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Jüdische Rundschau · 1927-02-04 · Heft 10 (4.2.1927) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXII (1927)
Issue
Heft 10 (4.2.1927)
Date
1927-02-04
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Einzelnummer 0J5 Goldmark JÜDISCHE RUNDSCHAU Redaktion und Verlag Berlin W 15, Meinekestraße 10. Erscheint jeden Dienstag und Freitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 1,85 Goldmark, vierteljährlich 5,25 Goldmark. AutlandsabcmnemeaU werden io der Wlhniüs? der efnielaea Länder berechnet Nummer 10 | Berlin, 4. II. 1927 Anzeigen - Verwaltung Jüdische Randachan G. m.b. H., Berlin W15, Meinekestr.10 Telephon: Amt Bismarck 7165—70. Anzeigenpreis! 8 gespaltNonpareiilsreiU 0,50 Stell*nge*ucba 0,23 G,*M״ AnzfigensclüitSi Dienstag und Freitag nachmittag 4 Uhr. Telephon: Bismarck 7165 - 70. Postscheckkonto: Berlin Nr, 17392. Für Otilerreid» F’onUpark»«»-nainl Wien, Konto Nr, 136330. Für T 1eh»cho*lowal(si PoiUpvkiMenunt Prnö, Konto Nr. 5? 410. Für Polen: PostipnrkuMnunt Wninch*«, Konto Nr. IW 708. RedaktionsschluO Sonntag und Mittwoch nachmittag. ס אדר א'- תרפ״ן | xxxii, jahrg. Per IIobIiwui erstrebt Mrda» jtltilscti• Volk die Schaffung einer öffentlich rechtlich gesicherten Heimstätte In Palästina. ״Baseler Programm.** Das neue Jewish Agency - Abkommen Der Wortlaut der Vereinbarung zwischen Weizmann und Marshall Die ITA veröffentlicht nunmehr den genauen Text der Vereinbarung zwischen Weizmann und Marahall, über deren wichtigsten Inhalt, den Plan einer gemeinsamen Experten- Kommission zur Aufstellung eines Wirtschaftsplans für Palästina, wir bereits mehrfach berichtet haben. Das Abkommen, das Weizmann in der grossen Versammlung am 17. Januar in New York anlässlich der Eröffnung des United Palestine Appeal, verlesen bat, lautet: Das Abkommen Die neuerlichen Verhandlungen zwischen der Zionistischen Organisation und den Repräsentanten der ״Unparteiischen Konferenz zur Erörterung der Palästina-Probleme“ betreffend die Bildung der Jewish Agency für Palästina haben jetzt ein Stadium erreicht, in welchem es als notwendig erscheint, die Ergebnisse aller gepflogenen Unterhandlungen der Oeffentlichkeit zu unterbreiten. Es soll zunächst daran erinnert werden, dass die am 17. Februar 1924 im Hotel Astor zu New York abgehaltene ״U!!parteiische Konferenz zur Erörterung der Palästina-Probleme“ die folgenden Entschlüsse angenommen hat: In Anbetracht dessen, dass das Palästina-Mandat des Völkerbundes in Artikel 4 bestimmt, dass die Zionistische Organisation hei der Durchführung der Bestimmungen des Mandats die Mitwirkung aller Juden erstreben soll; in Anbetracht ferner, dass die Zionistische Organisation vorgeschlagen hat, dass Nichtzionisten in die Jewish Agency eintreten — wird beschlossen, dass der Vorsitzende ein aus 7 Personen bestehendes Komitee ernennen solle, mit der Vollmacht, sich durch andere Personen zu ergänzen; das Komitee hat die Aufgabe, die Frage der Jewish Agency zu studieren und einen Plan auszuarbeiten, laut welchem die amerikanischen Juden der Jewish Agency beitreten. Dieses Komitee hat die Vollmacht, mit der Zionistischen Organisation und mit anderen Körperschaften zu verhan- , ginge die JCrfsichiiag 4c«,2״!eV «rmöglic^ewclen Plan’ «iteusteittu, "Es wird feriir bö»ebiA«e»t'aäss 'dieses' Komitee in einer zweiten Sitzung dieser Konferenz oder auf entsprechendem anderen Wege über die Ergebnisse Bericht erstattet. Io der am L Mai 1925 abgehaltenen zweiten Konfere nt, die den Bericht des von der ersten Konferenz (Februar 19241 ernannten Komitees entgegennehmen sollte, wurden die folgenden Entschlüsse gefasst: In Anbetracht des Artikels 132 des Friedensvertrages, unterzeichnet in Sevres am 10. August 1920, laut welchem die Türkei auf alle ihre Rechte in Palästina zugunsten der Alliierten Mächte verzichtet, sowie in Uebereinstimmung mit Artikel 95 des Vertrages, wonach England als Mandatsmacht die Verwaltung Palästinas anvertraut wurde, mit der Verpflichtung, die Balfour-Deklaration gemäss der im Vertrag anerkannten historischen Verbindung zwischen dem jüdischen Volke und Palästina zu verwirklichen; in Anbetraebt ferner, dass gemäss Artikel 4 des Palästina-Mandats die Anerkennung einer Jewish Agency als öffentlicher Körperschaft vorgesehen ist, deren Aufgabe es ist, mit der Palästina-Administration zusammenzuarbeiten, um solche ökonomischen, sozialen, nationalen und andere Bedingungen zu schaffen, die die Gründung eines jüdischen nationalen Heims in Palästina fördern sollen; im ferneren Betracht, dass die Zionistische Organisation als Jewish Agency anerkannt worden ist mit der Direktive, im Einvernehmen mit der Mandatsregierung ein Zusammenwirken aller Juden, die an dem Aufbau des jüdischen nationalen Heims mitzuwirken bereit sind, herbeizufübren; in Anbetracht weiter, dass die Zionistische Organisation in Uebereinstimmung mit Artikel 4 des Mandats die Bildung einer erweiterten Agency vorgeschlagen hat, in der den Nichtzionisten eine entsprechende Vertretung zugesichert wird in der Weise, dass sie an den Privilegien und Verpflichtungen der Jewish Agency teilhaben; sowie im Hinblick darauf, dass auf einer am 17. Januar 1924 in New York abgehaltenen Konferenz amerikanischer Juden beschlossen worden ist, einen Plan der Teilnahme der amerikanischen Judenbeit an der Agency aufzustellen und ein Komitee zu ernennen, welches die Verhandlungen mit der Zionistischen Organisation führen soll — inzwischen haben auch die jüdischen Gemeinden Europas Schritte zur Erreichung dieses Zieles unternommen —; in Anbetracht endlich, dass die Unparteiische Konferenz wieder zusammengetreten ist und den Bericht ihres Komitees entgegennahm und erörterte, — wird beschlossen; Erstens: Der Bericht des Komitees und seine Vor- Schläge werden im Prinzip angenommen; Zweitens: Zwecks Durchführung des im Bericht vorgesehenen Planes ernennt die Konferenz ein aus 12 Personen bestellendes Organisationskomitee, dessen Mitglieder der Zionistischen Organisation nicht angehören, die aber mit her Zionistischen Organisation zusammenzuarbeiten bereit Ijind, zu dem Ziele, die volle Beteiligung der amerikanischen iJudenheit an der Jewish Agency herbeizuführen. Das ,Komitee wird instruiert, seine Arbeit nach folgenden 1Gesichtspunkten zu führen: a) Es wird eine Jewish Agency fia Uebereinätimmung mit dem Mandat geschaffen, die aus einem Rat und einer Exekutive besteht, in der Weise, dass 1 in beiden Körperschaften Vertreter von Nichtzionisten und 'Verantwortlichen jüdischen Organisationen Amerikas nach Hem folgenden Verhältnis vertreten sein sollen: b) 60% 1er Mitglieder des Agency-Rates werden durch die Zioni- Geiste des Mandats mitzuwirken bereit sind, ernannt Von den nichtzionistischen Mitgliedern des Agency-Rates sollen 40% das amerikanische Judentum vertreten, wobei jene Amerikaner, die von der Zionistischen Organisation gewählt werden, nicht eingerechnet sind, d) 50 % der Mitglieder der Agency-Exekutive, die die Geschäfte der Jewish Agency zu führen haben wird, sollen durch die Zionistische Weltorganisation und 60% vom Rat der nichtzionistischen Körperschaften, die die Verantwortung in der Jewish Agency mittragen, gewählt werden, e) Die Mitglieder des Rates und der Exekutive der Agency haben das Recht, sich bei der Abstimmung durch eine andere Person vertreten zu lassen. Drittens: Sobald die Mehrheit der erwählten Mitglieder des Agency-Rates, die die nichtzionistischen Körperschäften repräsentieren, erklärt haben, die Wahl anzunehmen, soll eine Konferenz der amerikanischen Mitglieder des Agency-Rates abgehalten werden. Viertens: Diese Konferenz soll darüber beraten, ob es wünschenswert sei, den Keren Hajessod zu einem Instrument der Jewish Agency zu machen im Hinblick' auf jene finanziellen Angelegenheiten, die der Jurisdiktion der Agency unterstehen, ferner in Bezug auf die Zusammenfassung der verschiedenen öffentlichen Arbeiten, die sich von den anderen ökonomischen Unternehmungen des Aufhaus Palästinas unterscheiden. Aus hier nicht näher zu erörternden Ursachen wurden die in den Resolutionen enthaltenen Pläne bisher nicht durchgeführt, hauptsächlich deshalb weil man es als notwendig ansah, zunächst genaue Informationen über die mit der Agency zusammenhängenden Tat«achefa und Probleme einzuholen, nicht.aber deshalb, weil man etwa an der Wichtigkeit der Agency-Bildung gezweifelt hätte Im Verlauf der letzten zwei Monate wurde eine Reihe Konferenzen abgehalten, in denen Uber eine wirksame Methode für die Uebernabme der Arbeit beraten wurde. Nach einer sehr sachlichen und vorsichtigen Diskussion erklärten sich alle Teilnehmer der Konferenz im Prinzip damit einverstanden, _ dass ß» wta!elwn#yert und angemessen sei;' die ilnvMt Jßijflaey *tMügeü■ des ma 24. Juli 1921 vom Völkerbund beschlossenen Palästina-Mandats und gemäss den Richtlinien der vom Zionistenkongress, der im August 1925 in Wien getagt hat, angenommenen Resolutionen zu organisieren. Zwecks Aufstellung eines umfassenden Programms für die Jewish Agency erachtete man es als notwendig, zunächst eine Kommission zu ernennen, die die Lage in Palästina gründlich zu untersuchen hätte. Dieses Studium von Fachleuten soll die agrikulturellen, industriellen, kommerziellen und anderen ökonom’schen Möglichkeiten Palästinas und der benachbarten Territorien umfassen, damit man einen klaren und vollen Begriff der jüdischen Tätigkeiten und Erfolge in Palästina erhält. Diese Kommission hätte die Durchiührbarkeit der Erwerbung vorhandener Bodenstrecken sowie die verschiedenen Aspekte der Immigration, Kolonisation und Entwicklung des Landes zu untersuchen. Diese Kommission hat die Aufgabe, ein genaues Arbeitssystem vorzuschlagen, das mit den Möglichkeiten des Landes im Einklang steht, sowie einen praktisehen Plan betreffend die Verwaltung der Finanzen und die Vorbereitung des zur Durchführung der Arbeiten nötigen Budgets auszuarfceiten. Die Kommission soll einen unparteiischen Charakter tragen und sich aus Personen zusammensetzen, derenUrteil als autoritativ anzuerkennen sei; es sollen ihr hervorragende Sachverständige für Agrikultur, Industrie, Handel und Finanzen angehören. Es wird erwartet, dass die Kommission eine längere Zeit in Palästina weilen wird, damit ihr Urteil auf einem gründlichen und unmittelbaren Studium der Lage basieren könne, in der Hoffnung, dass ihre Gutachten von allen als endgültig angenommen werden würden. Sobald der Bericht dieser Kommission vorÜegen wird, soll an die formale Bildung der Jewish Agency geschritten werden. Wir sind der Ueberzeugung, dass nur bei Befolgung dieser Methode die Jewish Agency zu einem wirksamen Mittel für den Aufbau der jüdischen Heimat in Palästina werden könne. Will man, dass das neue Unternehmen einen stetigen Wert behalten solle, so muss man den Prozess der Anpassung, Zusammenfassung und der Gewinnung praktischer Erfahrungen mit in den Kauf nehmen. Dieses hegt im Interesse eines organischen Wachstums und einer stetigen Entwicklung, Wir glauben, dass durch diese Prozedur eine Vereinigung aller jüdischen Kräfte für den Aufbau Palästinas mit der Zeit praktische Wirklichkeit werden wird zum Segen des gesamten jüdischen Volkes. Der Verlauf der Versammlung Der Versammlung im Mecca-Tempel, in der Dr. Weizmann den vorstehenden Text des Abkommens verlesen hat, wohnten mehr als 4000 Menschen bei. Die Ankündigung Dr, Weizraanns, dass von nun ab Friede zwischen den Zionisten und den Führern des Joint herrschen wird, wurde mit rauschendem Beifall begrüsst, Schon zu Beginn der Versammlung berichtete der Vorsitzende, Louis Lipsky, Präsident der Amerikanischen Zionistischen Organisation, dass die Zwistigkeiten zwischen Zionisten und Nichtzionisten in Amerika beendet seien und wiesauf die Tatsache hin, dass Richter Otto Rosalski den Vorsitz über das New Yorker Komitee des United Palestine Appeal, das eine Quote von zweieinhalb Millionen Dollar aufzubringen hat, übernommen hat Hierauf verlas Dr. Weizmann, wiederholt von Beifall unterbrochen, das von ihm und Marahall Unterzeichnete Dokument. In seiner Erläuterung zu dem Ab• kommen führte er aus, dass der Bericht der nach Palästina zu entsendenden Sachverständigen-Kommission als Basis für die Aufstellung des Arbeitsprogramms der Jewish Agency dienen wird. Gestützt aut diesen Bericht wird auch die Höhe jenes Budgets festgesetzt werden, das die Agency zur Durchführung ihres Arbeitsprogramms in Palästina benötigt. Dr. Weizmann kündigte ferner an, dass das Komitee um die Pessach-Zeit herum die Reise nach Palästina antreten wird. Ihren Bericht wird man Ende August erwarten dürfen. Möglich ist aber auch, dass gewisse Teil# des Berichtes erst in einem Jahre fertig vorliegen werden. Das Ziel der Kommission Der Hauptpunkt des Unterzeichneten Dokumentes und das Ziel der Sachverständigen-Kommission, fuhr Dr, Weizmann fort, ist es nicht, die Frage zu beantworten, o b Palästina auf den von beiden Seiten anerkannten nationalen Grundlagen aufmerksatnkeit des amerikanischen Judentums darauf, dass in den nächsten »5 Jahren über daa Los des jahrtausende alten Traumes des jüdischen Volkes, Zion wieder aufzubauen, entschieden werden wird. Er fügte hinzu: es liegt in den Händen des gesamten jüdischen Volkes und insbesondere des amerikanischen Judentums, das Schicksal Zions für kommende Geschlechter zu bestimmen. Der Briefwechsel Weizmann-Marshall In der Versammlung wurde weiter der Briefwechsel zwischen Weizmann und Marshall verlesen, der dem Abkommen vorangegangen war. Dr. Weizmann hatte an Marshalt geschrieben: ״Als ich in Amerika eintraf, erfuhr ich zu meinem Bedauern, dass diejenigen, die die Verantwortung für die Hilf» m notleidenden Juden Enroosa im Weg# der!Joft|!d Jevri«Jt Catnpaign übernommen haben, Iber di# Stellung gewisser öS* nisten zu diesem grossen humanitärenWerk in Erregung geraten sind. Ich ergreife darum die Gelegenheit, um meine Stellung in dieser Sache darzulegen. Im Mai 1925 erhielt ich von David A Br own, dem späteren Vorsitzenden der United Jewish Campaign, die telegraphische Einladung, mit ihm in Paris zusammenzukommen, um die geplante Campaign in Amerika zu besprechen, Herr Brown hatte eben Palästina und Russland besucht. Wir haben uns in Paris sehr offenherzig ausgesprochen. Ich stimmte mit ihm vollkommen darin überein, dass die Not gross ist und die Hilfe bald zu erfolgen habe, Ich habe nur einige Zweifel in Bezug auf die in Russland geplante Arbeit geäussert. Im Verlauf der ganzen Unterredung stimmten wir durchaus darin überein, dass die Arbeit in Palästina auf einem grösseren Masstab als bisher forfgeführt werden müsse, wobei gleichzeitig die Hilfsaktion im Interesse jener Juden die in ihren Wohnländem verbleiben, voll an» zuerkennen sei. Wir waren uns beide klar darüber, dass die Juden Amerikas in der Lage sind, nicht allein die volle Verantwortung betreffs der Hilfe für die no 11 eid en» den Brüder in allen Teilen der Welt, sondern auch für den Aufbau Palästinas zu tragen. Bedauerlicherweise aber traten in Amerika u n e rwa r tete Schwierigkeiten in Erscheinung, Die Träger der zionistischen Aktion glaubten, dass das Kolonisationswerk 1'n Russland dem Palästinawerk Konkurrenz bietet, sie hatten auch das Gefühl, dass eine umfangreiche Hilfskampagne in Amerika die zionistische Energie schwächen und die notwendige Geld• aufbringung für Palästina beeinträchtigen würde, wobei sie von dem Bewusstsein durchdrungen waren, dass Palästina jetzt grössere Mittel als je benötigt. Auf der andern Seite wandten die Führer der United Jewish Campaign des Joint erklärlicher• weise ihre konzentrierte Aufmerksamkeit den Problemen Ost. europas zu, auf die dort herrschende akute Not hinweisend. Die Stellungnahme der zionistischen Führer wurde von ihnen deshalb als eine Störung ihrer Arbeit empfunden. Das Resultat war, dass die beiden grossen Unternehmungen Schaden gelitten haben. Wäre die Harmonie nicht gestört worden, dann hätten beide Aktionen weit grössere Summen Geldes erhalten, als bis jetzt ein geflossen sind. Das Joint Distribution Committee hat Zeit seines Bestehens aufrichtiges Interesse für Palästina bewiesen, ln seiner Geschichte ist kein einziger Fall zu ver. zeichnen, wo die Notwendigkeiten Palästinas nicht anerkannt worden wären. Ich glaube, mich nicht zu irren, wenn ich sage, dass von den 62 Millionen Dollar, die von der United Jewish Campaign bis jetzt gesammelt wurden, mehr als 7 Millionen Dollar für Palästina verwendet worden sind. Ich weiss es, dass auch von den während der jetzigen Kampagne einfliessenden Geldern einige Millionen Dollar in Palästina Verwendung finden sollen. Mag dies Geld nicht direkt dem zionistischen Budget zugeführt werden, so dient es doch dem Aufbau Palästinas. ... Gewiss bestehen zwischen uns Meinung*. Verschiedenheiten. Viele zeigten bisher keine Neigung, unsere Möglichkeiten und Hoffnungen betreffs Palästinas in Betracht zu ziehen. Doch achtete ich stets den Standpunkt dieser Leute und hoffte, dass noch eine Zeit kommen wird, da alle Juden dieses grossen Landes — Zionisten und Nichtzionisten — an der Entwicklung Palästinas mitarbeiten werden. Ungeachtet dessen, dass wir Zionisten uns ganz dem Palästina- Aufbau widmen, wünsche ich, dass alle Zionisten anerkennen, dass jeder Jude seine eigene Meinung darüber haben kann, was dem Judentum not tut. Wir müssen un* bemühen, mit unseren nichtzionistischen Brüdern, die die Priorität Palästinas über das Hilfswerk in anderen Ländern nicht anerkennen, freundschaftlich Zusammenarbeiten, mag es *ich um eine zeit• wellige oder um eine konstruktive Arbeit handeln.

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