrosselten Einwanderung für sie eine Lebensnotwendigkeit ist, die aber nur mit Hilfe der zionistischen Oeffentlichkeit geschaffen werden kann. Um diesem Mangel abzuhelfen, wurde in der letzten Zeit ein ״Waad Chovvewe Hechaluz“ gegründet, der die Aufgäbe hat, die Freunde des Hechaluz zu sammeln und ihm jene Hilfe angedeihen zu lassen, deren er dringend bedarf. Felix Deutsch Felix Deutsch war ein Jude. Er war es nicht nur seiner Abstammung, seinem väterlichen Hause nach, er war es auch in seinem Bewußtsein und seinem Empfinden. Freilich war sein jüdisches Gefühl von jener Resignation umschattet, das viele deutsche Juden erfüllt, die des ewigen Kampfes gegen den Antisemitismus müde geworden sind. Ein Assimilant war er nicht. Inmitten dieser A.E. G. mit ihren halb und ganz getauften Juden war er ein aufrechter jüdischer Mann. Er sagte mir einmal im Gespräch: ״Der anständige Jude läßt sich nicht taufen.“ Er verfolgte alle jüdischen Dinge und nicht zum wenigsten die palästinensischen mit lebhaftem Interesse, in einem Briefe aus dem Jahre 1922, an mich nach Tel-Awiw gerichtet, schreibt er: ,,Ein Land nach 2000 Jahren von neuem aulbauen, ist eine ungeheure Aufgabe und dauert eine ganze Reihe von Generationen, besonders wenn die Ein- Wanderer, wie zu erwarten war, meistens keinerlei Kapitalien zur Verfügung haben... Wenn Sie Zeit haben und mir ab und zu über Land und Leute, allgemeine und politische Dinge schreiben können, wird cs mich außerordentlich interessieren, und ich werde Ihnen dankbar sein.“ Ich habe das Glück gehabt, mit ihm viele, zum Teil intime Unterhaltungen zu führen. Sobald das Gespräch auf das jüdisehe Thema kam, habe ich ihm oft widersprechen müssen. Trotzdem sagte er mir, als ich ihn zu seinem 70. Geburtstage beglückwünschte: ״Ich hoffe, daß Sie mich bald wieder besuchen werden, damit wir uns weiter über jüdische und geschäftliche Dinge unterhalten können.“ Es waren die letzten Worte, die ich von ihm gehört habe. Die Haupteigenschaft seines Charakters, vielleicht die am meisten jüdische Seite seiner Seele, war absolute Ehr- 1 i c h k e i t. Auf seiner unbedingten Zuverlässigkeit, auf der unerschütterlichen Treue, mit der er seinem Unternehmen bis zum letzten Tage diente, beruhte sein Rang-jn der industriellen Welt. Diese Eigenschaften sichern ihm auch seinen Platz in der Welt des jüdischen Gedenkens. Dr.-Ing. W. Majerczik. Paläslina-Chronik Von unserem Korrespondenten. ״ AG. Tel-Awiw, 13. Mai. Fast jeder Tag bringt in dieser Woche einen neuen Heuschreckenschwarm in verschiedenen Gegenden. Die letzten drei Tage brachten Schwärme, meistens kleinen Umfanges, in den Kolonien des Eraek, in Haifa, Sichron jaakow und Petach-Tikwah. Die Kolonisten arbeiten zusammen mit Polizei und Regierung an der Bekämpfung. Die Betriebe im Emek haben sich mit der Bitte au' die Regierung gewandt, sie im Hinblick auf die Heuschreckenplage und die Trockenheit dieses Jahres von der Steuer zu befreien und ihnen Saatgut für das nächste Jahr zur Verfügung zu stellen. Die Araber aus der Gegend von Nazareth haben sich ebenfalls zusammengeschlossen und diesen Forderungen noch die Bitte um ein Moratorium für die fälligen Schulden hinzugefügt. Unter den verschiedenen palästinensischen Produkten, die sich in letzter Zeit erfolgreich gegen die ausländische Konkurrenz durchgesetzt haben, sind jetzt auch Bi sk u it s zu nennen, die in Jerusalem von einer größeren jüdischen Fabrik hergestellt werden. Sie liefert von dem Verbrauch, der im Jahre gegen £ 25 000 beträgt, den größten Teil und hat sich gegen die belgische Konkurrenz, die bis vor kurzem den Markt beherrschte, durch gleichen Preis und Qualität durchgesetzt. Zur Verwendung kommt bis heute ausländisches Mehl, da sich das einheimische vorläufig nicht zur Herstellung von Biskuits bewährt hat. Die Verpackung dagegen, auch die in Blechkisten, wird im Lande hergestellt. Das mathematische Institut der Universität Jerusalem ist von einer Mietswohnung in der Stadt in das neue Gebäude auf dem Skoptis übergesiedelt Die telephonische Verbindung zwischen Aegypten und Palästina ist erweitert und bis Transjordanien weitergeführt worden. Man kann jetzt von jedem Ort Aegyptens mit jedem beliebigen Ort Palästinas und mit Amman Verbindung bekommen. In Zusammenhang mit der Missionärkonferenz in Jerusalem planen bestimmte arabisch-christliche Kreise eine Konferenz der christliohen Araber Palästinas. Demgegenüber ist der Gedanke einer moslemischen Landeskonferenz aufgetaucht. Ein Teil der arabischen Presse warnt vor solchen Unternehmungen, die geeignet sind, die Eintracht der Araber in Palästina zu zerstören. Die Seidenfabrik Delphiner, über deren Ankauf bereits seit längerer Zeit Verhandlungen geführt werden, soll in den Besitz zweier kanadischer Zionisten übergehen. Die Verbandlungen sind noch nicht beendet und der Zeitpunkt der Eröffnung noch nicht bestimmt Wie vom Einwanderungsdepartement soeben mitgeteilt wird, sind im Verlaufe des Monats März dieses Jahres in Palästina 299 Personen, unter ihnen 200 Juden, eingewandert und 289 Personen, unter ihnen 261 Juden, ausgewandert. Keren Haiessod im April Nach einer Mitteilung des Hauptbüros des Keren Hajessod sind im Verlaufdes Monat sAprild. J. 46 625 Pfund an Spenden für den Keren Hajessod eingegangen.

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