Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXI (1926)
- Issue
- Heft 102-103 (30.12.1926)
- Date
- 1926-12-30
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 744 IUEDISCRE RUNDSCHAU Poliiisdie Wirtsdiafi und Wirtschaftspolitik Voll Heinrich Margulies, Tel-Awiw. Mit diesem Artikel wird die im vorigen Artikel ״Wirtschaftsrevisionismus“ (Nr. 100/101 der ״Jüdischen Rundschau“) begönnern* Auseinandersetzung fortgeführt. Red. Nach allem, was in den voraiigegaiigetien Artikeln gesagt worden ist, erübrigt es sich, zu betonen, daß jene ״Wirtschattier“, von denen die Rede ist, nichts weniger als Wirtschattier im üblichen kapitalistischen Sinne sind: es sind nicht die Profitinteressenten, weiche in anderen Ländern durch kapitalistische Interessenorganisationen, wie Syndikate, Trusts und Kartelle zusanimengehalten werden und von dort aus Parlamente dirigieren. Es ist überhaupt eine etwas groteske Sammlung von Menscheucxemplarcn, die hier als ״Industrielle“ herumlaufen. Es gibt wohl nicht einen unter ihnen, der nicht einen wesentlichen Einschuß von ״Palästinameschuggas“ besäße. Da ist einer der größten und kapitalkräftigsten, ein ״Großindustrieller“ auch im europäischen Sinne, investiertes Geschäftskapital 10 Millionen Goldmark: ein Sonderling, der jeden für verrückt erklärt, der in Palästina eine Fabrik errichtet, und wenn man ihn nach seiner eigenen fragt, antwortet er: ״Mich dürfen Sie nicht fragen, ich kann es mir leisten, verrückt zu sein.“ Da ist ein zweiter, der 100 Arbeiter beschäftigt für eine Produktion, die er zu Hause mit 25 bewältigt hat, und diese 25 haben halb so hohe Löhne erhalten und doppelt so gute Arbeit geleistet als jene 100. Er wollte ״sich ein Denkmal setzen“, vor einem Jahre, als er die Fabrik zu bauen begann, waren 40 Juden am Ort und jetzt sind es 400. Das sind durchaus typische Fälle. Nim soll damit durchaus nicht gesagt sein, daß solche Worte allzu ernst genommen werden sollen, und die betreffenden Industriellen werden doch schon mit der Zeit irgendwie auf die Rechnung kommen. Aber es steht außer Zweifel, daß unter den Industriellen (die jetzt über eine sehr schöne Organisation von mehr als 150 Mitgliedern verfügen), der weitaus überwiegende Prozentsatz aus solchen besteht, die überall wo anders mit derselben Produktion einen besseren und leichteren Verdienst gefunden hätten; dauernd findet auch unter ihnen eine Auslese statt, und derjenige, der sich durch alle Schwierigkeiten und Risiken nicht abhalten läßt, zu bleiben, statt zurückzuwandern, gehört unter allen Umständen zu denen, die aus dem Begriff ״Arbeitgebe!־“ ein Ideal gemacht haben, nämlich Arbeit zu geben für eine steigende Anzahl jüdischer Familien in Erez-Israel. Bis vor kurzer Zeit waren sie nicht organisiert und konnten sich nicht organisieren, weil sie unter den unbeschreiblichen Hindernissen lind Schwierigkeiten, die jeden Arbeitgeber, hier zermürben, nicht den Kopf frei hatten für andere Dinge als die der täglichen Arbeit. Ein Element für Wirtschaftspolitik waren sie nicht und werden es erst jetzt, schrittweise; und für lange Zeit wird ihre Wirtschaftspolitik in nichts anderem bestehen als darin, bei den zionistischen Behörden, bei der Regierung und bei den Banken Berücksichtigung ihrer alltäglichen Wünsche und Be- Organisation. Diese Wünsche**haben י einen Leidensweg zu durchlaufen von Antichambrieren und Petitionieren, bis zu Protestaktionen und schließlich zu Kampfaktionen gegen die hindernde Instanz (so wie nunmehr, nachdem mit dem Zolldirekter eia befriedigendes Verhältnis hergestellt werden ist, eine konzentrierte Aktion g^gen die Eisenbahndirektiou erforderlich sei« wird, welche zurzeit den Hauptherd für antizionistische Wirtschaftspolitik bildet). Das ist Wirtschafts- Politik, Politik aus der Wirtschaft geboren, aus kleinen Kanälen zusammenlaufend zu einer geschlossenen Dynamik, welche dann in die großen Forderungen mündet, jene Forderungen, mit denen sich dann schon ״Parteien“ den Mantel großspuriger ״Programme“ umhängen können. Das ist aber, wohlverstanden, alles Außen politik der Wirtschaft. Innenpolitisch, d. b. unter dem Gesichtspunkt kapitalistisch oder sozialistisch, ist von einer Dynamik der Industrie noch keine Rede. Der Arbeiterschaft gegenüber befindet sie sich in völliger Defensive und Ist glücklich, wenn man sie in Ruhe läßt und nicht ruiniert, und noch glücklicher, wenn man sic ihre Aufgabe, Arbeit zu geben und den Jischuw zu stärken, in Frieden lösen läßt. Nun stößt diese Gruppe, abgesehen von allen anderen Molieres Harpagon und Strindbergs Scheiterhauten wurden in hebräischer Sprache aufgeführt. Das palästinensische Theater TAJ (Teatron Arzi Israeli) unter der Leitung eines jungen aas Bulgarien stamtnenden Regisseurs Daniel hat das Wagnis unternommen. Er verfügt über starkes Gestaltungsvermögen, Beherrschung der modernen Regieführung und die klare Eindringlichkeit schier Bühnengestalten läßt die Schule Prof. Max Reinhardts erkennen. Er wird durch eine Gruppe von Darstellern unterstützt, die durch ernstes Streben und hingebungsvolle Arbeit sich ihrer Aufgabe als ,,Schaffende an der Kunst“ in Palästina voll bewußt sind. * Bis vor kurzem empfand man den Mangel an erstklassigen Solistenkonzerten sehr schwer. Es scheint jedoch, daß nunmehr Palästina auf europäische Künstler seinen Reiz auszuüben beginnt. Nach Blonder, Marteau, Hefetz kam jetzt Jan Kubelik־. Wir empfinden es als große Genugtuung und Beweis für die Entwicklung Palästinas auf musikalischem Gebiete, daß es in die Tournees von Künstlern von anerkannten! Rufe einbezogen wird. Welche Bereicherung dies bringt, kann nur jener ermessen, der durch viele Jahre solche Konzerte entbehren mußte. Kubelik spielte in der Ausstellungshalle —- oft vom Prasseln des Regens auf das Holzdach der Halle und dem Toben des Sturmes übertönt — aber man ist anspruchslos geworden. Trotz dieser Störungen zog der Künstler das Publikum bald voll in seinen Bann. A. E. Zur Feier der dreihundertsten Wiederkehr des Tages der Herausgabe des ernten gedruckten hebräischen Buches, eines Gebetbuches, in Amsterdam, wird in der Bibliothek des sephardischen Rabbinerseminars eine jüdische Buchaus- Stellung arrangiert werden. Eine Abteilung der Ausstellung wird dem Werke des berühmten Menassah Ben Israel gewidmet sein, der in der hebräischen Buchdruckerkunst von Amsterdam eine große Rolle gespielt hat. In Stockholm erschien ein Buch des Oberrabbiners Dr. Marcus Ehrenpreis ״Oesterlandetsjäl“ — eine Orientreise, vor allem über Palästina. Hindernissen des Landes, der Bedingungen, der Sprache, der Kredit- und Absatzorganisation, auf zwei organisierte feindliehe Tendenzen, Tendenzen, die durchaus nicht Gewehr bei Fuß stehen, sondern aktiv gegen diese Produzentengruppe vormarschieren. Die eine Tendenz hat die Parole, daß derZionismus immer zum weitaus größeren Teil auf landwirtschaftlicher Kolonisation zu basieren habe und daß die städtischen Einwanderer gewissermaßen nur notgedrungen in den Kauf genommen werden müssen. Wese Tendenz führt dazu, daß alle Budgetgcldcr irgendwelchen anderen Zwecken zugeführt werden, nur nicht denen von Handel und Industrie, daß für letztere bisher noch nicht 2ס/יי der Gesamtausgaben zu erhalten waren, und daß alle noch 80 bescheidenen Kongreßbeschlüsse (25 000 £ für die Industriebank) nicht zur Ausführung gebracht werden, daß Wünsche des Industriedepartments innerhalb der Exekutive isoliert bleiben und überstimmt werden usw. Aber diese Tendenz ist zu überwinden und man wird sich mit ihr verständigen können. Ueberbleibsel jener Tolstoironiantik, die den Zionismus verwechselt mit der Rührung, die jeden Städter vor dem Bild des ״Sämannes“ und des Getreidebauern hinterm Pflug überfällt, sind noch genug vorhanden, aber die Erkenntnis, daß Zionismus die wirtschaftliche Okkupierung aller Positionen des gesamten Landes mit dett modernsten Methoden bedeutet, und insbesondere die Preisgabe aller Methoden, Behelfe, Instrumente und Sentiments eines patriarchalisch-primitiven Zeitalters, diese Erkenntnis verbreitet sich immer mehr, und über kurz oder lang, scheint es, wird die Wirtschaftspolitik der oben geschilderten Produzentengruppe bis zu diesem Punkte in allen Parteien nur Freunde finden. Anders aber verhält es sich mit der zweiten feindlichen Tendenz: es ist die Tendenz der Arbeiterwirtschaft gegen die Privatwirtschaft. Hier begegnen wir Gegensätzen, die durchaus nicht verschleiert werden dürfen. Während nämlich die Produzentengruppe, wie gesagt, Wirtschaftspolitik treibt, treiben die Arbeiter polltische Wirtschaft Während für jene die gesicherte Produktionsbasis und Produktionssteigerung oberstes Leitmotiv bleibt, stellen die Arbeiter die Arbeiterinteressen vor jedes Produktionsinteresse. Die Arbeiter wollen eine Schaffung und Erweiterung von Produktionsstätten nur unter der Voraus- Setzung zugeben, daß die Arbeiterinteressen in erster Reihe sichergestellt sind, und wenn dies ihrer Meinung nach nicht genügend der Fall ist, dann sind sie gegen die Entstehung von Handel und Industrie, und verhindern die Exekutive, diesen Wirtschaftszweigen Hilfe und Unterstützung zukommen zu lassen*). Beide Parteien vertreten ihre Tendenzen unter Verwendung des Nationalismus als Argument. Die Produzenten erklären, daß die Schaffung einer Produktionsbasis und einer Basis für Privatkapita! die Voraussetzung sei für den raschen Gesamtaufbau des national honte, und daß die Monopolisierung der Wirtschaft durch die Arbeiter nur eine kleine sozialistische Insel schaffen könne, an welcher die Masse des jüdischen Volkes kein Interesse habe und durch welche nur verhindert werde, daß diese Masse sich mit Palästina verknüpfe. Umgekehrt mache sie dagegen die Bahn frei für den englischarabischen und Wernationalen Großkapitalismus, der keine zur dw ' jMJbdbriqffte dringe, daß n«? die Arbeite, nJrtschaft eine Garantie für nationale Wirtschaft bedeute, und daß die feindliche Raltung gegenüber den Produzenten nur diktiert sei von dein Interesse, das nationale Rückgrat de? Landes, nämlich die Arbeiter, zu stärken. Im Interesse einer äauberhaltung des politischen Kampfes sollte man sich dahin einigen, daß die ״nationalen Belange“ auf beiden Seiten als gleich stark und gleichwertig zu gelten haben. Wenn dies der Fall ist und wenn man beide Seiten dieser Rhetorik entkleidet, bleiben übrig die wirtschaftlichen Interessen, und diese heißen: ״Produktionssteigerung vor allem“ auf der einen Seite, und ״Arbeiterinteressen voran" auf der anderen Seite. Und wenn wir ferner absehen Von der menschlichen Beurteilung von Recht und Unrecht, und lediglieh den wirtschaftlichen Maßstab anlegen und uns fragen, von welcher dieser beiden Parolen die Wirtschaft einen Aufstieg oder aber eine Hemmung zu gewärtigen hat, wohlverstanden die Wirtschaft eines produktionsarmen Einwanderungslandes, an dessen Einwanderungssteigernng wir das größte Interesse haben, so ist es klar, daß kein Aufstieg möglich ist, solange nicht der Begriff.der Produktionssteigerung, der einpeitschende Fanatismus der Produktionssteigerung abso* lut beherrschend ist. Und solange die Arbeiter nicht die völlige Hegemonie dieses Fanatismus akzeptieren, werden sie stets nur politische Wirtschaft und nicht Wirtschaftspolitik treiben können. Nun haben die Arbeiter als diejenigen, die zuerst in größeren Massen ins Land gelassen wurden und in deren Händen daher die Fundamentierung der Wirtschaft mehrere Jahre hindurch lag, in Palästina eine luftdicht abgeschlossene Arbeiterwirtschaft geschaffen, die mehr und mehr die Verständigungsmöglichkeit mit der übrigen Wirtschaft verlor. Und während die Wirtschaftler keine andere Front vor sich sehen als die außenpolitische, d. h. die Eroberung des (arabischen) Marktes, die Verteidigung gegen die arabische und ausländische Konkurrenz, das Schritthalten mit dem arabischen Schnellzugstempo — haben die Arbeiter die Notwendigkeit einer geeinten jüdischen Wirtschaftsfront nicht begriffen, haben das Problem der arabisch-englischen und weltkapitalistischen Wirtschaft in Palästina ignoriert. Aus der Parole von der Autarkie des Landes, die nie ernst zu nehmen war, haben sie auf dem Wege über die Parole von der Autarkie der jüdischen Wirtschaft, die ein Unglück war, die Parole von der Autarkie der jüdischen Arbeiterschaft gemacht — und sie ist es, die sich heute jeder Verständigung und jeden Versuch zur Herstellung einer geschlossenen jüdischen Wirtschaftsfront in den Weg stellt Sie hat ein fast schon geschlossenes sozialistisches Wirtschaftssystem geschaffen, von den Kwuzoth zur zusammenfassenden Nir-Gesellschafi, zum Hamaschbir und dem Solei Boneh, das Ganze gekittet durch die Arbeiterbank (die längst mit £ 80 000 Kapital arbeitet, während der Industriebank immer *) Wenn ein ausländischer Industrieller auf einer Besuchsreise bei der sozialistische« Stadtverwaltung von Tel-Awiw vorspricht und sich dort über die Möglichkeit, eine Fabrik zu eröffnen, informieren läßt wird ihm diese Tendenz so unverhüllt präsentiert, daß er sich schleunigst wMer aus dem Staube macht (Die Verantwortung für diese an andere Behauptungen trägt natürlich nur der Verfasser. — A. d. Red.) Nr. 102/103 Nr. 10 noch nicht die Geburt gestattet wird); und umrahmt vom ) eigenen Krankenkassen- und Erziehungswesen — ein Wirtschaftssystem, dem die später gekommene bürgerliche Wirtschaft noch sehr wenig entgegenzusetzen hat, und gegen das sie wie gegen jede Monopolstellung nur unsagbar schwer auf- , kommen kann, ein Block von politischer Wirtschaft, der in einen Gegensatz geraten muß zu jenen Bestrebungen der Wirt- 1 schaftler, die eine Oesundung des palästinensischen Wirt- ' Schaftslebens, eine Vermeidung von Krisen, eine Erweiterung der Immigrationsbasis nur dann für möglich halten, wenn eine weitgehende Entpolitisierung der Wirtschaft, besser gesagt: eine Umwandlung der (innen-) politischen Wirtschaft in eine Wirtschafts- (außen-) poli• tik stattgefunden hat Letztere Tendenz, die nicht aus antisozialistischen Motiven stammt, sondern sich nur dort gegen den Sozialismus sträubt, wo er produktionsfeindlich und produktionshemmend ist, und wo er das Aufkommen einer konkurrenzfähigen palästinensischen Wirtschaft unmöglich macht, würde sich auch gegen jedes andere Wirtschaftssystem wenden, bei welchem die Interessen eines Bevölkerungsteiles vor die Interessen der Produktionssteigerung gestellt werden. Und ein solches System kann nur von den Wirtschaftlern selbst verfochten werden und nicht von politischen Parteien wie der revisionistischen. Jabotlnsky , wird selbst bald erkennen, und es von seinen zahlreichen Anhängern in der Arbeiterwirtschaft zu hören bekommen, daß es nicht genügt, wenn eine politische Partei sich ein Wirä- Schaftsprogramm ausarbeiten läßt mit Forderungen, die mehr oder weniger Gemeingut aller Straßenagitation werden können, sondern daß auch eine Klarstellung darüber notwendig ist, welche Rolle die Arbeiterwirtschaft bei der Verwirklichung dieses Programmes spielen soll. Vorläufig hat sich der Revisionismus mit dieser Frage noch nicht beschäftigt Wenn er es; auf sich nehmen will, ohne das Odium des Vergleiches mit dem Faszismus zu scheuen, den Produktionsfanatismus so sehr zur obersten Parole zu erheben, daß er seine eigenen Arbeitermitglieder dazu bringt, sich von ihr packen zu lassen, und wenn er als politische Kampf- und Erziehungsorganisation cs fertigbringen wird, eine Arbeiterschaft heranzuziehen, welche in den Fällen eines Konfliktes zwischen sozialistischen und gesamtnationalen Interessen für die letzteren optiert statt für die ersteren, dann wird er damit eine große historische Funktion im Zionismus erfüllt haben. Die Wirtschaftler aber, welche keine Kampf- und Erziehungsorganisation sein wollen, sondern lediglich die Hindernisse auf dem Wege zur eigenen wirtschaftlichen Entfaltung beiseite räumen, werden sich einem solchen Kampfe um so mehr fernzuhalten haben, als er in der Arena einer politischen Partei ausgefochten wird, wo der Ausgang zumindest noch recht zweifelhaft ist. Und so resümieren wir, daß es zwei Dinge gibt, von deren glücklicher Lösung das zionistische Schicksal abhängt: 1. Die Unterwerfung ״er ׳יי•:;*schaff, guch der Arbeiter- Wirtschaft, unter die H e |crb ^' e des Produkt Ion 8• fanatismus als aber» nine’;| a,,rV ׳ 1 , ״- 2. ־ de ,OWaiet«״g1.störcn guj* ffwpffront det i*j auf!( i. ׳eni eht 1 Ob m nlWe Oppositionen oder revisionistische Parteien, sie alle haben gleichmäßig an der Lösung dieser Fragen mitzuarbdten. Die Wirtschaftler in all diesen Gruppen, aber auch diejenigen, die keine andere Organisation kennen als die Zionistische Welt- Organisation schlechthin, und keine andere Opposition als die gegen Unvernunft, werden das ihre dazu beitragen. Vor 1 statt At hielten in der Hat: sch e ws Rustschut Agitation: der Haus invaliden schlüpfte menier 1 in der H Das ' Balkan ei läßt sich daß es v< den wlr< Peitschen spreche«( clieses S< Ministers eine der Balkan, Sofia mi bulgarisc werden 1 |er Min: das Ers etlichen phonisch war nän der bulg wie gen Handelst die Zeit ״Tscbifu sich ihr würdige gestattei Würdt Von sichtlich Zentral!« wäre, d , daß er f Lande 1׳ : Herkunf Zur Anleihe-Frage ln der ״Wicucr Morgenzeitung“ veröffentlicht Robert Stricker unter der Ueberschriit ״Eine versäumte Gelegenheit“ einen Artikel über die Palästina-Anleihe, in welchem er die Durchführung und den Vervvendungsplan det von England garantierten Anleihe der Palästina- Regierung kritisiert. Stricker vertritt die Ansicht, daß bei entsprechender Aktivität der zionistischen Leitung diese Anleihe dem Zionismus hätte zugute kommen können, der dann nicht nötig gehabt hatte, sich um die reichen amerikanisehen Juden zu bemühen. Stricker hat vor etwa einem Jahre einen Artikel über die Notwendigkeit einer zionistischen Anleihe in der ״Morgenzeitung“ veröffentlicht und schreibt jetzt: ״Nun ist die Ausgeburt meiner kranken Phantasie, die von der Mandatsmacht garantierte Palästina-Anleihe, Wirklichkeit geworden,“ Es liegt hier ein Irrtum vor. Diese Palästina-Anleihe ist keine Ausgeburt von jemandes kranker Phantasie, sondern war schon 1920 geplant und mußte wegen verschiedener Hindernisse (Nichtbestätigung des Mandats, Nichtratifizierung des Friedens von Lausanne usw.) immer wieder hinausgeschoben werden. Doch bestand nie ein Zweifel, daß diese Anleihe der Palästina-Regierung kommen wird. Eine ganz andere Frage ist jedoch die zionistische Anleihe, worüber Arlosoroff ein Buch geschrieben, Ruppin und Heinrich Margulies ausführliche Projekte vorgelegt, di< Kommission unseres Zionistenkongresses Beschlüsse gefaßt hat^ und über die in London und Genf verschiedene vorbereitende Verhandlungen geführt worden sind. Wir stimmen Stricker vollständig darin bei, daß diese zionistische Anleihe eines der wichtigsten Ziele unserer zionistischen Politik sein muß und daß auch die ״produktionsfeindliche“ Verwendung der gegenwärtigen Regierungsanleihe von der zionistischen Exekutive angefochten werden muß. Im übrigen erwähnt Stricker, er habe dem Londoner Büro vor Jahresfrist ein Memo randum in dieser Sache zur Weiterleitung ait Exekutive und A.-C.-Mitglieder überreicht, es sei ihm jedoch mit dem Bescheid zurückgesandt worden, die Vervielfältigung würde zuviel Schwierigkeiten machen. O heiliger Bürokratius! Dieser Punkt erfordert dringend Aufklärung. Wir halten es für notwendig, daß die Exekutive untersucht, wie eine derartige lächerliche und die Exekutive kompromittierende Ausflucht zustande gekommen ist. Reichliche RegeoüUe in Palästina Nachdem Palästina in den Monaten Oktober und November einen starken Mangel an Regen aufzuweisen hatte — speziell in Jerusalem machte sich bereits wieder Wassermangel bemerkbar —, setzten nunmehr im Dezember bei gleichzeitigen heftigen Stürmen, die die Schiffahrt stark behinderten und das Ausboten unmöglich machten, starke Regent Ille ein, die sogar kurze Unterbrechungen des Eisenbahnverkehrs verursachten. Die gefallene Regenmenge erreichte an einem einzigen Tage in Jerusalem, Tel-Awiw und Haifa bis gegen 100 Millimeter. sierern und Ge und Pa! wisse d würdige ■׳•Mag♦י•׳■ ־ &C׳״i darüber Juden ti Voi Jabot Palästiii Sofia 1 Leider herbeig wurde, wird i! Sol׳ tm eur geistert muß b( Die Sp, ebenso ALs voi Rumäni auch u gelobte Mittels! Haus u es zun gewacii der sei zu kön ruiniert wandei Sachla! Schon safion die die wahre Be sich di di m i behänd Wir w ist, ab verdiet Kreise. K mit d erklär Regiei ihr Zi S t a a die da der wird heilen Oppo: 1! und 1 koti 11• Eine Koz prasic Verur Pr.ו-i1 tntker der \