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Jüdische Rundschau · 1927-08-05 · Heft 62 (5.8.1927) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXII (1927)
Issue
Heft 62 (5.8.1927)
Date
1927-08-05
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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Nr. 62, 5.VIH. 1927 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 443 Realpolitik, einer aktiven Auseinandersetzung mit den Realitäten des Landes, für nationalen Bodenbesitz, für die Eroberung der Arbeit, für die Hebraisicrung und Produktiver ung des jüdischen Lebens in Palästina und im Galuth cintritt, sind wir der Ansicht, daß die Schaffung lebensfähiger, nationaler P o s i t i 0 n c n im Lande das erste und oberste Ziel zionistischer Arbeit ist von dessen Gelingen des Schicksal des Zionismus abhängt. So sehr wir verstehen, daß dies günstige politische Bedingungen erfordert, glauben wir doch, daß der entscheidende Faktor der jiidischen Wiedergeburt die schmerzensreiche Aufbauarbeit des jüdischen Volkes selbst ist. Die deutsche Hitachduth wird daher wie bisher auch weiterhin die Weizmannschc Außenpolitik und die Politik der Erweiterung der Jcwish Agency zwecks Vergrößerung der Machtmittel des Palästina-Aufbans unterstützen. Sie wird dagegen kämpfen, daß durch nationale Phrase und politischen Illusionismus das jüdische Volk von der Erkenntnis der wahren Sachlage abgelcnkt und das Schwergewicht zionistischer Autrnerksamkeit auf ein falsches Gebiet verschoben wird. Einen ruhigen Uebergang zu einer neuen Pcriode zionistischer Expansion, eine Gesundung der Palästina-Wirtschaft ohne Gefährdung der durch die Arbeiterwirtschaft repräsentierten Werte, eine wahrhafte Konsolidierung unseres Werkes ohne selbstmörderische Klassenkonflikte, eine scharfe Kontrolle aller offiziellen oder halboffiziellen zionistischen Institutionen, eine stetige, in zähen! Eifer für die Erfüllung der gerechten jüdischen Forderungen kämpfende Realpolitik, die insbesondere die Voraussetzungen für die von unserer Partei seit langer Zeit geforderte Anleihcpolitik schaffen soll, ein Erfassen und Zusammenwirken aller Klassen und Schichten unseres Volkes im Dienste der nationalen Idee im Rahmen einer gesunden und starken wahrhaften demokratischen Organisation. Dies sind die Kongreßzicle der deutschen Hitachduth. * Da die Mauptwahlkommission aus formalistischen Gründen unsere Liste nicht «!gelassen hat, fordern wir alle Chawerim und Freunde der Hitachduth auf, trotzdem H itachduth zu wählen. Wir werden vom Kongreßgericht, wo das Hauptbüro der Hitachduth bereits Protest gegen den Berliner Beschluß eingelegt hat, fordern, daß unsere Stimmen wenigstens auf die Welt-Wahlliste der Hitachduth an gerechnet werden. Ein Protest Von Richard Lichtheim. Sehr geehrte Redaktion! Ich protestiere hierdurch mit aller Entschiedenheit gegen einen Passus im vonvöchigen Leitartikel ״Unser Programm“ von Dr. M. Bileski. Dort heißt es, daß die Revisionisten in einem parteioffiziösen Dokument (gemeint ist unser Wahlaufruf) von der Leitung sagen, daß sie ״um sieh zu behaupten, abwechselnd den Sachwalter arabischer oder angeblicher englischer Interessen spielt“. Gegen diesen aus dem Zusammenhang gerissenen und verstümmelt wiedergegebenen Satz wendet Dr. Bileski sich mit großer moralischer Entrüstung und spricht von ״verwilderter Böswilligkeit“. Wenn die Gruppe des linken Zentrums schon den Vorteil genießt, daß ihr die Leitartikelspalten der ״Jüdischen Rundschau“ zur Verfügung stehen, während alle anderen Gruppen sieh mit dem Petit-Satz der ״Kongreßtribünc“ begnügen nißsSeti, so sollten die Wortführer des linken Zentrums den Gegner wenigstens richtig zitieren, wenn sie ihn widerlegen wollen. Durch die Art des von Dr. Bileski beliebten Zitats bekommt der erwähnte Satz einen völlig anderen Sinn, als er im revisionistischen Wahlaufruf hat. So wird der Eindruck erweckt, als wenn die revisionistische Opposition der Leitung sozusagen bewußten Hochverrat vorwerfen wolle. In Wirklichkeit lautet der Satz — im Rahmen einer längeren Auseinandersetzung über die Irrtümer und Versäumnisse der jetzigen Leitung — folgendermaßen: ״Wir protestieren gegen die verhängnisvolle Haltung der Leitung, die, um sich zu behaupten und ihre eigene Unfehlbarkeit zu beweisen, abwechselnd den Sachwalter arabischer oder angeblicher englischcr Interessen spielt, weil sie nicht den Mut, die Einsicht und das Verantwortungsgefühl be• sitzt, Sachwalter der jüdischen Palästina- Interessen zu sein!“ Indem Dr. Bileski den Zusammenhang übersieht und die zweite (gesperrte) Hälfte des Satzes fortläßt, muß jener oben erwähnte falsche Eindruck entstehen, ln Wahrheit wird behauptet — und diese Behauptung wird hiermit voll aufrecht erhalten — daß die Exekutive eine falsche Auffassung von der politischen Lage hat, daß sie aus dieser falschen Auffassung heraus die Entschlossenheit zur energischen Wahrung der zionistischen Interessen nicht aufbringt, daß sie durch ihre fehlerhafte Grundauffassung auf der Suche nach Argumenten zur Verteidigung ihrer Position wiederholt dazu verleitet worden ist, wirkliche oder angebliehe arabische bzwr. englische Interessen in einen Gegensatz zum Zionismus zu bringen und ganz irrigerweise das Schwergewicht dieser Interessen zu betonen. Beispiel: Weizmanns Rede auf dem letzten Kongreß über die Bedeutungslosigkeit Palästinas für das britische Imperium. Hier wurden — angebliehe — britische Interessen aus falscher Beurteilung der politischen Lage zum Argument gegen zionistische Interessen — im Munde des Präsidenten der Organisation. Dies und nichts anderes behauptet der revisionistische Wahlaufruf. Wenn Herrn Dr. Bileski nicht an billigen Effekten zur Verhesserung der Wahlchancen seiner Partei, sondern an sachlicher Auseinandersetzung gelegen ist, so möge er künftig den Gegner vollständig zitieren und sinngemäß interpretieren. sicht und Verantwortungsgefühl beruhe, geeignet ist, die Schärfe des Vorwurfs zu mildern, mag der Leser seihst entscheiden. Dieser Vorwurf ist aber noch mit einer weiteren Erläuterung versehen: Die Leitung habe so gehandelt, um sieh zu behaupten und ihre eigene Unfehlbarkeit zu beweisen. Auf diese Begründung (bei der ich auch in meinem Zitat eine Wiederholung nicht wiedergegeben habe) geht L. heute überhaupt nicht ein. Sie stellt aber das Verhalten der Leitung als ein bewußtes und zu egoistischen Zwecken erfolgtes hin und macht es dadurch besonders verächtlich. Wenn L. an diese Stelle denken würde, könnte er heute nicht die Dar- Stellung versuchen, daß man der Leitung im Grunde nur eine ״falsche Auffassung“ vorwerfen wolle. L. hätte, anstatt mir in unzulässiger Weise falsche Zitierung vorzuwerfen, das von den Revisionisten verübte Unrecht wieder gutmachen sollen. Das wäre nicht nur im allgemeinen zionistischen Interesse wünschenswert gewesen, sondern auch im Interesse seiner Wahlehancen. Dr. Moritz Bileski. Eine Zuschrift Wiesbaden, den 1. August 1027. Sehr geehrte Redaktion! Unter der Rubrik ,Kongreß-Tribüne“ bringen Sie in Ihrer letzten Nummer ״Zwischenrufe“ von Richard Licht heim, deren Form und Inhalt eine Erwiderung erfordert. Ich bin selbstverständlich der Meinung, daß in der ״Jüd. Rundschau“ alle Richtungen zu Wort kommen müssen und daß man sogar auf die Opposition weitgehende Rücksicht nehmen und sie soweit «1 Wort kommen lassen soll, als es redaktionstechnisch möglich ist. Das bedeutet aber nicht, gewissen Exponenten dieser Opposition «1 gestatten, gelegentlich des Wahlkamptcs ihre hinreichend bekannten Haßkomplexe abzurcagieren. Es ist meiner Ansicht nach unzulässig, in dieser Form wie es Herr Lichtheim tut, die Person des Präsidenten der Organisation verächtlich zu machen. Man weiß zur Genüge, daß er von der Persönlichkeit Weizmanns nichts hält und daß er der Ueberzcugung ist, an politischer Begabung Herrn Dr. Weizmann bei weitem überlegen zu sein. Mit dieser persönlichen Meinung steht aber bekanntlich Herr Lichtheim allein. Auf seine verächtlichen Aeußerungen über den Präsidenten der Organisation hat er einmal eine gute Antwort bekommen. Als er davon sprach, daß von Entschließungen des Präsidenten keine Rede sein könne, daß man vielmehr vielfach glauben müsse, daß er seinen Entschluß dadurch fasse, daß er die Knöpfe seiner Weste abzähle, hat Schmarja Levin ihn gefragt, ob er sagen könne, wo man solche Westen beziehe. Es ist keine Entdeckung des Herrn Lichtheim, wenn er feststellt, daß das Interview im ״Haolam“ von der Redaktion oder von dem Organisationsdepartement ausgearbeitet sei. In der deutschen Politik, in der es bekanntlich an persönlichen Gehässigkeiten nicht fehlt, ist noch niemand aut den Oedanken gekommen, einem Minister einen Vorwurf daraus zu machen, daß er in einem Interview seine Meinungen lamdgab und dieses Interview selbstverständlich von der Redaktion oder von einer Regierungsprcssestelle vorbereitet war. Herr Lichtheim spekuliert offensichtlich auf die Unkenntnis der Masse in solchen Dingen und benutzt nun eine derartige lächerliche Feststellung, um die Person des Präsidenten zu verkleinern. Wenn sich Herr l ichtheim weiter über die ernste und aufrichtige Mahnung des Leiters des Organisationsdepartements, im Wahlkampf Würde und Anstand zu wahren, in der von ihm gewählten Form lustig inacht, so beweist er damit nur, wie angebracht und notwendig, allerdings auch wie wirkungslos ihm gegenüber diese Mahnung gewesen ist. Man kann selbstverständlich darüber streiten, ob es richtig War, daß Herr Dr. Weizmann sich als Kandidat in der Tschechoslowakei und in Oesterreich aufstellen ließ, und es wäre Herrn Lichtheim nicht zu verübeln, wenn er sich in sachlicher Form gegen diese Aufstellung wendete. Meine Beanstandungen richten sich nicht gegen den, im übrigen sehr kümmerlichen sachlichen Inhalt seiner ״Zwischenrufe“. Ich verlange vielmehr lediglich von der ״Rundschau“, daß sic Beiträge von derart unsachlicher und schnodderiger Art, in der man hier von ernsten Dingen spricht, auch im Wahlkampf und aus zu weit getriebener Loyalität nicht ohne weiteres aufnimmf. Ich ersuche Sie, diese Zuschrift zu veröffentlichen, wobei ich damit rechne, daß Herr Lichtheim darauf in der bei ihm gewohnten Weise reagieren wird. Mit vorzüglicher Hochachtung Alfred Landsberg. Der Wahlkampf In der letzten Woche hat der Wahlkampf zum Kongreß in Deutschland seinen Höhepunkt erreicht. In den meisten Städten wurden große Wahlversammlungen ab• gehalten, für die sich ein außerordentlich reges Interesse zeigte. Redner aller Parteien vertraten ihre Programme, ln Berlin fanden zwei große Versammlungen der B. Z. V. statt, eine im Norden und eine im Westen Berlins, die beide überfüllt waren. Es sprachen hier die Herren Bileski, Blumcnfeld, Goldmann, Fett, Klinow, Lichtheim, Berger, Locker, Wolfsbcrg, Barth u. a. Vorübergehend kam es zu scharfen Ausein• andersetzungen, insbesondere als poalezionistische Redner die Petljura-Affäre Jabotinskys erwähnten, was von revisionistischer Seite mit Protestrufen beantwortet wurde. Sonst jedoch verliefen die Versammlungen, denen in Berlin Dr. Apfel präsidierte, in vollster Ordnung und unter größter Anteilnahme der Hörer statt, die bis zu später Stunde ausharrten. Wir haben diese Zuschrift, die einein unserer Mitarbeitcr entstelltes Zitieren vorwirft, Herrn Dr. Bileski zur Aeußcrung vorgelegt, der uns dazu schreibt: Lichtheims Widerspruch ist mir nicht verständlich. Es ist unrichtig, daß ich durch mein Zitat den Sinn der angegriffenen Stelle verändert hätte. Umgekehrt macht L. jetzt den Versuch, die Stelle in einer Weise wiederzugeben, die weder mit ihrem Wortlaut noch mit ihrem Sinn übercinstimmt. Die Stelle enthält eine Aussage: die Leitung hat sich abwechselnd zum Sachwalter arabischer (nicht angeblich arabischer) und angeblich englischer Interessen gemacht. Eine Handlungsweise solcher Art würde allerdings bei anderen Völkern als Hochverrat bezeichnet weiden. Deswegen ist meine Charaktcrisierung dieses Vorwurfs — und noch eine ganz andere — berechtigt. Diese Aussage wird erläutert: einmal durch die Erklärung, daß die Leitung nicht Sachwalter der jüdischen Interessen gewesen sei; das ist dasselbe, was zuerst gesagt wurde, es wird nur in abgeschwächter Form gesagt. Ich konnte, um Raum der ״J. R.“ zu sparen, diese verdünnte Wiederholung weglassen, ohne mich irgendeiner Sinnesände• rung schuldig 71 machen Der Satz wäre nicht weniger angreifbar geworden, wem! ich auch diesen Teil mitzitiert hätte. Ob die weitere Konstatierung des angegriffenen Satzes, daß die Handlungsweise der Exekutive aut Mangel an Mut, Ein¬ Ein Babimah-Mitglfed ertranken Donnerstag, den 4. August ereignete sich in Woltersdort bei Berlin ein tragischer Unglücksfall, bei dem das Mitglied der Habimah, Ephrati Tetschik, den Tod durch Ertrinken fand. Einige Mitglieder des Habimah-Enscmblcs, das zur Erholung in Wolfersdorf weilt, unternahmen eine Bootsfahrt, an der sich auch Tetschik beteiligte. Als er aus dem Boot sprang, um ein Bad zu nehmen, versank er plötzlich. Sein Leichnam konnte bisher noch nicht geborgen werden. Der berühmte Chemiker Prof. aCrl Neuberg in Berlin feierte dieser Tage seinen 50. Geburtstag, und wurde aus diesem Grunde von der gesamten wissenschaftlichen Wcl! gefeiert. Bedeutende wissenschaftliche Gesellschaften haben den Jubilar zum Ehrenmitglied ernannt. Prof. Neuberg ist bekanntlich Vorstandsmitglied des Berliner Komitees zur Förderung der Hebräischen Universität in Jerusalem und hat an allen Fragen des Aufbaus dieser ersten jüdischen Hochschule und insbesondere des chemischen Instituts stets lebhaftes Interesse genommen. Die Wahlen zum XV. Zionistenkongreß Bekanntmachung 1. Angesichts der von Herrn Dr. A r 10 so ro f f in der vorigen Nummer der ״Jüdischen Rundschau“ veröffentlichten Aufforderung, die nicht nur an die Chawerim, sondern auch an die ״Wähler“ der Hitachduth in Deutschland gerichtet ist, ihre Stimme am 7. und 8. August für die von der Hauptwalil- Kommission nicht bestätigte Liste der ״Hitachduth“ abziigeben, hält es die Unterzeichnete Hauphvalilkommissi01! für ihre Pflicht, die Wahlberechtigten ausdrücklich darauf aufmerksam zu machen, daß Stimmzettel, die für einen nicht bcstäfigten Wahlvorschlag abgegeben werden, ungültig sind und von den Ortswahlkommissiouen als ungültig erklärt werden n! ü s s e n. Die Ortswahlkommissionen sind in keiner Weise verpflichtet, bei der Feststellung des Wahlergebnisses die aus irgendwelchen Gründen für ungültig erklärten Stimmen irgendwie zu spezifizieren. 2. Die Wahlen finden am 7. und 8. August statt. Wahlen, die vor dem 7. oder nach dem 8. August veranstaltet werden, sind ungültigln Orten, die W a 111 o r t c sind, müssen die dort ständig wohnhaften Wähler persönlich im Wahllokal erscheinen und dort ihren Stimmzettel abgeben. Die Wahl ist ungültig, wenn etwa auch in Orten, die W ah I o r t e sind, die Stimmzettel brieflich eingesandt oder eingesanimelt oder durch Stellvertreter abgegeben werden. Nach Schluß der Wahlen muß in jedem Wahlort das Ergebnis der Wahl festgestellt werden. Das Ergebnis muß in Form eines Wahlprotokolls (in vierfacher Ausführung) aufgenommen werden. Sämtliche Protokolle sind von mindestens drei Mitgliedern der Wählleitung jedes Wahlortes zu unterzeichnen, E i 11 Protokoll ist vom Wahlleiter aufzubewahren, die drei anderen Exemplare sind sofort an den Wahl- Vorstand des betreffenden Wahlkreises expreß zu übersenden, so daß sie s p ä t c s t e n s am 10. August bei dem Kreiswahlvorsfand eingelien. Die Adresse des Wahlvorstandes für den ersten Wahlkreis lautet: Berliner Zionistische Vereinigung, Berlin W15, Meinekestralte 10, Die Adresse des Wahlvorstandes für den zweiten Wahlkreis lautet: Leipziger Zionistische Vereinigung, Leipzig, Keilstraße 4. Die Protokoll-Formulare sind sämtlichen Wahlorten zugegangen. Unzulässig ist die Feststellung des Wahlergebnisses bzw. eines Teilergebnisses vor Schluß der Wahlen. Wahlorte im Wahlkreis 1 sind: Alicnstein, Berlin, Bremen, Cöthcn, Cottbus, Dessau, Emden. Erfurt, Frankfurt a. ()., Gotha, Halberstadt, Halle, Hamburg, Hannover, Insterburg, Jena, Kiel, Königsberg, Lübeck, Magdeburg, Nordhatiseu, Osnabrück, Stettin, Stolp. Wahlortc im Wahlkreis II sind: Aachen, Bamberg, Beuthen, Bochum, Breslau, Cassel, Chcmnitz, Cöln, Dortmund, Dresden, Duisburg, Düsseldorf, Elberfeld, Essen, Frankfurt a. M., Freiburg, Gelsenkirchen-Wanne, Gleiwitz, Hamborn, Heidelberg, Herne. Hindenburg, Karlsruhe, Konstanz, Leipzig. Mainz, Mannheim, München, Nürnberg, Oberhausen, Oppefn, Pforzheifn, Pfauen. Ratlbor, Saarbrücken, Stuttgart, Trier, Wiesbaden, Würzburg, Zwickau, * Die Vornahme der Wahlen erfolgt durch Abgabe eine* Stimmzettels, der wie folgt aussieht: Wahlen zum jlV.ZUmlsIenhonfiref) Wahlvorschlag Nr.l, Poale Zion und J.J.W.B. Liste Alfred Berger o Wahlvorsdilag Nr. 2, Linkes Zentrum Liste Kurl Biomenfeld O Wahlvorschlag Nr. 3, Misraehi W&ltlKr. I: Liste Dr. Oskar Woltsber* Watiikr. H: Liste Dr. Jacob Holtmann o Wahlvorsdilag Nr. 4, Zionisten - Revisionisten Liste Bidiard Lldifltelm o Wahlvorsdilag Nr. 5, Vereinigung Radikaler Zionisten Ltsfe Dr• Max soiowettsdHk o Der Wähler hat den Wahlvorsdilag, für den er stimmen will, durch ein X Im betreffenden Kreis kenntlich zu machen- Der Wähler hat das Recht, statt des amtlichen Stimm- Zettels einen anderen gedruckten oder handschriftlich angefertigten Stimmzettel zu verwenden, der nichts weiter zu enthalten braucht, als den Namen des Listenführers oder die Bezeichnung der Gruppe, für die er seine Stimme abgeben will. 4. Auf Beschluß der Mauptwahlkommission sind die Ortswalilkommissioncn verpflichtet, in folgenden Fällen Stimmzettel für ungültig zu erklären: a) Wenn der Briefumschlag mehr als einen Stimmzettel enthält, die auf verschiedene Wahlvorsclilägc lauten, so sind sämtliche in diesem Briefumschlag enthaltene Stimmzettel ungültig. Wenn ein Briefumschlag mehr als einen Stimmzettel enthält, die auf den gleichen Walilvorschlag lauten, so ist 1 Stimmzettel gültig, die übrigen sind un g ü 11 ig. b) Ungültig sind alle Stimmzettel, die auf einen anderen Wahlvorschlag als einen der 5 von der Hauptwahlkommission veröffentlichten Wahlvorschläge lauten, ungültig sind also in Deutschland diesmal auch alle Stimmzettel, die etwa für eine Liste der Hitachduth abgegeben werden.

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