Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXIII (1928)
- Issue
- Heft 15 (21.2.1928)
- Date
- 1928-02-21
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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Seite 10» JÜET515CHE RUNDSCHAU Nr 15, 21. E!028 Hedscha» und ta Palästina diel Völker miteinander lebe» müssen und daß für alle drei Raum genug 1511® Leben dort da ist. Es sind dies Armenier, Araber und Juden. Das arabische Volk in den Dörfern hat eine Immer bessere Beziehung zu den fn der Nachbarschaft wohnenden Juden und auch zu den jüdischen Einwanderern. Denn die Juden bringen in das Land Zivilisation und Kultur, und das macht Schule. So hat kürzlich sich sogar der König von Mesopotamien, erzählte Sokolöw, bei ihm in London nach der ״Hadassa" erkundigt, um eine solche sanitäre Institution auch in seinem Lande einzufßhren. — fn einem großen Massenmeeting im Sofiensaal wird Sokolow am Montag, den 20. d. M., die diesjährige Keren Hajessod-Aktion fn Oesterreich eröffnen. Kulhirwodie der zionistischen Jugend Berlins Erötinnngs-Kaadgebnng an 19. Februar 1998 lm Logenhaaa Die Kundgebung, die als Einleitung der von der B. Z. V. veranstalteten Kulturwoche der Zionistischen Jugend Berlins Sonntag stattfand, zeigte den Widerhall, den die Parole ge־ fanden hat. Der Saal war so überfüllt, daß im letzten Moment ein größerer genommen werden mußte. Scharen von Jugend* Heben und auch viele Erwachsene waren erschienen. Das Programm enthielt zwei Vorträge. Beide Vortragende gaben bei verschiedenem Ausgangspunkt und völlig anderer Blicknentung in überraschendem Zusammenklang einen Einblick in Inhalt, Sinn, Voraussetzung der jüdischen Kultur• Einleitend betonte Dr. Ka 0 o w 11 z, daß jüdische Kultursrbeit nur im Rahmen der umfassenden politischen Erneuenmgshewegung sinnvoll geleistet werden kann. Dies unterstrich auch der erste Redner, Dr. Ernst S f m o n, der persön- Heb mutig und einsam gegen Blauweiß-Optimismus und Fusionsrausch seinen mühseligen Pfad des Lernens gegangen ist, and heute gegenüber umgekehrten Tendenzen einseitigen Kulturstrebens die Einheit des zionistischen Wollens hervorhebt Jüdische Kultur stellt sich ihm dar als die ewige Antwort des Judentums an die Aufklärung. Das jüdische Gesetz hat eine metaphysische Funktion, indem es dem von Geburt und Tod eingerahmten Leben die sinnvolle Welte von Schönfang und Erlösung gibt Von dieser Anschauung aus erhält das Stoffgebiet, das Dr. Ernst Simon in jüdische Geschichte, hebräische Sprache, jüdisches Buch and jüdisches Leben gliedert, seine besondere Tönung. Die jüdische Geschichte ist die ewige Frage und Antwort gegenüber der Welt In «de® hebräischen Wort verspürt man jüdische Geschichte. Das jüdische Buch kann immer nur Kommentar der Thora sein, und erst dann bestätigt sich der Zionismus als eine Renaissancebewegung, wenn in Erez-tsrael der Kommentar des 20. Jahrhundert» entsteht. Das jüdische Leben schließlich ist ein Leben im Geiste der Thora, als solches alle Lebensbezirke umfassend. Für Dr. Max Soioweitschik, den zweiten Redner, ist dte Geschichtsauffassung der jüdischen Antike die größte Leistung unseres Volkes. Die Frage nach dem Wozu hat aHein das. Volk Israel gestellt Unsere heutige Aufgabe ist also eine NeubeJebung des Interesses für die Geschichte als dpen gMMtigett Prozeß. Nur so ist eine Lösung des Galuth- י!!eins möglich. Während andere besiegte Volker das Recht f|tadli«h«t־'׳P^ers anerkannten und mit dem Untergang ®r ׳■£■ ׳0־ Galuth weitergelebt Assyrien uiriBalntfanien konnten uns nldit überwinden, weil wir das Ende des Staates aus inneren Gründen erwartet und somit in uns Ungst überwunden hatten. Juda hatte den Untergang Ephraims mitangesehen, und die Propheten haben ihn als eine gerechte Strafe für die beganf erien Sünden gedeutet. Die Niederlage Judas war nicht der leg des babylonischen Gottes, sondern das Werk des eigenen Gottes. So ging Juda in die Gefangenschaft nicht in ehrfürchtiger Unterwerfung vor dem Sieger. Der Sieger imponierte ihm nicht ״Mit dem Stempel der Unsterblichkeit auf der Stirn gingen wir in die Verbannung.“ Beide Vorträge endeten mit der gleichen Forderung, die Jüdische Kultur als eine Aufgabe zu betrachten im Rahmen dey zionistischen Tat Der Zionismus ist für Dr. Emst Simon eine Einheit; die beiden Typen des assimilierten Zlonirten und des palästinafernen Orthodoxen müssen voneinander wechselseitig die Unruhe und den Inhalt lernen. So erst wird jüdische Kultur für uns zur Aufgabe. Mit fast denselben Worten deutet Dr. Max Soioweitschik vo«p Kernproblem des jüdisch«! Volkes aus den Zionismus als die heutige Unruhe über den morgigen Tag. Und endlieh einmal im Gegensatz zu analysierenden, skeptischen KulturdJskussfonen ehr Wort von schlichter Eindeutigkeit: da auf das Morgen immer wieder ein neues Morgen folgt, werden wir ewig leben. Bei den zahlreich, erschienenen Jugendlichen war ein heteiligles Mitgehen mit den Rednern zu verspüren. Dr. Kurt Wittkowski. Oie Finanzierang der rassischen Kolonisation Wir haben bereits vor einiger Zeit über das neue Finanzprojekt berichtet, waches das jüdische Ko- 1 ö׳pisatlonswerk in Rußland in Zukunft stützen soll, da die bisherigen Ffnanzmcthoden sich als unzulänglich erwiesen haben. Darüber hat sich nun in Moskau der Direktor des Agro-Joint, Herr Dr. Rosen, in folgender Weise ausgesprachen: Es wird Immer klarer, daß die bisherige Form der Finanzierung der jüdischen Kolonisation in Rußland unvollkommen sei; das gegenwärtige System trägt noch philantropisehen Charakter und bildet nicht eine genügende Grundläge für systematische Kolonisierung in der Zukunft. Die Finanzierung'müsse'einen geschäftlich-sozialen Charakter rnnchmen. Zu diesem. Zwecke erwägt man die Schaffung eines neuen FihanzMis t ituts, einer jüdischen Agrarbank, mit einem Kapital von 20 Millionen Dollar, von welchem die Sowjetr egie ru 0 g 10 Millionen zur Verfügung stellen wird und <ue restlichen 10 Millionen von den amerikanischen. Juden, im Verlauf von. fünf Jahren aufgebracht werden würden, fit Hilfe der Agrarbank werde Joint an die Vorbearbeitung neuer Botienfläehen für Landansiediung von Juden schreiten; solche Boden flächen sind noch am Dnjepr, wo große Sandstrecken in Weingärten verwandelt werden können, ferner in der Krim, wo gute Aussichten für Geflügelzucht bestehen, vorhanden; auch kann der berühmte Pinsker Sumpf auf der russlsehen Seite in fruchtbaren Boden umgewandelt werden. Dem Projekt einer Kolonisation in Sibirien steht der Agro-Joint, wie wir bereits gemeldet haben, ablehnend gegenüber. Aus Dr. Rosens Ausführungen geht nicht hervor, ob die Bank bereits als gesichert anzusehen Ist Nach unseren lnformationen bestehen noch gewaltige Hindernisse auf seiten der Sowjetregierung, die keineswegs die 10 Millionen Dollar bereits zugesichert hat ״Separatismus von Unkt* Von Hans Klee, Berlin. Unter dieser Ueberschrift veröffentlichte Im Frankfurter ,Jüdischen Wochenblatt" kürzlich Herr Dr. Emst Simon eben Aufsatz, in dem er darauf hinwies, daß in Aeußerungeb der Iiberrten Führer und der liberalen Presse in letzter Zeit — nämlich seit die liberale Partei aus der Regierungsposition in die Opposition gedrängt wurde — immer häufiger mit dem Austritt aus den Einheitsgemeinden und der Begründung eigener liberaler Bekenntnisgemeinden gedroht wird. Dr, Simon fügt mit Recht hinzu, daß die Gefahr nldit sehr ernst drohe, daß die Mehrheit der Liberalen sicherlich an der Gemeindeeinheit festhalten wolle und werde. Er glaubt aber bei dieser Gelegenheit den Mebrhdtsparteien, also der Volks- Partei, dem Konservativen und der Mittelpartei gegenüber eine Warnung und gleichzeitig auch einen Vorwurf aussprechen zu müssen, weil sie Ihre ״Majorität gegenüber den Liberalen gelegentlich in ähnlicher Weise überspannen, wie das die frühere Mehrheit leider auch getan hat‘’ Daß der Mehrheit»• block dte Dezernate des Vorstands entsprechend den ver» änderten Verhältnissen verteilte, wird von Dr. Simon gebilligt Nicht dagegen, daß auch das Amt des Vorsitzenden der Repräsentantenversammlung vom Kode besetzt wurde, da die liberale Fraktion als die stärkste ein Anrecht darauf hatte. Nun, die zum Block zusammengeschlossenen Parteien haben mindestens die gleiche Stärke wie die liberate Fraktion, tmd es «־schien daher, am auch nach außen die veränderte Sachlage entsprechend zu dokumentieren — man unterschätze nicht die moralische Wirkung der neuen Situation auf breite Massen der Berliner Judenheit — durchaus zweckentsprechend, An die Ortsgruppen und Vertrauensleute! Der 1. Schekelanswei« erscheint in der ״Jüdischen Rundschau“ vom 2. März. Ir nmfaBt alle Ortsgruppen. Es wird dringend gebeten, die Schekelgelder sofort an das Büro der Z.V.f.D. an überweisen. Nur Betrüge, die bis ■am 29. Februar eingegangen sind, können in diesen Ausweis aufgenonunen werden. Landesschekelkommission lür Deutschland einem Mitglied des Blocks die W&rde zu übertragen. Die Leser der Rundschau wissen, daß gewichtige politische Gründe rar dieses Vorgehen sprachen und es zeigt gerade die richtige Einstellung de» Blocks zur Frage, daß man, da man keinen Liberalen wählte, auch nicht ein Mitglied der großen Volks- ־iW־,‘aL•*י י ׳ —־* “ "“־ w ebenso wie Im 141<ןו91ו(1*ו das» *j 19 ׳ 1־« .... w _ religiösen Mittelpartei,' Herrn Qehdmrat Julius Stern, übertrug. Auch persönliche Gründe waren für diese Wahl mißgebend. Oeheimrat Stern, der lange Jahre Vorsitzender der Berliner Gemeinde gewesen war, war aus diesem Amt vön den Liberalen entfernt worden, weB — — — er ein Mitunterzeichner des Keren Hajessod-Aufrufs war und den Präsidenten der Zionistischen Organisation, Professor Weizmann, bei *einem Aufenthalt in Berlin ln der Gemeinde empfangen hatte. Es erschien daher durchaus gerechtfertigt, diesem um die Gemeinde so überaus verdienten Mann gegenüber ein ihm angetanes Unrecht wieder gutzumachen. Uebrigens ist das parlamentarische Gewohnheitsrecht, daß die stärkste Fraktion den Vorsitzenden stellt, nie ohne Ausnahme gewesen, es sei beispielsweise daran erinnert, daß der Abgeordnete Kämpf, der der kleinen freisinnigen Fraktion angehärte, lange Zeit Vorsitzender des deutschen Reichstags War. Der zweite Vorwurf Dr. Simons richtet sich gegen die Behandlung der Frage, ob die Legislaturperiode der neuen Repräsentanz sechs Jahre dauere, oder ob nach drei JaChren die Hälfte der Mitglieder neu zu wählen sei. Dr. Simon meint, man habe diese Rechtsfrage nicht drei parteilich ge* bundenen Vorstandsmitgliedern zur Begutachtung vorlegen sollen, sondern er schließt sich dem Wunsche eines Berliner Rechtsanwalts an, den dieser in der liberalen Zeitung ausgesprochen hat, nämlich dte Entscheidung einem ,,unparteS-!sehen, am besten nichtjüdischen Fachmann" zu übertragen. Aus unerklärlichen Gründen nennt Dr. Simon den Aufsatz in der ״Jüdisch-liberalen Zeitung“ ״sehr maßvoll“, obgleich Zeitung und ihren Mitarbeitern zu prozessieren, mit guter Aussicht auf Erfolg zum Gegenstand einer Privatklage machen könnte. Dann aber muß festgestellt werden, daß unter den von der Gemeinde bestimmten Gutachtern zwei hervorragende Sachverständige sich befinden, dte übereinstimmend zum gleichen praktischen Ergebnis kommen. Dr. Kolienscher ist als Autor des bekannten Kommentars zum Judengesetz von 1847 ein Fachmann ersten Ranges und auch über die fachmännischen Qualitäten Dr. Freunds auf dem Gebiet des jüdischen Staatskirchenrechts besteht in allen jüdischen Kreisen, gleichviel welcher Partei, Einigkeit. Trotzdem hätten wir keinen Grund, dte Idee eines unparteiischen Schledsmanns abzulehnen, wäre nicht der Streitfall bereits entschieden, und zwar von autoritativster, nichtjüdischer Seite, nämlich vom Reichsgericht in Leipzig. (Entsch. Bd. 103.) Wendet man die dort natürlich in einer anderen Sache ergangene Entschei Repräsentanten immer nach drei Jahren anordnet, aufgehoben ist durch Artikel 137 der Reichsverfassung, demzufolge die Religionsgesellschaften ihre Angelegenheiten selbständig ordnen und verwalten. Wenn also die Berliner Gemeinde 1m Jahre 1026, ohne vorher durch eine Statutenänderung etwas anderes, zu bestimmen, Neuwahlen veranstaltete, so gelten diese gemäß dem Gemeindestatut auf sechs Jahre und öle Gemeinde hatte kraft der ihr in der Weimarer Verfassung verliehenen Autonomie das Recht, sich über die entgegenstehende, obsolet gewordene Bestimmung des Judengesetze* hinwegzusetzen. Neuwahlen haben daher, und das Ist die Juristische Lösung der Frage, erst sechs Jahre nach Einführung der Repräsentanten in ihr Amt stattzufinden. Das ״Jüdische Wochenblatt“ kann sich naturgemäß nicht oft eingehend mit den Berliner Gemeindefragen beschäftigen; und deshalb ist es bedauerlich, wenn seine Leser diesmal in so wenig zutreffendem Sinne informiert wurden. Das Kid, das von der Politik des Blocks entworfen wurde, war «in unrichtiges, and von der Politik der Liberalen, dte mehr Obstruktion als Opposition ist, hörte man gar nichts. Man •rührt ta diesen Zusammenhang nicht daß die Liberal«! sich «der PriskHumsbildung der Repräsentanz gar nicht betaugten, obgleich der Posten des ersten stellvertretenden Präsidenten innen wiederholt angebeten wurde! daß ein übe• rafer Vorsteher, nur weil ihm die Dezernatevertdlung «Mit paßte, «in Amt uiederiegte, während voflcsparteUiche Vor- *teher in früheren Jahren unter gleichen Umständen pflichtgemäß ihre Geschärte weiterführten; man hört nicht, daß dte Liberalen es in ihrer Ablehnung •lies Zionistischen verschuldeten, daß ein besuchtes Gotteshaus wahrscheinlich in ein Küo umgewandelt wird, da sie bei der geplanten Eingcmelndüng dieser Prfvatsynagoge den dort amtierenden zionistischen Prediger unter keinen umständen mitenstellen wollten, man erfährt auch nicht, wie die Liberalen in Ihrer Zeitung und ihren Versammlungen die Führer der Mittelpartei und der Volkspartei ta bösester weise persönlich verletzten und die Gemeindeangeiegenhdteu in parteiischster und entstelltester Form erörtern. Von alledem wird nichts gesagt und deshalb ist es gut, es wenigsteas hier einmal kurz anzudeuten. Es ist ganz sefbstveretänalieh, daß der Aufsatz unseres Parteifreundes Dr. Simon aus bestem subjektivem Glauben heraus geschrieben wurde. Ob- JektlV sieht er dte Sachlage nicht richtig. Es Ist sicher sehr schwer, wenn man nicht an Ort und Stelle ist, sondern auf schriftliche und mündliche Berichte angewiesen bleibt, die Lage richtig zu würdigen. Ale Jafleadflemelnde Vsrtragsrrihe da ״Geseflsehatt für fUkthe VdksWlfaitf' Frankfurt 8. M. ftn Höreaal der UnterUadau-Synagogc fand Samstag, den 11. Februar, ein gutbesuchter Vortrag des Mannheimer Rabbiners Dr. Grünewald über die Institution der Jugendgemeinde statt. Der Redner ging von drei Schwierigkeiten, die heute jeder religiöse jüdische Führer erkennen müsse, am. ״Die pädagogische Krisis, die ta dem Fehlen eines bestimmten, allgemein erkannten Erziehung}- Zieles bestände, und die religiöse Krisis, die sich gleicherweise In den Gegensätzen zwischen ״Kultur" und Religion, zwischen Organisation (Kirche) und Religiosität wie in den Schwierigkeifen des religiösen Berufes zeige, sei heute für alle reugiösen Gemeinschaften typisch. Die Üeberbetonung der Politik und die ״Praevaienz der Literatur“ mache die Jüdische Situation noch kritischer. Nur die Verlebendigung der Gemeinde könne über diese Krise hinweghelfen. Heute sei jede Gemeinde in viele feindliche Lager gespalten. Jede Oruppe halte steh für die legitime Fortsetzerin des Judentums. Noch gefährlicher sei die gesellschaftliche Zersplitterung. Die Tatsache der Loge z. B. führe zu einer Zerstörung des alten Gemeindebegriffes. Die für die Erhaltung des Judentums unerläßliche Verlebendlgung der Gemeinde sei nur durch eine planvolle Erziehung da־ Juge * 'י Mannheim zur Schaf) schritten, die ohne Jede Ä! großen Fortschritt Die jüdische Erziehung erfolge teilweise m den bewährten Formen der Jugendbewegung (Heimabende, Fahrten, Arbeitsgemeinschaften). Daneben stehen VöKver- Sammlungen der gesamten Jugendgemeinde. Gemeinsame Jugendgottesdienste seien ebenfalls geplant Die Arbeit werde von der Gemeinde tatkräftig unterstützt — Ehe Ausspräche über das ausgezeichnete Referat klärte verschiedene Mißverständnisse auf. Die Mehrzahl der Redner trat für die Idee der Jugendgemeinde warm ein. Doch es wurde *auch die nurbej einerreilgiös und kulturell zu erreichen. Deshalb sei man Hl KöhS0ff&'rih|'־Älrö'i8l1ar׳■'' te"'pSßö«B — eiferen jüdische» Zentrert . könne die Wiederbelebung des Judentums doch nur von den einzelnen, weltanschaulich geschieden«! Gruppe«, nicht von der Gemeinde, ausgehen. J. Htz. ״The Jaffa Plantations Ltd.“ Unter obiger Firma ist inzwischen die bekannte, von Dr. Brünn gegründete Örangenpflanzungsgesellsehaft in Palstina eingetragen worden. Das registrierte Kapital beträgt zurzeit 20000 pal. Pfund, weitere 10 C00 Pfund sollen demnächst neu «gemeldet werden, da die Zeichnungen und entsprechenden Einzahlungen dies erforderlich machen, so daß vorauszusehen Ist, daß ta Kürze die vorgesehenen 40 000 Pfand Aktienkapital aufgebracht sein werden. , Die Gesellschaft, die 600 Dunara ausgezeichneten Pflanzungsboden unmittelbar bei der Bahnstation Cbedera zu gün- «tigern Preis erworben hatte, ist unter der persönlichen Leitung von Dr. Brünn dazu übergegangen, nachdem die Vorbereitung«- arbeiten auf dem Boden abgeschlossen sind, das Bepflanzen der ersten 100 Dunam mit jungen Orangenbäumen vorzunehraen. Mit den jetzt abgeschlossenen Vorbereltungsarbeiteu . wurden in den letzten Monaten bis 55 jüdische Arbeiter täglich beschäftigt Die Arbeiten gingen bisher ohne jede Störung vor sich, die Ausgaben hielten sich in den vorgesehenen Grenzen, so daß mit einem vollen Erfolge der Gese'lschalt zu rechnen sein wird. Nach der Uebersiedlang von Dr. Brünn nach Palästina hat Herr Dr. Curt Nawratzki die Fortführung der hiesigen Arbeiten für die; Gesellschaft übernommen. Auskünfte auf Anfragen von Interessenten für die Gesellschaft werden von diesem erteilt unter der Adresse: Berlin W30, Heilbronner Str. 11. Die Jahreskonlerenz des Deutschen Hechaluz Ehe diesjährige Jahreskonferenz des deutschen .Hechaluz findet vom 3. bis 5. März im Jugendland Zossen bei Berlin statt — Die Wahlen zur Konferenz sind bis zum 23. d. M. verlängert : Die Konferenz beginnt mit einer Eröffnungsfeier am Sonnabend, den 3. März, 8«/# Uhr abends. Abfahrt für alle Teilnehmer an der Feier: Potsdamer Ringbahnhof 18.28 Uhr, Rückreise nach Berlin 23.24 Uhr. Falls erwünscht, können, bei rechtzeitiger Vor. anmeldung, in der Jugendherberge Zossen UebetnachHungsmög- Bchkeitea besorgt werden. Für die Dauer der Konferenz hat der Merkas für gemeinsame Verpflegung und Unterkunft im Jugendland Zossen gesorgt. Näheres über Unkostenbeitrag usw durch den Merkas zu erfahren, Bei Voranmeldung, Fahrpreisertnißigung für Jugendliche für die Fahrt nach Zossen möglich. Alle Chawerim des Hechaluz, die bisher die Konferenznummer der ״Hechaluzblltter" nicht erhalten haben, werden gebelen, uns di« sofort mitzuteilen. Alle Chawerim werden aufgefordert, zur Konferenz zu erscheinen. Ueber Teilnahme von Nichtcbawerim entscheidet da Merkas. Zur Eröffnungsfeier laden wir hiermit alle Zionisten Berlins, Insbesondere die zionistische Jugend Berlins ein. Merkas ״Hechaluz“ (Konferenzdienst), Berlin W15, Meinekestraße 10. Tel.! Bismarck 7165. Druckfehlerberichtigung. In den Bericht über den Vortrag von Dr. Max Wiener hatte sich ein übler Druckfehler ' eingeschlichen. & muß im vorletzten Satz heißen: ,,Eüeser religiÖse Liberalismus werde jüdisch (nicht rabbiniseh!) sein, wenn... “