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Jüdische Rundschau · 1927-04-13 · Heft 29-30 (13.4.1927) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXII (1927)
Issue
Heft 29-30 (13.4.1927)
Date
1927-04-13
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 214 JUED1SCHI RONDSCHÄÜ Nr. 29/30 materiellen Grenzen verursacht Verluste, die die großen und sogar die kleineren Unternehmungen in Frage stellen. Dies gilt freilich für die meisten Unternehmun* gen der Arbeiterschaft, die in einem nationalen Not* stand geschaffen wurden, ohne daß man sich vorher um die Frage des Kapitals bekümmert hätte. Die Arbeiter- Schaft hatte zu großes Vertrauen zu der materiellen Leistungsfähigkeit oder Leistungswilligkeit des Oaluth. Wenn auch alle diese Menschen aus reinsten Motiven vorgegangen sind und für sich selbst nichts wollten, so ist doch durch die objektive Sachlage verschuldet worden, daß die Produkt!vierung der Siedlungen und Betriebe, die die Voraussetzung kolonisatorischer Weiterarbeit ist, ungebührlich verzögert und belastet wurde. Wenn aber bei Kritik dieser Methode meist auf die der Oeffentlichkeit am meisten zugänglichen Arbeiter-Institutionen exemplifiziert wird, so darf doch nicht übersehen werden, daß auch die meisten anderen Unternehmungen demselben psychologischen Gesetz unterlagen und in demselben Fahrwasser segelten. Viele private Unternehmer haben ihren Mißerfolg auf Konto dieses Fehlers zu setzen, der auch als ein Verkennen der gegebenen Proportionen bezeichnet werden kann. Aber auch öffentliche zionistische Korporationen, die nicht das geringste mit der Arbeiterschaft zu tun haben, gerieten aus ähnlichen Gründen oft in Schwierigkeiten. So wurde erst kürzlich in der Presse von der Sanierung der amerikanischen Bodenkaufgesellschaft American Zion Commonwealth berichtet. Diese in der Oeffentlichkeit wenig erörterte Transaktion, die, wie verlautet, erheblich mehr nationale Gelder ln Anspruch genommen hat als etwa die vielbesprochene Sanierung des Solei Boneh, war nötig geworden, weil die Gesell- Schaft ihre eigenen Kräfte überspannt und einer Konjunktur des Bodenverkaufgeschäftes allzusehr vertraut hatte. Es ist der Gesellschaft schwerlich ein Vorwurf daraus zu machen, jedenfalls kein anderer Vorwurf als den meisten Unternehmungen und Arbeiterbetrieben, nämlich daß sie psychologischen Einflüssen einer Situation erlegen ist. Da wir keine Kolonisationsgesellschaft zur Ausbeutung der Naturschätze Palästinas, sondern eine Volksbewegung sind, werden ähnliche Fehler wahrscheinüch auch in Zukunft hier und dort verkommen. Man soll versuchen, sie zu verhüten, man soll vor allem alle Erfahrungen der Vergangenheit verwerten. Aber es wäre unzulässig und ungerecht, den wahren Fehler nicht dort zu suchen, wo er wirklich liegt, nämlich in der falschen Einschätzung von Imponderabilien, sondern den einen oder den anderen Faktor der palästinensischen Ge- Seilschaft allein verantwortlich zu machen. Wir haben stets dagegen Stellung genommen, daß man es sich so einfach machte, die vierte Alijah als Ursache der Krise zu bezeichn««; wir müssen* auch dagegen Stellung nilhÄ«h^dai§ Äw -feErf idle׳?Adbeiterlchi1ft':ahseife 4Sr die Krise verantwortlich inacht Die Arbeiterschaft hatte in dies» Zeit mehr zu leiden als andere Gruppen der Bevölkerung und hat ihr Los ertragen, was nicht so selbstverständlich ist, wie man es hinnimmt, besonders wenn man bedenkt, daß ln dem zumeist betroffenen Tel-Awiw das normale bürgerliche Leben wenig gestört ist, ja die diesjährige Karnevalsaison so lustig gewesen sein soll wie noch nie. Die Arbeiterschaft hat in dieser Zeit ihr zionistisches Verantwortungsgefühl bewahrt und allen Provokationen s'.aidgehalten. Auch die politischen Gegner müssen das anerkennen. Erst auf dieser moraüsehen Basis könnten dann sachliche Verhandlungen und Reformversuche begonnen werden, um die Fehler der heutigen Arbeiterpolitik zu beseitigen. Statt dessen sehen wir, daß gewisse Kreise des Jischuw es als ihre Hauptaufgabe betrachten, mit unverantwortlichen Schlag- Worten gegen die Arbeiterschaft Stimmung zu machen, um die Zeit der wirtschaftlichen Stagnation zu politischen Attacken gegen die Arbeiterparteien auszunützen. Die gerade in Palästina gewesene Delegation der amerikanischen ״Business-Men“ wurde in bedauerlicher Weise gegen die ״Arbeiter-Diktatur“ aufgehetzt und darüber belehrt, daß die zionistische Exekutive ganz einseitige ״sozialistische“ Politik treibe. Diese Amerikaner, bei denen einige Persönlichkeiten der ehemaligen Brandeis- Gruppe eine Rolle spielen, sind mit der Ueberzeugung weggefahren, daß die Arbeiterschaft eines der größten Hindernisse des jüdischen Nationalheimes ist; sie wollen zum nächsten Kongreß mit der Absicht kommen, ein neues System durchzusetzen und den Einfluß der Arbeiter zu brechen. Diese übertriebenen, extremen Tendenzen können im Zionismus viel Unheil stiften, wenn *die verantwortlichen Gruppen nicht den Gesamt- Aspekt des Zionismus im Auge behalten. Leider haben wir den Eindruck, daß auch in Lipskys Erklärungen Untertöne einer solchen Stimmung mitschwingen. Ein Symptom des amerikanischen Kurses ist vielleicht auch die Haltung der Medizinischen Organisation Hadassa, die ja ein Teil der Zionistischen Organi* sation Amerikas ist. Nicht von dem sachlichen Konflikt zwischen Hadassa und der Arbeiterkrankenkasse (Kupath Cholim) soll hier die Rede sein; derartige Konflikte zwischen Institutionen sind auch anderwärts nichts Ungewöhnliches und werden wohl immer wieder vorkommen. Aber daß die Hadassa sich nicht mit der sachliehen Austragung begnügte, sondern eine Art Boykott über die Kupath Cholim und sogar über die zur Vermittlung angerufene Zionistische Exekutive verhängte, ist ein Novum in unserer Bewegung. Wir berichteten kürzlich über die Nichteinladung der Exekutive zur Einweihtirig des Strauß-Gesundheitszentrums; und ein zweiter Fall hat sich kurz darauf ereignet, als Ruthenberg anläßlich des bevorstehenden Beginnes seiner Arbeiten Die Sitzung der Exekutive London, 8. April. (J.T.A.) Die Sonderberatung der zionistischen Exekutive hat unter dem Vorsitz von Nahum Sokolow begonnen. Den Beratungen wohnten bei: Dr. Weizmann, Dr. Eder, Louis Lipsky, Felix Rosenblüth, M. Dizengoff und J. Sprin. zak als Mitglieder der Exekutive; Dr. Berthold Feiwel, Dr. O. Halpern, J. Naiditsch und H. Zlatopolsky als Mitglieder des Finanz- und Wirtschaftsrates; der geschäftsführende Direktor des Keren Hajessod Dr. A Hantke; die Direktoren des Jewish Colonial Trust J. Cowen und J. Fischer; der Direktor der zionistischen Agentur beim Völkerbund Dr. Victor Jacobson; das Mitglied des Akttons-Comitös Dr. Schmarjah Lew in. Dr. Weizmann und Lipsky erstatteten Bericht über den Verlauf der zionistischen Aktionen In den Vereinigten Staaten und über den Stand der Finanzkampagne des U. P.A. Die Herren Sprin zak und Dizengoff berichteten über die Wirtschaftslage in Palästina. (S. auch ״Letzte Nachrichten.“) im Jordantal eine ärztliche Konferenz zur Beratung der sanitären Bedingungen einberief und die Hadassa die Teilnahme an dieser wichtigen Besprechung ablehnte, weil sie mit Vertretern der Kupath Cholim nicht an einem Tisch sitzen will . . . Hier zeigt sich unmittelbar die nationale Gefahr dieser zu weit getriebenen Gegensätzlichkeit. Ein bekannter deutscher Zionist in Palästina charakterisierte den Konflikt als den ״Kampf des Prinzips der guten Verwaltung gegen das Prinzip des guten Zionismus“. Auch wir sind der Ansicht, daß in dem konkreten Aufbauwerk in Palästina sachliche Qualifikation and gute Verwaltung wichtiger sind als das, was man im Oaluth, im politischen Kampf, als gute zionlstische Gesinnung mit Recht zu höchst einschätzt. Aber die Anwendung eines solchen Prinzips darf nicht bis zur Gefährdung der gemeinschaftsbauenden Bewegung entarten. Schwieriger als alle anderen Dinge ist in Palästina das Verschmelzen der lange getrennten, aus verschiedenen Kultur-Einflüssen herkommenden Judenheiten; dies erfordert Toleranz, Geduld, gegenseitige Gewöhnung und Anpassung, liebevolles, brüderliches Verstehen. Der mächtigste Faktor des heutigen Judentums, der amerikanische, müßte dafür das feinste Empfinden haben; und wir sind überzeugt, daß er es beweisen wird, und daß ein einheitliches Zusammenwirken gerade von den amerikanischen Zionisten erstrebt wird. Heute ist durch die Atmosphäre gegenseitiger Gereiztheit vieles erschwert; eine Anbahnung besseren Ver- Stehens und der Wille zum Verzicht auf Rechthaberei auf4 beide« Seiten ist daher die erste Voraussetzung einer wahrhaften aufbadenden Gemeinschaftsarbeit im Lande. In der letzten Zeit ist. ein erfreulicher Schritt in dieser Richtung zu verzeichnen; er wurde von seifen der Arbeiterschaft unternommen. Die Arbeiterschaft hat in manchen Dingen eine doktrinäre Politik getrieben, die der Revision bedarf. Sie hat vor allem nicht früh genug erkannt, daß das Problem der Arbeitslosigkeit nur durch das Hinzukommen ständiger Arbeitgeber gelöst werden kann. Aus diesem Grunde haben die verantwortlichen Arbeiterinstanzen ihre Aufmerksamkeit zu sehr dem Problem der Notstandsarbeiten aus öffentlichen Mitteln zugewandt, ohne zu berücksichtigen, daß die hierfür erforderlichen Mittel, wenn sie überhaupt beschafft werden können, so erhebliche Summen des zionistischen Budgets verschlingen, daß dadurch die eigentliche konstniktive zionistische Aufbauarbeit ernstlich gefährdet wird, und daß außerdem derartige Arbeiten nur eine provisorische und relativ kurzfristige Beschäftigung von Arbeitslosen gewährleisten. Die Be- Ziehungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern spitzten sich um so mehr zu, als beide Teile nicht rein sachlich, sondern mit Affekten an die Dinge herangingen. Unter diesen Umständen muß der letzte Artikel des verdienten Arbeiterführers Berl Katznelson geradezu als eine erlösende Tat gewertet werden. Er ist nicht nur wegen seines sachlichen Vorschlages bemerkenswert, sondern vor allem wegen der moralischen Kraft, mit der hier mutig für eine Neuorientierung im eigenen Lager eingetreten wird. Es ist nicht unsere Aufgabe, Kafznelsons Vorschläge im einzelnen zu prüfen, aber es wäre zu wünschen, daß die Arbeiterkonferenz, an die die Vorschlage gerichtet sind, sich sie zu eigen macht und auch die Unternehmerschaft daraus erkennt, daß die Atmo- Sphäre für aufbauende Zusammenarbeit aller produktiven Faktoren der Wirtschaft sich zu bilden beginnt * Und ein Zusammenwirken aller Faktoren beim Aufbau der nationalen Gemeinschaft Ist erforderlich. Unsere Welt ist sehr klein, die Gegensätze in unserem Lager werden infolge der Enge des Milieus aufgebauscht und übertrieben, die praktische Arbeit wird erschwert durch parteipolitische Diskussionen. In der Schaffung eines Gemeinwesens gilt aber das Gesetz von dem ״Verzieht auf das geringere Interesse“ als Vorbedingung des sozialen Zusammenwirkens. Zwar ist uns oft eine anders eingestellte Gruppe geistig sehr fern und wir vermögen uns kaum in ihre Gedankenwelt hineinzufinden•, wir kämpfen darum um unser Ideal, wir suchen unsere Wahrheit im Leben durchzusetzen; aber in der Politik haben wir mit der Tatsache der Existenz dieser Gruppe, solange sie nicht von uns geistig überwunden ist, zu rechnen. Wir können politisch nicht weiterkommen, wenn wir klagend zu allen Himmeln schreien, statt zu versuchen, der gegebenen Situation im Rahmen der gegebenen Machtverhlltnisse beizukommen. Diese Maxime politischer Ueberlegenheit können wir schwerlich von einem Gebilde verlangen, das so zersplittert, aus verschiedenen Voraussetzungen herkommend, und so bar aller politischen Tradition ist wie der Jischuw. Um so mehr müssen wir mit Genugtuung begrüßen, daß bei den letzten Wahlen zur Jerusalemer Stadtvertretung der Jischuw ein Beispiel hoher politischer Reife gesetzt hat. Die Herstellung einer alle jüdischen Gruppen umfassenden Einheitsliste ist eine bedeutungsvolle Tatsache. Wir begrüßen es, daß zum erstenmal auch die Agudas Jisroel den Weg zur jüdischen Einheitsfront gefunden hat. Nichts wäre beschämender gewesen, als wenn eine jüdische Gegenliste, gestützt auf die Wahlhilfe der Araber, in den Kampf getreten wäre. Es hat sich gezeigt, daß die Juden die einzige Gruppe sind, die im entscheidenden Moment zu einer Einheit zu gelangen vermag und die nationale Einheit höher stellt als persönliche Mandatsjägerei und Gruppen-Egoismus. * Inzwischen lebt da* jüdische Palästina וזו schweren Sorgen. Zu allen wirtschaftlichen Schwierigkeiten geseilt sich nun noch die Gefahr, daß die Schulen nach Peßach nicht eröffnet werden, weil die Lehrer seit Monaten keine Gehälter bekommen haben. Der Lehrerstreik ist mit Recht sehr unpopulär bei uns, aber wenn man bedenkt, daß diese Menschen nun schon seit Jahren in der schwersten und vielleicht wichtigsten nationalen Arbeit stehen, und dabei stets von neuem mit diesen materiellen Sorgen zu kämpfen haben, so kann man ihre Haltung begreifen. Warum sollen gerade sie so ungleich höhere Opfer bringen als die anderen Zionisten? Was sagen die Zionisten des Galuth zu einer drohenden Schließung der Schulen in Palästina wegen monatelanger Nichtbezahlung der Lehrergehälter? Zwar sind die Keren Hajessod-Einnahmen gestiegen, aber die enormen Bedürfnisse der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit haben alle anderen Tätigkeitszweige zurückgedrängt. Die einfache Wahrheit, daß derselbe Taler nicht für vier verschiedene Zwecke ausgegeben werden kann, wird in Palästina noch nicht ganz verstanden. Wenn man schon vor Monaten zu radikalen Maßnahmen zwecks Beschränkung der unproduktiven Ausgaben riet, so wurde in weiten Kreisen der zionistischen Oeffentlichkeit nicht verstanden, daß der Sinn mancher vielleicht zu weit gehender und zu drastischer Anregungen der war, darauf aufmerksam zu machen, daß der Weg zurückgefunden werden muß zur Verwendung der zionistischen Gelder für konstruktive Zwecke, «!mindest zur Einhaltung des 0h»«liÄ1schc|1;.be^hsfeieaeniBu((teete».AWfchal3e!ft|«te nitgeads; auch nicht .,beiGene» Kreise«, die über ״zutie Logik“ in diese« Vorschlägen klagen, die Andeutung gefunden, wie sie sich die Erreichung dieses Zieles, das wir als die ernsteste Pflicht des Zionismus in dieser Stunde betrachten, vorstellen. Die Lehrer-Frage ist nur ein Teil des unbeachteten Problems, das sich, wie unschwer vorauszusehen, auch auf anderen Gebieten zeigen wird. * Man hat in der letzten Zeit immer wieder betont, daß die Regierung Palästinas einen größeren Anteil am zionistischen Erziehungsbudget nehmen muß. Diese Forderung, für die die Zionistische Organisation seit langem kämpft, ist zweifellos berechtigt und die Regierung hat auch im Prinzip bereits durch ihren diesjährigen höheren Beitrag die Berechtigung anerkannt. Die Bemühungen in der Richtung auf allmähliche Verstaatlichung des Schulwesens müssen fortgesetzt werden. Ob freilich jetzt gerade der Moment gekommen ist, wo wir mit Erfüllung unserer Forderung rechnen können, ist fraglich. Die Finanzen der Regierung haben sich verschlechtert und das Kolonialamt in London hat, wie die Blätter meldeten, den in Jerusalem ausgearbeiteten! Voranschlag für das nächste Jahr zurückgeschickt mit der Aufforderung, beträchtliche Kürzungen der Ausgabenposten vörzunehmen. England betrachtet als das oberste unverrückbare Prinzip gesunder Verwaltung die Anpassung der Ausgaben an die Einnahmen. Bei dieser Sachlage werden wir, wenn wir nicht Enttäuschungen erleiden wollen, sehr vorsichtig sein müssen in den Berechnungen auf finanzielle Hilfe der Regierung. Die Regierung hat in der letzten Zeit eine Anzahl von Arbeiten zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit unternommen, sie hilft Tel-Awiw, sie wird vielleicht noch da und dort einspringen. Aber der Schlüssel der Lage liegt im zionistischen Oaluth, beim jüdischen Volk. * Es Muß sich zeigen, ob das jüdische Volk die nationale Freiheit will oder nicht. Wir vVissen aus unserer Geschichte, daß die wegziehenden Menschen eher daran denken, die kostbaren Geräte mitzunehm״״, als selbst von ihren Kostbarkeiten zu opfern. Aber dennoch vollzieht sich der Auszug, der Aufbau, das Ringen nach einer höheren Form des Daseins. In ver« schiedenen Gestalten, teils abseits vom Lärm der Straße, bereiten sich die Kräfte, die das Werk vollbringen sollen. Oft türmen sich vor uns die Schwierigkeiten, *oft regt sich der Zweifel, ob unsere Kräfte ausreichen. Aber darum sind wir eben in der Wüste, wir sind oft Murrende und Hadernde. Aber unsere nationalen Feste sind uns eine Lehre für die Macht der Idee, die durch die Wüste zur Freiheit führt R. W.

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