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Jüdische Rundschau · 1928-05-16 · Heft 38-39 (16.5.1928) · page 9

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIII (1928)
Issue
Heft 38-39 (16.5.1928)
Date
1928-05-16
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Nr. 38/39, 10. V. 1928 JUEÜISCHE RÜNDSCHÄTt Seite 281 XXO. Delegierlentag der Zionisllsdien Vereinigung für Deutschland m Breslau. Gewerkschaftsbaus, Margaretenstraße 17, vom 27. bis 29. Mai 1928. Tagesordnung: Erster Tag Vormittagssitzung 11—1 Uhr: 1. Eröffnung des Delegiertentages durch den Vorsitzenden der Zionistischen Vereinigung für Deutschland. 2. Begrüßungen. 3. Wahl des Büros. 4. Ansprache des Vertreters der Exekutive. Nachmittagssitzung 3—8 Uhr; 1. Bericht des Wahlprüfungsausschusses. 2. Zionistische Arbeit in Deutschland. (Referent: Kurt Blumenfeld). 3. Generaldebatte. 4. Wahl des Permanenzausschusses und der Kornmissionen. Abends 9 Uhr; Geselliges Zusammensein, veranstaltet von der Breslauer Zionistischen Vereinigung. Zweiter Tag Vormittagssitzung 10—1 Uhr; Fortsetzung und Schlufi der Generaldebatte. Nachmittags 3—4V2 Uhr: Geschlossene Sitzung der Vertrauensleute des Keren Hajessod unter Teilnahme der Delegierten und Ersatzdelegierten. Nachmittags 4l/j—6 Uhr: Sitzung der Gemeindekommission der Z. V. f. D. (Geschlossene Sitzung nur für Mitglieder der Kommission und Delegierte). Nacfamittagssitzung 6—85/2 Uhr: 1. Referat von Herrn Felix Rosenblüth, Mitglied der Exekutive über: ״Die Lage in Palästina und im Gesamtzionismus.“ 2. Aussprache. Abends 9t/j Uhr: 1. Geschlossene Sitzung der Vertrauensleute des Keren Kajemeth unter Teilnahme der Delegierten und Ersatzdelegierten. 2. Sitzungen der Ausschüsse und Fraktionen. Dritter Tag Vormittagssitzung: Beginn 10 Uhr: 1. Fortsetzung und Schluß der Aussprache zum Referat von Herrn Felix Rosenblüth. 2. Anträge. 3. Wahlen. * Unmittelbar nach Schluß des Delegiertentages findet eine Sitzung des Landesvorstandes statt. Die Aufstellung der vorstehenden Tagesordnung erfolgt aut Beschluß des Landesvorstandes (Sitzung vom 18. März 1928). Es wird ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, daß der Delegiertentag berechtigt ist, -- insbesondere auch hinsichtlich der Zeiteinteilung — Aenderungen vorzunehmen. * Wahlmeldungen AUe Gruppen, die ihre Wahlresultate noch nicht bekanntgegeben haben, werden dringend gebeten, dies unverzüglich nachzuholen. Unterbringung Alle Gesinnungsgenossen, die die Absicht haben, am De* legiertentag teilzunehmen, werden dringend gebeten, dies jetzt dem Büro der Zionistischen Ortsgruppe Breslau, Karlstraße 15, mitzuteilen. Es stehen Zimmer in Hotels ersten Ranges von 6 bis 7,50 M. inkl. Bedienung, in Hotels zweiten Ranges von 3,70 bis 4,75 M. inkl. Bedienung, sowie Privat- Pensionen und Privatquartiere von 2,50 M. ab zur Ver- Fügung. Bei allen Bestellungen ist die Aufenthaltsdauer anzugeben und auch mitzuteflen, ob Zimmer mit einem oder zwei §etten gewünscht werden. Mit Rücksicht auf die Schawuoth- Feiertage kann Garantie für eine wunschgemäße Unterbringung nur bei denjenigen Delegiertentagsbesuchern übemommen werden, die ihre Bestellung bis Donnerstag, den 24. Mal, aufgeben. Verpflegung Für Jugendliche und sonstige Interessenten wird ritu e 11 e s Essen in der Sozialen Gruppe, Breslau, Kaiser-Wil heim “י־״ ’ ' ־ ־..־’* “ * M lies Essen in der Sozialen Gruppe, Breslau, Kaiser-Wilelm-Str. 16, abgegeben, und zwar Mittagessen für M. 1,—, 1,50 oder M. 1,75. Bedingung ist aber, daß Anmeldun- §en hierfür bis spätestens 23. Mai dem Büro der Breslauer lonistischen Vereinigung, Breslau I, Karlstr. 15, aufgegeben werden. Ferner gibt das Restaurant Kornhäuser (unter Aufsicht), Breslau, Freiburger Str. 9, Mittagessen für M. 1,50 ab. Eintrittskarten Es werden Eintrittskarten für Zuhürer ausgegeben, und zwar für den ersten Tag mit Eröffnungssitzung zumPreise von 2 M., für die folgenden Tage zum Preise von je IM., Karten für die ganze Tagung für 2,50 M. Bestellungen unter gleichzeitiger Einsendung des Betrages und eines Freikuverts werden schriftlich erbeten an die Zionistische Vereinigung für Deutschland, Berlin W 15, Meinekestr. 10 (Postscheckkonto: Berlin 8091). In Breslau werden Vorverkaufsstellen in den Buchhandlungen Brandeis (Karlstr.), Wtwe. Mayer (Karlsplatz), Hainauer (Schweidnitzer Str.) und Bücherdielc (Kalser-Wilhelm-Str.) errichtet werden. ... Jugendliche erhalten Eintrittskarten zum Preise von 1 M. für die ganze Tagung, nur durch Vermittlung der Jugenaverbände. Bahnhofsdienst Am Hauptbahnhof in Breslau wird eine Auskunfts- und Empfangsstelle der Zionistischen Ortsgruppe eingerichtet, bei der auch diejenigen Delegiertentagsbesucher, die ihr Logis erat verspätet bestellen können, erfahren, wo sie untergebracht sind. Delegiertentags ־ Korrespondenz Alle für den Delegiertentag bestimmten Zuschriften an die Zionfstische Vereinigung für Deutschland sind in der Zeit vom 24. bis 27. Mal an die Adresse von Frl. Betty Frankenstein, Breslau, Hotel Monopol, ab 27. Mai an das Büro des Delegiertentages, Breslau, Gewerkschaftshaus, Margaretenstr. 17, zu richten. Gemeldete Delegiertenwahlen: Berlin: Dr. Martin Ascher, Dr. Moritz Bileski, Frau Jenny Blumenfeld, Georg Brumm, Dr. Julius Brutzkus, Dr. Walter Czapski, Benzion Fett, Alfred Frank, R.-A. Sammy Oronemann, Nathan K a m i n s k y, Georg L e w i n , Franz Lichtenstein. Richard L i c h t h e i m , Kurt Loewenstein, Dr. Werner Senator, Dr. S. Soskin, Oskar Wultf, samtlieh Berlin, Delegierte; I. Abisch, Berlin, Paul Arnsberg, Frankfurt a. M., Belilowsky, Roßleben. Dr. Hans Bloch, Berlin, L. Czeskis, Berlin, Dr. Emst Ettlsch, Berlin, Isaac Feuerring, Berlin, Dr. Herbert Foerder, Berlin, Leop. Gold, Beuthen, Frau Edith Hirsch, Berlin, Dr. Salli Hirsch, Berlin, Heinz Ilberg, Berlin, Dr. Walter Israel, Berlin, J. Jungerwirth, Berlin, Dr. Siegfried Kanowitz, Berlin, Hans Kaufmann, Berlin, J. Klinoff, Berlin, Max W. Kober, Berlin, Dr. Georg Landauer, Mannheim, Paul Lorenz, Berlin, Dr. Ernst Mandelbaum, Berlin, J. Münz, Berlin, Dr. F. S. Neumann, Berlin, Dr. Rud. Pick, Berlin, Julius Stern, Berlin, Emst Ullmann, Berlin, H. Wangenheim, Berlin, Ersatzdelegierte. Berlin: (Misrachi): Dr. Oskar Wolfsberg, Berlin, Lazarus Barth, Berlin, Dr. S. Grünberg, Berlin, Delegierte; Max J. Kober, Berlin, Dr. S. Schereschewsky, Berlin, Frau Grete Barth, Berlin, Ersatzdelegierte. Beuthen: R.-A. Dr. Siegfr. Fränkel, Beuthen, Arnold Wiener, Beuthen»» Delegierte; Chiel Schwarzbart, Beuthen, Hermann Preuß, Beuthen, Ersatzdelegierte. Bochum: Isaak Klausner, Bochum, Delegierter; Moses Waldmann, Berlin, Ersatzdelegierter. Breslau: Dr. Prager, Breslau, Dr. Franz Meyer, Breslau, Regierungsrat Dr. Jos. Marcus, Breslau, Ernst Cohn, Breslau, Delegierte; R.-A. Dr. Lux, Breslau, Dr. Bruno Powitzer, Breslau, Mathias Müller, Breslau, Adolf Talaloy, Breslau, Ersatzdelegierte. Chemnitz: Dr. Alfrec? Fleiß, Chemnitz, Michael Beermann, Chemnitz, Delegierte; Frl. Margot Bick, Chemnitz, Max Schereschewski, Chemnitz, Ersatzdelegierte. Coethen: Mendel Sieradzki, Coethen, Delegierter; Moritz Mühlbauer, Coethen, Ersatzdelegierter. Cottbus: Herbert Friedländer, Cottbus, Delegierter; Dr. Freundlich, Font, Ersätzaelegierter. Dresden: Frau Dr. Henny Winter, Dresden, Hermann Schocken, Dresden, Delegierte; Ing. J. Tschernoff, Dresden, Ersatzdelegierter. Duisburg: Frau Dr. Epstein, Duisburg, Delegierte; Karl Glaser, Berlin, Ersatzdelegierter. Düsseldorf: Dr. Nahum Gold mann, Berlin, Max Wo IIsteiner, Berlin, Delegierte. Elberfeld: Dr. Hans Pomeranz, Elberfeld, Delegierter; Regierungsrat Dr. Marcus, Breslau, Ersatzdelegierter. Erfurt: Dr. Schlochauer, Erfurt, Frau Dr. Kaufmann, Erfurt, Delegierte. Essen: Dr. Epstein, Duisburg, Delegierter; Max Wollsteiner, Berlin, Ersatzdclegierter. Essen-Misrachi-Jugendgruppe: Frau Lucic Möller, Breslau, Delegierte; Dr. Speyer, Breslau, Ersatzdelegierter. Frankfurt a. M.: Dipl.-Ing. Nathan Grünst ein, Frankfurt a. M., Dr. Fritz Millner, Frankfurt a. M., Jakob Wo 1 f f, Frankfurt a. M., Jakob Wodowski, Frankfurt a. M., Delegierte; R.-A. Julius Simon, Frankfurt a. M., Jakob Dränger, Frankfurt a. M., Ersatzdelegierte. Gotha: Dr. Noack, Gotha, Delegierter; Dr. Stern, Gotha, Ersatzdelegierter. Gleiwitz: R.-A. Ehrlich, Gleiwitz, Delegierter; Frau Lachmann, Gleiwitz, Ersatzdelegiertc. Halberstadt: R.-A. Hermann Hirsch, Berlin, Delegierter; Ernst B a e r, Halberstadt, Ersatzdelegierter. Halle: Markus Bifctzky, Halle, Delegierter. Hamburg: Dr. B.uchholz, Altona, Dr. Kupferberg, Hamburg, Gerschom Sch einer, Hamburg, Delegierte; Dr. Edgar Marx, Hamburg, Dipl.-Ing. E. Heinemann, Hambtug, Frau Dr. Buch holz, Altona, Ersatzdelegierte. Hamburg-Misrachi: Alexander A d I e r, Wandsbek, Dr. H e p p n e r, Hamburg, R.-A. Erich Michaelis, Hamburg, Delegierte; Frau Lucie Möller, Breslau, Dr. Rud. Möller, Hamburg, Martin Friedländer, Breslau, Ersatzdelegierte. Hannover: Karl Glaser, Berlin, Dr. Herbert Foerder, Berlin, Delegierte. Insterburg: Dr. Posncr, Insterburg, Delegierter; Frl. ' Betty Demant, Insterburg, Ersatz delegierte. Königsberg (Misrachi): Dr. Boß, Breslau, Delegierter; Dr. Speyer, Breslau, Ersatzdclegierter. Lübeck (Misrachi): Alexander Adler, Wandsbek, Delegierter; Dr. Boß, Breslau, Ersatzdelegierter. Magdeburg: Cahnan Karger, Magdeburg, Delegierter. Mannheim: Frau Dr. Bodenheiraer, Mannheim, Otto Simon, Mannheim, Delegierte; Dr. Georg I a n - dauer, Mannheim, Frau Dr. Ra bi n , Breslau, E rsatzdelegierte. München: Ignatz Emrich, München, Justizrat Dr. Emil Fränkel, München, Dr. Berthold Weiß, München, Delegierte; Dipl.-Ing. Leop. Berger, München, Dr. J. Rabin, Breslau, Max Kober, Berlin, Ers a t z d e 1 e g i e r t e. Nürnberg: Dr. Meinh. Nußbaum, Nürnberg, Dr. Isaac Bamberger, Nürnberg, Dr. Stefan Löwen gart, Fürth, Delegierte; Dr. Ludwig Mayer, Berlin, Dr. Rud. Liebstädter, Nürnberg, Harry Bein, Nürnberg, Ersatzdelegierte. Oppeln: Dr. Deutschmann, Oppeln, Delegierter. Ratibor: Frau Regina Pinczower, Ratibor, Delegierte; Frl. Eva Aschner, Ratibor, Isidor Pinczower, Ratibor, Ersatzdelegferte. Stettin: Erich A11 m a n n , Stettin, Delegierter; Dr. Dresel, Stettin, Ersatzdelegierter. Anträge und Resolutionen Zionistische Ortsgruppe Erfurt: Die Zionistische Ortsgruppe Erfurt ersucht den Wahl- Prüfungsausschuß des Delegiertentages dringend, bei seinen Entscheidungen in erster Linie zu berücksichtigen, ob der Delegierte seiner Maasserpfiicht nachkommt. Zionistische Ortsgruppe Mannheim: Statt einer Ijar-Aktion im Sinne der vergangenen möge die Zionistische Organisation einen Sonntag der zionistischen Arbeit für das kommende Jahr propagieren. Im Monat Ijar soll sich jeder Zionist für einen Sonntag zu praktischer zionistischer Arbeit zur Verfügung stellen. Darunter soll hauptsächlich Keren Hajessod-Besuche, Büchsenneuaufstellung oder Mitgliederwerbung, je nach persönlicher Veranlagung, verstanden werden. Zionistische Vereinigung für Deutschland. Konferenz der Vertrauensleute des Keren Kaiemeih Am Montag, den 28. Mai, um 9(1• Uhr abends, findet in Breslau eine Konferenz der beim Delegiertentag anwesenden Vertrauensleute des Keren Kajemeth statt, an aer als Gäste auch die Delegierten und Ersatzdelegierten teilnehmen können. Die Konferenz dient in erster Linie der Aussprache über die Keren Kajemeth-Arbeit in Deutschland. Es werden kurze, einleitende Referate über die Lage des Keren Kajemeth in Erez-Israel, die Arbeit in Deutschland und die Tätigkeit der Versicherungsabteilung stattfinden. Die Vertrauensleute, die die. Absicht haben, am Delegiertentag teilzunehmen, werden dringend gebeten, dies der Keren Kajemeth-Zentrale in Berlin vorher bekanntzugeben. Der ausführliche Bericht der Zentrale für die Zeit vom 1. Oktober 1926 bis 31. März 1928 gelangt in den nächsten Tagen zur Versendung. Landeskonferenz des Hapoel-Hazafr Am Sonnabend, den 26. Mai, nachm. 3 Uhr, findet in Breslau eine Landeskonferenz des deutschen Hapoel-Hazai'r statt. Tagesordnung: 1. Stellung zu den Fragen des Delegiertentags (Rudolf S a m u e 1). 2. Fragen zionistisch-sozialistischer Zusammenarbeit (Julius Levinsohn). 3. Die Hitachduth in Palästina und im Galuth (Georg L a 11 d a u e r). 4. Der Aufbau der Partei in Deutschland (Franz Lichtenstein). Versammlungsort wird noch bekanntgegeben. Alle Chawerim und Freunde der Hitachduth sind eingeladen. Anmeldungen zur Teilnahme an den Zentralen Waad, p. Adr. Franz Lichtenstein, Berlin-Pankow, Mendelstraße 36. Ferner werden alle Chawerim der Hitachduth, die zum Delegiertentag gewählt sind, gebeten, ihre Wahl dem Zentralen Waad mitzutcilen. Dr. Siegntund Werner Am 6. Mai starb in Zuckmantel im Alter von 61 Jahren Dr. Siegmund Werner und am 10. Mai fand in Iglau das Begräbnis des Verstorbenen statt, ln Dr. Siegmund Werner yerfiert die Zionistische Organisation der Tschechoslowakei eines ihrer ältesten und verdienstvollsten Mitglieder. Der Verstorbene gehörte zu den treuesten Mitarbeitern Theodor H e r z l s. Er war in den kritischen Tagen der schweren Erkrankung und des Ablebens Theodor Herzls Chefredakteur des zionistisehen Zentralorgans ״Die Welt'* und unterhielt als solcher die herzlichsten Beziehungen zu dem totkranken Begründer der Zionistischen Organisation. Den ältesten Zionisten werden noch die vielen ausgezeichneten Aufsätze Dr. Werners, insbesondere der erschütternde Nachruf, den er Theodor Herzl in der ״Welt“ hielt, in Erinnerung sein. Nach seiner Uebersiedlung aus Wien entfaltete Dr. Werner in Iglau eine eifrige zionistische Tätigkeit. Sein Leichenbegängnis, an dem zahlreiche Abordnungen teilnahmen, gestaltete sich zu einer Kundgebung für den verdienstvollen Mann. Aus dem Gemeindeleben Gegen die Entrechtung ausländischer Juden Am 8. Mai tagte in Erfurt der Gruppenverband Thüringen der Z. V. f. D. Die Versammlung, an der der Vorsitzende der Z.V.f. D., Kurt Blumenfeld, teilnahm, besprach auch die rechtlichen Zustände der Gothaer Jüdischen Gemeinde. Einstimmig wurde nachstehende Resolution angenommen: Die Gruppenverbandstagung hat mit Empörung davon Kenntnis genommen, daß die Israelitische Kultusgemcindc Gotha ausländische Juden von der Mitgliedschaft in der Gemeinde ausgeschlossen und damit der Rechte der Teilnähme an den religiösen Einrichtungen beraubt hat. Das verstößt gegen die sittlichen Grundanschauungen der jüdischen Religion. Die Tagung fordert alle jüdischen Institutionen auf, die Israelitische Kultusgemeinde in Gotha auszuschließen, solange diese Satzungsbestimmung in Kraft ist. Die Zugehörigkeit zu einer solchen Gemeinde ist mit der Mitgliedschaft in der Zionistischen Vereinigung für Deutschland unvereinbar. Die Tagung protestiert mit Entschiedenheit gegen die unverständliche Haltung des Thüringischen Staatsministeriums, das (entgegen den Zustimmungen der Reichsverfassung, die allen Bewohnern des Reiches freie Religionsausübung zusichert) die. Satzung der Israelitischen Kultusgemeinde in Gotha genehmigt hat.

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