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Jüdische Rundschau · 1928-01-03 · Heft 1 (3.1.1928) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXIII (1928)
Issue
Heft 1 (3.1.1928)
Date
1928-01-03
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 Untertauchen, Sehnsucht nach Nlcht-als-Jude-erkannt* werden. Nach den Prinzipien der Mimikry wollte man sich assimilieren, sich ־= Akkusatig und nicht Dativ. Und ebenso wie die Juden verstanden es die Nichtjuden (wobei nicht untersucht werden soll, wo die Priorität liegt). Jacobs Partner in der Ablehnung unseres Buches, Wilhelm Michel, ist ein Beispiel: er wirft den Juden vor, daß sie nicht sterben können oder wollen. Die Emanzipatoren, die Assimilation sagten, forderten Aufgeben des Judentums, der jüdischen Eigenart, allmähliches Aufgehen in der anderen Nation, nicht aber dachten sie daran, daß die andere Nation oder auch nur ihre Kulturgüter von den Juden sich (sibi) assimiliert werden sollen. Das Leben war freilich stärker als diese Theoreme. Als es ernst wurde, setzte sich der Organismus der Andern zur Wehr und stieß die Juden wieder aus. Und nun erlebten wir das widerliche Schauspiel der Anbiederung und des Hyperpatriotismus, ja auch der gelegentlichen Denunziation der Mit-Juden, um nur die Vollgradigkeit der eigenen Assimilation zu beweisen. Wodurch wurde der Antisemitismus entscheidend gefördert? Dadurch, daß die Assimilationsjuden, die nach Jacobs richtiger Analyse Juden blieben, aber das Deutschtum ihrem Wesen (sibi) assimiliert haben, dieses ihnen angepaßte Deutschtum womöglich noch als das einzig wahre Deutschtum proklamieren. Würde das von Df. Jacob richtig Gesagte stets mit der genügenden Deut• lichkeit klar werden, dann würde eines der Hauptargumente des Antisemitismus, nämlich der Vorwurf der Usurpation des Deutschtums, zusammenfallen. Denn wenn wir verstehen, daß wir zwar als lebendige Menschen uns (nobis) allerhand assimilieren, aber doch wir selbst bleiben, dann wird niemand mehr abzuwehren haben, daß wir sein Wesen fälschen. Es ergibt sich hier die Möglichkeit eines ehrlichen und loyalen Zusammenlebens zwischen Juden und Nichtjuden, die ja durch enge Interessengemeinschaft verbunden sind. Zugleich aber wird sich auch, da ja das Leben keine Grammatik ist, bald das Bedürfnis und die Notwendigkeit erweisen, dem jüdrsclien Ich, das die Kraft des Aufnehmens sich hewahren und doch es selbst bleiben will, einen stärkeren Rückhalt zu geben. Wir verzichten darauf, an dieser Stelle nun noch im Einzelnen zu zeigen, wie diese Situation logisch zum Zionismus führen muß, der ja keine Willkür war, sondern in einem bestimmten geschichtlichen Moment als Antwort auf eine objektive Sachlage gegeben wurde. Freilich sind zwei Arten Assimilation zu unterscheiden: Die Assimilation des Einzelnen und die der Gesamtheit. Beide Arten kennen wir aus den letzten hundert Jahren jüdischer Geschichte. Die Assimilation des Einzelnen wurde besonders befördert Im Zeitalter .. des Ubi!faliafl^,*dlirc1t den: ^iitgeböidin.-'lnilviäualls״ tu«, ׳der dem Individuum gestattete, sfeh von der •׳,alten Gemeinschaft unbemerkt loszulösen*). Für die Assimilatlon der 'Gesamtheit ist ein Beispiel etwa die sogenannte Reform. Beides war Assimilation im Akkusativ, ln Dr. Jacobs Ausführungen, soweit sie sich auf die Assimilation der Gesamtheit beziehen, verbirgt sich jedoch noch ein gefährliches Wort. Er sagt, das Judentum habe zu jeder Zeit die ״seinem ursprünglichen Wesen gemäßen Eiemente“ sich assimiliert. Hier entsteht die verfängliche Frage, welche Elemente dem Wesen des Judentums gemäß sind. Wir besitzen eine ganze Literatur, in welchem, französische Juden die enge Verwandschaft von Judentum und Fränzosentum, englische Juden die mit dein Angelsachsentum, ungarische die mit dem Magyarentum und nicht zuletzt deutsche Juden die Verwandtschaft mit dem Deutschtum als metaphysische Gegebenheit verkünden. Man braucht nur an ein einziges Beispiel zu erinnern, nämlich an die so schmerzlich berührenden Vergleiche des ehrwürdigen Hermann Cohen. Wer das Judentum auf den engen Bezirk einer als selbständiges ,Lebensgebiet abgegrenzten Religion reduziert, wird der Gefahr nicht entgehen, opportunistischen Motiven bei Behandlung jüdischer Fragen zum Opfer zu fallen. Nur ein Judentum, das seine unlösliche Verbundenheit mit den Generationen der Vergangenheit und Zukunft Voll empfindet, das sich aus der Zersetzung der letzten Geschichtsperiode wieder in den jüdischen Zusammenhang eingliedern will, nur ein solches Judentum, das die heutige Zeit als eine Zeit des Ueberganges empfindet, wird sein Selbstbewußtsein bewahren und wieder zu jüdischen Taten vorwärtsschreiten können. Die grammatische These von Dr. Jacob können wir akzeptieren, aber sie kann nicht lediglich ein dialektisches Mittel sein, sie muß ־zu unerbittlichen Konsequenzen geführt werden. Niemand wird mehr erfreut sein als die Zionisten, wenn sie im Kampfe gegen die Akkusativ-Assimilation Bundesgenossen finden. Aber vorläufig fehlt ׳uns der Glaube, daß der Wille dazu über die ersteh Ansätze hinauszukommen vermag, wenn nicht die zionistische Erkenntnis vom Wesen der Judenfrage hin- ’ Zutritt.'■ *) Diese Bemerkung des Artikels, der schon längere Zeit gesetzt ist und wegen Raummangels erst heute erscheint, erfahrt eine eigentümliche Bestätigung durch einen Leitartikel izr letzten C.-V.-Zeitung, in welchem dargelegt wird, das Judentum habe ein Interesse an der liberalen Weltanschauung, die den Menschen nur als Individuum betrachtet, während ״jeder Kollektivismus den Antisemitismus fördert“, ln diesem Zusammenhang finden wir den anfechtbaren Satz, der Jude sei .,seiner, ganzen Vergangenheit nach Individualist und Einzel- Persönlichkeit“. Wir haben hier den typischen Fall einer eigens für die Bedürfnisse des Assimüationsjudentums zurechtgezimmerten Weltanschauung, die, weil sie jüdische Gemeinschalt nicht anerkennt und in ihrem Innersten weiß, daß die Proklamation der Zugehörigkeit zur deutschen Gemein- Schaft zur Assimilation nicht genügt, Fieber jede Art Gemeinachaft negiert. — D. V. JUEDISCHE RUNDSCHAU Produktive IrbeitsIosenMrsorge da* Palästinaregiernng Die Palästina-Regierung beabsichtigt, wie aus Palästina gemeldet wird, größere Darlehen an jüdische Kolonisten zu geben, die neben ihren bereits bestehenden Orähgenplanfägen' noch zu bebauende Böden haben, auf denen sie mit Hilfe dieser Darlehen weitere Orangen gärten änlegen wollen, Diese Darlehen werden für fünf Jahre, d. .1, bis zur Fruchttragung der neuen Anlagen gewährt ■werden. Bedingung der Regierung hierbei ist, daß ausschließlich jüdische; Arbeitslose beschäftigt werden und daß die Darlehen ausschließlich für Löhne verwandt werden. Bauten und Inventar müssen die Kolonisten aus eigenen Mitteln stellen. Wie verlautet, soll als erste die Kolonie Rtschon-le- Zion von der Regierung zu diesem Zwecke £ 35 000 erhalten. Differenzen bestehen noch bezüglich der Höhe der Verzinsung, da die Regierung 7 0/0 verlangt, während die Kolo-. nisten nur 6 ״/o zu geben gewillt sind. Weitere Kredite sollen Magdiel wie auch eine Reihe alter und neuer Kolonien erhalten. — Vor kurzem hat die Regierung ähnliche Kredite an arabische Bauern im Distrikt Beer-Scheba gegeben. Die Entwtcklang der Haila -Bay In Ergänzung unserer bisherigen Meldungen geben wir hier einen Auszug aus dem Bericht des palästinensischen Korrespondenten des ״Moment“ Wohlmann wieder, worin dieser Einzelheiten über den geplanten Erwerb der Anteile der Haifa-Bay-Go. durch Felix Warbiirg und die Flex ner-Oruppe mitteilt. Danach betreffen die bereits langer zurückliegenden Verhandlungen die 60 000 Dunam, die der Haifa-Bay-Co. zwischen Haifa und Akko gehören und die Regierungs-Konzession auf große Dünenflächen am Meeresufer längs dieses Bodenkomplexes. Davon gehen ab 12000 Dunam, die der K. K. L. übernommen hat, und 7500 Dunam, die hauptsächlich an polnische Juden verkauft worden sind. Da die Haifa-Bay-Co. in Geldschwierigkeiten ist, konnte sie die bereits in Angriff genommenen Ameliorationen nicht fortsetzen. Felix Warburg hat nun beschlossen, im Verein mit der Flexner-Gruppe die noch unverkauften 40000 Dunam zu erwerben und auch die Regierungskonzession auf die Dünen zu übernehmen. Der Preis beträgt £ 150 000, von denen jetzt zwei Drittel in bar erlegt werden sollen, während der Rest erst nach Begleichung aller Verbindlichkeiten und Verpfliehtungen gegenüber den bisherigen Bodenkäufern durch die Haifa-Bay-Co. bezahlt werden soll. Warburg wili den alten Kolonisationsplan der Haifa-Bay-Co. zur Ausführung bringen und ihn noch weiter ausbauen. Seiner Gruppe sollen für diesen Zweck 5 Millionen Dollar zur Verfügung stehen. Es soll auch eine AusbuchtungderUfer des Kischon bei seiner Mündung geplant sein, um dort einen großen Handelshafen anzulegen.. Dieser Tage soll der letzte Telegrammaustausch in dieser Angelegenheit erfolgt sein, wobei eine Einigung über den Kaufpreis erzielt werden konnte, Der Leiter der Zion Commonwealth und einer der Direktoren.■der. Häifa-Bay-Ca, Passmajou hat *irit nadt Laut Mitteilungen anderer Zeitungen sollen die für iiieten Zweck bestimmten 5 Millionen Dollar tatsächlich bereits sicher sein. (Die endgültige Durchführung dieser Transaktion dürfte' die Schwierigkeiten der American Zion Commonwealth beheben und dadurch auch eine große Erleichterung für den United Palestine Appeal,, and somit indirekt auch für den Keren Hajessod bedeuten. Man wird jedoch die mitgeteilten Einzelheiter! zunächst mit Vorsicht aufnehmen müssen, bis eine offiziehe Bestätigung der Transaktion vorliegt — Anm, d. Red.) Eine Anleihe Iflr Rothenberg Laut dem Palestine Bulletin ist es Ing. Ruthenberg gelungen, ln London von der Versicherungsgesellschaft Prudential für die Palestine Electric Corporation gegen Gara n t ie derbriti sehen Regierung eine A nie i h e vo £ 2*0010 zu erhalten. Der Prudentiai-Gesellschaft wurde die Kontrolle über das Ruthenbergwerk• eingeräumt.’*Rutenberg sei zu diesen schweren Bedingungen gezwungen worden, weil die Brandeis-Gruppe die für das Elektrizitä'swerk früher bestimmten £ 150 030 nicht zu investieren' bereit sei. Das Gesamlbadgel des zionistischen Unterrlehtswerkes Der neue Waad Hachlnuch wählte, nachdem alle Bemühungen Miss Szolds, Dr. L u r j e zur Zurücknahme seiner Demission zu bewegen, vergeb'jch gewesen waren, zu s irem Vorsitzenden Miss S z o 1 d , die erklärte, daß sie als Mitglied der Zionistischen Pa’ästina-Exekutive für das Ünferrichtsweren dis Verantwortung trage. Sie betrachte si־h aber nicht a's Leiterin des Erziehungs-Departements, welcher Posten voTäu'ig unbesetzt bleibe. Als Sachverständiger in Ezi.hungsfragen werde in offizieller Weise Dr. Berks on fungieren. Miss Szold widmete besonders warme Lobesworte dem Ve rb'a 11 e n der Lehrer, die heldenmütig auf ihren Posten ausharren. Das Gesamtbudget• des Erziehungswerkes wurde in Höhe von £P 103 515 vom Waad Hachinuch bestätigt. Es setzt sich aus folgenden Beiträgen zusammen■: Zionistische Exeku'ive 53 030, Palästina-Regierung 19 303, Beiträge der Städte und Kolonien einschließlich der CP 10 000 Tei-Awiws, 23 095, Barön Rothschild 4030, Lehrervereinigung 21:0 und Mi־,-a:hi 2 03. - Wie die Lehrervereinigung mitteilt, steht die Höhe derBeteiügung der Lehrer noch nicht fest. Den genauen Betrag werde man erst nach Erledigung der Frage der entlassenen Lehrer mitteilen können. ..■.־.׳.׳ Es ist klar, daß es sich hier nur um *in Uebergangs- Stadium handelt, bis ein genauer neuer Organisa1ionsp‘an des Schulwerkes und seines Budgets vorliegt. Es ist e freullch, daß die Exekutive die Reorganisation energisch in die Hand nimmt. Trotzdem muß m^n gegen manche Einze’heiten Bedenken haben. Das eine ist die ״inoffizielle“ Mission von Dr. Berkson; warum ist seine Funktion nicht offiziell und verantwortlich? Ein anderer Punkt ist die Beteiligung der Lehrer am Budget; dies ist nach unserer Mein ng bei geordneten Verhältnissen unzulässig und kann höchstens eine Maßnahme des Uebergangs sein. Wir sind überzeugt, daß cs der Exekutive gelingen wird, das Schulwesen, das sich seit Jahren in einer latenten Krise befand, zu konsolidieren. . Nr. |3.11928 י Harb! Urteile ln Pefach Tlkwah Jerusalem, 30. Dezember. (J.T.A.) Das Jaffaer Distriktsgericht, das Uber die während der Zusammenstöße zwischen Arbeitslosen und Polizei verhafteten Juden zu urteilen hatte, hat einen der Angeklagten tuelnetn Monat, die anderen Angeklagten zu je 16 Tagen Gefängnis verurteilt Nur einer der Verhafteten wurde freigesprochen. Diese harten Urteile gegen jüdische Arbeiter, die ihr Recht auf Arbeit friedlich verteidigen wollten, werden in der gesamten jüdischen Welt lebhaftes Befremden hervorrufen. 3. Janua Welzmann In Paris Paris, 30. Dezember. (J.T.A) Dr. Welzmann wurde am 27. Dezember, nachmittags, vom französischen Premier Poincari empfangen. Die Unterredung dauerte eine halbe Stunde. Am Abend des 27. Dezember wurde im Hause de• Barons Henri de Rothschild zu Ehren Dr. Weizmanns ein Empfang veranstaltet, zu dem sich zahlreiche Persönlichkeiten des französischen öffentlichen Lebens eingefunden hatten. Dr. Weltmann legte in einer längeren Ansprache die Ziele der zionistischen Bewegung dar. Der Charakter des Indaistlscheii Institutes Ueber die Sitzung des Kuratoriums des judais tischen Institutes, die am .27. und 28. Dezember in Mainz stattfand und über die wir bereits in der vorigen Nummer einen kurzen Berieht veröffentlicht haben, erhalten wir jetzt ein Comtnun i q u 6 ״ dem wir noch nachstehende Ergänzungen entnehmen: Nach_ begrüßenden Ansprachen der Herren Kronenburger und Rabbiner Dr. Levi im Namen der Jüdischen Gemeinde Mainz gedachte der Vorsitzende der im vergangenen Jahr hingeschiedenen Mitglieder des Verwaltungsrates, Achad Haam und Prof. H. P. Chajes. — Der VerwaLungsrat trat alsdann in eine längere Debatte über die Frage des Verhältnisses von Lehre und Forschung am Institut ein. Es wurde beschlossen unter Beibehaltung des spezifischen ForschungsCharakters des Instituts, der durch interne Arbeitsteilungcn gesichert werden soll, in den wichtigeren Fächern, die bereits am Forschungsinstitut vertreten sind, die Abhaltung von Universitätskursen (,.undergraduate courses“) in einer besonderen, vom Forschungsinstitut getrennten Abteilung zu autorisieren. Zweck dieser Kürse ist, einem weiteren Kreise von Studenten die Möglichkeit zu geben, sich wissenschaftliche. Kenntnisse in den am Forschungsinstitut gelehrten Fächern zu erwerben und Studierende zum Eintritt in das Forschungsinstitut' vorzubereiteh. Zwecks weiteren Aushaus des Forschungsinstituts würde beschlossen, Ncuernennungea für die folgenden Fächer vorzunehmen: Geschichte der Juden Westeuropas im Mittelalter, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Juden in Europa, Halacha, Bibelexegese, Geschiente der Juden im griechisch-römische« Zeitalter,. Jüdische Philosophie aes Mittelalters. ■ Hlnsi^nflich der angeregten Errichtung eig״r Lehrstuhls;■ für die Jiddische Sprache ua• tVr drückte■ der Verwaltungsrat seine Auffassung <fahl| Qjaje B.clte wissen-; schaftliche"Erforschung aller Sprachen ■für.ei« > die’vpC. Juden gesproehfn und geschrieben wtrddteYolk*T «nf»s;fi!K*4s־ afftiÄg*ehÄi";Kitlled«l' MrSls*, »orjj^teh vorsichtiges, die friedliche Entwicklung drei Instituts nicht beeinträchtigendes Vorgehen bei der Verwirklichung dieses Planes aus. Die nächste Sitzung des Verwaltungsrate? soll Ende August in Karlsbad sfattfinden. Zu der Präsenzliste ist noch nach- «!tragen* daß außer den bereits in d'. Gorigen 31ז4>ר־וי׳׳ an״eführten auch Dr. M. Liber (Paris) und Dr. Leo Kolin, der Sekretär‘des Verwaltungsrates, an der Sitzung teilnahmm Der Wahlkampf in Polen Die von unserem polnischen Korrespondenten ln seinem letzten Bericht vorausgesagte Möglichkeit, daß in Ostgalizien zitv nistische Kandidaten des Minderheitsblockes gegen zionistische Kandidaten der Gruppe Reich in einen Wahlkampf, zum Sejm treten werden, hat sich leider bewahrheftet. Abgeordneter Reich richtete an die Zionistische Exekutive in London das Ersuchen, zu verhindern, daß zionistische Kandidaten im Wahlkampf emander gegenübertreten. Abgeordneter Grünbaum, der Führer der jü 'Lehen Anhänger des Minderhclfenblocks, erklärt, daß d'e Zior.is'is־he Exekutive in London keinen Anlaß habe, ln interne landespolitische Angelegenheiten von Zionisten einzugreifen. Landeskonferenz des polnischen llisracM Warschau, 27. Dezember. (J.T.A.) Am Sonntagabend wurde in. Warschau die fünfte Landeskonferenz des polnischen! Misrachi bei Anwesenheit von 173 Delegierten und zahlreichen Gästen eröffnet. Der Präsident des M'srachi, Sejmdeputierter F a r bs t e i n berichtete in hebräischer Sprache über die Arbeit der letzten drei Jahre. Zum Vorsitzenden der Konferenz wurde Rabbiner Rubinstein, Wilna, gewählt. Dem Präsidium gehören noch an: Rabbi ßrod, Liono; Blum, Warschau; Hellmann, Lodz; Bia’er, Lodz: Bester, Krakau: Rabbi Fajans, Bialystok; Speer, Lubl'n: Rabbi Notkewicz, Lublin: Rabbi Zlotnik, Radom, u. a. m. Es folgte eine sehr rege Diskussion über den Bericht des Zentral- Komitees, in welcher Insbesondere der Wunsch nach Heran- Ziehung frischer Kräfte zur Arbeit in der Bewegung und die Schaffung eines fcrtumschriebenen Programms der Betätigung jn der Landespolitik zum Ausdruck kam. י Es wurde eine Reihe Beschlüsse, betreffend die_ kommenden Parlamentswahlen, gefaßt. Die Konferenz bestätigte den Beschluß des Zentralkomitees, im Rahmen des jüdisch-nationa'eo Blocks mit den nationalen Minderheiten bei den Wahlen zusammenzugehen.. Gegen die Judenverfolgungen ln. Rumänten und die Verfolgungen der Religion ln Ruß’and so wie gegen die Nichtbeschäftigung jüdischer Arbeiter in Petach Tlkwah wurde protestiert. Es wurde beschlossen, mit aller Energie die Arbeit für Keren Hajessod und Keren Kajemeth aufzunehmen. Zum Präsidenten der Landesorganisafion wurde Sejmdeputierter Farbstein wiedergewählt ln die Exekutive wurden gewählt: Rabbi Nissenbaum, Rabbi Brod, Lewin Eostein. I3r. Feldman«, Stadtrat Silberberg, Stadtverordneter Katzene'lenbogen, Stadtrat Engelmann, |. L. Czeranski. M. Hellnann. Neufeld, Blum, Orünberg. Nach einem Schlußwort von Farbsteio und dem Absingen der Halikwah war die Konferenz zu Ende. In Anwesenheit von Wladimir J abotinsky begann in Warschau die zweite Landeskonferenz der Zionisten- Revisionisten in Polen. Nachden' veranlaßi Ein im Freunde Plan wir tat. — Z 1 Unlängst anregten, mij über meine 1 der lesenden bedeutenden baltes in ein hält Betrachi einem Schw< inütiger Di wollte. Bei staunte übet versteht, Erl Heren. Beso mütige Diel besitzt, M< rentabel zu Spaziergang! aufbeschwor das zu trübe dieses und A ln Vers und und Verlage Schriftsteller zurück, die ich aber Mit melaneholisc Betrachtung aber kam ic schlechte Ar einer schön Interessante! anderen als Ich mich an Welt, um al nopel, in P Holland, ln zu verwerte wunderbar* Gutsbofe in Erleichteren anderer hät seltsamen S Dich aus V Kranz bega geliebtesten zwr׳ Jude ohne Literatur, v Nacht ln d; schwarzen Polizisten u samkeit, die eines Spazit Gefühlen d! bemächtige! Irrtest? Au Du machte! zum private Regungen i Betrachtung Deiner Ah Rühre Dick Derart! dem Erinne heiten, die die sich ers meine Wah ich am An ich ein ball Abstecher 1 gewisse Hc gerade dies Erlebnisse des Lesers Wenn spnderbare zu einem i den klugen jenen Ged: keiten, die seiner Unli längst hatte häufigen C sieht. Ein Dorfes, un! pflichten, 1 es niemals Monaten n einer neue nichts mit ein paar E sehen Zeit! bestreiten ' an. Der S! gewachsen, einen Bel Bemerkung sunde, heg größte Ve

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