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Jüdische Rundschau · 1927-07-08 · Heft 54 (8.7.1927) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXII (1927)
Issue
Heft 54 (8.7.1927)
Date
1927-07-08
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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Seite 384 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 54, 8. VH 1927 Nr. 54, Der Bericht, den die Mandatarmacht als Antwort auf den jährlichen Fragebogen der Mandatskommission vorgelegt hat, wurde jetzt in London als Weißbuch publiziert. Da wir die wichtigsten Partien dieses Be* richtes nachstehend veröffentlichen, können wir uns hier auf wenige Bemerkungen beschränken. Wie falsch ein Ton scharfer Beschwerde gegen die Mandatarmacht von unserer Seite gewesen wäre, ergibt schon die einfache Ueberlegung, daß auch die Mandatarmacht, wenn sie gewollt hätte, gerade in diesem Jahre die jüdische Arbeit im Lande hätte bloßstellen können. Bei dem Streite, wer der eigentlich Schuldige ist, ob wir oder die Re■ gierung, hätten sehr leicht wir den Kürzeren ziehen können, zumal die Vertreter der Regierung vor der Mandatskommission persönlich erscheinen. Der Bericht der Regierung hält sich davon fern, die von jüdischer Seite gemachten Fehler aufzubauschen. Er versucht im Gegenteil darzulegen, daß zu Pessimismus kein Anlaß ist und daß es sich hier um unvermeidliche Rück - schlage handelt, die darauf beruhen, daß eben in einem unentwickelten Lande wie Palästina nicht plötzlich und mit einem Male prosperierende wirtschaftliche Unternehmungen geschaffen werden können. Der wichtigste Faktor ihrer Entwicklung, so führt die Regierung aus, ist die Zeit. Man erinnert sich unwillkürlich an die Worte Dr. Weizmanns von der englischen Geduld und der jüdischen Ungeduld. Die Engländer empfehlen Geduld, Zeiflassen, es wird schon allmählich aus all den Versuchen eine blühende Wirtschaft, gegründet auf Vergrößerung der Produktion des Landes, entstehen. Freilieh gehört nicht nur Geduld dazu, sondern auch genügend Kapital, um die Uebergangszeit überdauern zu können, sowie eine sachverständige, gut überlegte Tätigkeit. Man darf nicht zuviel auf einmal in Angriff nehmen, das durchzuführen die eigenen Kapital- und Kreditmöglichkeiten nicht gestatten. Daher empfiehlt die Regierung für die nächste Zeit eine Konsolidierung der bisher geschaffenen jüdischen Positionen als Voraussetzung einer weiteren jüdischen Expansion. Der Rat einer Macht, die seit Jahrhunderten Erfahrungen auf kolonialem Gebiet gesammelt hat, sollte auch von dem künftigen Zionistenkongreß beachtet werden. Als weniger befriedigend muß man freilich den Teil des Berichtes bezeichnen, der die Auffassung der Regierung über ihre Pflichten darlegt. Die Regierung entwickelt ihr bekanntes Programm, daß sie durch Sicherung voller Gleichberechtigung und zugleich durch gesunde Verwaltungsmethoden im Lande die Bedingungen auch für die jüdische Aufbauarbeit schafft; Dies ist auch fraglos ihre erste und wichtigste Pflicht, aber darüber hinaus ergeben sich Mis dem Text des Mandates noch verschiedene Verpflichtungen, die die Regierung selbst nicht leugne^ deren Durchführung sie aber außerordent-!ו»״ון»ו _ ^a«£15&■ §?&£־ hingen auf Sta&tsländereien betrifft. Die Aufgabe der nächsten Periode muß es sein, in dieser und anderen Fragen mehr Verständnis und Entgegenkommen bei der Regierung zu erreichen. Die Verwaltung Palästinas im Jahre 1926 Englands Bericht an den Völkerbund. London, 5. lull. (J. T. A.) Der von der britischen Regierung dem Völkerbundsrat erstattete Bericht über die Verwaltung von Palästina und Transjordanien im Jahre 1926, der der Mandatskommission in ihrer gegenwärtigen Tagung Vorgelegen hat, ist soeben in London als Weißbuch herausgegeben worden. Es heißt darin: Die wirtschaftliche Lage im Lande hat sich 1926 weniger günstig gestaltet als im vergangen«! Jahre. Die Gründe sind zwiefach: Die erwartete gute Regenperiode, die eine reiche Ernte erbringen sollte, blieb aus, und im Sommer brach eine Viehseuche aus, der zwar mit wirksamen Mitteln entgegengearbeitet wurde, die aber manchen Schaden brachte. Die finanzielle Lage des jüdischen Teils der Landesbevölkerung war, verglichen mit den zwei vorangegangenen Jahren, unbefriedigend; dies wirkte sich stark auf den Handel aus und spiegelte sich auch in den verringerten Steuer- und Solleinnahmen wider. Ungeachtet der schlechten Wirtschaftslage und der Fortdauer der beunruhigenden Situation an der Nordgrenze kam keinerlei Störung der öffentlichen Ordnung lind Sicherheit in Palästina und Transjordanien vor. Eine durchgreifende Reorganisation des öffentlichen Sicherheitsdienstes vom Gesichtspunkt der Wirtschaftlichkeit wurde in beiden Ländern durchgeführt. In der Verwaltungspraxis wurde ein beträchtlicher Fortschritt erzielt Eine Anzahl öffentlicher Arbeiten kam zur Durchführung, so u. a. die Verbesserung des Hafens in Jaffa und die Installierung einer ausreichenden Wasserversorgung für Jerusalem durch Ausbau der 1918 von der Armee Installierten Leitung. Um aber allen heutigen Erfordernissen gerecht zu werden, wurden die Vorkriegskonzessionen des Herrn Mawromatis für Versorgung Jerusalems mit Wasser und elektrischem Licht erneuert, jedoch hat der Konzessionär noch keine Gesellschaft gebildet, um die Arbeiten durchzuführen. — In der Nähe von Akko wurde ekle Pferdefarm errichtet. Die Vorbereitungen für Landbesiedlung, für die Einführung einer neuen Währung und für ein neues Preßgesetz sind weiter vorgeschritten. Der Touristenverkehr entwickelte sich befriedigend, mehrere große christliche Pilgerzüge kamen ins Land. Ein Archäologenkongreß, dem mehr als 90 Vertreter wissenschaftlicher Körperschatten aus allen Teilen der Welt beiwohnten, wurde im April in Jerusalem abgehalten. Der Entwurf des Gesetzes betreffend die Organisierung der jüdischen Gemeinden wurde beendet, aber noch nicht veröffentlicht. Die Staatsfinanzen. Ungeachtet der sinkenden Einkünfte und vermehrten Ausgaben gegenüber 1925 wurde zu Ende des Jahres 1926 ein Ueberschuß von £E 1.504.554 gegen £E 1.069.576 zu Ende 1925 erzielt. Aus den Ueberschüssen und seitens des Kronsagenten wurden Vorschüsse bewilligt zwecks Durchführung von öffentlichen Arbeiten, die in Voraussicht der Palästina* anlcihe in Angriff genommen wurden. Die Rückzahlung dieser Vorschüsse, sowie der Summe von £ 1.000.000, die der britischen Regierung für Eisenbahnen, Straßen, .Telegraphenanlagett und andere Aktiva zustehen, erfolgt nach Ausgäbe der 4»/, Millionen Pfund-Anleihe. Der Rest der Anleihesumme wird zur Errichtung eines Hafens in Haifa und anderer notwendiger Arbeiten verwendet. Obgleich die Staatsfinanzen des Landes nicht unbefriedipend sind, heischen sie eine, vorsichtige Politik. Die Erhöhung der Einkünfte, die die Akkumulation beträchtlicher Ueberschußbeträge ermöglicht hat, betraf hauptsächlich Rechnungsposten, die sich aus dem großen Einströmen jüdischen Kapitals in das Land ergaben. In enge Verbindung mit diesem Kapitaiseinstrom werden diese Posten je nachdem sinken und steigen. Es ist aber zu bedenken, daß jüdischer Unternehmungsgelst und jüdisches Kapital noch nicht jenen Erfolg hatten — und einen solchen Erfolg nach der Natur der Dinge auch noch nicht haben konnten — um die Produkt i o n des Landes auf eine Höhe zu bringen, die der wachsenden Bevölkerungszahl entsprechen, um die jetzt noch bestehende erschreckende Ungleichheit zwischen Import und Export zu vermindern. Solange diese Bedingungen fortbestehen, wird es schwer sein, eine finanzielle Stabilität zu sichern; deshalb müssen die Ausgaben möglichst niedrig gehalten werden, um die Zahlung der Zinsen und der Amortisationsraten der geplanten Anleihe zu sichern. Die normale und stetige Ausbeutung der landwirtschaftlichen und anderen natürlichen Hilfsquellen des Landes wird, wenn auch langsam, durch verbesserte Verkehrsmittel, die von der Regierung mit Hilfe der Anleihefonds geschaffen werden sollen, gefördert werden, um so allmählich eine stabilere wirtschaftliche Basis zu sichern. In der Zwischenzeit wird durch die Akku! mulierung der Ueberschüsse ein Reservefonds geschaffen, aus dem, wenn die Umstände es zulassen, Kapitalien zur Durchführung des Bauprogramms und anderer öffentlicher und nutzbringender Arbeiten, deren das Land dringend bedarf, verfügbar sein werden. Das Unterrichtswesen. Die Frage der verbesserten Organisation des Unterrichts- Wesens in Palästina war Gegenstand eines weiteren sorgfähigen Studiums seitens der Regierung. Die beiden größten Schulsysteme, das von der Regierung erhaltene, in welchem die Hauphmterrichtsspracbe arabisch ist, und das von der zionistischen Exekutive organisierte, in dem die Hauptunterrichtssprache hebräisch ist, bestreiten die Erziehungstätigkeit für fast drei Fünftel der Gesamfschülerschaft des Landes. Das öffentliche Unterrichtswesen ist demnach in zwei Hauptzweige zu teilen. Der eine betrifft den Unterricht für die Araber, der andere den für die Juden. Diese Trennung nach den Nationalsprachen entspricht der politischen und kulturellen Spaltung zwischen den beiden Teilen der Landesbevölkerung. Das Ziel der Regierung ist es, die Verwaltung dieser.beiden Schulsysteme, auf parallelen Linien zu entwickeln und ein staatliches Unterrichtssystem auszuarbeiten, das sich auf alle Schulen beziehen soll, welche vom Staate oder den Ortsbehörden finanziell gestützt werden. Organe der lokalen Regierung, wie Munizipalräte und Gemeinderäte, sollen als lokale Unterrichtsbehöraen organisiert und ermächtigt werden, eine Sondersteuer für Unterrichtszwecke zu erheben. Eine neue Unterrichtsordnung, die die bestehende (ottomanische) Gesetzgebung ersetzen soll, ist in Vorbereitung. Das jüdische Siedlungswerk. Die starke Depression im Handel und anderen Unternehmungen, die dem Aufschwung im Jahre 1925 gefolgt war, ist die Ursache eines — in einigen Orten akuten — Notstandes Gefühl der Besorgnis griff innedialb der jüdischen Bevölkerung des Landes um sich. Eine Notstamfeaktion in Form von Geld- Unterstützungen; hauptsächlich aber in Form von Inangriffnahme von Sonderarbeiten, wurde von der Zionistischen Organisation eingeleitet, die von den jüdischen öffentlichen Körperschaften una der nie versagenden jüdischen Philantropie unterstützt wird. Dieser Kraftaufwand zur Zeit der Handelsflauheit überstieg zuweilen die Kräfte der Gemeinschaft. Teilweise aus diesem Grunde sah sich der Stadtrat von Tcl-Awiw, in welcher Stadt die Mehrzahl der jüdischen Arbeitslosen konzentriert war, gezwungen, die Hilfe der Regierung zu erbitten, um den finanziehen Verpflichtungen genügen zu können, die er, als noch die Aussichten glänzend schienen, eingegangen war. Das Erfreuliehe an diesem Bilde ist der Geist der Standhaftigkeit und der Entschlossenheit, die schwere Zeit zu überwinden. Es besteht einige Gefahr, daß aus der gegenwärtigen Lage unberechtigte pessimistische Folgerungen mit Bezug auf die Errichtung eines jüdischen Nationalheims gezogen werden. Die Tatsachen sprechen sicherlich gegen jene Optimisten, die hartnäckig für eine uneingeschränkte Einwanderung von Juden aus Osteuropa eintraten und die glaubten, daß wenn eine hinreichende Bevölkerungsdichte und genügend Kapital vorhanden sind, Landwirtschaft und Industrie Tn einem kleinen und unentwickelten Lande, in welchem mehrere wichtige Faktoren für den Erfolg einer Siedlung im großen Maßstabe gegenwärtig noch fehlen mit einem Schlage ertragsreich gemacht werden könnten. Die Regierung, die eine Anzahl Projekte vorbereitet, um die wirtschaftliche Entwicklung des Landes zu fördern, wird oftderGleichgüitigkeitdiesenFaktorengegenüber geziehen und zu einer überstürzten Kolonisierungspolitik gedrängt. Abgesehen von der Tatsache, daß die Regierung eine Immigration von einem Umfange, der die jeweilige Wirtschaftliehe Kapazität des Landes in der Absorbierung neuer Einwanderer überschreitet, nicht zulassen kann, muß man dessen eingedenk sein, daß die Zeit ein wesentlicher, vielleicht der Hauptfaktor für eine erfolgreiche jüdische Siedlung ist. Die Ertragsaussichten für angelegtes Kapital sind noch gering, und es werden noch einige Jahre vergehen, bevor eine erhöhte, hauptsächlich landwirtschaftliche, Produktian eine weit größere jüdische Bevölkerung als heute wird erhalten können. Die Unternehmungen der Pa lestine Electric Corporation, deren Konzession bereits unter zeichnet ist, die Hafen-Ausbauten und andere Unternehmungen konstruktiver Natur werden in Zukunft alle jetzt noch überschüssigen. Arbeitskräfte absorbieren und den Weg zu neuer wirtschaftlicher Entwicklung bahnen. Inzwischen sollen alle verfügbaren Gelder und Energien auf die Konsolidie rung der in Landwirtschaft, Industrie und Handel bereits gewonnenen Position gerichtet werden; eine sichtende Immigrationspolitik muß es zuwege bringen, daß diese Konsolidierungsarbeit nicht durch den Einstrom unproduktiver Elemente, deren Anwesenheit eine Quelle der Verwirrung sein könnte, behindert wird. Die Landesverteidigung. Eine Reorganisation der staatlichen Verteidigungskräfte fand 1926 statt mit dem Ziele, die beiden Territorien — Palästina und Transjordanien —, die zum britischen Mandatsgebiet gehören, in bezug auf Landessicherung unabhängiger zu machen und so das britische Schatzamt zu entlasten. Nach dem neuen Schema besteht ein deutlicher Unterschied zwischen den normalen Polizeikräften und den für militärische Operationen erforderlichen Formationen. Die britischen und palästinensischen Abteilungen der Gendarmerie, sowie die arabische Legion in Transjordanien sind a 11 fgelöst und durch palästinensische und transjordanische Polizeikräfte ersetzt worden, die dem normalen Polizeidienst obliegen; es bestehen ferner eine berittene Militärmacht, die im Lande selbst rekrutiert und als Transjordaniachc Grenzmacht bezeichnet wird. Diese Grenzmacht steht für beide Territorien zur Verfügung; hauptsächlich wird sie für Dienste in Transjordanien angewendet. Die Kosten für die Palästina-Polizei werden von der Palästina-Regierung getragen, die für die transjordanische Polizei, die wieder Arabische Legion“ benannt wurde, von der Regierung Transjordaniens, die hierzu eine Beihilfe der britischen Regierung erhält. Die transjordanische Grenzmacht, die unter dem Kommando britischer Offiziere steht, rekrutiert sich zum größten Teil aus der früheren arabischen Legion und der früheren Gendarmerie Palästinas; deren Unterhalt wird von der Palästina-Regierung bestritten, die im Jahre 1926 hierfür eine Beihilfe von der britischen Regierung erhielt. Die gegenwärtige Palästina-Polizei setzt sich aus 125 Offizieren und 1627 Unteroffizieren und Mannschaften zusammen. 48 Offiziere, 21 Unteroffiziere und 176 Mann sind britisch, 45 Offiziere, 108 Unteroffiziere und 875 Mann sind Moslemiten, 17 Offiziere, 24 Unteroffiziere und 226 Mann sind nicht-britische Christen, 15 Offiziere, 22 Unteroffiziere und 175 Mann sind Juden. Von der transjordanischen Grenzmacht sind 16 Offiziere, 13 Deckoffiziere und 2 Unteroffiziere britisch, 18 Offiziere, 33 Unteroffiziere und 560 Mann Moslemiten, 2 Offiziere, 4 Unter- Offiziere und 90 Mann nicht-britische Christen, 8 Unteroffiziere und 29 Mann sind Juden. Die Bedingungen des Jüdischen Nationalheims. Auf die erste Frage im Fragebogen der Mandatskommission, welche Maßnahmen ergriffen wurden, um ״das Land unter solche politische, administrative und wirtschaftliche Bedingungen zu stellen, daß die Errichtung des Nationalheims für das jüdische Volk gesichert werde“, erwidert die Regierung: Die Politik der Regierung in Palästina zielt darauf, alle Einwohner des Landes ohne Unterschied der Rasse und der Religion auf eine Basis der Gleichheit zu bringen. Das Wirken einer guten Regierung schafft von selbst Bedingingen, die für die Entwicklung der jüdischen Siedlung in Palästina günstig sind. 13 081 jüdische Einwanderer wurden 1926 in das Land gelassen, 64 000 Dunam Boden zu einem Gesamtkostenbetrag von rund £E 100 000 wurden von jüdischen Käufern zu Zwecken der jüdischen Siedlung erworben. 3308 Bürgerschaftszertifikate wurden 1926 an Juden gegeben. Die Enteignungsvorschriften der Bodenordnung wurden angewandt, um die Erwerbung von Terrain für die Bibliothek der Hebräischen Universität und für die Jordan- Werke der Palestine Eletricc Corporation zu ermöglichen. Jüdische Industrien und jüdische Siedlungsarbeit wurden durch Abschaffung oder Reduzierung der Zölle auf weizen, Baumwolle, Seid«, Kunstseide, W0U- und Kammgarne, Säcke, Faßreifen, Oelsamen, Drainageröhren usw. gefördert. Die Aktivität in der Gründung jüdischer kooperativer Gesellschäften ist ungemindert. Gemäß der geltenden Gemeindeordnung sind Bestimmungen für die weltliche und religiöse Organisation der jüdischen Gemeinden entworfen worden. Die Palästina-Regierung gewährte den Schulen der Jewish Agency für das Jahr 1926/27 eine Beihilfe von fast £E 10000. Die Beihilfe für das jüdische Schulwesen pro 1925/26 belief sich auf nur £E 3679. Die Jewish Agency. In Beantwortung verschiedener Fragen betreffend die Funktionen der Jewish Agency und deren Zusammenarbeit mit der Palästina-Regierung teilt die britische Regierung mit, daß die Jewish Agency ihre Beobachtungen und Ansichten über den Entwurf des Arbeiterentschidizungsgesetzes, über Verbesserung des Bodenregisters und über dje '«itworfene WerfltoiBg f-ferfiffewf-die.; welnÄ WgeMlt htti E« werden ferner Zahl* mltgetrilt, über die Leistungen der Zionistischen Organisation für wirfschaftliche Zwecke und im sozialen Dienst. Zum Schluß wird mitgeteilt, daß seitens des Präsidenten der Zionistischen Organisatio-n erfolgreiche Verhandlungen betreffend die Teilnähme der amerikanischen Judenhert an der Jewish Agency geführt worden sind. ..... Der in jüdischen Händen sich befindende palästinensische Die Beendigung des Streiks bei ״Nor“ Ueber die von uns bereits gemeldete Beilegung des Streiks in der Zündholzfabrik ״Nur“ in Akko berichtet das von der Arbeiterorganisation herausgegebene ״Kapai-Bulletm‘: Ueber' 4 'Monate, vom 16. Februar an, dauerte der Streik in der Zündholzfabrik ״Nur“ in Akko. Er wurde endlich am 28. Juni beendet, was einen bedeutenden Erfolg für die Streikenden bedeutet. Die ursprünglichen Forderungen der Arbeiter waren: T. Sanitäre Verbesserungen, 2. Medizinische Hilfe, 3. Keine Entlassung von Arbeitern ohne genügenden Grund, 4. Erhöhung des Lohnes der Arbeiter, die bis 10 Piaster täglich verdienen, um 50% und der, die 15 bis 20 Piaster verdienen, um 25%. 5. Eine besondere Zulage für Ueberstunden, 6. INichtbeschäftigung von Kindern bei Arbeiten an gefährlichen Stellen, 7. Menschliche Beziehungen zu den Arheitern. Der Fabrikeigentümer wies alle diese Forderungen zurück und ging auch auf kein Schiedsgericht ein. Als es endlich doch zu Verhandlungen kam, stellte er als Vorbedingung, daß die Vereinbarung nur die jüdischen und nicht die arabischen Arbeiter betreffen ־ sollen. Diese Forderung wiesendiejiidischenArbeitervertreterselbstverständlich zurück. Erst das scharte Vorgehen der Polizei während der letzten Streiktage und die dadurch entstandene allgemeine Erregung gegen den Fabrikanten haben eine Aenderung der Stellung des letzteren bewirkt. Durch Vermittlung des Vertreters der Histadruth Efter kam es zu folgendem Vergleich: 1. Eine Erhöhung um 3 Piaster pro Tag für die Arbeiterinnen-Kwuzah, die beim Packen beschäftigt ist, und für die Tag-Arbeiterinnen und von . 2 Piaster für die Kinderarbeit. 2. Arbeiterinnen, die 2 bis 3 Stunden täglich beschäftigt werden, werden für einen halben Tag entlohnt. 3. Arzt, Medikamente und Krankenverpflegung gehen auf Rechnung der Fabrik; für Krankheitszeit ist der halbe Lohn zu bezahlen, 4. Sanitäre Verbesserungen in der Fabrik sind gemäß den Anweisungen der Vertreter der Gesundheitsinstitutionen vorzunehmen, 5. 14tägige Kündigung oder Bezahlung für zwei Wochen; jeder Facharbeiter bekommt bei Kündigung eine Entschädigung von zwei Wochen für jedes halbe Jahr seiner Beschäftigung in der Fabrik, und die nichtqualifizierten Arbeiter je eine Woche pro Halbjahr; für Teilnahme am Streik darf niemand gekündigt werden. 6. Ueberstunden sind nur in Ausnahmefäuen zulässig und müssen höher entlohnt werden, 7. Eine neutrale Kommission hat die Schuld der zwei Streikbrecher in Verbindung mit den letzten Zusammenstößen zu untersuchen; falls sie schuldig befunden werden, haben sie die Fabrik zu verlassen, 8. Die Fabrikleitung verpflichtet sich, alle nötigen Schritte zu unternehmen, um die Befreiung der verhafteten Arbeiter und Einstellung des gerichtlichen Verfahrens zu bewirken. Diese Bestimmungen befriedigen die hauptsächlichsten Forderungen der Arbeiterschaft. Sie betreffen alle Arbeiter, 60 jüdische und 40 arabische. Besonders zu betonen ist noch, die enge Solidarität, die bei diesem Streik zwischen den ara* bischen und jüdischen Arbeitern geherrscht hat. (Ziko) Kul 9 der 1 knüpl seine kussi! denk« mit c gültig Es ist < wieder mite wir alljährli Moses Tod geschichte. Gleiche: m sondern 1er Im Talmud Dieser Brau halb des jü! sagen, sonc reichen sei, sondern dai und Lernen er zu Ende Da dei ziellen ״Sc! sie ebenso Ring der A selbst, daß werden, u! gerade die! Als er! dieser Disl bin kein ur durchaus, c jüdischen werden m! nicht unge! nicht. Hiei sehen mit( wird verstc liehe Leide sollte aber Nochnichtbewußtseir des Zieles heims letz habe die E von der z fahren — י seine Art i haltung g! ״unerlaubt ,־sewarecte; Ich bin ke heim darai drücke nii Minderwe! retten will leitung, sc geht, aber wichtige i Wir s Deshalb i! Schulchan und setze neidenswc wird der weil er d der Diasp religiöse gebunden deshalb, 1 Orthodox dem Kapi! ״Thora“ wieder zt über solcl eigenen i weisen, d viele sein auseinand sehen Orl erstorben seine ei? man denl seines Kt wissen u geschieht! Hauch ve Also leichter a! leichter, konnte H er die Ui Vorstellu: Stellung t aus — jec allein zu daß die vorschwe Sphären eine jüdi umgekeh der laiei Willens tun. Nui Wirkung Guten o zeigte, si als Begn zeigen, 1

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