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Jüdische Rundschau · 1927-01-14 · Heft 4 (14.1.1927) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXII (1927)
Issue
Heft 4 (14.1.1927)
Date
1927-01-14
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 24 JUEDISCHE RUNDSCHAU Kredit auch ofnie sie. Bleibt übrig jene Gruppe von Kreditinteressenten, deren überwiegend großer Teil unter keinen Umständen als Industrie angesehen werden kann. Noch ist ja völlig ungeklärt, welche Industriearten überhaupt sich in Palästina entwickeln können, tmd die ungeheure!.Ticke zwischen dein Handwerker und der auf ganz große Kapitalien angewiesenen, auf der Verarbeitung von Landesprodukten beruhenden Industrie ist noch unansgefüllt. Selbst das Frage- Zeichen, das hinter die Parole Textilindustrie gcmacht wird, kann noch lange nicht gestrichen werden. So ist auch klar, daß die Bank nicht die Pionierkredite geben kann, die zur Gründung etwa einer chemischen Industrie oder Zuckerfabrikation oder dergleichen erforderlich sind. Es bleibt ihre Aufgabe, 711 sorgen für jenen Mittelstand, der mit einigen hundert Pfund eingewandert ist, sein Geld verzehrt oder verbaut hat und nun alle möglichen ״industriellen“ Experimente machen möchte. Diese Experimente aber sind Ökonomisch und moralisch um ein Vielfaches ungesünder als unsere Experimente in der Landwirtschaft (die von den neuen Reflektanten so grimmig befehdet werden). Denn dieser ״privaten Initiative“ fehlt alles, was sic rechtfertigen könnte: ihre Unternehmer bringen keine Fachkenntnissc ein, sie haben kein Kapital zu wagen, Grand und Boden und Baukredite suchen sie erst noch von nationaler Seite zu erlangen, und selbst Facharbeiter fehlen. Es ist ein Kreis rat- und mittelloser Angehöriger des Mittelstandes, die ihr Glück versuchen wollen, indem sie Industriekredite iti Anspruch nehmen. Ist die Industrie nicht sicher und kann der lndustrielb keine Sicherheiten geben, so ist es doch gefährlieh, die Unterstützungen, die dieser Bevölkerungsschicbt gegeben werden, in der Form neuartiger Bankkredite zu gewähren. Will die Zionistische Organisation die wirkliche Industrie fördern und Pionierkredite zur Verfügung stellen, so muß sie beträchtliche Sondermittel für bestimmte Schlüsselzwecke in das P a - listinabudget einsetzen. Will sie der bestehenden in Kreditschwierigkeiten befindlichen Industrie lediglich in der Zeit der Geldknappheit Erleichterungen verschaffen, so muß sie das nach den üblichen Methoden durch übliche Kreditinstitutionen und Banken gewähren, und sie hat sich eben ihrerseits mit den Banken über die Methoden, über die Erleichterungen und evtl. Ausfallsdeckung zu verständigen. Die Gründung einer lndustriebank aber wird in weiten Kreisen einen durch nichts berechtigten Optimismus wachrufen, als ob plötzlich die Industrie erfunden wäre, als ob alle, die bisher lebensunfähig waren, jetzt nur noch zur Kasse gehen müssen. Und es scheint fast so, als ob die ganze Gründung der Bank in dieser Zeit jenen Kreisen als ein Opfer dargebracht werden soll. Die Industriebank Ist. schon da, und es besteht nicht einmal *Är Institut zur Erforschung der notwendigsten Indastriellen und technologischen Voraussetzungen! Der bisher herrschende Industriedilettantismus, der jetzt durch die Bank gekrönt werden soll, übertrifft alles, was man schon zur Kritik der landwirtschaftlichen Methoden vor* gebracht hat. Es ist unmöglich, in diesem Aufsatz die Probleme der Industriebank nach allen Seiten zu erörtern. Es sei nur auf die schwierige Lage hingewiesen, in die die Bank gerät, wenn sie nicht nur zweifelhafte Kredite unter erleichterten Bedingungen gewährt, sondern auch ihr Kapital in Beteiligungen festlegt; auf die besondere Situation, die für andere Kreditbanken entsteht, wenn mit der zionistischen Autorität ein solch neues Kredit- Institut neben ihnen errichtet wird, ein Institut, auf dessen Geschäftsgeharung möglicherweise noch die organisierte Gruppe der Industriellen direkten Einfluß ausübt; auf die Frage ständiger Weitergewährung von Mitteln, vor die die Zionistische Organisation nach der Das Problem der Theophanie Vortrag Martin Buber. Den letzten seiner Berliner Vorträge hielt Martin Buber am 10. d. Mts. im Rahmen der einem weiteren Kreise zugänglichen volkstümlichen Montags-Vorlesungen der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums über die Gotteserscheinung im Pentateuch. Das Problem der Theophanie, so führte Buber aus, ist kaum je zusammenfassend behandelt worden. Es gibt außer der Bibel kaum eine religiöse Urkunde der Menschheit, welche die Theophanie in ihren Formen darstellt, in dein Heraustreten der Gottheit aus der Sphäre des Nichtwahrnehmbaren in die Sphäre der wahrnehmbaren Welt. Die Untersuchung dieser biblischen Berichte ist also von allgemeiner reiigionsgesclüchtlicher Bedeutung. Die Ansichten und zum Teil sehr kontroversen Ergebnisse der Bibelkritik sind für eine solche Betrachtung nicht von Belang, denn die rdigionsgescliichtlich interessanteste Figur unter den von der Bibclkritik personifizierten Quellen- Schöpfern ist R (Redaktor), der das Material zusainmengefafit hat und für den die verschiedenen Tradiüonsströme, so wie sie uns heute sich in der Bibel darhieten, einen religiös glaubbaren Zusammenhang darstdlen. Die Reihenfolge der Theophanien, die R feststellt, entspricht durchaus der tatsächlichen religiousgeschichtlichcn Entwicklung. Die erste Stufe ist die•vorstammcsgesehichtlidie, die in gewissem Sinn auch eine vorthcophanischc ist, in der der Verkehr zwischen Gott ljnd Mensch noch einen elementaren naturhaften Charakter hat. Das zweite Stadium ist das der personal-objektiven Erscheinung, die keineswegs Visionscharakter hat, doch bereits ein Hervortreten aus dem Nicht wahrnehmbaren ist. Das dritte Stadium ist das der plastischen Volks stunde, hierher gehört vor allem die Sinai-Offenbarung. Diese Stufe ist charakterisiert durch ein Schwanken zwischen personaler und universaler Erscheinung (an eine Person oder au das ganze Volk). Darauf folgt die Phase der Staaisbilduug, du־ chic personal-subjektive Erscheinungsform zugehört (Propheten', «ährend die spätere Nr. 4׳ Nr. 4 baldigen Festlegung des Grtaduiigskapitals gestellt würde, us\v. usw. Die Probleme des städtischen Mittelstandes liegen nicht anders als die der städtischen arbeitslosen Arbeiter* schaft; auf die gleiche Weise entstanden, verlangen sie die gleiche Liquidation und erteilen uns auch dieselben Lehren: sorgfältige Auswahl der Immigranten, inten* sivere Ansiedlungstätigkeit. Diesen Fragen, ihrer planmäßigen Durchdenkung und vor allem der planmäßigen Vorbereitung der Zeiten, die dieser Baisse folgen, müssen wir unsere ganze Aufmerksamkeit zuwenden. Das verlangt allerdings eine neue innere Orientierung: Abwendung von dem Hang zur Quantität, zur Ex* pansion auf allen Gebieten, es verlangt auch grundsätzliches Um lernen in der Art der Aufstellung unseres Budgets und der Verteilung und Anlegung der Gelder. Wird es dem Arbeitsdeparteinent möglich sein durehzuhalten und die Situation der Arbeitslos!״- keit zu beherrschen, bis ihr planvoller Abbau erfolgt; wird die systematische Ueberleitung des Mittel- Standes zu wirklich produktiver Tätigkeit und in erster Linie aufs Land erfolgen; wird die gesamte zionistische Bewegung die unbedingt notwendige Neu* Orientierung finden, so wird diese schwere Zeit nicht vergebens über uns gekommen sein. Zionismus und briilscbe Politik Ein Diskussionsabend in Paris. Paris, 9. Januar. (J. T. A.) Im Wagram-Saale wurde eine Diskussion über Zionismus und die britische Politik in Palästina abgehalten, an der sich mehrere hervorragende französische Schriftsteller beteiligten. Pierre Bonardi, der eben von einem Palästinabesuch zurückgekchrt ist, richtete heftige Angriffe gegen die britische Regierung, der er vorwarf, daß ihre Politik in Palästina dem Geiste des Mandats widerspreche. Es gibt viel Staats- und Brachland, das nach dem Wortlaut des Mandats den Juden zur Verfügung gestellt werden sollte, aber die jüdischen Kolonisten müssen eben dieses Land zu einem sehr ho'ien Preis erwerben. Der Einwanderung von Juden werden Schranken entgegengesetzt. Den britischen Beamten ist das hohe Intelligenzmveau der jüdischen Einwanderer unerträglich. Eng- Iand hat durch Uebernahme des Palästina-Mandats große strategische Vorteile hinsichtlich der Sicherung Aegyptens und Indiens erworben. Es weigere sich aber, den Preis hierfür zu zahlen. Es wird noch ein Tag kommen, da Juden und Araber gemeinsam sich gegen die englische Herrschaft wenden; vielleicht wird dies der Weg sein, die beiden Volks gemein* schäften einander nahezubringen. Herr Bonardi tadelte die französischen Juden wegen ihrer Interesselosigkeit an den palästinensischen Dingen. Ein anderer französischer Schriftsteller, Pierre La Maziere, der ebenfalls eine kurze Zeit in Palästina geweilt hat, behauptete unter dem Widerspruch der Anwesenden, daß die Juden Palästinas einem extremen Nationalismus huldigen und einen neuen Militarismus großziehen, indem in allen Kolonien Maschinengewehre und andere Waffen gehalten werden. Auch Charles August« Bonteinps wandte sich gegen den Ziemte*«» SM$ ■ w■ •MÄWb*. 4>«as4in«<־ meinte, die Juden genießen in alle» Ländern Gldichberechtl* gung, die Völker seien bereit, sie sich zu assimilieren, die Juden aber gehen daran, einen eigenen Staat in Palästina zu schaffen, der in Zukunft eine Stütze des Militarismus und Nationalismus werden könnte. Das jüdische Volk aber habe eine andere Mission zu erfüllen, die nämlich, die Ideen der Völkerverbrüderung zu verbreiten. Leonos Bern heim führte aus, wenn man von einem jüdischen Nationalismus überhaupt sprechen könne, so sei derselbe ein rein defensiver. Die Juden wollen eine National* heimat in Palästina errichten, um ihre nationale Kultur zu pflegen und einen Zufluchtsort zu schaffen für diejenigen, die in ihren jetzigen Heimatländern Verfolgungen ausgesetzt sind. Man kann Zionist und assimilierter Jude zugleich sein. Er, Redner, sei ein Beispiel hierfür. Fernand Cor cos verteidigte die Politik Großbritanniens, das die Errichtung des jüdischen Nationalheims durchaus begünstige. Von einem jüdischen Nationalismus, wie ihn La Mazierc und Bontemps schilderten, könne keine Rede sein. Die Juden sind noch immer die Träger der Idee von Menschen* liebe und Weltfrieden. Die französischen Juden sind gute Patrioten, nichtsdestoweniger liegt ihnen auch die Sache des jüdischen Palästina am Herzen. apokalyptische Literatur eigentlich gar nicht mehr in diese Kategorie fällt, weil die dort geschilderten Erscheinungen nur noch personal-intellektualer Natur sind, konstruierte Träume mit spitzfindigen theologischen Fragen. Alle Phasen der Theophanie haben gemeinsam, daß die Erscheinung niemals dem Mächtigen, Gesicherten, Ruhenden geschieht, sondern dem Ungesicherten, Wandernden, Ruhelosen. Buber ging dann dazu über, die Erscheinungsformen, in denen sich die Begegnung zwischen Gott und Mensel» abspielt, in ihrer Entwicklung durch die oben gekennzeichneten religions* geschichtlichen Stadien zu verfolgen. Auf der ersten Stufe des primitiven Monotheismus erlebt der naturhafte Mensch die merkwürdige Situation, daß ihm etwas widerfährt, ״sich ihm etwas aiitut“, was er mit primitiver Kausalität als unmittelbare Einwirkung der überirdischen Kraft deutet. Auf der zweiten Stufe zeigt Sich bei den semitischen Völkern das Ausci 11 andertreten der primitiven Gottheit in zwei Göttern: einen Stamnicsgott, der mit dem Volk zieht und dessen Fruchtbarkeit bewirkt, dementsprechend auch durch Menschenopfer verehrt wird (Melek), und den Landgott, der mit einem bestimmten Land verknüpft ist die Fruchtbarkeit des Bodens bewirkt und den! Bodenfrüchte zum Opfer gebracht werden (Baal). Die Theophanie in der Stammesgesäiichte bedeutet einen immer deutlicheren Prote st gegen dieses Auseinandertreten. Sie ist die Botschaft des mitgehenden und doch am Orte verbleibenden, also die Zweiheit aufhebenden Gottes. Auf dieses Stadium folgt dann die endgültige Deklaration der Einheit, wie sie etwa in den ersten Sätzen der ״Zehn Gebote“ zu finden ist. In der darauffolgenden Zeit bedeutet ״Abfall“ nicht Abfall zu anderen Göttern, sondern kultischen Abfall, indem der Gott der Uebcrlieferung verehrt wird in einer der Formen der früheren zwei Götter, also entweder wie Baal oder wie Melek. Gegen diese kultische Abirrung richtet sich dann die spätere .Mahnrede. Buber zeigt nun an einer Reihe von Beispielen aus der biblischen Slamirifs-gvschichtc, an den entscheidenden Gotteserschciiiungeu bei Abraham, Isaak und Jakob, bis Moses, wie sich in der Verkündigung Gottes Die polnische Jndenlrage Die un Wie das ״öcri. Tageblatt־‘ am 13. d. M. aus Warschau »neidet, hat das der jetzigen polnischen Regierung־ nahestehende Mitglied der K o in in i s s i 0 n für Minderheitsfragen, Redakteur Holowk a, einem jüdischen Zeitungsvertreter erklärt, daß er die Angelegenheit der j ü - dischen Minderheiten in Polen in der Hauptsache für erledigt halte. Man stelle sich nicht mehr feindlich gegenüber: beide Seiten hätten verstanden, daß der bisherig(־ Weg schlechte Resultate ergebe. Seit die polnische Bevölkerung die Uebcrzeugung gewann, daß die Juden in Polen eine selbständige N a tio - 11 a 1 i t ä t darstellen, sei die jüdische Frage de facto gelöst Noch müsse die strittige Frage der Anerkennung der jüdischen Religionsgemeinden gelöst und die Kon- Zessionen der jüdischen Gemeinden müßten erweitert werden. Die vollkommene politische und wirtschaftliche Gleichberechtigung der Juden ist nach Ansicht Holowkas eine Frage der allernächsten Zeit. Diese Meldung ist schon darum bedeutsam, weil hier zum ersten Male im ״Berliner Tageblatt“ die Anschauung zum Ausdruck kommt, daß die — im Nationalitätenstaat(.־ auch formelle — Anerkennung der jüdischen Nationalität der einzige und richtigste Weg zur Lösung der Judenfrage und zur Durchsetzung voller Gleichberechtigung der Juden ist. Zwei Millionen Dollar liir Aulbauzwecke Paris, *). Januar. (J.T. A.) Am 6. und 7. Januar wurde eine Tagung der Jolnt-Ica- Reconstruction-Foundation abgehalten. Die Foundation setzt sich aus 20 Mitgliedern zusammen, von denen sechs Vertreter des Joint, sechs Vertreter der Ica und acht Vertreter der jüdischen Köqrerschaften in verschiedenen Ländern, die von Joint und Ica berufen werden, sind. An der Tagung nahmen *teil: James Simon (Berlin), L. Bramson (Berlin), Justizrat Blau (Frankfurt), Leonard Cohen (London), die Herren Dr. Klutnel, Senator Schercschcwski, Abg. Rosen bäum aus Polen, Dr. So nd he im er (Frankfurt a. M.), B. Locker (Berlin), Solomon Reinach, V. Alter (Warschau), ferner als Vertreter von Joint und Ica Dr. Bernhard Kahn, Louis Oungre, Dr. D. Schweizer, Dr. Werner Senator. Den Vorsitz führte der Präsident der Ica Herr Phillppson (Brüssel). Es wurde festgestellt, daß Ica und Joint durch die Foundation bisher in den Darlehnskassen der verschiedenen Linder annähernd zwei Millionen Dollar investierthaben. Mit diesen Ausgaben waren die Mittel der Foundation völlig erschöpft. Die Entwicklung der Kreditkooperativen in den verschiedenen Ländern macht es aber notwendig, weitere Mittel für die nächsten Jahre zur Verfügung zu stellen. Es stehen Vereinbarungen zwischen Ica und Joint in Aussicht, nach denen für die nächsten drei bis vier Jahre Sicherheiten für Bereitstellung der zur Konsolidierung und, womöglich, Et Weiterung der Kreditkassen notwendigen Mittel beschafft werden sollen. Der jährliche Bedarf wird mit ungefähr 400 000 Dollar veranschlagt. Jüdische Landsicdlungsbcwepnfj in Polen Berlin, 10. Januar, (J.T,A.) Gegenwärtig ist in Polen eine Bewegung im Gange, die darauf hinzielt, einige tausend Juden in Polen auf dem Lande anzusiedeln. Einer der Hauptträger der Bewegung ist der H ec haiuz. Im Zusammenhang njit Zeituagsmelapjg«, daß das Joint Distal* feilt«®, COBünilnte dlrUiterstttate dieser §Ii®unpbeiÄät1g W,s«Änei:Afl»|ftÄtoh:־Ä?W40if^m Rab n, der Leiter des Europäwerkes des Joint Distribution Committee, daß Joint selbstverständlich allen auf Aufbau zielenden Bestrebungen sehr sympathisch gegenübersteht und auch bereit wäre, die Landsiedlungsbewegung in Polen zu unterstützen. Dies wurde den Vertreten! dieser Bewegung, als sie an den Joint herantrateu, auch erklärt. Ein fester Plan besteht beim Joint jedoch nicht. Wenn von der anderen Seite Pläne vorgelegt werden, so werden diese auf ihre Tauglichkeit geprüft werden. Die Ostjuden in Deutschland Dem Reichstage ist die übliche Uebersicht über die Antworten der Reichsregierung auf die Entschließungen des Reichstags zugegangen. Auf die Forderung einer Statistik über den Umfang der ostjüdischen Ein wänderung seit dem 1. August 1014 wird mitgeteilt, daß bei der in erster Linie in Betracht Jvommenden preußischen Regierung statistisches Material dieser Art nicht vorliegt. Auch sind Unterlagen, die eine Schätzung der Einwanderungszahlen in den einzelnen Jahren ermöglichten, nicht vorhanden. dort die drei Elemente, nämlich die Versicherung des Mitgehens (״Ich werde bei dir sein“), das Fruchtbarmadien des Volkes und die Landgabe einschließlich der verheißenen F ruchtbarkeit des Bodens vereinigen. Einer ausführlichen Analyse unterzieht Buber dann den wichtigsten Bericht einer Theophanie, die Erscheinung im Dornbusch. Dort wird die Identität des wandernden, mitgehenden, mit dem an der Stätte verbleibenden Gotte aus dem Texte ganz deutlich. Das ״Ehjeh ascher ehjeli“ wird von einer religionsphilosophischen Schule, besonders bei Maimonides, als Selbstaussage Gottes über sein An-sich-sein, über seine Transzendenz gedeutet. Dies, meint Buber, entspricht keineswegs der Situation. Der Gott der Bibel spricht nicht in theologischen Begriffen, sondern in lebendigen konkreten Worten zu einer bestimmten Kreatur; und so sagt er auch das, wessen die Kreatur bedarf: das Da-Sein Gottes, das Gegenwärtig- Sein und -Bleiben. Es ist mit Recht von B. Jacob — darauf hingewiesen worden, daß die Frage, die Moses vom Volke erwartet, nicht die Frage nach dem Namen Gottes gewesen sein kann. Der Verfasser des Berichtes muß ja zweifellos die Tradition gekannt haben, die das Tetragramm als Namen Gottes anspriclit. Die Frage: ״Was ist sein Name?“ ist nicht eine Frage nach einer Existenz, sondern nach einer Wesenheit. Gottes Naine — das bedeutet für den primitiven Menschen das Wissen, daß der Name so angerufen werden kann, daß der Gott gezwungen wird, zu erscheinen. Pie Frage kann also nur die in a g i s t i s c h e V c!־- weudbarkeit des Namens meinen. In diesen! Sinne ist auch die Antwort zu verstehen. ״Ehjch“ -- ,.Ich werde da sein“ heißt: Ihr braucht mich nicht zu beschwören״ ich werde da sein, denn ich bin der Da־seiende. Das Wort ״ascher“ zwischen zwei gleichlautenden Verben bedeutet aber ״welcher immer“. Der Sinn der Antwort ist also: Ich werde da sein, als welcher immer ich da sein werde; d. h. in welcher Gestalt ich da sein werde, das kann ich nicht vorwegnelmion. An dieser Steile ist nirlits Geringeres als die entscheidende F. ntmagisicrung d n r Religion vollzogen worden und die Absage an jeden (V< Schließ hervorrage: P a! ä s t i r begründ baues Ere; Kultur. Sc brach. De gebrochen, der Regie! Institution der Minisi nichts geg sehen Org rischer Jud sehen Gen! die zionisi zionistisch{ geringe V! zionistisch Organisali! verband fi seit Jahre konnte n: bekannte Redaktion für den P; Vor ei in Ungarn Zeit 1m I reichen K in 95 SU Arbeit wit hlattes ״l Aufklärun! fand Wid! Judentum offen für sich insbe besonders um die Palästina־, bewies, d aber im jüdischen Der geleiteten ümfassenc K.H., Dr manns B Organisat Fiofrat Fi verpflicht! führen. I K.H. ge! andere b zu gewin Sitzung c schreiten. Mitgiiede klärten $ Beitritt z Die l Hofrates ungarisch die ziönii ischen A seit jehei ein Ende A u s r cd dürfen Gefühle, Vcrpflich kann kei derartige rische liebe schmelze: iudentun Es will um die 11 wurde d; beschloss der Bud! erklärte i daß er an der j luden b Polythei! Vielgött« der Flei< anspridu nähme liehen. so versf auf gesell gehoben wirklich! die gan; Der zwei Sti welchen seiner g Beispiel Wortes beruhen man B flüchtig( sieht, ei Deutung halten hebräisc Setzung schließe Die eine ge nicht ds anstaltu oder ei Di! eine n welche Schulen

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