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Jüdische Rundschau · 1927-07-15 · Heft 56 (15.7.1927) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXII (1927)
Issue
Heft 56 (15.7.1927)
Date
1927-07-15
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Sette 39» JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr, 56, 15.VII. 1927 Nr. 50» entstanden sein, weil diese ja zum größten Teil Fellachen sind und außerdem die Wiederaufbauarbeiten zahlreiche Arbeitskräfte beanspruchen werden. Was speziell jüdisches Eigentum betrifft, so scheint schwerer mitgenommen nur das Universitätsgebäude zu sein, wo der Schaden 3000 Pfund betragen soll. Das Erdbeben in Palästina gehört in die Reihe Jener großen Unwetterkatastrophen, die wir in verschicdenen Formen im Verlaufe des letzten Jahres auf allen Kontinenten miterlebt haben. Die zionistische Arbeit wird dadurch selbstverständlich nicht beeinträchtigt. Wir alle fühlen in solchen Momenten nur um so stärker, wie eng wir mit dem Lande bereits innerlich verbunden sind. Es ist bedauerlich, wenn manche Organe versuchen, sogar aus derartigen Ereignissen politisches Kapital zu schlagen. Vornan steht der Lon* doner ״Daily Expreß“, der am 13. d. M. in sensationellster Aufmachung durch Darstellung der wirfschaftlichen Schwierigkeiten unseres Siedlungswerkes und in einem besonderen Leitartikel gegen den Zionisnnss zu hetzen sucht. Er benutzt das Erdbeben, um vor der finanziellen Beteiligung ans Palästinawerk zu warnen. Das ist etwa so, als ob man wegen der Wetter-Kata- Strophe im Erzgebirge dem Deutschen Reich den Kredit entziehen wollte. Wir hoffen, daß dieser Fall vereinzelt bleibt und daß das Unglück Palästinas die guten und nicht die schlechten menschlichen Instinkte wecken wird. Ergebnis der Kammerwahlen In Rumänien Bukarest, 12. Juli. (J. T, A.) Das definitive Ergebnis der vor einigen Tagen durchgeführten Wahlen zur rumänischen Kammer liegt nun vor. Von 3 581 332 stimmberechtigten Wählern im Reiche gaben 2 751608 ihre Stimmen ab. Rund 33000 Stimmen wurden anuiliert; somit haben über 850000 Wähler ihr Stimmrecht nicht ausgeübt. Es ergibt sich die folgende Verteilung auf die einzelnen Parteien: Liberale 73,08 ”/״ und 318 Mandate; Nationalzaranisten 22,10 <0/י und 54 Mandate; Minoritätenblock 6,5 0״ und 15 Mandate; Sozialdemokraten 1,80°/0, kein Mandat; Arbeiterblock 1,17 0/0, kein Mandat; Jorga-Partel 0,00 ״>, kein Mandat; Christliehe Liga (Cuza) 1,08״/«, kein Mandat; Christliche Liga (Codreanu) 0,27 ״/o, kein Mandat. In dem neugewählten Parlament sind also nur Liberale, Nationalzaranisten und Minoritäten vertreten. Die beiden antijüdischen Parteien erhielten kein Mandat. Von jüdischen Abgeordneten sind nach den bisherigen Feststellungen auf der liberalen Regierungsliste der Präsident der Union rumänischer Juden Dr. Filderm ann und der Gerent der Czernowitzer Kultusgemeinde Dr. Straucher gewählt. Das!Mische Medensgerieht ln der letzten Woche fand In Tel-Awiw die Konferenz des ״Jüdischen Friedensgerichtes“ (Mischpat Haschalont Haiwri) statt. Ueber ihren juristischen Inhalt soll hier nicht gesprochen werden, da er die breitere Oeffentlichkeit weniger interessiert und der Wertung eines Fachmanns bedarf. Es sei hier nur auf die nationale Bedeutung dieser Institution hingewiesen, die ein wesentliches Glied der jüdischen Autonomie in Palästina darstellt. Die Tatsache, daß ein jüdisches Friedensgericht existiert, daß es in einer großen Anzahl von zivilrechtliehen Fragen die Gerichte der Regierung ersetzt, bleibt nicht ohne Einfluß auf die Haltung und Entwicklung des Jischuw. Hier wird der Versuch gemacht, eine Justiz aufzurichten, die auf den Grundlagen des alten jüdischen Rechtes aufgebaut ist, und Konflikte zwischen Juden und Juden soweit wie möglich unter sich auszutragen und die außenliegenden Instanzen nur in Ausnahmefällen in Anspruch zu nehmen. Die Konferenz hat ihr Bedauern darüber ausgesprochen, daß das Gericht noch immer nicht genügend von der Oeffentlichkeit in Anspruch genommen und gestützt wird. Aber allein die Tatsache, daß es besteht, daß es überall als eine Notwendigkeit und wichtige Errungen- Schaft empfunden wird und daß es sich in jeder Beziehung entwickelt, Ist als ein nationales Plus zu begrüßen. Max Liebermann Zum 80. Geburtstag, den 20. Juli 1927. In diesen Tagen feiert Deutschland den 80. Geburtstag seines größten Malere. An offizieller Stelle, in der Akademie der Künste, deren Präsident Liebermann bereits seit 8 Jahren ist, grüßen 100 der auserlesensten Bilder ihren Meister und künden von seinem reichen Schaffen. Die Stadt Berlin, in der er in dem gleichen Hause, in dem er heute noch wohnt, das Licht der Welt erblickt hat, ernennt ihn zum Ehrenbürger. Cassirer, mit dem er seit Jahrzehnten verbunden ist, ergänzt die Akademieausstelltmg durch eine herrliche Kollektion seiner einzigartigen Aquarelle. Die gesamte Welt kennt und schätzt ihn und ist sich eins in der Verehrung dieses deutschen Pioniers der modernen impressionistischen Malerei. Liebermann hat nicht nur gute Bilder gemalt, einige Hundert der schönsten Radierungen geschaffen und sich als geistvoller Kunstschriftsteller betätigt — ein Band gesammelte Schriften, 1922 bei Cassirer erschienen, enthält Perlen der Charakteristik —, sondern ist weit über seine eigenen Werke hinaus Vater und Führer der deutschen Kunst der letzten 35 Jahre geworden. Sein sicherer Blick, sein unbeirrbar und folgerichtig sich entwickelndes Talent und sein klares Denken führte ihn den Weg von provinzieller Enge zu internationaler Freiheit. Holland, das Land einer altehrwürdigen Kunsttradition, wurde ihm früh zur zweiten Heimat, zu einer Zeit, da die deutschen Künstler sich seihst genügend höchstens einem falschen Pathos in den römischen Gefilden nachjagten, und das Frankreich der siebziger Jahre, in dem die so berühmt gewordene Generation um Manet, die Kunst neuen Zielen niführte, gab ihm Anregungen, die nur ein Geist wie Liebermann so unbefangen aufnehmen konnte. Mit den Schätzen ungeahnter Vielseitigkeit kehrte er in seine Vaterstadt zurück. Die Entwicklung, die nun einsetzt und von den zuerst noch schwer- und dunkelfarbigen Bildern der Konservenmacherinnen und der Schusterwerkstatt über die Arbeiter und Reiter in den Dünen bis zu den helleuchtenden Wannseegärten Jüfart» die ihn, dem anfangs alles Kreatnrhafte, ob Mensch Die Konferenz der Histadrnth Von unserem palästinensischen Korrespondenten. AG. Tel-Awiw, 6. Juli. Die Eröffnung der dritten Konferenz der palästinensischen Arbeiter gestaltete sich zu einer Massenversammlung allergrößten Stils. Der große Platz des Beth-Am war so dicht gefüllt, daß es unmöglich war, hinein- oder hinauszukommenn. Viele mußten nach Hause zurückkehren, weil sie keinen Einlaß mehr fanden. Es waren viele Tausende zugegen. Ein Megaphon, vom Radioinstitut der Organisation gestellt, half den Rednern bei ihrer Aufgabe, zu dieser Menge zu sprechen, die trotz der ungewöhnlichen Hitze Stunde um Stunde aushielt. Die beiden Eröffnung«- reden (Ben-Ourion und Sprinzak), streiften in vor- Die Scheheisammiuno geht melier! Wir machen hierdurch wiederholt darauf aufmerksam, da& das Wahlrecht zum XV. Kongreh nur alle diejenigen haben, die sich mit einer auf ihren Namen lautenden Schekelquittung für 5667 legitimieren können und deren Schekel bis zu der Wahl in bar bei uns eingegangen ist. — Alle Schekelvertrauensmanner werden dringend ersucht, auf diese Bestimmung genau zu achten und die ihnen für die Sammlung übersandten Schekelblocks rechtzeitig vor den Wahlen vollkommen mit uns abzurechnen. zloitlsMsdie Vereinigung für Dentstfiland Berlin W15, Helnekesir. 10 sichtiger und einleitender Weise die Probleme der Konferenz, von der Lage des Zionismus im Galuth und der Krise in Palästina, bis zu den wirtschaftlichen und organisatorischen Fragen innerhalb der Arbeiterschaft. Unzählige Begrüßungen sind der Konferenz mündlich und schriftlich zugegangen, von der zionistischen Exekutive und einer langen Reihe zionistischer Institutionen und Verbänden. Ein besonderes Gepräge gaben der Sitzung die Reden zweier Araber. Die Rede des ersten arabischen Vertreters, des Abgesandten der in Haifa bei der Arbeiterorganisation organisierten Eisenbahnarbeiter, war eine im Sinne des friedlichen Zusammenarbeiten« gedachte und recht allgemein gehaltene Ansprache. Das Auftreten des Zweiten hatte bereits einen anderen Klang. Er sprach von einer anderen Gruppe aus, die dem ״Ichud" (Verband für die Verbindung der Internationalen) nahesteht. Hier wurde das gemeinsame Kampfziel aller Arbeiter hervorgehoben und auch davon gesprochen, daß die Arbeiterbewegung im Lande ja doch nicht ״direkt zionistisch“ sei. Diese Rede führte zu einer kurzen, aber sehr klaren und energischen Bemerkung des Vorsitzenden, daß es keine überzeugteren und zielbewußteren Zionisten gäbe als die jüdische Arbeiterschaft Palästinas. Das Publikum quittierte diese Deklaration mit einem be- , geisterten Applaus* .. So trug die Eröffnungssitzung einen demonstrativen Charakter. An die eigentlichen Probleme wurde selbstverständlich noch nicht gerührt, auch die Konflikte deuteten sich noch kaum an. Die zweite Sitzung, die technischen Fragen (Wahlen, Geschäftsordnung usw.) gewidmet war, brachte freilich schon ein vollgerüttelt Maß von Kämpfen zwischen den Fraktionen. Die Konferenz hat neben den großen Fraktionen der Achduth- Awodah und des Hapoel Hazatr eine zahlenmäßig kleine, aber aktive Opposition von links, die ihre Lage, als kleine Minorität, die sie von jeder Verantwortung enthebt, auszurrutzenn weiß. So wurde die Wahl der Vorsitzenden und die Bestätigung der Geschäftsordnung zu einem Anfangs- Kampf, der bereits in einem gewissen Ausmaße den weiteren Verlauf erschließen läßt. Zum Beispiel tauchte in der Beratung der Geschäftsordnung die Sprachenfrage auf. Es wurde beschlossen, daß — was als selbstverständlich und herkömmlich zu betrachten ist — von den Delegierten die Benutzung des Hebräischen verlangt ist wenn nicht zufällig jemand weniger als zwei Jahre im Lande ist und daher noch nicht die Sprache'beherrscht Von der linken Opposition wurde dieser Punkt zu einer Demonstration für das Jiddische benutzt und es gab ein bewegtes Zwischenspiel, das praktisch ohne jede Bedeutung, aber als Symptom zu werten war. Ueberhaupt ist der Stimmung und dem Gang der Abstimmungen nach auf eine recht schwere Konferenz zu schließen. Diese Tagung, die unter den denkbar schwersten Bedingungen Zusammentritt — Arbeitslosigkeit im Lande, Un- Zufriedenheit mit den bisher geübten Methoden, Mißtrauen gegen den Weg der Arbeiterschaft auf allen Seiten — wird auch im Innern mit sehr großen Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Die Linke ist anscheinend entschlossen, die Konferenz ungeachtet der Folgen für ihre speziellen Zwecke auszunutzen. Und zwischen den beiden großen Parteien herrscht vorläufig auch die Neigung, die gegenseitigen Anschauungen mehr als die gemeinsamen herauszuarbeiten. Dieses Gefühl und das Bewußtsein des Druckes, das über der Konferenz liegt, machen die Arbeit ungeheuer schwer. Jedoch ist heute, am ersten Tage, noch nichts vorauszusagen. Die Tagesordnung ist so groß, daß man sich auf eine Tagung von zwei Wochen vorzubereiten hat. Und in dieser Zeit können noch grundlegende Aenderungen eintreten. oder Tier, gleich im Range sfand um! der immer unkonve»• tionefl und nüchtern die Natur erfaßt, zum größten Porträtisten unserer Tage erhebt, ist bereits Geschichte geworden und unvergänglich mit der modernen Malerei verknüpft. Heute, da unzählige Federn sich rühren, um Liebermanns Bedeutung der Allgemeinheit vor Augen zu führen, wäre es — besonders in diesem Blatte — unangebracht, eine ausführliche Analyse seiner Kunst zu unternehmen. Was uns mit Stolz erfüllt und weswegen auch wir dem Genius Liebermanns huldigen, ist, daß er einer der Unseren istv ein Jude, stolz auf sein Judentum, zu dein er sich jederzeit frei bekannt hat. Und mehr noch als dies: das Wesen seiner Kunst, die tiefinnerste Ursache seines so extensiv wirkenden Schaffens, ist gerade in seiner Abstammung begründet. Ihm, dem Juden, war es möglich, durch sein kosmopolitisches Einfühlungsvermögen der deutschen Kunst die Tore Europas zu öffnen und in sie Anregungen hineinzutragen, durch die sie zu europäischer Bedeutung heranreifte. Sein Temperament, gezügelt und geführt von einer genialgrüblerischen Spekulatfen, seine Unbefangenheit und Vielseitigkeit, seine unbeugsame, zieibewußte Triebkraft, die noch heute in dem Greis den Schaffensdrang nicht erlahmen läßt, ist das Erbgut seines Blutes. Liebermann ist zeitlebens unscntimental und unpathetisch gewesen. Nichts ist ihm, dessen Geist sich oft in scharfem Witz geäußert hat, verhaßter als Heroentum und Heroisierung. Was er einmal von Israels sagte: ״Israels ist kein Uebermensch und — was heutzutage seltener — er will keiner sein, — Mensch-sein genügt ihm“, gilt auch für ihn. Maler- und Menschsein genügt ihm. Wer aber so wie er Maler und Mensch ist und dies in 8 Dezennien bewies, dem gereicht dies zum höchsten Ruhmestitel. Dr. Karl Schwarz. Die ״Zionistische Vereinigung für Deutschla nd“ hat zur Eröffnung der dritten Konferenz der allgemeinen Arbeiter-Organisationen in Palästina ein Begrüßungstelegramm gesandt, das in deutscher Uebersetzung folgendermaßen lautet: ״Die deutschen Zionisten begrüßen Ihre Konferenz und wünschen ihr besten Erfolg. Wir alle fühlen, welche Verantwortung in dieser schweren Stunde gerade auf der Arbeiterschaff, den Pionieren unleres nationalen Werkes, lastet. Die ganze Bewegung muß den Weg zur Erweiterung unserer Kolonisation und zur Eroberung neuer nationaler Positionen bahnen durch Beschaffung der Mittel für die Konsolidierung des Bestehenden und durch Reorganisation aller zionistischen Institutionen. Wir sind überzeugt, daß die Begeisterung der Arbeiter, welche unserer Bewegung Kraft und Schönheit verliehen hat, auch in Zukunft richtunggebend sein wird in der Anstrengung, der gegenwärtigen Lage Herr zu werden.“ Einberufung der neuen Reprlsentanteaversammlung Nachdem durch den Bescheid des Polizeipräsidenten samtliehe Proteste gegen die Wahlen zur Reprise ntantenversammlung zurückgewiesen worden sind, hat nunmehr der Vorsitzende des Vorstandes der Berliner Jüdischen Gemeinde, Herr Kammergerichtsrat Wo 1 f f, die am 16. Mai 1926 gewählten Re- Präsentanten und Repräsentarft «!Stellvertreter zu einer Sitzung für Donnerstag, den 14. Juli, abends, eingeladen. In dieser Sitzung fand die Einführung und Verpflichtung der neuen Repräsentanten statt Für Einignng der österreichischen Jaden Wien, 10. Juli. (J. T. A.) Der absolute Mißerfolg der österreichischen Juden bei den letzten Wahlen zum Parlament und zum Gemeinderat, die ständig in Erscheinung tretenden äußeren Gegensätzlichkeiten und Parteiungen, haben den Präsidenten des österreichischen Distrikts des Ordens Bne Brith, Dr. Edmund Kohn, bewöge!, die Vertreter der großen, jüdischen Parteien in Oesterreich zu einer Aussprache einzuladen, um einen Weg für gemeinseh*fti«11e ■ »Arbeit* ~a«L •de»?־ wt«W%ste! CleMf*»־,die ״d»t׳T österreichische Judentum berühren, frei zu!«kommen, ln der Beratung, der die Präsidiumsmitglieder_ der _ jüdischnationalen Parteien und der Union deutsch-österreichischer Juden beiwohnten, entwickelte Dr. Edmund Kohn und Oberrabbber Dr. C. h a j e s das Programm einer gemeinschaftliehen Arbeit. Dr. Chajes schlug die Gründung einer ״Jüdiischen Partei“ vor, der die folgenden zwei Hauptaufgaben obliegen sollen: Vorsorge, daß in allen österreichischen Vertretungskörperschaften eine entsprechende Zahl Juden Sitz und Stimme haben solle, Durchsetzung der Forderung nach Einrichtung jüdischer Schulinstitutionen. Dr. Edmund Kohn schlug die Vereinigung beider Parteien auf der Basis des ״Logen-Vereüns der Freunde des Wiederaufbaus Palästinas“ vor. Die erste Beratung vermochte nicht, einen Ausgleich der Gegensätze herbeizuführen. Dr. Edmund Kohn kündigte an, er werde nach den Ferien eine zweite Beratung im Rahmen einer breiteren Oeffentlichkeit organiskren. Die Verwaltung des Palästina-Arbeiterfonds hat beschlossen, die dritte Weltkonferenz für das arbeitende Palästina für den 15. September 1927 nach Basel einzuberufen. In Odessa wurde im Beisein von Regierungsvertretern das 50jährige Jubiläum des dortigen jüdischenfheaters unter großen Feierlichkeiten begangen. Die Hablmali in Berlin Die Mitglieder des Ensembles der ״Habimah“ sind in Berlin eingetroffen. Zwei Herren der Truppe haben unsere Redaktion besucht und über die glänzenden Erfolge berichtet, die dem Theater auch in Amerika zuteil geworden sind. Trotz den Verlockungen, die Amerika in materieller Hinsicht bietet, hielt es der größere Teil der Truppe doch für richtig, zunächst nach Europa zurückzukehren, um seinen künstlerischen Traditionen treu bleiben zu können. In Amerika ist heute noch keine Möglichkeit für eine Wirksamkeit größeren Umfangs im Stile der Habimah. Es ist dort kein Verständnis für das Wesen eines nicht auf Stars, sondern auf Gemeinschaft beruhenden Theaters vorhanden. Nur fünf Mitglieder der Truppe sind in Amerika geblieben, darunter auch der bisherige Leite» Zern ach. Fünfundzwanzig Damen und Herren wollen in Berlin in der nächsten Saison drei neue Stücke einstudieren. Sie beabsichtigen auch in Berlin und einigen anderen Städten Deutschlands eine Anzahl von Vorstellungen zu geben. Im Frühjahr wird sich die Truppe nach Palästina begeben. In Amerika hat sich unter dem Vorsitz von Otto H. Kahn ein Komitee gegründet, das es übernommen hat, 50 OOÖ Dollar zur Errichtung eines Theaters für die Habimah in Palästina aufzubringen. Der Wunsch der Habimah-Leute ist es, in Palästina zu bleiben, wo ihnen eine viel größere Aufgabe erwächst als die bisherige. Die Ki Komitee Berlin hat Nichtzionisi gemacht, I immer, ein Standpunkt Gründen 2 sehen jüdis beschäftige oder jenes über das Redakteurs die Welt h auf irgend! und aus Waffen g< Art der V in welche! Beifall der diesem G führende i der Miigli׳ mit groß« Bedeutung initgeteilt Gewichtes und Haß der eigen man auf י eine Beri dient, noc Im Juniheft der ״Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums“ führt Max Wiener seine Besprechung der Schriften der prophetischen Literatur zu Ende. J. Bergmann bringt zu einer Reihe jüdischer Volksbräuche anregende Parallelen aus dem Volksbrauch anderer Völker. E. Bickeimann untersucht den Ursprung des Vorwurfe des Ritualmordes. G. Schwarz versucht zu zeigen, daß die König David in den Mund gelegten Ratschläge an seinen Nachfolger ihm zum Teil mit Unrecht »!geschrieben wurden, um für harte Urteile des jungen Salomo eine Rechtfertigung zu finden. Die < Ueberschr Alfred W Pro Paläs Satz des Kardor Protokoll: enthalten die keine lediglich i von Rabl eigentlich: lister i liehen Ge der Idee von Kard und erklä eine grof Obwohl 1 zweifellos abhängig der mens nähme h daß dies! Und wer jodln he recht in darf nie! darauffol mann in richtigen seiner V ahnte ei Dr. Wei schon of leicht in nistischei Juden, j« land hal das Jud! Judentur frei entf judentun der jüdis Zentrum Ansehen Der die Her: Möglich! zu erwe im Jahre 1485, gc am Schl! Male ih verpfänc Die A. Sch eine seh rat Emil dessen 1 dier“ sc Anzahl macht. 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