Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXII (1927)
- Issue
- Heft 68-69 (26.8.1927)
- Date
- 1927-08-26
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 480 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 08/09, 20. Vm. 1927 keinerlei Reformen und kein nationales System in unserer Arbeit dürfen auf Rechnung der Einwanderung erfolgen, die allein die Lösung unserer gesamten Tätigkeit in Gegenwart und Zukunft bildet.“ — Ist das ernste Politik? Ohne rationales System ist in Zukunft eine Einwanderung unmöglich, wofern nicht Geldquellen entdeckt werden, die die Einwanderer in Erez-Isrnel für ewige Zeit speisen. Und wenn die Herstellung eines rationalen Systems eine Unterbrechung der Einwanderung erfordert, dann ist dies die einzige Rettung für die Ein- Wanderung. , Ein anderes Beispiel. Ein ausgezeichneter zionistischer Publizist schreibt in einer Polemik gegen die Tendenzen eines Abbaues der Arbeitslosenunterstützung: Oie Fürsorge für die Arbeitslosen dürfe nicht in Unter- Stützung bestehen, sondern müsse Verwurzelung dieser Menschen im Lande anstreben. Wer wird dieser Forderung nicht zustimmen? Die Aufgabe des Zionismus wäre es, Bedingungen zu schaffen, die den jetzt im Lande befindlichen 8—10 000 Erwerbslosen die Verwurzelung im Lande ermöglichen. So weit sind alle einig. Aber was, wenn trotz allen Bemühungen sich zeigt, daß wegen unüberwindlicher Hindernisse dies nicht geht? Dann erst entsteht doch das wahre Dilemma, und man darf sich nicht vor der Verpflichtung drücken, auch auf diese Frage eine Antwort zu geben, sei sie auch noch so unbefriedigend und unangenehm für das zionistische Bewußtsein. Dann erst entsteht die klare Frage, ob das zionistische Budget für Unter- Stützung ausgegeben werden soll; wer dafür ist, muß auch sagen, wie er sich später die Verwurzelung der Leute vorstellt. Die Größe des Zionismus muß sich gerade darin zeigen, daß er auch in schweren, in tragischen Situationen standhält, statt Ausflüchte zu suchen. ״Für und gegen die Arbeiterschaft” —? Alle Parteien müssen in diesem Bestreben zusamtnengchen. Eine beispiellose Verwirrung wurde angerichtet, als man den Versuch machte, die schwierigen Probleme des Ucbergangs aus der Zeit irrationaler Eroberung in die Periode organischen Wachstums unter die Schablone parteimäßiger S c h 1 a g w o r t e zu aringen. Das Kriterium, nach welchem man zu rubrizieren versuchte, wurde die Stellung zur palästinensisehen Arbeiterschaft. Die Arbeiterschaft agiert in Palästina an weithin sichtbarer Stelle innerhalb des zionistischen Apparates und neben ihm. Viele Maßnahmen der Vergangenheit gehen auf ihre Initiative zurück, sowohl die großen kolonisatorischen Taten, die jahre- 1ang unsere gesamte Popaganda gespeist haben, als auch viele Fehler des gegenwärtigen Systems, nicht zuletzt die Ueberspannung der Kräfte. Aber die Arbeiterschaft ist nur der sichtbarste und am besten organisierte Faktor in diesem System. Sie hat im Grunde nicht anders funktioniert als die andern lebendigen Teile der Bewegung. Ueberall sehen wir die gleichen Charakterzüge, wir finden sie auch im Kongreß und in den zionistischen Versammlungen, es sind die Merkmale einer ganz aufs Irrationale gestellten zionistischen Denkungsart. Wir verdanken dieser Art unser Bestes, aber es kommen Perioden, wo sie schädlich ist. Unser heutiges Problem liegt darin, den Palästina-Aufbau sachgemäßer als bisher zu führen. Man verschleiert es, wenn man ihm den Charakter einer Kontroverse ,,für oder gegen die Arbeiterschaft“ gibt. Diese Formel ist in Palästina entstanden, sie wurde verstärkt durch einen Teil unserer amerikanischen Freunde, die das Bedürfnis nach einem leicht faßlichen Schlagwort hatten, und sie wurde schließlich von den Arbeitern selbst übernommen, die sich gegen jede Kritik des Systems außerordentlich empfindlich zeigte, weil sie dahinter eine parteipolitische Attacke vermutete. Nicht anders als durch diese Empfindlichkeit ist es zu erklären, wenn prominente Arbeiterführer in der letzten Zeit in Palästina wiederholt öffentlich gegen die Vertreter des deutschen Zionismus wegen ihrer angeblichen Arbeiterfeindschaft aufgetreten sind, lind die Parole der Konsolidierung bekämpft haben. Nur aus dieser Einstellung ist es auch zu erklären, wenn ein Führer der Achduth Haavvodah in einer Betrachtung über die Parteienkonstellation des Kongresses meint, die Radikalen seien die der Arbeiterschaft am nächsten stehende Gruppe der Allgemeinen Zionisten. Die verantwortlichen Vertreter der Arbeiterschaft müßten erkennen, daß es nicht so sehr darauf ankommt, der Arbeiterschaft rhetorisches Lob zu zollen, als vielmehr darauf, die nationalen Siedlungen und Institutionen lebensfähig zu machen. Gerade die deutschen Zionisten haben die menschlichen und ethischen Werte, haben die nationale Pionierleistung der Arbeiterschaft stets als kostbarstes Gut des Zionismus gewürdigt; sic sagen auch heute nur dasselbe wie ein großer Teil der Arbeiter, nämlich daß auf Grund unserer Erfahrungen eine Revision der Arbeitsmethoden und eine Rationalisierung der Wirtschaft stattfinden muß, weil wir sonst nicht weiterkommen. Es gilt nun, sachlich und nüchtern zu prüfen, w׳elche Konsequenzen sich .:!aus diesem Erfordernis ergeben. Daran sollten vor allem die im praktischen Aufbau stehenden Arbeiter mitwirken, statt politische Gegensätze zu schaffen. Es wäre tief bedauerlich, wenn der Kongreß wieder an der Unmöglichkeit richtiger Gruppierung der Kräfte scheiterte. Das Budget. fm Zentrum der Problematik des Kongresses steht der Umbau des Palästina-Budgets. Durch die aufgenommenen Darlehen und Vorschüsse sowie durch die Schulden der Exekutive infolge der unvorhergesehenen Arbeitslosenfürsorge des ablaufenden Budgetjahres sind große Teile des nächstjährigen Budgets bereits festgelegt. Wenn wir von der Voraussetzung ausgehen, daß die Einnahmen des Keren Hajessod sich etw׳a auf der bisherigen Höhe halten werden (für eine wesentliche Steigerung besteht kein Anhaltspunkt), dann entsteht die Frage, was mit dem Rest geschehen soll, der nach Abzug der Schulden — bzw. jenes Teiles, der im kommenden Jahr abgedeckt werden muß — verbleibt. Eines ist bei dieser Situation klar: es muß auf allen Gebieten mit äußerster Sparsamkeit gewirtschaftet werden. Jede Ueberorganisation, die übrigens zum Teil auch durch die unregelmäßigen Einnahme?! bedingt wurde, muß energisch, wenn auch natürlich mit möglichster Vermeidung von Unbill, beseitigt werden. Dies ist aber nur dann möglich, wenn die Leitung nicht von vornherein wieder durch so viele uneinlösßare Verpflichtungen in Atem gehalten wird, daß sie an eine Reorganisationstätigkeit gar nicht denken kann. Das Budget, das der Kongreß aufstellt, muß sich daher innerhalb der Grenzen der erwarteten Einnahmen halten. Es muß ferner unter dem Gesichtspunkt entworfen werden, daß die wichtigste Aufgabe des Zionismus dauernde Ansiedlung von Juden im Lande ist. Wir glauben daher, daß ein möglichst hoher Betrag — und zwar auf Kosten aller anderen Dinge — für Landwirtschaft reserviert sein muß. Dieses landwirtschaftliche Budget wieder muß in erster Linie ausschließlich der Konsolidierung der gegenwärtigen Siedlungen zugute kommen. Der Ernst dieser Notwendigkeit darf nicht unterschätzt werden. Wenn es uns nicht gelingt, in den nächsten zwei Jahren den im Jahre 1920 begründeten Siedlungen den Rest des ihnen zustehenden Investitionskapitals zukommen zu lassen, damit sie endlieh ihre Gebäude errichten und das notwendige Inventar anschaffen können, dann müssen wir gewärtig sein, daß zumindest ein Teil der Siedler den übermäßigen und unmenschlichen Anforderungen nicht mehr standhält. Denn der Schaden, der durch die provisorischen Bauten, durch die damit verbundenen ununterbrochenen Krankheiten, die unrationelle Wirtschaft usv. erzeugt wird, ist nicht nur ein materieller, sondern auch ein moralischer und menschlicher. Die Menschen können jahrelang physische Leiden ertragen, wenn sie Perspektiven sehen, aus dem Zustand herauszukommen, ihre Lebensbedingungen zu verbessern, in ihrem Werke ein nationales Aktivum zu schaffen. Aber es wäre verhängnisvoll, wenn wir noch weiter Va-banque spielen wollten und diesen Menschen Unmögliches zumuten. Dazu kommt natürlich die Erkenntnis, daß nur wirtschaftlich selbsterhaltende Siedlungen eine Basis für künftige größere Kolonisation bieten. Dies und nichts anderes verbirgt sich hinter dem vielen so unsympathischen Wort ״Konsolidierung". Die Frage des Budgets ist diesmal nicht nur eine Frage der politischen Reife des Kongresses, sondern eine Frage, die hart an Sein oder Nichtsein des Aufbamverkes rührt. Noch eine Kongreßperiode mit der Budgetwirtschaft der eben vergangenen könnte dieses Werk nicht mehr aushalten. Bei übermäßiger Expansion eines wirtschaftlichen Unternehmens Ist immer Beschränkung und Abbau in einem bestimmten Zeitpunkt die einzige Rettung. Wir haben diese Erscheinung in den letzten Jahren in Europa bei vielen Konzernen gesehen, die wirtschaftlich viel erfahrener waren als die ihrem Wesen nach gar nicht primär wirtschaftlich orientierte Zionistische Organisation. Verhängnisvoll pflegen solche Dinge erst zu werden, wenn man nicht rechtzeitig die Konsequenzen zieht. Diese Gefahr ist besonders groß bei einer Volksbewegung, die ihrer Natur nach zur Selbsttäuschung neigt. Es ist Sache dieses Kongresses, sich dieser Gefahr zu entziehen und das Unvermeidliche mit Würde zu tun. Neue Perspektiven. Der Kongreß muß aber nicht nur ein Schlußpunkt der verflossenen vorbereitenden Pionierperiode sein, sondern auch der Ausgangspunkt der Vorbereitung neuer großer Taten. Aus dem Chaos beginnen sich einige klare Konturen abzuheben. Unsere Arbeit hat Früchte getragen. Wir sehen deutlicher als zuvor die großen Chancen der natürlichen wirtschaftlichen Entwicklung Palästinas. Manche Zweige der Landwirtschaft werden, wenn fachmännisch und technisch richtig geleitet, sich gut entwickeln und Erträge bringen, die ihre Bauern ernähren. Die Gutachten bedeutender landwirtschaftlicher Experten sind optimistisch und geben wertvolle Fingerzeige. In der heutigen Nummer finden unsere Leser manche Beiträge zu diesem wichtigsten aller palästinensischen Probleme. Die Förderung der natürlichen Produktion Palästinas im Rahmen streng wirtschaftlicher Methoden verspricht große Möglichkeiten der Seßhaftmachung geeigneter Elemente. Wichtige Konzessionen wurden an Körperschaften erteilt, die der Zionistischen Organisation nahestehen. Ruthenbergs Elektrizitätswerk wird bereits gebaut, Bewässerungsprojekte, die der Land- Wirtschaft einen großen Aufschwung bringen können, sind in Schwebe. Die Konzession zur Ausbeutung des Toten Meeres dürfte demnächst perfekt werden und die bisherigen Publikationen über diese Sache lassen erkennen, daß es sich um ein Unternehmen ganz großen Stils handelt, das für Palästina von einschneidender Bedeutung werden kann, weil es infolge der Ausfuhr chemischer Produkte die Handelsbilanz aktiver gestaltet. Auch Palästinas Stellung als natürliches Verkehrszentrum tritt mit dem Ausbau der Luftlinie und des Hafens immer mehr in Erscheinung. Diese wirtschaftliche Ent- Wicklung, die dem zionistischen Blick heute durch die akute Sorge der Arbeitslosigkeit verdeckt ist, gibt dem Zionismus eine gewaltige Chance, aber er kann sie nur nutzen, wenn er seine Bewegungsfreiheit hat, wenn er materiell stark und innerlich gesund ist. Eine zionistische Exekutive, die in einer mit ungenügenden Mitteln durchgeführten Arbeitslosenfürsorge sich verzehrt und stets für die Bedürfnisse des nächsten Tages sorgen muß, ist machtlos und aktionsunfähig. Und weder die Balfour- Deklaration noch unsere Stellung als Jewish Agency schützt uns davor, von stärkeren wirtschaftlichen Mächten überrannt zu werden. Der Kongreß muß seine ganze Aufmerksamkeit dem Problem zuwenden, ein Institut zu schaffen, das aktiv und erfolgreich in die beginnende Wirtschaftsentwicklung eingreifen kann. Wie es aussehen soll, in welchem Zusammenhang es mit den gegenwärtigen Institutionen^ stehen soll, dies mögen Sachverständige und Finanztechniker entscheiden. In der Presse wurde in der letzten Zeit wieder von mehreren Seiten die Parole einer Nationalanleihe ventiliert Wir wissen noch nicht, ob dem Kongreß genaue und fundierte Projekte vorliegen werden, oder ob die Exekutive selbst Material dafür mitbringt. Eine solche Sache kann nicht übereilt werden. Aber die Initiative muß von dem Kongresse ausgehen. Dies ist aber nur dann möglich und sinnvoll, wenn klar ist, daß die auf solchem Wege zu beschaffenden Gelder nicht für Wohlfahrtszwecke bestimmt sind. Sie werden der Beseitigung der Arbeitslosigkeit dienen, indem sie dazu beitragen, daß der befruchtete natürliche Wirtschaftsprozeß Arbeitssuchende aufsaugt; aber dies kann nur eine Nebenwirkung, es darf nicht das Hauptziel sein. Auch darf man sich nicht darüber täuschen, daß solche Wirkungen nur allmählich eintreten können. Administrative Reformen. Der Kongreß muß auf Grund der Erfahrungen und im Lichte der neuen Perspektiven die bisherigen organisatorischen und administrativen Methoden der Zionistisehen Organisation auf ihre Zweckmäßigkeit nachprüfen. Er wird dies nur dadurch tun können, daß er einer Kommission diese Aufgabe überträgt, die sich die Ergebnisse der modernen VerwaltungsWissenschaft zunutze macht. Der Zionismus bietet ein so kompliziertes und neuartiges Verwaltungsproblem, daß man zur Mitwirkung an seiner Lösung die bedeutendsten Fachleute heranziehen sollte. Vielleicht gelingt es dank unserer Stellung beim Völkerbund, die in den letzten Jahren von Dr. Jacobson erfolgreich ausgebaut wurde, die Mithiife des Völkerbundes oder eines seiner Organe zu gewinnen. Falls seine moralische Unterstützung bei der Geldaufbringung nicht zu erzielen ist, so könnte man vielleicht durch seine Intervention die Mitwirkung einer hervorragenden administrativen Kraft sichern. Der Völkerbund hat bereits öfter in Länder, wo schwierige administrative Probleme zu lösen waren, Kommissäre entsandt. Es ist eine politische Aufgabe, für die wir die Zustimmung der Mandatarmacht erlangen müßten. Die Gewährung eines solchen Kommissärs, der — von der Zionistischen Organisation gerufen, aber unbeeinflußt von innerjüdischen Parteiverhältnissen und von zionistischen Beziehungen die Verwaltung kontrolliert, würde zweifellos eine gewaltige Hebung des zionistischen Kredits bedeuten. Die Anregung scheint uns einer Erwägung in der zuständigen Kommission des Kongresses wert. Eines ist sicher: die zionistische Exekutive muß, um führend sein zu können, von finanziellen Verantwortlichkeiten entlastet werden. Sie muß die demokratisch gewählte oberste politische Körperschaft sein, aber die wirtschaftliche Verwaltung sollte von ihr unpolitischen und undemokratischen Organen übertragen werden, in der Verwaltung muß die volle individuelle Verantwortlichkeit hergestellt werden. Ob es dazu notwendig ist, die einzelnen Institute stärker zu dezentralisieren, muß untersucht werden. Das Prinzip, auf das die Reform abzielt, muß klar sein: Efficiency der Verwaltung und Autorität der Exekutive. Denn nur wenn die Exekutive ihr politisches Ansehen festigt, wird sie die zusammenfassende Funktion erfüllen können, die ihr in Palästina obliegt. Die separatistischen Tendenzen sind unverkennbar. Die Konflikte mit der Hadassah sind nur Symptome für eine Tendenz, die überall auftaucht. Sie kann aber nicht durch bloße Proteste bekämpft werden, sondern nur durch Ausbau eines Apparates, der unbedingtes Vertrauen genießt, durch Schaffung einer Exekutive, die die Repräsentantin der Gesamtinteressen gegenüber allen Einzelinteressen ist. Konzentration der Kräfte. Denn der Zionistischen Organisation fällt im Aut• bau des Landes die Rolle zu, Repräsentantin des Gesamtwohls zu sein. Im Kongreß findet dies Ausdruck. Darum muß er jede einzelne Sache unter dem Gesichtspunkt des Verzichtes auf das gegenüber dem Gesamtwohl geringere Interesse betrachten. Dabei wird maneher schmerzliche Konflikt unvermeidlich sein. Der Blick auf das große Ziel, der Geist der Chaluziuth, des Pioniertums und der nationalen Zuversicht, der Erneuerungswille des Volkes sind für das Gelingen des Werkes unentbehrlich. Wenn heute aus materiellen Gründen eine zeitweise Einschränkung der Einwanderung erforderlich ist, um erst das Begonnene zu beenden, wenn der Kongreß, wie er nicht anders kann und darf, zu dieser Ueberzeugung kommt, dann muß alles getan werden, damit die Bewegung dieser Prüfung gewachsen Ist. Sollten die Träger der Bewegung kleinmütig