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Jüdische Rundschau · 1927-09-02 · Heft 70 (2.9.1927) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXII (1927)
Issue
Heft 70 (2.9.1927)
Date
1927-09-02
Page
– (sequence 3)
Language
German
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1927 Nr. 70, 2. DL 1927 JUEDISCH E RUNDSCHAU Seite 499 eal einer t, Wahr נ ausge scheinen aufende, ückwärts >n durch strichen. ■Periode, id 3. die ontstnus. -־ Reihen nellerem ging die Jüdische m klärte lung der 1e große :höneren ole kon iedanken Is mora rusetzen!׳■endigen est, abe!erholen s, die er gen und ue unge-?rechend ein. ln z.^gung ihtischen it unver■ 1 seinen ickel an größte )etroften aber an ehr und den, die len Verreuesten istvollen ^vollem sohn ist und der var ein iner der tarbeiter er seine aftvoller 1. Auch unseren er Peaber es;it. Die!aut, die menwiral-kultuden, die ehung k unter rbundes or ganz Ichlüssel Erfolge Ueberlitischen en, kulleidende re, der st nicht sondern Dasein, worden, ade geim von unverfüllung! hat in Daseins- :klungsso weit . 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Wenn unserem Volke das Recht zuerkannt worden ist, sein Nationalheim auf dem Boden Erez-Israels zu errichten, so hat es im Laufe der Jahre in Treue bewährt, daß es verdiente, diese Anerkennung zu erlangen. Wie hätte unser arbeitendes jüdisches Volk in Erez-IsraeT das große Kulturwerk beginnen können, wenn nicht die weitesten jüdischen Volkskreise (1er Diaspora auf das Höchstmaß der Mithilfe eingestellt wären? Dank gebührt allen, die unter schwierigsten Verhältnissen an den Aufgaben mitwirkten, die unserem Volke gestellt sind. ln die letzte Kongreßperiode fiel auch das silberne Jubiläum des Jüdischen Nationalfonds. Fürwahr, ein vollgültiger und geeigneter Anlaß, dankend auf die hinter uns hegende Periode dieser fundamentalen Arbeit zurückzuschauen. Das Land wartet auf Erlösung von Mißwirtschaft. Bei geregelter Bewirtschaftung und landwirtschaftlicher Organisation und besonders, wenn, wie wir es hoffen, ein rationeller Agrarkredit eingeführt wird, trüge der Boden ohne Zwang reichlich genug, um seinen Bewohnern ein menschenwürdiges Dasein, Behagen und Lohn ihrer Arbeit bieten zu können. Der JNF. hat eine solide Grundlage gelegt und seine Pfähle so tief eingetrieben, als er es muß, um sicheren Boder! zu gewinnen. Mit freudiger Begeisterung erwähnen wir dies schöne Jubiläum und wünschen dem Jubilar eine fortschreitende ruhmreiche und segenspendende weitere Laufbahn. Unser Programm Hochverehrter Kongreß! Kongresse sind eine Art von Ruhetagen während der Ent- Wicklung der Bewegung, sie sind nicht dazu da, um Rückschau zu halten, sondern um zu beraten, was in der weiteren Bewegung zu geschehen habe. Aber 30 Jahre Zionismus sind ein bedeutender Markstein und aus einer Rückschau über eine so wechselvolle und ereignisreiche Zeit ergeben sich manche beachtenswerte Winke und Lehren für die Zukunft. Die Zeiten sind dahingegangen, die Formen haben sich eändert, doch der Inhalt ist geblieben. Was wir gewesen sind, as sind wir auch heute. Man sagte vom Zionismus, daß er tief gesunken, daß er innerlich zerrissen, daß er verarmt sei. Aber unsere Einheit ist größer als es scheint, der Einfluß und die Macht unserer Idee ist tiefer als es sich ausdrückt, sie hat größere Schätze als man zählen kann. Man sagte, das Pathos unseres Anfangs habe sich verflüchtigt. Aber — das Pathos noch so genialer Improvisationen genügt nicht für die Dauer. Die ungeheure Spannkraft eines Volkes, dem das scheinbar Unmögliche nur aer Sporn und Antrieb zu kühneren Großtaten ist, braucht in der Erfüllungszeit ein straffes Band des Zusammenfassens und Einfügens nicht weniger als das Pathos. Man sagte, das große Ideal Herzls sei in Vergessenheit geraten. Aber — das ist ein Wahn der Kurzsichtigkeit und der Ungeduld. Die Verwirklichung eines großen Ideals ist nicht die rasende Apokalypse einer kurzen Weile, sie ist eine Entwicklungsbahn, systematischer Werdegang, ein langsames Wachstum. Wie sich Sandkorn an Sandkorn, die das Meer ans Ufer spült, zu riesigen Gebirgen aufeinanderstapelt, bis sie dort als Bergmassen emporragen, wo früher Meere sich endlos gedehnt, so wird das Nationalheim des jüdischen Volkes wachsen. Wir sind ein Stück über den Kongreß zu erstatten. Dr. Weizmann gibt weiter bekannt, daß der britische Gesandte in Bern im Auslande weile, und begrüßt den Vertreter der britischen Oesandt- Schaft. Er begrüßt weiter die Vertreter (kr folgenden Staaten: Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien, Nicaragua, Oesterreich, Peru. Po'en, Portuga', Rumänien, Schweden, Serbien, Kroatien und Slowenien, Tschechoslowakei, United States of America, Uruguay, Venezuela. Begriißungsansprachen halten der Regierungspräsident von Basel, der Vertreter des englischen Gesandten, ferner Vertreter der Schweizer jüdisriieiUGemeinden, der Schweizer Zionisten und der Baseler Zionistischen Ortsgruppe. Wahl des Kongreßpräsidinms Leo Motzkin schlägt namens des Aktionskomitees folgendes Präsidium vor: Präsident: Nahum Sokolow: Vizepräsidenten: L. Motzkin, M. Ussischkin, Rabbi Meir Berlin, Rabbi Max Heller, Miss Henrietta Szold, Professor Kleinmann, Deputierter Färbstein, Dr. Reich, Elieser Kaplan, Dr. Schalit, Podliszewski (angenommen). Weiter schlägt er folgende Beisitzer vor: Philipp Guedalla, S. Gesundheit, Ab. Goldberg, Dr. Hilfstein, Wertheim, Wladimir Temkin, Dr. Landsberg, Lindenheim, Dr. •Rosenblatt, Rabbi Usiel, Rabbi Amid (angenommen). Als Se kretäre werden vorgeschlagen: Dr. Bernstein, Prof. Brodetzky, Rabbi Brickner, Dow Hos, Dr. Herrmann, Rabbi Hoffmann, Dr. Weisseiberger, Nejfeld, Efter und Heftmann (angenommen). fl 1 Den Bericht wir nachtragen. über die Achad-Haam-Gedenkfcier werden Zweite Sitzung runig, sind wir doch innerlich zerwühlt Väh |ehb# UnMst, die vom gegenwärtigen Posten immer auf den künftigen zielt, die in jedem Erreichten nur eine Uebergangsstufe erblickt und fiebernd strebt, nach möglichst hohem Ziele. Man sagte, uns fehlte eine vorgeschriebene Marschroute, ein Programm. Aber — das ist ein leicht gesagtes Schlagwort. Nicht Programme fehlen uns, sondern Kapital. Die Kunst, ein Land ohne genügendes Kapital aufzubauen, ist noch nicht erfunden worden. Was wir wollen, wissen wir ganz genau. Was wir erbaut, geformt, zusammengeschweißt naben, muß aufrechterhalten werden. Das erfolgreich Geschaffene in stetem Fortschritt zeit- und zweckgemäß auszubilden, die wirtschaftliche Entwicklung mit fester Hand umsichtig und sorgsam zu pflegen, die nationale Erziehung und Kultur zu fördern — das sind die Fragen, die in unserer Seele brennen. Pläne und Methoden werden von Spezialausschüssen geprüft. Die einen treten an die Sachen mit rein idealen Gesichtspunkten heran, während die anderen sie unter rein realen und geschäftlichen betrachten, wie es ihr Recht und ihre Pflicht ist. Wir wollen und ersehnen eine Vereinigung von höchstem Idealismus und wahrem, gesundem Realismus, höchstmöglicher Objektivität und Sachlichkeit. Die Aufgaben des Kongresses Die Zionistische Organisation, die in den 30 Jahren ihres Bestehens nicht totgeredet und nicht totgeschrieben werden konnte, beginnt in treuer Erinnerung ihrer Vergangenhe t mit frischem Mut eine neue Periode. Sie tritt in diese Periode ein mit sieghaftem Bewußtsein innerer Erstarkung, mit selbstbewußter Genugtuung über errungene und in sicherer Hoffnung zukünftiger Erfolge, mit dem erhabenen Gefühl maßgebenden Einflusses auf das jüdische Volk und auf weite, edeldenkende Kreise der Menschheit und mit dem festen Entschluß, diesen Einfluß für den Aufbau Erez-Israels geltend zu machen. Es ist die Pflicht der Gegenwart, das Erbe unverkürzt der Zukunft zu überantworten, dem Kongreß seinen ursprünglichen historischen Sinn zu wahren, die temporäre Ungunst der wirtschaftlichen Verhältnisse durch Tüchtigkeit, Ausdauer, Charakterstärke und größeren Opfersinn zu besiegen. Das Mißlingen eines wirtschaftlichen Planes hat immer etwas schmerzhaftes, es wirkt aber verschieden. Der Schwache gelangt da■ durch in eine Gereiztheit, der Starke tritt wohl einen Schritt zurück, behält aber das Ziel fest im Auge und sieht, auf welchem anderen Wege er es erreichen kann. Aus der Unbefriedigtheit müssen sich stärkere Kraftanstrengungen erheben. Wir hoffen zuversichtlich, daß das jüdische Volk seine ganze Kraft in begeisterter Hingabe in den Dienst seiner großen Sache, einer Sache der Menschheit und der Zivilisation, einer Sache seiner Rettung und seiner Ehre stellen wird. Wir müssen und werden Erez Israel weiterbauen, bis es za einem großen und wirklichen Nationalen Heim wird. Wir werden dafür jedes Opfer bringen und jede Kraftanstrengung vollführen. In diesem Geiste müssen die verschiedenen Parteien und Richtungen im Zionismus, ja im ganzen jüdischen Volke unzertrennlich verknüpft sein. Unser einmütiges Zusammentreten, unser unbeugsamer Wille wird den Sieg im Kampf der Arbeit bringen. Das walte Gott! (Stürmischer Beifall.) Begrüßungen Nachdem Sokolow geendet hat, begrüßt Dr. Weiz• mann die Vertreter der Behörden und Ehrengäste, darunter Lady Samuel und die Nichte Lord Balfours. Er teilt mit, daß der Generalsekretär des Völkerbundes infolge der Tagung des Völkerbundes verhindert sei, an der Eröffnungssitzung teilzunehmen und daß er Herrn S. A. Neymann, Mitglied des Sekretariates, zum Vertreter bestellt und ersucht habe, einen Bericht Mittwoch, den 31. August, vormittags. Vorsitzender Motzkin eröffnet die II. Sitzung des Kongresses Mittwoch, den 31. August, 10.10 Uhr. Für das Kongreßgericht berichtet Rechtsanwalt Gronemann über die Prüfung der K ongreßwahlen. Das Kongreßgericlit hat manche Veränderungen vorgenommen und in einzelnen Ländern (Polen) die Mandate neu verteilt. Demnach sind am Kongreß teilzunehmen berechtigt: alle Mitglieder des A.-C., 11 Mitglieder der Exekutive. 3 Vertreter der Institutionen und 2 Kongreßjuristen ohne Stimmrecht, zusammen 66; ferner 237 Delegierte auf Grund der Wahlen. Für die einzelnen Länder ergibt sich: Auf Grund einer Einheitsliste (ohne Wahlkampf) sind auf dem Kongreß vertreten: Amerika mit 53, Kanada 6, Jugoslavien 4, Südafrika 8, Transsylvanien 5, Ungarn 1, Chile 1, Estland 1, Skandinavien 1, Singapöre 1. In den Ländern mit mehreren Listen ergibt sich: Argentinien: Allg. Zionisten 2, Hitachduth 1: Belgien: Allg. Zionisten 1; Befiarabien; AUg. Zionisten 1. Hitachduth 1; Bukowina: Allg. Zionisten 2; Bulgarien: Allg. Zionisten 2, Revisionisten 1; Deutschland: Allg. Zionisten 4, Misrachi 4,_P0ale Zion 3. Radikale 1; England: Allg. Zionisten 6, Misrachi 2; Frankreich: Hitachduth 1; Ostgalizien: ATlg. Zionisten 5, Misrachi 3, Hitachduth 4; Westgalizien: AUg. Zionisten 6, Misrachi 1, Hitachduth 1; Holland: Misrachi 1; Lettland: Revisionisten 1, Hitachduth 1; Litauen: Allg. Zionisten 1, Poale Zion 1, Hitachduth 1; Oesterreich: Allg. Zionisten 1. Radikale 1; Palästina: Allg. Zionisten 6, Misrachi 4, Poale Zion 10, Revisionisten 2, Hitachduth 5; Polen: Et Liwnot 4, Misrachi 7, Poale Zion 3, Hitachduth 2, Radikale 2; Ruipänifa: Allg. Zionisten 3, Hitach- Syrien: Allg. Zionisten I; TscheHiosteWakei: Alle. Zioplsten 5, Misrachi 1, Radikale 2; Tunis: Revisionisten 1; Ungarn: Allg. Zionisten 1; Chile: Radikale 1; Rußland: Hitachduth 2; Gruppe Straßburg-Wilna: Allg. Zionisten 1; Estland-Skandinavien-Sin-!apore: Allg. Zionisten 1; Danzig-Aegypten-Tanger: Poale ^ion 1. Hierzu kommen auf Grund der Weltwahlliste: Allgemeine Zionisten 1, Misrachi 3, Poale Zion 3, Hitachduth 1, Revisionisten 4. Außerdem wurde beschlossen, je drei Vertreter der Hitachduth und der Poale Zion als russische Delegierte, aber nur mit beratender Stimme unter gewissen Be- Schränkungen zuzulassen. Nach dem Bericht des Kongreß gerichtes folgt das einleitende Referat Dr. Weizmanns über die Politik der Exekutive. Dr. Weizmann gibt zuerst ein Bild der politischen Situation und bespricht die einzelnen Fragen, über die mit der Mandatarmacht Verhandlungen geführt werden, besonders Bodenfrage, Steuererleichterungen, Zo'Isystem, Industrieförderung usw. Er geht dann über zur Finanzpolitik und bezeichnet es als notwendig, in Zukunft vor allem das Budget zu balancieren, was die Voraussetzung für jede Art Kredit- Operation sein muß. Vom Gesamtdefizit von etwa £ 150000 sollen im kommenden Jahr £ 70 000 abgedeckt werden, weitere feste Verpflichtungen liegen vor im Ausmaß von etwa £ 150 000 (Electric Corporation, Hypothekenbank, Audscha-Pro ekt usw), so daß nur etwa £ 225 000 für das Budget verbleibt. Davon müssen dem Arbeitsdepartement mindestens £ 70 000 zugewiesen werden. Dr. Weizmann betont die Dringlichkeit der Konsolidierung der bestehenden Siedlungen, nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen, sondern auch, damit der Raubbau an unseren besten Menschen aufhört. Er findet Worte höchster Anerkennung für die Disziplin und Leistung der Arbeiterschaft, die trotz der schweren Zeit an dem Ideal festhält. Weizmann betont schließlich, daß der Kongreß wirksame Mittel gegen die Arbeitslosigkeit finden muß. Nach Weizmann spricht Sokolow, der vor a'lem das innere Wachstum der Bewegung in den letzten Jahren schildert. Eigener Draht bericht. Basel, 1. September. In der Nachmittagssitzung wurde die Generaldebatte eröffnet. Als erster sprach der Führer des Misrachi, Rabbi Meir Berlin (hebräisch). Der Redner erklärt, der Hauptgrund für den Rückgang der zionistischen Bewegung sei die Vernachlässigung der Religion. Die bedeutendste parlamentarischrednerische Leistung war die Rede des Vertreters der Hitachduth, Dr. Arlosoroff, der eingehend die Stellung seiner Partei zu den!»litischen, finanzpolitischen und kolonisatorischen Arbeiten der Exekutive darlegt. Er erklärt die weitgehende Uebereinstimmung mit dem politischen System Weizmanns, kritisiert jedoch im einzelnen den Mangel an wirtschaftspolitischer Initiative im Verhältnis zur Mandatarmacht, Unter stürmischem Beifall des Kongresses brandmarkt der Redner den Mangel an außenpolitischer Disziplin in den zionistischen Reihen. Als Beispiel führte er die Aeußerungen revisionistischer Journalisten der Weltpresse an, erst jüngst den Artikel des Kongreßdelegierten Dr. v. Weisl in der ״Vossischen Zeitung“. Redner erklärt, daß ein gegen die Arbeiterschaft gerichteter Kurs nicht der Arbeiterschaft, sondern dem Zionismus selbst schwersten Schaden bringen müßte. Er nimmt auch Stellung gegen die separatistisehen Tendenzen mancher zionistischer Gruppen, z. B. der Hadassah. Der nächste Redner, Dr. Stephen W ise, erklärt namens der Amerikaner ihre Loyalität gegenüber der Leitung Dr. Weizmanns. Er wendet sich scharf gegen die Steuerpolitik der paiästinensischen Regierung, die unser Kolonisationswerk übermäßig belastet. In der Nachtsitzung sprachen noch Berl Kaznelson namens der Poale Zion und Jizchak Griinbaum für die Radikalen. Donnerstag fand keine Plenarsitzung statt, sondern die Jubiläumsfeier des I. Kongresses im Kasino Der Goldene Sehekel Aufruf der zionistischen Exekutive. Der XV. Zionistenkongreh hat sich diesmal in Basel, de» Stadt, in der die Zionistische Organisation vor 30 Jahren in* Leben gerufen wurde, versammelt. Drei Jahrzehnte ununterbrochener zionistischer Arbeit liegen hinter uns. Wir sind eine große Strecke Weges gewandelt, unserem Ziele, der nationalen Befreiung unseres Volkes, entgegen. Wir haben eine wichtige Etappe erreicht. Der moralische Sieg unserer Idee im Judentum, unsere Erfolge auf dem Gebiet der Weltpolitik, unsere praktischen Errungenschaften in Palästina, sie alle sind das werk der Zionistischen Organisation. Verstrickt in die ständig wachsenden Anforderungen der politischen Arbeit und des palästinensischer! Aufbauweraes, hat die Zionistische Organisation als solche mit diesem Prozeß fortschreitender Entwicklung in ihrer eigenen Kraftentfaltung nicht gleichmäßig Schritt gehalten. Der gewöhnliche Schekel, ein Symbol der Zugehörigkeit zur Zionistischen Organisation, ist nicht imstande, die Mittel zu schaffen, die die Aufrechterhaltung wichtiger politischer Arbeiten, die Ausbreitung der zionistischen tdee und die Organisation des Judentums für den Aufbau des Nationalheims erfordern. Darum ist der Goldene Schekel geschaffen worden, der den gewöhnlichen Schekel ergänzen soll. Zur Deckung des gegenwärtigen Defizits der Organisation und zur Weiterführung unserer Arbeit benötigen wir sofort einen Betrag von zehntausend Pfund Sterling. An alle Zionisten ergeht daher der Ruf, de! dreißigsten Jahres seit Schaffung der Zionistischen Organisation durch Entrichtung des Goldenen Schekels zu gedenken. Gerade in diesen Tagen, während des Kongresses und unmittelbar anschließend an ihn soll jede Zionistische Organisation und jeder einzelne Zionist alle seine Kräfte einsetzeo zugunsten der Aktion für den Goldenen Schekel. Der Mindestbetrag des Goldenen Schekels isf ein Pfund. Wir appellieren an die Zionisten in der ganzen Welt, ihre Anhänglichkeit an die Zionistische Organisation im drei• ßigsten Jahre ihres Bestehens durch Zahlung des Goldenen Schekels zu bekunden. Honte, sehe Organisation, 77, Great Russell Street, London, W. G. 1, erbeten. Ch. Weizmann. Nahum Sokolow. Der Konflikt innerhalb der Hadassah Wie wir erfahren, ist einer der bedeutendsten Aerzte de! Hadassah, Dr. Gustav G e r y, von seinem Posten zurückg e t r e t e n und verläßt Palästina. In einem Brief an die Presse erklärt er die Gründe des Schrittes als Protest gegen die gegenwärtige autokratische Leitung der Hadassah in Palästina. Das Scheiden von Dr. Gery, nach dem erst kürzlich erfolgten Ausscheiden von Dr. Felix, hat in Palästina großes Bedauern hervorgerufen, da gerade diese beiden Aerzte einen sehr guten Ruf genossen. Die Unzufriedenheit mit der Leitung der Hadassah, die dieses Ausscheiden zuließ, ist allgemein. bis Keren Hajessod - Eingänge im Monat Juli Vereinigte Staaten von Amerika £ 24790.19.11 Süd-Afrika 4,000. 0. 0 Argentinien 2,628. 8. 9 Deutschland 2,536. 6. 5 Rumänien: Bukarest £ 977. 7. 6 Bukowina 6 .564.16 ״ Beßarabien 8 .66.18 ״ T ranssylvanien ., 6. 5. 0 tf 1,615. 7. 8 Algerien 1,604.12. 9 Belgien 1,060. 0. 0 Bulgarien 1,000. 0. 0 Frankreich (Paris) 1,000. 0. 0 Australien 1,000. 0. 0 Schweiz 990. 1. 4 Oesterreich 911. 9.11 Polen: Warschau £ 686.19. 1 Krakau 7 .9 .155 ״ Lemberg 2 .35.16 ״ יי 878. 4.10 England J» 806.10. S Erez Israel 655.12. 2 T schechoslowakei 503. 2. 2 Portugal?» 344.14. 0 Lettland 324.19. 5 Litauen 258. 0. 0 China (Schanghai) V 250. 0. 0 Syrien 1» 84.10. 6 Finnland 80. 4.11 Chile 67. 0. 0 Panama 63.14. 5 Holländisch Ostindien 61. 0. 7 Griechenland 50. 0. 0 Mexiko 40. 0. 0 Ungarn יי 37.13. 9 Schweden 17.17.11 Italien 15. 0. 0 Indien 3.19. 1 Tunis 1. 0. 0 £ 47,680.11. 2 Die Gesamteinnahmen des Keren Haiessod-Hauptbureaus 31. Juli 1927 betragen £ 3,087,729.17.5.

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