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Jüdische Rundschau · 1928-03-02 · Heft 18 (2.3.1928) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIII (1928)
Issue
Heft 18 (2.3.1928)
Date
1928-03-02
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. IR, 2 Seite 126 mit jedem Zuge Passagiere für die Rutenberg-Arbeiten ankommen und abfahren. Im Verlaufe der weiteren Arbeiten wird es notwendig sein, die Eisenbahnstrecke zu verlegen. Die großen Maschinen, die bei den Arbeiten Rutenbergs jetzt erforderlich sind, stammen sämtlich aus England. Was dagegen im Lande hergestellt werden konnte, ist hier hergestellt worden, und es ist erstaunlich viel. Die Palestine Electric Corporation hat ja ein dringendes Interesse an der Förderung und Entwicklung der paläsfihensischen Industrie. Die Verwertung der Wasserkräfte Palästinas für die Bewässerung des Landes und für die Herstellung elektrischer Kraft ist bei den eigentümlichen Regenverhält- ,nissen Palästinas nur dadurch möglich, daß die Winterwasser aufbewahrt und in der regenlosen Zeit in der notwendigen Menge zur Verfügung stehen. Gegenwärtig soll dife Niveaudifferenz in einem Verlaufe von 50 Metern zwischen dem Tiberiassec und der Djisr el Mijamijeh- Brücke ausgenützt werden. Zwei große Kraftstationen sollen dort errichtet werden — eine auf der Brücke, die jetzt gebaut wird, und die andere in der Nähe von Abadijeh. Die jetzt im Bau befindliche erste Kraft- Station besteht aus einem 8 m hohen Staudamm durch den Jarmuk, wodurch ein Zwischenreservoir von 1200 000 qm Flächeninhalt gebildet wird, und einem zweiten, 6 m hohen Damm durch den Jordan, der ein Reservoir von 3 km Länge und 250 m Breite bildet, wodurch die Wasser des Jordans in einen betonierten 18000 m langen Kanal von einer Kapazität von 100 rbm Wasser per Sekunde abgelenkt werden. Dieser Kanal führt die Jordanwasser in das JarmUkreservoir und geht unter der Haifa—Zemach-Bahn und unter der Beisan—Zemach- Straße hindurch. Die Wasser des Jarmukreservoirs werden durch einen 400 m langen betonierten Kanal von einer Kapazität von 160 cbm per Sekunde zu den Turbinen der Hauptstation geführt werden. Die Kraft- Station wird aus vier Turbinen von 8000 Pferdekräften bestehen. 7 Später soll der Jarmuk, der jetzt ln den Jordan einmündet, in den Tiberiassee abgelenkt werden und der Jordan bei seinem Ausfluß aus dem Tiberiassee zu einer Tiefe von 6 bis 7 m vertieft werden, so daß er alle Wasser, sowohl des Jarmuk wie des Jordan, die im Tiberiassee aufbewahrt werden, durch die Turbinen der zwei Kraft.stationen wird durchführen können. Die Kraft, die in der ersten jetzt gebauten Jordan-Kraftstation erzielt wird, wird 6300 Volt betragen,' bis zu 66 000 Volt gesteigert werden und durch Hochspannungsleitung nach Haifa und Jaffa geführt werden. Die jetzigen Kraft- י Honen ,von Jaffa, Haifa und Tiberias werden später wfrdertL •' Die Hochflläft in ihren eigenen Haifaer Werkstätten hergestelfe werden. Mit dieser Arbeit, soll im Juli begonnen werden, wobei 300 bis 400 Arbeiter beschäftigt sein werden. Die Palestine Electric Corporation, die diese Arbeiten durchführt, besitzt ein Aktienkapital von ungefähr £ 700000, wovon £ 100000 durch den Keren Hajessod und £ 50 000 durch den Jewish Colonial Trust übernommen wurden, so daß die Zionistische Organisation direkt über etwa ein Viertel der Aktien verfügt. Den noch restlichen Betrag von etwa £ 250 000, der zur Durchführung der Arbeiten notwendig ist, erhält Rutenbeirg als ein Darlehen seitens einer englischen Versieherungsgeseüschaft unter der von der britischen Regierung nach dem Trade Facilities Act übernommenen Garantie. Diese £ 250 000 müssen in Ankauf von Maschinen und anderen Materialien in England ausgegeben werden. Vor der Palestine Electric Corporation steht aber jetzt die Aufgabe, an dar Entwicklung der Wirtschaft Palastjnas aktiv mitzuhelfen. Denn die Palestine Electric Corporation wird 24 000 PS Strom erzeugen, während Palästinas Industrie und Wirtschaft jetzt kaum ein Sechstel dieser Kraft in Anspruch nimmt. Die zionistisehen wirtschaftlichen Instanzen werden auch unter diesem Gesichtspunkt die schnellere Entwicklung einer mittleren und kleineren Industrie in Palästina durch Gewährung eines billigen Kredites und die Förderung der bewässerten Landwirtschaft sich angelegen sein lassen müssen. Bekanntlich wird Rutenberg mit Hilfe der Zionistischen Organisation und des Keren Hajessod in der nächsten Zeit an die Bewässerung des Audia- Distriktes nördlich von Tel-Awiw und bei Petach- Tikwah Herangehen, wodurch die in der Nähe liegenden jüdischen Kolonien und Keren Hajessod-Siedlungen die notwendige Irrigation erhalten. Rutenberg plant, ähnliche Irrigationen mit Hilfe des Keren Hajessod auch in anderen Teilen des Landes durchzuführen. Rutenberg denkt an die Errichtung einer eigenen Fabrik zur Erreügung von Irrigationsröhren. Auf diese Weise wird die jetzt neu errichtete Kraftstation am Jordan mit Hilfe der , Zionistischen Organisation zu einer großzügigen Vorwärtsbewegung in der wirtschaftlichen Erschließung des Landes führen. Zwei n leichte Erdstöße Jerusalem, 27. Februar. (J. T. A.) Am Sonntag, den 26. Februar, wurden in Palästina zwei weitere, aber leichte Erdstöße verspürt. Es entstand kein Schaden. Die Bevölkerung ist ruhig. London, 23. Februar. (J. T. A.) Der Kolonienminister erhielt vom Oberkommis ar in Palästina, Lord Plumer, ein Telegramm, in welchem die Wirkung der Erdstöße der letzten Tage beschrieben und festgestellt wird, daß kein Verlust von Menschenleben und auch kein großer Sachschaden zu verzeichnen sei. Zionisten! Die Schekelarbeit hat überall begonnen. Es ist an der Zeit, daß sie in den kommenden Wochen mit verstärkten Kräften betrieben und,auf ihren Höhepunkt geführt wird. Die Schwierigkeiten, mit denen wir In den fetzten beiden Jahren in Erez-Israel zu kämpfen hatten, werden von Widersachern unserer Bewegung im Jüdischen und nicht jüdischen Lager im steigenden Maße ausgebeutet, um böswillige Nachrichten über den Niedergang des Zionismus und seines Werkes auszustreuen. Wir wissen wohl, daß die Kraft und die Größe der zionistischen Bewegung von der Zweifel- und Eifersucht ihrer Gegner nicht berührt wird. Der Zionismus erweist sich heute mehr den# je 215 stärkste bewegende Kraft Im geistigen Leben des jüdischen Volkes. Auf seinen Ruf folgen Hunderttausende, zu schweren materiellen und persönliehen Opfern für das Aufbauwerk bereit. Seine poiltische Steifung ist fester denn je. Unsere Arbeit in Erez- Israel schreitet, allen Hindernissen zum Trotz, vorwärts. Unser Glaube an den Sieg des Zionismus ist ungebrochen. Aber es ist heute bedeutsamer als je, daß wir diese innere Gewißheit auch bekunden und von der Stärke und Geschlossenheit unserer Organisation ein sichtbares Zeugnis ablegen. Ein solches Zeugnis unserer Kraft ist eine erfolgreiche Schekelarbeit. Ihre Vorbereitung, Leitung und Durchführung ist eine zior i tische Aufgabe von ernstester Bedeutung und Verantwortung. Daher ergeht unser Ruf an alle Zionisten: Verbreitet den Schekel, werbet der zionistischen Idee neue Anhänger, der Zionistischen Organisation neue Mitglieder, helfet, daß die Zionistische Organisation als größte Organisation im jüdischen Volke ihren Platz behaupte und ln immer steigendem Maße alle ihrer Art und Würde bewußten Volksgenossen an sich ziehe. Die'Exekutive erklärt hierdurch die Monate Nissan und Ijar 5688 *— April und Mai 1923 — zu Schekel ~ Monaten Es Ist Pflicht der Landes- und Sonderverbände, anverzüglich alle Anstallen zu treffen, um in diesen Monaten einen wesentlichen Teil der zionistischen Energien auf die Schekelarbeit zu lenken. Die Schekelbiocks müssen, soweit es noch nicht geschehen ist, unverzüglieh vorteilt und unterverteilt werden. Die Jugend und ÄrPriue«*3ia1ten -r;i» 4#■־« großen Schekelkampagne; mitwirken- Msssenschekehersammlungen müssen organisiert, durch Wort ünd Schrift soll für &e zJönistlsHife Idee gekämpft und geworben werden. Ein jeder Zionist muß fühlen, daß er für die Ausbreitung des zionistischen Gedankens mitverantwortlich ist Zionisten! Nach Ablauf eines Jahres werden wir befeits wieder in der Vorbereitung des XVI. Kongresses stehen. Die Stärke der Kongreßdelegation jedes Landes richtet sich nach der Anzahl der in den beiden zwischen zwei Kongressen liegenden Jahren gesammelten Schekalim. Nur die Länder, in denen die Schekelarbeit in diesem Jahre nicht weniger energisch betrieben wird als in dem kommenden Kongreßjahre können auf eine angemessene und würdige Vertretung auf dem XVI. Kongreß rechnen. זכרו את השמל! EKhntlve der ZlonlslisAcn Orftanlsaflon Chaim Weizmann. Nahum Sokolow. Dr.M. D. Eder. F. H. Kisch. LLipsky. F. Rosenblüth. H. Sacher. H.Szold. Jerusalem, Schebat 5688. London, Februar 1928. * . Der erste S:hekelauswels mußte aus technischen Gründen um eine Woche zurückge:tel't werden. Er erscheint in der ״Jüdlcchen Rundschau" vom 9. März. Die Ortsgruppen und Vertrauencieute werden dringend ersucht, die eingegangenn Schekelgelder spilte tens am 6. März an das Büro der ZIonlstlschen Vereinigung für Deutschland zu überweisen. Landesschekelkommission für Deutschland. Gegen den sibirischen Kolonisalionsplan Moskau, 19. Februar. (J.T.A.) In einer von der Oe- Seilschaft ״Ozet“ Veranstaltern Sitzung traten die den Krmmunisten 'nahestehen Jen 1 i n k e n P o a I e - Z i o n Enuen, Finl.elsfein und andere gegen den Pian einer jüdischen Großkolonisation im Rayon" Biro-B:dsch im Fernen O ten auf. Sie sagten,dasAuriandwerde keinen Groschen für dieses Projekt geben. Wenn auch KcUnisation überall zu begrüßen ist, kann als nationales Heim doch nur Palästina in Betracht kommen. •Ein Teil der Versammlung stimmte den Ausführungen der Poale-Zionisten zu, es kam zu stürmischen Auftritten, man sang ״Hatikwah“. Die Versamml ng nahm schließlich eine Prolestreso u ion gegen die:es Hervortre en der linken Poale-Zion an. Die Zeitung ״Emes“ fragt, wie lange man die Umtriebe dieser ״konterrevolutionären Elemente“ dulden werde (!). —> Diese Leute wollen die Lebensfrage des jüdischen Volkes und seiner uralten Sehnsucht mit dem Terror des Büttels lösen, den Juden gegen' Juden treiben! Nr. IS, 2. TU 1028 Die ״Germania“ Ober ״Zionlstisdie ZokanU“ Das Hauptorgan der Katholiken in Deutschland, die Berliner Tageszeitung ״Germania“, veröffentlicht unter der Ueberschrift ״Zionistische Zukunft“ Im Leitartikel ihrer Abendausgabe vom 25. v. M. einen Bericht ihres palistlnensischen Mitarbeiters, in welchem ausgeführt wird: ״Die Hoffnungen auf die Zukunft Palästinas, die durch eine dreijährige Krise des Landes auf den Nullpunkt gesunken waren, fangen langsam an, sich wieder zu beieben. Wie meistens bei einer Wendung vom Negativen zura Pocitiven setzt der Umschwung ln Palästina nur allmählich und in einem zögernden Tempo ein. Der Apparat, der zur Schaffung von Arbeitsmöglichkeiten durch die palästinensische Regierung nach langem Drängen in Bewegung gesetzt wurde, funktioniert schwerfällig und verfügt über einen beschränkten Etat, während die Mittel der Zionistischen Organisation im Augenblick so gut wie erschöpft sind. Dazu kommt, daß die drei Projekte, auf die sich die Erwartungen Palästinas stützen, tief im Stadiumde!Vorbereitung stecken. Der Hafenbau von Haifa wird erst Ende dieses Jahres beginnen, die Erschließung des Toten Meeres ist . als ein Unternehmen auf lange Sicht gedacht, und die Elektrifizierung Palästinas i:t vorläufig noch ein Gebilde von. vagen Umrissen. Auch die Hoffnungen auf die Entwicklung Haifas zum Welthafen, als Endpunkt der Pipeline Mossul-Halfa sind vorläufig noch mehr «»der weniger problematisch . . . Die zionistische Bewegung ist in eine Periode der Bürgerlichkeit getreten, sie beginnt sich darauf einzurichten, in einem englischen Palästina zum Exponenten einer nationalen Minoritat mit einem nüchternen Programm zu werden. Der Einfluß des östlichen Judentums hat dem des englischen und amerikanischen Judentums weichen müssen, ule politische Vertretung der Zionistischen Organisation in Palästina setzt sich aus zwei englischen Juden und einer amerikanischen Jüdin zusammen. Damit symbolisiert sich die Wandlung von der Romantik des östlichen Zionismus zu einer von angelsächsischer Sachlichkeit bestimm• ten Methode. Eine englische Versicherungsgerelkchalt wird als Geldgeberin für die Rutenbergsche Elektrifizierung genannt, die Inhaber der Toten-Meer-Konzession bemühen sich gleichfalls um englisches Kapital. Die Haifa׳• Bay- Development Company, die Besitzerin des wertvollen um den Haifaer Hafen gelegenen Geländes, ist im Begriff, in die Hände einer Gruppe von amerikanisch-jüdischen Kapitall-ten überzugehen, deren Führer der New Yorker Bankier Warbürg ist. ln der Landwirtschaft zeigen sich die Ansätze eines ähnlichen Vorganges. Im letzten Jahre sind bereits große Beträge 'aus englischer und amerikanischer Hand in Böden für die Anlage von Orangenplantagen Investiert worden. Wenn der Bericht der Sachverständigenkommission, die Palästina auf seine wirtschaftlichen Möglichkeiten geprüft hat, auch nur einigermaßen günstig ausfällt, wird der Zustrom von Kapital noch bedeutend wachsen. Die Chancen für die neue Phase der zionistischen Palästina-Polit i k werden begünstigt durch den nachlassenden Widerstand der Araber, die sich anschicken, ihren Frieden mit England und den Juden auf der Basis der Wahrung des gegenseitigen Besitzstandes zu machen. Bei den Arabern ist die Erkenntnis aufgegangen, daß sie bei einer kapitalistischen Entwicklung Palästinas unter Mitwirkung der Juden mehr zu profitieren als zu verlieren haben.“ RepräseDtantenwab! tn Danzig :1 Attfftfr dflr »mT9f f§« fcwar dl'.#hl»>.'Ik1trif.rtt1t%efima€it״hat,;ist Bereits 11 N*. Wim ״Jüdischen Rundschau“ berichtet worden. Es sei folgendes nachgetragen: י * Bei den Wahlen standen sich zwei Listen gegenüber, die- Jenige des ״Blöcksdervereinlgten Liberalen und Orthodoxen“ und die der Jüdischen Volkspart et Der ״Block der vereinigten Liberalen und Orthodoxen“, der bei dieser Wahl in Aktion trat, stellte eine groteske Paarung dar. Der rechte Flügel der Orthodoxie war mit den Libera’en fein Bündnis eingegangen und wählte brav und gottesfürchtig zusammen mit Atheisten und Leuten, die ihre Kinder schon zur Taufe geführt haben, dieselbe Liste. Das Ergebnis der Wahl war für die Jüdische Vol'cspartei recht befriedigend. Nur wenig hätte gefehlt, und die Jüdische Volkspartei hätte die gleiche Zahl von Mandaten erreicht wie ihre vereinigten Gegner von rechts und links. Es besteht begründete Aussicht, daß schon bei den nächsten Wahlen, die to drei Jahren stattfinden, die liberale Herrschaft in der Öeme'nde endgültig beseitigt wird. Um wenigstens noch dieses Mal ihre bedrohte Macht zu erhalten, entfalteten die Libera’en eine bedenkenfreie Agitation. Daß diejenigen Leute, die kaum an den hohen Festtagen der Synagoge eine kurze Anstandsvisite abstatten, für sich in Anspruch nehmen, die palen ierten Schützer der Religion zu sein, war noch verhältnismäßig harmlos. Um die träge Masse der Indifferenten aufzurühren, wurde zu gröberen Mitteln gegriffen. Den treuherzigen Philister erschreckte man durch die Enthüllung, daß der Sieg der nationalen Juden mit der Wiederaufrichtung des Oetthos gleichbedeutend sei. Dem ausländischen Teile der Gemeindetutglieder stellte man politische Nachteile in sichere Aussicht, falls er sich zu den Ideen der Volkspartei bekennen sollte. Für die erste öffentliche Versammlung der Liberalen war ein rhetorisch sehr wirksamer Gegner in der Person des Gemeinderabbiners Dr. Lewin aus Königsberg gewonnen worden. Er wies für alle Liberalen überzeugend nach, daß schon der Prophet Jeremias dem jüdischen Volke zur Assimilation geraten habe, und daß seit der Zer- Störung des jüdischen Staates kein jüdisches Volk mehr existiere. Aber die Volkspartei blieb nicht müßig. Der Höhenunkt des Wahlkampfes war eine am Tage vor der Wahl von ihr veranstattete Versammlung mit Dr. Klee als Redner. Von libera'er Seite wurde alles in Bewegung gesetzt, um diese Veranstaltung unmöglich zu machen oder ihr wenigstens die Resonanz zu nehmen. Zunächst trieb man der Votttspariei unter Berufung darauf, daß ״Unruhen zu befürchten“ seien, die schon gemietete Aula einer städtischen Schule atu Als dies Manöver nicht zu der beabsichtigten Wirkung führte, weil von der Voitspartei noch rechtzeitig ein anderes Lokal aufgetrieben werden konnte, verschickte man mutig und liberal an die Mitglieder der Gemeinde Aufforderungen, die Versammlung der Jüdi clien Volkspartei zu boykottieren. Doch es half alles nichts: 600 Mensch n füllten den Saal bis zum letzten Stehplatz. Klee sprach in glänzender Form und riß die begeisterte Masse zu immer erneuten Beifallsstürmen hin. Am Wahltage war es ein besonders froher Anblick, zu sehen, wie Dutzende von Jungen und Mädeln aus unseren fugendbünden und — last not least — unsere Frauen sich voller Eifer an der Wahlarbeit beteiligten, während auf der Gegenseite in dieser Hinsicht ein gähnendes Vakuum war. Die wablbeteiligung übertraf alle Erwartungen. Die Gemeinde׳ war durch die vorangegangene Agitation wie noch nie zuvor in ihrer Gesamtheit aufgewühlt. 75 <0/י der Wahlberechtigten übten ihr Wahlrecht aus. Wenn es der Volkspartei, die bei dieser Gelegenheit zum erstenmal in einen Wahlkampf getreten war, ungeachtet der skrupellos gegen sie .betriebenen Propaganda gelang, 40 ״;׳־׳ der abgegebenen Stimmen auf ihre Liste zu vereinigen, so Hegt hierin ein schöner Erfolg, der zu den besten Hoffnungen berechtigt Voiksge Im , heraust! # Teil eine iä Erna unter :u Statut e not wem sehcr, teile, 1 u!el: hf. Es hon Durst׳ l porlct". wiederg , ln diese! die Frage de Wort ״Volks wort geworc lehnen zu mi Rcligionsgem Kehilla Kedo der Religions schaft der n gen sind in gemeinde ha inzwischen v< sich darauf t Institutionen die Opposi.ic daß iafnit c behandelt sin Pflichten ver wendigkeit e besondere so arbeit und Wert und Be in keiner W1 bruch getan essen vernac nur neben i sehen; man die alte aus! Verbindung 1 wärmer gest die alte Keil ״Volksgemci! Zeit gewiß I Ritus zu sor schaft, die i und Beistand Verständnisse Schaden zug In die leer g gegossen we Gibt es nocl in diesem SI1 Äth,׳'alle Pi liehe“ (״siki mand wird Erwachsenen, Schichtung, I Damit ist die nünftigen Oe den Mittelpu schwer jema! kulturellen, ö! drückt werde Daß die Grundlage fii unterliegen. Pflicbtlerstuns seit mehr al zugewandt ] schreiten auf ln der Zeit, gesetzes im über die äuß nicht nötig, weitgehenden wendigkeit, e Wichtiger ab fertigung um sehen Entwi was die Eins! statiert hatte der Gegenw; sie vielmehr und Protesta liehe Si'multai die Wahrung denen auch a Zurückdtingt Empfindlinge! Gefahren* nie weitem Umf; aucn diese R! wehrgründen der inneren mger Erhalte! am dem Get erzielt Aber daß wenige 1 außerhalb de! Schule, ohne Disziplin der ausreichen, 1! legen, aber k scheu heranz künftigen Tr Lebens und heitliche und nur erlangt \ lediglich vvi. Schule auch mittlenn dies kleine Gemci nisse nicht Schule zu 1 ciringung vie Klassen müss auf diejenige

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