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Jüdische Rundschau · 1928-03-23 · Heft 24 (23.3.1928) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIII (1928)
Issue
Heft 24 (23.3.1928)
Date
1928-03-23
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 174 jüdischen und christlichen Literatur beleuchtet. Heller bringt neben der historischen Gliederung und der lichtvollen Beschreibung dieses überaus verwickelten und undurchsichtigen Schrifttums überall höchst interessante Textproben und gestaltet so seinen Artikel zu einer wirklich anschaulichen, für den Kenner wie für den nach Orientierung Verlangenden gleich nützlichen Arbeit, deren Rahmen weit genug ist, um anderen kleineren das persönliche und sachliche Detail enthaltenden Artikeln sozusagen den literarischen Ort zu bieten. Ebenso interessant auf einem ganz anderen Gebiete ist die von mehreren Verfassern bearbeitete Monographie über Abgaben und Steuern, die den Versuch unternimmt, von der biblischen Urzeit, vom altisraelitischen Staatswesen an über Mittelalter und Neuzeit, über die Sondcrsteuern, denen die Juden in den verschiedensten Ländern unterlagen, einen genauen Bericht zu geben. Auch die Arbeit von S. Bialoblocki über talmudische AkadCmien, die einen Gegenstand behandelt, der eine eingehendere zusammenfassende Darstellung bislang noch kaum gehabt, wird sicherlich den Dank vieler Leser finden. — Es kann sich für diese Anzeige nur darum handeln, an einzelnen Beispielen den Charakter des Gesamtwerks aufzuweisen, ohne daß sie in jedem Falle ein Urteil über die Stichhaltigkeit aller Angaben auszusprechen vermag. Dazu gehört etwa der Artikel ״J üdis eher Adel im Mittelalter und in der Neu• zeit“, der eine lange Reihe von nobiiitierten jüdischen Familien aufzählt. — Das Persönliche tritt freilich gemäß der ganzen Anlage des Werkes hinter dem allgemeinen Sachgebiet, das jede Einzelpersönlichkeit zu vertreten hat, zurück. Als interessante Illustration für diese Absicht sei hier der Artikel Abraham ibn Daud ha Levi von Julius Guttmann erwähnt, der neben dem Geschichtsschreiber den Philosophen naturgemäß hur soweit würdigt, als er sich von seinem Unter* grund, dem allgemeinen jüdischen Aristotelismus in eigentümlicher Weise abhebt. Aehniiches stellen wir bei den in diesen! Bande behandelten Vertretern des Chassidismus fest. — Die Objektivität der Berichterstattung hat sich außer am Gegenwartsleben des Judentums noch ln einem besonders difficil gelagerten Fall zu bewähren, an der Darlegung der Probleme der Bibelwissenschaft. Hierfür bringt der Artikel Aaron ein Beispiel. Was zu sagen ist, erscheint hier in drei Gruppen: der biblische Aaron, die Umrahmung seiner Gestalt in Talmud und Midrasch; endlich in einfach referierender Darstellung die moderne bibelkritische Auffassung des Sinnes dieser Personlichkeit und ihrer Stellung in der israelitischen Religionsgeschichte. — Betont sei die außerordentliche Sorgfalt, mit welcher dem Inhalt der religiösen die biblischen Gestalten umrankenden Legende nachgegangen wird, und zwar auch über die Grenze des Judentums hinaus im Christentum und im Islam, so etwa bei den Stichworten Adam, Abel, Achaschwerosch; auch der Achikar-Roman gehört hierher. Die Redaktion, an deren Spitze Jakob Klatzkin und L El bogen stehen, und zu der Minner wie B. Jacob, Dortmund; Michael Guttmann, Breslau; H. Torczyner; Gotthold Weil gehören, läßt durch ihre Zusammensetzung erkennen, daß das Werk von keiner anderen Tendenz geleitet wird wie von derjenigen, unter Ausschaltung jeden persönUchen und Partei- Standpunktes ein treues Bild von dem zu geben, was Judentum gewesen ist, und was es heute bedeutet Die Ausstattung, die der Verlag Eschkol dem Werke gibt, ist in jeder Hinsicht ausgezeichnet, man tpöchte sagen, sowohl nach der positiven Seite hin, was das Buchtechnische und das beigegebene Illustrationsmaterial anlangt, wie nach der negativen, sofern streng vermieden wird, mit allzu vielen Bildern zu prunken. Der wissenschaftlichen Absicht des Werkes entspricht sein Stil. Er ist jedem Gebildeten verständlich und vermeidet dabei jede unsachliehe in Lob oder Tadel sich ergehende Sprache. Der Zeitraum für die Fertigstellung des Ganzen ist auf acht Jahre bemessen; und die Auskunft, die das Geleitwort über die materielle Vorbereitung und über die finanziellen Förderer des Unternehmens gibt, macht die Einlösung des Ver- Sprechens gewiß. Dieser erste Band bedeutet nun gewiß erst einen Anfang. Aber wir glauben, urteilen zu dürfen, daß sich in ihm, sowohl was die Bearbeitung der einzelnen Artikel anlangt als auch In Beziehung auf den systematischen Sinn, den die Erfüllung des großen. Planes verlangt, das Gelingen ankündigt. Eine Generatlon, für welche das Judentum wieder lebendig geworden ist, gibt sich hier nüchtern Rechenschaft über den Gehalt ihres eigenen Geistes in allen seinen Ausstrahlungen wie über die Geschichte der Jahrtausende, die ihn geformt hat Das ist denkende Einkehr bei sich selbst, die zugleich die Entwicklung fortsetzt, deren Produkt dieser Geist ist. Der japanische Premier ihr das |fidisehe Nationalheim Shanghai, 1. März. (J. T. A.) Der japanische Minister- Präsident Baron Tanaka hat durch den japanischen Generalk<־t*:$ul in Shanghai, Herrn S. Yada, dem Ehrensekretär der Zionisti-chen Organisation von Shanghai, N. E. B. Ezra, eine offizielle Erklärung der japanischen Regierung übermitteln lassen, die besagt, die Regierung Japans beobachte mit warmem Interesse die Entwicklung der jüdisch-nationalen Bew e g u n g und die Fortschritte des jüdischen Nationalheims. Die Wiedererrichtung der Heimat der Juden in dem alten Lande der Juden, heißt es in der Erklärung weiter, nimmt meine Regierung zum Anlaß, ihre Sympathiemitdenjüdischen nationalen Bestrebungen kund zu tun. Wir hotfen aufrichtig, daß das jüdische Volk die Schwierigkeiten, die sich auf seinem Wege erheben, überwinden und seinen Anteil an der Weltzivilisation erhöhen wird. Sympathie-Erkilruig der iapslawiseben Reglenmg Belgrad, 15. März. (I. T. A.) König Alexander voll Jugoslawien empfing am 13. März Sokolowln einer Audienz, ilic ungefähr eine Stunde dauerte. Im Zusammenhang mit der Anwesenheit Sokoiows in Jugoslawien hat die jugoslawi-;ehe Regierung, die schon kurz nach Verkündung der Balj'our-DcLlaration im Jahre 1917 eine öffentliche Sympathie- ,:fUäru'ig für .den Zionismus abgegeben .hat, neuerdings eine Deklaration, in der sie dem zionistischen Aufbauwerk in Palästina und dem jüdischen Nationalheim ihre Unter- Stützung verspricht, veröffentlicht. Im Verlauf des Monats Februar sind beim Hauptbüro des Keren Hajessod in Jerusalem an Spenden 34 496 Pfund eingelaulen. juedische RurcDSftfrr־’־״ Nr, 24, 23. UL I92S Nr. 24 Palästina laßt 3 bis 4 Millionen Menschen Gespräch mit Sir Alfred Mond Sir Alfred Mond empfing nach seiner Rückkehr von der Orientreise den Vertreter der J. T. A. und sprach sich ihm gegenüber über die Lage im Orient und die Aussichten des jüdischen Nationalheims aus. Gleich zu Beginn seiner Ausführungen stellte er fest, daß gemäß den Urteilen hervorragender Sachverständiger Palästina in die Lage gebracht werden kann, drei bis vier Millionen Menschen zu absorbieren. Mond fügte hinzu, dies sei auch seine eigene Meinung und deshalb fordere er von der britischen Regierung die Inauguration einer liberalenEinwanderungspolitikfür Palästina. Die Tatsache, daß vorübergehend die Auswanderung die Ein- Wanderung übersteigt, spreche nicht gegen diese Schlußfolgerung, da es sich um ein zeitweiliges Flukturjeren handle. Die jetzt noch bestehende Arbeitslosigkeit sollte keinerlei Anlaß zu Beunruhigung geben. Man zählt jetzt in Palästina 3000 bis 4000 Arbeitslose, in England aber mehr als eine Million. Sir Alfred Mond kam auf die Leistungen der Juden in der Landwirtschaft Palästinas zu sprechen und zeigte sich insbesondere über die Erfolge der aus Osteuropa stammenden Juden sehr erfreut. Er glaubt aber, daß nur ein Drittel der Bevölkerung sein Auskommen in der Landwirtschaft wird finden können und daß die Zukunft eher in einer intensiven industriellen Entwicklung liegt, die zwei Drittel der Bevölkerung wird ernähren können. Das Ruthenberg-Unternehmen, fuhr Sir Alfred Mond fort, werde binnen zwei Jahren seine volle Kapazität entfalten. Der Hafen von Haifa wird wahrscheinlich ebenfalls in den nächsten Jahren vollendet sein, um steh innerhalb 15—20 Jahre zum wichtigsten Hafen des Mittelmeers zu entwickeln. Sir Alfred Mond äußerte sich auch über die bei seiner Ankunft in Bagdad stattgefundenen Kundgebunngen und sagte, mit den Verhältnissen des Landes gut vertraute Personen hätten ihm versichert, daß aus Persien bolschewistische Agenten eigens nach Bagdad gekommen waren, um feind* liehe Kundgebungen anläßlich seiner Ankunft zu organisieren. Von anderer Seite wurde ihm versichert, daß die Attacke von der Oppositionspartei ausgegangen war, die die Unfähigkeit der gegenwärtigen Irak-Regierung, die Ordnung im Lande autrechtzüerhalten, dartun Wollte. Wie wenig bewußt die Demonstranten handelten, beweise die amüsanlc Tatsache, daß dem Mob erzählt worden war, ״Balfour sei gekommen, um Irak Armenien auszuliefern“. Kein Angriff aal Transjordanien Jerusalem, 18. März. (J.T.A.) Offiziell wird mitgeteilt, daß die Gerüchte, wonach von Neschd her feindliche plündernde Gruppen gegen Transjordanien ziehen, vollkommen erfunden sind. Pbilby Ifir Ibn Sand Der Orientberichterstatter der ״Daily News“, John Philby, der sich jetzt in Dschedda aufhält, telegraphiert seinem Blatte, daß die Propaganda unter den Beduinenstämmen, die diese bewegen solle, gegen Irak und Transjordanien yorziigehen, von Ibn Saud weder inspiriert noch gebilligt werde. Im Gegenteil, Ibn Saud sei bemünt, alle Versuche, die Stämme gegen die Nachbarländer aufzuhetzen, einzudämmen. Man erwartet in Dschedda die Ankunft des britischen Unterhändlers SirGilbertCIayton und hofft, daß es ihm gelingen werde, die Wirrnisse, die durch ein anfänglich unbarmherziges militäris chesVor gehen gegen die Stämme entstanden seien, zu klären. Bei Zurückziehung der Strafexpeditionen wäre eine Einstellung der Kriegstätigkeit der Stämme an den Grenzen von Koweit und Irak leicht zu erzielen. Hier sei ein diplomatisches, nicht ein militärisches Vorgehen am Platze, Ibn Saud besitzt die volle Autorität über die Stämme, die anders lautenden Nachrichten seien ohne jede Grundlage. ״Times“ berichtet aus Jerusalem: Alle Mitglieder der Grenzstreitkräftc, die sich auf Urlaub befanden, sind zurückberufen worden. Der größere Teil der britischen Luftstreitkräfte wurde von Serafend in der Nähe von Jaffa nach dem Transjordanland gesandt. Das Wahlrecht zur Asselath haaiweharlm Jerusalem, 14. März. (J.T.A.) . Der Waad Leumi hat über die Zusammensetzung der Nationalversammlung (Assefath haniweharim) und über das Wahlrecht für dieselbe endgültige Beschlüsse gefaßt. Danach soll die Nationalversammlung 71 Mitglieder zählen. Das Stimmrecht hat j e d e r M a n n o d e r Frau von 18 Jahren aufwärts; wählbar ist jeder Mann oder Frau im Alter von 25 Jahren. Vor kurzem hat sich die Leitung des Misrachi an den Waad Leumi mit dem Ersuchen gewendet, ein Wahlrecht zu schaffen, das es allen jüdischen Orthodoxen ln Palästina ermöglicht, an den Wahlen zur Nationalratversammlung teilzunehmen. Die Wünsche des Misrachi gingen dahin, daß den Frauen das aktive, aber nicht das passive Wahlrecht gewährt werden soll. Ferner wünschte Misrachi die Heraufsetzung des Alters der aktiven Wähler auf 21 Jahre, und daß in mehreren Gemeinden, wie z. B. in Jerusalem, Safed, Hebron, Frauen überhaupt nicht wählen sol’en. Diese Vorschläge fanden im Beschluß des Waad Leumi keine Berücksichtigung. Dagegen nahm der Waad Leumi den Vorschlag des Misracni an, wonach die Körperschaft, die die Mitglieder des Oberrabbinats zu wählen haben wird, zu 51 Prozent aus Rabbinern, zu 49 Prozent aus Laien zusammengesetzt sein soll. * Die J“den gegen eine Kalcnderrelorm (Der Bericht der VSIkerbundskommlssion) Der Völkerbund, und besonders dessen technische Kommission für Verkehr und Transit, hat sich bekanntlich mit der Frage einer Kalenderreform beschäftigt. Diese Kommission hat die nähere Prüfung des Problems einem Spezial- Komitee übertragen, das jetzt ausführlichen Bericht über seine Tätigkeit erstattet. Dann wird die Haltung der einzelnen Staaten und Religionsgemeinschaften zu dieser Frage wiedergegeben. Von den Juden heißt es! Die Vertreterder Juden lehnen einstimmig und bestimmt jedeit Kalendermiteingeschobenen״blankeuTagen״ ab, da ihr Gesetz die Feier des Sabbat als des siebenten Tages• der Woche vorschreibt und die Wochen sich ununterbrochen folgen müssen, wie dies seit mehr als dreitausend Jahren der Fall war. — In der Schlußbetrachtung spricht das Komitee aus, daß keine Reform möglich sei ohne die Zustimmung der Gesamtheit oder fast der Gesamtheit der aufgeklärten leitenden reiigiösen, administrativen, wissenschaftlichen, wirtschaftlichen Kreise. Eine ztonlsUsehe Frage (Die Inkompatibilltät verschiedener Aemter.) Vor kurzem fand in Haifa ein Prozeß statt, den die Witwe des verstorbenen Sir Lawrence Oliphant, des bekannten englischen Zionsfreundes, gegen die palästinensische Regierung führt. Es handelt sich um eine Entschädigung für ein für öffentliche Zwecke in Anspruch genommenes Grundstück, wobei die Frage eine Rolle spielte, inwieweit die Mandatsregierung als Rechtsnachfolgerin der türkischen Regierung zu betrachten ist Als Vertreter der Klägerin trat — den Zeitungsberichten zufolge — Rechtsanwalt Harry Sacher auf, der bekanntlich seit dem letzten Kongreß Mitglied der Palästina- Exekutive ist Es wird für viele eine Ueberraschung gewesen sein, daß Herr Sacher auch nach seiner Wahl in die Exekutive seinen Beruf als Rechtsanwalt weiter ausübt. Audi dies hängt wahrscheinlich mit den finanziellen Zuständen unserer Organisation zusammen, die zur Folge haben, daß es unmöglich ist, einem Mann wie Sacher ein volles Aequivalent seiner bisherigen Tätigkeit auch in wirtschaftlicher Hinsicht zu bieten. Bisher war es Jedoch immer so, daß Persönlichkeiten, die führende Steilungen im öffentlichen Leben übernommen haben, sich damit auf eine andere Ebene begaben und damit rechnen mußten, daß dies für sie in wirtschaftlicher Hinsicht nachteilig sein wird. Schon der erwähnte Prozeß hat einen Zwischenfall gebracht, der die Frage ventilieren läßt, ob nicht die Stellung in der Exekutive mit dem Beruf des Rechtsanwalts unvereinbar ist. Als es sich nämlich um die Definition des Mandatsbegriffes handelte und Rechtsanwalt Sacher dieses als eine Art beschränkter Souveränitat definierte, fragte der Regicrungsanwalt, ob dies ״eine Erklärung der Zionistischen Exekutive“ sei. Diese Bemerkung war sicherlich wenig taktvoll, denn diesen Herrn geht es gar nichts an, welches zionistische Amt sein gegnerischer Anwalt bekleidet. Aber für die zionistische Oeffentlichkeit ist dieser Zwischenfall von einem gewissen Interesse. Im Zusammenhang mit dieser Angelegenheit wirft der Redakteur des ״Dawar“, der bekannte Arbeiterführer B e r 1 Katznelson, in einem Leitartikel seiner Zeitung die Frage auf, ob nicht auch andere Funktionen, die Herr Sacher persönlich oder als Rechtsanwalt ausübt, mit seiner Stellung in der Exekutive inkompatibel seien. Herr Sacher ist gemäß Katznelsons Angaben Vertreter folgender Gesellschaften: Anglo Palcstine Co., American Zion Commonwealth, Haifa Bay, Tote Meer-Syndikat, Hypotheken-Bank, Zentral-Cooperativ- Bank u. a. Zwischen den Interessen dieser Gesellschaften und denen der Exekutive sei ein Konflikt außerordentlich leicht denkbar. Mit Recht erinnert Katznelson an die heftigen Kongreßdebatten über die Frage der Inkompatibilitat, wobei sich die Exekutive und die für die Wahl von Sacher eintretende Gruppe für dieses Prinzip eingesetzt habe. Es handelte sich damals darum, daß man nicht Beamter einer zionistischen Institution und zugleich Mitglied des A.-C. sein könne. Um wieviel schwerwiegender aber sei dieses Problem bei den Funktionen, die Herr Sacher vereinigt. Auch sei auf dem Kongreß nicht mitgeteilt worden, daß Herr Sacher sich der Exekutive nur zur Hälfte zur Verfügung stellen könne, da er gleichzeitig seinen Beruf weiter ausüben müsse. Katznelson benutzt diese Sachlage zu einem politischen Vorstoß gegen die Exekutive und sie unterstützenden Gruppen. Aber auch wenn man diese Tendenz nicht teilt,.WM*»׳ man im Augenblick eine Neuordnung der Exekutive weder wünscht noch für möglich hält, wird man um eine Beantwortung der durch Katznelsons Artikel aufgeworfenen, die zionistische Oeffentlichkeit im höchsten Maße interessierenden Fragen besorgt sein müssen. Brandeis Im Zionismus Im Februar-Heft der ausgezeichneten amerikanischen Monatsschrift ״The Menorah Journal“ befindet sich ein Aufsatz von Jacob de Haas über ״Brandeis in! Zionismus“. De Haas war bekanntlich zur Brandeis-Zeit Sekretär der Zionistischen Organisation Amerikas und gilt als der zionlstische Vertrauensmann von Brandeis. Der Aufsatz ist eine Verherrlichung der Rolle, die Brandeis im amerikanischen Zionlsmus und darüber hinaus ira Weltzionismus gespielt hat. Zunächst schilderte er die große Leistung von Brandeis während des Krieges, die Rettung des palästinensischen Jischuw vor der Vernichtung durch die Türken. Die politischen Leistungen des Brandeis’schen Regimes — so schreibt de Haas — können heute noch nicht in allen Einzelheiten veröffentlicht werden. Brandeis gewann zunächst Präsident Wilson, dem er große politische Dienste leistete. Später, Anfang 1918, wurde die Hilfe der amerikanischen Zionisten von einer ganzen Reihe kleinerer osteuropäischer Nationen gesucht, welche durch die Hilfe der Zionisten Einfluß auf Wilson gewinnen wollten. Brandeis zeigte sich als Helfer in jeder gerechten Sache. Im Jahre 1919 hat er während seines Palästina-Besuches viele wichtige Aenderungen zugunsten der Juden durchgesetzt. 1920 legte er bei der Jahreskonferenz seinen Plan einer ökonomischen Leitung des Palästina- Aufbaus durch führende englische Juden vor, doch Dr. Weizmann lehnte den Plan ab, als er sah, daß die Mehrheit der Delegierten dagegen ist. Es folgten die bekannten Konflikte. Brandeis zog sich zurück. ״Aber so wie in Zeiten der Not die Engländer sich an Palmerston und Disraeli erinnern, so denken die Zionisten in der Welt, wenn finstere Stunden über sie gekommen sind, mit Stolz und vielleicht mit Hoffnung an das Brandeis-Regime“, schließt de Haas. Die Bank der palästinensischen Industriellen Laut dem ״Haaretz“ hat die Amerikadelegation der palästinensischen Industriellen ihre Tätigkeit beendet. Ein Mitglied der Delegation, Rabinowitsch aus Haifa, ist am 1. März nach Palästina zurückgekehrt, während das andere Mitg'ied, Weidenfeld, nach Abschluß der wichtigsten Arbeiten noch in Amerika zurückgeblieben ist, um weitere minder wichtige Fragen zu erledigen. Das für die Eröffnung der Banfe notige Geld soll bereits in bar vorhanden sein, und zwar 250 0ÖD Dollar, die die hierfür in New York gegründete Gesellschaft zur Verfügung stellt, mit dem Ziele, insgesamt für die I n d u s t r i e - bank eine Million Dollar zu schaffen. Einen Teil des Geldes haben auch die palästinensischen Industriellen allein aufzubringen. (Ziko.) Laut der soeben abgeschlossenen Volkszählung im Staate New York beträgt die Zahl der jüdi sehen Ein* wohne r von Groß-New York 1728000. Pi Ein zwei keit und Orthodi Auch mstiseben ihrer furc rie eine s! ten Ziel, Warschau, agudistisc! während ihr frevel Sie t viele ortl Agudah 1 der Agud; m Galten p jüdisch ring. Kör! ז a c b i s t Z. Schab« aus Lodz sforbenen sehen Sei führen: s Versagen ha den S Aus Woll rungsliste ireters“ \ :! un g er ׳ Die n lieh bei d kein Prot! methoden manchen rüeksichti! Es v Tatsachen der ״Bu gemäß se zur Brian זזי ■ Polen richtigen streu gsozi :•eine Pr! kaufleute, aufgeford! irad allein wissen. I Ligen artig welcher ‘'י kämpft, 1 *chaftlich« nimmt, d k erotts Mftielstan. jetzt mit Auch!ich. Wir mit denj Wahlfront nur in Unterstütz Sorialister ..Bund“ ii diese gen posaunt, 1 galt als doppelte I kleine Sti daß die j f 19־ m u s ihre Stimi ibgabcn. Wird Ooluswirk Doktrin ari Von den Reih« bemerken, «da Stirn n welche di fe-ststellen. ז end des bittere 111 stellt sich und gar daß die ] kehr viel Zionismus Augen Wiel geschaffen Gesinnung Der polni in Polen. Dies zionistisch müssen je Arbeit aui heitlichkei zionistisch zionistisch Die Zwis hei den 2 aufhören. 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