Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXII (1927)
- Issue
- Heft 95 (29.11.1927)
- Date
- 1927-11-29
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 070 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 95, 29. XL 1927 Aus der Jugendbewegung. Wir werden um folgende Veröffentlichung ersucht: In der Erkenntnis, daß die Einheitsfront der gesamten positiv-jüdischen Jugend eine Notwendigkeit bedeutet, ist zwischen der Jugend gemeinde Mannheim und dem Kadi m ah, Ring jüdischer Wander- und Pfadfinderbünde, eine Vereinbarung getroffen worden, nach welcher beide Organisationen unter Wahrung ihrer Selbständigkeit eine Arbeitsgemeinschaft bilden. Diese wird im wesentliehen Austausch von Erfahrungen, Besprechungen der Führer, gemeinsame jüdische Kulturarbeit, auch innerhalb der Ciemeinden, und Treffahrtcn enthalten. Auf dem demnächst stattfindende Führerlager des Kadimah wird diese Arbeitsgemeinsebaft durch die aktive Teilnahme der Jugendgemeinde Mann- ׳heim ihren sichtbaren Ausdruck finden. Unter anderem wird der Leiter der Mannheimer Jugcndgemcinde, Herr Rabbiner Dr. Grünewald, eines der Referate zur jüdischen Erziehung halten. Der Kadimah, Ring jüdischer Wander- und Pfadfinderfaünde, veranstaltet auch in diesem Jahre wieder eine C h a - nukkafeier für die Eltern und Freunde seiner Mitglieder im Tiergartenhof, Montag, 10. Dezember 1027, 8 Uhr. Aus dem Programm sei hervorgehoben: Hebräisches Theaterstück unserer Kleinsten, einige Szenen ans dem Jeremias und ein Spruchchor unter der'bewährten Leitung vmi trau Hanna Zweig. — Karten im Büro, Berlin W 35, Steglitzer Str. Sl, zum Preise von 1 und 2 M. Auf schriftliche und telephonische Bestellung (Liitzow 7880) werden Karten reserviert. Eine Ausstellung der jüdischen Jugend. Die jüdischen Jugendverbände Leipzigs werden auf der Ausstellung ״Das junge Deutschland“, die vom Januar bis März 1028 im 1 Upziger Ringmeßhaus stattfindet, und bereits in Berlin außerordentliches Interesse erweckt hat, einen eigenen größeren Raum besitzen. Damit hat auch besonders die zionistische Jugend in Deutschland Gelegenheit, zu einer erfolgreichen Darstellung ihrer Eigenart und zur wirksamen Demonstration Ihrer Arbeit. Die ausstellenden zionistischen Bünde bitten auf diesem Wege alle ihre Freunde dringend, Bilder jüdischer Künstler, Photos von Fahrt, Arbeit und Palästina, sowie anderes geeignetes Material für die genannte Zeit leihweise zur Verfügung zu stellen, umgehende Mitteilung erbeten an Philipp Hojda, Leipzig S 19, Körncrstr. 47. Jung-Jüdischer Wanderbund. Am Mittwoch, den 16. November, fand in der Bänninger Mühle bei Duisburg der Rheinisch e r Gau t ag des J. J. W. B. statt. Unter einer Beteiligung von etwa 120 Leuten nahm der Gautag einen sehr guten Verlauf. In der Aeiterenarbeitsgcmeinschaft wurde besonders die Stellung des J.J. W. ß. als Chaluzbund betont. Wenn auch nicht alle Menschen des Bundes die Möglichkeit haben werden, nach Palästina zu gehen, so kann das nicht das Erziehungsziel des Bundes verändern. Durch den Aktionsausschuß der' Zionistischen Organisationen von Rechtsrheinland und Westfalen soll die zionistische Außenarbeit intensiviert werden. Es fand außerdem eine Arbeitsgemeinschaft der jüngeren und Mittleren statt. Die Gauleitung besteht aus: Noomi Auerbach, Fritz Goldschmidt und Heini Schupler. Das Inslitutum Judaicum an der Universität Berlin veranstaltet im Wintersemester 1927/28 wieder eine Reihe von Gastvorträgen, und zwar unter dem Titel: Gestalte!! und Gestaltung des modernen Judentums, II. Teil: Das Ostjudentuin. Es sprechen am 1. Dezember 1927: Prof. Dr. Boris Brutzkus, Berlin, über: Die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Ostjudentunis; 15. Dezember 1927: Dr. Martin Buber über: Der Chassidismus im Zusammenhang der allgemeinen Rehgionsgeschichte; 3. Lchruar 1928; Prof. Dr. David Koigen, Berlin, über: Religiöse Kämpfe innerhalb des Ostjudcntinm; 23. Febr. 1928: Pastor D. Wind fuhr, Hamburg, über: Die Entstehung einer neuen schöngeistigen Literatur. — Ort und Zeit der Vorträge: Auditorium Nr. 135, im 1. Stock der Universität, abends. Bar-Kochba, Berlin. Am Dienstag, den 22. November, fand im Hause von Frau Dr. T h c i 111 a b e r ein Teeabend der Damen des Alt-Hexrenbundes des Bar-Kochba statt. Frau Dr. Nadja Stein, die jahrelang die zionistische Frauenarbeit in Amerika an führender Stelle leitete, sprach über die ״Ciroßlcistungcii der jüdischen Frauen in Amerika“. Ihre Ausführungen gipfelten in der Aufforderung an die anwesenden!')amen, sich der aktiven Mitarbeit für den Aufbau Palastitias zu widmen. — Die Vertraueusdame des Keren Kajeiiicth für den Bar-Kochba, Frau Marga Soberski, sprach über die praktische Mitarbeit der Frauen für den Keren Kajemeth, der die Grundlage des Jüdischen Aufbauwerkes ist. Der Charakter des Keren Kajemeth als Volksspetide Liefet besonders Frauen die Möglichkeit, seine Arbeit wesentlieh zu fördern und zu beeinflussen. Der Vorschlag von Frau Dr. Theilhaber, regelmäßige Zusammenkünfte der Damen des Bar-Kochba zu veranstalten, bei denen die Fragen des Palästinawerkes und des Keren Kajemeth behandelt werden sollen, wurde einstimmig angeordnet. Der nächste Abend findet in zirka 14 Tagen bei Frau Dr. Leiewer statt. Verein ehemaliger Schüler der Lippmann-Tauß-Schuie. Mitgliederversammlung Sonnabend, den 3. Dezember, abends 714 Uhr, Logenhaus, Jostysir. 4. Vortrag unseres Protektors, des Herrn Rabbiner Dr, Singermann: ״Das Gebetbuch“, nachher geselliges Beisammensein (Liedervorträge). Gäste willkommen. B. Z. V. Wir können eine ausgezeichnete Lehrerin für rhythmische Gymnastik für Männer, Damen und Kinder nachweisen. Der unterricht wird auch außerhalb des Hauses erteilt. Interessenten wollen sich an die B. Z. V., Meinekestr. 10 (Tel.: Bismarck 7165/7170), wenden. K. J. V. Wir suchen für zwei Referendare Anwalts- Station, möglichst bei Bundesbruder. Meldungen erbeten an K. J. V., Charlotten bürg, Bleibtreustr. 50. Der Hilfsverein der deutschen Juden hielt in der vergangenen Woche Propogandaversammiungen in Karlsruhe, Mannheim und M.- Gladbach ab, auf welchen außer dem Generalsekretär Dr. Wischnitzer auch die Herren Prof. Dr. Eugen Mittwoch und Berthold Israel aus Berlin mitwirkten. «Der Junge Jude“. Die Abonnenten der Zeitschrift werden gebeten, ihre Abotuiementegeiiühren bis zum 1. Dezember dieses Jahres auf das Postscheckkonto Dr. G eorgtubinski. Berlin N 117 048, einzu zahlen, um unnötige Mehrkosten durch Nachnahmeerhebung zu ersparen. Verein jüdischer Hoteliers und Restaurateure. Am 25. und 26. Oktober fand in Wiesbaden die sechste Mitglieder- Versammlung des Vereins jüdischer Hoteliers und Restaurateure statt, an der Mitglieder aus allen Teilen Deutschlands teilnahmen. Nach Verlesung des Protokolls der Kissinger Ver- Sammlung gab der Vorsitzende einen Bericht über die Vereinstatigkc.it im letzten Halbjahr, die sich aut die Zusammenarbeit mit dem Hamburger Vercüi, Propaganda durch Kollektiv-A11zeigen, Versorgung der Presse mit auf klärendem Material, Vermittlung von Lehrstellen, Vermittlung von geeigneten Objekten an Reflektanten usw. erstreckt. Sodann wurde, zu da! 1111 ,,Israelitischen Familienblatt“ erschienenen Beschwerden über die Höhe der Preise ausführlich Stellung genommen. Im allgemeinen konnte eine Berechtigung zu Klagen nicht anerkannt werden. Die größeren Betriebe halten sieh meistens an die zu Beginn der Saison von Reichs!■erband der deutschen Hoteliers und Restaurateure aufgeatellten Preisrichflinien. Im übrige.!! hätten die rituell geführten Häuser das Recht, höhere Preise zu fordern, da das Anlagekapital infolge doppelten Geschirrs und teuerer Lebensmittel viel größer sein muß. Hinzu kommt, daß der jüdische Restaurateur mit Absatz von Getränken viel weniger rechnen kann als ein christlicher Betrieb. Von dem durch vorstehende Ausführungen bedingten Recht aut Erhöhung der Preise wird nur 111 bescheidenem Umtange Gebrauch gemacht. — Nach Entlastung des Kassierers und Wiederwahl des altem Vorstandes wurde die Versammlung geschlossen. fieschiltlicbc Mitteilungen Unseren Lesern wird das Cafg Kutschers, Charlottenbürg, Bismarckstr. 109, am Schillertheater, bestens empfohlen. 150 Fachleute arbeiten unentwegt an dem neuen großen Konversationslexikon, an Meyers Lexikon in 12 Banden. Es ist von A—Z völlig umgearbeitet und berufen, Hunderttausenden die wertvollsten Dienste im Beruf, beim Studium, überhaupt als wirklich vollkommenes Nachschlagewerk zu leisten. Meyers Lexikon ist ganz auf der Höhe der Zeit, gemeinverständlich und sachlich, ein unentbehrlicher, nie versagender Ratgeber. Sein Besitz Ist in der heutigen Zeit, die große Anforderungen an das Wissen jedes Einzelnen stellt, äußerst wichtig für jedermann. Wichtig ist es daher auch zu wissen, daß die bekannte Buchhandlung Karl Block, Berlin SW 68, Kochstr. 9, den Kauf von Meyers Lexikon durch Lieferung gegen mäßige Monatszahlungen sehr erleichtert. Wir verweisen unsere Leser auf die Beilage in der heutigen Nummer. The «leivish colonial Trust (Jüdische coioniaibanio Limited 10, Walbrook, London, I.C.4. Es wird hierdarch bekannt gegeben, daß inUebereioMimmung mit, dem Paragraphen 186 a de» GeselhchaftgsUtaten in vorschriftsmäßiger Weise ▼»n den Direkteren der Gesellschaft Beschlüsse angenommen worden sind, wonach die fälligen, Pritlwdeii auf die Coupons Nr. 5, 6,7,8,9,11 und 12 der Aktien der Gesellschaft, welche Dividenden in den nachstehend anfgeführten Generalversammlungen der Gesellschaft deklariert worden sind, als *ragnnsten der Ge- Seilschaft verfallen erklärt werden: Coupon Nr. BDividende deklariert am 8.8.1909 ' OI 1 <01(1 6 7 8 9 11 IS 28.6.1910 14 8 1911 8.9.1912 9.9.1918 8.9.1921 31.8.1922 Die Dividenden auf die Coupons Nr. 6, 6, und 7 wurden durch einen in den Sitzungen der Direktoren am 17. und 18. Ansrust 1926, die Dividenden auf die Coupons Nr. 8, 9 und 11 durch einen in der Sitzung vom 5. Juli 1927 und die Dividende auf den Coupon Nr. 12 durch einen in der Sitzung vom 4 Septenab. 1927 angenommenen Beschluß als verfallen erklärt. Es wird hierdurch ferner bekannt gegeben, daß in Uehereinstimmung mit Paragraph 186a diese Resolutionen der Direktoren drei Jahre nach Veröffentlichung dieser Ankündigung in Kraft treten. 30. September 1997 gez. S. öosti Sekretär. Billig, chlli arbeitet Modesalon Friedei Sandberg Goltzstr. 28*1 Liitzow 3361 Student aus Palästina erteilt bebr. Unterricht narb neuester Methode. Ang-eb. unter C. 4176 an die Jüdische Rund- •eben. 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Peer Cynt Schüler «The ater 29 Nov. «lonrn&üstea 30. Nov. Weh dem, dtr lägt 1. Dez. Weh den, der IBgl 2. Dez. Wallenctelns Tod Städtische Oper 29. No». Cm»«» 30, Nov. Fidcllo 1 Der. D«r irm« Heinrich 2. Dur. Joany »plelt »sl Deutsches Theater Dorothea Ang.rmann Kammerspiele BronJoExpreB Komödie 29. Nov. Jeza.Koaaert *ob Wiener and Donaet 30. Nov. Jese-Kenner( von Wiener and Daaoet 1. U. 2. Der. Die Eh• *on Well TUcater in der tutatasrflizer str. Caria* Ut. Komödieahaus Hoknspokn» Tribüne Spiel Im SckloB Lessing-Theater Sehindarhanne. HQnMiemeoier Chicago Theater atu noiiendoripi, Rupatln Dl» Romanow« Kleines Theater Dia Republik koflehlt Theater des Westens Fraaqnit« Thalia-Theater Der rote Hahn SPIELPLAN der Dfa «Theater vtm 29, Nov. bi* J. Dez. 1927 Der Mikado» Theater 1m Admiralspalast Wana and wo? Neues Theater an Zoo Die HotelraUc Theater am Mrstand. Di« Hose Theater am Bülouipiatz 29. Nov. Peer Gyat 30. Nov. Hinkemanis t. Dez. Hlnkemann 2. Dez. Peer Gynt Lustspielhaus Za*a Theater am S«öltn»a11er«ia111m Schieber de» Ruhm« Ufa-Palast am Zoo 0m Himmel» Wll*na( . Bntold Lloyd' Gloria-Palast Ctium Mozartsaal Die erwachend• Sphinx Ula-Pavüloa Wag eilen FMk)•« Ktixiürstendamm Die große Ptrtdc Alexanderplatz P*t und Patacben auf dem Pulverfaß Königstadt Heimweh Weinbergsweg Der ildele Bauer Friedrichshain Die groBe Panse 3 Minnten Angst Turmstraße Die tolle Lola Weißensee Die letalen Nächte der Mae. Oichard (Der Anwalt des Herren«) Leichte Kevillerle Friedrichstraße Die (olle Lote Emeika-Paiasi Der KBoie der Mittet* irmer Klavierstimmer emp1i0h 11 sich Perez Sieglitz, Jever- Straße 1. Tel,: 192(1 ....■■■■■■■ Im luteresse unseres Blattes bitten wir, bei Bestellungen aut Grund von Anzeigen auf die ■,Jüdische Rundschau“ ausdrücklich Bezug zu nehmen. ■■■■■■■■a■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■ Zum CBanuMiaB»fcslt Photo-Heimatelier Dorothea Eiiasberö BERLIN «WILMERSDORF Brandenburgischestr. 18, p t. 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Jüdische Rnnd»tb»» G. m. b, Berlin W 15, Meta,ke«tr. V> Drodc tea Siegfried Scbole■, Berlin - Schöneberf.