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Jüdische Rundschau · 1927-02-04 · Heft 10 (4.2.1927) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXII (1927)
Issue
Heft 10 (4.2.1927)
Date
1927-02-04
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. io JUED1SCHE RUNDSCHAU Seite 07 Die liberale Attacke gegen da» Pro Palästina - Komitee Von Karl Glaser. Es ist verständlich, daß die Gründung des Pro Palästina-Komitees von jenen jüdisch-liberalen Kreisen, die den Zionismus fanatisch bekämpfen, nicht als jüdischer Erfolg gebucht wird, obgleich oder gerade weil sie auf die jüdische und nichtjüdische Öffentlichkeit Deutschlands zweifellos Eindruck gemacht hat und obgleich oder weil durch sie ein großes jüdisches Werk die Anerkennung aller politisch verantwortlichen Gruppen des deutschen Volkes gefunden hat. Wir haben keinen Grund, daran zu zweifeln, daß breite Schichten des deutschen Judentums im Grunde den Palästina-Aufbau wollen, daß sie dafür tat- und opferbereit sind und daß es nicht leichter ist, diesen immer wieder durchbrechenden Palästinawillen zu unterdrücken, als ihn zur Anteilnahme an dem ״jetzigen“ Palästina-Aufbau zu steigern. Unsere erbitterten Gegner haben nie geglaubt, daß ihre sachlichen Argumente ausreichen könnten, um das Interesse für Palästina und die Sympathie mit jenem kämpfenden Judentum, das unter Schwierigkeiten und Nöten schwerster Art die jüdische nationale Heimstätte aufzubauen sucht, zu beseitigen. Sie haben es daher vorgezogen, vor der ״Gefährdung der staatsbürgerlichen Stellung“ und den seelischen und politischen Konflikten zu warnen, die eine Beteiligung am Palästinawerk im Gefolge haben müßte. Es spricht nicht für die Güte und die Aufrichtigkeit dieser Agitation, daß man glaubt, Erfolge durch einen Appell an die Furcht erringen zu können; jedenfalls scheint man das deutsche Judentum und seine moralischen Qualitäten nicht sehr hoch einzuschätzen. Immerhin konnte dies Argument nur deshalb eine gewisse Wirkung ausüben, weil man es verstand, in jüdisehen Kreisen ein falsches Bild vom Zionis• mus, vom Palästina-Aufbau und ein nicht weniger falsches von der Haltung der politisch ernst zu nehmenden Teile des deutschen Volkes dieser Bewegung gegenüber zu verbreiten. Man hat sich jahrelang bemüht, den Zionismus als ein politisches enfant terrible zu schildern, das leichtfertig die mühsam gegen den Antisemitismus aufgerichteten Dämme niederzureißen sucht, die Zionisten als eine Art von Amokläufern, die Hand in Hand mit den Antisemiten gegen das Heimatrecht der deutschen Juden in Deutschland, gegen die jüdische Gleichberechtigung, kurz gegen alles sich wenden, was in den Jahren nach der Emanzipation errungen worden ist. Jeder Zionist hat schon die Bemerkung zu hören bekommen, daß ״der Zionismus Wasser auf die Mühlen des Antisemitismus“ sei. jeder'־-Zionist-׳•kennt, das Taschenspielerkunststück, mit dem jene liberalen und die ihnen eng verbündeten nationaldeutschen Juden das zionistische Bekenntnis zum jüdischen Volk als ״jüdischvölkisch“ zu denunzieren versuchen, um im deutschen Volk den Eindruck zu erwecken, als sei der Zionismus eine aggressive Bewegung, von der dem Deutschtum Gefahr drohe. Wir haben in• den letzten Monaten genügend Beweise dafür erhalten, wie weit diese Agitation geht und welcher Steigerung sie fähig war. Wenn die nationaldeutschen Juden und w־׳eite liberale Kreise den Fall Badt zum Anlaß nahmen, uro nicht nur die jüdische, sondern auch die allgemeine deutsche Oeffentiichkeit gegen zionistische Staatsbeamte, ja sogar gegen die Möglichkeit, daß ein Zionist Staatsbeamter sein könne, aufzuputschen, wenn wir einen Fall Sonnenfeld erleben mußten, den Versuch, bei einem zionistischen Beamten den Willen zur Pflichtverletzung von vornherein rarauszusetzen, nur wegen seines Zionismus, so können wir deutlich erkennen, worauf man hinaus wollte. Das deutsche Volk sollte dazu veranlaßt werden, zwischen ״gutgesinnten deutschen Juden“ und Zionisten ru unterscheiden; mail wollte für die Gutgesinnten sozusagen das Zuckerbrot des Philoscmitismns, für die Schlechtgesinnten, das sind die Zionisten, die Peitsche des Antisemitismus reservieren. Dieser Plan beruhte darauf, daß eine Unterscheidung zwischen Juden und Juden nach der innerjüdisch-politisehen Anschauung gemacht wird. Deshalb gilt bei den liberalen Extremisten jeder Deutsche, der die zionistisehen Bestrebungen billigt und gar öffentlich billigt, als Feind. Der polnisch assimilantische Abgeordnete Diamant hat dieser Stimmung auch in einer für manche deutschen Juden bezeichnenden Weise Ausdruck gegeben, als er dem Reichstagspräsidenten Loebe, der sich in einer Versammlung in Lodz als Mitglied des deutschen Pro-Palästina-Komitces, Freund des Zionismus und des Palästina-Aufbaus bekannte, höhnisch zurief: ״Sie alle wollen die Juden raushaben!“ Man will nicht einsehen, daß es Deutsche, Engländer, Franzosen, Polen geben kann, die von der großen Idee des Palästina-Aufbaus ergriffen, der zionistischen Bewegung Sympathie und oft mehr als Sympathie entgegenbringen, onne darum Antisemiten zu sein, die die Juden rausTiaben weilen. ’Je׳ Erstaunlich ist freilich, daß jene jüdischen Gegner ׳M Zionismus unter dem Eindruck ihrer eigenen Agi- ,];fon selbst daran zu glauben scheinen, daß Zionismus grf Antisemitismus verwandte Bewegungen seien, die *ministen also eine Art jüdischer Antisemiten. Da sind!Mutsche aller Parteien, die sich als Freunde des Ziokjmus bekennen und feststellen, ״daß der Aufbau der I fJ| Palästinamandat vorgesehenen Heimstätte für das j viilsche Volk als ein Werk menschlicher JVohlfahrt und Gesittung Anspruch auf die deutschen Sympathien und die tätige Anteilnahme der deutschen Juden habe“. Anscheinend ist das unseren Gegnern nicht weitgehend genug, um als Sympathie-Erklärung für die zionistische Bewegung gewertet zu werden: sie suchen uns hinter dem Busch, hinter dem sie selbst sitzen; weil sie den - freilich gescheiterten Versuch gemacht haben, durch Diffamierung des Zionismus sich selbst herausztistreichen, glauben sie, daß auch die Zionisten versuchen müßten, den jüdischen Liberalismus in nichtjüdischen Kreisen schlecht zu machen, wenn und wo sich ihnen die Gelegenheit dazu bietet. Sie buchen — es ist fast ebenso traurig wie komisch - - es als einen Mißerfolg d e s Z i o n i s m u s, daß die Mitglieder des Pro Palästina- Komitees nicht in der schärfsten Form gegen die jüdisch-liberalen und antizionistischen Kreise Stellung nehmen! Uns Zionisten genügt es, zu wissen - und nie wollten wir mehr erreichen! - daß man nicht daran denkt, zwischen Juden und Juden nach ihrer innerjüdischen Haltung zu unterscheiden und daß eine Stellungnahme zu innerjüdischen Fragen deutscherseits nicht in Betracht kommt. Damit ist die antizionistische Agitationslüge zusammengebrochen. Wir haben aber niemals versucht, unsere jüdischen Gegner in der deutschen Oeffentiichkeit als schlechte Staatsbürger oder ähnliches herabzusetzen, wie sie es mit uns taten. Es ist für uns selbstverständlich, daß die nichtjüdischen Freunde des Zionismus, die ihre Sympathie für das von uns getragene Werk bekunden, nicht gegen andere Juden Front machen, am allerwenigsten bezüglich deren Stellung im Staate. Als das deutsche Pro Palästina-Komitee gegründet wurde, hielt es die ״Jüdisch-Liberale Zeitung“ für nötig, den Mitgliedern des Komitees einen Aufsatz zuzuschicken, in dem sozusagen händeringend und in bcschwörender Form noch einmal versucht wurde, den Zionismus als eine vom Standpunkt des Deutschtums aus gefährliche Erscheinung darzustellen. Die Aufforderung, die dem versandten Artikel beilag, die Gründe für den Beitritt zum Komitee darzulegen, ist bezeichnend für den Wunsch, den Empfängern Gelegenheit zu geben, ihren erwarteten Austritt zu motivieren. Nun, nach dem Geständnis der Liberalen ist nicht ein Mitglied aus: getreten. — Von den etwa 70 Mitgliedern des Komitees haben anscheinend nur vier geantwortet. — Von diesen vier Antworten war eine die des Staatssekretärs Puender, die wir an anderer Stelle zur Veröffentlichung bringen; die ״Jüdisch-Liberale Zeitung“ zwingt sich ein Lächeln der Zufriedenheit über diesen ״Erfolg“ ab; sie wird es sich freilich gefallen lassen müssen, als feine Art politisch Farbenblinder betrachtet zu werden, der für rot hält, was allen übrigen Menschen grün erscheint ' '׳'Auch '"feines ׳ im Auszug' äbgedrückten Briefes des Kultusministers Becker werden sich die Liberalen kaum zu rühmen haben. Sollte der von der Liberalen Zeitung zitierte Brief die Antwort auf den ״Offenen Brief“ der Liberalen Zeitung darstellen, dann wäre es immerhin etwas ungewöhnlich, eine solche Antwort nur auszugsweise wiederzugeben. Aber sogar in den von der Liberalen Zeitung angeführten Zitaten erklärt Dr. Becker ausdrücklich, daß er ״an einer zionistischen Betätigung seiner jüdischen Mitbürger irgendeine Beeinträchtigung ihrer staatsbürgerliche» Stellung nicht erblicken könnte“. Er kann ״es durchaus verstehen, daß unsere heutigen jüdischen Mitbürger in dankbarer Erinnerung an die großen Traditionen ihres Volkes und ihrer Religion sich für ein jüdisches Heim auf palästinensischem Boden einsetzen“, und bezeichnet das als eine humanitäre oder historisierende Haltung, die seine volle Sympathie besitze. Daß Herr Becker auch die Tendenzen des Ccntral-Vereins und des libcralen Judentums begrüßt, kann wirklich nur von denen als Einschränkung dieser Stellungnahme betrachtet werden, die wünschen könnten, daß von nichtjüdischer Seite Juden Zensuren über ihre innerjüdische Stellungnahme ausgestellt werden. Die Haltung der beiden־ andere« von der ״Jüdisch- Liberalen Zeitung“ veröffentlichten Briefe ist ganz ahnlieh. Ein nicht namentlich genannter Gelehrter soll geschrieben haben, daß er aus Gründen seiner Unparteilichkeit dem Komitee nicht beigetreten wäre, wenn er gewußt hätte, daß es unter der deutschen Judenheit eine so entschiedene Gegnerschaft gegen den Zionismus gäbe. Aber auch in diesem Brief wird in keiner Weise angedeutet, daß man das Programm des deutschen Komitees Pro Palästina nicht künftighin vertreten wolle. Vier Antworten auf etwa 60 Anfragen und mit diesem Ergebnis! Es scheint, daß die Mitglieder des Komitees doch ganz gut informiert waren. Wir können ehrlich behaupten, daß wir, was in unseren Kräften stand, taten, um die für das Komitee Geworbenen nicht nur über die Fragen des Palästina-Aufbaus sondern auch über die tieferen Motive des Zionismus und über die ganze Problematik des modernen Judentums aufzuklären. Mehr noch: wir glauben, gute Arbeit in der Bekämpfung des Antisemitismus geleistet zu haben. Es ist uns gelungen, Menschen, die keine Freunde des Judentums waren, Achtung vor einer jüdisehen Sache beizubringen. Die Richtigkeit der von uns stets vertretenen Ansicht, daß durch eine große konkrete Leistung und durch die tätige Bekundüng der Treue zum eigenen Volkstum der Respekt der nichtjüdischen Welt erworben wird, und daß nur auf diesem Wege ein besseres gegenseitiges Verstehen und Zusammenleben erzielt werden kann, hat sich in der Praxis vielfach, und auclj diesmal, bestätigt. Die antisemitische Presse freilich betrachtet die Gründüng des Pro Palästina-Komitees als eine Niederlage. Deutsche Zeitung, Deutsches Tageblatt und Zeitungen gleicher Richtung wenden sich scharf gegen die An* gehörigen rechtsstehender Parteien, die dem Komitee beigetreten sind. Man hat uns vorgeworfen, daß wir ״Antisemiten“ zum Beitritt aufgefordert haben und insbesondere auf Werner Sombart exemplifiziert. Somhart hat in seinen wissenschaftlichen Werken eine besondere Befähigung des jüdischen Volkes zu hindlerischcr Betätigung festgestellt und nachgewiesen, daß diese Befähigung Grundlage einer wirtschaftlich-schöpferischen Leistung war. Man kann über den Wissenschaftliehen Wert der Sotnbartschen Bücher streiten; wann aber, fragen wir die ״Jüdisch-Liberale Zeitung“, hat Sombart die Juden als ״ein verachtenswertes Händlervolk“ bezeichnet? Wir sind nicht Sombarts Verteidiger und finden es wahrhaft köstlich, daß die ״Liberale Zeitung“ aus dem Pro Palästina-Komitee einen Fall Sombart macht; aber wenn der Satz hervorgeholt wird, die Juden sollten ״den Takt haben, von der Gleichberechtigung keinen Gebrauch zu machen“, so bedauern wir, daß zur Stützung dieses Satzes, den wir nicht billigen, gerade von jüdisch-liberaler Seite soviel Material beigebracht wurde. Man erinnere sich an zahlreiche Kundgebungen liberaler Juden zur Zeit der Revolution und noch später, die dafür plädierten, die Juden sollten den ״Takt“ haben, auf Aemter und öffentliche Funktionen, die ihnen nach Gleichberechtigung zweifellos offen stehen, zu verzichten; noch heute hört man oft solche Aeußerungen, die genau dasselbe besagen, was Sombart meinte, von liberalen Juden. Und bekanntlieh hat ein jüdischer Wirtschaftsführer es selbst für nötig gehalten, vor Gericht zu bekunden, daß er den — Takt hat, in seinem Geschäft die Prozentnorm für jüdische Angestellte einzuhalten! Also man kehre zuerst vor der eigenen Türe, ehe man mit Kanonen auf Spatzen schießt. Aber dies ist fürwahr eine unwichtige Einzelheit. Wichtiger ist die Frage, worauf diese für das Judentum selbstmörderische, von engstem Parteigeist diktierte Politik eigentlich abzielt. Die ״Jüdisch-Liberale Zeitung“ sciiätzt die Männer, die dem Pro 'Palästina- Komitee beigetreten sind, wahrscheinlich nicht eben hoch ein, wenn sie glaubt, daß sie uniformiert einen immerhin für sie persönlich nicht ganz bedeutungslosen Schritt getan haben, ln manchen nicht unbedeutenden Körperschäften ist die Frage des Beitritts verantwortlicher Vertreter eingehend beraten worden. Die Mitglieder des Komitees wollen ein konkretesWerk, eine politischkonstruktive, unter der Aegide des Völkerbundes vor sich gehende, dem menschlichen Fortschritt und der Wohlfahrt dienende Aktion unterstützen. Sie haben nicht die Absicht, zu in 11 er jüdi selten Streitfragen Stellung zu nehmen und sind von zionistischer Seite dazu nicht aufgefordert worden. Noch weniger hat das Komitee Anlaß, sich mit dem Problem der Eingüederung des deutschen Judentums in Deutschland zu befassen. Dies fällt nicht in seine Kompetenz. Nun aber kommen die ״liberalen Juden“ und versuchen, die Mitglieder des Komitees in den innerjüdischen Parteikampf hineinzuziehen; wir würden als Juden sehr bedauern, wenn diese Zumutung die Folge hätte, daß eine jüdische Gruppe die Behandlung erfährt, die sie selbst provoziert hat. Wir wollen inneren Frieden und Wahrung der jüdischen Würde nach außen. Wie man beides nicht bewirkt, sollten die Liberalen aus dem Fall Sonnenfeld gelernt haben. Es ist tief bedauerlich, daß trotzdem das Judentum fortgesetzt diskreditiert wird durch den Versuch der Bloßstellung von Juden durch Juden. Jeder klarblickende Nichtjude wird leicht erkennen, wo hier die destruktive Tendenz am Werke ist und wo der Wille zu konstruktiver, positiver Leistung. Sorge am das deutsche Volk Freunde unseres Blattes schicken uns folgende Einladung: Einladung (zugleich nicht übertragbare Eintrittskarte) zu einer am 8, Februar 1927, abends 8 Uhr, im Logenhaus, Joachimsthaler Straße 12a (Nähe Kurfürstendanun), stattfindenden Kundgebung mit Aussprache, Thema: Das deutsche Volk, und die Gefahren der i Palästina Werbung. Hauptredner: Herr Prediger Dr. Karl Rosenthal (Berlin), Herr Pfarrer und Privatdozent Uz. Dr. Haack (Breslau). Anschließend freie Aussprache. Diese Karte ist am Saaleingang unaufgefordert abzugeben. Für den vorbereitenden Ausschuß: Carl Aronsohn. Justizrat Bernhard Breslauer, Rechtsanwalt Dr. Gallmer, Dr. Moritz Garbäty, Prof. Dr. S. Ginsberg, George Goetz, Stadtrat Max Herzberg, Rechtsanwalt S. Hambürger, Amtsrichter Dr. Arthur Lilienthal, Rechtsanwalt Dr. Max Mayer. Direktor Hugo Ostberg, Rechtsanwalt Dr. Max Naumann, Emil Pincus, Landrichter Dr. Joachim Seligsohn, Direktor Dr. Julius Werther, Sanitätsrat Dr. Alfred Peyser, Bruno Woyda. * Extrem-liberale und nationaldeutsche Juden haben sich also in trautem Verein zusammengefunden, um das deutsche Volk vor der schrecklichen Gefahr zu warnen, die ihm durch das in seiner Mehrheit aus nichtjüdischen Mitgliedern bestehende Deutsche Komitee Pro Palästina_ droht. Deutsche Minister, Auswärtiges Amt, Professoren, Künstler und Politiker aller Parteien sind blind gegenüber den bösen Absichten der Zionisten und man muß diese Verblendeten auf den richtigen Weg der Wahrung deutscher Belange zurückführen. Wir glauben nicht, daß in einem anderen Lande etwas Aehnücnes möglich wäre. Aber politische Instinktlosigkeit, die Herrn Sonnenfeld seine Briefe schreiben ließ, macht auch die Einberufung dieser Protestversammlung erklärlich.

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