Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXII (1927)
- Issue
- Heft 12 (11.2.1927)
- Date
- 1927-02-11
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 80 JUEDI5CHE RUNDSCHAU Nr. 12 Handlungen behauptete, von dieser Erklärung von Miß Szold keine Kenntnis gehabt?41 haben, als er sein Amt antrat). Man darf annehmen. daß die amerikanische Hadassah ihre ehemalige Vorsitzende nicht desavouieren wird. Für die zionistische Leitung ist cs von größter Wichtig:• keit, daß ihre Autorität auch gegenüber der Hadassah durch« gesetzt wird. Solche Streitigkeiten zwischen zionistischen Instituten sind ja ari sich keine Seltenheit, aber gerade darum ist es eine Notwendigkeit, daß eine übergeordnete Instanz da Ist, die das entscheidende Wort zu sprechen hat. Jüdische Arbeiter ln Ulanen zum Tode verurteilt Kotos, 7. Februar. (J. T. A.) Das Kownoer Feldgericht verurteilte die beiden jüdischen Arbeiter Chaim Wiz und Salman Schwarzberg wegen angeblicher Zugehörigkeit zur kommunistischen Parte! zum Tode. Schwarzberg war Setzer in der Druckerei der ״Ydisciien Stimt‘׳. Mit ihnen zugleich wurden zwei christliche Arbeiter zum Tode verurteilt. In Rakischki sprach das Feldgericht dis Todesurteil gegen zwei Christen und einen Juden ans. — Wie in letzter Stunde gemeldet wird, sind die jüdischen Arbeiter in Kowno begnadigt worden, und zwar der eine zu lebenslanglichem, der andere zu fünfzehnjährigem Zuchthaus. Das Schicksal des in Rakischki verurteilten jüdischen Arbeitern tot noch ungewiß. Kowno, 6, Februar. (J.T. A.) Die Gesellschaft für jüdische Volksbildung, die sich aus Kreisen der Volkspartei (Tolkisten) zusammensetzt, hat um die Erlaubnis zur Er- Öffnung von Kursen für jüdische Sportler angesucht Die Regierung wies das Ansuchen ab. Eingesandt Ein Gnt der jüdischen Gemeinde Ein Freund unseres Blattes schreibt uns: Die jüdische Gemeinde zu Berlin besitzt unmittelbar vor den Toren Berlins, noch zu Berlin gehörig, ein landwirtschaftliches Gelinde von etwa 160 Morgen. Der Boden ist durchweg mittelgut, mit einer Ausnahme von etwa 20 Morgen, die durch Rigolen verbessert werden könnten, da überall lehmiger Untergrund vorhanden Lst. Sie hat darauf einige — wenn auch nicht ausreichende — Gebäude errichtet. Einige Jahre war das Gut an den Bodenkulturverein verpachtet, doch haben beide Teile keine rechte Freude daran gehabt Der Grund lag wohl daran, daß nicht genügend Betriebskapital vorhanden war. Vor etwa einem Jahre nahm die Gemeinde die Bewirtschaftung In eigene Regie. Doch auch darin finden die Verantwortlichen ein Haar, denn die Gemeinde schreibt jetzt in verschiedenen Zeitungen die Verpachtung des Gutes aus. Es liegt uns tern, die Gründe für das Aufgebenwollen der Bewirtschaftung in eigener Regie untersuchen zu wollen. Nur das eine sei festgestellt: die Verpachtung des Gutes und die Aufgabe des Gedankens, daraus ein jüdisches Lehrgut zu machen, ist ein großer Fehler. Es sind jetzt etwa 100 Jahre her, daß in Posen der Rabbi Salomon Eger, der Sohn des großen Rabbi Akiba Eger, die höchsten Provinzialbehörden. den Oberpräsidenten von Flottwell, ja sogar König Friedrich Wilhelm IV. für die Uebertührung der Juden zur Landwi tschaft interessierte. Er gründete einen Verein zur Förderung der Landwirtschaft unter den Juden, den der König zu unterstützen befahl. Rabbi Eger erbat sich eine Domäne zur Besiedelung mit Juden und erbot sich, 50000 Taler zu besorgen, die ihm durch Ver- ^!ftdtaMgeo «ad, Zeichnungen — namentlich die Juden Inbamzlaws (nohensalza) hatten sich daran beteiligt — zugesichert waren, zur Verfügung zu stellen. Alles war in die Wege geleitet Doch das Jahr 1848 mit seinen politischen Wirren und vor allem die sich anschließende polnische Revolution warf alle Pläne um. Im Geiste des Rabb! Eger!unterließ In seinem Testamente der Kaufmann Abraham Pakscher aus Posen 6000 Taler zur Verbreitung der Bodenkultur unter den Juden. ״Ich weiß zwar,“ heißt es in dem Testament, ״wie genug dieses Kapital im Verhältnis zu einem solchen Unternehmen ist und wieviel Schwierigkeiten sich demselben entgegenstellen dürften, doch halte ich es nicht für tmausführbar .... und so setze ich mein Vertrauen auf die Unter- Stützung anderer Personen usw.“ Leider hat sich der edle Testator geirrt, denn trotz aller Bemühungen, auch der des am 24. Oktober 1897 gegründeten Vereins zur Förderung der Bodenkultur unter den Juden Deutschlands, ist es bisher nicht gelungen, Juden landwirtschaft'ich in Deutschland anzuiedebi. Daß dies aber nicht an der Untauglichkeit der Juden für die Landwirtschaft liegt, zeigen die Erfolge in Pa'ästna. Wir Juden sind durchaus wie jeder andere Men«ch in der Lage, landwirtschaftlich tätig zu sein. Doch fehlt es uns an genügend ausgebildeten Leuten, die auch wirklich Fachkenntnisse genug besitzen, eine Landwirtschaft zu betreiben, eine Landwirtschaft nicht mit Inspektoren, Verwaltern und Großbetrieb, sondern eine kleine Bauernwirtschaft von etwa 50 Morgen, die gut und gern ihren Mann ernährt. Solche Leut« auszubilden, bietet das Gut Buckow die beste Ge'egenheit Hier können junge Leute ausgebildet werden, die — soweit sie nicht die Absicht haben, ihre Kenntnisse in Palästina zu verwerten — sich hier im Lande ansiedeln, sei es einzeln, sei es in einer zu schaffenden Ansiedelung. Zu diesem Zwecke wäre es zunächst notwendig, daß die jüdische Gemeinde das Gut nicht verpachtet, sondern in eigene Regie nimmt bzw. damit eine zu schaffende Organisation betraut. Es müßte Vieh gekauft werden, um eine Milchwirtschaft zu betreiben, eine Geflügelfarm könnte eingerichtet werden und vieles andere nutzbringend betrieben werden. Die erste Anlage würde allerdings Geld kosten — ich rechne etwa 30090 Mark —, aber aus den Erträgnissen des Gutes könnten etwa 25 bis 30 junge Leute jährlich unterhalten werden. Im Vergleich zu dem Segen, der der Gesamtjudenheit daraus erwüchse, dürfte die Aufbringtmg des ersten Kapitals zur Einrichtung, das doch immer eine nutzbringende Anlage bleibt, ein Leichtes sein. Mögen die Gemeindebehörden noch in letzter Stunde es reiflich über- Jegen, ob die Verpachtung des Gutes Buckow nicht ein nie wieder gut zu machender' Fehler ist. Eins neue Sammelmethode für den Keren Kajemeth Ltjlsrael. Dr. med. Walther Kohner in Karlsbad hat eine Sammeltasche für den K. K. L. konstruiert, die dazu bestimmt ist, stets in der Tasche getragen zu werden; die Sammeltasche, die zum Patent angemeldet ist, besteht aus haltbarem Karton, ist ca. 1 mm stark und 6x9 cm groß. Durch einen eigenartigen Verschluß kann Hartgeld hinein- :eworfen, ohne Zerstörung der Tasche aber nicht mehr jerausgebracht werden. In der Tschechoslowakei sind bereits ca. 2000 Taschen verteilt, das Ergebnis ist ein überraschend gutes, da die Neuartigkeit des Sammcl mittels verbunden mit seiner Handlichkeit und steten Bereitschaft viel Geld hereinbringt, das sonst nie zustande gekommen wäre. Die Taschen werden n u r an Sammelstellen abgegeben. Nähere Auskunft eventuell Muster sind einzuholen bei Dr. med. W. Kohner, Karlsbad, Haus ״Riva“. Die Berliner Jüdische Gemeinde hat dem Rabbiner Dr. Jaeobus zum akademischen Religionslehrer für höhere Lehranstallen ernannt. Dr. Jaeobus hat längere Zeit in Paiästina als Lehrer in der Kolonie Artuf und in Jeru- Ult» gewirkt. gl I 25 ■ftribt!)cdälhfui■ Rßj/eft׳ 'ptcliz Jugend. Der Wettbewerb des Hauptbüros, der 25 freie Palästinareisen für die besten jugendlichen Büchseninhaber aussetzt, hat in •vielen Ländern ausserordentlichen Anklang gefunden. Jeder Jugendliche unter 25 Jahre kann sich hierbei mit leichter Mühe eine freie Reise nach Erez Israel und zurück mit drei Wochen freiem Aufenthalt und guter Führung durch das Land verdienen. Verlangt sofort die Ausführungsbestimmungen von der Berliner Zentrale. Zionistische Bezirkstagung für Ost- und Nordwesiialen Am Sonntag, den 13. Februar 1927, veranstaltet der zionistische Gruppenverband Rechtsrheinland und Westfaien in Hamm, im Restaurant Buschkühle, Friedrichplatz (gegenüber dem Oberlandesgericht) eine Bezirkstagung für Ost- und Nordwestfalen. Folgende Tagesordnung ist vorgesehen: Pünktlich 2 Uhr nachm. Eröffnung der Tagung. I. Zionismus und Palästinaaufbau. Refcrent: Moses Waldmann, Berlin. 11■ Gegenwartsaufgaben der zionistischen Arbeit. Referent: Kurt Loewenstein, Duisburg. HI. Aussprache!insbesondere über die Bezirksarbeit in Ost- und Norawestfalen). — Berichte der Ver-, trauensleute. Gegen 7 Uhr abends: Schluß der Tagung. Es wird erwartet, daß jeder Zionist aus Ost- und Nordwestfalen bzw. auch aus den angrenzenden Gebieten zu dieser Tagung erscheint und durch persönliche Propaganda dafür sorgt, daß alle ihm bekannten Gesinnungsgenossen nach Hamm kommen. Nur bei vollzähliger Anwesenheit aller Zionisten kann es gelingen, die zionistische Arbeit im Bezirk auf dieser Tagung entschieden zu fördern. Vollzähliges Erscheinen aller Zionisten des Bezirkes wird daher erwartet. Vermischtes Das Palästina-Amt gibt bekannt, daß die direkte Linie des Lloyd Triestino Triest—Jaffa mit dem 10. Februar bis aut weiteres eingestellt wird. Berlin. Am Sonnabend, den 12. Februar, 8 Uhr abends, findet in den Räumen des Jüdischen Studenten- Vereins, Berlin, Friedrichstr. 115, f, ein Vortrag des Herrn Dr. Gergel über das Thema: ״Die Juden in der Kommu־ nistischen Partei und in den Sowjetorganen“ statt. Anschließend Diskussion. — Am Sonnabend, den 19. Februar, 8 Uhr abends, findet ein weiterer Vortrag des Herrn Berl Locker über das Thema: 25״ Jahre Poale-Zionismus“ statt. Zu beiden Vorträgen Eintritt frei. Am 14. Februar, abends, veranstaltet der Zionistisch- Revisionistische Landesverband für Deutschland in den Gesellschaftsräumen des Hotels Eden einen politischgeselligen Abend, an welchem W. J anotinsky, ״M. Großmann und R. L i e 111 h e i m Ansprachen halten werden. Jüdischer Schulverein. In unserer privaten jüdisehen Volksschule, Fasanenstr. 79/80, können Kinder zur Aufnahme für Ostern 1927 täglich (Montag bis Freitag) von 12—1 Uhr, im Schullokal angemeldet werden. Konzert. Am Sonnabend, den 12. d. M., abends 8 Uhr, findet im Bechstein-Saal, Linkstr. 42, ein Cello-Abend von Edmund Kurtz statt. Düsseldorf. Am 13. Februar, morgens 111/2 Uhr, spricht in der Aula des Hohenzollerngymnasiums (Bastionstr., Königsailec), Herr Generalmajor a. D. Dr. h. c. Freiherr Paul von Schönaich über: ״Der Aufbau Palästinas durch die Juden“. Die Zeitschrift ״Palästina“ erscheint wieder. Das 230־ nistische Landeskomitee für Oesterreich hat beschlossen, die Zeitschrift ״Palästina“ die zuletzt vom Wiener Zionistisehen Landeskomitee im fahre 1912 durch seinen damaligen Vorsitzenden Adolf Bön m herausgegebeit worden ist, ab 1- Jänner 1927 wieder erscheinen zu lassen. Die Redaktion wird Herr Adolf Böhm im Einvernehmen mit Dr. Leo Oeldhammer führen. Doppelheft 1/2, Jänner- Februar, erscheint in Kürze. Bezugspreis: Für Oesterreich 8,— Schilling, für das Ausland: 1 Dollar 50 Cents jährlich. Die Galerie Neumann-Mlcrendorf veranstaltet am 22. Februar im Blüthner-Saal einen Vortragsabend von Ernst Tojler. Toller wird außer dem Schwalbenbuch aus unveröffentlichten Schriften (Dramen, russisches Reisebuch, Noveilen und Geschichten) lesen. Die Pianistin Bianca Renard und der Rezitator Manfred Geis geben am Dienstag, den 22. Februar, abends 8 Uhr einen Musik- und Rezitationsabend im Grotrian-Steinw.eg-Saal, Bellevuestr. 14. Programm: Schumann, Chopin, Liszt — Chinesische Dichtung, Goethe, Wedekind, Scheerbart, Altenberg, Morgenstern, Busch. Gruppe West, Charlottenburg. Am Montag, den 14. Februar, abends 8(4 Uhr, spricht im Sitzungssaal der Z. V. f. D., Meinekestr. 10, Herr Dr. Kurt Wittkowski über ״Jüdische Erzieh ungspoliti k“. Dieser Vortrag wendet sich an alle Menschen, die an verantwortlicher Stelle sich mit Fragen jüdischer Erziehung zu beschäftigen haben. — Am Donnerstag, den 17. Februar, abends 8«/2 Uhr, spricht im Sitzungssaal, Meinekestr. 10, Herr Kurt R u p p i n über ״Probleme der land Wirtschaftliehen Kolonisation in Palästina“. Mit Hinblick aut den bevorstehenden Kongreß, auf dem Ziel und Methoden unserer landwirtschaftlichen Kolonisation im Mittelpunkt der Erörterung stehen werden, dürfte diese Veranstaltung von außerordentlichem Interesse sein. Frankfurt a. M. Frau Jettka Levy, Berlin, die 2. Vorsitzende des Bundes Zionistischer Frauenvereine, hielt für den Keren Kajemeth in mehreren Städten Süddeutschlands Vorträge über zionistische und jüdische Fragen. Frau Levy sprach am 18. Januar in Frankfurt a. M. und am 20. Januar in Mannheim vor den dortigen Ortsgruppen des Bundes Zionistischer Frauen über ״Die Frau und der Zionismus“, sowie am 23. und 24. Januar in Pirmasens und Offenb a c h über ״Die jüdische Frau und ihre Pflicht zur Gemeinschaftsarbeit“ vor einem geladenen Kreis in der Mehrzahl nichtzionistischer Frauen. Fs gelang Frau Levy durch ihre die Frauen unmittelbar gefühlsmäßig packende und überzeugende Art ihres Vortrags, die Zunörerinnen mit dem Palästinawerk innerlich zu verbinden und die Erkenntnis von der Notwendigkeit der aktiven Mitarbeit zu wecken. K. J. V. Der Kartelltag des K. J.V. findet am 27. und 28. Februar d. J. in Berlin, Kleiststr. 10 (Logenhaus), statt. Die Tagesordnung ist aus dem ״J. St.“ zu ersehen, der dieser Tage zur Versendung gelangt. Freie Jüdische Volkshochschule. Der erste Vortrag von Herrn Gad Shelaso, ״Bibelrezitationen“, in deutscher und hebräischer Sprache fand am Sonntag, den 6. Februar, 12—1 Uhr, in der Synagoge Rykestr. vor einem interessierten Publiktim statt. Herr Shelaso gab besonders in den Psalmen 6, 136, 137 und 150, die er im Urtext vortrug, durch seine dramatisch fesselnde Wiedergabe eine ergreifende Leistung und riß die Hörer zu spontanem Beifall hin. — Der nächste Vortrag am Sonntag, den 13. Februar, 12—1 Uhr, in der Synagoge Lindenstraße, muß leider abgesagt werden, da Herr Shelaso verhindert Lst. Am Sonntag, den 20. Februar, 12—1 Uhr, findet aber im Vortragssaal der Synagoge Fasanenstraße, ein zweiter Vortrag mit anderem Programm statt. — Der Vortrag von Herrn Dr. Fritz Schilf beginnt ab Donnerstag, den 10. Februar, um 439 Uhr, in der Synagoge Fasanenstraße,. — In dem Zyklus ״Müpdliche Buchkritik über Neuerscheinungen der jüdischen Literatur“ wird am Montag, den 14. Februar, Vs®—1/59 Uhr, Synagoge Fasanenstraße, Herr Dr. Torezyner über ,,Bibelwissenschaft“ sprechen. Berlin. Am 7. Februar hat sich in Berlin der ״Klub Radikaler Zionisten“ konstituiert. Der Klub setzt es sich zur Aufgabe, alle Anhänger der Vereinigung Radikaler Zionisten in Berlin zu sammeln und in internen wie in öffentliehen Veranstaltungen die Tendenzen der Gruppe zu vertreten. Der Klub wird wöchentliche ,Sitzungen abhalten; Ort und Zeitpunkt der jeweiligen Veranstaltungen werden bekanntgegeben werden. Die erste Versammlung findet am 1. März statt. Den Vorsitz hat Herr Dr, Max Solowcitschik übernommen. Zuschriften und Beitrittserklärungen sind zu richten an Herrn Benzion Fett, Berlin-Charlottenburg, Kantstraße 34. Der große Jubiläums-Kostümball des Keren Kajemeth Lejisrael gemeinsam veranstaltet mit der B. Z. V. findet am Sonnabend, den 12. merz 1927. un Katsersaaiamzoo statt Zionisten haltet Euch diesen Tag frei! Palestine Touring Club. Ara Mittwoch, den 23. Januar, fand der dritte Klubabend des ״Palestine Touring ־ Club“ statt, zu dem zum ersten Male ein größerer Kreis von Gästen eingeladen wurde. Herr Prof. Dr. Heinrich L o e w e sprach über seine Erlebnisse als Palästina-Tourist in den Jahren 1895—1927. ln anschaulicher und packender Form schilderte er die Veränderungen, die die innere und äußere Gestaltung Palästinas demjenigen offenbare, der das Glück hatte, es in vielen Jahren bei ständigem Aufenthalt und bei vielen Reisen zu betrachten. Die Schilderung von Herrn Prot. Loewe hatte deshalb besonderen Reiz, weil er gerade jetzt wieder im Begriff steht, eine Gruppe von Palästina- Touristen in einer Gesellschaftsreise der ״Hapag“ nach Palästina zu führen. Die Ausführungen von Herrn Prot. Loewe erweckten für die Ziele des Klubs bei seinen zahlreichen Zuhörern das größte Interesse. Ein neues ״Kochbuch für die jüdische Küche“ gibt der Jüdische Frauenbund heraus. Das Buch, das weit mehr enthält als nur Kochrezepte, erleichtert der Hausfrau Köchin oder Wirtschafterin eines größeren Betriebes die Arbeit durch geschickt zusammengestellte Speisefolgen für Wochen- und Festtage, für eintache und anspruchsvoller geführte Haushalte, Heime verschiedener Art und Volksküchen. Für die in den jüdischen Gesetzen wenig bewanderte Hausfrau bringt das Kochbuch eine Zusammenstellung und Deutung der jüdi• sehen Speisegesetze und ihrer Durchführung in Haushalt und Küche, ln dem Hauptteil des Buches wird außer der Angabe erprobter Rezepte das Einmachen, die Säuglings- und Krankenküche sowie die vegetarische Kost besonders behandelt. Das sehr hübsch gebundene, fast 300 Seiten starke Buch ist zum Preise von 3,— M. (zuzüglich Porto- und Verpackungsspesen) erhältlich beim Israelitischen Frauen verein Düsseldorf, Schützenstraße 19. Bei Mindestahnahme von 5 Stuck ermäßigt sich der Preis auf 2,50 M. Sport ״Hakoah“ (Wiesbaden) konnte Infolge der schlechtes Bodenverhältnisse gegen die Ligamannschait des Sportvereins Wiesbaden nur ein 0:0 erzwingen. Die II. Mannschaft schlug Germania-Wiesbaden mit 10 Mann sicher 2:0 und eroberte sich unter zehn Vereinen den dritten Tabellenplatz.