Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1927-02-04 · Heft 10 (4.2.1927) · page 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXII (1927)
Issue
Heft 10 (4.2.1927)
Date
1927-02-04
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2651273-2652877-2652887--18875-2676688
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Seite 68 }UEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 10 Erlauben Sie mir. dass ich mich mit einer ernsten Bitte an all die Tausende Männer und brauen des grossen Landes wende, die im Verlaut von mehr als zehn Jahren freiwillig die Verantwortung und die Last für die grauenrolle jüdische Lage in Osteu'opa 1m Ktiege und nach dem Kriege getragen haben: Mögen sie alle die Mißstimmungen vergessen und daran denken, dass wir Juden durch ein historisches Band und durch Verantwortung iür unsere Zukuntt aneinander gebunden sind. Der Friede tut uns dringend not, der Friede zwischen all •n!Gälten des amerikanischen Judentums, damit wir jene Einigkeit erreichen, die allein in dem höchsten Interesse des gesamten jüdischen Volkes hier wie überall gelegen ist,“ Marshalls Antwortschreiben Mit aufrichtiger Freude habe ich Liren Brief empfangen, der eine Botschaft der Freundschaft und einen Appell für Frieden und Einigkeit unter den Juden enthält. Ihre Worte haben eine vertraute Saite in meinem i ierzcu, sowie in den Herzen aller derjenigen, mit denen ich zu gemeinsamem Ziel verbunden bin, erklingen lassen. Wir haben fast geglaubt, daß ein bleibender Geist an Harmonie und gegenseitigen Verständnisses und Vertrauens unter den Juden Amerikas erzeugt worden ist als direkte Konsequenz Ihrer Anstrengungen zur Hilfe für Ihre notleidenden Brüder im Ausland. Aus diesem Grunde waren wir pzinlichst berührt durch die von Ihnen erwähnten Verhältnisse, die während des größeren Teiles der letzten 13 Monaten herrschten und den von uns allen hochgehaltenen Zielen ernste Geiahr zu bringen drohten. Unter denkenden Menschen ist eine vollkommene Ucberelnstimmung eine Unmöglichkeit. Möglich ist aber stets ein Respektieren der Meinung des anderen. Eine aufrichtige und in höflichen Formen geführte Diskussion ist wünschenswert, allein ein mit Bitterkeit geführter Parteikampf kann jede Zusammenarbeit unmöglich machen. Sie haben nun in Ihrem Schreiben eine genaue Diagnose der Lage gegeben und sind mit gerechter, taktvoller und durch- Ereifender Methode, sowie mit Klarheit und Offenheit an die ösung der Schwierigkeiten herangegangen. Dies ist für ihre Person charakteristisch und erhebt Sie auf die hohe Stufe des Friedenbringers und aufbauenden Führers. Im Namen meiner Freunde und in meinem eigenen Namen spreche ich Ihnen den tiefsten Dank für Ihr Schreiben aus; wir ergreifen mit Freude die uns dargereichte Friedenshand und sehen in Ihrer Tat den überzeugenden Beweis dafür, daß der Kampf in den Reihen des amerikanischen Judentums aufgehört hat. Mögen die früheren Meinungsverschiedenheiten in Vergessenheit sinken und der Friede ungestört bleiben, auf dem — wie unsere Weisen sagten —־ die Welt erbaut ist, von welchem aber auch die Existenz von Juden und Judentum abhängig ist. Mit wiederhergesteifter Brüderlichkeit werden wir wieder die Kraft find :11, Freunden wie Feinden darzutun, daß wir in Einigkeit weiterhin unsere bedeutende Beisteuer zu Zivilisation, Kultur und Wohlfahrt der Menschheit leisten werden. * RW, Berlin, 3. Februar 1927. Die Uebermittiung des vollen Wortlautes des lieber־ einkommens zwischen Weizmann und Marshal! ergänzt das lückenhafte Bild, das durch die telegraphischen Berichte entstanden war. Wir haben vor uns ein überaus ernstes und folgenschweres Dokument, das viel zu wichtig ist, als daß man es einfach als ein neues Objekt parteitaktischer Vorstöße gebrauchen dürfte, was leider bereits nach den ersten Telegrammen reichlich geschehen ist. Die zionistische Welt hat den neuen Pakt ira Lichte der heutigen Lage zu prüfen. Das von Weizmann und Marshall nach längeren Verhandlungen am 17. Januar Unterzeichnete Abkommen stellt sich dar als direkte Fortsetzung der ersten Schritte wegen Erweiterung der Jewish Agency. Das Dokument wiederholt zunächst die Beschlüsse der über* parteilichen Konferenzen vom Februar 1924 und März 1925, und bekräftigt sodann nochmals im Sinne dieser Beschlüsse, daß die Erweiterung der Jewish Agency wünschenswert und durchführbar ist, wobei ausdrücklieh auf die Beschlüsse des Zionistenkongresses vom August 1925 Bezug genommen wird. Statt jedoch sich nun wieder in Diskussionen über die Art der Zusammensetzung und Organisierung des jüdischen Rates bzw. der erweiterten Agency und in kasuistische Erörterungen organisatorischer Einzelheiten einzulassen, geht nun der neue Vertrag sofort in medias res. Seltsamerweise hat bisher die Frage der Zusammen* Setzung der Agency eine viel größere Rolle gespielt als die konkrete Frage der Aufgabe der Agency. Manche Zionisten stellten sich einfach vor, daß das heutige Palästina-Budget des Keren Hajes&od, vielleicht etwas erhöht, nun zum Teile von den Nichtzionisten übernommen werden wird. Dies wäre kaum eine adä* quate Aufgabe für die neue Körperschaft Wenn viel* mehr die Jewish Agency unter Einbeziehung aller pa* lästinophilen Juden neu konstituiert wird, dann muß es klar sein, daß diese Körperschaft die Auf* gäbe hat, die jüdische nationale Heimstätte im Sinne des Mandates zu einer Wirklichkeit zu machen, und zwar in absehbarer Zeit. Das bedeutet, daß alle ökonomischen Möglichkeiten des Landes erforscht und ausgenützt werden und die dafür erforderlichen Mittel bereitgestellt werden müssen. Während die gegenwärtige Jewish Agency in ökonomischer Hinsicht zur Machtlosigketi verurteilt war, weil die jeweiligen Aufgaben ihre materiellen Kräfte stets um ein Vielfaches überstiegen, so daß wir von einer Krise in die andere taumelten, muß die neue Agency ihre Arbeit nach einem genau erwogenen und ausgearbeiteten Plan durchführen, der alle Erfordernisse und Möglichkeiten in Rechnung stellt Die Tätigkeit der Agency muß auf das Ganze gerichtet sein, sie muß eine Art wirtschaftlichen Oeneralstabs haben, der unter Berücksichtigung aller Realitäten des Landes allmählich die offenstehenden Wirtschaftsposi* tionen besetzt. Eine solche wirklich großzügig kolonisierende Instanz muß vorausschauend für Jahre Vorarbeiten; sie wird, um nur ein Beispiel zu erwähnen, alle Möglichkeiten des Pflanzungsbaus, dieser heute aussichtsreichsten Industrie Palästinas ins Auge fassen, was jedoch eine Wartezeit von mindestens sechs Jahren in sich schließt Die Aufgaben dieses wirtschaftlichen Generalstabs soll die Experten* Kommission übernehmen, von der wir bereits berichtet haben. Nach Vorlage des Planes soll die Agency formell konstituiert werden, wobei freilich vorausgesetzt wäre, daß man auch in anderen Ländern inzwischen soweit kommt wie in Amerika. Freilich ist noch ein sehr wichtiger Punkt offen, über den in dem Pakt ebensowenig gesagt wird wie in den vorhergehenden Beschlüssen: die Frage der Höhe der budgetierten Mittel. Es kann kein Zweifel bestehen, daß die Kommission zwar einen Be* siedlungsplan ausarbeiten kann, daß aber die Durch* führung des Planes und das Tempo letzten Endes von der Höhe des Budgets abhängig sind. Die zionistische Welt und alle Palästinafreunde erwarten, daß nach Ausarbeitung des Pianes ein Budget gesichert werden kann, das wirklich konstruktive Arbeit und rasches Fortschreiten beim Aufbau der Heimstätte gewährleistet. Es ist als ein großer Fortschritt in den Agency- Verhandlungen zu werten, daß bereits von der Art der Durchführung der konkreten Palästina- Arbeit die Rede ist. Wäre dieser Schritt unmittelbar nach dem letzten Zionistenkongreß erfolgt, so wäre er zweifellos allgemein als großer Erfolg der Agency- Politik gewertet worden. Heute freilich standen wir vor anderen Verhältnissen. Die Verhandlungen sind nach dem Zionistenkongreß ins Stocken gekommen, weil das Joint Distribution Gomraittee, das seine Tätigkeit für Osteuropa bereits eingestellt hatte, sich durch die bedauerliche Verschlimmerung der Lage der Juden im Osten zu einer neuen großen Hilfsaktion veranlaßt sah. Im Vordergründe erschien das sogenannte Krimprojekt, von antizionistisch-bundistischer Seite geschickt gegen Palästina ausgespielt, und ein Teil der Zionisten, in begreiflicher Aufregung und Sorge um Palästina, ist auf die Provokation hincingefailen und hat sich zu einem scharfen Kampf gegen das Krimprojekt verleiten lassen, der natürlich sich auch gegen die Protektoren des neuen Hilfswerkes, die führenden Männer des J. D. C wandte, üieselhen Menschen, die im Rahmen der Agency für Palästina zu wirken versprochen hatten. Die Agency- Gegner im Zionismus begrüßten diese Entwicklung. Zunächst schien es, als sei die entstandene ״Kampfstimmung“ der zionistischen Sache günstig; aber bald mußte offenbar werden, daß ein solcher Kampf zweier konkurrierender Geldaktionen schließlich beiden Teilen schaden muß. Das greifbarste Resultat des Kampfes war eine Entfremdung der beiden Gruppen und Dr. Weizmann, der den Kampf nicht befürwortet hatte, hatte nun in diesem Winter die delikate und undankbare Aufgabe, die alten Verhandlungen ..weiterzuführen und die Kämpfe der letzten Zeit zu einem Abschluß zu bringen. Die äußerst schwierige Lage in Palästina, die gebieterisch einen neuen kolonisatorischen Vorstoß fordert, wenn nicht eine entmutigende Stagnation ein treten soll, trug dazu bei, die Friedensverhandlungen zu fördern. Ehr. Weizmann hat als echter Staatsmann erkannt, daß in einem solchen Augenblick Prestigemomente keine Rolle; spielen dürfen. Ein Friedensschluß zweier kämpfender Parteien ist nur durch beiderseitige Konzessionen möglich. So haben wir das neue Abkommen als ein regelrechtes Friedensinstrument aufzufassen, dessen Bestandteil auch der Briefwechsel zwischen Weizmann und Marshall bildet, welcher der Unterzeichnung des Abkommens vorausging und zugleich mit ihm veröffentlicht wird. Der Text dieser Briefe war offenbar gleichfalls vereinbart In dem Kampf da־ amerikanischen Zionisten gegen das Krimprojekt spielte die Formel vom ״Priraat Palästinas“ eine große Rolle. Der Primat Palästinas ist eine selbstverständliche Forderung jedes Zionisten, ja seine Anerkennung kann geradezu als das Merkmal des Zionisten bezeichnet werden. Demgegenüber ist aber schon reiii begrifflich klar, daß ein ״Nichtzionist“ ein Mensch ist, der den Primat Palästinas im jüdischen Leben nicht anerkennt selbst wenn er Palästina für sehr wichtig hält und dabei mitzuarbeiten wünscht Die Verwirrung, die bezüglich dieses Begriffes ״Primat Palästinas“ in der Leidenschaft des Kampfes entstanden war, wird durch die Weizmannsche Erklärung beseitigt. Es ist ein Zeichen von bewundernswerter Disziplin und Verantwortungsgefühl der amerikanischen Zionisten, daß sie im Interesse des Aufbaus Palästinas sich mit diesem Zugeständnis einverstanden erklärt haben. Der Satz in Weizmanns Brief, der die Bereitschaft zur Zusammenarbeit auch mit solchen Juden, die den Primat Palästinas nicht anerkennen, ausspricht, ist bereits Gegenstand lebhafter Kritik gewesen, auch in der palästinensischen Presse. Es ist klar, daß hier ein Punkt ist, wo die Gegenagitation einsetzen kann. Und doch besagt der Satz nichts anderes als was stets im Wesen der ״Bündnispolitik״ lag und implicite vom Zionistenkongreß gebilligt wurde: die Zusammenarbeit mit Nicht- Zionisten beim praktischen Aufbau Palästinas ohne Gesinnungsopfer von der einen oder anderen Seite. Die weltanschauliche Auseinandersetzung der Richtungen im Judentum geht selbstverständlich weiter; sie ist etwas ganz anderes als die praktische Zusammenarbeit an einem konkreten Werk, dessen allgemein jüdische Bedeutung von allen Teilen anerkannt, wenn auch vielleicht verschieden gedeutet wird. Die Wiederherstellung des Friedens im amerikanischen Judentum wird allgemein mit großer Befriedigung aufgenommen werden. Das amerikanische Judentum als mächtigster Teil des jüdischen Volkes hat so ungeheure Aufgaben zu erfüllen, daß es sich nicht in sinnlosen Kämpfen aufbrauchen kann.* Eine der Aufgaben der amerikanischen Juden, in unseren Augen die vornehmste, unter historischem Aspekt bedeutungsvollste, ist der Aufbau Palästinas. Alle, die der Ansicht sind, daß unser nationales Heim in den nächsten 15 Jahren zu unerschütterlichem Bestand gebracht werden muß, müssen alles dazu tun, um das neue Abkommen zu unterstützen und wirksam zu machen und die ins Auge gefaßten praktischen Maßnahmen mit größter Beschleunigung zur Durchführung zu bringen, damit die Arbeit in Palästina eine neue Wendung nimmt. Felix Warburg ln Palästina Wie der Ziko aus Jerusalem unter dein 31. telegraphiert wird, hat Felix Warburg Palästina Montag wieder verlassen. Sonntag stattete Felix Warburg dem Hauptbüro des Keren Hajessod einen Besuch ab, wo er eine Besprechung mit dem Keren Hajessod-EHrektorium hatte. Auf der Sitzung der zionistischen Palästina-Excku - t i v e, der Felix Warburg beiwohnte, hörte er einen Bericht über die Lage in Palästina an. In seiner Rede unterstrich Felix Warburg seine Anerkennung für die zionistiseben Leistungen in Palästina und gab seiner vollsten Sympathie für das Aufbauwerk Ausdruck. Er schilderte das Zustandekommen der erweiterten Jewish Agency durch Weizmanns Bemühungen und versprach auch für weiter seine aktive Mithilfe. Felix Warburg erklärte vor dem Verlassen des Landes den Vertretern der palästinensischen Presse, daß die großen von ihm gesehenen Fortschritte, die in den drei Jahren seit seinem früheren Besuch in Palästina überall erzielt worden sind, tiefen Eindruck auf ihn gemacht haben. Er habe das vollste Vertrauen, daß ungeachtet der gegenwärtigen Krise die Arbeit des jüdischen Volkes das Land baldigst zu neuer Blüte bringen wird. Die landwirtschaftlichen Siedlungen zeigen einen gesunden Fortschritt. Die Entwicklung der landwirtschaftlichen Industrie biete große Möglichkeiten. Das Interesse Amerikas am Wiederaufbau Palästinas sei im Zu nehmen begriffen. Die Verhandlungen über die Erweiterung der Jewish Agency versprechen den gewünschten Erfolg. Die Sacliverständigen-Kommission werde ins Land kommen, u m im Geiste der schöpferischen Mithilfe den besten Weg für die Erreichung des zionistisehen Zieles zu finden. Er hoffe, daß die Kommission unter Mitarbeit des Jischuw die Grundläge legen werde für die Erreichung des Ziels im Laufe von zehn Jahren. Jerusalem, 30. Januar (J. T. A.) Felix M. Warburg und Gattin, sowie die in ihrer Gesellschaft befindlichen amenkanischen Gäste, wurden von Lord Plumer empfangen. Am vergangenen Freitag stattete Lord Plumer Herrn und Frau Warburg einen Gegenbesuch 8b und nahm an dem Ifau» zu Ehren gegebenen Lunch teil. Am heutigen Sonntag fand zu Ehren von Felix M. Warburgs im Hause des Dr. Magn es ein festlicher Empfang statt, an dem die führenden Persönlichkeiten Palästinas tellnahmen. C0L Wedgwood ln Prag Prag, 31. Januar. Sonntag fand hier in Anwesenheit von ungefähr 100 Delegierten und bei Teilnahme von Col. Josiah Wedgwood und desAbg.Jizchak Grünbaum die dritte Konferenz des tschechoslowakischen Keren Haj'essod statt. Nach eingehender Erörterung der Lage Palästinas wurde von allen Seiten die Notwendigkeit der Erhöhung der Keren Hajessod-Eingänge festgestellt. Die Stimmung der Konferenz zeichnete sich durch Entschlossenheit und den Willen, alle Kräfte für die Erzielung erhöhter Leistungen einzusetzen, aus. Am Vorabend der Konferenz fand ein Massenmeeting statt, auf dem die Reden vpn Col. Wedgwood und Grünbaum den stärksten Eindruck machten«. Die jüdische und nichtjüdische Öffentlichkeit, wie auch die politischen Kreise brachten den hier berührten Fragen ihr lebhaftestes Interesse entgegen. Sonnabend fand bei Beteiligung führender Abgeordneten und Senatoren ein Empfang durch das Syndikat der Journalisten statt. Sonntagabend wurde ein Keren Hajessod- Bankett veranstaltet, an dem der britische Geschäftsträger und die führenden Persönlichkeiten der jüdischen Gesellschaft teilnahmen. Montag hatte Col. Wedgwood eine längere Unterredung mit dem tschechischen Außenminister Benesch und nahm dann an einem ihm von der tschechischen Sozialdemokratie gcgebenen Mittagessen teil. An die Prager Reden und Empfänge Col. Wedgwoods schloß sich eine Reihe von Provinzialveranstaltung e n an, so Montag in Teplitz, Dienstag in Pilsen und Donnerstag in Karpathorußland. Die gesamte tschechische und deutsche Presse bringt ausführliche Artikel, in denen das Wirken Col. Wedgwoods und das Werk des Zionismus gewürdigt werden. Der glänzende Erfolg all dieser Veranstaltungen läßt auch bcdeutende materielle Ergebnisse erhoffen. Das Keren Hajessod-Baokett in Paris Wir haben in der vorigen Nummer über das zu E*. Nabum Sokolow in Paris veranstaltete Bankett des xj. zösischen Keren Hajessod-Komitees berichtet Es ist /!!tragen, daß an diesem Bankett 180 prominente Franz©: teilnahmen. darunter der Präsident des Keren Hajessod- Frankreich, Dr. Zadoc Kahn. Prof. Victor Basch, Pr. dent der Liga für Menschenrechte, sowie F. Corcos 1 Ascher appellierten in ihren Ansprachen an die französ scl Juden, an dem jüdischen Aufbauwerk in Palästina tcilzunch י Der katholische Professor Langevin sagte, die Bese!«« Palästinas durch das jüdische Volk wäre für die gec Menschheit ein großer Gewinn. Nach der Rede So ko wurden 20000ח Frcs. für den Keren Hajesso(; r sammelt. rj^ tt

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.