Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXII (1927)
- Issue
- Heft 74 (16.9.1927)
- Date
- 1927-09-16
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2651273-2652877-2652946--19400-2677272- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 532 JUEtMSCHE RUNDSCHAU Nr, 74, 16. IX. 1927 Garantie vorhanden, daß ihr System In der nächsten Zeit sich ändern wird. Wir erklären trotzdem, daß wir bereit sind, ihr loyal bei der Ueberwindung der bestehenden Krise im Zionismus und in Palästina behilflich zu sein, ohne unseren Kampf gegen sie aufzugeben. Dr. Mossinsohn: Der Wand Hacliinudi in Palästina hat der Exekutive vor dem Kongreß ein Memorandum überreicht, in dem er auf die Unzulässigkeit der Kürzungen des Budgets auf dem Gebiete der Erziehung verwiesen hat. In diesem neuen Budget sind für Erziehungszwecke bloß 53 000 Pfund vorgesehen, die für die Erhaltung der Schulen, die bereits bestehen, nicht ausreichen. Der Waad Hachinuch wird nicht die Vera ntwortung auf sich nehmen können, innerhalb dieses Budgets seine Arbeit tortzuführen. Feuerring verliest und begründet darauf die Anträge zum Budget. Sie lauten: Allgemeine Anträge zum Budget. 1. Angesichts der besonderen Lage in Palästina ermächtigt der Kongreß die Exekutive, bei der definitiven Ausarbeitung dieses Budgets Veränderungen der einzelnen Posten bis zu 10 q<> im Rahmen des Gesamtbudgets vorzunehmen. 2. Die Exekutive wird beauftragt, sich um die Aufnahme einer langfristigen Anleihe auf gesunder finanzieller Basis, zum Zwecke der Fundierung ihrer Schulden zu bemühen, um auf diese Weise das reguläre Budget der nächsten beiden Jahre zu entlasten. 3. Der Kongreß beschließt, daß alle Mehreinkünfte über den vorgesehenen Betrag in erster Reihe zur produktiven Bekämpfung der Arbeitslosigkeit verwendet werden sollen. Der Kongreß macht es allen Zionisten zur Pflicht, das äußerste zu tun, um solche Mehreingänge in größter Höhe zu sichern. Anträge zu Spezialposten. a) Bei Vergebung der Arbeiten sollen alle Stände berücksichtigt werden. b) Zu Punkt 3. Der Kongreß beschließt, daß der im Arbeitsbudget enthaltene Unterposten für Kulturarbeit unter Erwachsenen budgetär In gleicher Weise behandelt werden soll wie das Erziehungs-Budget. c) Zu Punkt 5. Der Kongreß erinnert an den Beschluß des XIV. Kon- §resses betreffs der Zentralschule im Emek und beauftragt ie Exekutive, Schritte zu ergreifen, um seine baldigste Ausführung zu ermöglichen. Organisation -Fragen Dr. A. Barth beantragt die Abschaffung aller den Finanz- und Wirtschaftsrat betreffenden Bestimmungen des Organisationsstatuts. (Angenommen.) Der Antrag auf Abschaffung der Briefwahl wird angenommen. Als nächster Punkt wird die Frage der Inkompatibilität behandelt. Es soll in zweiter Lesung die Frage der Wählbarkeit bestimmter Beamtenkategorien in das A.-C. behandelt werden. Präsident Sokolow erklärt hierzu, daß die Frage von der Exekutive neuerlich geprüft worden sei und daß die Exekutive Verweisung an das A.-C. empfehle. Lipsky: Die Frage gehört nicht vor das A.-C., sondern zunächst vor das Kongreßgericht, welches beauftragt werden soll, ein Gutachten für das A.-C. auszuarbeiten. Dieser Vorschlag wird angenommen. Die Resolutionen der Arbeitskommission J. Efter berichtet im Namen der Arbeitskommission über ihre Arbeiten und bringt ihre Resolutionen vor. Die Resolutionen lauten: 1. Der Kongreß stellt mit Befriedigung den Fortschritt fest, der in der letzten Zeit in der Versorgung unbeschäftigter Arbeiter mit produktiver Arbeit gemacht worden ist. Der Kongreß fordert die Exekutive auf: a) alles zu tun, um die Einführung neuen Kapitals nach Palästina und seine Investition in gesunden landwirtschaftlichen und industriellen Unternehmungen zu fördern, b) dafür zu sorgen, daß die Möglichkeiten für Beschäftigung jüdischer Arbeiter voll ausgenützt werden, die durch die Arbeiten von Unternehmungen öffentlichen und privaten Charakters geschaffen werden, c) der Palästinaregierung den Wunsch vorzutragen, bei Durchführung ihres Programms für öffentliche Arbeiten der gegenwärtigen Lage des Arbeitsmarktes Rechnung zu tragen und innerhalb ihrer Arbeiten entsprechende Bedingungen einzuführen, die dem jüdischen Arbeiter seinen vollen Anteil an ihnen ermöglichen und sichern. 2. Der Kongreß fordert die Exekutive auf, bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit die Durchführung öffentlicher Arbeiten der Bewilligung von Arbeitslosenunterstützungen vorzuziehen, und verlangt dementsprechend von der Exekufive, dafür Sorge zu tragen, daß zur Beschäftigung der Arbeitslosen öffentliche, konstruktive Arbeiten durchgeführt werden, die eine ständige Beschäftigung von Arbeitern ermöglichen. In erster Linie ist hierbei an Arbeiten gedacht, die in gleicher Weise unserem Kolonisationswerk wie den Bedürfnissen der Arbeitsiage dienen. Die Exekutive soll alle Anstrengungen unternehmen, um ausreichende Mittel für solche Arbeiten bereitzustellen. 3. Der Kongreß stellt mit Befriedigung das bemerkenswerte Anwachsen der Zahl der jüdischen Arbeiter in den Kolonien fest. Er macht es der Exekutive zur Aufgabe, diese Entwicklung zu fördern und für die Befestigung und Erweiterung der Arbeit in den Kolonien Sorge zu tragen. 4. Der Kongreß begrüßt die Schritte, die zur Besserung der Lage der Arbeiterin in Palästina getan worden sind, insbesondere durch die Gründung der Arbeiterinnen-Chawuroth in Stadt und Land, die den Arbeiterinnen Arbeitsmöglichkeit und Ausbildung gewähren. Er legt der Tätigkeit der Exekuiive auf diesem Gebiete besondere Bedeutung bei und erklärt es als ihre Aufgabe, die bestehenden Chawuroth zu entwickeln und die Entstehung neuer Chawuroth zu unterstützen. 5. Der Kongreß beauftragt die Exekutive, ihre Bemühungen gegenüber der Regierung fortzusetzen, um die schleunige Einführung einer Arbeitsschutzgesetzgebung, insbesondere zum Schutz der Frauen- und Kinderarbeit, durchzusetzen. 6. Der Kongreß verpflichtet die Exekutive, aus den Mitteln, die zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit außerhalb des vom Kongreß bestätigten Budgets aufgebracht werden, in dem Maße das reguläre Arbeitsbudget zu ergänzen, wie dies die Beschäftigung von Arbeitern fördert und sicherstellt. 7. Der Kongreß hält es für erforderlich, daß bei der Verwendung der für Arbeitszwecke vorgesehenen Mittel den Bedürfnissen der Handwerker Rechnung getragen werde. Es soll eine gründliche Prüfung des Problems der jüdischen Handwerker in Palästina vorgenommen werden, um Mittel und Wege zu einer Festigung ihrer Gewerbe und zur allgemeinen Besserung ihrer Lage zu finden. 8. In der Erkenntnis der wachsenden Bedeutung der Pflanzungswirtschaft für die Entwicklung der palästinensisehen Wirtschaft im allgemeinen und unseres Kolonisationswerke* im besonderen sowie für die Aufnahme von Arbeit*- losen aus den Städten, beauftragt der Kongreß die Exekutive, im Interesse der Förderung dieser Entwicklung um eine Beschleunigung des Beginns der Tätigkeit der bestehenden PHanzungsgesellschäften bemüht zu sein und für eine Bereitstellung von Mitteln zu einer aktiven Förderung und Erweiterung der Pflanzungswirtschaft Sorge zu tragen. 9.a) Die Exekutive wird beauftragt, im nächsten Jahre ein endgültiges Arrangement mit den beteiligten Instanzen herbeizuführen, um die Zahlung der aus den Tabakpflanzungsarbeiten des Jahres 1924 verbliebenen Schulden zu regeln. b) Die Arbeitskommission fordert die Exekutive auf, dafür Sorge zu tragen, daß auch in Tel-Awiw an Stelle der Auszahlung von Arbeitslosenunterstützungen Arbeiten unternommen werden. Bei diesen Arbeiten soll den Bedürfnissen der Stadt (Schulbauten, Bau von Arbeit*־ häusem u. dgl.) Rechnung getragen werden. Ueber die Frage der Verteilung des A r b e i t s - B u d g e t s entspinnt sich eine lange und erregte Debatte. Schließlich wird der Budgetvorschlag der Arbeitskommission der Exekutive als Richtlinie überwiese n. Die sämtlichen Resolutionen der Arbeitskommission werden angenommen. Im Namen der Kommission für die Beziehungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern berichtet darauf Suprasky über deren Arbeiten. Der Antrag der Kommission ist mit der Zustimmung der Arbeiter in Palästina ausgearbeitet worden. Er hofft, daß der Kongreß den Antrag ohne Diskussion annehmen wird. Der Antrag lautet: Der Kongreß ist der Ansicht, daß das Fehlen eines (inneren) Arbeitsstatuts des Jischuw in Palästina, das die Arbeitsverhältnisse und die Beziehungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern regelt, eine Behinderung der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes ist und zu Miß- Heiligkeiten führt. Der Kongreß betont das unbedingte Erfordernis eines allgemeinen Arbeitsstatuts, das verpflichtende Normen festsetzt und die allgemeinen Grundsätze der Arbeitsbedingungen und der Beziehungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern bestimmt. Der Kongreß begrüßt die Schritte der Exekutive und des Waad Leumi zur Einführung eines eigenen Arbeiisstatuts des Jischuw und autorisierter Ärbeitsverträge zwischen Arbeitebern und Arbeitnehmern. Er macht es der Exekutive zur flicht, diese Tätigkeit bis Ende des Jahres 1927 zum Ab- Schluß zu bringen. (Angenommen.) Die Schlußreden Präsident Sokolow: Hoher Kongreß! Wir sind nunmehr am Ende unserer langen und schwierigen Verhandlungen angelangt. Erlauben Sie, daß ich bevor wir voneinander scheiden, noch einige Namen nachtrage, welche bei diesem Jubiläumskongreß nicht vergessen werden dürten. Wir sind in Gedanken bei einem würdigen Greis, Alexander Süßkind Rabinowicz, dem gefeierten hebräischen Schriftsteller. Er steht mir noch lebhaft vor Augen, wie ich ihn beim ersten Kongreß sah, als ich noch jung und er schon ein bedeutender Mann war, damals, kurz bevor er nach Palästina ging. Er ist dort eine Art Rabbi geworden — bei denjenigen von unseren Freunden, welche sonst nicht viel auf Rabbis halten. (Heiterkeit und lebhafter Beifall.) der schon beim ersten Kongreß anwesend war und heute vieK leicht der älteste lebende Zionist ist: Dr. Rubin Bierer aus Lernberg. Ich bin noch von einem anderen unserer alten Freunde gebeten worden, Grüße an den Kongreß auszurichten, und zwar von unserem lieben Dr. Klee. Er hat mich ersucht, hier an den 25. Todestag eines Mannes zu erinnern, der einen hohen Platz in der Grundlegung det zionistischen Ideologie cinnimmt, Dr. lsak Rülf, einen Mann, der an dieser Statte, an der er Herzl seine Unterstützung geliehen hat, nicht unerwähnt bleiben darf. Auf diesem Kongreß ist einer unserer großen Schriftsteller anwesend, Salman Schneur (lebhafter Beifall, Redner fährt hebräisch fort), der in diesem Jahre das 25. Jubiläum seiner literarischen Tätigkeit begeht. Der Dichter stand die ganze Zeit in unseren Reihen und hat stolz die Fahne unserer geistigen Renaissance getragen. Im Namen aller Zionisten habe ich die Ehre, ihm unsere Glückwünsche zu überbringen. Es ist mir eine angenehme Pflicht, der Schweizerisehen Eidgenossenschaft und speziell dem Basler Volk den Dank des Zionistenkongresses auszusprechen für die großzügige Gastfreundschaft, die uns Basel bereitet hat. Man fragt mich, ob ich mit dem Kongreß zufrieden bin. Ich sage offen: nein. Ich bin überhaupt unzufrieden. Die Zionisten sollen immer unzufrieden sein, und doch muß ich sagen, daß dieser Kongreß der beste Kongreß ist, den wir seit dem Krieg gehabt haben. Der Kongreß ist die Abspiegelung unserer wahren Wirklichkeit, Es ist nicht unsere Schuld, daß er unter solchen schweren Umständen geführt werden mußte. Die Krise in Palästina und die Arbeitslosigkeit hätte man sicher beseitigen können, wenn wir es auf uns genommen hätten, in jedem Lande in einer Zeit von ein oder zwei Monaten das nötige Geld autzubringen. Wir waren aber nicht stark genug, um es auszuführen. Wir mußten darum einen längeren und kons'fiktiveren Weg wählen, der aber sicher zur Lösung führen wird. Ich möchte mir noch erlauben einiges zu sagen, was als Richtlinien für unsere künftigen Arbeiten zu betrachten ist. Wir müssen die Einkünfte des Keren Hajessod vergrößern. Wir wissen, daß mit Defiziten zu arbeiten keine angenehme Sache ist. Ein Defizitzustand ist aber ein Normalzustand jeder Organisation und jeder Bewegung, die nicht ihre Arbeiten eng beschränken will. Die Einkünfte des Keren Hajessod werden hoffentlich in den nächsten Jahren zunehmen. Außerdem müssen wir auch das Problem der Anleihe erörtern. Wir mußten diesmal unser Budget auf das Minimum reduzieren, weil wir vorläufig noch keinen anderen Ausweg finden. Wir glauben aber, daß das Wachsen des Keren Hajessod und die Realisierung der Anleihe es uns ermöglichen wird, unsere Pläne in Palästina zu verwirklichen. Wir werden eine Kommission bilden, die sich mirsämtlichen Fragen der Anleihe befassen wird. Der erste Schritt in dieser Hinsicht ist schon gemacht worden. Wir haben nach Südafrika ein Telegramm gesandt, in dem wir uns über diesen Beschluß geäußert haben. Als Antwort daraut liefen aus Südafrika die ersten 10 000 Pfund ein. Da ich die erste von Südafrika angekommene Summe erwähne, müßte ich Ihnen auch von einem zweiten Telegramm erzählen, das wir eben aus Südafrika erhalten haben. Bei dem Empfang, der seitens unserer Brüder in Südafrika dem Minister der Kolonien Amery aut seiner Reise durch Afrika veranstaltet wurde, hat sich MinisterAmery über unser Werk in Palästina sehr günstig geäußert. Die Arbeit des Keren Hajessod muß fortgesetzt werden, auch die Anleihe muß realisiert werden. Aber ohne die Hilfe der Mandatamiacht werden wir aber unser Nationalheim nicht schnell errichten können. Sie hat bisher für unsere Arbeit noch kein volles Verständnis gezeigt. Sie wird sie aber auch noch richtig einschätzen lernen und unterstützen. Wir müssen jetzt nicht gegen die kämpfen, die dem Zionismus feindlich gegenüberstehen, sondern gegen die, die sich der Pflichten entziehen wollen. Wir rufen die Juden auf, ihre Pflichten ihren Brüdern und ihrem Lande gegenüber zu erfüllen. (Lebhafter Beifall.) Sekretär Israel Cohen verliest das von der Südafrikanischen Landesföderation eingelangte Telegramtn: ״In seiner Antwort an die Abordnung der südafrikamsehen Zionisten rühmte der Kolonialminister Amerv den Fortschritt, den die Juden in Palästina bisher gemacht haben, außerordentlich und bezeichnete ihn als sehr schön, wenn auch als einen notwendigerweise langsamen. Er erklärte, daß die öffentliehe Meinung Englands sich geändert habe, und daß heute das ganze Volk hinter der Balfour-Deklaration und dem Mandat nach seinem Wort und Sinn stehe und daß es unwahrscheinlich sei, daß irgendein Regierungswechsel diesen Entschluß beeinträchtigen würde. Die jetzige wirtschaftliche Lage in Palästina mache eine große Anleihe notwendig, und diese verdiene jede E r m u - t i g 11 n g, da die Grundlagen des jüdischen nationalen Aufbaues vollkommen gesun d seien. Er zollte der Führung Weiztnanns glänzende Anerkennung und sagte, daß dieselbe nationalen Eifer mit praktischen Erwägungen und Erkenntnis der Schwierigkeiten in sich vereinige‘). (LAhafter Beifall.) Vorsitzender L. Motzkin: Ich halte es für meine besondere Pflicht, zum Schluß dem Bürodes XV. Zionistenkongresses, den Herren Dr. Franz Kahn, Dr. Ernst Mechner und Dr. Fritz Ullmann unseren besten Dank auszusprechen. Auch den Ordnern gilt unser Dank, insbesondere den jüngsten unter ihnen. Ich betrachte diesen Kongreß als einen der besten und vornehmsten Kongresse seit Kriegsende. In der ganzen Zeit, und besonders, wenn unsere Diskussionen zur Siedehitze gesteigert waren, hat es sich gezeigt, daß dieser Zionistenkongreß einer der zionistischsten Kongresse war. Rabbiner Nurock spricht den Dank an das Präsidium aus. Die Versammlung erhebt sich und schließt den Kongreß mit dem Absingen der Hatikwah. Schluß des Kongresses: 11.15 nachts. Das neugewähltc Aktions-Comit6 1. Exekutive. Dr. W e i z m a n n, Präsident der Zionistischen Organisation, Sokolow, Präsident der zionistischen Exekutive, Dr. Eder, Lipsky, Felix Rosenbi&th, Kisch, Sacher, Frau Henrietta Szold. 2. Aktions-Comitö. A. Mi tglied er. 1. Landsmannschaften: Adolf Bernhardt, Dr. B i 1 e s k i, Kurt Blumenfeld, Oberrabbiner Dr. Chajes, Dr. Koralnik, Farchy, Dr. Feiwel, Jakob Fishman, A, J. Freeman, Ab. Goldberg, Guedalla, Dr. Hindes, Lewite, Dr. Schmarja Levin, Dr. Mossinsohn, Motzkin, Pazifici, Dr. Reich, Morris Rothenberg, Dr. Rufeisen, Dr. Ruppin, Morris Samuel, Rabbi Silver, Idel Schwarz, Max Shulman, Suprasky, Dr. O. Thon, Ussischkin, Stephen Wise. 2. Sonderverband Misrachi: Rabbi Berlin, Lewin Epstein, Farbstein, Dr. Federbusch, Rabbi Fischman, Samuel Landau, Dr. Nurock, Prof. Pick. 1 3. Sonderverband Hitachduth: Dr. Arlosoroff, Elieser Kaplan, Dr. Melzer, Sprinzak, Twersky, Werlinsky. I "J׳y'4.. S-o*d’e׳rverbaA4f.P0.ale׳ Zion,; Harzfeld, Kap?! j|fe]^,־c«Öter^־Äeitt«insiö^AWKiscboWi ׳'*״ ’׳־.׳-י;י:י• ‘ 5. Fraktion radikaler Zionisten; Grünbaum, Dr. Soloweitschik. 6. FraktionderRevisionisten: Großmann, Lichtheim. B. Stellvertreter. 1. Landsmannschaften: Dr. Brodetzky, Samuel Cohen, Dr. Ebner, Dr. Josef Fischer, Goldbloom, Dr. A. Goldstein, Dr. G. Halpern, Dt, Hugo Herr, mann, Mosche Kahan, David Izmozik, Dr. Klee, Dr. Landsberg, Ing. Landau, A. Lewin, Dr. Licht, Frau Lindheiin, J. Mendelssohn, Neiger, Rawalsky, Dr. Ury Rosenblatt, B. G. Richards, Dr. Schallt, Dr. Schmorak, Shelwin, Dr. Schramek, Frau Silverman, Stone, Weißgal, Dr. Wahrhatig. 2. Sonderverband Misrachi: Lazarus Barth, Rabbi Levinson, Rabbi Magnes, E. Neufeld, Rabbi Olischkowski, Rabbi Ostrowski, Schapiro, Schiff. 3. Sonderverband Hitachduth: Garfunkel, Dr. Hellmann, Elieser Joffe, Prof. Laserson, J. Skwirsky, Dr. Tartakower. 4. Sonderverband Poale Zion: Alfred Berger, Remes, Berl Kaznelson, Idelsohn, Brudny. 5. Fraktion radikaler Zionisten: Stricker, Dr. Goidmann. 6. Fraktion der Revisionisten: Dr. Hoffmann, Weinschal. 3. Kongreßgericht. Vorsitzender Rechtsanwalt Gronemann; Mitglieder: Dr. Desider Friedmann, Locker, Dr. Ringel, Dr. Silberschein, Dr. Weißeiberger, Rosensohn, Dr. Weiner, Dr. Eckstein, Dr. Goldhammer, Dr. A. Halpern, Dr. Zimmermann, Erich Cohn, Kozower, A. Lewinsohn. * 4. Ehrengericht. Vorsitzender Grone mann, Mitglieder: Dr. Berkelhatnmer, Dr. Bierer, Garfunkel, Dr. Deutsch, Dr. Großmann, Berl Kaznelson, Dr. Perlmann, Dr. Oskar Cohn, Dr. Feldblum, Dr. Tannenbauin, Dr. Rosmarin, Dr. Wolfsberg. 5. Kongreßanwalt. Dr. Aron Barth; Stellvertreter Dr. Siegfried Moses. 6. Revisoren. Simon Marks, Montagu Burton; Stellvertreter Paui Goodman, Greenberg. Konstitnienmg des neuen Aktions-Comics Basel, 12. September. (I. T. A.) Das von dem XV. Zionistenkongreß neugewähltc Aktions - Comitc hat in Basel seine erste Sitzung abgehalten, in der das Präsidium gewählt worden ist. Leo Motzkin wurde zum Präsidenten wiederewählt. Zu Vizepräsidenten wurden gewählt: Dr. Stephen . Wise, Sejmdeputierter H. Farbstein (Misrachi), Kap- 1 a n s k i (Poale Zion) und Sprinzak (Hitachduth). Das Aktions-Comite nahm ferner die Wiederwahl der abtretenden Mitglieder des Direktorenrates des Jüdischen Nationalfonds (Keren Kajemeth) M. M. Ussischkin, Wilk a n s k y und Rabbi Meir Berlin vor. Dr. Weltmann ist, einer Einladung des Direktoriums des Keren Hajessod und des Straßburger Keren Hajessod folgend, Mittwoch und Donnerstag in Straßburg, wo er an öffentliehen Veranstaltungen zugunsten des Keren Hajessod teilnimmt. *) Vergleiche den Bericht der, ''׳*»*«-Erklärung in dieser Nummer.