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Jüdische Rundschau · 1927-01-11 · Heft 3 (11.1.1927) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXII (1927)
Issue
Heft 3 (11.1.1927)
Date
1927-01-11
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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Seite ■18•• zu zeigen. D.»^ Figende seiner Betrachtungsweise jüdischen Seins liegt d.irin, ihß er die eigene Form jüdischen Geistes z.u<' brschreiheu unternimml, die in der ganzen Entwicklung jüdischen 1 cVus eine Einheit des Geistes erschauen läßt: das Films des Judentums als das Element der Einheit der jüdischen Ck:sd1irI1i<\ Er hat es nie systematisch entwickelt, aber jeder seiner Aufsätze zeigt, daß er das einzelne aus dein systematischen Bilde vom Ethos, vom Geist des Judeniiims aus gesehen und durchleuchtet hat. Acliad Haam hat die jüdische Wissenschaft oft nicht ohne Schärfe beurteilt, aber die Wissenschaft dankt ihm für die Große der •Auffassung, von der aus er ihren Sinn und .ihre Aufgabe im jüdischen Leben begriffen und aufgezeigt hat. lieber alles hinaus, was er gesagt und in seiner Leistung ,!unterlassen hat, bleibt er uns als die grolle Denkcrgestalt ein Mann, in dem der Geist des Judentums mit den Mitteln und Formen unserer Zeit und unseres Denkens aufs neue wesenljaft geworden ist. Reich ist die Wirkung, die von ihm ausgegangen ist, in allen Kreisen und Lagern des Judentums. Aber diese Wirkung ist bei weitem nicht erschöpft. Achad Haam gehört zu den Männern, die, wie;ec aus dem Ewigen der Geschichte heraus gedacht haben, auch von der Geschichte weitergetrageu werden, deren Denken eine Fruchtbarkeit imievvohnt, die weit über sie fortwirkt. Achad Haam wird fortleben im jüdischen Volk, fort!eben in der jüdischen Geschichte, vor ihm werden die Geschlechter sich in Ehrfurcht neigen. Dr. Klaizkin (spricht hebräisch): Es ist nicht■ möglich, die große Persönlichkeit Achad Haams hier in ihrer vollen literarischen und gedanklichen Bedeutung 7u würdigen. Ich muß mich mit wenigen Bemerkungen bc- Ignügen, schon weil ich annchme, daß ein Teil der Zuhörer leider nicht hebräisch versteht. Wenn man es sich gestatten dürfte, die. Eigenart dieses großen Mannes auf eine gewissermaßen symbolische Formel zu bringen, so würde ich, wie schon einer der früheren Redner, sagen: Das Auszeichnende an der Persönlichkeit Achad Haams ist seine Liebe zur Wahrheit. Dies scheint eine Tugend vom niedrigen Niveau zu sein, ist aber in Wirklichkeit eine außergewöhnliche Eigenschaft. Freilieh, die Person, die sie besitzt, ist oft geneigt, sie gering zu schätzen, weil sie sic für eine selbstverständliche Voraussetzung hält. Und die, die sie nicht besitzen, messen ihr erst recht keine besondere Bedeutung zu und sind vielmehr der Meinung, daß eine große Schöpfung ohne den Flug der Ucbertreibung und ohne Lug der Phantasie gar nicht möglich sei. Indes ist die Liebe zur Wahrheit eine Tugend von hohem Rang, und zwar nicht nur im moralischen, sondern auch im kiinstkrischen Sinn. Es sollte nicht heißen ,.großer“ Dichter, ,,großer“ Künstler, sondern ״wahrhafter“ Dichter, ״wahrhafter“ Künstler, denn die Wahrheit ist eine Vorbedingung großer Künsflerscliaft. Achad Haam hatte diese Eigenschaft in vollem Ausmaß. Er mißtraute dem leisesten Schatten der Falschheit und Ucbertreibung; er war beinahe kleinlich in dieser Vorsicht. Aus seiner Wahrheitsliebe entsprang seine Gegnerschaft gegen den diplomatischen Zionismus, der nach seiner Ansicht den Zionismus in eine Welt von Intrigen und Lügen einzufangen drohte. Datier auch das Wagnis der Verkündung seiner ,,Wahrheit aus Palästina“. Diese Verkündung, die schwer zu tragen wary, sowohl angesicM.s• der großen §0rge11 des jüdischen Volkes, aber auch angesichts der großen Hoffnungen, die durch seine Kritik vernichtet wurden. Die praktische Berechnung, die Achad Haam dem Elan des politischen Zionismus gegenüberstellte, wurde oft als eine Verletzung, als eine Störung des hohen Flugs des zionistischen Gedankens empfunden. Aber gerade darin liegt seine Größe, daß er unerbittlich auch seinem eigenen Traum das Bild der Wahrheit vorgchalten hat, denn er selbst träumte doch diesen Traum, er selbst gab sich doch dem ganzen Zauber dieses Traumes hin. Auch hier hielt er sich nicht für berechtigt, sieh selbst und seinen Traum zu schonen. Aus derselben Tilgendquelle stammt auch die Klarheit und Einfachheit der Sprache Acliad Haams. In seinem Stil fürchtet,..vermeidet er die höheren Schichten der sprachlichen Komplikation, weil sic nicht klar genug sind. Die Klarheit steht ihm über allem. Mit übergroßer Achtsamkeit ziseliert er und wägt er jedes Wort. So Et auch seine eigenartige Stellung zu der.hebräischen Literatur zu verstehen: die Stellung eines Gastes in der Literatur, der nicht sich mit der Krone des Schriftstellers schmückt, sondern als ein Mann aus dem Volke nur dann redet, wenn zwingende Notwendigkeit es erheischt, und nur uiigcriie das Heiligtum der Literatur betritt. Uteratentum ist nicht seine Natur, sondern eher gegen seine Natur, er schrieb nicht aus Liebe ־zum Schreiben, sondern aus einer moralischen Pflicht, die ihn zwang, zu sagen: Nicht dies ist der Weg, das ist der Weg. Daher hatte er auch einen so großen Einfluß, der beispiellos ist in unserer■ Literatur; das Volk fühlt cs, daß er nicht aus schriftstellerischen Motive'11 schreibt, sondern aus einem moralischen Imperativ heraus, nach eingehender Selbstprüfung, weil er etwas bessern, fördern, ändern wollte. Wenn Achad Haam kam und von der Tribüne der,Literatur sprach, so fühlte das ganze Volk instinktiv, daß er etwas: in seinem Herzen trägt, das alle angeht, etwas Schweres,־das aber gesagt werden muß. Darum fand er die Aufmerksamkeit des Volkes. Das ist die große Rolle und der große Ruhm eines Führers, des geistigen Vaters eines ganzen Geschlechtes. Seine peinliche Wahrheitsliebe empfand man manchmal als Kleinlichkeit, aber wohl dem, dessen Kleinlichkeit noch Größe in sich birgt, ln ihm war eine Synthese von relativer Wahrheit (verite de fait) und ewiger Wahrheit (verites ctcrnellcs). Achad Haam und Hcrzl haben beide einem Ziel zip■ gestrebt, aber sie haben einander nicht verstanden. Hier ein Mann der Phantasie, der uns tu revolutionärem Schwünge gleich zu den letzten Zielen führen wollte: dort ein Mann des berechnenden Verstandes, der eine langsame und natürliche Entwicklung forderte und gegen alles Revolutionäre ankämpfte. Wer hat gesiegt? Die einen sagen, der gegenwärtige Zustand in Erez-Israel zeugt für die Richtigkeit der Achad- Haamschen Konzeption. Die andern meinen, noch ist es unmöglich, ein endgültiges Urteil zu fällen, denn wir stehen erst am Anfang, Aber jedenfalls meine ich, daß auch die Vcrvvirklichung des Minimalprogramms der Chowewe Zion und Achad Haams nicht möglich gewesen wäre ohne den großen Schwung eines Herzl, ebenso wie umgekehrt dieser ohne Achad Haam uns nicht zum Ziele geführt hätte. Wer auch Kleineres erreichen •will, muß nach, dem Größeren streben. Aber nicht darin besteht das Wesen der Frage. Die wahre Frage ist die, ob Achad Haam ein großer Abschluß einer JUEDISCHE RUNDSCHAU Epoche ist oder ein Anfang. Wenn wir die Entwicklung der hebräischen Kultur überschauen seit der ersten Aufklärung im Mittelalter bis zu der letzten Aufklärungsperiode eines Rabbi Nacliman Krochmal, finden wir ungeheure Differenzierungen innerhalb der Bestrebungen zur Erneuerung und Erfrischung des Judentums, die jedoch alle das gemeinsam haben, daß sie das Judentum verteidigen gegenüber den fremden Kulturen, die seine Existenz bedrohen. Ob sic das Judentum so oder anders interpretieren, ob sie es an dreizehn Dogmen oder au sittliche Postulate •binden, die letzte Grenze ihrer Wahrheitsliebe ist die Errettung eines bestimmten Gehalts des Judentums. Sie suchen Frieden und Versöhnung zwischen dem Geist des Judentums und dem Geist der Völker. Sie sind Reformer, aber keine Revolutionäre. Auch bei Achad Haam war die letzte Grenze seiner Wahrheitsliebe der Geist des Judentums, der durfte nicht angctastet werden. Auch er bindet das Judentum an einen bcstimmten Geist und Inhalt. Auch er gehört zu der Geschlechterfolge der Retter und der Erhalter bestimmter geistiger Dogmen. Die Zukunft unserer Renaissance gehört wohl einer Generation, die eine volle Befreiung des Judentums erzielt, eine Befreiung von aller Nachahmung, auch der Nachahmung seiner selbst, in Freiheit von Knechtschaft, auch seiner eigenen Tradition gegenüber. Dann vielleicht wird der Traum Achad Haams u nd Hcrzls verwirklicht werden, nämlich ein vollwertiges freies Leben des jüdischen Menschen. * Mit der Rede Dr. Klatzkins, deren klangvolles und reiches Hebräisch hier nur andeutend wiedergegeben werden konnte, war die Reihe der Nachrufe erschöpft. Herr Gollanin brachte zum Abschluß der Feier das ״EI tnole Rachamim“ von Birnbaum ergreifend zum Vortrag. Sein machtvolles Organ und die Weihe seines Gesanges schlugen alle Zuhörer in Bann. Damit war die würdige Gedenkfeier zu Ende. Sjc Die ״J üdisch -1 ibera 1 c Zeitung“ schreibt zum Tode Achad Haams: ״Die ganze Judenheit steht an der Bahre eines Mannes, dessen heiße Liebe dem Judentum gcgölten, ‘dessen größte Sorge der Erhaltung des jüdischen Geistes galt. Der Weg, den Achad Haam den Juden aufzeigte, ist nicht der Weg, der in dieser Zeitung gegangen wird. Dennoch: Achad Haam, der Begründer des Kultur- Zionismus, war eine Persönlichkeit, die nicht nur von einer Richtung im Judentum, sondern von allen seinen Bckennern wegen ihres ehrlichen Wollen«, ihres von heißer Liebe gctragend! Tuns geehrt zu werden verdient.“ An Achad Haam Von Ch. N. Bialik. Der Stern, unter dem wir geboren — wer kennt seinen [Namen? Die zwischen Haufen von Schutt zur Welt wir kamen! Als Kinder des Alters, im Dunkel, dem greisen Volke geboren ln Finsternis wir die Tage der Kindheit verlebten, Und die wir auf Gräbern der Väter unsere Jugend verloren, Hin nach dem Lichte des Lebens mit all unsern Fasern [wir bebten! Und jeder und jeder, Licht Gottes im Fierzen, zog aus [in die Ferne Zur Stunde des Zwielichts, zu suchen nach seinem Sterne. Zur Stunde des Danimcrns, wo rings sich die Grenzen [verwischten, Wo Anfang und Ende, Jugend und Alter, Aufbau und Zer- [Störung sich mischten. Und wir, des Zwischenreichs Kinder, bewußt und im Wissens- [Entrückten Vor beideu Gewalten zugleich anbetend uns bückten, Uud hängend inmitten zwischen! den beiden Magneten Schrien alle Fasern der wirren Herzen nach ihm, dem [Propheten, Dem Großen, dem Wahren, dem Mann seiner Zeit, aus dem [Volke geboren, Aus seiner Propheten Geist, seinem Schmerz, seinem [Zorn, Des Geist als Springquell sollt’ zum Tageslicht schäumen, Was unterdrückt unzählige Herzen undeutlich träumen. Und da wir noch rufen hinaus in den Nebel: Rechts oder [links? Und da uns noch irrführt verzweifelnd kleingläubiger Sinn, Wir zaudernd am Scheidewege noch stehen und fragen: [Wohin? — Da blitzt uns dein Stern auf, du Führer! bescheidenen Winks Uud lenkt und führt uns hinaus aus des Nebels Gcwallc, Und unter dem cineu Sterne trafen sich alle! Aus dem Hebräischen übersetzt von Pam 1 Eagelmann. Das Budget von Tel-Awiw Nach den! ״Haare?‘ vorn 23! Dezember lautet der Voranschlag der Budgetkotnmission für 1927 (in zusammengezogenen Posten) folgendermaßen: Ordentliches Budget. Einnahmen: Allgemeine Steuern und Abgaben (Hausstcucr 11. a.) zusammen LE 400 16׳ Einnahmen städtischer Betriebe ,, 29150 Beihilfe der Regierung 8000 ״ Vergütung für Straßenbau u. a. ,, 10500 Mieten und Verschiedenes 600 ״ LE 94 650 Die Ausgaben decken sich ungefähr mit den Einnahmen. Außerdem aber wird ein außerordentliches Ausgabe 11 budget vorgeschlagen, das folgende Posten enthält: Verpflichtungen aus Verträgen (Fortführung von Bauten und Bodenkäufe) LE 6900 Bestätigte öffentliche Arbeiten 16875 ״ Arbeiter! itn Zusammenhang mit der Regicrungsbeihilfe ' 12860 ״ Nicht bestätigte öffentliche Arbeiten 500 11 ״ Wasserversorgung ., 17290 LE 65 425 Für dieses Budget sollen neue Fonds geschaffen werden. Im Verfolg der Auseinandersetzungen im Stadtrat von T e 1 - A w i w sind die bisherigen Leiter der Geschäfte der Stadtverwaltung, die Herren Bloch-Blumenfeld und Kaplan, zurückgetreten. Die neue Exekutive des Stadtratesvon Tel-Awiw besteht, einer J. T. A.-Melduug zufolge, aus den Herren Rokeach, Lerncr, Bcn-Schalom, Bcn-Yemeni, Bogrartchow und Bloch, Kaplan, Brudni, Twerski und Wcscher, die als Beisitzer fungieren. Nr. 3 Nr. 3 Deedes!11 Warschau Warschau, 5. Januar. (J. 7 . A.) Sir Wyndham Deedes besuchte, wie bereits kurz gemeldet, in Begleitung des Abgeordneten f. G r 0 n b a 11111 den Innen minister, General Slawoi-Skladkowski, der dem englischen Gast versicherte, daß die polnische Regierung der zionistischen Idee große Sympathie cntgcgcnbringc und in der Renaissance des jüdrsdiei! Volkes eine der schönsten Bestrebungen der Jetztzeit sieht. Die Beziehungen zwischen der Regierung und der jüdisclien Bevölkerung werden auf die beste Weise geregelt werden, da auf beiden Seiten der gute Wille zur Verständigung besteht. Später besuchte General Deedes den Außenminister, Grafen Zaleski, mit dem er ein cinstündiges Gespräch hatte. ... .1יי־- Wyndham Deedes empfing auch die Vertreter der jüdisclien, der polnist heu und der ausländischen 1 *resse in seinem Hotei. Am Montag wurde eine Pressekonferenz «abgehalten. Nach einer kurzen Finieitungsrede des Abg. Grünbauin erklärte Deedes den Zweck seiner Anwesenheit in Warschau und seine Stellung zum Zionismus. Gerade als Christ, sagte Deedes, interessiere ich mich dafür, daß das Los der Juden verbessert werde und daß das ungeheure Unrecht, das den Juden im Verlauf der Jahrhunderte zugefügt wurde, dadurch gut gemacht werde, daß man die halb zu. gründe gerichteten Juden vor dem Untergänge rettet. Alle großen englischen Parteien, von der konservativen bis zur Labour Party, unterstützen die zionistischen Bestrebungen. Der Erfolg der zionistischen Sache ist sicher. Wenn England etwas unternimmt, sich zu etwas verpflichtet, so führt England dies auch durch, ungeachtet aller Hindernisse. Die englischen Juden, die eine Zeitlang gefürchtet hatten, daß der Zionismus ihrer Loyalität zum englischen Staat Abbruch tun könnte, sind nun zu der Ueberzeugung gelangt, daß die Liebe und Loyalität zu England mit der Liebe zu Palästina Hand in Hand gehen könne. Ein guter Zionist kann gleichzeitig ein treuer englischer Bürger sein. Das gleiche ist in! •allen Ländern der Fall. Der jüdische Nationalismus ist nicht ein agressiver, sondern ein geistiger, kultureller, ethischer. Bis jetzt konnten die Juden ihre hohen kulturellen Leistungen nur als Individuen zeigen; in Palästina haben sie nun Gelegenheit, ztr beweisen, was sic als Gemeinschaft zu vollbringen vermögen. Warschau, 6. Januar. (J.T. A.) Dem zu Ehren Deedes gegebenen Empfang wohnten Minister des Aeußern Graf Zaleski, Minister des Innern General Skladkowski sowie andere hohe Beamte der Regierung bei. Es war das erstemal, daß polnische Minister an einer jüdischen Veranstaltung teilnalmien. Die jüdischen Zeitungen überschreiben ihre Berichte: ״Ein Ehrentag für das polnische Judentum.“ Deedes dankte in schier Ansprache den polnischen Staatsmännern für ihr Erscheinen und sagte u. a., England faßt die Palästinafrage sehr weitherzig auf. Die Verpflichtungen, die England durch die Balfour-Deklaration den Juden gegenüber eingegangen ist, sind nicht zu vergleichen mit den Verpflichtungen ganz anderer Natur, die in Gcsprächen mit König Hussein berührt worden sind. Zu hoffen ist, daß die jüdischen Erfolge in Palästina es dazu bringen werden, daß die Araber Transjordaniens die Juden zu sich einladen werden, obwohl dieses Land in die ßalfour- Deklaration nicht cingeschlosscn ist. Ich will, sagte General Deedes, für das jüdische Zentrum in Palästina das folgende Bild wählen: Palästina wird die Zentraluhr sein, nach welcher die Juden der ganzen Welt ihre Uhren richten werden. Ich wünsche, schloß Deedes, daß die Beziehungen Englands zu den Juden beispielgebend für die übrigen Staateil und Völker w erden mögen. In der ruhinvolien ,Geschichte Englands wird mit goldenen Lettern als seine' größte Tat verzeichnet sein: England hat das Jüdische Nationalheim schaffen helfen. Die Ansprachen von Sir Wyndharn Deedes, insbesondere seine Schlußworte, machten auf die Zuhörer einen tiefen Eindruck. Die Wahlen zur Histadruth- Konferenz Nach dem ״Dawar“ vom 28. Dezember ist das vorläufige Resultat der Wahlen zur Histadruth (das wir in rohen Ziffern schon früher mitgeteilt haben) folgendes: Achduth Awodah und angeschlossene kleine Gruppen Hapoel Hazair und an geschlossene Liste Poäfe Zion und abgeschlossene Liste Kiburim Linksblock Unke Opposition Parteilose Revisionisten Linke Gruppe in den Gewerkschaften Unentschieden und ungültig Gesamtzahl der abgegebenen Stimmen S 580 1 339 1 170 623 528 ׳291 224 208 165 534! 16 485 Bemerkenswert ist, daß die neuaufgetretenen linken O ppos i t i o n s gruppen trotz der starken Propaganda zusanimen noch nie hi 5 <*/0 der Gesamistinimenzahl erreicht habe!!. Das Kräfteverhältnis der beiden stärksten Parteien, Achduth Awodah und Hapoel Hazair, ist durch den Wahlausgang gleichfalls nicht verändert worden. Die Zählung der jüdischen Arbeiterschaft נ Misrachi" — (Vo Den rechten LMisrachi“. zionistischen Jude, «roh! auf rein zion ן die Partei des si So hat sich «reiche dem Mist (er Zufluß jung I hemmt wird. Dies dürfte ,!elativen Schwäch Die starke Misra Bistischen Kongre Lande ist die Oi wenig populär. Misrachi) hat siel cf ideologisch zu und deshalb bek dieser Immigrath ן satirischen zu sp Dies ist von Der ״Misrachi“ I treue, im Grunde eine große Miss!verhältnismäßig s entgegenzutreten. Die am 1 Parteiratssi diesem trauriger Führer des Mrsr gebiet: die Prop; Orthodoxen, vern und Resolution(;! nächst diese Sach kampagne wird ׳ geben. Die am Voi ן Paris abgehalten( hat in der hiesij Echo gefunden. Anwesenheit Jab momtration für < ttnski verhindert seine Ankunft v | der starke ״Stur Ohne Jabotii ן sehr arni sowohl nun hat sich di Dichters Jakoh sönlichkeit atige! Die schwacl Referaten und Jabotinskis. Ein Ursache des Mil unbedingt notwi große Landkolor Sehr charakl welcher in seine hach einer jüdü nichts mit Milita druck gab, daß den tun g als zieher des V Zu erwähne nisten in Polen, Indem er warnte erhoffen und ni Mächte, z. B. F England auszus; Eine eigene Polen durch d visionisten, ״ch Rahmen der 2 Revisionisten als politischen Pro Dem Ein flu zu verdanken, « an ihren Wcltv! tu rprogram beziehen, da ai Aktivismus ein 1111 ״Da war“ vom 7. Dezember behandelt Dr. Walter Preuß in einem Artikel einige Ergebnisse der von der Histadruth im Herbst in Palästina durengeführten Zählung der jüdischen Arbeiter. Danach beträgt die Zahl der von der Zählung erfaßten insgesamt 31 836, von denen gegen 25 000 Mitglieder der Histadruth sind. Mit den Angehörigen — Kindern und Eltern — und unter Hinzurechnung der' Nichterfaßten schätzt der Verfasser den Anteil der arbeitenden Klasse am Jischuw auf 30 0/0 der jüdischen Gesamtbevölkerung Palästinas (48000 Seelen). Der Anteil der in der Histadruth organisierten Mitglieder an der Gesamtzahl der Arbeiterschaft beträgt im Durchschnitt 70 0/0, in der Stadt 65 °/0, in den Kolonien 80״/o und in den landwirtschaftlichen Siedlungen 95 «״. Die Gesamtzahl der Arbeiter stieg im Laufe der letzten vier Jahre, von 1922 bis 1926, von 16608 auf 31 836 und hat sich damit ungefähr verdoppelt. Auf die städtischen Arbeiter cutfällt dabei eine Zunahme von 123S7 auf 23 447 (47 0/0), auf die Arbeiter in den Kolonien von 2572 auf 5313 (52 «0) und auf die Arbeiter in den landwirtschaftlichen Siedlungen von 1649 auf 306! (46 ״/o). Von den 31836 Arbeitern sind 12474 ledige männlichen Geschlechts, 3206, ledige weiblichen Geschlechts und 15 874 verheiratet. Die Differenz, zwischen den Zahlen der männlichen und weiblichen Ledigen, die in der Stadt ebenso hoch ist wie auf dem Lande, weist auf die für Palästina charakteristischen ungesunden Verhältnisse hin. Die durchschnittliche Kinderzahl pro Familie beträgt 1,29. Der Prozentsatz der kinderlosen Ehepaare ist 38, der Familien mit einem Kind 27,5, der Familien mit zwei Kindern 16,7, und nur bei 17 ״/o finden sich mehr als zwei Kinder. Die günstigsten Ziffern weisen Familien in den Moschwe Owdim vor. (Ziko.) Die palästinensische Regierung hat nach dem ״Haare/“ eine Kommission ernannt, die Vorschläge für eine Verbesserung der Produktions־ und Marktverhältnisse der Zitrusfrüchte und anderer Fruchtsortcn einreichen soll, Man kann < in der Martin keine Rede; W schaff noch zn lassend, was e Erkenntnis mit! Mythenforschun ausgehend die! fundiert sieht, oder in arider( des genus hon des typischen! seine Zeit lebt, Diese ganze S! eine Entstchuv heute im allgei Dies nur das wirklich das erzählcriscl weniger als da einzelnen Beric durclrw alternier finden), die ab biblischen Erzä oder eine (p parallelismus 1 Denn Buber; Weise vorgetn um derctwillen Bericht iibcrh; Wortsphäre er verwandter ui durchbricht 1 Schwierigkeit,

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