Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXIII (1928)
- Issue
- Heft 25 (27.3.1928)
- Date
- 1928-03-27
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 182 JUEDISCH1 RUNDSCHAU Nf. 25. 27. m. 1828 deutschen Juden zu sein. Ob der C-V. ein Gesinnungsvereta sein soll, darüber herrschen auch im C.-V. Meinungsverschie• denhciten. Redners Ansicht nach müsse der C.-V. ein Ge* sinnungsverein werden. Der C.-V. versucht, eine Einheitsfront gegen den Antisemitismus herzustellen. Vor den Wahlen bestellt die Notwendigkeit, zu ihnen Stellung zu nehmen. Es kann keine Rede davon sein, daß der C.-V. aus Geheimfonds Parteien kauft. Der C.-V. hat sich immer mit wirtschaftlichen Fragen beschäftigt. Er hat auch Interesse für Pa- I ä s t i n a , aber nicht für das jüdisch-nationale Palästina. Dr. Weil beruft sich auf das Urteil Weisls über die Wahrheit der von ihm, Dr. Weil, ausgesprochenen Ansichten über den Palästinaaufbau. In Angelegenheit der Friedhofsschändungen hat der C.-V. sehr viel geleistet. Zum Schlüsse protestiert Dr. Weil gegen die antisemitischen Vorkommnisse in Rumänien. Hirschberg, Breslau, (konservativ) spricht über die Verfassung des Verbandes. Kurt Blumenfeld attestierte Bruno Weil, daß er soviel von Palästina verstehe, wie Friedrich Sehiller von der Schweiz, auf den er sich berufen habe, um darzutun, daß man in kurzer Zeit sich ein Urteil zu bilden vermöge. Die Aufregung über Bergers Behauptung, cs sei unzulässig, daß eine jüdische Organisation von sich aus in die allgemeine Politik eingreife, sei unbegründet. Der Brief Louis Marshalls an den Hebrew Dem. Club, weicher in der C.-V.-Zeitung nachgedruckt wurde, beweist deutlich, wie strittig diese ganze Frage auch im C.-V. sei. Man darf auch nicht einwenden, daß der C.-V. keine jüdisch-politische Partei im deutschen Leben darstellt. Die Doppelgestaltigkeit und innere Unsicherheit der C.-V.-Politik wira deutlich, wenn Dr. Weil, der selbst Demokrat ist, nicht den Mut hat, alle Juden zum Eintritt in die demokratische Partei aufzufordern, sondern es begrüßt, daß die Juden sich verschiedenen deutschen Parteien anschließen. Er scheint die Meinung Friedrich Naumanns zu teilen, daß die liberale Partei durch ein Einströmen der Juden verjudet und einflußlos geworden sei Wenn man Abwehrarbeit treibt, muß man auch sich darüber klar sein, welche jüdische Substanz man bewahren will Selbst im C-V. empfindet man das. Der Landesverband bekommt erst dann seinen Sinn, wenn er weiß, was denn eigentlich jüdische Substanz sei. Das Recht für jüdische Interessen einzutreten muß innerlich erworben sein. Wenn Dr. Weil die heiligsten Begriffe im Judentum, wie Sabbat u. a. erwähnt, dann schüttelt man sich. Wir haben für die Solidarisierung der jüdischen Welt gegen die antizionistische Welt, die uns gegenüber steht, gekämpft. Jetzt ist es sehr billig zu protestieren, nachdem die Leiden der rumänischen Juden wieder offenbar geworden sind. Es handelt sich ja bloß am Redensarten. Blumenfeld versuchte, zuerst von höhnischen Zwischenrufen unterbrochen, sich mit der GrundanSChauung des C.-V. auseinanderzusetzen. Schließlich zwang er die Genier, seinen ernsten und leidenschaftlichen Ausführungen zutolgen. Dr. Freund setzt sich in temperamentvoller Weise mit seinen Kritikern auseinander und gibt einen Ueberblick über seine Bemühungen zur Schaffung des Verbandes und seiner Arbeiten im Interesse der Finanzierung. Er wendet sich scharf gegen Angriffe der Liberalen. Namens der ostpreußischen Gemeinden dankt Marx für die geplante Unterstützung der notleidenden jüdischen Gemeinden In Ostpreußen durch Gewährung einer Subvention von 20000 M. Damit sind die Verhandlungen vom 25. März abgeschlossen und die Versammlung vertagt sich auf Montag, den 26. d. M, H Uhr vormittags. , ׳ ׳'■■:•י' י '• '' Montagssitzung berichtet Prof. Türk über die Satzung des Wohlfahrtsausschusses. An der Aussprache beteiligen sich Rabb. Dr. F r e u n d (Hannover) konservativ, Alfred Berger und Falkenberg, liberal. Namens des Haushaltungsausschusses erstattet den Bericht Ehrli ch (Tilsit). Er begründet den Vorschlag der ״Ostpreußenhilfe“ (20000 M,), der Subvention für die Siedlungsplane des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten (10 000 M.) und spricht sich gegen den Erwerb eines eigenen Grundstückes für den Verband aus. Nach den Vorschlägen des Ausschusses erhöhen sich die Ausgaben um 66000 M. Justizrat Francken-Aachen, (liberal), wünscht eine Vereinfachung des Verwaltungsapparates. Wfener-Beufben (Volkspartei) fordert die Ausgestaltung des Ostpreußenfonds, denn auch andere Provinzen, wie z. B. Oberschlesien, seien notleidend. Rabbiner Rosenthal - Köln (konservativ) wünscht die Beibehaltung des Postens zur Förderung der Sabbatheiligung. Alfred Berger (Poale Zion) wendet sich gegen die Praxis mancher Behömen, den Sabbat beobachtende Arbeiter als nicht arbeitswillig zu behandeln. Sodann sprechen Kareski (Rat) und M. A. Loeb (Rat) (konservativ). In der Spezialdebatte spricht zum Kapitel Subventionen als erster Dr. Oskar Cohn, der für den ״Ostpreußenfond“, aber gegen die Begründung ist, wie sie in der Denkschrift von Peritz zu lesen ist. Wir sollen uns hüten, die Notwendigkeit dieses Fond mit Argumenten zu begründen, die nach Polenhetze riechen. Wir haben Geiseln in aller Welt; in Polen gehen Juden und Deutsche zusammen. Am Schlüsse stellt sich Redner vollständig auf den Standpunkt Bergers. (Zwischenrufe: Auch hinsichtlich des ״Geheimfond“?) Ja! Man täte besser, das zuzugeben als es zu verheimlichen. Schloß der Tagung Spat abends schloß am Montag, den 26. März, die Verbandstagung in voller Harmonie. Die Fraktionen hatten sich nämlich nach längeren Verhandlungen auf eine neue Fassung des Judengesetz-Entwurfes geeinigt, die den schweren Bedenken, die hauptsächlich von der Volkspartei geäußert wurden, 111 d e n wichtigsten Punkten Rechnung trägt. Das aktive und passive Wahlrecht soll nach der neuen Fassung unterschied slos allen Gemeindemitgliedern zustehen; die Oewährung des gleichen Rechtes an ausländische Juden soll nicht, wie nach dem bisherigen Entwurf, im Belieben der einzeinen Gemeinden liegen, jede Gemeinde soll einem der bestehenden Verbände angehören. Ein Austritt ist nur nach vorangegangener Abstimmung aller Gemeindemitg!jeder mit dreijähriger Kündigungsfrist möglich. Der Austritt einzelner Mitglieder aus der Gemeinde kann nur bei gleichzeitigem Eintritt in eine Personalgemeinde erfolgen, wobei Bestimmungen getroffen sind, daß die Steuerleistung nicht unter den Steuerbetrag, der an die frühe re Gemeinde gezahlt wurde, sinke. Also keine Prämie für den Austritt und keine Möglichkeit den Austritt als Drohung zu benützen! Somit ist das Ergebnis der Beratungen der vierten Session des Verbandstages durchaus befriedigend. Dank den im Februar zahlreich 11'iedergegangenen Regen haben sich die.Ernteaussichten in Palästina oedeutend gebessert. Falls auch die weiteren Regen nicht ausbleiben, ist in diesem Jahr eine reellt günstige Ernte zu erwarten. Die zahlreichen Regen haben auch viel zur Ausrottung der Feldmäuse beigetragen. (Ziko.) Welzmann 10 New York Neagrapplerung im amerikanischen Zionismus New York, 23. März. (J.T.A.) Weizmann ist 8m 22. März in New York eingetroffen. Er wurde beim Verlassen des Schiffes von zahlreichen Abordnungen jüdischer Organisationen begrüßt. Felix M. Warburg besuchte Dr. Welzmann sofort nach seiner Ankunft im Hotel ״Commodore“. Die Zionistische Organisation Amerikas hat anläßlich der Ankunft Dr. Weizmanns eine Begrüßungssitzung abgehalten und 100 000 Dollar telegraphisch nach Palästina geschickt, ä Konto der Keren Hajessod-Verpflichtung der amerikanischen Zionisten. New York, 24.März. 0-T. A.) Sam. Rosenson und Lawrence Be ren so n sind am der Leitung der Zionistischen Organisation und aus dem Komitee für den United Palestine Appeal ausgetreten, ln einem an die Leitung der Zionistischen Organisation Amerikas gerichteten Schreiben erklären sie, sie hätten sich zu diesem schwerwiegenden Schritt entschließen müssen, weil sie die Ueberzeugung gewonnen haben, daß der gegenwärtige Schwächezustand der zionistischen Bewegung in Amerika auf die schlechte Leitung seitens der jetzigen zionistischen Führer in Amerika seine Ursache hat. Auch Stefan Wise, der bekanntlich schon seit dem Basler Kongreß in Opposition stand, ist aus der Leitung der Zionistischen Organisation und des U. P. A. ausgetreten. Die Brandeis-Gruppe, der alle drei Genannten angehören, hält am 15. April eine Beratung in Washington ab. Berliner Zionistische Vereinigung Am Mittwoch, den 28. März, abends 81/* Uhr, liest in den Räumen der Z.V. f. D., Meinekestr. 10, der Dichter Oskar Baum, Prag, aus eigenen Werken. Thema: ״Das neue Geschlecht“. Karten zum Preise von Mk. 1.— für Jugendliche 50 Pf., erhältlich an der Abendkasse. Sowjet-Regierung bestätigt Btro-Bidselun M o s k a u, 24. März. (J. T. A.) Das Zentralexekutivkomitee der Sowjetunion hat in einer heute unter dem Vorsitz des Präsidenten der Sowjetunion, Kalinin, abgehaltenen Sitzung endgültig beschlossen, dem von der offiziellen Gesellschaft für jüdische Kolonisation und Industrialisierung ״COMZET“ unterbreiteten Plan einer jüdischen Massenkolonisation mit der Aussicht auf Autonomie im Rayon Biro-Bidschan im Fernen Osten zuzustimmen. Die Finanzierung des Krim-Projektes New York, 24. März. (J. T. A.) Der Vizepräsident des; Joint Distribution Committee, Herr James Rosenberg, teilte mit, daß Herr Julius Rosenwald, der bekannte Chicägöer Milliardär und Philanthrop erklärt hat, er wolle fünf Millionen Dol- 1 a r für die Fortführung und Erweiterung des jüdischen Kolonisationswerkes des Joint in der Krim und der Ukraine spenden unter der Voraussetzung, daß weitere fünf Millionen Dollar für den gleichen Zweck von anderen Personen zur Verfügung gestellt werden. Kleine Nachrichten Lord Balfours Gesundheitszustand hat sich in den letzten Tagen gebessert Baron Edmond de Rothschild hat den in Paris weilenden Londoner Philantropen Bernhard Baron aut seine Villa in Cap Ferrat eingeladen, um mit ihm Angelegenheiten des Aufhaus Palästinas zu besprechen. (J. T. A.) Die Zionistische Exekutive hat Dr. Berkson zum Direktor des hebräischen Unterrichtswesens ernannt. Der Streik der Schuldiener der hebräischen Schulen ist beendet. Beide Parteien erklärten, sich dem Schiedsspruch des Schiedsrichters Dr. Ruppin unterwerfen zu wollen. Der Führer der belgischen Sozialdemokratie, Vanderv e 1 d e, ist in Begleitung seiner Gattin über Marseille nach Palästina abgereist. Er wird in Palästina ungefähr einen Monat zubringen. Der italienische Thronfolger Prinz Umberto trifft am 31. März in Port Said ein, wo er vom italienisehen Generalkonsul für Palästina, Pedrazzi, empfangen wird. Er kommt am 1. April nach Jerusalem. Am 2. April besucht er Jaffa, von wo er wieder nach Jerusalem zurückkehrt. Der Thronfolger bleibt in Palästina bis zum 9. April. Das schwedische Parlament hat einen Antrag auf Einführung eines Verbotes der Schichtung nach jüdischem Ritus abgelehnt. Beniner zionistische Vereinigung , Vortragszyklus: l ״Das WelfJudentura“ 8 I ■ Donnerstag, den 29. März, abends 8‘,4 Uhr, M ■■ int Saal der Synagoge, Fasanenstraße 79/80 N Vortrag: Dr. Nachum Goldmann: ״Das amerikanische Judentum”. Aus den Gemeinden Beiter ReprSsenf anten-Versammlung Auch in der Sitzung vom 23. März wurden wie in der vorangegangenen Sitzung alle Punkte der Tagesordnung einer Erledigung zugeführt. Hervorzuheben ist der Beschluß, Palästinabilder für Vorführungen in Schulen beim Religionsunterricht anzukaufen. In der öffentlichen Versammlung kam die Angelegenheit der Gehaltsbemessung für den Beirat des Vorstandes, Dr. Freund, zur Sprache. Bei der generellen Besoldungsreform war der Vorschlag des Vorstandes betr. Dr. Freund mit den liberalen Stimmen, denen sich Dr. Cohn anschloß, abgelehnt worden. Der Qemeindevorstand hielt jedoch an seinem Vorschlag fest, so daß die Vorlage neuerdings an die Repräsentantenversammlung gelangte. Dr. Oskar Cohn gab eine Erklärung ab, in der er seinen prinzipiell ablehnenden Standpunkt gegenüber Erhöhungen der Oberbeamten-Bezüge unterstrich, es jedoch ablehnte, den Liberalen, welche in diesem Falle lediglich ihrer politischen Aversion gegenüber Freund Ausdruck verleihen wollen, durch ein negattvts Votum zu assistieren. Aus diesem Gründe, erklärte Dr. Cohn, werde er sich der Stimme enthalten. Redakteur Wald mann erklärte namens der Volkspartei, daß diese für die Vorlage des Vorstandes, die auch im Ausschuß angenommen wurde, stimmen werde, weil in einer unterschiedliehen Behandlung Dr. Freunds gegenüber allen übrigen Beamten, deren Grundgehälter erhöht wurden, ein ungerechtes Mißtrauensvotum liegen würde. Die Liberalen führen zwar für ihre Haltung, aber nur im Falle Freund, prinzipielle Argumente an, ihre Motive seien jedoch ein Ausfluß parteiischer Voreingenommenheit. Mit den Stimmen der Volkspartei und Mitteipartei wurde der Vorschlag des Gemeindevorstandes schließlich angenommen, ln der geschlossenen Sitzung gelangte u. a. die Frage des Ankaufs des Friedenstempels zur Besprechung. Alle Parteien sind unter gewissen Bedingungen prinzipiell für den Ankauf, dessen endgültige Perfektionierung von der Preis- und Zahlungsregelung abhangt Von den gefaßten Beschlüssen sind noch erwähnenswert: der Bau einer neuen Synagoge in der Prinzregentenstraße und der Bau einer vierten Altersversorgungsanstalt der Gemeinde. Es ist beabsichtigt, in kurzer Frist auch mit dem Bau einer konservativen Synagoge im Hansa viertel zu beginnen. Sämtliche Projekte sollen bis Rosch Haschanah 1929 fertiggestellt sein. Die Repräsentanten- Versammlung bewilligte ferner der Akademie für die Wissenschaff des Judentums einen Beitrag zur Erwerbung des statistisehen Materials der letzten Volkszählung in Preußen vom Preußischen Statistischen Landesamt, soweit es die Juden betrifft. Es handelt sich um wichtiges wirtschaftspolitisches und soziologisches Material über die Juden, das sonst der Vernichtung anheimfallen würde. Königsberg i. Pr. Die Repräsentantenversammlung der hiesigen jüdischen Gemeinde hat in ihrer letzten Sitzung beschlossen,derHebräischenS prachschule eine Jahres- Subvention von 1250 M. und dem Keren Hajessod eine solche von 500 M. zu bewilligen. Chalaz-Helt des ״Jnngen Juden“ Bialiks Festrede Das soeben erschienene dritte Heft der Zeitschrift ״Der junge Jude“ (Berlin) M dem zehnjährigen Jubiläum der Weltorganisation Heehaluz und dfem 50. Geburtstag von Martin Buber gewidmet. Das Heft, das in jeder Bezichung vorzüglich genannt werden kann, enthält die wundervolle Rede, die Bialik bei der Chaluz-Feier in Tel-Awiw gehalten hat. Es ist sehr zu begrüßen, daß diese Rede, die hebräisch in der Chaluz-Sondernummer des ״Dwar“ erschienen ist, nun auch in der guten Uebersetzung von Max Maya־ einem deutschen Leserkreis bekannt wird. Dem Chaiuz-Jubüäum sind ferner eine Anzahl von Stücken gewidmet, die aus dem hebräischen Sammelbuch Messilah übersetzt wurden. Die Messilah wurde von der Arbeiterorganisation vor einigen Jahren herausgegeben und enthält Aufsätze und Berichte aus dem Leben des arbeitenden Palästina seit den ersten Anfängen. Es ist ein wirkliches Verdienst der Zeitschrift ״Der junge Jude“, daß sie diese Dokumente in deutscher Sprache zugänglich macht, denn sie wirken stärker und unmittelbarer als theoretische oder politische Auseinandersetzungen. Der Geburtstag Martin Bubers wird zunächst durch den Abdruck seines Aufsatzes ״Die Eroberung Palästinas“ gefeiert, sodann durch zwei Beiträge,, die jeder in seiner Art wichtig sind. C h a 1 m Hof mann bejaht Bubers wegweisende Wirksamkeit bei der Rückkehr einer Generation zum Judentum, verhält sich jedoch skeptisch zu Bubers Gesellschaftsauffassung, die er vom sozialistischen Gesichtspunkt kritisiert. Der zweite Beitrag stammt von Hermann uerson, einem Mitglied des deutschjüdischen Wanderbundes ״Kameraden“, der hier ein warmes Bekenntnis zu Buber ablegt, freilich verbunden mit der etwas inkonsequenten Anschauung, daß die jüdische Jugend, die im Sinne Bubers den Anschluß an das Judentum gefunden hat, sich dann mit voller Kraft der Umwelt zuwenden solle. Aus dem übrigen Inhalt des Heftes erwähnen wir noch einen Aufsatz von Joachim Prinz, ״Bildungsarbeit in der Jugendhewegung“, Notizen über die Chaluz-Konferenz und andere Gegenstände. Die Zeitschrift, die in ihren ersten Anfängen in etwas unfruchtbare und unjugendliche politische Polemik sich zu verlieren drohte,, hat mit diesem Heft, das ihr sicherlich neue Freunde werben wird, einen cntscheidenen Schritt vorwärts getan. Der russische ״Heehaluz“ aufgelöst Moskau, 24. März. (J. T. A.) Die Sowjetregicrung hat in einer offiziellen Mitteilung die AuflösungderOr^ganisation ״Hechaluz“ ausgesprochen; der russische ״Hechaluz“ gilt von heute ab als eine illegale Organ!־ sation. Alle Hechaluz-Kolonien und -Werkstätten beiben als private Unternehmungen weiter bestehen und genießen nicht mehr die Rechte offiziell anerkannter Körperschaften. Als Grund für die Auflösung des ״Hechaiuz“ wird angegeben, daß die Organisation zionistische und antisowjetistische Propaganda betrieben hat. Verhaftungen von Heehaluzniitguedern fanden im Zusammenhang mit der Auflösung der Organisation nicht statt. Die Führer des ״Heehaluz“ in Rußland waren in der letzten Zeit Verdächtigungen und Verfolgungen ausjzesetzt. Der Führer der Chaluz-Kolonie ״Tel Chai“ wurde verhaftet, die Chalüzkoionie in der Nähe von Taschkent aufgelöst. In Verfolg der Razzien auf Zionisten-Sozialisten sind auch Mitglieder des Zentralkomitees des Heehaluz verhaftet worden. Der russische ״Heehaluz“ wurde 1924 als legale Körper- Schaft erklärt und hielt noch im August 1924 seine erste Konferenz in Moskau ab. Die jüdischen Sektionen der komm!!- nistischen Partei hörten nicht auf, für die Aufhebung der Legal - sicrung sich einzusetzen. u 27. März Vor drei Leben sehen und eu ein weiteres Weltruhm im neue Roman uns auf und Motiven vor nimmt und da zeigt Die Se täten“, in dei Meisterschaft er das Grauei ihre Pforten Erlittene und (sein bürgerli Pseudonym,! für den Cha Lebens und daß er oft י beschieden w tiges zu sehe Vagabunden all die stiller Büchern beg machen, wie Lebens sind Gorki hätte! loser Pessini Gegenteil eir mismus beke abzusprechen von Hymnen und höher, ii eriet darüb diese seine י Und sehr 1 schlecht za si sein können ,kluges Hera sondern aucl war auch dt zugetan. Seil des Oefühls, Korolcnko u teren Schliffe ketten, die tief* m leid« ״Kannst jew — was Judophoben Gründe auf erweckten. Schluß bem< für einen Ru ununterbroch Juden began Sehr int Gorki und [uden und ausd rücken, abtragen. F [uden in R latten, fühll jüdischen M verantwortlic der Mitverai Mein Freu denn er lieb rößert sie. en Reiche! Neuner und Bar des Ho Du übert Das muß nichts, sagt Er erzäh: als wäre er Er hat e des Lebens Die Heim sie Lieder, klingen glei mu sehe, po dennoch kli manchmal < i eierkastens ira Vorfrül Straßen lec roßen Glc tadt ginge Die Hem und Zwoni schmecke il \rmenküch« hat Amerika! Es war c den Löffel sin Spaten sache, ich suppen.