Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXII (1927)
- Issue
- Heft 102-103 (21.12.1927)
- Date
- 1927-12-21
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite מד JUEDISCHE RUNDSCHAU Nf. 102/103, 21. m 1037 Preußischer Landesverband (A m t U c ft.) Am 7. Dezember 1927 tagte unter dem Vorritz vun Frau Sicidy Wronsky, Berlin, der bevölkerungspoüiische Ausschuß des Preußischen Landesverbandes Jtidl eher Gemeinden. Die Wirkung des an die gesamte jüdische Presse vor einiger Zeit ergangenen Aufrufes, der sich unter eindring• Hcher Schilderung der bevölkerungspoli JsJien Verliä.tnisse unter den deutschen Juden an die jüdische Oeffcntlichkeit richtete, wurde eingehend besprochen. Der Ausschuß nahm davon Kennt• nts, daß sich die Berufsverbände der Rabbiner und Lehrer, ebenso lugendverbände und der Jüdische Frauenbund, bereit• erklärt haben, die ihnen nahestehenden Kreise im Sinne des erwähnten Aufrufs zu beeinflussen. Von den übrigen auf der Tagesordnung stehenden Angelegenheiten wurde sodann die Frage der Frühehe erörtert und angeregt, zu deren Förderung eine Kasse durch Stiftungen vorerst in den Großgemeinden zu errichten. Der Wohnungsmangel und die damit zusammenhängenden sozialhygienischen, wirtschaftlichen und sittlichen Nöte machen auch ir/den Reihen der jüdischen Gemeinden umfassendere Reformve־suche zu einer unabweisbaren Pflicht. Zum Schluß der Verhandlungen wurde die frühere Anregung, ein bevölkerungspolitisches Preisausschreiben zu erlassen, aufgenommen. Man einigte sich •uf das Thema: ,,Das großstädtische Wohn ngsproblem und *ein Einfluß auf die jüdische Bevölkerung.“ Zwei Preise, einer von 1000 Rm. und einer von 500 Rm. sind in Aussicht genom* men. Die näheren Bedingungen sollen noch festgestellt werden. Sterbefan. Am 16, Dezember verstarb das Mitglied des Berliner üemeindevorstandes, Herr Bankier Bruno Galewski. Er wurde von der Konservativen Partei 1920, in demselben Jahre, in dem auch Vertreter der Volkspartei zum ersten Male in den Gemeindevorstand einzogen, als Vertreter in den Vorstand entsandt. Selbst eine tieffromme Natur und von hohem Pfiichtbcwußtscin erfüllt, hat er sich hauptsächlich um die Ausgestaltung und Kontrolle der rituellen Institutionen unserer Gemeinde mit Erfolg bemüht Auf dem gleichen Gebiet lag sein Hauptverdienst in seiner Tätigkeit als Mitglied des Engeren Rats und als zweiter Voritzender des Preußischen Verbandes Jüdischer Gemeinden, Die Vertreter der Volkspartei, fanden bei ihm in ihren nationalen Bestrebungen fast stets Unterstützung, um so mehr als die beiderseitigen Interessen sich vielfach eng berührten: so besonders in der Wahrung und Festigung der Tradition und der Pflege des Hebräischen in Kultus und Unterricht Sein gerader Charakter verschaffte ihm auch in den Kreisen der Andersdenkenden hohes Ansehen. Weite Kreise der Gemeinde werden ihm als einem Manne, der sich redlich um die Festigung jüdischer Gesinnung in unserer Gemeinde mühte, dankbare Erinnerung bewahren. —r. Zwanzig Jahre Poale Zion Oie |fldlsche sozialdemokratische Arbeiter-Organisation Poale Zion in Deutschland veranstaltete anläßlich des 20jährigen Bestehens der Poale Zion am Sonntag, den 18. Dezember, vormittags 11 Uhr, im Meistersaal eine künstlerische Morgen• leier, die sich auch zu einer Gedenkfeier für den vor zehn Jahren verstorbenen Schöpfer der Ideologie der Poale Zion• Bewegung Bar Borochow gestaltete. Der sozialdemokratische Führer Abg. Eduard Bernstein, der in dieses Tagen seinen 78. Geburtstag begeht, hielt die Festansprache, in der er die Rolle und die Mission der Poale Zion im Zionismus einerseits und in der internationalen Arbeiterbewegung anderer- Seite umschrieb. Von sich selbst sagte er, daß er sich nicht mehr in diese Bewegung hineinleben könne, da er von Jugend auf innerhalb der deutschen Sozialdemokratie kämpfty aber er begreife die Berechtigung der zionistisch-sozialistischen Anschauung vollkommen. Herr Alfred Berger, der Vorsitzende der Poale Zion in Deutschland, dankte dem greisen Führer für sein Bekenntnis. Wir sind alle, sagte er, Ihre Schüler im Suchen des Weges zum soziaistPchen Endziel. Herr Berger verlas einen Brief des Abgeordneten Criipien, der gerade an der Ostkonferenz der sozial tirchen Internationale teilnimmt und von dieser Stelle aus der poale-zioni tischen Bewegung viel Erfolg zu ihrem Befreiungswerke wünscht. Herr S. Rudel, der jiddisch sprach, gab einen hi-torischen Ueberblick über 20״ Jahre Poale-Zionismus“ und würdigte die Persönlichkeit des vor 10 Jahren verstorbenen Führers Borochow. Alfred Berger skizzierte zum S hluß die Position des Poale-Zionismus in der iiternaHonalen und in der sozialistischen Bewegung. Seine Rede klang aus in einen Gruß an die russischen Poa.'e Zionisten, die unter der grau• Samen Verfolgung der G. P. U. ein Helden- und Märtyrer• dasein führen, und in einen Gruß an die paiästinen Ische Arbeiterschaft, die an dem Aufbau des Landes und Volkes arbeitet. — Künstlerische Darbietungen der Sängerin Frau Rahel Kaufmann und des Schauspielers Alexander Gra• nach beschlossen die Feier. Moskau, 18. Dezember. (J. T. A.) In den Zentren der jüdischen Arbeiterschaft in Rußland wurde der 10. To 'es• tag von Ber Borochow durch Veranstaltung von Gedenkfeiern begangen. Die Partei der linken Poale Zion hat aus diesem Anlaß ein Gedenkbuch erscheinen las en, in dem Persönlichkeit und Wirken Borochows dargestellt sind. In Paris, Warschau und Riga sind große Ge• dächtnisfeiern aus Anlaß des 10. Todestages von Ber Borochow abgehalten worden. Seltsames Hebräisch Wir erhalten aus Jerusalem eine hebräisch gedruckte Einladungskarte zur Feier des zehnten Jahrestages der englischen Besetzung Jerusalems zuge andt. Darin wird eingeladen zu dem Fertgottesdienrt in der St. George Cathedra!, was hebräisch fol;endermaßen ausgedrückt wird: *t'Tifh בבנס־ת ג׳ו־רג׳*- Die Einladung enth 1t übrigens mehrere Fehler, z. B. auch in der Angabe des Datums (15. Thebet statt Ki lew usw.). Wir nehmen an, daß die Regierung diese Einladung verschickt. Schon oft wurde in palästinensischen Zeitungen über die nachlässige Behandlung der hebräischen Sprache seitens der Regierungs-Büros Klage geführt. Die e Einladung zeigt, wie berechtigt diese Klagen sind. Die Uebersetzung von St. George ist ein Absurdum. Die Regierung, die wahrscheinlich in guten! Glauben ist, müßte sich bewußt werden, daß diese Form von der jüdischen Oeffe.tt ichkeit verletzend emp unden werden muß. Vermischtes Der Beth Waad Iwri bereitet in diesem Winter wieder eine Reihe von Vorträgen vor, die u. a. folgende Themen behandeln sollen: das hebräische Buch, die hebräische Bühne, die Erziehung. Außerdem werden Jubi'ä.nns'eiern bedeutender hebräischer Dichter veranstaltet werden. Für diese Vortragsabende haben sich bereits namhafte Hebraisten zur Verfügung gestellt. Die erste Veranstaltung des Beth Waad l.vri findet a's öffentliche Kundgebung am Sonntag, den 25■ Dezember, vorm. II Uhr, im Saal Rosenstraße 2/4, statt. Es sprechen die Herren: Dr. Rawidowicz, Dr. Soloweitschik (deutsch), Dr. Torczyner, Dr. Tschernichowsky, Woislawsky. freunde der heb. ätschen Sprache sind herzlich eingeladen. Berliner Kalender Büro: Berliner Zionistische Vereinigung, Berlin W 15, Memekestr. 10. Telephon: Bismarck 7165—70. Postscheck- Konto Nr. 37 830 Berlin NW 7. Kassenverwaitung der EZV Mittwoch, den 21. Dezember abends 8y* Uhr präz. ■לבדיה• אספה פוממת בבית ההוזלה רחוב רהז 9-4. הטרצה: סר הורביץ על תגולח ההוללים בארץ. אורחים רצויים. Sonntag, den 25. Dezember (Chanukkah) abends 8>/t Uhr Berliner Zionistische Vereinigung and Keren Kajometh Lejlsrael Im großen Saal des Ulap, Alt-Moabit 4/10. Hebräische Bunte Bühne. Karten zum Preise von M. 2,50 erhältlich: im Büro der B. Z. V., Meinekestr. 10, in den jüdischen Buchhandlungen, bei Wertheim, Bote & Bock und an der Abendkasse. Karten für Jugendliche zum Preise von M. 1,50 werden Im Vorverkauf nur im Büro der B. Z.V. ausgegeben. Vorm. 11 Uhr Beth Waad Iwri, im Oemeindehaus, Rosenstr. 2/4. Oeffentliche Kundgebung. Montag, den 26. Dezember 8*/* Uhr morgens ■עבריה* עורכת טיול ומבקש בזה את כל הצעירים לבו*. מקום הפגישה Bahnhof A1«*anderpUt1 תחת ה־כליו. Dienstag, den 27. Dezember nachm. 1^5 Uhr Jüdische Frauenarbeitsgemclnschaft Grunewald, bei Frau Feuerring, Orunewald, Teplitzer Str. 25. Leitung: Frau Helene Koigen. Wir machen darauf aufmerksam, daß Veranstaltungen nur einmal Im Versammlungskalender angezeigt werden können. Wir bitten daher, bei Einsendungen anzugeben, in welcher Nummer der Rundschau die Veranstaltung veröffentlicht werden soIL Berliner Zionistische Vereinigung. Der Berliner Veranstaltungskalender wird ausschließlich von der Berliner Zionistischen Vereinigung zu*ammengestel1L Wir bitten alle Vere'ne und sonstigen Veranstalter, sich mil etwaigen Wünschen nicht an d'e Redaktion, sondern an die Berliner Zionistische Vereinigung zu wenden. Jüdischer Schulverein E. V. An unseren privaten Volksschulen Fasanen str. und R y k e s t r. in Berlin können sehulpPrhtige Kinder für Ostern 1923 angemeldet werden. Die Anmeldung erfolgt vom 1. Dezember ab be» den Schulleiterinnen in den Schullokalen, und zwar In der ,Schule: Ff»ä:־n:e'1»-»4r.-ffffiO! Montags״ Ws •־׳Freitags״ ׳--van 1—2 Uhr, in der Schule Rykestr. 53 Montags bis Freitags, von 12—t Uhr. Die Kinder müssen bei der Anmeldüng persönlich vorgestellt werden; Vorlage von Geburts- und Impfschein ist erforderlich. Hebräischen UnterrHit sucht Lehrer aus Palästina mit besten Referenzen, Absolvent des Lehrerseminars in Jeru- Salem. Näheres durch die Z. V. f. D. Repräsentanten-Versammlung. Die nächste Sitzung der Repräsen'-irten-Versammlimg findet am Mittwoch, den 21. Dezember 1927, abends 7 Uhr, im Sitzungssaal, Oranienburger Straße 30 II, statt. Auf der Tagesordnung s*eben u. a. folgende Prn'rte: Vorlage zur Kenntnisnahme betr. Bi'anz für das Jahr 1926 und für das I. Semester 19°7; ferner: Erste und zweite Lesung des Haushalt-Etats für 1927. Der A’t He-ren-Bund des Bar Kochba veramstaltet seinen diesjährigen Ball am 25. Dezember, abends 9 Uhr, im Flugverbandhaus, Schöneberper Ufer, unter Mitwirkung von Dr. S. Hildesheimer und Frau Dr. Unna. Eintrittskarten zu M. 4,— sind im Vereinsbüro des Bar Koehba. Heiligegeiststr. 52, oder bei S. Pinkus L Fa. Mechler & Pinkus, Hausvoigteiplatz 2 (Merkur 9611), zu haben. Helm des Jüdl chen Frauenbundes In Wyk a. Föhr. Während die erste Ko'onie unseres Heims sechs Wochen in Wyk war, ist aut dringendes Anraten Dr. Gundermanns, leitender Arzt der Schöneberger Kinde־heilstätte der Stadt Berlin in Wvk, jetzt beschlossen worden, die Dauer einer Kuroeriode aut acht Wochen testzusetzen. Wir weh en darauf hin, daß wir auf Unterstützung unseres Freiste'lenfoads hoffen, der solchen Tb. gefährdeten Kindern den Aufenthalt in unserer Heilstätte ermöglichen soll, für die weder Familie no~h Gemeinde die Kurkosten aufb-ingen können. Trotz erhöhter Regiekosten für Heizung und Beleuchtung soll versucht werden, für die Wintermonate den Pfle-msatz von M. 4,— auf M. 3,59 für eine achtwöchent'iche Kur, also auf 196 M., zu em1äßi״en. Anmeldungen sind an das Büro des Jüdischen Frauenbundes, Berlin C 2, Rosenstr. 2/4, zu richten. Rodef Zedukoh E. V. Am Montag, den 26. d. M., veransta'tet der Wohlfahrtsverein Rodef Zedukoh E. V. zu Ber'in einen Wohltätbkeitsball in den Gesamträumen des Brüdervereinshauses, Kurfürsten tr. 115/116. U. a. haben ihre Mitwirkung zu״esa״t: Herr Oberkantor Golianin, Frau Anna Lerner, Herr David Seidermann. Tombola. Koscheres Buffet. Eintrittskarten zum Preise von M. 3,— inkl. Steuer sind an der Abendkasse erhältlich. Verein ehemaliger Schüler der Knabenschule der Jüd. Gemeinde zu Berlin, E. V., gegr. 1909. Geschäftsstelle Elsässer Siraße 9, Telephon: Norden 1651. Programm Januar 1928. Ordentliche Generalversammlung — Neuwahlen, Sonntag, den 15. Januar 1928, vorm. 10 Uhr, Gemeindehaus Rosenstr. 2/4. Jeden Mittwoch Jugenlabteilung. Donners'ags Gemüt! ches Beisammensein mit Damen, Restaurant Metropole, Rosenstr. 12T1. Sonnabends Turnen der drei Abteilungen, Gr. Hamburger Str. 27. Sonntags vorm. Hand- und Fußball, nachm. Waldlauf Sadowa Gäste willkommen. Verlag Dt. R. Färber, Mähr. Oltrau Zionistische Politik Eine Auf sei zreihe von Hans Hohn und Robert Weltteil •«. 300Seiten. Preto N.S«•• Bunte hebräische Bühne. Die Veranstaltung am Sonntag, den 25. d. M., muß auf einen späteren Termin verschoben werden. Näheres wird noch bekanntgegeben. Zopbim. Ara Montag, den 12. Dezember, hatte die Bundesleitung der ״Zophira“ mit einem kleineren Kreis der Eltern eine Aussprache über die Arbeit und Ziele des Bundes. Die Debatte berührte vor allem die Fragen der jüdischen Erziehung, der Hebraisierung und der Berufsberatung. Die Richtlinien fanden die volle Zustimmung der Anwesenden. Es wurde beschlossen, im Januar den Aussprachekreis erheblich zu erweitern. Der Reichsverband der Jüdischen Lehrer-Vereine hält in München vom 26. bis 28. Dezember 1927 eine Tagung ab. Die feierliche Eröffnungssitzung findet am Montag, den 26. Dezember, 8 Uhr abends, im Spiegelsaal des Hotels ״Bayerischer Hof“, statt. Nach den Begrüßungsansprachen wird Lehrer Neuhaus-Fritzlar über ״Die jüdische Jugendbewegung und die jüdische Lehrerschaft“ sprechen. Die weiteren Sitzungen werden im Festsaale der Rosenthalschule abgehalten werden. Ara Dienstag, den 27. Dezember, werden Oberstudiendirektor Dr. Driesen-Frankfurt a. M. und Hauptlehrer Dr. J. Bamberger- Nürnberg zu dem Thema ״Die jüdische Schule und ihre Bedeuten g für das jüdische Leben in Deutschland“ das Wort ergreifen; Mittelschullehrer Ste:n-Berlin wird über ״Das Reichs- Schulgesetz“ referieren. Am Mittwoch, den 28. Dezember, wird Prediger Rülf-Detmold ein Korreferat zu dem Thema ״Die jüdische Jugendbewegung una die jüdische Lehrerschaft“ halten. K. J.V. Die geplante Wintertagung des K. J.V., die für den 25. und 26. Dezember d. J. vorgesehen war, findet nicht statt Wir können Niederlassungsmöglichk eit für einen Augenarzt in sächsischer Großstadt nacnweLen. — Bundesbruder (praktischer Arzt, Psychiater und Gynäkologe) übernimmt Arztvertretungen in Berlin. — Mehrere Anwalts- Stationen für Referendare gesucht — ln größerer Stadt Mitteldeutschlands bietet sich Niederlassungsmögiichkeit für Zahnarzt und Rechtsanwalt — Näheres durch K. J. V., Berlin- Chariottcnburg, Bleibtreustr. 50. כרח זכות יתירה נת־לנלה להיהדות שבטערב בדורות האחרונים לעמוד בשורות הראשונות של נושאי רעיון התחיה העברית, התרבותית והמדינית" שאיית ההתחדשות וההתעוררות" שהקיפה בדור האחרון את כל חלקי הצבור היהודי, התחוללה בעיקרה בסיועה המרובה של היהדות שבמערב. שהשפיעה מרוחה גם על היהדות נולה. תנועת השחרור והשויון המדיני מלפנים והשאיפה להתחדשות לאומית־עצטיח כיום, תחית המדע העברי בדור העבר והפראת התרבות העברית החדשה בימינו - כלן קבלו את דחיפתן הראשונה מתוך המערב היהודי. ואם ’1מרות זה לא עלה בידי היהדות המערבית, העשירה בנכסי רוח מרובים, להפרות ולחדש את ערבי החיים דעברים ולא עמדה אלא על התעודה של סתר. סכום וכנום, תעודה של בדרנות מופתית בלבד - הרי משום שהתנכרה בשעתה אל מקור חיי האומה אל לשון נשמתה. לאחרי תקופה ממושכה של תעטולה מוצלחת לדם למוד היהדות והכרתה מתיר כלים שניים הגיעה שעתה של ההתודעות השלמה למקורות הראשונים בדרך בלתי אמצעי, להחזיר את הלשון העברית ליושנה ולהחדיר אותה לתוך בל הרשויות שהוחוקה בתוכן מימי קדם וגם להרחיק את גבולותיה. תעודה רבת האחריות זו הציבה לה עדת העברים אשר בברלין. באה היא לתבוע את וכוחה של הלשון,הסגנית •גם מידיהם •של המודים בזכויותיה מדעת ומסיתים את דעתם כטע־מה. מטילים אנו עליהם את החובה לסייע לנו בברז השפעתם בבדי להקליט את שפת עמנו בסיב כל שדרות האומה העברית" להחזירה אל בית הספר ובית המדרש העברי" להוסייי בלשון העברית מן הקדש על החול. בית הועד העברי פותח את עבודתו בעונת החורף של שנה וו באספות פומביות אחדות המוקדשות לשאלות היום על התרבות העברית: על הספר העברי והפצתו, על התנוך העברי והרחבתו" על הבימה העברית ועוד. נשפי יובל לכבוד הס •פרים העבריים: יעקב כהן, ג שופטו, ו. שניאור, י. ד. ברקוביץ, ד. עמעונוביץ. האשפה י הראשונה תתקיים ב 25. לדצמבר ב 11 שעות בבוקר בבית־הקהלה העברית אשר ברוזן שטרסה 2-4. ינאמו: הדר. ה. טורטשינר, הדר. ש. טערניחובסקי, הדר. מ סומביטשיק (גרמניה^ הדר. ש. רבידוביץ וצבי ויסלבשקי. מרים ברנשטייי כהי ת ד די א פרסים מהתנ״ך ומהשירה העברית החדשה. כל דורשי שפתנו מווטנים לבא. בית הועד העברי. Ortsgruppen Aachen. Die hiesige Ortsgruppe hat einen großen Verlust dadurch erlitten, daß der bisherige Vorsitzende, Herr Julius Kaufmann, welcher der Hauptträger der hiesigen zionistischen Arbeit war, Aachen verlassen hat Zu seiner Ehrung veranstaltete die Ortsgruppe eine Abschiedsfeier, an der außer sämtlichen Ortsgruppenmitglledern eine große Reihe von Freunden und Bekannten des Scheidenden ais der hiesigen Gemeinde teilnahmen. Der bisherige 2. Vorsitzende Herr Rechtsan.valt Stiel und Herr Faßberg als Vertreter der Ostjuden würdigten die Verdienste des scheid;nden Vorsitzenden in herzliehen Worten. Herr Faßberg hob insbesondere hervor, wie viel die ostjüdischen Gemelndemitglieder der Täligkeit des Herrn Kaufmann im Vorstand der hiesigen Synagogengemeinde zu danken haben. An Stelle einer persönlichen Absch edsgabe beschloß die Ortsgruppe Aachen, welche ihre Grün iung und Ent- Wicklung im wesentlichen Herrn Kaufmann verdankt, i n Sinne des Scheidenden die An’age eines Julius Kaufmanns-Gartens, für den von den Anwesenden zahlreiche Bäume gespendet vvurd n. Herr Kaufmann dankte mit herzlichen Worten und empfahl der Ortsgruppe, ihren neuen Vorsitzenden, Herrn Rechtsan valt Stiel, durch rege Mitarbeit in bisheriger Weise zu unterstützen. — Außer diesem Abschiedsabend fanden folgende Vera»:,taltun-en statt: Herr Paul Stiel sprach über die Parteien des 15. Zionistenkongresses; Herr Refrd. Kurt Voß berichtete über den Verlauf des Kongresses; Herr Julius Kaufmann über zionistische Tagesfragen; Herr Alfred Oster über die Vorläufer des Zionismus; Herr M. Cohen über Borochow und seine Lehre; Herr Fritz Katzenstein über den 1. Zionistenkongreß; Herr Paul Stiel über die Kundgebung des Pro Palästina-Komitees in Köln. Die Erschienenen bekundeten ihr Interesse durch lebhafte Teilnahme an den Diskussionen. — Am 29. November sprach Herr Dr. N e ub e r g e r in einer Versammlung der hiesigen Ortsgruppe, zu welcher wir den Jugendverein eingeladen hatten, über: ״Das jüdische Wanderungsproblem.“ Die Versammlung, welche gut besucht war. spendete den interessanten Aufführungen des Redners reichen Beifall. Anschließend fand in kleinem Kreise eine Besprechung über die Reorganisation der K. K. L.-Arbeit statt. — Am 25. September fanJen die Ergänzungswahlen zur hiesigen Repräsentanten-Versammlung statt Die zion'stische Ortsgruppe einigte sich mit den anderen Organisationen auf eine Einheitsliste, nachdem sich der hiesige Vorsitzende des Zentral- Vereins für die Mehrheit der liberalen Kandidaten verpflichtet