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Jüdische Rundschau · 1928-02-24 · Heft 16 (24.2.1928) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIII (1928)
Issue
Heft 16 (24.2.1928)
Date
1928-02-24
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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Seite 112 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 18, 24. n 1928 Nr. 16, Mit anderen Worten: das Klären und das Bertennen ist doch nur dürftigste Voraussetzung, wenn es um mensehliches Zusammenleben geht. Und welche ungeheure Verantwortung liegt überdies in einer Benennung, die an die Armseligkeit unserer Sprache und an die Unmöglichkeit gebunden ist, die ungeheure Vielfältigkeit des Lebens in Begriffe zu bringen, die auch nur annähernd ein Abbild des Wirklichen geben. II. Und damit bin ich bei meiner Behauptung, daß nicht Flakes sogenannte Erkenntnis, die in gewissem Maße längst die unsere ist, irgendwie überrascht, sondern die geistige Haltung, die er dazu einnimmt. Man sollte annehmen, daß er nun erst eigentlich anfinge; daß nach der schlichten, gleichsam einleitenden Voraussetzung der geistige Mensch das Wort nähme, um der Benennung die Bewertung folgen zu lassen. Aber siehe da, Ooethes Locke wallt, und der Denker, der dies afles durchdacht hat, sieht verklärt aus den Wolken. Es ist ein Kampf, sagt er, und er muß durchgekämpft werden; es hat eine geschichtliche Mission; und es ist unser aller Schuld, überhaupt im Drama mitzuspielen. Ach Du lieber Gott! Ja, der Weltkrieg mußte auch durchgekämpft werden, er hatte sogar ganz bestimmt eine geschichtliche Mission, und es war wahrhaftig unser aller Schuld, darin mitzuspielen. Wenn man uns so goethisch kommt, so überaus ״vital-komplex“, dann wird es uns vielleicht angemessen sein, in diesem Fall einmal bömisch und sehr rational zu reden. Auch Börne ging in gewissen Lebensbedingungen das Vital-Komplexe mächtig auf die Nerven, una er war dann bestimmt nicht gerecht, aber das wollte er auch gar nicht, weil ihm eine ierechtigkeit höherer Art vorg'eschwebt hat Er würde vielleicht sagen, daß ein Geistiger im Deutschland des Jahres 1928 andere Aufgaben hat, als mehr oder weniger belanglose Feststellungen zu machen, die außerdem viele andere schon vor ihm gemacht haben. Die Brüder, die heute in Deutschland das Konservative vertreten, würde er sagen, die im Gegensatz zum jüdischen Geist die Gelassenheit naben und die Bodenständigkeit und die konkreten Qewichte, die haben Deutschland mit Ihren konkreten Gewichten dahin gebracht, wo es heute ist, und ihre Gelassenheit verläßt sie nur, wenn auch Sie jetzt für die Vergangenheit zahlen und den Schichten Platz machen sollen, die bisher allein gezahlt haben. Eine der Formen, deren sie sich in diesem Kampfe bedienen, würde er fortfahren, ist der Antisemitismus. Mag der ungebundene Radikalismus jüdischer Führer in Tempo una Ziel- Setzung hundertmal über die Aengstlichkeit und Gebundenheit der Geführten hinausgehen — was für eine niederträchtige Verdrehung liegt darin, wenn Sie den Massen als die Ursache des Unglücks dargestellt werden, während fleichzeitig das Heil in der einträglichen Bodenständigeit der Herrschenden liegen soll. Gegensätze dieser Art, würde er betonen, mag man noch so objektiv erkennen: ein Geistiger hat sie in dieser Zeit flicht weltanschaulich aufzufrisieren. Wenn ihm das feiner«-Unglück ln Deutschland nlehfcgeftfet, 80 maeser nach Rumänien und Ungarn sehen und sich dann vielleicht selbst wundern, daß er dem Antisemitismus attestiert, er sei eine der Formen, ״in denen sich die Suche des riehtigen Verhaltens zum Leben vollzieht“. Das ist genau wie zu jener Zeit, wo man vorne Gaskrieg spielte, wlhrend sich hinten die Suche des richtigen Verhaltens zum Leben vollzog. Bei der Niedertracht des antisemitischen Gaskriegs kommt es wahrhaftig nicht darauf an, liebevoll der letzten geistigen Regung nachzuspüren, die auch diesen Kampf vor dem Forum des Geists rechtfertigen könnte. Die Ausweisung gewisser Schriftsteller aus dem faschistischen Italien will ich in ein Licht von weltanschaulicher Bedeutsamkeit rücken, daß für Erkennende noch der von Carabinieri bewachte Locus vom Glanz de« Geistes erhellt sÜn wird. Ja, gibt es denn überhaupt einen Kampf von Menschen gegeneinander, dem nicht eine •Idee zugrunde liegt oder unterlegt werden kann? Und es gibt nicht einmal einen objektiven Maßstab, zu scheiden, welches von beiden der Fall ist Es gibt nur den Maßstab des Herzens: selbst gegenüber der Vergangenheit, sofern nur die leiseste Spur sie noch mit der Gegenwart verbindet, bestimmt aber dieser Gegenwart selbst gegenüber. Deswegen, vereintester Flake, würde Börne schließen, wird mir heiß und kalt bei dem Air von Objektivität und historischer Ruhe, den Sie sich* ganz geistig und wegtragen. Was Sie aber damit angerichtet haben, daß jetzt der Ungeist sich auf den Geist berufen darf, wird seine Früchte zeitigen. Sie wollten nicht bewerten, Sie wollten nur feststellen. Aber das ist schon nicht mehr bei Ihnen. Wohl wahr, es ist unser aller Schuld, im Drama mitzuspielen. Aber das Drama darstellen, heißt auch mitspielen; es ist sogar eine besonders eindringliche Form der Mitwirkung. Der Denker und der Künstler mag den Abstand zu den Dingen haben, doch das Dargestellte selbst verstrickt sich aufs neue. Es wird in diesem Falle keine segensreiche Verstrickung sein. Die Arbdlsloscn-lnfcrslüt/nng In den letzten Wochen ist die Arbeitslo'enunterstützirag In Tel-Awiw noch weiter verringert worden, da infolge der Beschäftigung einer größeren Zahl von Arbeitslosen diese aus der Liste gestrichen werden konnten. Wir haben bereits berichtet, daß der Jaffaer ArbeLerrat beschlossen hat, die Aus* Zahlung der Unterstützung an unverheiratete Arbeitslose in Tel-Awiw einzustellen. Der Ärbeiterrat fordert von seinem Büro, alle organisatorischen Einrichtungen darauf zu verwenden, daß die von der Unterstützung ausgeschalteten Leute so schnell als möglich in Arbeiten vollständig untergebracht werden. Die Arbeitslosenunterstützung in Tel-Awiw beträgt nunmehr nur noch etwa £ 600 wöchentlich. Die Bulhcnberfl-Sonzcsslon in TransjordanteB Das transjordanische Amtsblatt veröffentlicht die der Ruthenbergschcn Elektrui Itsgesellschaft gewährte Konzession, nachdem sie von Emir Abdulla und seinem Ministerrat bestätigt worden ist. Laut arabischen Pressemeldungen wird in Punkt 18 der Konzession u. a. bestimmt, daß die Städte Amman, Es Salt und Kir Moab nicht unter die Ruthenberg erteilte Konzession fallen. (Ziko.) Wir und die Araber Von Dr. Robert Weltsch.. ln den ״Nachrichten aus der Qegenwartsgeschichte des islamischen Orients“ bespricht Professor G. Katnpffmeyer das Palästinabuch von Dr. Alfred Wiener. Ohne auf die Darstellung Dr. Wieners im einzelnen kritisch einzugehen, wendet sich Prof. Kampffmeyer gegen den einzigen Satz des Wienerschen Buches, der eine Art Kompliment vor dem IdealiamUs der Chaluzim enthält. Auch Kampffmeyer anerkennt die sittliche Kraft, die ln der Hingabe junger jüdischer Menschen an ihr nationales Ideal liegt Aber er knüpft gerade an diesen Punkt eine Auseinandersetzung Über die Araberfrage an, die ihm in Wieners Büch nicht genügend behandelt zu Min scheint Unabhängig von dem Zusammenhang, in welchem Prof. Kampffmeyers Ausführungen stehen, halten wir es für angezeigt, den wichtigsten Teil seiner Aeußerung hier wiederzugeben, weil nicht immer die Araberfrage gerade von dieser Seite gezeigt wird. Prof. Kampffmeyer schreibt von dem nationalen Idealismus der Palästinasiedler: ״Es handelt sich hier um eine große sittliche Kraft*). Und eben diese sittliche Kraft ist das Rückgrat des Zionismus; sie ist es, die noch viel größere Rückschläge und Krisen, als es die jetzt schon erlebten sind, durchhalten wird. Aber eben das Einsetzen dieser sittlichen Kraft birgt in sich für die Zukunft eine sehr schwere Gefahr. Denn dem sittlichen Willen des Zionismus steht.mit ebenso eherner Stirn gegenüber der sittliche Wille des Arabert u m s. Dieser tragische Gegensatz ist von Dr. Wiener, der an Einzelerscheinungen naften bleibt, nicht herausfearbeltet worden, wie denn überhaupt die heutige arabische ewegung nirgends bisher bei uns, soweit Ich sene, m Ihrer ganzen Tiefe und Weite richtig eingeschätzt und gewürdigt worden ist Das liegt, wie immer wieder hervorgehoben werden muß, an dem bedauerlichen Mangel an Fühlung mit dem arabischen Schrifttum der Gegenwart und mit den Arabern selbst. Es geht nicht an, den Gegensatz zwischen Arabern und Juden in Palästina von lokalen Gesichtspunkten aus zu betrachten. Die nationalen Bewegungen in Palästina, Syrien, Mesopotamien, Aegypten und darüber hinaus gehören auf das engste zusammen. Der Kampf geht In Syrien nicht gegen die Franzosen, in Aegvpten und sonst nicht gegen die Engländer und in Palästina ganz gewiß nicht gegen die Juden, aber er geht auf der ganzen Linie mit aller Schärfe gegen imnerialft.ijche und kolonisatorische Behinderung der Freiheit selbständigen nationalen Lebens. Auch die Araber wollen sich Ihr Haus aufbauen. Die arabische Renaissance (nahda), lange vorher vorbereitet, im Kriege genährt durch Versprechungen, die dann nicht gehalten wurden, ist gewachsen und wichst täglich an dem durch England una Frankreich ausgeübten Druck, der in Palästina durch das aufgezwungene ״Mandat“ und die aufgezwungene Kolonisierung des arabischen Palistina durch den Zionismus ein doppelter ist. Diese arabische Bewegung, im tiefsten Grunde sittlich, ist genährt von stärksten Kräften. Der Parallelismus mit dem Zionismus ist fast vollkommen. Auch die Araber haben ihre Chaluzim. Auch sie haben ihre stolzen Traditionen, die denen des Zionismus nicht nachstehen. Auch sie sind geistig hochbegabt und haben in der Entwicklung dieser Begabung nicht nur eine Geschichte, sondern eine lebendige Gegenwart, wie dies .zahlreiche, geistig sehr hochstehend«, arabische PersaBÜjdhkeJtea der; aefÄ«1üt,׳::*ie.Ä«l:Aa»;:beutiit.»eetehs arabisch« Schrifttum, Und wie dies .die hervorragenden Leistungen der Hunderte von Syrern und Aegypten! beweisen, die an europäischen Hochschulen, auch in Deutschland, studiert haben und studieren. Von hohen Fähigkeiten in geschäftlicher Hinsicht zeugen die Tausende von Syrern una Palästinensern, die im Auslande, besonders in Amerika, blühenden Geschäftsbetrieben vorstehen.' Im diplomatischen und politischen Geschick ist der Araber Europäern und Juden sicherlich nicht unterlegen. In einem Punkt unterscheidet sich die arabische Bewegung vom Zionismus, und hier dürfte sie dem Zionismus überlegen sein. Während sich der Zionismus in Palästina der Religion der Väter entfremdet, ist die arabische Bewegung eng verbunden mit einer Vertiefung und Neubelebung des Islams, die sich in keiner Weise gegen die Religionsgemeinschaften dar Christen und Juden richtet, aber den eigenen Besitz in innerlicher Stärke aufbauen will. Diese Verbindung von nationalem und religiösem Willen, besonders gepflegt in der arabischen Jugendbewegung, erinnert an den Geist der deutschen Befreiungskämpfe. Solche stärkste Kräfte, und einen durch solche Kräfte getragenen, unbeugsamen Willen, hat der Zionismus als Gegner.״ Diese Darstellung Prof. Kampffmeyers Ist wert, «ucH. von Zionisten, die zum Teil die Araberfrage noch bagateltlsieren, gehört zu werden. Wir haben stets anerkannt, daß im arabischen Idealismus wie in jeder nationalen Bewegung große sittliche Kräfte liegen, und gerade darum haben wir uns stets mit aller Kraft dafür eingesetzt, dem Geht des Einander-verstehen-wollens, der gegenseitigen Achtung und des unbeeinträchtigten freien Zusammenlebens beider Völker in Palästina einen Weg zu bahnen. Wir halten es für unsere Pflicht, nicht anderen zu predigen, sondern zunächst in den Reihen unseres eigenen Volkes für einen solchen Geist einzustehen und zu kämpfen. Ein Nationalismus, der nur Forderungen an andere stellt, nicht aber an sich selbst, kann nach unserer Auffassung das Attribut ״sittlich“ nicht für sich in Anspruch nehmen. Nicht der bloße nationale Lebenswille ist sittlich, sondern nur der nationale Lebenswille, der zugleich die Intention der Gerechtigk e 11 in sich trägt. Gerechtigkeit aber ist eine Idee, die sich in gleicher Weise Über alle erstreckt. Sie ist der Oegensatz zu dem bekannten ״Right or wrong — my country“. Es Ist die Mode des europäischen Nationalismus, Gerechtigkelt zu sagen und den eigenen Vorteil zu meinen. Leider hat sich nach*ufßeren Beobachtungen der arabische Nation nalismus weder In seinem Geist noch in seinen Methoden von den schlechten europäischen Vorbildern freigehalten, ohne daß wir in seinem Lager Stimmen gehört hätten, die sich dagegen zur Wehr setzen und einen dem Geiste des Orients näheren Humanismus auch in der Politik vertreten, im jüdischen Nationalismus sind solche Stimmen laut geworden und obwohl man natürlich heute keine endgültige Kraftprobe anstellen kann, glauben wir, daß im Moment der Entscheidung diese Art jüdischen Denkens das Uebergewicht erhalten würde. Wir geben in dieser zionistischen Zeitung den Ausführungen Prof. Kampffmeyers Raum, weil es uns Interessiert, was er von den Arabern Gutes zu berichten hat Wo ist das arabische Organ, das ähnlich mit jüdischen Aeußerungen verführe? Prof. Kampffmeyer als Freund des Arabertums sollte auch einmal von diesem Gesichtspunkt die Frage betrachten. Innerhalb der zionistischen Kreise wächst in den letzten Jahren immer mehr die Einsicht von ..״׳־־■... I *), AUe Sperrungen wie Im Original der Notwendigkeit eine* Zusammenlebens der beiden Völker. Die Auffassung, daß Palästina ein binationaler Staat, in welchem in irgendeiner Form beide Völker in nationaler Freiheit leben, werden muß, wird in den jüdischen Kreisen um so selbstverständlicher, je weniger man jetzt davon spricht. Es ist immerhin bemerkenswert, daß die Bestrebungen der bisher nur kleinen Und nur ün Stillen arbeitenden Gesell• schaft ßrith Schalom in Jerusalem, die sich die Anbahnung eines besseren gegenseitigen Verhältnisses der beiden Völker zum Ziel gesetzt hat, nun auch ln weiteren Kreisen «ine Resonanz finden; sogar der Londoner ״Jewish Chronide“, bis vor kurzem ganz intransigent, hat kürzlich mit Interesse und Sympathie, von der politischen Konzeption dieses Kreises gesprochen. Von arabischer Seite ist noch nie die nationale Not des jüdischen Volkes gewürdigt worden. Auch ein Freund des Arabertums muß anerkennen, daß das nationale Zentrum der Araber nicht in Palästina liegt und daß die arabische Renaissancebewegung weder in ihren Zielen noch in ihrer Entfaltungsmöglichkeit geschmälert wird, wenn Hand in Hand mit ihr die jüdische Nationalbewegung ihr Zentrum in Palästina schafft, dem einzigen Lande, mit dem die Juden historisch und geitig eng verknüpft sind ünd das im Bewußtsein der ganzen Welt mit dem jüdischen Volk in Zusammenhang gebracht wird. Wahrhafter Nationalismus, der verträglich ist mit wahrer Menschlichkeit und Gerechtigkeit, müßte auch das Schicksal de* Anderen gerecht erwägen und müßte verstehen, daß große historische Freundschäften zwischen Völkern, die mehr bedeuten könnten als. bloß Kuiturbündnisse, dann entstehen können, wenn in schwerer Stunde statt Mißgunst und Rivalität die hilfreiche Hand gereicht wird. Durch eine solche Perspektive allein kann nach unserer Meinung die Geschichte des Vorderen Orients eine wirkliche Wendung erfahren. Wenn wir aber veraltete nationalistische Methoden nachahmen, so geschieht dasselbe, was wir ln Europa beobachten können: Daß die Nationalisten der einen Seite den Nationalistcn der anderen Seite in die 'Hände spielen, weil dlft einen Immer triumphierend darauf hinweisen können, daß auf der anderen Seite kein Verständigungswille vorhanden sei und man sich daher mit Haß und Offensivgeist wappnen müsse. Die Rechnung müssen dann beide Völker bezahlen, und wer weiß, wer der Iachende Dritte sein wird! Gerade weil uns scheint, daß durch Prof. Kampffmeyers Ausführungen die Diskussion über unser Verhältnis zu den Arabern auf ein höheres, geistigeres Niveau gehoben wurde, gerade darum halten wir es für notwendig, den nach unserer Meinung wesentlichsten Punkt Wer zu berühren- Charles Gide Aber den bfnaffmialen Staat ln der ln Paris erscheinenden Zeitschrift ״Menorah“ Ist In der letzten Zelt eine interessante Diskussion über die künftige politische Gestaltung Pali8tIna.ן entbrannt. Anlaß dazu gab ein Artikel von Bsn Awl, dem bekannten Chefredakteur des ״Doar Hajom“ und Sohn Ben Jehudas, der den schon seit einiger Zeit vertretenen Gedanken, Palästina In eine arabische und eine jüdisch« Zope eln»te|le%1« der ״Menorah“ £uselnapi«mes«t'Mtl«.• dP«Ser־deT־'letÄ«av'wm,t£i%׳ de;־ Zeitschrift äußert sich nun der bekannte französische Volkswirtschaftler und Freund des Zionismus Charles Gl de zu diesem Problem. Er Ist der Ansicht, daß sich zwar In Pa- Iästina auf natürliche Welse jüdische und arabische Siedlung»- gebiete bilden werden* daß jedoch eine konstitutionelle Abgrenzung und Festlegung nicht zu empfehlen sei. Der Gelehrte fahrt fort: ,,Die Zukunft des palästinensischen Staates scheint mir ln der Zusammenarbeit und nicht in der Trennung der beiden Völker zu llejen. Man muß versuchen, einen iüdisch-arabischen Staat ru schaffen, mit der legitimen Annahme, daß das jüdische Element, auch wenn es Minoritlt ist, ein Ökonomisches und intellektuelles Uebergewicht, haben wird. Finnland, wo die Schweden und Pinnen in bestem Einvernehmen leben, obwohl sie nach Rasse und Sprache viel verschiedener sind als die Juden und Araber, und wo das schwedische Element, obwohl in der Minderheit, die führende Rolle spielt, scheint mir ungefähr dem Typus zu entsprechen, den der palästinensische Staat an* streben soll. Es wäre für die Zionisten der Mühe wert, die Geschichte und Konstitution Finnlands zu studieren.“ JOdlsdie Arbeil ln Transfordanlen Aus Jerusalem wird •uns geschrieben: In diesen Tagen wurden zwei große Gebäude .in Transjordanien fertiggestellt, deren Bau durch einen jüdischen Unternehmer aus Haifa und zum großen TeLe mit jüdischen Arbeitern durchgeführt wurde. Der eine Bau betrifft die Kasernen der britischen Truppen in Maan an der Orenze Transjordaniens und des Hedias. Die Bauarbeit hat dort im März 1927 begonnen und die Kosten der großen Anlagen, die 34 Einzelgebäude umfassen: Kasernen, Wohnungen, Spital und eine drahtlose Te'egraphen- Station, beliefen sich auf 20 000 Pfund. An diesem Bau wafeh 150 lokale ungelernte Arbeiter beschäftigt und 15 geschulte Ar* beiter und Fachleute, die sämtlich jüdische Arbeiter aus Pa’.ä• stina, meistens aus Haifa und Tel-Awiw, waren. Die letzteren verdienten ein halbes bis ein Pfund täglich. Aach alle Tischlerarbeiten, die sich auf £ 1500 beliefen, wurden in jüdischen Fabriken in Haifa hergesteilt. Zu a'len Betonarbeiten wurde ausschließlich Zement aus der jüdischen ״Nescher״-Fabrik bei Haifa verwendet. Die jüdischen Arbeiter wohnten in Baracken bei der Eisenbahnstation Maan. während die arabixhen Arbeiter in der Stadt selbst wohnten, die ungefähr sechs Kilometer vom: Arbeitsplatz entfernt ist Die Beziehungen zwischen den jidisehen und arabischen Arbeitern waren während der ganzen Zeit ausgezeichnet. Als die jüdischen Arbeiter nach Beendigung der Arbeit Maan verließen und nach Palästina zurückkehrten, bf* gleiteten sämtliche arabischen Arbeiter sie an die Bahnstation. Der Gesundheitszustand der jüdischen Arbeiter war während der Arbeitszeit ausgezeichnet Ungeachtet aller Schwierigkei en (Transport der Baumaterialien auf der Eisenbahn, die nur «inmal wöchentlich von Amman nach Maan verkehrt) wurded d•« Arbeiten zwei Monate vor dem Im Kontrakt festgesetzten Zeitpunkt beendigt In der fernen Zeit wurde auch das Gebäude des brU tischen Vertreters in Transjordanien in Amman fertiggestellt, das auf einem Hügel über der Stadt in der Nachbarschaft des Palastes des Emirs liegt Die Steinhauarbeiten für dieses Gebäude, die einen wichtigen Raum beim Bau eingenommen haben, wurden ausschließlich von einer Kwuzah von fünfzig jüdischen Steinmetzen aus Jerusalem gemacht, die zu diesem Zwecke ein halbes Jahr in Amman gewellt haben und die io bis 50 Piaster täglich erhalten haben. Auch die Anstreicherarbeiten und die Asphaftieaungsarbei len wurden von Juden durchgeführt. Auch ein Teil der Möbel wurde in den jüdischen Möbelfabriken in Tel-Awiw hergestellt. Nach ( Aufenthalt! inneren Ai Am S! lows ein E bedeutend! Palästina-? an einer ii Sonnt: auf das let zert stat! Veranstalt! war ein j werter Be! zum Vortr sehen Kor chor selbs!Jeder Ro Solisten, \ Reihe Ren auf, die Aber auch haben mit hebräische Monts Massen zahlreiche sagte, daß Komitees lungnal bringend Redner au sich die 1 rang, die Universale glücklich, Oesterreic scheuen a denn wir und wolle Zum es der St keine Sub! Kraft auf: nehmen v aber in o setzt, den zurückzah! Zur I zurückkeh piert wur der Ausna abgeschlo: ist nun Pi Dies habe und sielt Völkerbur einstimmi! als unser! Wir i nicht nur zu erklärt ten Typ ״״-׳. lm»W Mittelpunl Auf seine we'che B< Juden hat Palästina« werk der brauchten Eine Kuiturfra! Veransta! denten d! Laut Dun a ra einem T während wird. V< entfallen Wir in Tel-7 (״Oneg S bildet ha tigung m zeit gege sich aber er verstai Feiern« Schabbatl Tel-Awiw in ei über die wir folge Die von Wo! 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