Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1927-08-26 · Heft 68-69 (26.8.1927) · page 3

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXII (1927)
Issue
Heft 68-69 (26.8.1927)
Date
1927-08-26
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2651273-2652877-2652941--19350-2677217
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

1927 Nr. 68/09, 26. WI. 1927 J U EDI SCH E RUNDSCHAU Seite 487 bt dem sie nur renn er istische durchd stets muß, ist ialfour- Agency lachten eit dem s aktiv :ntwickwelchem utione!\ Finanzin der le einer cht, ob orliegen;1 dafür werden, sgehen. :nn klar Gelder werden lem sie e Wirtes kann auptziel en, daß ten. jen und organi- Zionistihprüfen. :r einer die Erzunutze tes und Mitwirachleute unserer Jahren die Mitjane zu bei der ite man 1g einer )er Völliwierige unissäre die wir müßten. — von — unsen und kontroldes zioeint uns iion des nuß, um antwortäkratisch aber die!litischen rden. In antwortndig ist, en, muß Reform ang und :hes An- Funktion jt. Die ar. Die ome für ber nicht lern nur tes Vertive, die ber allen im Autdes Geaisdruck. Gesichts- Gesamtird manin. Der iuth, des der Erigen des aieriellen inwande- : zu besann und iuB alles ifung ge- [einmütig werden, dann freilich wird der Zionismus großen Schaden erleiden. Es hängt alles davon ab, daß der Kongreß den Mut und die Entschlossenheit hat, die notwendigen Beschlüsse zu fassen, ohne erst durch die Hölle aller parlamentarischen Zwangsmittel hindurchzugelien. In den meisten Staaten wird in einem solchen Falle, wenn eine große Krise zu lösen ist, zu außerordentlichen Maßnahmen gegriffen: Objektive Staatsnotwendigkeiten werden dann auch gegen das Parlament, mit Auflösung oder Notverordnung, durchgeführt. Unsere Verfassung kennt derartige Einrichtungen nicht, und sie sind bei uns auch nicht am Platze. Unser Kongreß ist eine Versammlung von Abgesandten freiwillig Verbundener, die einer Idee dienen. Es gibt in einer Lage, wo andere vielleicht zur Auflösung des Parlaments schreiten könnten, noch ein anderes Mitte!: Die Konzentration aller Kräfte, das einmütige Zusammenstehen der zionistischen Gesamtheit. Wir stehen vor der bedauerlichen Tatsache, daß auf diesem Kongreß keine starke und verantwortliche Opposition da sein wird. Die Opposition der Radikalen und Revisionisten, die an falschen Punkten den Hebel ansetzte, wird nur etwa ein Zehntel des Kongresses bilden- Eine gute Opposition erfüllt in jedem Parlament eine wichtige Funktion;'ist sie so klein, daß ihre Berufung zur Verantwortung ausgeschlossen ist, dann besteht die Gefahr, daß sie sich den Luxus von Demonstrationen gestattet Der gegenwärtige zionistische Moment ist aber wahrhaftig für Theatercoups ungünstig. Der Zionismus kann heute auf keine aktive Kraft verzichten. Und der schwere Moment wird für die Bewegung noch schwerer tragbar, wenn sie durch Parteikämpfe zerrissen wird. Ungeachtet der selbständigen Anschauungen und Theorien aller Gruppen, müssen sie in einer Zeit des Notstands das Gruppeninteresse hinter das Gesamtinteresse zurückstellen. So verschieden auch die ideologischen Auffassungen innerhalb der Bewegung sein mögen, für die zionistische Praxis wenigstens der nächsten Zeit — etwa der nächsten zwei Jahre — kann es so gut wie keine Differenzen geben, weil wir keine Wahl haben. Es geht jetzt nicht um Prinzipien, sondern um die glückliche Durchführung einer Sanierung und um die Rettung des Geistes der Bewegung, und dazu müssen alle zionistischen Kräfte und Fähigkeiten ausgeniitzt werden. Alle müssen von dem einen Gedanken bewegt sein: den Zionismus wieder auf den Weg schöpferischer Arbeit zu führen. Die Blicke der zionistischen Massen sind auf ihre Vertretung gerichtet, auf jene stolze Körperschaft, in der sich das jüdische Volk zum erstenmal im Galuth eine Tribüne seines nationalen Willens schuf. Dieser Kongreß steht stärker als jeder vorhergehende im Zeichen der Zweiheit von Bewegung und Palästinaaufbau, in der sieh bei uns die Polarität alles Lebens manifestiert. Der Kongreß muß zeigen, daß er sich der Besonderheit der Palästina-Aufgabe uffd seiner Verantwortung bewußt ist. Aber der Zionismus ist nicht identisch mit jedem momentanen Stadium dieser Arbeit. Der Kongreß vertritt die Idee; von ihm muß ein Impuls zur Erneuerung der Bewegung ausgehen. Sacco and Vanzetti Die Hinrichtung Saccos und Vanzettis geht uns nicht nur als Menschen und Zeitgenossen, sondern auch als Juden an. Es ist schon leider so, daß kein die Allgemeinheit berührendes Vorkommnis ohne spezifische Rückwirkung auf die Juden bleibt. Wir meinen damit nicht die sinnlosen Hetzartikel der antisemitischen Presse, die Sacco als Juden bezeichnet und die Weltempörung über den Justizmord von Boston als ״jüdische Mache“ hinstelH. Die Wirkung der Affäre von Massachusetts wird leider viel eiaschneidender für viele Juden werden als die Dummheit völkischer Organe. In Amerika hat nämlich durch den Prozeß Saccos und Vanzettis und die Protestbewegung der ganzen Welt der Haß gegen die ״Bindestrich-Amerikaner“ und gegen die Einwanderer neue Nahrung bekommen. Es sind Bestrebungen im Gange, die Einwanderungsbestimmungen noch schärfer zu formulieren und die Grenze gegen Canada und Mexiko vollständig zu sperren. Ueberdies will man in Amerika ein Gesetz durchführen, das den Behörden ermöglichen soll, bereits naturalisierten amerikanischen Bürgern die Bürgerrechte abzuerkennen, wenn sie sich des ״Amerikanertums“ nicht würdig erweisen. In der Praxis wird das Ausweisung aller unbequemen und mißliebigen Personen bedeuten. Mißliebig und unbequem sind aber in Amerika alle Menschen, die verdächtig sind, sozialistisch oder nur fortschrittlich zu fühlen und sich zu betätigen. Klu-Klux-Klan wird in Front treten und unter den Leidtragenden werden sich die Juden in einem höheren Prozentsatz befinden, als sie, auf die Gesamtbevölkerung berechnet, ausmachen. Ist es nicht symptomatisch, daß sich der von der Verteidigung um Intervention angerufene Br an deis außerstande gesehen hat, einzugreifen, weil Personen seiner ״Verwandtschaft sich für Sacco und Vanzetti eingesetzt haben“. Ist es ferner nicht charakteristisch, daß die Arbeiterunion in Amerika den Kampf für Sacco und Vanzetti nur sehr lau geführt hat? Auch die Arbeiter wollen Zuzug fernhalten und den Sozialisten unter den Eingewanderten ein Memento klar machen.... Amerika, einst das Land der Freiheit, wird ein dunkles Land, Vier Millionen Juden leben in Amerika. Ihre Zukunft schien gesichert. Die Affäre Sacco und Vanzetti zeigte, daß man Schlimmes befürchten muß. m. w. Dieser Kongress ist unsere erste Institution und ieh wünsche, dass er immer unsere beste, höchste und würdigste bleiben soll, bis wir ihn hiniUiemehtnen in das schöne Land unserer Väter, das wir nicht xu untersuchen brauchen, um es zu lieben. Bend auf dem VL Kongress, 1903 Die Tagesordnung Die zionistische Exekutive veröffentlicht folgende Tagesordnung des XV. Kongresses in Basel vom 30. August bis 9. September 1927, I. Sitzung. Dienstag, den 30. August, 8 Uhr abends. 1. Eröffnung des Kongresses durch den Präsidenten der Zionistischen Organisation, Dr. Ch. Weizfflann. 2. Eröffnungsansprache des Präsidenten der Zionistischen Exekutive, Herrn N. S o k o 10 w. 3. Begrüßungen. 4. Wahl des Präsidiums. 5. Gedenkrede auf Achad Haam von Dr. Martin B u b e r. Um 101/2 Uhr abends tritt der Permanenzausschuß zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. II. Sitzung. Mittwoch, den 31. August, 91/2 Uhr vorm, bis 11/2 Uhr nachm. 6. Entgegennahme des Berichtes des Kongreßgerichtes über die Kongreßwahlen, Berichterstatter: Vorsitzender des Kongreßgerichtes, Rechtsanwalt S. Gronemann. 7. Unterbreitung des Berichtes der Exekutive und Darlegung der zukünftigen Politik durch die Herren Dr. Ch. W e i z - mann und N. Sokolow. 8. Eröffnung der Generaldebatte. III. Sitzung. Mittwoch, den 31. August, 3—61/2 Uhr nachm. 9. Nachruf zu Ehren der Zionisten, die in der letzten Kongreßperiode verschieden sind. 10. Fortsetzung der Generaldebatte. IV. Sitzung. Mittwoch, den 31. August, 82/‘ 11—3/י Uhr abends. 11. Vorschläge des Permanenzausschusses für die Wahl!01gender Ausschüsse: a) Politische Kommission b) Kolonisations-Kommission — c) Budget-Kommission — d) Organisations-Kommission — e) Erziehungs-Kommission — f) Immigrations-Kommission — g) Finanzpolitische Kommission — h) Resolutionsausschuß. 12. Fortsetzung der Generaldebatte. Donnerstag, den 1. September, findet keine Plenar- Sitzung des Kongresses statt. Vormittags, um 101/2 Uhr, findet im Kasinosaal eine Feier des 1. Kongresses statt. Um 3 Uhr nachm, werden die Kongreßausschüsse durch Erstattung folgender Referate eröffnet: a) Politische Kommission: Referenten: Col. Kisch, Dr. M. D. Eder, Dr. V. Jacobson, bj Kolonisations-Kommission: Referenten: Herr Josef Sprinzak, Ing. S. Kaplan s k y. c) Budget-Kommission: Referenten: Col. Kisch, Dr. A. Kastcliansky. d) Organisations-Kommission: Referent: Herr Rosenb I ü t h. e) Erziehungs-Kommission: Referent: Dr. J. Lourie. f) Immigrations-Kommission: Referent: Prof. Dr. H. Pick. g) Finanzpolitische Kommission: Referenten: Mitglieder des Finanz- und Wirtschaftsrates. Der wesentliche Inhalt der Referate wird in der Kongreßzeitung wiedergegeben werden. V. Sitzung. Freitag, den 2. September, 9V2 Uhr vorm, bis 1 Uhr nachm. 13. Fortsetzung der Generaldebatte. VI. Sitzung. Freitag, den 2. September, 3—7 Uhr nachm. 14. Fortsetzung und Schluß der Generaldebatte. VII. Sitzung. Sonnabend, den 3. September, 9 Uhr abends. 15. Vorschläge des Permanenzausschusses betreffend die Wahl einer neuen Exekutive. Sonntag, den 4. September, werden keine Pienarsitzungen des Kongresses stattfinden. Der Tag soll Sitzungen der Kommissionen und Beratungen der Kongreßgruppen gewidmet sein. Montag, den 5. September, finden Vormittag und Nachmittag Sitzungen der Kommissionen statt. VIII. Sitzung. Montag, den 5. September, 8—111,4 Uhr abends, 16. Grundprobleme des Aufbaues Palästinas. Referat von Dr. A. R u p p in. 17. Berichte über die Aufgaben des K. K. L. und K. H., erstattet von den Herren M. M. Ussischkin und Dr. A. Han tke. 18. Vorschläge der Budget-Kommission. Dienstag, den 6. September finden vormittags und Nachmittags Sitzungen der Kommissionen statt. IX. Sitzung. Dienstag, den 6. September, 8—111/3 U h r a b e n d s. 19. Bericht der Politischen Kommission. X. Sitzung. Mittwoch, den 7. September, 91/2 Uhr vorm, bis 1 Uhr nachm. 20. Bericht der Kolonisations-Kommission. XI. Sitzung. Mittwoch, den 7. September, 3—61/2 Uhr nachm. 21. Bericht der Immigrations-Kommission. , XII. Sitzung. Mittwoch, den 7. September, 81/2—111/2 Uhr abd. 22. Der Zionismus und die jüdische Gegenwart. Referat: Kurt Blumenfeld. 23. Bericht der Erziehungs-Kommission. Donnerstag, den 8. September, vormittags, finden Sitzungen der Kongreßgruppen statt XIII. Sitzung. Donnerstag, den 8. September, 3—6 Uhrnachm. 24. Bericht der Organisations-Kommission. XIV. Sitzung. Donnerstag, den 8. September, 81/2’—111/s Uhr abd. 25. Bericht der Finanzpolitischen Kommission. XV. Sitzung. Freitag, den 9. September, 9J/2—1 Uhr nachm. 26. Bericht sonstiger Kommissionen. XVI. Sitzung. Freitag, den 9. September, 3—7 Uhr nachm. 27. Berichte sonstiger Kommissionen. ׳ 28. Wahl des Aktions-Comites, des Kongreßgerichtes, des Ehrengerichtes, des Kongreßanwalts und der Revisoren. 29. Schluß des Kongresses. Mitteilungen des Kongreßbüros 1. Postadresse für Kongreßteilnehmer. Kongreßteilnehmer, die ihre Post nach Basel dirigieren wollen, mögen folgende Adresse verwenden: X. Y., per XV. Zionistenkongreß, Basel 21, Schweiz. Das Postamt 21 befindet sich im Kongreßgebäude (Mustermesse), es ist daher die Bezeichnung ״hauptpostlagernd“ nicht anzuwenden, da sonst Verzögerungen entstehen. Aus demselben Grunde ist die Bezeichnung ״Kongreßbüro“ bei Privatpost zu vermeiden. 2. Das offizielle Reisebüro des XV. Zionistenkongresses ist Kaiser & Cie., Basel, Elisabethenstraße 58/60, Telegrammadresse: Starli Basel. Das Kongreßbüro ersucht, diese Adresse an Stelle der früher genannten, welche nicht mehr in Betracht kommt, vorzumerken. 3. Wettbewerb für das Kongreßabzeichen. Die Jury des Kongreßbüros hat den ausgesetzten Preis dem von Dr. Erich Brauer, Berlin, entworfenen Signet zuerkannt, das mithin als offizielles Abzeichen auf allen Ver- Öffentlichungen des Kongresses erscheinen wird. 4. Anmeldungen für den Beamten- und Ordnerdienst, mit welchem das Kongreßbüro überschwemmt wird, mögen unterbleiben, da sie längst zwecklos sind. iiiiiiiiiiiiiilliiiiiiiiiiiiiiiuiijiiiiiiiiiiniiiiiiiiniiiniiiiiMiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiniiiiiiuuiiiiiiniiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiMiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Die Verteilung der Mandate aul die Welt-Wahllisten London, 21. August. (J. T. A.) Das Komitee, welches über die Verteilung der Mandate zum XV. Zionistenkongreß aut die Welt-Wahllisten der verschiedenen Parteien zu bestimmen hat, hat unter Zugrundelegung der Reststunmen die folgende Verfügung getroffen: Die Zionisten-Revisionisten erhalten drei, M!sr a c h i zwei, P o a 1 e Zion zwei Mandate, Allgemeine Zionisten ein Mandat, Hitachduth ein Mandat. Bei dieser Verfügung wurden die Reststimmen aus Kongreßpolen noch nicht berücksichtigt und die Bestimmung unter der Voraussetzung getroffen, daß in Rumänien, Palästina und Ostgalizien keine Aenderung der bisher bekanntgegebenen Resultate erfolgt. Die Jubiläumsfeier des Kongresses Eine feierliche Versammlung zur Erinnerung an den I. Zionistenkongreß, der im gleichen Hause vor genau 30 Jahren eröffnet wurde, findet am 1. September, vormittags, im Kasino in Basel statt. Mehrere Teilnehmer des Gründungskongresses werden Ansprachen halten und es gelangt ein interessantes Erinnerungsabzeichen zur Ausgabe. Die Dauergastkarten haben für diese Veranstaltung keine Gültigkeit. Silzungen in Basel Die Herren Oberrabbiner Dr. C h a j e s , Louis L i p s k y und Dr. Schmarja L e v i n haben eine Konferenz der Allgemeinen Zionisten für Montag, den 29. August, mittags 12 Uhr, in Basel einberufen. Am gleichen Tage, nachmittags 4 Uhr, findet in Basel eine Fraktionssitzung des Linken Zentrums statt. Für Montag, den 29. August, 10 Uhr vormittags, ist nach Basel die Vorkonferenz der Vereinigung Radikaler Zionisten einberufen. Palästina-Mandat und Italien London, 23. August. (J.T. A.) Der Genfer Korrespondent des ״Sunday Express“ berichtet, es seien Anzeichen vorhanden, daß die britische Regierung jetzt mehr als früher geneigt sei, das von ihr verwaltete Palästina- Mandat an Italien abzutreten, ln den letzten zwei Monaten, schreibt er weiter, fand zwischen dem italienischen Regierungschef Mussolini und dem deutschen Außenminister Stresemann ein Gedankenaustausch in Sachen der Mandate statt. Seitens des Völkerbundssekretariats werde nun inoffiziell erklärt, daß die Frage der Mandate vor der Versammlung des Völkerbundes iin kommenden September zur Erörterung gelangt und Deutschland die Bereitschaft erklärt habe, Italiens Wünsche bezüglich Nordafrikas, Abessiniens und insbesondere Palästinas zu unterstützen. Die britische Regierung, fährt der Korrespondent tort, habe von den Verhandlungen Kenntnis und sei geneigt, das Palästina-Mandat an Italien abzutreten. Deutschland werde — so schließt der ״Sunday Express“-Korrespondent, — laut einem Uebereinkommen mit Italien die Unterstützung der italienischen Regierung bei seiner Forderung nach Rückgabe seines früheren kolonialen Besitztums in Ostafrika erhalten. (Diese Kombinationen tragen den Stempel der Erfindung an der Stirn. — Ä. d. R.) Deutschland in der Mandatskommission Dem ״Sozialdemokratischen Pressedienst“ wird mitgeteiit: Bei der bevorstehenden Tagung des Vöfkerbundrats wird auch eine Einigung mit dem Generalsekretariat über die Person des deutschen Vertreters in der Mandatskommission herbeigeführt werden. Von den bisher genannten Persönlichkeiten sind einige ganz in den Hintergrund getreten, da schon die Möglichkeit ihrer Ernennung schlechte Aufnahme gefunden hat. Dagegen ist jetzt eine Kandidatur in den Vordergrund getreten, die bisher nebenbei erwähnt worden ist. Als bevorzugter Anwärter wird nämlich jetzt der frühere Ostafrika-Gouverneur v. Rechenberg genannt, der seit dem Sommer d. J. an den Arbeiten des internationalen Arbeitsamtes teilnimmt. Rechenherg steht dem Zentrum nahe. (Freiherr von Rechenberg ist Mitglied des Deutschen Komitees Pro Palästina. — A. d. R.)

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.