Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXII (1927)
- Issue
- Heft 102-103 (21.12.1927)
- Date
- 1927-12-21
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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Nr. 102/103, 21. Xü 1927 JUEDISCHE RUNDSCHAU Sdte 733 hatte, für das gleiche aktive und passive Wahlrecht für ln- und Ausländer einzutreten und zu stimmen. Auf diese Weise wurde neben dem Vorsitzenden der hiesigen Ortsgruppe ein Mitglied der jüdischen Volkspartei Herr Servos in die hiesige Repri- Sentanz gewählt Königsberg. Die Königsberger Zlonbtisthe Ortsgruppe, za deren Vorsitzenden Herr Rechtsanwalt Dr, Ginsburg wiedergewlh't wo *den ist, hat ihre diesjährige Winterarbeit mit einer öffentlichen, gut besuchten . Versammlung autoe* noramen, in der Herr Kurt BI u tn e n f e I d über den 15. 410nbtenkongreö gesprochen hat. — Auch die hier.ige Orts• gruppe der Vereinigung für das liberale Judentum hat sich pemußigt gefühlt, in öffentlicher Versammlung über ״Verlauf und Lehren des letzten Zionisten-Kongresses“ berichten zu lassen und hat als hierfür besonders geeigneten Referenten den Schriftleiter Bruno Woyda aus Berlin hierher kommen lassen. Seine herabsetzende, jedes po itivert Gedankens ermangelnde Kritik des Kongresses und des Palästina-Auf bau» hat nicht einmal die ungeteilte Zustimmung seiner Oesinnungsfreunde gefunden. Ihm entgegneten in der Ausspräche von zionistischer Seite die Herren Dr. Q ins bürg und Dr. Schloßberg, die den Beifall der ganz überwiegenden Mehrheit der Versammlung fanden. —• Einige Wochen vorher hatte an einem von der Jüdischen Gemeinde veranstalteten Gemeindeabend Herr Rabbiner Prof. Df. Pe r I e s auf Grund seiner persönlichen Eindrücke in überaus warmer und eindringlicher Weise das jüdische Gei tesleben in Palästina und seine Bedeutung ür die gesamte Judenheit dargesteilL — in der am 20. November 1927 stattgehabten Mitgliederversammlung würdigte Herr Dr. Gins bürg die Bedeutung der Baifour• Deklaration und die seither geleistete zionistische Arbeit. In der gleichen Ver• Sammlung wurde auf Grund eines Berichtes der provisorischen Geineindekommission eine ständige Kommis ion eingesetzt, deren Aufgabe es sein soll, in engstem Zusammenarbeiten mit den zionistischen Vertretern in den Gemeindekörperschäften die Fragen der Gemeindearbeit zu erörtern. — Im Laufe dieses Winters findet in der Ortsgruppe ein Zyklus von Vorlesungen über das Thema: ״Wesen und Gestalt der mittelalterlichen Juden“ statt, den Herr Dr. Julius L e w i n so h n abhält und dessen erste Vorlesung, welche die Juden des Mittelalters und die Entstehung des modernen Kapitalisinus behandelt hat, am 13. Dezember 1927 stattgefunden hat. — Am 22. Dezember 1927 veranstaltet die Ortsgruppe in gewohnter Weise Ihr diesjährige* Makkabäer-Fest in den Gesellschaftsräumen des Tiergartens. Saarbrücken. Auf Veranlassung de» Jüdischen Kulturvereins ״Kadimah“ Saarbrücken erstattete Herr J. Chomski, Mitarbeiter des ״Pariser Hajnt“, einen authentischen Bericht über den Schwarzbart -Prozeß, dem er als Berichterstatter beigewohnt hatte. Chomski leitete seinen Vortrag mit den Schilderungen der ukrainischen Pogrome ein, er charaktcrisierte die Persönlichkeit und den Typ von Schalom Schwarzhart Meisterhaft gelang es ihm, die dramatischen Szenen des Prozesses den Zuhörern zu rekonstruieren. Bei den Aussagen der Zeugin Orünberg wurde manches Auge von Trinen gerührt Der Name des Warschauer Rechtsan.va.ts uni Renegaten, der gegen Schwarcbart auftrat, wurde vom Redner in taktvoller Weise mit Schweigen übergangen. Im Schlußwort sprach Chomski die Hofln ing aus, daß die Zukunft uns vor solchen Ereignissen bewahren möge, denn noch lebt ein großer Teil unseres Volkes in der Ukraine und ist bestrebt, mit dem ukrainischen Volke im Frieden zu leben. Die Vermittlung diese* interessanten Vortrags hatte Herr S. Krause, Leiter der Metzer ״Habitnah , in liebenswürdiger Weise übernommen. Die ״Kadimah“ spricht an dieser Stelle den Herren Chomski und Krause ihren herzlichen Dank aas. Sport Bar Kochba, Berlin. Vor einigen Tagen fand die ordent* liehe Generalversammlung des ״Bar Kochba“ statt, die außerordentlich gut besucht war. Das einleitende Referat hielt der bisherige 1. Vorsitzende, Herr Rechtsanwalt Dr. Leiewer. Er stellte mit Genugtuung fest, daß, während sonst in Zionistischen Organisationen in der letzten Zeit oft Depression*- Stimmung Platz griff, der ״Bar Kochba“ ein Jahr des Auf- Schwunges hinter sich hat Von großer Bedeutung sei die Tat Sache, daß der Bar Kochba in die Leistungsklasse A der Leichtathletikverbände aufgestiegen sei. Es gelte die Menschen, die aus sportlichen Gründen zu dem Bar Kochba kämen, jüdisch zu beeinflussen und zu erziehen. Den Arbeitsbericht im einze’n n verlas Herr Julius Hirsch, den Bericht über die gegenwärtige und zukünftige Arbeit des K. K. L. erstattete Frau Sobersky. Die Generaldebatte befaßte sich mit finanziellen Fragen und dem Problem, wie die jüdische Erziehungsarbeit innerhalb des Bar Kochba zu gestalten sei. Es wurde schließlich eine Erziehungskommission gewählt, die diese Fragen besonders studieren und dementsprechende Vorschläge ausarbeiten soll. Zum Vorsitzenden dieser Kommission wurde Prof. L 0 e w e gewählt. Alsdann wurde der Vorstand neu gewählt. Zum 1. Vorsitzenden wurde gewählt Herr Rechtsanwalt Dr. Leiewer, zum 2. Vorsitzenden Herr Bruno Dobrzynski, zum 1. Kassierer Herr Fritz Bernstein, zum 2. Kassierer Herr Bernhard Bachrach, zürn 1. Sportwart Herr Dr. Atlasz, zum 2. Sportwart Herr Heinz Nesselrath, zum Beisitzer Herr Julius Hirsch. Geschäftliche MMeilmigeii Unseren Lesern wird das Calf Kutschers, Charlottenbürg, Bismarckstr. 109, am Schülertheater, bestens empfohlen. Tßchter-Versicherung. Wir machen unsere Leser auf den dieser Nummer beiliegenden Prospekt der Lebensver&lche* runga-Gesellschaft ״P h ö n i x“ besonders aufmerksam. Wie bekannt, besteht zwischen der Lebensversicherungs-Gesell- Schaft ״Phönix“ und dem Direktorium des Keren Kajeraeth ein Empfehlungsvertrag, nach dem der Keren Ka* jeraeth aus den — mit Berufung auf den Vertrag abgeschlossenen Versicherungen — einen Provi donsantei'l erhält Außerdem sind den Versicherten noch besondere Vergünstlgungen zugestanden. Die neue Töchter-Versorgung, die der ״P h ö n i x“ elngefiihrt hat, hat außerordentlich viel Anklang gefunden. Es empfiehlt sich, unverbindliche Anfragen an die Lebensversicherungs-Gesellschaft ״P h ö n i X“. Berlin W 15, Meinekestr. 10, oder an deren Mitarbeiter in den einzelnen Orten zu richten. raiasiina-Grundionds (Keren Haiessod) L v. Berlin W 15, MeinekestraSe 10. Bankkonto: Barastidter nnd Nationalbank, Depo».-Kaaaa 69, Knrftlmendamjn 69. Portirtieekkonto: Berlin Nr. 104 951, Geschenke die dm gtiue /«Ar Freude machen! 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M. ist Herr Bruno Galewski entschlafen, der dem Rat des Unterzeichneten Verbandes seit seiner Begründung als stellvertretender Präsident angehört hat Die Treue und Gewissenhaftigkeit seiner wertvollen Arbeit auf vielen Gebieten unseres Wirkungskreises. die Geradheit seines Charakters und die Freundlichkeit seines Wesens werden sein Andenken unauslöschlich bei uns erhalten. Pr« L. Berlin, den 16. Dezember 1927. Preußischer Landesverband jüdischer Gemeinden Wolf f. STRAHL. <& FALCKE BLUMEN - AUSSTELLUNG Berlin W 66. nur Mauerstraße 79 Fernruf! Zentrum 5023 und 502* * Blumenapenden /?rauerepentfen / Tafsiechmuok Innendekoration in künstlerischer Ausführung Wohnu. SdHalzimmer in gut. Komforthaushalt, nur in ruhiger Straße. Gegend Oiivaer—Hohftftzollern- Platz v Dauermieter gesucht Preisofferten erboten unter C. 4200 an die Jüdische Rundschau, Berlin W 15, Meinekestr. 10. 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MMhleNM 25■ De«. 01• Hsahl das SdUekaals 2& De«.׳ Da* SmMalutvaUar StidtischoOper 1. Dm Tasae t Dm Aida LDm Canaaa L Dm. (MdiloeM• . Dm. Twaadel Schüler-Theater 21. Dm. « alt das, de* lUgt 22. D<«. Rob. Calekatd• Waiitk 23 Du. Wab das, daa ISgl 24 De«. eescbloMee 25 Dez. weh des, de* 16(1 26. Du Web das, de* li|l Theater •a der nomierktzer str. Sehtoa Weilaretei■ Konddieshaus Bekss|teka• Tribüne ,*•■;'״ijpifci •#* teüu•1 ״־ Leasing-Theater ' ■ Sebladerbaaae* '24 Dm. (•wiileMa■ Deniunes Hflnstiertheeter Ue 22 Des. *McMoete■ eb 23. E.ety■• 24 Du. {«,ehloeeen THeatsr מווו HolMorlp1. Raap.lla Dia Roataaawa Siaaii. Schau8pl0:hao3 22 De«. Fra Dleeole 23 Dez De* Kaaiataaa *ob Vene lg 24 De* geechleoetn 25. De*. Dar Kaelsaaa aas Venedig 26. Dm. Dar K als••• *ob Veaedl( Deutsches Theater D9f»ll1«a Afljt«rau• 34 D•». g«ch)oas«i Kammerspiele Breoa.ExpreS 24 De«. gaKbloeeea Komödie DtaEher.aW.il 24 Dm. tMtbleMM Kleines Theater Dia hlaaa Slaada THeetar des uiesens 31. Das. gnsehlosMu 32. Des. gesebl^wm 7X De». Mäacfahaai•• 34 Den. rescKlosnea 25. Des, Mättchbnane« 2A Des Müachlti— Thalia •Theater Dar *ata Baba UP0088 scnauspteinaus dl. We 24 D•«. rewblease. ab 25. Dm. Hadisa Pos. padear inester intfiimiralspalas! Wirb und wo t neues Theater am Zoo bi. 25. Dm. Dar btaaa Vagal 24, Dm. fMehlomM eb 25. Dea Baa Naobl— •re ata eil FM8r sin Mrsme. bh 2s. Daa. CbM 34 Dm. (MJilraas ab 25. Dm. Bai aaa •s die Cadiebtabktaeha *ras weiter im BQlo epiaiz bie 21Dm. Blabasau ^' 34. De*. *Mebloetee ab 25, De«. Paat Cf •I Lustspiel haus ab 21. Du. U«ltr Oaaebtlta• a .laicht 34. Daa *eubluea• Thenier am fdUtlhaBeraaam Schieber das Ra bau 24 De«, geechkoaea SPIELPLAN der Dia *Theater *m 2t. Dm* mbar. [Jia-Palast am Zoo Braad ia Baataa Gloria-Palast Dia Apacbaa raa Paria Kuri&rstendamm Ebalarle■ Mozartsaal Dia Ca! gernbaabaait Ufa-Pavillon Dar Wag all•• Plaiaahaa Alexanderplatz Ehelori•« Her siebt \9ckn* Imit Königstadt TasiUaalac ls Isw Prellat.la Welnbergswsg Dl• SplaMa , Friedrichshalik H4M1 - ׳ ■■■ ftlÄicistaiitf Zlsser I* ' S* •teladt laakt Turmstraße Weißensee Dia Dol'arpriaaaaala •ad Ibra 4 Fre.ar Dar CaUlaraw Dia iadlakrate frn EmeiMlas! 21. De«. Da« braaaaado Sah •I« eb 21 De«. Dl• f rasdaa* g.ee« «oa Naw Varl* SiCÄLA NallwdeH 7360 VARIETE. NEUHEITEN at ö Uhr Sonnabaad und Sonntat 2 Von• Stallungen 3־* u. 8 Uhr. P״ mu trmiftftwi Preisen i gssHa Progr. DAVID JOSEF BORNS!EIN EINFÜHRUNG IN DAS HEBRÄISCH DER GEGENWART HERAUSGEGEBEN VON DER ZIONISTISCHEN VEREINIGUNG FÜR DEUTSCHLAND Der hebrSi*ch.palIstinensische Schriftsteller 8, Bm-Zfm bezeichnet den Autor des Werkes als einen der bedeutendsten Kenner der Sprache in diesem Zeitalter. Er sagt: ,Bo-r.teln hat mit di«*m Buch einen Weg «or Erlernung der neuen Sprache 10f Gebildete gebahnt, denen t* schwer lallt, 8'ch mit irgendeinem Huche abirtgeben, das für einfache An’Inger bestimmt ist. Wie c« scheint, ist dieses Buch dazu bestimmt, von solchen mit besonderer Lie»e studiert zu vrerdea. Ich bio sichtr, d&B di«•«• Buch,. tür uuscre SpifCbe werbta «ird und somit euch tür unser V׳»lk uod Lina.* BEZUGSBEDINGUNGEN: i’reis broschiert Mk. 7.30 f (zuzügl. Mk. —.60 tür Porto und Verpackung, Ausland Mk. - -.70 in Gaazleiuen Mk. O.— 1 nur gegen Voreinsendung des Betrages oder per Nachnahme) ALLEIN-VERTRIEB: JÜDISCHE RUNDSCHAU G.M.B.H., BERLIN W15 Meinekestraße 10. Postscheckkonto: Berlin Nr. 17992.