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Jüdische Rundschau · 1928-04-20 · Heft 31 (20.4.1928) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIII (1928)
Issue
Heft 31 (20.4.1928)
Date
1928-04-20
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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Seite 222 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 3!, 20. IV. 1928 zionistischen Wert zu vermitteln, dann wird schon darin über alle sachlichen Entscheidungen hinaus der stärkste Erfolg verbürgt sein. III. Im Mittelpunkt der Fragen, die diesen Delegiertentag beschäftigen werden, wird ohne Zweifel die Frage nach Form und Inhalt unserer Propaganda und, politisch gesehen, unsere Stellung zu dem nichtzioni- «tischen und antizionistischen Judentum stehen. Die Tagung des C.V. und seine antizionistische Resolution ist ja nur äußerer Anlaß, diese Frage erneut zu über• prüfen. Wir haben sogar Eirund, das Ergebnis dieser Tagung zu begrüßen, weil damit vielen Anschauungen endgültig der Boden entzogen wird, die bei uns in letzter Zeit entstanden waren. Manche glaubten die Zeit schon reif für eine zionistische Propaganda, die auf die Darstellung dfcr grundsätzlichen Gegensätze zwischen uns und den Nichtzionisten verzichten könne, da de facto unsere Erkenntnisse bereits Gemeingut jüdischen Lebens geworden seien. Die Haltung, die der C.V. gerade in den beiden letzten Jahren einnahm (Kampf gegen das Pro Palästina-Komitee, Wiener-Buch, C.V.-Resolution usw.) hat jedoch erneut bewiesen, daß dieses deutsche Judentum einen revolutionären Zionismus heute genau so notwendig braucht, wie vor 30 Jahren. Unsere Hoffnungen auf eine neue jüdische Jugend in Deutschland, die, fortgeschrittener in ihren Erkenntnissen und in ihrem jüdischen Willen als die jetzt herrschende Generation, dem deutschen Judentum ein anderes Gesicht geben würde, scheint sich ebenfalls nicht zu erfüllen. Was heute die junge Generation des C.V. als ihr jüdisches Programm aufstellt, ist in Wort und Inhalt befangen in den Anschauungen der führenden C.V.-Schicht, so daß wir uns einen Fortschritt auch von dieser Generation nicht versprechen können. Unter dem Eindruck dieser Erfahrungen wird heute in zionistischen Reihen der Ruf nach einer kämpfe• rischen Haltung immer stärker. Es wäre nun sehr wenig damit erreicht, wenn dieser Delegiertentag unter dem Druck dieser Stimmung erneut einen Kampf gegen den C.V. proklamieren wollte. Von solch einem Kampf, der ein reiner Machtkampf werden muß, können wir für die Ausbreitung der zionistischen Idee innerhalb des deutschen Judentums nichts erwarten. Ein solcher Kampf könnte nur das Ziel haben, die Autorität des C.V. im deutschen Judentum zu erschüttern. In die• sem Kampf in der Defensive zu bleiben, halten wir nicht für so einen Makel, wie viele unserer Zionisten glauben. Notwendig ist aber eine Offensive der zionistisehen Idee, die sich an eine andere jüdische Schicht wenden wird als an die Mehrheit des C.V. Es gibt neben dem offiziellen C.V. ehr Judentum m Deutschland, das gewillt ist, sich ■von'den Parolen des Tages frei m machen und mit innerer Be• reitschaft auf die Botschaft der zionistischen Idee zu hören. Große Teile der jüdischen Jugend, weite Schichten des im Keren Hajessod organisierten Judentums sind reif, in einer erneuten Offensive für den Zionismus gewonnen zu werden. Der große Enthusiasmus, mit dem man Weizmann überall in Deutschland feierte, beweist, daß der C.V. mit seinem Kampfbeschluß das deutsche Judentum nicht hinter sich hat und daß die Voraussetzungen für eine Durchsetzung des zionistischen Gedankens in weiten Kreisen des deutschen Judentums durchaus gegeben sind. Diese Offensive der zionistischen Idee kann allerdings auf einem Delegiertentag nicht beschlossen werden. Der einzelne Zionist muß der Träger dieser Propaganda werden. Ihm muß erneut dargestellt werden, daß Zionismus auch heute noch die einzige wahrhaft revolutionäre Idee des Judentums ist, die eine grundsätzlich neue Existenzform anstelle des vorhandenen Judentums begründen will. Diese Erkenntnis muß im Verlauf der zionistischen Arbeit der nächsten Jahre von neuem begründet werden, muß in Abgrenzung gegenüber neuen Zeitströmungen wiederum auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft werden. Eine neue kämpferische Haltung des Zionismus wird allerdings für die Stellung des einzelnen Zionisten innerhalb der jüdischen Gesellschaft Konsequenzen haben müssen. Heute ist der Zionist in weitestem Umfang von dieser jüdischen Gesellschaft aufgenommen worden; er ist ein oft sogar gern gesehener und um seiner Sachlichkeit willen geschätzter Mitarbeiter im jüdijehen öffentlichen Leben geworden. Da es sehr schwer ist, die Balance zwischen konstruktiver Mitarbeit und immer erneuter Abgrenzung gegenüber der vorhandenen jüdischen Ge- Seilschaft zu halten, haben Zionisten in erschreckend großer Zahl auf das letztere verzichtet, so daß de facto der Zionist — vielfach unbewußt — seine Aufnahme in die jüdische Gesellschaft mit einem Verzicht auf seine werbende und kritisierende Funktion bezahlt hat. Für einen erneuten Kampf muß der Zionist durch diesen Delegiertentag eine menschliche und ideelle Festigung erfahren. Er muß zu der Erkenntnis kommen, daß ohne einen Funktionswandel des einzelnen Zionisten innerhalb der jüdischen Gesellschaft eine Offensive der Idee weder beschlossen noch durchgeführt werden kann. IV. Die f rage nach der Funktion des Zionismus inner- ׳ halb des deutschen Judentums berührt am stärksten Form und Inhalt unserer Gemeindearbeit. Hier wird zunächst ein wichtiges positives Faktum zu verzeichnen sein: die Eingliederung der zionistischen Gemeindearbeit in die zionistische Gesamtarbeit in Deutschland. Es hat sich die fruchtbare Erkenntnis in vollstem Umfang durchgesetzt, daß dieser wichtige Zweig zionistischcr Arbeit in Deutschland nur gelingen kann, wenn er sich aus einer gemeinsamen zionistischen Grundhaitung heraus vollzieht. Die Männer, die in unserem Namen in der Gemeinde auftreten und arbeiten, müssen das Bewußtsein haben, daß sie als Glieder der zionistischen Organisation diese Arbeit leisten und daß es kein« Rangunterschiede innerhalb der zionistischen Funktionen gibt. Eine Arbeitsteilung ist nur möglich, solange jede Funktion in ihrer Begrenztheit erkannt wird und sich Teilfunktionen nicht emanzipieren und gegeneinanderstellen. Diese Entwicklung ist heute für unsere Gemeindearbeit weniger denn je zu befürchten, und wir haben alle Veranlassung, von uns aus erneut unter Anerkennung unserer vollsten Verantwortung die Frage einer konstruktiven Gemeindearbeit in Deutschland auf diesem Delegiertentag zu überprüfen. Unsere Verantwortung ist in dem Maße gewachsen, in dem unserer Einfluß in den Gemeinden stärker geworden ist. Durch die Machtverschiebung in der großten deutschen Gemeinde sind für uns ganz neue Fragen aufgeworfen. Zum ersten Male findet ein deutscher Delegiertentag den deutschen Zionismus mit positiver Verantwortung für die Gestaltung deutsch-jüdischen Lebens belastet. Wird der zionistische Gedanke im Galuth auch stark sein im konstruktiven Aufbau jüdischen Lebens, oder liegt seine größte Macht auch heute noch bloß im Gedanklichen? Wird nicht unsere eigene Erkenntnis von der notwendigen Unzulänglichkeit eines jüdischen Lebens in Deutschland sich auch erneut da bestätigen, wo uns die Chancen für die Mitgestaltung dieses Lebens gegeben sind? Vielleicht ist für diese Ucberlegung der Zeitpunkt noch nicht verfrüht; denn das jüdische Leben in Deutschland ist noch weit entfemt von seinem jüdischen Sättigungsgrad. Der Delegiertentag wird ein konstruktives Gemeinde- Programm beschließen müssen, und wir hoffen, daß in diesem Programm die jüdische Schule den dominierenden Platz einnehmen wird. Die jüdische Schule hat für uns eine immer lebenswichtigere Bedeutung. Die Ueberlieferung jüdischen Kulturgutes durch das Elternhaus schwindet mehr und mehr, und das gilt im vollen Umfang auch für das zionistische Elternhaus. Und immer notwendiger wird ein selbstverständliches Hineinwachsen des jüdischen Kindes in eine jüdische Atmosphäre. Als Bewahrer und Mehrer der jüdischen Substanz, ohne die es keinen Zionismus gibt, kommt der jüdischen Schule eine fast ausschließliche Bedeutung zu: V. Der Delegiertentag wird erneut die Möglichkeiten der Ausgestaltung unseres zionistischen Lebens zu prüfen haben. Die Forderung nach Belebung der Ortsgruppen wird die Debatte voraussichtlich beherrschen. Es sollen in diesem Zusammenhang hier zwei Fragen erörtert werden, die für die Führung zionistischen Lebens heute von besonderer Bedeutung sind Das Arbeitsprogramm der Ortsgruppen wird in der nächsten Periode stärker denn je durch die hebräische Kulturarbeit bestimmt sein. Die Forderung nach einer Verstärkung unserer Bildungsarbeit kehrt ja in gewissen zionistischen Epochen immer wieder, und wir stehen heute am Beginn einer neuen Strömung, die die Kulturarbeit als den wesentlichsten Teil zionistischer Arbeit ansehen möchte. Nun wird naturgemäß das Lernen in unserem System immer eine führende Stelle einnehmen. Es ist dies die einzige Möglichkeit, durch die der Zionist in seinem täglichen Leben seiner Verbundenheit mit Vergangenheit und Zukunft des jüdischen Volkes Ausdruck geben kann, und hier ist für ihn der einzige Weg gegeben, auf dem sein Bemühen durch persönlichen Erfolg belohnt werden kann. Wird auch die hebräische Kulturarbeit immer ein integrierender Bestandteil der zionistischen Arbeit sein, so muß doch vor allen falschen Bewertungen gewarnt werden, die mit dieser Parole verbunden sind. Hebräische Ku’turarbeit kann politischen Zionismus nicht ablösen. Wir bemerken heute in der jüdischen Welt die Tendenz, die kulturelle Arbeit von der jüdischen Erneuerungsbewegung zu emanzipieren und sie als einen autonomen Weg jüdischer Erneuerung hinzustellen. Demgegenüber werden wir immer betonen müssen, daß es ein erfülltes jüdisches kulturelles Leben im Galuth nicht geben kann, selbst wenn die Hebraisierung zu ungeahnten Erfolgen führen sollte, und daß Kulturarbeit immer nur eine Funktion der jüdischen Erneuerungsbewegung ist. Wird man so dieser Arbeit den richtigen Platz zugewiesen haben, dann wird man mit um so größerer Energie ein Kulturprogramm aufstellen und verwirklichen können. Die Z. V. f. D. hat heute bereits sichtbare Anfänge auf diesem Gebiet geschaffen. Sie weiter auszubauen, wird Aufgabe der kommenden Arbeitlperiode sein. VI. Eine besondere Verlockung der Kulturarbeit liegt darin, daß sie heute die einzige Form zionistischen Lebens zu sein scheint, die auf die heranwachsende Generation von Anziehungskraft ist. Der Erfolg der Kulturwochen beweist, daß hier die Möglichkeit gegeben ist, eine zionistische Jugend zur Teilnahme an zionistischer Arbeit zu bringen. Wir sehen in dieser Tendenz der heutigen Jugend, ausschließlich Kulturarbeit als Weg und' Ziel jüdischer Aufbauarbeit zu propagieren, eine nicht geringe Gefahr. Nicht, daß man hebräisch lernt und Tenach liest, kann heute für uns das Entscheiden de sein, wesentlich ist die Vorstellung, die man von der Fortentwicklung jüdischen Kulturgutes hat, und hier muß unserer Jugend erneut klar gemacht werden, daß unser Kulturwille in erster Linie ein politischer Wille sein muß, daß es nicht darauf ankommt, rezeptiv das vorhandene jüdische Kulturgut zu übernehmen, sondem, daß es Aufgabe unserer Generation ist, politische Voraussetzungen für eine volle jüdische Kulturentwicklung zu schaffen, die alle Lebensäußerungen eines Volkes in sich birgt. Dieser politische Emeuerungswille ist heute in weiten Schichten unserer zionistischen Jugend im Schwinden begriffen. Es ist ein schwacher Trost, wenn man darauf hinweist, daß auch in der Jugend unserer Umwelt allgemein eine Ablehnung von Politik und Partei zu konstatieren ist. In seinem letzten Artikel ״Die Jungen“ stellt 2. B. Georg Bernhard fest, daß die deutsche Jugend heute mit außerordentlicher Gleichgültigkeit den politischen Kämpfen der Parteien und Organisationen gegenübersteht. ״Die Jugend hat schon die ganz richtige Empfindung, daß die Partei ein Uebel ist.“ Er kommt dann zu der Forderung, daß sich die Jugend ״innerhalb der Parteien und durch die Parteien“ ihre Freiheit erkämpfen muß. Nun sind ja Parteien in einem normalen Volkswesen nicht nur der einzige Ausdruck seines gesellschaftlichen und kulturellert Lebens, und es besteht keinerlei Gefahr, daß eine junge Generation, die sich vorübergehend abseits der Parteigruppierungen stellt, aus dem Volksganzen herausfällt. Nichts wäre verhängnisvoller, als wenn in den Augen einer zionistischen jungen Generation die zionistische Organisation als eine ״Partei“ im Judentum empfunden würde, der man mit gutem Recht eine Gefolgschaft versagen könne. Zionismus ist nicht Partei, sondern Erneuerung des Volkes, Palästina ist nicht ein Versuch jüdischer Erneuerung, sondern einzige Rettung eines zerfallenden Judentums. Die zionistische Organisation ist ein kostbares Gut, dem Emeuerungswillen einer zionistischen Generation überantwortet Oelingt es nicht, in dieser Jugend das Verantwortungsgefühl für das Werden diese« Organismus erneut zu erwecken, dann wird all ihr Kulturwille und all ihre Kulturarbeit den Verfall unseres Werks nicht aufhalten können. Wir erwarten, daß dieser Delegiertentag auch in starkem Maße ein Delegiertentag der zionistischen Jugend sein wird. Wir erwarten, daß von diesem Delegierten tag eine Welle freudiger Bejahung der zionistischen Idee und einer ideologischen Befestigung ausgeht, auf die heute diese unsicher gewordene junge Generation so sehnsüchtig wartet Wird unsere Tagung dieses Ziel erreichen, daß eine junge zionistische Generation erneut spürt, daß in dieser Bewegung und in dieser Organisation ihr Platz ist, dann kann dieser Delegiertentag von weittragender Bedeutung für unsere zukünftige zionistische Entwicklung werden. Hellpacli Aber ״Rasse und Volksfam“ Aus Düsseldorf wird uns berichtet; Der Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens lud den ehemaligen Badischen Staatspräsidenten Prof. W. Hellpach ein, in Düsseldorf einen Vortrag über ״Rasse and Volkstum“ zu halten. ״Bürger aller Parteien und Richtungen sind eingeladen", kündeten große Plakate auf den Litfassäulen. Da die Wah’en kurz bevorstehen, nahmen die Nationalsozialisten die Gelegenheit wahr (wer kann es ihnen verdenken?), um kostenlos zu einem Saale für die Wahlpropaganda zu kommen. Schon vor dem Saa’e ver'eilten Habenkreuzler blödsinnige Aufrufe gegen die Juden, die nur ganz naive Gemüter aufregen können, und merkwürdigerweise auch das Temperament des grauhaarigen Vorsitzenden in Wallung brachten. — Der Saal war gesteckt voll. Aber sonderbar: der größte Teil der Zuhörer waren Hakenkreuzler. Kann es jemanden Wunder nehmen, daß Tumultszenen ausbrachen? So manch einem deutschen Staatsbürger jüdischen Glaubens werden an diesem Abend die Augen amgegangen sein und er wird einen Impuls bekommen haben, sich in die Geschichte seiner Abstammung zu vertiefen. Nach einer langweiligen Einleitung des Versammlungsleiters sprach Herr Prof. Hellpach. Er hielt zwar seinen Vortrag, als stände er auf dem Katheder in Heidelberg, aber seine Ausffihrungen waren allgemein verständlich und fesselnd. ״Ein Volk", sagte Prof. Hellpach, ״ist dort vorhanden, wo die Üeberzeugung einer gemein- Samen Abstammung existiert". Kein zionistischer Redner könnte deutlicher sprechen. Haben die Centralvereinler einen gemeinsamen Stammbaum mit den Juden der ganzen Welt oder mit den Hakenkreuzlerrowdys, die am 16. April ihnen die Ohren vollgepfiffen haben? Hellpach* biologische Ausführung über die Entstehung der Rassen ist nicht uninteressant. Nach der Meinung vieler Gelehrter entstehen die Rassen plötzlich. Solch eine plumpe Schöpfung nennt man Mutation. Aber Völker entstanden und entwickeln sich durch Rassenkreuzung. Das Judentum ist zwar ein altes Volk, besitzt aber eine starke Lebensfähigkeit. Ein Volk ist nur dann dem Untergänge geweiht, wenn der Geburtenrückgang rapide fortschreitet Am stärksten zeigt sich die Geburtenabnahme in den Großstädten. ״Die Staat Ist das Grab der Völker.“ Die Stadt ist aber die Stätte geistiger Produktion. ״Die Städte opfern sich für die Kulturrolle, die sie spielen.“ Auch die Juden in den Großstädten sind dem Untergange geweiht Aber ... Und nun kommt ein Satz, welcher manchen Centralvereinler wie eine Backpfeife anmuten mußte: ״Das Ostjudentum ist eine unerschöpfliche Quelle für die Erstarkung der Lebenskraft des Westjudentums.“ Leo KrelL PriBzess Mary 1b da* Kwnzah Mlb Jerusalem, 17. April. (J.T.A.) Prinzess Mary, die einzige Tochter des englischem Königspaares, und ihr Gatte Viscount La sc eil es besuchten die jüdische Arbeitersiedlung Dilb. Bei ihrem Eintreffen in der Kwuzah wurden ihnen Milch und Honig entgegengetragen, ein kleines Mädchen überreichte ihnen einen Blumenstrauß. Vertreter der Kolonie hießen das Paar in hebräischen Ansprachen willkommen, der in der Begleitung des Paares befindliche Oberstaatsanwalt Palästinas, Norman Bentwich, übersetzte die Anspra hen ins Englische. Prinzess Mary erwiderte, es sei ihr eine hohe Freude, diese schöne Siedlung und die Arbeit in ihr zu sehen. Am 15. April verließen Prinzess Mary und Viscount Lascelles Palästina, um über Aegypten die Heimreise nach England anzutreten. Während Ihres Aufenthaltes in Palästina besuchten sie außer der Universität noch andere jüdische Kultur- Institutionen, so u. a. auch die Evelina de Rothschild-Schule.

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