Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXI (1926)
- Issue
- Heft 100-101 (23.12.1926)
- Date
- 1926-12-23
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 720 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 100/101 Nr 100 disch“ bezeichnet, in dessen Statuten wahrscheinlich die ״unbeirrte Pflege rumänischer' Gesinnung“ steht, Haussuchungen vorgenommen und seine Führer verhaftet. Der Präsident ist derselbe Dr. Fi 1 d er!1: a n n, der im vorigen Jahr in Amerika für rumänische Interessen tätig war und dafür Anerkennungsschreiben vom rumänischen Gesandten erhielt. Es ist selbstverständlich, daß die rumänischen Juden treue Bürger ihres Vaterlandes sind, wenn sie auch wie Stiefkinder behandelt werden, und daß sie, wenn sie eine menschliche und rechtliche Behandlung der Juden fordern, damit auch dem Prestige Rumäniens nützen. Aber Erfolg kann diese Politik hur haben durch selbstbewußtes jüdisches Auftreten. In L i t a u e n schien sich eine Verbesserung der Lage der Juden unter Anerkennung der jüdischen Rechte vorzubereiten, nun hat der Kurs wieder gewechselt. In Polen wächst das antisemitische ״Lager des großen Polen“. Und selbst in der Tschechoslowakei, deren Volk demokratisch, aber doch instinktiv antisemitisch ist, ereignete sich jüngst ein freilich zum Glück wenig belangreicher, aber doch charakteristischer Zwischenfall, indem die Oper ״Wozzek“ des katholischen Deutschen Alban Berg nach ungeheuren Skandalen vom tschechischen Nationaltheater abgesetzt werden mußte, weil Presse und Publikum das ihnen unsympathische Werk als — ״jüdisch“ bezeichneten. Am interessantesten ist die Lage in Rußland. Kalinins Rede bei der Ozet-Konferenz war voll von Hinweisen auf den wachsenden Antisemitismus, man veranstaltet darüber große Disputationen, auch der Korrespondent des ״Berliner Tageblatts“ weiß darüber sehr aufschlußreich zu berichten, in Rußland wird der Antisemitismus von der Regierung unterdrückt, aber die frühere Taktik, seine Existenz zu leugnen, ist nicht mehr angängig. Die Kommunisten müssen sich ihren eigenen Anhängern gegenüber durch Statistiken darüber ausweisen, wie viel oder wenig jüdische Beamte es gibt Der Kampf gegen Trotzki und Sinovvjew, der mit der Beseitigung dieser beiden Führer endete, hatte fraglos auch antisemitische Wurzeln, wenn auch vielleicht nicht ganz bewußte. Die Juden in der Führung der Partei bildeten eine Belastung, die Massen der Partei entscheiden instinktiv gegen sie. Die Sowjet-Regierung erkennt, daß sie der Judenfrage nicht ausweichen kann und sie versucht wenigstens eine anständige Lösung durch #e konzentrierte Kolonisation. Den dortigen Assimilanten, den russisch-jüdischen Kommunisten, ist diese Aufrollr.ng der Judenfrage als nationaler Frage nicht durchaus sympathisch. Man versucht es mit Palliativen. Aber die Frage heischt Ihre Lösung, und cirase Lösung kann nur eine g e s a in t j f! d i s c h e sein. Sache,der Juden ist es, die Lösung in die Hand ä^S,s1t,,J|ßh imWm, TMi 0 r *; a!־ r;; t z r t e » J 0 de hjtäeT'i* St'efrif gnqße Macht, politisch, geistig, materiell.'' Öle Zionistische Organisation will die Kräfte der Juden zu tätiger Gestaltung ihres Geschickes zusammenfassen. Was wir erstreben, ist nichts zu Verbergendes, sondern ein k*rw öffentlich dalfegerr'es;Ziel, ׳cjm ¥>■?.!?״■ ׳tVM <׳••' ׳ *.• klang mit dem Interesse aller Völker. M 2 Welt’ wird durch unsere Arbeit von einem Albdruck befreit werden. Wir beanspruchen dafür das Wohlwollen und die Hilfe der Welf, und sie wird uns zuteil werden. Durch den Zionismus wird die heutige unhaltbare Lage der Juden radikjj geändert. Je länger sich große Teile des Judentums'sträuben, die zionistische Wahrheit anzuerkennen, um so länger wird die Not des Judentums dauern. Ke Warschauer Jüdische Gemeinde hat in ihrem Budget 25 000 Zloty zur Unterstützung in Palästina weilender Immigranten aus Polen und 50000 Zloty für allgemeine Emigrationszwecke bestimmt. Jüdisches Paris Wieviel Juden gibt cs in Paris? Von jeder durch Schätzung zustande gekommenen Zahl muß man zunächst ungefähr 25 000 aussclieiden, denn die autochthonen, seit jeher in Paris lebenden Juden sind so exklusiv, daß man sie eigentlich gar nicht mitzählen dürfte. Im allgemeinen schwanken die Angaben über die Zahl der Pariser jud*u zwischen 100 000 und 120 000, Die Pariser Judenheit teilt sich in vier Lager: zunächst die erwähnten 25 000; dazu kommen ungefähr 25 000 spaniolische Juden, die aus der Levante eingewandert sind. Es handelt sich um die wohlhabende« Spaniolen, die die französischer! Schulen der Alliance Israeüte besucht haben und französiert worden sind. Infolge der Balkankriege und des nachfolgenden Weltkrieges hat dieses Element in Frankreich starke Zuwanderung erhalten und konzentriert sich in Paris. Die dritte Schicht besteht aus den Elsässern, die zumeist auf den Namen Weil oder Bloch hören; ihre Zahl beträgt gleichfalls 25 000 bis 30000. Der Rest besteht aus Ostjuden, die ihrerseits sich in zwei Lager teilen: die russisch-assimilierten Flüchtlinge aus Oroßrußland und die jiddischen Juden aus Polen, Rumänien, Litauen usw. Diese Zusammensetzung der Pariser Judenheit lehrt, wie schwer es fällt, alle Pariser Juden unter einen Hut zu bringen, um so mehr als wegen der Trennung von Staat und Kirchf/ieine alle Juden umfassende jüdische Gemeinde nicht existiert. Wenn man als Jude für einige Tage nach Paris kommt, und selbst die Absicht gehabt hätte, Paris und nur Paris zu sehen, so verwendet man schließlich die ganze Zeit des Aufenthaltes in Paris doch nur dazu, um Juden zu sehen, sie zu besuchen, mit ihnen zu sprechen. Das Leben eines jüdisch interessierten Juden unserer Zeit ist eben mit einer Hypothek belastet. Und diese Hypothek ist das Primat des jüdischen Interesses. Diese Tatsache ist eine Beglciterscheinung der Anormalität des jüdischen Lebens. Man kann Das Echo des Pro Palästina Comitls Die Palästina-Anleihe vor dem Oberhaus Die Gründung des Pro Palästina Comitds in Deutschland hat einen großen Eindruck auf die gesamte Oefientlichkeit gemacht. Innerhalb und außerhalb Deutschlands, bei Juden und Nichtjuden, Zionisten und Nichtzionisten versteht man die Bedeutung dieser Kundgebung wohl zu würdigen. Der Zionisfisclien Vereinigung für Deutschland sind eine Reihe von Glückwunschschreiben zugegangen, darunter von der Föderation Misrachi, sowie von zahlreichen zionistischen Verbänden und Ortsgruppen. Auch die Presse hat natürlich von dem Ereignis Notiz genommen, freilich sonderbarerweise mit Ausnahme des ״Berliner Tageblatts“, das sonst auch für kleinere Ereignisse nur lokalen Charakters Raum findet. Auffallend ist, daß die ״Frankfurter Zeitung“, die bekanntlich in diesem Jahre heftige Angriffe gegen den Zionismus gerichtet hat, die Gründung des Komitees all prominenter Stelle anzeigt. Das Blatt hält es für nötig, in einer längeren Vorbemerkung auf die innerzionistische Diskussion hinzuweisen, ob bei der Verwirklichung des Zionismus politische oder wirtschaftliche Momente in den Vordergrund zu stellen sind. Sie meint, daß durch die Erkenntnis der Unmöglichkeit eines rein jüdischen Staates ״die politische Idee des Zionismus sich selbst erledigen muß. Ucbrig bleibt dann der Siedlungsgedanke, gegen den niemand etwas eirizuwenden hat.“ Es braucht kaum gesagt zu werden, daß es keine Zionisten gibt, die nicht den Zionismus als politische Bewegung auffassen. Die früheren konsequenten Behauptungen der ״Frankfurter Zeitung4‘, die Zionisten wollten als Werkzeug des englischen Imperialismus die Araber verdrängen, waren ebenso irrig wie ihre jetzige Bemerkung, der Zionismus sei ein unpolitisches Siedlungswerk. Die Grundlage zionistischer Arbeit ist heute das Palästinamandat des Völkerbundes, das die Heimatsberechtigung der Juden in Palästina anerkennt, gewiß also ein politisches Instrument ist. Die Mitglieder des Pro Palästina Comites, die, wie das Blatt etwas naiv bemerkt, ״zweifellos keine Zionisten sind“, waren sich natürlich auch nicht im geringsten im unklaren, daß es sich um eine politische Sache handelt; eine andere Sache hätte sie kaum interessiert. Die Gründung des Pro Palästina Comites hat dem betreffenden Redakteur der ״Frankfurter Zeitung“ offenbar zum Bewußtsein gebracht, daß in seiner früheren Auffassung etwas nicht stimmen kann und er erklärt sich das durch die Annahme, der vom Pro Palästina Comit£ geförderte Zionismus sei ein ״andere r“ Zionismus. Wir begrüßen jedenfalls mit Genugtuung das Anzeichen einer freundlicheren Haltung der ״Frankfurter Zeitung“. Das englische Pro Palästina Comtte , London, 16. Dezember. (J.T.A.) Im Unterhause wurde eine Versammlung des vor kurzem begründeten parlamantarischen Pro Palästina ComiAs, dem ־zahlreiche Mitglieder aller Parteien angeboren, abgehaUen. Es waren mehr als 50 Parlamentsmitglieder anwesend. Sir Herbert Samuel, der frühere Oberfcommlssar für Palästina, hieü einen Vortrag über die Lage in• Palästina und beantwortete zum Schluß mehrere von den Parlamentariern an Ihn gestellte Fragen. Den Vorsitz führte. das jüdische Mitglied des. Unterhauses ■'-־ Der Umsturz In Uianen 'V *' ־'•׳•' Die Nachrichten über den Umsturz in Litauen habet! vregea der bekannten judengegnerischen Einstellung der leitenden Männer der ׳ Umsturzbewegung, im Auslande die״betgchtigte Befürchtung; erregt, daß de Jude(| w '1aj d1ese V •vttisiyrztage besonders .zu'leiden Aalten. £׳ie,e' u uraJäu*» hat sich glücklicherweise als unbegründet herausgestellt. Wohl ist die Tendenz der neuen Regierung alles andere als judenfreundlich, aber die Veranstalter des Militärputsches hüteten sich davor, die Juden als Juden irgendwie zu verfolgen. Allerdings hat die neue Regierung viele jüdische Arbeiter und kommunistische jüdische Parteigänger verhaften fassen. Das geschah jedoch wegen der politischen Einstellung dieser Personen,, Angesichts des Sturzes der bisherigen linksgerichteten Regierung und des Rücktrittes des früheren Staatspräsidenten und dessen Ersetzung ׳ durch den neuen Präsidenten Sraetona sind die Aussichten für die Juden in legislatorischer Hinsicht in Litauen düster geworden. Noch vor kurzer Zeit hoffte man sowohl in der Frage des Sonntagsruhegesetzes sowie hinsichtlich der jüdischen Selbst- Verwaltung im Wege des Sejms eine für die Juden günstige Neuregelung zu erzielen. Wie die Dinge heute liegen, scheinen diese Hoffnungen zunächst begraben zu sein. eben nicht mit Selbstverständlichkeit Jude sein, sondern ist gezwungen, wegen der überall, wo Juden leben, ins Auge springenden jüdischen Probleme sich immer wieder jüdischen , Dingen zuzuwenden. So erging’es auch mir; anstatt •!1$, Tcuropäer, der man schließlich doch ist, in Pa!•'!; ,1f ׳ noch immer das Herz Europas schlägt, mich um ,IL*a,x! »1 kümmern, verbrachte ich meine Tage damit, jikli׳ .he 1 .,itutionen zu besuchen. Und ehe ich mit dieser Ausgabe sertig war, waren die wenigen Tage des Aufenthaltes in.Paris verstrichen und ich hatte von Paris nur die Silhouette, von den Pariser Juden aber auch das Innere gesehen. Sicherlich gibt es in Paris offizielle jü-'Fche Institutionen, die inan sehen kann: das Rabbinat, päd! oh es Seminar, Synagogen, jüdische Friedhöfe «sw. Diese Institutionen zu besuchen, mußte ich mir aber versagen, denn dort hätte ich wohl wenig vom lebendigen Judentum erfahren, da sich diese Anstalten zum größten Teile in den Händen jener 25 000 Juden befinden, die, wie eingangs erwähnt, kaum noch lebendiges Judentum repräsentieren. Ich beschränkte mich also auf den Besuch jener Zentren der gesamtjüdischen Welt, die in Paris ihren Sitz haben und wo lebendiges jüdisches Interesse zu Hause ist. Und da ist in erster Linie das Büro des Komitees der jüdischen Delegationen und der jüdischen Welthilfskonferenz zu nennen. Dort waltet Leo Motzkin, nebenbei auch Vorsitzender des Zionistischen Aktions-Comitfis, seines• Amtes. Leo Motzkin, dieser in der Ukraine geborene Jude, der in Deutschland seine Studienjahre verbracht hat und dessen Arbeitsgebiet alle Länder mit jüdischer Massensiedlung sind, ist Herz und Seele der Büros in der Avenue de Ia Grande Artnde. Motzkin kommt ah erster ins Büro und verläßt es als letzter. Um von seiner geliebten Arbeitsstätte auch in der Nacht nicht fern zu sein, hat er in einem gegenüberliegenden Hotel sein Quartier aufgcadilagen. Abend für Abend hat er Sitzungen. Zahllose Komitees und Institutionen benötigen einen ruhenden Pol in der Diskussionen Flucht. Dieser ruhende Pol ist Leo Motzkin. Ich glaube, daß die London, 15. Dezember. (J. T. A.) Das britische Oberhaus hat heute die Palästina-Anleihe-Bill endgültig verabschiedet. Während der zweiten Lesung en spinn sich eine Debatte, in deren Verlauf der Berichierstat.er Graf Clarendon!nitteilte, daß der Plan der Ausgestaltung der urizulänglichen Hafenanlagen von Jaffa auch im Stadium der Erörterung und noch nicht angenommen ist. Die gegenvvärtig in Jaffa vorgenommenen Hafenverbesserungen haben einzig den Zweck, der Arbeitslosigkeit zu steuern. Es ist unsere Pflicht, den Manda'sterritorien ebenso zu helfen, wie wir unseren Kolonien geholfen haben. Wenn se auch dem Wortsinne nach nicht Teile des britischen Reiches sind, so dürfen wir sie dennoch nicht in eine schlechte Lage bringen. Der Staatssekretär für die Kolonien hat im Unterhaus die Versicherung abgegeben, daß der Anleiheertrag nur zu notwendigen Arbeiten verwendet werden wird. Wir werden uns keineswegs in ein riskantes Unternehmen einlassen, aus dem dem britischen Steuerzahler Verluste erwachsen und ihn zu einem Schuldner machen würde. Die von der britischen Regierung garantierten Anleihen sind durch die Einkünfte der betreffenden Länder (der Berich erst׳ t er sp ach auch von den ostafrikanischen Anleihen) vollständig gedeckt. Lord Arnold, der in der Arbeiterregierung Unterstea'.s- Sekretär für die Kolonien gewesen war, erklärte im Namen der Arbeiterpartei, diese wolle der Anle he zus'immcn. Die zionistische Bewegung genießt die warme Unterstützung der Arbeiterpartei, die sich der großen Fortschritte des neuen Palästina freut. Für Balfour, dessen Rolle in der Entwicklung des neuen Palästina vom Beginn an von geschichtlicher Bedeutung ist, muß diese Wendung sehr erfreulich sein. Die finanzielle Lage Palästinas habe sich in den letzten drei oder vier Jahren in ungewöhnlicher Weise verbessert, so daß der Ueberschuß jetzt £ 700 000 beträgt, Bezug ich der Löhne in Verbindung mit dem Hafenbau in Haifa wurde im Unterhaus die Sicherung anständiger Löhne und Arbeitsbedingungen angeregt, und der Staatssekretär hat Sicherungen gegeben, daß die Löhne jedenfalls nicht so niedrig sein werden, daß weiße Arbeiter sie nicht akzeptieren könnten. Der Kolonienminister hat auch sonst Garantien für anständige und nicht versklavende Arbeitsbedingungen gegeben. Graf Buxton sagte, die Anleihe-Bill könne alle befriedigen. Kenivorlhy Ia Palästina Jerusalem, 17. Dezember. (j.T.A.) DasStadfpräsid?um von״ T e 1 - A w i w gab heute zu Ehren des Mitgieds des englischen Unterhauses Commander Kenworthy einen Tee. Oestern wurde Kenworthy in Haifa durch einen Empfang geehrt, den die Jüdische Gemeinde veranstaltet hatte. Bei beiden Gelegenheiten äußerte sich Kenworthy begeistert über das System und die Erfolge der zionistischen Arbeit i!1 Paläsäna, die in ständigem Fortschritt begriffen ist. Er teilte mit, daß er morgen die Reise nach Amerika antreten wird, um an dem United Palestine Appeal teiizunehmen. Die Keren Hajessod -Tanrner Dr. fellstelns London gedrahtet wird, am 24. Dezember von London ab um seine Keren Hajessod-Toumce nach Italien, A u s f r a ti.en, Neuseeland, Holiändisch-Iridien, Burin! t!«d ingag,0re eine» werdfa, ׳!an׳'"den''Aufbau läs (ji zu fördern. Uftes Hauptbüro des Keren Haj esso♦׳־ '׳ - J1!rra!.־ sa .RriitfJ AiPrtsenhelt von Herrn und,• Fr ־ *׳י ידי*mä/ wÄjey raM!ach üitrareUtühfönden zioflisit eheu1 Ptaönlichkeilen au Australien und Neuseela.c f/'e iira^aufe des Draetnber in Palästina weilten, dazu benutzt um mit diesen alle Fragen der Organisierung der Keren Hajessod-Rampagne in Australien und Neuseeland zu besprechen. Die zionistischen Gruppen in den von Dr. Goldstein zu besuchenden Ländern haben, laut telegraphischer Mitteilung, mit den organisatorischen und prop'gandistischen Vorbereitungen der von Dr. Goldstein durchzuführenden Keren Hajessod-Kampagne begonnen. Wie der ״V 0 s s i s c h e n Zeitung“ aus Jerusalem telegraphiert wird, sollen die neuen Verhandlungen zwischen England und Ibn Saud, dem König von Hcdschas, über deren Einleitung die englische Presse bereits berichtet hat, dazu geführt haben, daß dieGrenzezwischenHedschasund 1 ransjordanien bei Medina, südlich Akaba, gezogen wird. (Die ״Vossische Zeitung“ spricht irrtümlich von einer ״palästinensischen“ Grenze.) Anekdote wahr ist, welche zu berichten weiß, daß man Motzkin eines Tages um 8 Uhr abends in seinem Büro ganz niedergeschlagen sitzen sah, nur darum, weil er an diesem Abend nicht wußte, was er beginnen solle, denn dieser Abend war nach vielen Wochen für ihn sitzungsfrei. Man bedenke: in Paris totunglücklich sein, weil man an einem Abend keine Sitzung hat und darum nicht weiß, was man mit sich beginnen soll . . . In der Avenue de ia Grande Armee habe ich viele Stunden verbracht. Man trifft dort Juden aus allen Ländern, aus allen Parteien, aus allen Schichten. Jeder hat ein Anliegen, jeder will Rat und will Hilfe. Sieht man all dies( Leute vor sich vorüberziehen, dann ermißt man sinnfällig, wie verschlungen und ungeheuer die jüdischen Nöte sind. Wenn man doch alle heilen könnte! * Viel vornehmer, geräuschloser, geht es im Büro von Dr. Viktor Jacobson zu. Wenn auch die alten Formen der Diplomatie in der ganzen Welt aufgegeben sind und einem geschäftigeren Betriebe Platz gemacht haben, so bleibt Diplomatie doch vom Hauch bestimmter Formeln der Höflichkeit und guter Lebensart umgeben. Viktor Jacobson ist der Diplomat des Zionismus. Er ist zionistischer Vertreter beim Völkerbund und wohnt dementsprechend in Paris. Denn die Vorhalle von Genf ist für alle beim Völkerbund Tätigen Paris. Hier werden alle Fäden gesponnen, Beziehungen angeknüpft, Unterhandlungen eingeleitet, Besprechungen vorbereitet. In Paris befindet sich das Räderwerk jener Uhr, deren Zifferblatt in Genf zu sehen ist. Es ist erstaunlich, wie groß die Begabung Jacobsons war, sich dem Milieu, in dem er arbeiten sollte, anzupassen, ln wenigen Stunden sah ich ihn in dreierlei Gestatt: weltmännisch, französisch parlierender Diplomat; intellektueller russischer Jude und schließlich als ganz -״poscheten“ Ostjuden. Diese Erscheimmgs'ormen der Persönlichkeit Jacobsons traten zutage, je .־. I. I::n franzöcüche, russische oder einfache jüdische Besuche!־ bei ihm erschienen. Der Einfluß Viktor Jacobsons bei V sich 1 Bucht und j jüdisc Pose! tretur in de der / auch scher! scher! war, gege! erkläi 1918/ e i n z s tl n Prinz sogar von I Kapit zu h völlig Intert ״Fra! Pose! Volks naiioi Seite völlig angei wird heuti; ein 1 durcl Nachde Presse mei Uebergang! endlich au! nur mit de jener kriti Kritikern י halten kon anschauung überhaupt meinen jü ihrem Stan gleiche zu Fragen unt noch ein g< in Italien bringen ab U. <• 1 J״f י״ ״■’BÄltiN i Hl »::nein' >/u daß sie d lassen, zun , Man v die ich das ei ״״”!cs Ge sicht, eine zustellen, rechten, di offenbar Aber das < Feststellung gerade me allseits beg wie Haasc Mitteilungs Material ai der Elite hier nicht auf diesem daß er E das geistij noch itnrn Es handeli reich eine Und dies! ״In Ri bekannter! war und! Schülern S Petljura Wolhynien vielen frär antwortet französiscl ״Setzt eicl schon viel zösischc! keiner Fli beste Me! immer mi Wir habe! uns nicht gewesen, französiscl Zeuge der Zeit hind seinen Ei wie traun Ich habe Kopfe wi meinen M mir immt