Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXII (1927)
- Issue
- Heft 86 (28.10.1927)
- Date
- 1927-10-28
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 004 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 80, 28. X. 1927 Der zionistische Nachwuchs, mit dem wir es heute zu tun haben, sieht großenteils anders aus. Romantische Jugendbewegung auch im Osten, die Menschen nur kurze Zeit gefangen hält, losgelöste Kwuzah-ldeale, volksfremde Gruppenspeziuhvünsche stehen im Mittelpunkt der Debatte, erfassen Menschen nur für kurze Zeit, und es fehlen die Führer und Lehrer, die in wertvollen Menschen die eindeutige unverlierbare zionistische Entscheidung vorbereiten. In Jahren einer großen Alijah stellen wir diese schwierigen ungelösten Fragen gern in die Ecke und verschieben ihre Behandlung auf unbestimmte Zeit. Die Alijah war gedanklich uns oft ein Ausweg aus den Schwierigkeiten zionistischer Jugendarbeit. In diesen Tagen muß der Zionismus Pioniere erziehen, denen er zurzeit keine Chancen in Palästina zu bieten hat. Diese Jahre sind die große Belastungsprobe für unser Pioniertum. Sie können aber von höchster Bedeutung für die Zukunft der zionistischen Bewegung werden, wenn wir wiederum versuchen, diese vom Pioniergedanken berührte Jugend zum Leben im Zionismus zu bewegen. Wer kann das? Jede zionistische Exekutive kann diese Aufgabe nur indirekt erfüllen. Sie muß die geeigneten Menschen finden und direkt oder indirekt die Mittel für diese Arbeit dadurch beschaffen, daß sie zionistische Erziehung und Jugendarbeit allen Zionisten als eine zentrale Aufgabe zum Bewußtsein bringt. Bei der Auswahl der geeigneten Personen darf die Furcht vor parteipolitischer Einstellung keine Rolle spielen. Wenn es nur richtige Zionisten sind. Ich könnte mir vorstellen, daß in den kommenden Jahren einige unserer erprobtesten Arbeiterführer aus Palästina nach Osteuropa gehen und führend in unseren zionistischen Jugendorganisationen arbeiten. Die Atempause in Palästina erfordert, daß keine Atempause im Leben der zionistischen Bewegung eintritt. Wirtschaft ist replierbar; die Quellen unserer Bewegung dürfen nicht für Jahre verstopft werden. Was auch kommen mag, die Bewegung lebt, solange sie fühlt, daß es einen gealterten Zionismus nicht geben kann, daß nur Erneuerung im eigensten Wortsinne unser zionistisches Leben lebenswert macht und daß wir daher, auch wenn wir im Augenblick nicht wissen, wohin mit all den einströmenden Kräften, das zionistische Reservoir höher und höher anfüllen und Kräfte aufspeichem müssen, mit denen es sich lohnt, den kommenden Durchbruch zu wagen. * Die Zionistische Vereinigung für Deutschland ist für di« heranwachsende Jugend in Deutschland verantwortlich. Amlyse und Darstellung der letzten Phase unseres Jüdische« LeMBI tWillen gelernt uftd geübt werden. Aber Analyse ist in der Jugendarbeit nur ein Mittel der zionistischen Erziehung. Produktiven zionistischen Persönlichkeiten wird es Vorbehalten sein, den ganzen Zionismus unserer Jugend so weiterzugeben, daß er aller weiteren menschlichen Entwicklung als lebensnotwendige Qrundanschauung einverleibt wird. Die Schwierigkeiten der Jugendarbeit liegen nicht in der Aufstellung von Programmen, auch nicht in der Einrichtung von Kursen belehrender Natur; sie sind in der parteipolitischen Differenzierung des Qaluth- Zionismus zu suchen. Ich habe in meinem Kongreß, referat darauf hingewiesen, daß die zionistische Arbeit im Qaluth ohne eine einheitliche Front nach außen, ohne eine bei Berücksichtigung aller Unterschiede doch einheitliche Propaganda zur Unfruchtbarkeit verurteilt ist. Unsere Chance liegt in dem Bestehen einer zionistischen Organisation in Deutschland, die alle Qruppen umfaßt und die im Namen der Zionisten in Deutsch- Berliner zionistische Vereinigung Sonntag, den 6. November, vorm. 11 Uhr Im BACH-SAAL, LUtiowstraße 76 FESTAKT amiBllch des 10. Jahrestages der Balfour-Deklaration Unter Mitwirkung des Trio! Prof. Josef Wotlstfinl (Violine), Carol Sireter (Klavier), Piatigoraky (Cello), Festredner: Kurl Blumenfeld Dr. Nahum Goldmann Dr. Jakob Klatskin Dr. Alfred Klee Prof. Dr. Heinrich Loewe Karten rum Preise von Mk, 3.—, 3.— und 1.— erhiltlleh im Büro der B.Z.V., Metnekestr. 10, an den Theaterkassen von Wertheim, Bote & Bock und an der Saalkaste. land unter Zuhilfenahme aller Kräfte den Erfordernissen der Bewegung genügt. Die Durchsetzung dieses Oedankens stieß oft auf Schwierigkeiten bei Parteien, aber vor allem auch bei Jugendgruppen, die Beeinflussung durch Menschen aus anderen Kreisen ablehnen. Zu unserer großen Freude hat sich herausgestellt, daß alle Gruppen, die der Zionistischen Vereinigung für Deutschland angehören, zu einheitlichem Wirken in allen zionistischen Angelegenheiten entschlossen sind. Bei diesem Zusammenwirken handelt es sich nicht um die Fragen des Weltzionismus und der Kongreßpolitik, sondern um die Durchführung unserer zionistischen Arbeit in Deutschland. Die Kongreßdiskussion ist im wesentlichen abgeschlossen, an Stelle von Parteipolemiken soll überall die auf Erweiterung und Verbesserung der Zionistischen Organisation hinzielende gemeinsame Arbeit aller Zionisten treten. Jugendarbeit und Propaganda zwingen uns zu innerzionistischer Entwicklung bei gleichzeitiger stärkster Anspannung unserer Kräfte für Keren Hajessod und Keren Kajemeth. Eine neue Maasser. Ordnung bindet als unser Oesetz alle Zionisten. Jeder muß wissen, daß von erhöhten Keren Hajessod- Eingängen mehr denn je die Ueberwindung der größten Schwierigkeiten in Palästina abhängt. Nur der darf über Lösung des Arbeitslosenproblems, über die Vorbereitung einer neuen Expansion sprechen, der selbst seine Pflicht erfüllt und in der ermüdenden und zermürbenden Arbeit für unsere Fonds unverdrossen und diszipliniert seinen Mann steht. Wir sprechen von einer Atempause und denken dabei an Finanzreform, Arbeitslosigkeit und städtische Krise; wir haben dabei vergessen, welch starke und hoffnungsfreudige Entwicklung sich in Palästina während der Krise angebahnt hat. Unser Land ist gut. Von dieser Erkenntnis kann jeder Zionist ausgehen. Würden die Sachverständigen uns beweisen, daß aus Mangel an Wasser oder wegen des Klimas oder wegen der Beschaffenheit des Bodens der Eroberung des Landes durch jüdische Arbeit unüberwindiiehe Schwierigkeiten entgegen stehen, so gäbe es wirklich einen Grund zum Verzweifeln. Davon ist aber keine Rede. Alle Kenner zeigen uns neue Möglichkeiten, wir haben heute das Recht, uns ein großes und blühendes, wirtschaftlich gesundes Palästina vorzustellen, dem wir durch richtig geführte Arbeit zustreben. In unserer kolonisatorischen Arbeit gab es sicherlich viele Fehler, notwendige und vermeidbare. Und was man uns vorwirft, und was wir selbst uns selbstkritisch vor Augen führen, sind Mängel in unserem Tun. Es handelt sich immer um menschliche Maßnahmen, die jeden Tag geändert werden können, niemals um einen Zweifel an der Eignung de• Landes und immer seltener um Mißtrauen gegen die Eignung der arbeitenden Menschen. Die Krise in Tel-Awiw gab denen Recht, die immer eine Ueberführung der Einwanderer in geeignete Berufe verlangten. Wir kennen heute einen Beruf, der Tausende jüdischer Familien in bester Form der Wirtschaft des Landes einfügtn wird, den Orangenbau. In den nächsten Jahren muß es gelingen, Menschen und Kapital in großem Stil dem Orangenbau zuzuführen. Es muß sich zeigen, daß zahlreiche Zionisten vorhanden sind, die im ersten Augenblick, in dem •ich ihnen eine Möglichkeit für ein gesundes Leben in Palästina eröffnet, ihr Pioniertum in sich entdecken und als kapitalistische Pioniere dem zurzeit aussichtsreichsten Wirtschaftszweig zu stärkerer Entwicklung verhelfen. Wir haben schon vor einem Jahre offiziell den Plan von Dr. Brünn zur Gründung einer Orangenpflanzungs-Qesellschaft empfohlen. Wir lenken heute das Augenmerk unserer Freunde auf dieses Projekt. Gelingen kleine Gesellschaften dieser Art, so wächst die Aussicht, auch große Kapitalien dem Orangenbau und dann vielleicht auch anderen Pflanzungskulturen zuzuführen. Auf die Dauer wird durch solche Maßnahmen die Frag« der Arbeit und vor allem das Arbeitslosenproblem eine befriedigende Lösung finden. * Tagessorgen dürfen den zionistischen Horizont nicht verengern. Mit aller Vorsicht und Rechtschaffenheit bewerten wir jede einzelne Unternehmung; aber wie wir sorgfältig bemüht sind, das Kleine klein zu sehen, müssen wir gleichzeitig das Oroße groß sehen. Zu den kleinen Dingen gehören heute innerzionistische Tageskämpfe und aktuelle Auseinandersetzungen mit den gewohnheitsmäßigen Feinden des Zionismus. Zu den großen die Stärkung der zionistischen Zuversicht in uns und die Erweckung neuer zionistischer Kräfte durch den Ansturm, dfijr Biegung a!1f die um ihr Judentum ring«« den teile unseres Volkes. Dr. Victor Jacobson, der Vertreter der Zionistischen Organisation beim Völkerbund in Genf, ist zu kurzem Aufenthalt in Berlin eingetroffen. Am 26. d. M. berichtete Dr, Jacobson vor den Korrespondenten der zionistischen Presse in Berlin über die Arbeiten des Genfer Büros. Eine Anzahl von kleinen englischen Sensationsblättern kam auf den kuriosen Einfall, als Nachfolger von Lord P1 u m e r im Oberkommissariat für Palästina den indischen Prinzen D j a m Sahib — einen bedeutenden Krickett- Spieler — zu nennen. Die Nachricht ist natürlich völlig phantastisch, was auch der Ita von autoritativer Seite bestätigt wurde, Der Bürgermeister von Venedig, Prof, Orsl, entsandte nach Palästina den Historiker Dr. Eggardo Guerrini zum Studium der palästinensischen Archive und zur Erforschung der Beziehungen, die zwischen der einstigen Republik Venezien und Palästina bestanden hatten. Zur Entstehungsgeschichte der Kabbalah Ein Vortrag von Dr. C. Scholem (Universität Jerusalem) in Berlin. Der Blick nach vorwärts und nach rückwärts sind in bestimmten! Sinne Eines; Blickpunkt und Sehvermögen bestimmen beide. Und die Geschichtsschreibung, welche alles lebendige Geschehen im wahren Zusammenhang zu erforschen beanspracht, erzielt häufig wichtige Resultate gerade dann, wenn sie in Subjekt und Objekt auseinandertretend sich selbst zum Gegenstände ihrer Forschung macht. Eine Geschichte der wechselvollen Beurteilung und Ein- Schätzung jener jüdischen mystischen Bewegung, welche man mehr oder weniger genau mit dem Namen der Kabbala h zu decken pflegt, ist noch nicht geschrieben; trotzdem sie eine Fülle von Problemen birgt und von Lösungen verspricht, oder vielleicht gerade deshalb. Für die Geistesgeschichte des Juden■ tums, deren Erforschung noch immer sehr im Argen liegt, für eine richtige Erfassung der in bestimmten Punkten der jüdi. sehen Geschichte gehegten Zukunftshoffnungen und der ihnen zugrandeliegenden Selbsteinschätzung ist die jeweilige Haltung zur Kabbalan, die aktive und die historische (welche Wer meist Zusammengehen), ein fruchtbares Symptom. Und auch die in unserer Zeit vollzogene Wandlung in dieser Haltung ist Folge und Symptom einer neuen historischen Situation, welche sieh van außen her durch dies erneute Verständnis für Dokumente religiöser Erfahrung kennzeichnet und von Innen her durch die Sprengung der Fessel, welche das Judentum ln ein rationales Lehrsystem gültiger und zu verbreitender Wahrheiten einengte, nachdem eine volle Bejahung der jüdischen Realität, ihrer Metaphysik sowohl als ihrer Vitalität, mit der Verantwortungsfreude für die Zukunft den Raum eingenommen hat, welcher im vorigen Jahrhundert vom dünnen Historismus und dem Bemühen um Apologetik ausgefüllt war. Dr. Gerhard Scholem, der jetzt an der Universität Jerusalem wirkt (auch das ist symptomatisch), ist der wissen• schaftliche Exponent dieser neuen Haltung, und man kann ohne Ueberfmbung sagen, daß er überhaupt der erste ist, der mit den Mitteln strenger historischer Kritik und philologischer Analyse an die Erforschung der kabbalistischen Bewegung und ihrer Literatur herangegangen ist. Der Vortrag, den er in der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums (bezeichnenderweise im überfüllten Festsaal) hielt, ließ denn auch erkennen, daß sich der künftigen Forschung über Kabbalah ganz neue Perspektiven eröffnen, daß sich das Bild ihrer Entwicklung wesentlich verschiebt, und es kann nicht ausbleiben, daß auch auf den hinter dieser Literatur stehenden Lebensinhalt ein ganz neues Licht fällt. Soweit sich der reiche und schwierige Inhalt des Vortrages in einem Referat zusammen fassen läßt, sei es im folgenden versucht; Das historische Problem der Kabbalah ist gegeben mit Ihrem plötzlichen Auftauchen im Spanien und Frankreich des 13. Jahrhundert*. In dieser Zeit taucht eine Reihe von Schriften, darunter der Sohar, auf, deren Verfasserschaft berühmten Mischnalehrern wie Sdümeon bei! Jochaj zugeschrieberi wird. Sie beanspruchen also ein hohes Alter und gleichsam eine der talmudlschen gleichwertige Autorität. Woher kommen sie? Die beiden bisherigen Versuche, ihre Herkunft aijf Wissenschaftliehe Weise zu erklären, haben es gemeinsam, die Entstehung der Kabbalah aus reügionsphilosophischen Entwicklungen ableiten zu wollen. N e u m a r k sieht darin eine in der Dialektik der Philosopl1ieges״hici|1c begründete Phase, während G r ä t z sie aus einer Reaktion auf den in Maimonides zum Gipfel gelangten Rationalismus der jüdischen ״Hochscholastik“ erklären will. Diese beiden Thesen beruhen auf einem Mißverständnis; die Kabbalah ist nicht religionsphilosophisch mativiert, und daher nicht philosophiegeschichtlicher, sondern nur religionsh i s t o r i sc h e r Betrachtungsweise zugänglich. Damit aber wird die Forschung auf ganz neue Wege gewiesen. Diese fuhren zur Gnosis, jener Bewegung der 4u*g«henden Antike, welche orientalische und jüdische Elemente mit hellenistischen verbindend in dem Idesnkampf, der schließlich den Sieg des Christentums entschied, und bei der endgültigen Prägung der Gestalt des Katholizismus eine so wichtige Rolle spielte und auch noch nach dem Sieg des Christentums in östlichen Sekten Ms in sehr späte Zeiten weiterlebte und wirkte, Nun behauptet Scholem, daß die Literatur der ,,Heehalotlt“, welche Schilderungen von ״Wanderungen“ durch die verschiedenen Welten und eine Art von kosmologlseher Mystik enthalten, nach gewissen Anzeichen nicht, wie bisher, der gaonäischen Zeit (0.—10. Jahrhundert), sondern eben der Zeit der ausgehenden Antike und der Gnosis, etwa dem 4. und 5. Jahrhundert zuzuschreiben ist Sie wüst mit des Fragmenten der Gnosis Uebereinstimmungen bis in die Details der Beschreibung auf (wenngleich selbstverständlich die Gnosis im Jüdischen ihres dualistisch-häretischen Charakters entkleidet ist), spekulative deutende Ausführungen fehlen vollständig. Auf diese Literatur und die sie tragende Bewegung der ״Tordej merkawah“ folgt eine Periode, in der ihr literarisches Erbe, welches für ganz andere Bedürfnisse entstand, ״zu Lesestoff verarbeitet“ wird. Diese Periode wirkte in die gaoniisehe Zeit nach /.,Kleine“ Midraschim) und wird noch einmal im ״rheinischen Cnassidismus" der Chassidej Aschkenas (12, Ihdt•) lebendig. Zwischen der Zelt der ״kleinen“ Midraschim und der des Auftauchens der großen kabbalistischen Schriften (welche Insofern als ״Fälschungen“ zu bezeichnen sind, als sie mit falschen Autornamen erscheinen) im 13, Jahrhundert besteht eine Kluft. Wie ist sie auszufüllen? Oraetz und Neumark machen die provencalische Schule Isaks des IV1 ו für die Fälschungen verantwortlich. Man wußte von eser Schule, daß sie dem Aristotelismus des Maimonides entgegengesetzt war, ihre Schriften waren jedoch unbekannt. Scholem hat sie im Manuskript studiert und ist zu dem merkwürdigen Ergebnis gekommen, daß jene Schule schon im 12. Jahrhundert im Besitze der Schulspräche, Terminologie und Kenntnisse war, welche man erst der späteren Entwicklung des kabbalistischen Schrifttums zusprach. Wenn man die Subtßität der Fachsprache usw. bedenkt, wird man für ihre Entstehung einen umfangreichen Zeitraum ansetzen müssen, und so stellt sich heraus, daß jene ״Väter der Kabbalah“ in Wahrheit schon ihre Kinde■״ und Erben waren. Di« Frage nach der Herkunft des Materials besteht also weiter und es gibt keinen Qrund, die bisher abgelehnte kabbalistische Tradition von ihrer orientalischen Herkunft zu mißachten, es ist im Gegenteil sehr wahrscheinlich, daß sie richtig ist. Das wird auch durch die Textanalyse bestätigt, welche sich vornehmheh auf vier im Laufe des 13. Jahrhunderts aufgetauchte Texte m erstrecken hat; Sefer ha-Bamr, Sefer Temunah, Sefer ha-Sohar und die erst von Scholem edierte, von Jakob und fsak Cohen ln der Provence veranstaltete Sammlung kleinerer Texte. Zunächst das bekannte Werk, der Sohar, welcher kein einheitliches Werk darstellt, vielmehr bekanntlich aus mehreren ursprünglich selbständigen Schichten (oder ihren Fragmenten) besteht, die man nach gewissen Merkmalen leicht in ältere und jüngere einteilen kann. Die ältere Schicht zeigt vollständige Abweaeaheit eines systematisch-philosophischen Interesses. Das