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Jüdische Rundschau · 1927-05-06 · Heft 36 (6.5.1927) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXII (1927)
Issue
Heft 36 (6.5.1927)
Date
1927-05-06
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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Seife 2«0 Mit dieser Einschränkung muß das neue Wörterbuch allerdings als ein unübertroffenes Mittel zur Förderung selb* ständiger hebräischer Sprachanwendung gelten und wird von allen zu seiner Benützung Berufenen als willkommene üabe dankbarst aufgenommen werden. Dr. Max Mayer. Vom indischen wissenschaftlichen Institat Vor zwei Jahren wurde in Berlin das jüdische wissenschaftliehe Institut als ein Zentrum jüdischer Wissenschaft und Forschung begründet. Die Idee des Instituts hat in vielen Ländern Anklang gefunden und Zweiganstalten wurden begründet Die finanzielle Grundlage des Instituts Ist aber bis heute noch nicht gesichert. Die Leitung fordert alle Angehörigen der jüdischen Intelligenz, die jüdischen Schulen, Kulturanstalten, Bibliotheken, wie überhaupt alle jüdi* sehen Organisationen auf, sich zwecks Ermöglichung der Forschungsarbeiten des Instituts zu besteuern. Der Bericht über die zweijährige Arbeit des Instituts wird demnächst er* scheinen. In Wien hat sich in diesen Tagen eine Abteilung des jüdischen wissenschaftlichen Instituts gegründet. Sie besteht aus zwei Sektionen: einer statistischen unter Leitung von Dr. Goldhammer und einer historischen unter der Leitung von Dr. M. N. Gelber. Beide Sektionen werden sich der Erforschung der Geschichte und der sozialen Schichtung des österreichischen Judentums widmen. Ausgrabnnjjen in Jerusalem Jerusalem, 1. Mai. (J. T. A.) Professor William Bade, der die Ausgrabungen auf Mizpah leitet, hat bei Tel-el* Nisbeh einen Teil einer alten Jerusalemer Stadtmauer aus• gegraben. Die Ausgrabungsstelle befindet sich sieben engl. Meilen nördlich vom jetzigen Jerusalem. Der bloßgelegte Mauerteil läßt auf ein Bauwerk von riesigen Dimensionen schließen. Die Mauer über dem Fundament ist 25 Fuß hoch; der Durchmesser beträgt 16, zum Teil 20 Fuß. Man schätzt, daß die Mauer in ihrem ursprünglichen Zustand mindestens 20 Fuß hoch gewesen sein muß. In der Nähe der Mauer fand man alte Bronzestücke und Münzen, die aus der Zeit 1800 v. Chr. stammen. Auch zahlreiche Tongeräte weisen auf eine lange vorisraelitische Geschichte Palästinas hin und erbringen den Beweis, daß Palästina 3000 Jahre vor Christi Geburt dicht bewohnt gewesen sein muß. — Pro• fessor Alt aus Leipzig glaubt, daß an der Stelle von Telel-Nisbeh einst die Schatzkammer Salotnons stand. Landwirtschaftlicher Zensus der Ifldlscben Siedlungen Nach den neuesten Zahlen des Departements für landwirtschaftliche Kolonisation der zionistischen Palästina-Exekutive leben jetzt 4628 Personen in den 41 Siedlungen, die vom Keren Ha jessod subventioniert werden. 65«/« dieser Bewohner sind Arbeiter, der Rest Kinder. Eine vergleichende Tabelle, die von diesem Departement zusammengestellt wurde, zeigt die folgende interessante Entwicklung der zionistischen landwirtschaftlichen Arbeit zwischen den Jahren 5680 (1919/20) und 5686 (1925/26): Die Zahl der Kwuzoth (17)) ist gleich geblieben, aber die Bevölkerung ist von 420 auf 1744 ge• wachsen, während die kultivierte Fläche von 16700 Dunam auf 41771 stieg. Im Jahre 5680 gab es keine Moschwe Owditn (Kleinbauernkolonien); bis 5686 jedoch waren 16 solcher Sied• langen mit einer Bevölkerung von 2224 mit einer kultivierten Fläche von 52464 Dunam begründet. Im Jahre 5680 waren - apch noch keine Mttteistandssiedltinfen mit ahmtsUseher Hilfe begründet; dagegen gab es im Jahre 5686 deren 4 mit einer Bevölkerung von 549 und einer Fläche von 3477 Dunam kultivierten Bodens. Die Gesamtziffem sind jetzt folgende: 17 Kwuzoth, 16 Moschawim, 4 MitteLstandssiedlungen und 4 Mädchenfarmen, mit einer Bevölkerung von 4628 Personen und einer kultivierten Fläche von 98421 Dunam. Der Besitzer der Zündhölzerfabrik ״Nur״ in Akko, in welcher bekanntlich seit Wochen Aussperrung besteht, teilt in einem Brief an den Industriellen-Verband reif, daß er bereit ist, die Fabrik wieder zu eröffnen, und daß er eine Sachverständigen-Konunission zur Prüfung der Zustände in der Fabrik efnladen werde. Die Arbeiterzeitung ,,Dawar“ bemerkt dazu, daß sich die Arbeiter nur mit einem wirklichen Schieds• fericht einverstanden erklären werden, nicht aber mit einer ommission, die der Fabriksherr einseitig ernennt Anläßlich einer Konferenz arabischer Lehrer Palästinas, welche von der Erziehungs-Abteilung der palästinensischen Regierung veranstaltet wurde, erhielten die Lehrer die Einladung, die Jüdische National- und 11 niversitats-Bibliothek zu besuchen. Die Lehrer folgten dieser Aufforderung und besichtigten die Bibliothek, sowie die Ausstellung von Autogrammen und Portraits (Geschenk Dr. Abraham Schwadron). Die Regierung hat der Leitung der Bibliothek schriftlich ihren Dank für die Einladung ausgesprochen. Kairo, 1. Mai. (J.T.A.) ,Eine Abordnung der jüdischen Schriftsteller Palästinas wohnte der Huldigungsfeier für den hervorragenden arabischen Dichter Shawki Bey im Opernhaus bei. Jerusalem, 18. April. (J.T.A) Prinz Salem- R eiff erscheidt, der Vizepräsident des katholischen ״Deutschen Vereins für das Heilige Land", der gegenwärtig zur Inspizierung der katholischen Institute in Palästina weilt, teilt der Palesune Telegraphie Agency mit, daß ‘sich unter Obhut des Vereins, dessen Sitz in Köln ist, die folgenden Institute befinden: 1. Mädchenschule und Kloster in der Bezalel-Straße, 2. das Gebäude, in weichere jetzt die Regleningsbüros sind, 3. das Gebäude der ״Goerres Wissenschaftlichen Vereinigung“, 4. die Kirche von Dormltion in der Nähe des Davids-Orabes, 5. ein Genesungsheim in Kubebc, 6, ein Hospiz am Kinereth-Sec bei Tabha. Das Moskauer Jiddische Theater tritt «ne Auslandstournee an, welche diese vortreffliche, ln jiddischer Sprache spielende Theatergruppe auch nach Amerika führen soll. — wie jetzt bekannt wird, ist dieser Entschluß des Ensembles darauf zurück* zuführen, daß das sowjetrussische Bildungskommissariat beschlossen hat, diesem Theater die staatliche Unter- Stützung zu entziehen. Das Defizit dieser Saison wurde aut 45000 Rubel veranschlagt. Es besteht der Plan, das Mos* kauer Jiddische Theater nach Abschluß der Tournee In ein stark von Juden durchsetztes Zentrum Weißrußlands oder der Ukraine überzuführen, falls der weitere Bestand des Theaters durch eine Subvention der dortigen Sowjetverwaltungen ge* sichert werden kann. JÜEtHSCHE RÜNOSCHÄÜ Berliner Kalender Büro: Berliner Zionistische Vereinigung, Berlin W 15, Meinekestr. 10. Telephon: Bismarck 7165—70. Postscheckkonto Nr. 37 830 Berlin NW 7. Kassenverwaltung der B.Z.V. Montag, den 9. Mal abends 81/5 Uhr Jüdisch-Nationale Frauenvereinigung, Im Sitzungssaal, Meinekestraße 10. Besprechung über die Verwirklichung des Planes der Schaffung eines jüdischen Volkshauses in Berlin (s. Artikel von Käthe Baer-rreyer in Nr. 29/30 der ״Jüd. Rundschau“). Abends 8!/s Uhr Gruppe der Zionisten aus dem Osten, im Gemeindehaus, Rosenstr. 2/4. Herr Benzion Fett: ״Die Entwicklung der jüdischen Politik in Polen“. — Anschließend Generalversammlung. Dienstag, den 10. Mai abends 8y* Uhr Berliner Zionistische Vereinigung im Sitzungssaal, Meinekestr. 10. Herr Walter Turnowsky, Palästina: ,,Aus dem Leben des Kaufmanns in Palästina". Mittwoch, den 11. Mal abends 8»/a Uhr Gruppe Ost, in den Unionsälen, Greifswalder Str. 222. Herr Rabb. Dr. Joach. Prinz: ״Ergebnisse und Bedeutung der Tagung des liberalen Rabbiner*Verbandes“. Nachm. 5 Uhr Jiid.-Nat. Frauenvereinigung, Frauengruppc Nord. Zusammenkunft bei Frau Kollenscher, Alexanderstraße 53. Abends 8y* Uhr Ortsgruppe Berlin der Zionisten-Revisionisten, im Cafö Dobrin, Hackescher Markt. Aussprache über Wirtschaftsprogramm der Revisionisten. — Interessenten willkommen. Donnerstag, den 12. Mai, abends 8ys Uhr. Gruppe Süd, im Heim, Kommandantenstr. 62, im Hause des Colosseum. Herr Dr. Hurwitz: ״Freunde und Gegner als Berichterstatter über Palästina“. Donnerstag, den 19. Mai abends 8!/s Uhr Sitzung der Vertreterveraammlung der B. Z- V. 1m Sitzungssaal, Meinekestr. 10. Tagesordnung: 1. Konstituierung der Vertreterversammlung; 2. Erledigung der statutenmäßigen Regularia; 3. Referat des Herrn Kim Blumenfeld: Die Lage in Palästina und die Sitzung des Aktion$*Comit6s, Aussprache; 4. Schekelaktion und Kon* grefiwahlen; 5. Eventualia, Sonnabend, den 21. Mai abends 9 Uhr in der Urania, Taubenstr. 48/49. Filmvortrag des Herrn Dr. Reifenberg, Palästina, über: Der Boden Palästinas und seine Eroberung durch die jüdische Montag, den 23. Mai abends 8*/* Uhr Berliner Zionistische Vereinigung im Plenarsaal des Reichswirtschaftsrats, Bellevuestr. 15. Herr Kurt Bfumenfeld: ״Das jüdische Palästina", ein Reise. bericht. Jeden Donnerstag abends 9 Uhr Zusammenkunft der Charlottenburger Zionisten im Cafd Kersten, Kurfürstendamm 90. Vorlesung Werner Walff. Im Rahmen der Kammer* kunstabende der Buchhandlung Reuß & Pollack las Werner Wolff aus eigenen unveröffentlichten Manuskriptcn. Besonders eindrucksstark war die Gestaltung des j ü - dischen Mysteriendramas ״Bachur“. Es behandelt die Geschichte von dem erwählten Jüngling, der schließlieh an der Versuchung Lonuachs, des Ruhelosen, des ewigen Wanderers, zerbricht. Dieser große Widersacher wurde geschaffen, die Kräfte zu spannen, bis sie nicht mehr unterliegen, sondern aus sich heraus siegreich allen Verlockungen widerstehen. Die dunkle farbige Sprache, tönend flüssiger Verse, verbunden mit den Visionen und einer urjfldischen Grundidee haben hier ein jüdisches Mysteriendrama geschaffen, dem man gern auf einer Bühne begegnen würde. Jüdische Elemente sprechen auch aus dem fein* psychologischen ״Der Brückenmensch“. Eine eigen grüblerische Gestalt, Mittler zwischen Mensch und Mensch, Brücke für das Glück der anderen, steht im Mittelpunkt, unerlöst. ein Bettler des Lebens. Aber auch die ironische Dialektik des Gesellschaftsroreanes ״Die Drehtür“, eines Antlzeitromanes, zeigt den jüdischen Geist ihres Dichters auf. -Ben- In ״P a 1 e s ti 11 e W e c k 1 y" wird in einem Aufsatz ,.Hilfe für die Arbeitslosen“ Beschwerde geführt daß die paläsunensische Regierung unter Rücksichtnahme auf die bestehenden Eisenbahnverbindungen den Bau von notwendigen Chausseen in der Nähe der Eisenbahnlinien unterlasse. Diese Chausseebauten würden nicht nur vielen Arbeitslosen Beschäftigung geben, sondern auch einem vorhandenen wirtschaftlichen Bcaürfnis entsprechen. ZIONISTEN! Der Kongreß naht! Rechnet Eure Schekelblocke bei der B.Z.V.ab, Abrechnungsterimn: 15.Mai Nr. 38 Heine Nachrichten I Jerusalem, 2. Mai. (J. T. A.) In allen größeren Städten! Palästinas ruhte am 1. Mal die Arbeit. Die arabische! Arbeiterschaft beging zum Teil gleich den jüdischen Ar-| heitern den Arbeiterfeiertag durch Arbeitsruhe und festliche! Veranstaltung. I Paris, 3. Mai. (J.T.A,) Baron Edmond de Roth-I Schild hat, — wie in der gestrigen Versammlung derl französischen Akademie der Wissenschaften bekaimtgegeben I wurde — eine Stiftung in Höhe von 30 Millionen Francs ge-| macht, die zur Gründung und Unterhaltung eines Instituts für I physikalisch-chemische Biologie verwandt werden solle. I Schwarzbarths Verteidiger, Henry Torres, feilte mit, daß der Prozeß Ende Juni stattfinden wird. Dr. J. M. Salkind, ein Freund Schwarzbarths, der sich gegenwärtig in Palästina befindet; gibt an, daß Schwarzbarth im ralfe seiner Freisprechung nach Palästina fibersiedeln wird. New York, 3. Mai. (J.T.A.) Am 3. Mai ist in New York Hermann Cohnheim, einer der Führer der araerikanischen Judenheit und Schatzmeister des amerikanischen Keren Hajessod, gestorben. Sein Hingang wird sehr1 betrauert. Die Chaluz-Ortsgruppc in Duisburg beklagt den Tod ihres Begründers, Jacob Brauner aus Czenstochau, der nach langem Leiden am 28. April d. J. starb. Am Begräbnis beteiligten sich alle Chaluzim aus Duisburg und Umgegend, und Dr. Harry Epstein hielt die Gedenkrede. Zum Zwecke der Wahl eines Rabbiners der israelitische» Religionsgesellschaft in Frankfurt a. M. an Stelle des verstorbenen Rabbiners Breuer berief der Vorstand der ReB* gionsgesellschaft für Sonntag, den 20. Ijar (22. Mal) eine außerordentliche Gemeindeversammlung. Vorgeschlagen sind die Rabbiner Dr. R. Breuer (Aschaffenburg) pn Sohn des Verstorbenen) und Rabbiner Dr. A. Klein (Nürnberg). Wahlberechtigt sind alle männlichen Mitglieder der Gemeinde, die das 21. Lebensjahr vollendet haben. Warschau, 27. April. (J.T.A.) Das Kultusministerium hat bereits ein Projekt, betreffend eine demokratische Organi* sation der jüdischen Gemeinden O al i z i e n s aut Grund demo* kratischer Wahlen ausgearbeitet. Im Zusammenhang damit wurden die für den 8. Mai festgesetzten Wahlen zur Lern• berger jüdischen Gemeinde bis zum Erscheinen des Dekrets verschoben. Die jetzt in Minsk stattfindende S. Konferenz der weiß• russischen Sowjets beschloß die Schaffung eines Staatswappens der weißrussischen Republik, das die folgende Inschrift in weißrussischer, jiddischer, russischer und polnischer Sprache tragen wird: ״Proletarier aller Länder vereinigt euch!“ Am 10. Todestag des Schöpfers der internationalen Sprache ״Esperanto“, des jüdischen Arztes Dr. Ludwig Zamenhof, fand an seinem Grabe auf dem Warschauer jüdischen Friedhof eine feierliche Kranzniederlegung durch die Warschauer Esperanto-Gesellschaft statt. Der Esperantistenchor sang die Esperanto-Hymne. New York, 15. April. (J.T.A.) Die Vorbereitungen zur Gründung der Stadt J a wn e in der Nähe von New York sind soweit vorgeschritten, daß bereits der Grundstejp für die ersten Häuser gelegt werden konnte. Bis Ende dieses Sommers werden die ersten hundert Häuser fertig zum Beziehen sein. In den nächsten paar Jahren sollen 3000 Häuser erbaut werden. Das Oemeindeleben in dieser jüdischen Stadt soll nach der Absicht der Gründer auf der Beobachtung aller religiösen Vor- Schriften des ״Schufcban Aruch", insbesondere auf der Beobaebtung des Sabbat basieren. Vermischtes Schalem Alelchem-Klub■ Am Freitag, den 6. Mai, findet im Klub Schalom Aleiebem (Kleiftstr. 9) pünktlich um »A9 Uhr abends ein Vortrag des Herrn Hellmut v. Ger lach über das Thema ״Der Völkerbund und Rassenpolitik“ statt. Um pünkliches Erscheinen wird gebeten. Jüdisch-Nationale Frauenvereinigung. Am Montag, den 9. Mai, abends 8Va Uhr, findet im Sitzungssaal, Meinekestr. 10, eine Besprechung über die Möglichkeiten der Verwirklichung des Planes der Schaffung eines Jüdischen Kinderhauses in Berlin statt (s. d. Aufsatz ״Zur Frage der Oenieinschaftserziehung“ von Käthe Baer-Freyer in Nr. 29/30 der ״Jüdischen Rundschau“). Die Teilnahme von Interessenten ist sehr erwünscht. Hebräische Lehranstalt der Jüdischen Gemeinde tu Berlin. Der Unterricht in den Anfängerklassen findet in der Großen Hamburger Str. 27 statt: a) Montag und Mittwoch, 8>/s—10 Uhr abends, b) Dienstag, 7yi—9%, und Donnerstag, 7—81/8 Uhr abends. Der Morgenkursus für wenig Vorgeschrittene (3. Semester) wird Montag, Mittwoch und Freitag, 7—8y* Uhr, im Nebengebäude der Synagoge Pestalozzi• straße 14 (Hof rechts) abgehalten. Sprechstunde: Montag, 61/3—71/2 Uhr abends, und Donnerstag, 6—7 Uhr abends, m der Hebräischen Lehranstalt, Große Hamburger Str. 27. Tel.-Anruf: Uhland 8111 (1-2 Uhr). - N. Berggrün, Grunewald, Alte Allee 7. Gruppe der Zionisten aus dem Osten. Montag, den 2. Mai, sprach in der Gruppe Herr Richard Lichtncim Übei das revisionistische Programm. Montag, den 9. Mai, spricht im Gemeindehaus, Rosenstr. 2/4, Benzion Fett übet ,.Die Entwicklung der jüdischen Politik in Polen“. Anschließend Generalversammlung. Tagesordnung: Bericht des alten Vorstandes; Neuwahlen; Eigenheim det Gruppe. Berlin. Die Zusammenkünfte der Ortsgruppe der Zio• nisten-Revisionisten finden regelmäßig an allen Mittwochabenden bei Dobrin, Hackeseher Markt, statt. Akademische Gruppe der Zeire-Misrachl, Berlin. Die Studenten und Studentinnen innerhalb des Zeire-Mlsrachi Berlin, haben sich vor einigen Monaten zu einer ״Akademiselten Gruppe“ zusammengeschlossen. Das Sommersemestei wird durch ein Referat des Herrn Dr. Oskar Wolfsberg über ״Tradition“ eröffnet, das am Donnerstag, den 12. d. M. abends 8Vs Uhr, im Vortragssaal des Lernvereins ״Ez Chajim“, Klopstockstr. 25 (Berlin NW 87), stattfindet. Gäste willkommen. Nähere Auskunft über die ״Akademische Gruppe“ erteilt Paul Struck, Berlin NW 87, Brückenallee 10, Tel. Moabit 9230. Verein ehern. Schüler der Knabenschule der Jfld. Ge• meindc zu Berlin, e. V. Auf Beschluß des Vorstandes ist eine Musikabteilung gegründet worden. Die Leitung der Abteilung liegt in fachmännischen Händen. Interessenten wollen sich wenden an Herrn Kurt Frankenstein, NO 55, Jablonskistr. 22. Karlsbad, das im Sommer von vielen tausenden Juden besucht wird, ist im Winter sozusagen ״unter sich“ und stellt das Kurhaus für Veranstaltungen zur Verfügung, in denen die dortige national-sozialistische Arbeiterpartei, waschechte Hakenkremier, deutsch-arische Gäste einlädt. Im Sommer hält man sich mit Rücksicht auf die zahlenden Oiste von derartigen Dingen zurück und macht aus seinem Herzen eine Mördergrabe, Nach längeren Versuchen hat man in Kar k u r genügend Wasser für die Anlage von Orangenplantagen gefunden.

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