Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXII (1927)
- Issue
- Heft 95 (29.11.1927)
- Date
- 1927-11-29
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 95, 29. S. |92T jüimscHc RonDscfrxu Sdt• ms lutruf m deatsdien flapofl״ Hazair Am 29. Oktober fand In Berlin eine Aussprache von Ber• liner und auswärtigen Chawerim des deutschen HapoÖ* Hazair über die gegenwärtige Lage der Hitacbduth statt. Ein neuer provisorischer zentraler waad wurde gebildet und beauftragt, eine neue Organisierung der Partei vorzunehmen, eine Landeskonferenz des deutsche» Hapoll-Hazalr vorzu• bereiten und das Parteiorgan, ״Die Arbeit“ neu erscheinen zu lassen. Im Aufträge des deutschen Hapoül-Hazair wenden wir uns an alle Chawerim und Freunde der Hitachduth in Deutschland mit folgendem Aufrufs In der Zionistischen Organisation ist fast überall eine Erschlaffung zu bemerken, die die Bewegung ernstlich zu gefährden beginnt Die Lage in Palästina W schwer, und der palästinensische Jischuw steht in hartem Kampf um seine Existenz. An eine A 1 i i a b von dem Ausmaß, daß alle unsere beruflich vorbereiteten Menschen in Palästina Platz und Arbeit finden können, ist vorerst nicht zu denken. Besonders gefährdet aber ist die Lage der palästinensischen Arbeiterschaft Sie hatte in ganz besonderem Maße Lasten und Leiden des Aufbaues auf sich genommen. Jetzt aber wird auch innerhalb der zionistischen Bewegung ihre Stellung immer mehr bedroht Man hat in der zionistischen Welt vergessen, welche Rolle die Arbeiterschaft im Aufbau Palästinas gespielt hat und Im Interesse eines nationalen Aufbaues auch künftig spielen muß und benutzt die Zeit der Stockung und die Notwendigkeit der Reorganisation zum mehr oder weniger offenen Karnpt gegen die Arbeiterschaft, ihre Institutionen und die sozialen Errungenschaften, die sie sich erkämpft hat ln Deutschland fühlt heute auch die zionistische Jugend wtcht mehr in dem notwendigen Maße ihren Zusammenhang mit dem arbeitenden Palästina. Die Folge ist eine bedenkliehe Unsicherheit in ihrem Erziehungsziel, während die verminderte Möglichkeit der Alijah ihren willen zu lähmen droht. Der HapoSI-HazaTr hält es für seine Aufgabe, gerade heute zu betonen, daß unser Chaluz-Idea! keine Konjunkturangelcgenheit war, und daß eine berufliche und besonders auch eine geistige Hachscharah heute notwendiger ist als je. Wir müssen gerade heute alle unsere Kräfte sammeln, der Jugend den lebendigen Zusammenhang mit dem arbeitenden Palästina erhalten und sie dazu erziehen, unbeirrt durch Rückschläge und Schwierigkeiten mit der palästinensischen Arbeiterschaft in einer Front zu stehen. Es ist notwendig, neues zionistisches Verantwortung!- gefühl in die Jugend zu tragen. Es ist notwendig, für eine Hachscharah zu sorgen, die das Chaluz-ideal als Erziehungsziel bewahrt Es ist notwendiger denn je, alle politischen Kräfte zu sammeln, um die Freiheit und Autonomie der palästinensischen Arbeiterschaft gegen alle Gegnerschaft zu verteidigen. Es ist notwendig, alle die Menschen zu sammeln und zu organisieren, die in dem Aufbau Palästinas ein Werk sehen, in dem sich nicht nur der Wille des jüdischen Volkes zu einer nationalen und kulturellen, sondern zugleich zu einer umwälzenden sozialen und gesellschaftlichen Erneuerung bekündet. Es ist ferner auch in Deutschland notwendig, gerade mit unseren Kräften und unserer Einstellung in eine neue Auseinandersetzung mit den Gegnern des Zionismus cinzutreten. Um diese Aufgaben zu erfüllen, müssen unsere Orts* gruppen ihre Arbeit sofort wieder aufnehmen und unser Parteiorgan »Die Arbeit‘* wieder erscheinen. Der Hat«5l- Hazair, der deutsche Landesverband der Hitachduth, maß neu geschaffen werden. , Wir fordern daher ajle unsere Chawerim auf, sich sofort mit dem provisorischen Zentralen Waad (per Adresse Franz Lichtenstein, Berlin-Pankow, Mendelstr. 36) in Verbindung zu setzen und mit aller Anstrengung an unserem gemeinsamen Ziel mitzuarbeiten, ln kürzester Zeit muß wieder ein fester, organisrtorischer Zusammenschluß der Partei erreicht werden, damit wir unseren Verpflichtungen gegen unsere palästinensischen Chawerim und unserer Aufgabe im deutschen Zionismus gerecht werden. Im Aufträge des Hauptbüros der Allweltlichen Zionistischen Arbeitspartei Hitachduth, Cbaim Arlosoroff, Gerda Arlosoroff-Goldberg, Georg Landauer. Der Provisorische Zentrale Waad des HapoSI-HazaTr In Deutschland. ^Ablsc!!, Elieser Ascher, Albert Baer, Rose Ducas, alter Erhard, Franz Lichtenstein, Ernst Mandelbaum, Max Nathan, Friedrich Ollendorf Berlin; Josef Marcus, Rudolt Samuel, Breslau; Wolfhelm, Erfurt; Stiebei, Hamburg; Stefan Kraus, Heidelberg; Bruno Nathan, Köln; Walter Deutschmann, Oppeln. Pmse-Emplang der Gesellschall ״Ort“ Herr Dr. Henry Moscowitz, Vorsitzender der ameri- Iranischen Gesellschaft ״ORT“ und Mitglied der Exekutive des Joint Distribution Committee, ist von einer längeren Reise in Rußland, die ihn durch die neuen jüdischen Kolonien und die Städte führte, in Berlin eingetroffen. Die Gesellschaft ״ORT“, Abteilung Deutschland, lud die Vertreter der Presse für Mittwoch, den 23. November, in das Hotel Kaiserhof zu einem Tee mit Dr. Moscowitz ein. Dr. Henry Moscowitz sprach dort über die bisherigen Fortschritte und die Zukunftsaussichten der jüdischen Aufbauarbeit in Rußland auf den Ge* bieten der Landwirtschaft und des Handwerk!. ״ORT“ wird demnächst die Möglichkeit erhalten, Maschinen, Werkzeuge und Rohstoffe zu günstigen Bedingungen nach Rußland zu bringen und im Kreditwege durch Vermittlung der genossenschaftlichen Darlehnskassen unter die Handwerker, Heimarbeiter und Weinbauern zu verteilen. Die Anschaffung geschieht durch die Cooperative Tool Supply Company des Verbandes ״ORT“ in Berlin. Diese Operation steht auch im Zusammenhang mit der von ״ORT“ eingeleiteten sogenannten ״Verwandten-Hilfe“, die das Ziel verfolgt, die vielen Millionen Dollar, die jährlich von amerikanischen und westeuropäischen Juden an ihre Verwandten in Rußland geschickt werden, dem Ziele des Aufbaues nutzbar zu machen. Der amerikanische oder westeuropäische Verwandte wird bewogen, seinem Verwandten In Rußland im Wege von ״ORT“ una seiner Organe Maschinen, Rohstoffe und lebend« Inventar zukommen zu lassen. Leib Jalles Beiinden Im Befinden des in einer Berliner Klinik krank liegenden Keren Hajessod-Direktora Leib Jaffe trat nach einer Kurzen Besserung vor einigen Wochen infolge von Komplikationen neuerlich eine Verschlimmerung ein. Nachdem Herr Jaffe einige Wochen in großer Lebensgefahr geschwebt hat, befindet er sich jetzt »ereits auf dem Wege der Rekon* valeszenz. Ein Termin, wann Herr Jaffe seine Arbeit wieder wird aufnehmen können, läßt sieh jetzt leider noch nicht an geben. Berliner Kalender Büro: Berliner Zionistische Vereinigung, Berlin W 15, Meinekestr. 10. Telephon: Bismarck 7165—10. Postscheck- Konto Nr. 37 SK) Berlin NW 7. Kassenverwaltung der B.Z.V. Dienstag, den 29. November abends 8י£ Uhr Gruppe Nord, im Sitzungssaal des Gemeindehauses, Rosenstr. 2/4. Herr Dr. Georg Landauer, Palästina: ״Wlrtschaftslsge und Arbeitslosigkeit in Palästina“. Nachm. V!5 Uhr Jüd. FrauenarbeKsgemetnschaft Grunewald, bei Frau Freund, Granewak!, Hobenzolleradamtn 124. Frau Gerda Arlosoroff: ״Frauenarbeit in Palästina“. Nachm. 4 Uhr Jüdisch-Nationale Frauenvereinigung, Frauengnippe Lichterfelde-Dahlem, bei Frau Schmierer, Liehterfelde, Unter den Eichen 69, Leitung: Frau Mirjam Czucka. Mittwoch, den 30. November abends 81/3 Uhr "עבריה" (חבורה להרבצת הדבור העברס ביום רביעי בשבת-ל׳ בנובמבר־ בשמונה שעות בערב תהא אספה פומבית בבית הקחלה, רחוב רוין 2-4, המרצה: צבי וויסלבסהי א-רתים, ובפרט הצעירים שבדור. רצויים. בית מדרש לעברית של לוהלת היהודים בברליו. נרופה המבורגרשטרסה כ״ז. שורת הרצאות של ביאורים ניאונרפיים והיסטוריים לספרי נביאים ראשונים על פי תמונות אור. הרצאה א׳: מיסת שבטייישיאל לארע כנען. - המרצה: מר ד. אשבל. כל התלמידים. ואיי אלו שלמדו לפנים, מוזמנים לבוא. Mittwoch, den 30. November abends 8!/• Uhr Gruppen West und Charlottenburg, im Sitzungssaal der Z.V. f. D., Meinekestr. 10. Herr Dr. Georg Landauer, Palästina; ״Wirtschaftslage und Arbeitslosigkeit in Palästina“. Abends 8V» Uhr Zusammenkunft der Gruppe Ost, in des Räumen des Agudas Achim, Josiystr. 4. Donnerstag, den 1. Dezember abends S>2׳ U11r Gruppe dar Radikalen Zionisten, im Gemeindehaus, Rosenstr. 2/4. Aussprache über zionistische Propaganda. Einleitender »Vortrag des Herrn Dr, M- Soloweltschik: ״Bewegung und Aufbau“. Misgab-Ladach 10 Jerusalem Wir werden tun Aufnahme nachstehender Zeilen gebeten: ״Misgab-Ladach“ (Zufluchtsort für den Bedrückten) ist der Name eines seit vielen Jahren in Jerusalem bestehenden Krankenhauses. Einige der Unterzeichneten, die das Institut persönlich in Augenschein nehmen konnten, haben von ihm einen überaus günstigen Eindruck gewonnen. ״Misgab-Ladach“ Ist Immer nur durch freiwillige Beiträge wohltätiger Juden erhalten worden. In der letzten Zeit Jedoch ist der Zufluß dieser Mittel gesunken. Andererseits sind die an das Institut gestellten Ansprüche gewaltig gestiegen. Das Krankenhaus Ist notleidend geworden. Ueberdles sind seine Gebäude durch das letzte Erdbeben sehr stark beschädigt worden. Die Unterzeichneten schließen sich der Bitte des Rabbiners Z. H. Wachsmann, Delegierter des genannten Krankenhauses, an, für das Institut einen angemessenen Beitrag zu zeichnen. Prof. Carl Lewln, Dr. Isi Kahn, Geh. San.-Rat Prof. Dr. A. Ku11ner, Prof. Dr. E. Baneth, Prof. Dr. Gotthold Weil, Rafcb. Dr. Mrier Hildesheimer, Rabbiner Dr. M. Warschauer, Bruno Galewski. Snenden sind zu richten an die Firma Gebrüder Oppler, Berlin, Postscheckkonto 11038, für ״Misgab-Ladach“, Briefkasten ler Redaktion A. Schtnueli. Wenn Sie mit der Agudas lisroei wegen ekaufter Böden Differenzen haben und, wie Sie schreiben, as von Ihnen gezahlte Geld nicht zurückbekommen kfinnen, so empfehlen wir Ihnen, sich an einen rabbinischen Oerlchtshof zu wenden. Wir können in einer solchen Rechtssache nicht Intervenieren. Die Zeitschrift ״Moriah“ hat die Adresse: Frankfurt a. M., Töngesgasse 18. An unsere AbonnentenI Die Post verlangt von uns die Anmeldung der vom 1. Januar 1928 ab zu liefernden Exemplare bis zum 15. Dezember. Wir sind daher gezwungen, die Abonnementsgefcdhren von denjenigen Abonnenten, die die Jüdische Rundschau" direkt bei uns abonnieren, in den ersten Dezembertagen zu erheben, und zwar werden wir ihnen xu diesem Zwedc Nachnahmen zugehen lassen. Wir bitten darum, tm eigenen Interesse dafür Sorge zu traget, dafe diese Nachnahmen prompt eingelöst werden, da sonst Unregelmäßigkeiten in der Zustellung der ״Jüdischen Rundschau" nicht zu vermeiden sein dürften. Berlin, Im November 1927. Verlas Jüdische Rundschau“ Berlin W15, MelnekestraBe 10 Heine Nachrichten Cdenel Kisch ist in Begleitung seiner Gattin am 14. Noveraber nach Jerusalem zurückgekenrt und hat bereits seine Tätigkeit in der zionistischen Palästina-Exekutive wieder aufgenommen. (Ziko.) Jerusalem, 23. November. (J.T.A-) Anfang 1928 wird bei der Palästina-Regierung ein Presseamt inaugu* riert werden, das die Presse-Angelegenheiten aller Regierungs-Departements erledigen wird. Leiter des Presseamts wird, wie es heißt, Edwin Samuel sein. Sir Elly Kadoorie veranstaltete ein Diner zu Ehren des Königs F eis ul von Irak. Anwesend waren außer dem Ministerpräsidenten des Irak u. a. Sir Herbert Samuel und Sir John Shuckburgh. Bei dem sich anschließenden Empfang waren auch Nahum Sokolow und Chiefrabbi Dr. Hertz anwesend. Die von der Regierung aus dem Nachlaß von Sir Ellis Kadoorie zu errichtende Agrikultur-Schule für jüdische unge Leute soll In kurzer Zeit in der Nähe des Dorfes Tabor m unteren Galiläa auf ״Jlftlik“-B0den eröffnet werden. New York, 21. November. (J. T. A.) Im Verlauf der letzten auf drei Jahre berechneten Kampagne des Arnerican Joint Distribution Committee zur Aufbringung von 25 Millionen Dollar für jüdische Aufbauzwecke in 3er Alten Welt wurden bis jetzt 20.202.313 Dollar gezeichnet, davon 9.160.000 Dollar in bar eingezanlt. Die Sammlungen für diese Kampagne begannen im Januar 1926. Eine Abordnung der Weltorganisation Misraehi, bestehend aus den Rabbinern Meir Berlin, I. L Fisch - mann und dem Hauptrabbiuer von Tel-Awiw, Benzion Usiel, ist in New York eingetroffen. Sie wurde von Hunderten Rabhinein und Misrachi-Freunden herz'ich empfangen. Die Ab- Ordnung wird in den Vereinigten Staaten für die Schaffung eines Fonds für Misrachi-Arbcit in Palästina wirken. Hermann Struck, der jetzt seinen ständigen Wohnsitz in Haifa hat, ist in New York eingetroffen und wird in verschiedenen Städten Amerikas eine Ausstellung seiner Bilder veranstalten. Der polnische Handelsattache Dr. Bernhard Hausner teilt mit, daß demnächst in Palästina eine Filiale der Bank Gospodarstwa Krajowego zwecks Kräftigung der Handelsbeziehungen zwischen Palästina und Polen eröffnet werden wird. Wie verlautet, soll der schwedische Streichholz-Trust die Zündholzfabrik Nur in Akko erworben haben und beabsichtigen, sie durch Ausbau den Exportbedürfnissen anzu passen. (Ziko.) Ein 86 Jahre alter kurdischer Jude, der wegen der Ermordung eines Arabers aus Chedera erst zum Tode und dann zu fünfzehnjährigem Gefängnis verurteilt worden war, wurde vom High Commission er von Palästina mit Rücksicht auf sein hohes Alfer begnadigt und frdgeiasseu. Der palästinensische Korrespondent des New Yorker Tog“ teilt mit, daß zwei jüdische f asz istisebe Verbände, einer in Jerusalem und einer ln Tel-Awiw, gebildet worden sind. Die Verbände bezeichnen als ihr Ziel die Bekämpfung des Sozialismus and des JIddiscmsmus. Seit einiger Zeit weilt in Palästina der deutsche Gelehrte Prot. J. L. Klanz, einer der Schöpfer der Psycho-Anthropologie. Er stellte in Jerusalem anthropologische Untersuchungen unter Juden, Arabern and Angehörigen anderer Rassen, die in Jerusalem wohnen oder durefizrehen, an. Frau Rahe! Wischnitzef-§er»§tei1» fei i» Zusaaunenhang mit der Ausgestaltung der QemejndckUBstsammlung zum Mitglied der Kunstkommlseion ernannt worden. Antang Januar 1928 begeht der Chefredakteur der Loadoner jüdischen ״Zeit“ (,Jbe Jewlsh Times“), Morris M y e r, seinen 50. Geburtstag und zugleich das Jubiläum seiner 30jährigen journalistischen. Tätigkeit, Unter aetn Prasidilun von Nahum Sokolow hat sich ein Komitee zur Vorbereitung einer Jubiläumsfeier gebildet Der Berliner russische Verlag ״Logus“ gibt in diesen Tagen ein neues Werk von Vladimir Ja botinsky , eine größere Erzählung ״Samson der Nazarener“, heraus. In Leningrad verstarb im Alter von 54 Jahren der Begründer und Direktor des russischen staatlichen Tuberkufose-Institutes, Prof. Sternberg. Vermischtes Repräsentanten-Versamraluug. Die nächste Sitzung dei Repräsentanten - Versammlung findet am Donnerstag, den 1. Dezember 1927, abends 7 Uhr, im Sitzungssaal, Gramenburger Str. 30, statt. Jüdischer Schulverela E. V. An unseren privaten Volksschulen Fasanenstr, und Rykestr. in Berlin, können schulpflichtige Kinder für Ostern 1928 angemeldet werden. Die Anmeldung erfolgt vom 1- Dezember ab bei den Schulleiterinnen in den Schullokalen, und zwar ln der Schule Fasanenstr. 79/80 Montags bis Freitags van 1-2 Uhr, in der Schule Rykestr. 53 Montags bis Freitags, von 12—1 Uhr. Die Kinder müssen bei der AnmeP düng persönlich vorgestellt werden; Vorlage von Geburt!- und Impfschein ist erforderlich. Ein gesellschaftliches Ereignis dürfte die Veranstaltung werden, die am Dienstag, den 6. Dezember d. J., zugunsten der Jüdischen Alters!! ilfe Groß- Berlin im ״Kaiserhof“ stattfindet. Es ist ein Konzert mit anschließendem Gesellschaftsabend vorgesehen, zu dem die Herren Professor Dr. Albert Einstein , Jacob Goldschmidt und Generalkonsul Landau eingeladen haben. Unter anderem hat Frau Sigrid Onegin ihre liebenswürdige Mitwirkung zugesagt. Habimah ln Elberfeld. Habimah gastiert vom 2.—5. Dezember im ElberfelcLer Thaliatheater. Wir bitten unsere Freunde dringend, die Veranstaltungen zu besuchen und in den Städten eine intensive Propaganda zu entfalten. Freitag, den 2. Dezember: Dybuk, Beginn 8 Uhr; Sonntag, den 4. Dezember, nachm.: Dybuk, Beginn 1/24 Uhr; Sonnabend, den 3. und Montag, den 5. Dezember: ״Golem“, Beginn 8 Uhr, Landesverband für jüd. Wohlfahrtspflege in Hessen und Hessen-Nassau. Am Sonntag, den 13. Nov. 1927, fand unter Vorsitz des Herrn Rabb. Dr. Horovitz eine Vorstandssitzung des Landesverbandes für jüdische Wohlfahrtspflege in Hessen und Hessen-Nassau statt. Als Gäste nahmen die Herren Dr. Ollendorf f und S. Adler-Rudel teil. In Fortführung der auf der Marburger Tagung begonnenen Besprechung wurde eia allseitiges Einverständnis darüber herbeigefuhrt, daß der Landesverband für jüdische Wohlfahrtspflege als Bindeglied zwischen den Gemeinden und der Zentralwohlfahrtsstelle repte Unter- Stützung durch die Zentralwohlfahrtsstelle und die Gemeinden finden sollte. Nach einer sehr regen Diskussion, die über zwei Stunden dauerte, wurde der von der Zentral wohlfahrtsstelle und der Hauptstelle angeforderte Mitgliedsbeitrag bewüligt ״Das bist Du!“ Die Nachtrevue im Theater am Kar* fürstendamm konnte bereits ihre 100 Aufführung feiera. Die Mitwirkenden, allen voran Lucie Mannheim und Friedrich Holländer, wurden stürmisch gefeiert.