Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXII (1927)
- Issue
- Heft 27 (5.4.1927)
- Date
- 1927-04-05
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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Seite 198 JUEDISGHE RUNDSCHAU Nr. 27 Budgets fordern, der Leiter des Arbeitsdepartements, das vor der Aufgabe der Versorgung von 8000 Arbeitsloser» steht, und der Leiter des Departements für städtische Kolonisation, das die Reste der mittelständisehen Einwanderung im Lande einzuordnen hat. Dieses Departement verJnngt eine Beschleunigung der Industriebank mit .£!00 000 Kapital, um den Industriellen zu helfen. Und was das Arbeitsdepartement betrifft, so haben wir bereits gemeldet, daß die Palästina-Exekutive zur Ausführung gewisser Notstandsarbeiten, die 2000 Arbeitern Beschäftigung geben sollen, eine Erhöhung des Arbeitsbudgets um £ 90000 fordert. Die Exekutive wird sich schlüssig werden müssen, woher dieser Betrag zu beschaffen ist. Wir können nicht beurteilen, welchen Weg die Exekutive für die Beschaffung der Zusatzbudgets für gegeben hält. Sicher ist, daß die äußersten Anstrengungen der gesamten zionistischer! Welt dafür gemacht werden müssen. Der Weg außerordentlicher Zu- Wendungen, vielleicht der Appell an einzelne der Palästina-Sache ergebene Persönlichkeiten, die Schaffung eines besonderen Notstandsfonds — schon mit Rücksieht auf die bevorstehende Kommissions-Entsendung, die eine neue Epoche markiert und einen erträglichen Ausgangspunkt für ihre Arbeit haben muß — ist!1. E. dem Weg der ״Anleihe“ vorzuziehen. Eine Anleihe können wir ja für Arbeitslosenversorgung nicht aufnehmen, da dies kein gewinn abwerfender Zweck ist, der die Tilgung und Verzinsung ,der geliehenen Gelder ermöglicht; eine ,,Anleihe“ aber, die nur kurzfristige Bevorschussung der Keren Hajessod-Einnahmen ist, kann die Exekutive nicht riskieren. Denn trotz allen schweren Anforderungen des Tages glauben wir, daß die Exekutive verpflichtet ist, über den Tag hinaus zu denken. Sie darf nicht die Einnahmen des nächsten Jahres verpfänden. Denn was hilft es uns, jetzt die Arbeitslosen zum Teil zu beschäftigen, wenn wir dann ins neue Jahr ohne ein Budget für konstniktive Arbeit eintreten müßten. Wir erwarten von der Exekutive eine Aeußerung, wie sie sich die Fortsetzung der zionistischen Tätigkeit, die dauernde Seßhaftmachung von Menschen in Palästina, die Vergrößerung des Jischuw und die Vorbereitung einer neuen Einwanderung vorstellt. Dieses Problem darf die Exekutive nicht aus dem Auge verlieren, auch wenn die Sorgen des gegenwärtigen Notstandes noch so empfindlich drücken. Vielleicht werden einschneidende Maßregeln notwendig sein; die zionistische Welt wird das verstehen und wird die Leitung darin unterstützen. Nur das Eine wäre für die zionistische Welt unerträglich: wenn die Exekutive vor den Tatsachen die Augen ver* schließt, oder wenn sie sich so verhält, als meinte sie, daß die Zionisten die Wahrheit nicht sehen wollen oder nicht vertragen. ... R- W. We anerikaniseben tieschäUsleiJlc in Tel-Awiw liir die Delegation der amerikanischen •Geschäftsleute .nit Max Shulman als Vorsitzenden, von der wir bereit* berichtet laben, wurde zusammen mit einer Anzahl angesehener Besucher aus Amerika am 20. März in Tel-Awiw ritt Empfang veranstaltet, auf dem Begrüßungsansprachen , hielten: der Leiter des städtischen Kolonisations-Departements der Palästina-Exekutive Dizengoff, der Direktor der A. P.C. H0ofien und Schenker von der Lodzia-Textiltäbrik. Die Herren Shulman, Stone und andere erklärten, sie seien nach Palästina gekommen, um die Bedingungen und Möglichkeiten des Landes vom Gesichtspunkt produktiver Investitionen zu studieren. Nach dern Empfang fand eine Besprechung der Delegation mit Dizengoff und einigen führenden Industriellen statt. Die Delegation, die mehrere Tage in Tel-Awiw zuzubringen gedenkt, besuchte auch die Iriah (Munizipalitätsgebäude)j wo sie vom Bürgermeister Bloch-Blumenfeld, die Dichter Bialik und Oberrabbiner Aronsohn begrüßt wurde. — In Jerusalem wird von der zionistischen Palästina-Exekutive ein Empfang für die Delegation vorbereitet. Golem and Schein Von Manfred Sturmann. Um das Golemproblem ist viel geschrieben und gefabelt worden. Dichter versuchten sich daran, — ich erinnere an Mevriiicks Roman, an Holiisdicrs Drama und an eine jüngst zur ersten Aufführung gelangten Go'crnoper angezogen von dem abenteuerlichen Halbdunkel dieser Sage, an der die Phantasie imgemessenen Spielraum fand. Man bemühte sich, den alten Stoff zu beleben, vielleicht auch zu deuten, in mannigfacher Absicht und mit mannigfachem Erfolge. Niemancl aber hat es bisher auf sieli genommen, den gesamten Stoff zu sammeln und 711 ordnen, nach der Geschichte dieses Mythos 7:1 forschen und die Wesentlichkeit des Golem zu erweisen. Darum ist es zu begrüßen, daß Hans Ludwig Hefd mit seinem soeben erschienenen Buche ״Das Gespenst d es O o 1 e m“*) den Ertrag jahrelanger Forscherarbeit der Oeffentüchkeit übergibt und erstmalig von wissenschaftlicher Seite her das Golemproblem durchleuchtet. Held gelangt zu bemerkenswerten Schlüssen, seine ,,Studie aus der hebräisehen Mystik״ gewährt einen tiefen Einblick in die Psychologie des jüdischen Volkes und seiner Rabbonim. Es soll hier voran geschickt seit!, daß Heids Werk, nach seinen eigenen Worten, nur die Deutung des Problems erstreben kann; denn eine Lös»!1 g wird wohl nie zu erlangen sein. Es handelt sich hier um einen Mythos, welcher nicht durch die Geschichte kontrollierbar ist; um einen Sagenkreis, der sich sowohl in der Realität als in der symbolischen Vorstellungsweit bewegt, und der zu sehr an religiöse Erkenntnisse gebunden ist, als daß er durch logische Schlüsse meßbar und wägbar wäre. Die Volkskunde (denn die Frage des Golem wird zugleich eine Frage der jüdischen Volkskunde sein) bewegt sich ״vom Zentralen ihrer Erscheinung bis in die Unendlichkeit ihrer periphären Vorstellung in einer Tatsachenweit, die den modernen Erfahrungen der Anthropologie z. B. oder denen der gegenwärtigen Schulpsychologie so ausschließlieh widerspricht, daß ohne Uebertrcibung davon gesprochen werden kann, daß die volkskundliche Deutung sich zu diesen *) Hans Ludwig 1 leid, Da־ Gespenst des Goicm, Allgemeine Verlagsanstalt München 1927. -ייג-----—־— Ans dem lüdischliberalen Lager In der jüdischen liberalen Partei ist es anläßlich der letzten Tagung des liberalen Rabbinerverbandes, über die wir schon kurz berichtet haben, zu einem offenen Konflikt gekommen. Die ״Jüdisch-liberale Zeit u n g“ protestiert heftig־ dagegen, daß die Rabbiner ״Scheu davor hatten, die Diskussion über die Stellung des religiösliberalen Judentums zum Zionismus öffentlich zu führen“. Das Blatt druckt das auch von uns in der vorigen Nummer wiedergegebene Communiqud ab und bemerkt dazu: ״Die Resolution bemüht sich offensichtlich, an allen entscheidenden Fragen vorbeizugehen. Mit dieser Resolution begeben sich die liberalen Rabbiner ihrer Führerrolle und nützen weder sich selber noch dem Ansehen des liberalen Judentums.“ Der Vorsitzende der Liberalen Vereinigung, R.-A. Heinrieh Stern, protestiert gleichfalls gegen den Ausschluß der Nicht-Theologen von der Diskussion und publiziert ״eine verhinderte Diskussionsrede", in der er seine Meinung über das Problem darlegt. Auch ein Vertreter der Arbeitsgemeinschaff der Jüdisch-liberalen Jugendverbände veröffentlicht eine scharfe Kundgebung gegen die Veranstaltung. Wir stehen hier offenbar vor einer höchst symptomatischen Entwicklung im jüdisch-liberalen Lager. Es ist wohl kaum anzunehmen, daß die Rabbiner, unter denen einige der bedeutendsten Persönlichkeiten des heutigen geistigen deutschen Judentums sind, die Abkanzelung der ״Liberalen Zeitung“ hinnehmen werden. Herber! Samuel gegen Allred Mond Bei einem zu Ehren von Sir Herbert Samuel, dem neuen Präsidenten der Parteiorganisation der liberalen Partei in England, gegebenen Bankett am 30. März besprach Samuel die letzten Wahlerfolge der liberalen Partei und sagte, diesen beiden Erfolgen hätten sich noch zwei andere ziigeseilen können, wenn nicht die Nachwahl in Bosworth und Carmarthcn inkorrekterweise unterblieben wären. Der Abgeordnete von Carmarthcn, Sir Alfred Mond, ist bekanntlich vor einiger Zeit von der liberalen Partei, auf deren Programm er gewählt ist, zur konservativen übergegangen, ohne sein Mandat niederzulegen, was sonst bei Parteiwechsel üblich ist. Herbert Samuel sagte in der erwähnter! Rede (dem Bericht der ״Times“ zufolge), ״Sir Alfred Mond handle wie ein chinesischer General: er kämpft gegen die Sache, die zu verteidigen er ausgesandt worden ist.“ Romain Rolland and die Pogrome Romain R o 11 a ״ d hat an den Verfasser des Buches ״Wenn Israel stirbt“, B nard Lecache, folgendes Schreiben gerichtet: Lieber Bernard ac' 'מ ’ 'י J-t-־*,ktüre ,Ihres Buches zeigte mir wieder eit״״!״ g:c 1Cet" z״r. ,.Todes. Besser kein Mensch zu sein! . . . Aber so ־״־!' b:g, rufe ■;״!m Ihnen zu:;;Bedienen Sie sich nÄes ' , ,Interesst der Opfer gegen die Henker!“ J1׳ : ׳- Leider werden diese Opfer nimmer aU h£n- Was 118t sich da. tun?־ Wa* läßt• sich da tun? Minder Strafe wird T odesse'uCer abnehmen. Ulid die Henker Petljura? Ach! Handelte es sich bloß um einen, um zehn, um tausende Petljuras! Aber das Schreckliche, das AHerfitrchtbargte sind die tausenden Anonymen, die es sich bisher zur Aufgabe gemacht haben, den menschlichen Körper zu schänden und in den Wunden zu wühlen. Wer weiß, wie vielen solchen Menschen wir jeden Tag begegnen, die, wenn sie es bisher noch nicht waren, es aber hätten sein können und die Möglichkeit besitzen es zu tun und nur auf den passenden Augenblick warten, solche Schandtaten zu begehen. Ich drücke Ihnen die Hand. Romain Rolland. Die ״Wiener Morgenzeitung“ veröffentlich die jüdische Liste zu den am 21. April stattfindenden Wahlen ins osterreichische Parlament. Listenführer in dem wichtigsten Wiener Wahlkreis (Leopoldstadt) ist Robert Stricker, auf der Landeslisfe Dr. Desidor Friedmann. Für den Wiener Gemeinderat haben die Jüdisch-nationalen in den vier stark von Juden bewohnten Bezirken (I., II., IX., XX.) eigene Listen aufgestellt. Erfahrungen in einem Gegensatz wie etwa Zauberei und Religion befindet.“ (Held.) So sehr der Golemmythos an die Sphäre des Prager Ghetto gebunden zu sein scheint, an die Gestalt des Hoch Rabbi L ö w, an den uralten Bau der berühmten Altneu־ synagoge — so wenig ist es nachzuweisen, daß er von hier aus seinen Ausgang nahm. Die Idee des Golem, nämlich einen Tonkörper, eine Substanz, der unorganischen Welt angehörig (oder einen bereits gestorbenen organischen Körper), unter ganz bestimmten Voraussetzungen zu beleben, ist weit älter als die Prager Legende, welche erst mit dem ausebenden Mittelalter entstanden Ist. Held deutet auf eine ■Stelle es jcrusalemisclicn Talmuds hin, an welcher berichtet wird, daß fehoschua ben Hananjah von sich behauptet hätte, er könnte aus Pflanzen und Früchten Hirsche und Rehböcke schaffen — und auf jene Legende, nach der kein Geringerer als Maimonides versucht hätte, den zerstückelten Leichnam seines Licblingsschülers unter einem Glassturz zu beleben. ״Es liegt sogar nahe, anzunehmen, daß die Gestalt des Golem aus einer mythologischen Vorstellungsrcihe stammt, die als menschliches Gemeingut in den Schopfungsmythen der verschiedenen Völker und zu den verschiedensten Zeiten wiederkehrt; die jedoch ihre unzweifelhaft vollkommenste Dar- Stellung im hebräischen Mythos gefunden hat.“ (Held.) Sicherlich hat dieser Mythos seine klassische Dar- Stellung in Prag erfahren; denn hier erst gewinnt die Sage ihren festen Umriß: Der weise Rabbi Löw, dem nicht nur letztes jüdisches Wissen, sondern auch große Gelehrsamkeit in weltlichen Dingen (Astronomie, Physik, Chemie usw.) nachgerühmt wird, bildet in den Tagen der Not, da Hetzer die Juden bei Kaiser Rudolf verleumden, eine übermahnsgroße Lehmgestalt und verleiht ihr durch den ,,Schern“ und die Nennung des geheimnisvollen zweiundsiebzigbuchstabigen Gottesnamen Leben. Diesen belebten Tonkörper nennt der Rabbi ״Golem“*). Die Ueberlieferung widerspricht sich zuweilen: So ist dieser Golem bald ein Retter und Schützer der Prager Judenheit, bald ein maßloser zürnender Dämon, der mächtiger wird als der Schöpfer selbst und viel Unheil anrichtet in der Gemeinde. Uneigennützig wäre dieser Halbmensch, so erzählt die Sage, schweigsam, man erblickt in ihm -) Oolam Ungestaltetes, Formloses (in übertragener Bedeutung: Embryo). Frage und Antwort Im Reichstage behauptete der nationalsozialistische Abgeordnete Fricke in einer Anfrage, Ministerialdirektor Dr. Badt hätte noch im Jahre 1913 in Galizien mit ״alten Hosen geschnorrt“ und sei nun preußischer Vertreter im Reiclisrate. Der preußische Ministerpräsident Braun be.mt- \yortcte diese Pöbele! des Abgeordneten Fricke mit einer ironischen Bemerkung, indem er ausführte, daß der von Herrn Fricke in der Etappe in Galizien angetroffene Badt, der mit Hosen geschnorrt hat, mit dem Ministerialdirektor Badt nicht identisch sein könne, weil dieser seit 1908 im Staatsdienste stehe und am Anfang des Krieges auf einem Afelderitt verwundet und für seine militärischen Leistungen ausgezeichnet wurde. In zwei Punkten scheint der Ministerpräsident Braun zu irren. Erstens kommt unseres Wissens in Galizien der Name Badt überhaupt nicht vor, zweitens ergibt sich aus dem von Herrn Fricke selbst abgefaßten Lebenslaufe, daß er im Kriege nicht einmal bis in die Etappe vorgedrungen ist und demgemäß auch dort niemanden kennengelernt haben konnte. Die Lage der Jaden fn Rumänien Bukarest. 1. April. (LT. A.) Der jüdische Deputierte von Oernowitz, Dr. Mayer Ebner ,.erklärte in der rumänisehen Kammer, daß an der Bukarester Universität im ersten Jahrgänge, dem Anatomie-Jahrgange, keine Juden mehr studierten. Die letzten acht jüdischen Studenten des ersten Jahrgangs haben, um den täglichen schweren Miß- Handlungen zu entgehen, aufgehört, die Universität zu bcsuchen, so daß sie wegen Abwesenheit das Studienjahr verloren haben. Die gleiche Entwicklung zum Numerus nuilus gehe auch in Klausenburg (Cluj) vor sich; dort gibt es im ersten und zweiten Jahrgang der medizinischen Fakultat keine jüdischen Studenten mehr. Die Ueber. fälle auf jüdische Studenten nehmen kein Ende. Aber dieses System zielbcwußtcn Terrors richtet sich nicht bloß gegen die jüdische Bevölkerung überhaupt, was die Exzesse der letzten Tage, namentlich die in Jassy und auf der Bahnstrecke Jassy-Balti zur Genüge bewiesen hätten. Dieser grausame Terror ist im ständigen Wachsen begriffen, und die i i! - d i s c h e Bevölkerung des ganzen Reiches b e - fürchtet neue und noch schlimmere Gewalttaten. Der Redner richtete an den Innenminister die Frage, ob er nicht endlich da/tt übergehen wolle, diese Exzedenten den Gerichten zur Untersuchung und Aburteilung nach der vollen Strenge des Gesetzes zu übergeben. Oberst Ament Bukarest, 29. März. (J.T. A.) Der judenfeiudlicht ״Vittorul“ berichtet: Um zu sehen, wie unsere Feinde die öffentliche Meinung über die Lage in Rumänien irrefüliren, veröffentlichen wir im folgenden die Eindrücke, die Ament in Beßarabien und in der Bukowina über die Lage der Juden in Rumänien gesammelt hat. Colonel Ament sagte: ״Ich habe mit meiner Frau und einigen Freunden Beßarabien und die Bukowina besucht v habe mich da überzeugt, daß die Gerüchte Pfi^r 1־I liy.enz ״׳■•gen die. ׳'ftdlschc Bevölkerung in Rumänien a&SfA» jgr *ndet seien., , Andererseits haben die Juden, mit denen ich *s , g royhen habe, versichert, daß sie vop den pumänische!» Biokuön gerecht behandelt werden und mit der rumänischea Bevölkerung im vollsten Einvernehmen leben. Eine Ausnahme machte ein jüdischer Oemetaderat aus Ghisina» CApept , erwähnt -.,«kW, •jlefi tu» Ztl'Ili 0:'i־fifidelt),.-itt.wir«r%fer vier- *dSp׳ wollte, was ich ahgdebnt habe. IM« Gegensitze zwischen rumänischen und jüdischen Studenten haben keine besondere Bedeutung (!) und können nicht für eine nationale Frage gehalten werden. Die Ermordung Faliks durch Totu ist bedauerlich. Es handelt sich aber um die Tat eines Fanatikers. Es wäre ein Unrecht Rumänien gegenüber, diesen Fall als Beispiel für die Beziehungen zwischen Juden und Rumänen zu nehmen. Ich werde in Amerika über die gleichmäßige Behandlung der Juden Rumäniens öffentlich sprechen.'‘ Unter der Judenschaft von Bukarest, Czernowitz und Chisinau (Kischinesv) herrscht Empörung über die Methoden Aments und über die rumänischen Kreise, die diesen Krönzeugen nach Rumänien gebracht haben, um ihm Potemkinsche Dörfer zu zeigen, statt ihren Einfluß darauf zu konzentrieren, daß den gefährlichen Judenhetzern in Rumänien der Boden entzogen wird. Die vor kurzem verstorbene Mrs. Max Guggeuheimer hinterließ 100000 Dollar zur Einrichtung von Spielplätzen in Palästina. den Abgesandten eines hilfsbereiten Propheten. Der Golem leistet jede Arbeit, seine Kräfte vermögen Unmögliches zu vollbringen, bald ist er nichts als der Synagogendiener, bald drängt er die wütenden Pöbelmassen vom Ghettogitter zurück. Niemand weiß Genaues von ihm. Manchmal dröhnen die engen Gassen von seinen schweren Tritten, manchmal ist cs, als schwebe nur sein Schatten vorüber. Und dies Geheimnis bewegt die Gemüter: Am Sabbat ist der Golem unsichtbar. Niemand weiß, daß Rabbi Löw am Freitag bei heranbrechender Nacht den Schern aus dem Munde des Golem entfernt, damit auch er ruhe und die Heiligkeit des Ruhetages nicht verletze. Die andere Variante sieht im Golem menschliche Züge: Er ist ehrgeizig, leicht reizbar, er sucht sich dem Bannkreise seines Schöpfers zu entziehen, er benutzt einen unbewachten Augenblick, oder die Vergeßlichkeit des Rabbi, um sich zu befreien. Sinnlos läßt er seine Kraft spielen, er rächt sich für empfangene Demütigungen, für die Frone, zu der man ihn zwang, er wütet gegen das Volk, zerstört die Synagoge, er legt Feuer unter die Dächer . . . Doch es würde zu weit führen, allen Abwandlungen des Mythos nachzugehen, welche Held in seinem Buche anzuführen weiß. Es sei "hier nur noch erwähnt, wie verschieden man sich die Mechanik des Golem zu erklären suchte: Man hielt ihn für einen Menschen, andere für ein Gespenst, und nicht gering war die Zahl derer, die ihn als einen Automaten bezeichneten, durch gutlaufende Zahnräder in Bewegung gesetzt. Wie aber läßt es sich erklären, daß ein Rabbi ein Tonbild formt und es nach göttlichem Rezept durch Anhauchen oder Beschwörung belebt? Widerspricht das nicht dem Gesetz? Man beachte, daß der Golem nicht aus einem magischen Spieltrieb ersteht oder aus einer wissenschaftlich-technischen Experimentierlust. Was ohne Berücksichtigung der besonderen Umstände als äußerste Hybris erscheinen müßte, — ist doch die Belebung des Golem eine Nachäffung des Schöpfungsaktes am sechsten Tage — das ist entschuldbar in den Tagen höchster Not: Nur zum Helfer und Retter ist dieser Golem bestimmt; Übertritt er die Sendung, so hat ihn der Rabbi wieder leblos zu machen. Die Sage berichtet, daß Rabbi Löw, nachdem er den Schern aus dem Munde des wütenden Golem gerissen hatte, nie weder eine Tongestalt belebt hätte. In Jeru Säuglinge ii gegendämm in ihrem fri gebenen Pf Atmosphäre seits von L satz zur vo dieser Klei! Wenn sie ׳ steht! Grei Nr. n Nu in m׳ rabbiner vc den Stufen erweist es Kind. Auf aas rechtm Not zur 2 Numra Wochen, a Baracke in liegendes I suchung d! Zettel in g haus des der Möglic lingsheim findet. *An Gdud-Bara sie an und worden sc Numm in Haifa i Automobil Säugling i frei sei. I zunehmen Kind zu l habe. Der Der Chaü giere nehr nicht. Plc wiederkon schriebenc nicht auf 1 übrig, als Hier wan , sichere U Numr gmnen ש Ankunft! ganz unj lebens zu eine Zeit bei'sich׳ d schwinde! den Mutt scheint, 1 mächtigei schwer E drohten 1 mit dem Num! Jerusalem wickelte lemer Ae engen H trifft sie Eingang liegt das sich ihre die zersp Mutter u: Und heimes e sich selb Und grenzt. 1 Sehern (׳ Berühmt! Die Sch Menschei ihm fehlt Srhöpfun was er f nistet ke liegt etw den v 0 den unai vermag, liehen bi kann da hinausgc Dies doch um Diese n; Anorgan Hauche sondern ist das herausgc bar und des Hel1 Hek Poppdg des gan Es einen b liefert 11 Das W riesigen schwieri danken, bedeutei Historie ' Erp S Uhr, Werken