Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1928-04-04 · Heft 27-28 (4.4.1928) · page 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIII (1928)
Issue
Heft 27-28 (4.4.1928)
Date
1928-04-04
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2651273-2652971-2652998--19874-2677796
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

11 entity mentions

Seite 200 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 27/28, 4. IV. 1928 leuchfendcr zeigt Wilhelm Michel an Hölderlins Uebersetzung eines Götternamens des Namens der Todesgöttin Persephone dirnh das Wort ״Licht1' — wie liier eine Mythe beweisbarer gemacht wurde, in ein trübes düsteres Wort ein Geheimnis der Freude sich mischte und über dem Tode sieh wölben ,,die flutenden Himmel des ewigen Lebens“, Unmöglich ists an dieser •Stelle, durch Raum wie durch Zeit gellindert, von der Fülle der Gaben auch nur annähernd einen Begriff zu geben. Aber schön ist’s zu sehen, wie sich gleich einem byzantinischen Mosaik aus allen diesen Texten das Bild des verehrten Mannes aufs neue zusammensetzt. Erschien er in den bis jetzt angeführten als Lux in Tcnebris, Erhellcr des Dunkels, Führer zu jenem Tage, von dem es heißt ״Und zur Abendzeit wird es Licht werden . . .“, so glänzt in anderen Bildern die Erinnerung an das still-beredte Haus in Heppenheim wieder auf, daraus mancher, wie Elisabeth Rotten cs hier erzählt, ein wegweisendes Wort mitnalmi — ein Wort, das erst im Schweigen reift . wie jenes alte und neue Wort von der Liebe, die man auch dem Bösen entgegenbringen soll. Hier aber ziemt es sich vor allem andern, bei jenen Beiträgen einen Augenblick zu verweilen, die jüdischon Geistesgute entnommen sind. Es sind nicht eben viele; ein Umstand, der hier nicht befragt oder beklagt werden soll, aber dennoch Anlaß des Nachdenkens wird. Hugo Bergmann, der Bibliothekar von Jerusalem, zeigt an einem überraschenden Spruche aus dem Talmud den inneren Zusammenhang von Freiheit und Notwendigkeit. Leo Baeck stellt daneben ein bedeutsames Wort des Samuel laniado, eines Bibelerklärers aus dem 16. Jahrhundert. In etwas verwegenem Sprunge sucht dann Ernst Simon die bekannte Purimvorschrift mit dem Zwecke der Festgabe in Verbindung zu setzen. Judenköpfe der Gegenwart, allzu früh verblaßt, werden von anderen aus dem Dunkel heraufbeschworen: Gustav Landauer — von Hans Ko 11 n zitiert — spricht über die Geistigen und das Volk, Franz Kafka wird in einem imaginären Dialog mit Martin Buber selbst in einem Briefe an Max Brod gezeigt. Mit ganz besonderer Schärfe und Feinfühligkeit entwickelt Friedrich Thieberger an einer Anekdote aus dem Leben Salomon Bubers das Wesen der Sprache des Juden (und nicht bloß des gelehrten Juden) früherer Geschlechter, die' in der Verknüpfung des Alltagswortes mit seiner ersten biblischen oder talmudischen Bedeutung eine geistige Mehrdimcnsionalität, ein ständiges Leben in mehr als einer Welt bekundete. ״Zitate sind der Anruf einer beglaubigten Urferne.“ — Und mit besonderer Bedeutung schließt sich dann unmittelbar an Thiebergers Gedankenreihen ein Zitat aus Bubers eigenen unbekannten Schriften. Franz Rosenzweig kam auf den glücklichen Gedanken, ein Stück aus Martin Bubers Dissertation nach allen Regeln der Philologie zu untersuchen und fand darin Fragen des werdenden Lehrlings, die erst der Meister beantworten wird. — Beinahe noch näher aber an das Lebenswerk Bubers als jene Worte aus seiner eigenen Frühzeit führen Worte aus dem Nachlasse eines von ihm sehr Verschiedenen, und dennoch durch das Ziel mit ihm Geeinten. Aus A. D. Gordons Nachlaß veröffentlichen Isaak Lofban und Robert Weitsch zwei Fragmente: eine Auseinandersetzung mit I. Ch. Brenner, der die Kette der Beziehungen zur jüdischen Vergangenheit auflösen wollte, und eine wundervolle Vision der ״Erneuerung“ dÄ Ma^bcin, die der einzige Weg zur Erneuerung des Volkes ist! ־ ׳־ ־ ׳ •י• " ־ ־ ■ ‘ ׳ י-• An jenem Tage, Mensehensohn, wird die Frucht deiner Arbeit Leben sein, denn Leben wird sein in deiner Arbeit . . . Bertha Badt-Strauß. Deutsche Politik und Judenfrage (Willy Hellpacb: Politische Prognose für Deutschland. Verlag S. Fischer, Berlin 1928, 520 S.) Man hat in den letzten Jahren in Deutschland eine Flut von Büchern erscheinen sehen, in denen Politiker ihr Werk zu rechtfertigen suchten oder auch nur eine Darstellung ihrer politischen Laufbahn gaben. Selten aber hat ein Mann aus dem Kreise der aktiven Politiker den Versuch unternommeii, das ganze weite Gebiet deutscher Staatspolitik nach allen Richtungen hin zu untersuchen und zusammenfassend darzustdlcn. Willy Hellpach, Politiker und Gelehrter von Ruf, stellt nun eine ״Politische Prognose für Deutschland“, die er auf breitestem Fundament aufbaut. Das Volk und sein Wesen, der Staat und seine Ordnung, die Gesellschaft und ihr Geist, das Reich und seine Macht bilden den Gegenstand seiner Untersuchungen. Ausgehend von der Feststellung, daß das deutsche Volk kein Rassevolk ist, und daß jeder, der sie gewaltsam dazu machen will, unausweichlich zum Zerstörer am Deutschtum wird, weist Hellpacb mit um so stärkerem Nachdruck auf das Problem der Stämme hin. Trotzdem aber glaubt er eine gemeindeutsche Geistesart feststellen zu können. Mit dem im ganzen Buch spürbaren Temperament wendet er sich gegen die L egende vom unpolitischen Deutschen. Ein Volk, das dank seiner konservativen Bürokratie, seiner sorialistisrhen Gewerkschaften und des politischen Katholizismus die Jahre 1918 und 1923 überlebt hat und so überlebt hat, hat bewiesen, ״daß es als Masse politisch zu urteilen, daß es aus seiner Masse politische Führung zu erzeugen, auszuwählen, zu tragen vermag“. Aber die Weltkrisis des Parlamentarismus hat auch Deutschland ergriffen. Aber ״nicht il fasdo ist es, was uns aus dem Versagen des Parlaments droht, sondern die Diktatur der Aktcnbündcl“. ״Die Rettung davor kann nur in einer Erneuerung des Parlaments seiner Aufgabe und damit seiner Leistung nach gesucht werden.“ Nicht bloße Wahlreform, sondern die Konstitutionalislcrung des Parlaments, die Ausbildung einer schöpferischen Verwaltung können die Krise beheben. Die Lebensfrage der Demokratie schlechthin erblickt Hell-!■ach im Gegensatz katholischer und evangclischcr׳ Weltanschauung. Er wiederholt seine auf dem Breslauer demokratischen Parteitag 1925 formulierte These, ״daß der Katholik wohl Bürger, der Katholizismus aber nie Bürge einer Demokratie sein könne“. Gewissenszwang, die Bindung des Menschen in den Dingen des Glaubens und der Sitte an die Autorität der Kirche und Volksherrschaff, die autonome Staatsgestaltung des Volkes aus seinem Willen heraus, lassen sich nicht zusammenbringen. ״Das evangelische Christentum aber hat der Demokratie Ehr geistiges Rüstzeug geliefert.“ Und ״man übertreibt nicht, wenn man sagt: evangelische Bauern sind die geborenen Demokraten, vielleicht die einzigen, die es gibt“. So tiefschürfend und wohlbegründet die Untersuchungen Hellpachs zu diesem Thema sind, so wenig wird er, scheint es, dem Verhältnis von Wirt- Schaft und Politik gerecht Denn es muß doch immerhin verwundern, daß überhaupt die Frage gestellt wird, ״ob Deutschlands politische Prognose überhaupt irgendwie wesentlieh mit seiner Wirtschaftsentwicklung Zusammenhänge“. Vielleicht erklärt sich dies aus seiner energischen Ablehnung des Marxismus —־ der einzigen wesentlichen Abgrenzung gegen die Sozialdemokratie in diesem Buche. Der Wirtschafts sinn interessiert ihn weit mehr als die Wirtschaftsrealität als politisch es Agens. Innere Kolonisation, Scheidung von Staat und Privatwirtschaft, Rückgewinnung des Rechtsvertrauens der Bürger, Sicherung des Existenzminimums, Verhinderung der Bildung ökonomischer Kasten, Beseitigung der staatlichen Sozialfürsorge zugunsten genossenschaftlicher Selbsthilfe: das sind die wirtschaftspolitischen Forderungen. Meisterhaft ist dagegen die Darstellung des Verbürgcrlichungs- Prozesses, der im Begriffe ist, Adel und Industriearbeiterschaff mit dem Bürgertum zu einer gesellschaftlichen Einheit zu verschmelzen. Im letzten Teil behandelt Hellpach die Fragen der hohen Politik. Er erörtert die Frage der Symbole, Hymne und Fahne, und der Reichshauptstadt, ״das notwendige Uebel Einheits- Staat“ und das damit eng zusammenhängende Problem Bayern- Preußen. Seine Ausführungen über ״die Reichsgefahr der Länderkonkordate“ leiten über zu den Fragen der Außenpolitik. Unter Hinweis auf die große psychologische Macht der römischen Kurie bemerkt Hellpach: ״Man kann also eine Weltmacht sein, sich sogar in äußerlichen Reprisentanzformen als solche aufzlehen, ohne Land und ohne Heer. Macht, hier offenbart es sich unwiderleglich, Lst im letzten Urgründe Macht über Menschenseelen.“ Neben ihrer Bedeutung für die entscheidend wichtige Ausbildung der psychologischen Machtmittel hat die militärische Ohnmacht zu einer Zeit der irrsinnigen Entartung des Wehrgedankens für Deutschland noch dem Vorteil, das Sichtotlaufen dieser Entwicklung abwarten und der Ueberbewaffnung ein militärisches Vakuum entgegensetzen zu können. Und es ergibt sich die paradox sclieinende, aber wohl richtige Erkenntnis: ״Es gibt für Deutschland heute keinen zuverlässigeren Schutz als seine militärische Wehrlosigkeit.“ Der Autor empfiehlt eine gleiche Politik der Enthaltsamkeit in der Kolonialfrage und warnt vor ״Kolonial Spieler ei“, die nur eine Verwicklung in drohende Konflikte bedeuten würde. Von entscheidender Wichtigkeit bleibt die Freundschaft mit Rußland, der gegenüber die Notwendigkeit einer letzten Verständigung mit Frankreich größten Schwierigkeiten begegnet, der Platz an der Seite Englands allerdings als Wahlmöglichkeit offen bleibt. Dagegen lehnt Hellpach aufs entschiedenste die ״Nützlichkeitsromantik“ der Paneuropaidee ab, weil sich mit den Mächten, die ein außereuropäisches Weltreich besitzen, ein gegen die übrige Welt geeintes Europa nicht formieren läßt und weil Coudenhoves Paneuropa weiter nichts ist ״als das Europa der französischen Hegemonie, das für die europäische Vormacht und für die außereuropäische Kolonialmacht Frankreichs Bürg- Schaft zu leisten hat.“ Von gleicher Skepsis zeugt seine Stellung zum Völkerbund, dessen Aufgabe er lediglich in der ״Entgiftung der unwesentlichen politischen Probleme“ sieht ätie ״Lobpreisung der Schweiz“ und dn Bekenntnis ziJ''‘'״Ö'rofideufed!l1ndtf־li5cl11ffelSeh Ä4‘Örtrb.; ■’י''""׳ /‘5'־'''י "־■ Ein besonderes Kapitel widmet Hellpach den Jüdin, die er auch sonst an zahlreichen Stellen des Buches heranzieht Nur zögernd geht er an das Judenproblem heran, ״das gleich einem bösartigen Strahlenpilz Volkstum, Staats- Ordnung und Geistesleben durchschwärt und an einer dunklen Stelle jüngstdeutscher Geschichte blutrieselnd aufgebrochen ist“. Es ist jedenfalls zu begrüßen, daß es endlich einmal ein führender Politiker der Linken wagt, in größerem Zusammenhange zu der Rolle der Juden im deutschen Volke Stellung zu nehmen, um so mehr, als er selbst zugeben muß, daß der Antisemitismus ״hinter den Kulissen auch bei Parteien wirksam ist, die ihn auf der Szene feierlich von sich weisen“. Von einem Forscher vom Range Hellpachs, der seine Lebensarbeit der Erforschung der Grundlagen des nationalen Lebens widmet konnte man erwarten, daß er die Stellung der Juden im deutschen Volke mit Vorurteilslosigkeit und Scharfblick erfaßt Mit Recht geht er von der Feststellung aus, daß die physische Unterschledenheit weiter nichts ist ״als ein an sich unbedeutender Anhaltspunkt für d>e physische Fernhaltung, die von den Nichtjuden den Juden gegenüber gewollt wird“. Er untersucht weiter, warum die Juden in den Zentren des gesellschaftlichen Lebens nicht im Verhältnis 1:100, sondern 1:25 oder gar 1:10 sich bemerkbar machen und weist zur Begründung auf die Sippenfestigkeit, den Wohlstand und die geistige Interessiertheit hm. Und mit Recht verlangt er, ״die Juden sollten nicht die Torheit begehen zu bestreiten, daß sie eine ethnisch besondere Gruppe sind, ein ״Stamm“ sagen wir einmal, den mancherlei, Psychisches und Physisches, von den deutschen Stammen unterscheidet“. Diese Erkenntnis soll aber nicht zur Grundlage einer Absonderungspolitik dienen, vielmehr stellt er fest, daß die Verbürgerlichung der Gesellschaft, die er an anderer Stelle des Buches eingehend darstellt, materiell und ideell den Abstand zwischen Juden und Niehtjuden ganz außerordentlich verringert habe, und daß die heute bestehende Spannung unnatürlich sei im Verhältnis zu dem Abstand, der wirklich da ist. Das Entscheidende für Hellpach ist dabei die Zukunft der deutschen Demokratie. Die Juden, die auf Grund ihrer Religion den weltanschaulichen Fundamenten der Demokratie sehr nahe, näher als sofist ein religiöses Bekenntnis außerhalb des evangelischen Christentums sind, sind ihm wertvolle Garanten des demokratischen Staates. ״Politisch aber kann es für uns, nicht nur in Ansehung der Selbstverständlichkeiten einer Demokratie, sondern auch in Ansehung des praktischen Werts, keine andere Lösung geben, als über alle gesellschaftliehen Spannungen hinweg mit der völligen Gleichstellung der jüdischen Mitbürger im öffentlichen Leben Ernst zu machen.“ Unter diesem Gesichtspunkt der Heranziehung der Juden für den deutschen Staat macht er den* Juden den einzigen Vorwurf, sic sperrten sich gegen die Mischehe, auch wo sie von der anderen Seite gesucht werde. Denn ״das Konnubium ist weltgeschichtlich der einzige Weg für eine völkische Assimilation“. Auch seine positive Stellung zur Frage der Ostjudeneinwanderung begründet Hellpach mit dem Wert der Juden für das deutsche Volk. ״Wenn wir das jüdische Element überhaupt als ein geistiges Ferment bewerten, dessen gärende Kraft uns vor manchen Gefahren der nordisch-germanischen Wesensart zu bewahren die Sendüng hat, so dürfen wir die östliche Auffrischung dieses Ferments keinesfalls unterbinden.“ Hellpach beschließt seine Untersuchung mit der Feststellung: ״Wir sind ein Volk — und als solches werden wir, 100 auf 1, die Juden ertragen oder verdauen. Wir sind eine Gesellschaft, und in deren Auf und Ab mögen wir den Prozeß, der dem jüdischen Element seine ungesunde Spannung zu den übrigen sozialen Glieder!? nimmt oder mäßigt, am besten sich selber überlassen. Wir sind dn Staat: als demokratischer Staat haben wir kern moralisches Recht, jemanden, der in die Staatsleitung dngesetzt werden soll, nach etwas anderem als der Gesamtheit seiner Fähigkeiten zu beurteilen, als Staat schlechthin aber haben wir die■ politische• Pflicht, das Wertvolle zu nehmen, wo wir es finden, und dorthin zu bringen, wo es sein Bestes für den Staat leisten kann. Das göt für die politische Auffassung und Beantwortung der Judenfrage.“ Man mag manchen Forderungen des Verfassers mit Bedenken gegenüberstehen, insbesondere, Wenn man sie von der jüdischen Seite her prüft, man mag auch eine scharfe soziologische Analyse, wie sie etwa Arnold Zweig im ״Caliban׳‘ gegeben hat, vermissen, jedenfalls aber sollte man dem Verfasser Dank dafür wissen, daß er als prominenter Vertreter einer Partei, die von jeher einen erheblichen . Prozentsatz jüdischer Anhänger hat, Üur Judenfrage das Wort genommen und damit dokumentiert hat, daß eine ernste Beachtung und Prüfung des jüdischen Problems auch der deutschen Demokratie not tut! Dr. Rudolf Levy. Bibliographie zum MinoritMlenproblem Der bekannte Zionist und jüdische Politiker Jakob Robinson in Kowno hat soeben im Verlag Walter de üruytei• & Co., Berlin, ein wichtiges Werk erscheinen lassen, das für alle Politiker und politisch interessierten Menschen, die sich mit dem Minoritätenproblem beschäftigen, unentbehrlich werden dürfte. Das Buch heißt; ״Das Minoritäten problem und seine Literatur“, und ist eine kritische Einführung in die Quellen und die Literatur der europäischen Nationalitätenfrage der Nachkriegszeit, unter besonderer Berücksichtigung des völkerrechtlichen Minderheitenschutzes. Die Bibliographie ist dazu bestimmt, sowohl den Kreisen der Minderheitsnationalen als auch der Neutralen, die Möglichkeit zu schaffen, sich über die Literatur des für Europa hochaktuellen National!tätenproblems im ganzen oder auch über Teilprobleme an Hand der Quellen und Literatur zu informieren. Die angeführte Literatur ist vom Verfasser jeweils charakterisiert. I * I * I * I * I I ♦ I I ♦ « * I ♦ ♦ * I I I I * I ♦ ♦ I * I * I I * I ♦ * Soeben erschienen: MYRIAM HARRY DAS KLEINE MÄDCHEN VON JERUSALEM Roman eines Kindes. Aus dem Französischen von Z. Holm Gegen goo Seilen, holzfreies Papier, Ballonleineth mit Golddruck, wirksamer zweifarbiger Umschlag, Preis RM. 6_ Jerusalem uni Palästina der achtziger Jahrei Im Schatten des Friedens gedeiht der türkische Schlendrian. Dem konfessionellen Hader und von der religiösen Fremdenindustrie lebt sorglos die europäische Kolonie. Die arabische Bevölkerung noch ganz primitiv, und auch die Juden sind, jn ihrer Masse, kaum aus dem Mittelalter heraus. Die Erzählung rankt sich um das ereignisreiche Leben der kleinen Ziona, der Zwar schon als Christin geborenen, aber völlig ungläubigen Tochter eines״Mesehumed“ und um die Schicksale dieses Vaters, einer abenteuerlichen Persönlichkeit: eines russischen Juden, der eine hessische Pfarrerstochter heimgeführt hat, den schöne Freuten lieben, der mit Beduinenscheichs Freundschaft pflegt und der, einem Trugbild, der vermeintlichen Entdeckung der Urschrift des Deuteronomiums, nachjagend, elend zugrunde geht. Durch jede Buchhandlung! WELT-VERLAG / BERLIN W 57, PALLASSTRASSE 10/11 N»a«r,cbclnuag JAKOB K LATZ Kl N desMttnscnriiiiums אוצר המונחים הפייוסופיים in 4 Banden (ca. 1600 Oktavselten) hebräisch-deutsch Dieses Werk, das Resultat einer Hein ah* rwaniigjährivea Forsch tmgsar heit, (st auf Grand der einschlägigen Literatur sowie vieler unveröffentlichter bebriischer Manuskripte aufgebaut. Es iafc das erste Werk, das das gesamte Schriftturn der jüdischen Gedankenwelt und insbesondere das ־Gebiet der jüdischen Religionsphilasophie in seinen begriffliehen und terminologischen Elementen ergründet und klärt. Kein Jude, der sich einigermaßen mit dem jüdischen Schrifttum befaßt, wird diese« Standardwerk von Jakob KUtzkja entbehren können. Soeben ist der erste Hand in vornehmer Ausstattung erschienen. Preis des Bändes M. 31 — (poli- 7.50) Numeriert» Luxusausgabe (Nr. 1—20; pro Band M- 62^- (Dollar 15.״) Der *weite Band erscheint itn Juni, die weiteren Bände folgen. Zu bestehen durch: BuclüiandlunD RuUn mass 'vorm. Buchhandlung JalkuQ Berlin -Charlottenburg Kantstraß« 46.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.