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Jüdische Rundschau · 1926-12-07 · Heft 96 (7.12.1926) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXI (1926)
Issue
Heft 96 (7.12.1926)
Date
1926-12-07
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Nr. 96 Seite 690 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 98 den Arbeitslosigkeit in Palästina. Die Arbeitslosenfrage ist ein brennendes, furchtbares Problem, aber sie darf nicht dazu verführen, den planmäßigen Aufbau der für die Zukunft und für die Verwirklichung des Zionismus wichtigsten Teile der palästinensischen Wirtschaft zu stören. Die wichtigste Forderung scheint uns aber die Schaffung einer rentablen Landwirt- Schaft, vor allem also die Konsolidierung der bestehenden Betriebe, die allein eine aussichtsreiche Neukolonisation möglich machen kann, während das System, Unfertiges unfertig zu lassen und Neues zu beginnen, das wieder unfertig bleiben wird, unbedingt aufgegeben werden muß. In diesem Sinne hat Kurt Ruppin in der letzten Nummer der ״Jüdischen Rundschau“ konkrete Vorschläge über die Konsolidierung und Neukolonisation gemacht, denen wir beipflichten. Wir sehen keinen anderen Weg, um weiter zu kommen. Und W e i t e r k o m in en ist unser Ziel, wirklich weiterkommen und nicht nur zum Schein. Mit dieser unserer Anschauung, die wir vor einiger Zeit in einem ״Drei Forderungen“ überschricbenen Artikel formuliert haben, setzt sich der Korrespondent des ,,Berliner T a g e b 1 a 11 e s“, Herr Ernst Davis, in einem am 3. Dezember veröffentlichten Leitartikel dieses Blattes auseinander. Wie sich die Zeiten ändern! Wer hätte noch vor zehn Jahren gedacht, daß das ״Berliner Tageblatf“ in seinem Leitartikel gegen die ״Jüdische Rur.ds :hau“ polemisieren wird, weil sie ihm — zu wenig zionistisch ist! Der Artikel bezeichnet unsere Anschauungen als ״zionistischer Njep“. Im großen ganzen sind die Ansichten i!1 dem sachlich geschriebenen Aufsatz richtig wiedergegeben, doch vermissen wir die Angaben darüber, wie jene Gruppe, die ״die Erreichung der jüdischen Majorität in Palästina und daher die schnelle Unterbringung einer möglichst großen Anzahl von Immigranten“ für wichtiger hält als die Rentabilität der Betriebe, sich die Unterhaltung dieser Immigranten vorstellt Herr Davis kommt zu dem Resultat, daß die zionistischen Njep-Leute, die er auch als ״staatsnegierend“ bezeichnet, eine kleine Minderheit darstellen, aber durch ihren Einfluß in den leitenden Stellen doch einen Druck auf die öffentliche Meinung ausüben können. * Es ist für den Außenstehenden schwer zu beurteilen, was eigentlich in Rumänien vorgeht. Die politischen Verhältnisse in diesem Lande sind verwickelt, aber es scheint, daß die extrem-nationalistische Richtung, deren Hauptwaffe ähnlich wie in Deutschland der Antisemitismus ist, Fortsciiritte macht. Die Ermordung des jüdischen Studenten Fallik in Czernowitz, die Verhandiungen des Studentenkongresses in Jassy und die!&&... «|ap»•״. •a1pcbii«i0Kta1 Ausschreitungen in. ver- 9S4ten sind Vor»•; nge, die:iÄ'€et'|udteÄhÜt <t«r ginzfth ' Weit ׳g'r‘ö8’te׳ f eunruhTgung hervorrufen. Es ist sonderbar, d&u solche Ereignisse nicht auch in der rumänischen öffentlichen Meinung Protest hervorrufen. Denn wir können nicht glauben, daß die rumänische Nation diese Taten einer verhetzten Jugend billigt. Es wäre äußerst bedenklich, wollte man Dinge wie diese Ausschreitungen lediglich als eine Angelegenheit der Juden betrachten. Sie sind eine Angelegenheit des rumänischen Volkes, das sich sehr empfindlich zeigt, wenn man seine inneren Verhältnisse kritisiert. Es ist höchste Zeit, daß dem Rowdytum ein Ende gemacht wird. * Zu einer Parole des Numerus clausus oder gar des ״Numerus nullus“ haben wir es in Deutschland noch nicht gebracht, aber die Vorgänge anläßlich der J u b i - läumsfeier der Universität München beweisen, daß von einer Gleichberechtigung der Juden an den Hochschulen nicht die Rede sein kann. Die jü* dischen Korporationen und alle Verbindungen, die nicht statutenmäßig Juden ausschließen, wurden in unerhörter Weise brüskiert und von den Feierlichkeiten ferngehalten. Alle Proteste und alle Bemühungen des Rabbiners und der Gemeinde waren erfolglos. Dieser Vorfall ist bezeichnend für die Lage der Juden in Deutschland. Wir fürchten, daß die Münchener Juden auch auf diese Beleidigung keine würdige Antwort geben werden. Das ״Jüdische Echo“ in München weiß bereits zu berichten, daß die ״Gesellschaft der Freunde der Universität München“ anläßlich des Jubiläums Geldsammlungen auch bei Juden veranstaltet. Die Gesellschaft hat auch jüdische Mitglieder. Wir wagen nicht zu hoffen, daß sie eine würdige Form des Protestes finden werden. In einem Lande, wo im Jahre 1926 Lessings ״Nathan“ von der Zensur (der Münchener Filmprüfstelle) verboten wird, ist schließlich alles möglich. Verbesserasg des Munizipal-Wahlrechts Jerusalem, 1. Dezember (J. T. A.) Colonel Symes, der Hauptsekretär der Palästina-Regierung, empfing heute eine Abordnung des Waad Leumi (Jüdischer Nationalrat Palästinas) and teilte ihnen den schon bekannten Beschluß der Regierung nit, die Wahlordnung für die Stadtverwaltungen unabgeändert!u lassen. Nur in einem Falle habe die Regierung einem Vorschläge des Waad Leumi statt gegeben, daß lämlich Personen, die noch nicht Palästinabürger sind, aber ihre Bewerbung um die Bürgerschaft eingereicht iahen, wählen dürfen. Als Grund für die Ablehnung der übrigen Vorschläge führte Colonel Svmes an, die Rejlerung mußte darauf sehen, daß die Gemeinderatswahlen sobald wie möglich durchgeführt werden, damit die Stadt- «tu Dorf Verwaltungen noch rechtzeitig das Budget für 1927 »![stellen und verabschieden können. Antisemitische Ausschreitungen in Rumänien ״Numeros nullus“ J a s s y , 3. Dezember. (J. T. A.) Der vor einigen Tagen unter dem Ehrenvorsitz von Prof. Cuza in Jassy zusammengetretene Kongreß des rumänischen Studenteuverbandes, an dem 5000 Studenten teilnahmen, hat soeben eine Entschließung angenommen, von der Regierung den Numerus nullus, d. 11. den vollständigen Ausschluß der Juden vom Hochschulstudium zu fordern, ln dem weiteren Teil der Entschließung wird erklärt, die rumänischen Universitäten seien nationale Einrichtungen, und deren nationaler Charakter müsse gewahrt werden. Dem Kongresse wurde mitgeteilt, daß Innenminister Goga 20 000 Lei geschickt habe, um ein Buch drucken zu lassen, welches die Geschichte der Bewegung der Studenten für den Numerus clausus darstellen soll. Auf der Reise zum Kongreß mißhandelten die Studenten die jüdischen Mitreisenden schwer und warfen sie zum Teil aus den Kupees hinaus. Bukarest, 3. Dezember. (J. T. A.) ״Adeverul“ meldet: ״An der medizinischen Fakultät kam es zu turbulenten Szenen. Die jüdischen Studenten, die das Kolleg des Professors Vladescu besuchen wollten, wurden von ihren nichtjüdischen Kollegen schwer mißhandelt und die Treppe heruntergeworfen. Demnach bestehen die ungehörigen Zustände an der medizinischen Fakultät fort. Wir tragen den Dekan, warum er nicht gehörig einschreitet“. Bukarest, 3. Dezember. (J.T. A.) Nach einem Telegramtr aus K i s c h i n e w stand gestern während des ganzen Tage־ die Judenschaft dieser Stadt unter dem Terror von etwa 200 Studenten, die an dem Jassyer Shtdenfenkongreß Das Jubiläum des Jüdischen Naiionalfonds Jerusalem, 1. Dezember. (J.T.A.) Am 30. November, dem Vorabend des Chanukkahfestes, wurde der Jubiläumsmonat aus Anlaß des 25 jährigen Bestehens des Jüdischen Nationalfonds (Keren Kajemeth) durch eine Feier eingeweiht, an der ungefähr 1000 Gäste, unter ihnen Vertreter der Pa- Iästina-Regierung, der jüdischen nationalen und kommunalen Körperschaften, der bürgerlichen, religiösen, politischen, sozialen und kulturellen Organisationen, sowie endlich Vertreter der jüdischen Kolonien und der jüdischen Arbeiterschaff, teilnahmen. Auch die ausländischen Konsuln in Jerusalem waren anwesend. Der Präsident des Keren Kajemeth, Herr M. M. U s s 1 s c hkin, leitete die Feier durch Verlesung der Kapitel 51 und 52 aus Jesajah und durch eine Ansprache ein, in der er ausführte, so groß die Leistungen für den Nationatfonds auch sein mögen, sie reichen nicht hin, um die Ziele dieser dem ganzen iüdischen Volk gehörenden Körperschaft zu verwirkliehen. Er richtete einen Appell an die Judenheit der ganzen Welt, sich die Tatsache zu vergegenwärtigen, daß die Zeit nicht still steht und die Geschichte nicht warten kann. Wenn nicht jetzt schon gehandelt wird, daun werde wohl einmal die Zeit kommen, wo die Judenschaft bereit wäre, Boden in Palästina zu erwerben, es würde aber kein Boden mehr frei sein. Herr Stubbss der Direktor des La nddeparteoje nt 8der, Pallstina-Regieruiig flberbrachtes die Gruße des öbCrljfm*ml&ätt־‘'Üb־tid“ Plumer und'fagt'V"Lord Plumer freue sich, dem Jüdischen Nationalfonds zu seine® 25 jährigen Bestehen seine Glückwünsche darbringen zu können. Der Fonds sei der in die Tat umgesetzte Wunsch des jüdischen Volkes, dns Land seiner Väter wieder aufleben zu lassen. Die Palästina-Regierung, setzte Mr. Stubbs fort, anerkenne vollkommen die Arbeit des Nationalfonds in der Erwerbung von Boden, in dem Wiederaufbau von Brachland und in der Urbarmachung von malariaverseuchtetn Sumpftand; sie anerkenne ferner den großen Segen, den die jüdische Siedlung auf dem Boden Palästinas dem ganzen Lande gebracht hat Rabbi Uziel fiberbrachte die Grüße des palästinensischen Oberrabhinats, Colonel Kisch, die der zionistischen Exekutive, David Yellin die des Waad Leumi. Herr Kap* 1 a n s k y sprach im Namen des Keren Hajesscni, Dr. J. L. Magnes im Namen der Hebräischen Universität. Ein jüdtscher Kolonist überbrachte darin die Grüße der auf dem Boden des Nationalfonds arbeitenden Siedler. Telegraphische Grüße wurden von Dr. Weizmann in New York und der zionistischen Exekutive in London verlesen. Fine sehr eindrucksvolle Schlußansprache hielt Bjalik Kontroverse Ober Palästina Wie die Londoner ״T i in e s“ meldet, hat der Direktor der Carnegie-Stiftung fiir Internaflonalen Frieden, Dr. Henry Pritchett, über seinen kürzlichen Besuch in Palästina und Aegypten berichtet und dabei sich skeptisch über die Aussichten des Zionismus geäußert. Es sei nicht möglich, eine Million Juden in Palästina anzusiedeln, ohne die einheimische arabische Bevö'kerung zu verdrängen. Seiner Meinung nach sei das zionistische Werk ein künstliches und werde durch den EnthusUsmus eines verfraueMsse’Uen Volkes gestützt, das sich über die wirklichen Probleme keine Rechenschaff geben könne. Auf das Gutachten Dr. P r i t c h e 11 s antworteten — laut J.T. A. — mehrere jüdische Führer. Dr. W ei zmann wies in einer Erkläning nach, daß die Aeußerung Pritchetts auf ganz irrtümlichen Voraussetzungen beruht. Louis M a rs h a 11, der Präsident des Amerikanisch - jüdischen Komitees, Dr. Stephen S. Wise, der Präsident des Amerikanisch-udischen Kongresses und Samuel Unterm y er, der Präsident des Keren Hajessod in Amerika, veröffentlichten Erklärungen gegen Dr. Pritchett. Sie stellten fest, daß seine Aeußerung von einer vollkommenen Unkenntnis der wirklichen Ve rhältnisse in Palästina zeugt. Sie betonten im besonderen, daß nicht der geringste Grund bestehe, von einer jüdischen nationalen Selbstüberschätzung etwas zu befürchten und daß zwischen Juden und Arabern in Palästina Frieden herrscht. Marsh all wies an Hand der Tatsachen nach, daß die jüdische Immigration die Hilfsquellen des Landes entwickelt hat, wodurch die Lage des arabischen Elements eine gehobene wurde. Die iüdischen Pioniere bauen das Land für alle seine Bewohner auf. Henry Morgenthau, der einstige Botschafter der Vereinigten Staaten in der Türkei, erklärte, mit den Ausführungen Dr. Pritchetts übereinzustimmen, — Die amerikanische Presse beteiligt srh an der Dick״r?ion. ״New׳-York Times“ bekämpfte insbesondere die Ansicht Pritchetts, daß sich die Juden noch für das ausewvählte Volk halten. Diesen Ausführungen schließt sich ״Baltimore Sun“ an. Dagegen unterstützt ״New-York World“ die Ausführungen Pritchetts. teügenommen haben und nun als Gäste des Bischofs Gurk in Kischinew weilen. Auf dem Wege zwischen Jassy und Kischinew veranstalteten diese Studenten an alten Bahn- Stationen Ausschreitungen gegen Juden. Die Ausschreitungcn in Kischinew nahmen fast schon den Charakter eines Pogroms an. Die Studenten demonstrierten in den Straßen, veranstalteten, unterstützt vom Ort pöbel, ein St ei nbombardement gegen jüdische Wohnungen und jüdische Geschäftsläden. Unzählige Fensterscheiben gingen in Trümmer, Wohnungseinrichtungen und Warenlager wurden stark beschädigt. In den Straßen wurde jeder jüdische Passant, der den Exzendenten begegnete, schwer verprügelt; zahlreiche erheblich verletzte Juden mußten ins Krankenhaus geschafft werden. Eine Abordnung der jüdischen Bevölkerung wandte sich an den Armeekommandanten in Kischinew um Hilfe. D׳eser ließ die Straßen mit einem Regiment Infanterie und einem Regiment Kavallerie besetzen, so daß für kurze Zeit Ruhe eintrat. Nach dem Bankett bei dem Bi-chol üurie wiederholten die Studenten ihre antijüdischen Kundgebungen, dabei kam es zu Zusammenstößen zwischen den Demonstranten und dem Militär. Vier Studenten und eine Studentin wurden von den Hufen der Kavallerie verletzt und mußten ins Spital geschafft werden. Auch in K a 1 a r a s c h kam es zu schweren Ausschreltungen gegen die Juden, die von einer anderen Gruppe aus Jassy zurückkehrender Sfudenten-Delegierter veranstaltet wurden. Dort wurden fast alle Fensterscheiben der jüdischen Wohnungen und Geschäftsläden ze rtrümmert, mehrere Juden wurden blutig geschlagen. tu Prof. Pick in Zentral- und Osteuropa Nachdem seit Verlegung des Immigrations-Departements der Zionistischen Exekutive von London nach Jerusalem gegen sechs Jahre verstrichen sind, hielt es der Leiter des Departements, Professor Pick, für angebracht, vermittelst einer Rundreise durch die für die Paläsiinaauswanderung in erster Reihe in Betracht kommenden Länder Zentral- und Osteuropas sich an Ort und Stelle von der Arbeit der einzelnen Palästinaämter ein genaueres Bild zu machen. Die jetzige Zeit der verhältnismäßigen Ruhe infolge des Rückganges der Palästina-Einwanderung machte es Herrn Prof. Pick möglich, für einige Monate sein Amt in Jerusalem zu verlassen. Prof. Pick verweilte längere Zeit in Berlin, Warschau, wohin auch die Leiter der dem Warschauer zentralen Palästinaamt unterstellten Palästinaämter von W i 1 na, Lemberg und Krakau gekommen waren, in Czernowitz, wo an den Besprechungen auch die Leiter des Bukarester und Konstanzaer Palästinaamtes teilnahmen, sodann in Wien unter Heranziehung des Triester Vertreters, in Prag und zuletzt wieder in Berlin, wo er auch Besprechungen mit dem Leiter des Palästinaamtes Kowno hatte. Die Verhandlungen betrafen in erster Reihe die Möglichkeiten der Durchführung einer Vereinheitlichung der Geschäftsführung und die nötigen Vorbereitungen für das zu erhoffende baldige Wiedereinsetzen einer größeren Alijah. Auch die Fragen des Welt-H^chaluz und, .ctes Chalp^ H a 'hi i S.Fa c E*F ’Würden1' ־Ülftraii ־־eröfterf.־ f Dir' Hauptzweck der Reise, eine engere Verbundenheit der einzelnen Palästinaämter mit der Zentrale in Jerusalem herbeizuführen, wurde durch die persönliche Fühlungnahme des Leiters des Immigrations-Departements der Zionistischen Palästina-Exekutive mit den Leitern der einzelnen Palästinaämter in Zentral- und Osteuropa vollauf erreicht. Prof. Pick hatte auch Gelegenheit, an einer Reihe z i o ־ nistischer T agungen und Besprechungen tdlzunehmen, so an der mehrtägigen Sitzung des Zentralkomitees der polnischen Zionisten und an einer Pressekonferenz in Warschau, wie auch an engeren Aussprachen und zum Teil auch großen öffentlichen Versammlungen in Czernowitz, Wien und Berlin, wo er über die Situation in Palästina Aufklärungen gab. In Berlin hatte Prof. Pick im Aufträge der Zionistischen Exekutive und unter Mitwirkung des Leiters des Berliner Paläsiinsamtes, Dr. Ascher, eine Reihe von Besprechungen mit dem Emigdirect und der Hias betreffs der Pläne dieser Gesellschaften, auch die Palästina-Einwanderung in den Bereich ihrer Tätigkeit zu ziehen, lieber das Endresultat dieser Verhandlungen soll von den Zionistischen Palästina- Exekutive noch eine besondere Verlautbarung erfolgen. Prof. Pick hat sich nach Durchführung seiner Aktion am 3 Dezember in Triest wieder nach Palästina eingesrlüri \ea• Ansiedinno im Emek Jesreel Der ״Haarez“ berichtet: Die Neuansiedlungen im Emek, die sich hauptsächlich um die Gegend von Nahalal konzentrieren, haben bereits begonnen. Am 15. Kislew kamen die ersten 18 Mitglieder der Kwuzah Sarona auf den Boden von Djebatta und begannen dort mit der Aufstellung ihrer Zelte. Der K. K. L. stellt der Kwuzah 2503 Dunam zur Verfügung. Ihre Ausbildung erhielten die Mitglieder der Kwuzah in Hulda, Sarona und in den letzten Jahren auch im Emek. Zuletzt befand sich die Kwuzah in Afuieh. Demnächst sollen sich auf dem Boden ״Abu Saß“ auch die Mitglieder des Kibuz Beth des Haschomer Hazair niederlassen. Ein Teil der Mitglieder des Kibuz befaßt sich bereits seit längerem an Ort und Stelle mit den ersten Vorbereitungsarbeiten. Auch die Kwuzah Pinsk soll in den nächsten Tagen sich auf ihrem Boden in der Nähe von Nahalal niederlassen. Am gleichen Tage des Beginns der neuen Siedlungsarbeiten in der Umgebung von Nahalal begannen auch die großen Trockenlegungsarbeiten in der Umgegend von Tel eI Scheman am Kischon. Die Arbeit wird vom Solei Boneh auf Rechnung des K. K. L. mit 83 Arbeitern ausgeführt, die sich in der Umgebung von Nahalal anzusiedeln gedenken und zum ״Irgon Aleph“, Kwuzah ״Hascharon‘■, Kwuzah ״Sarona“, Kwuzan ״Pinsk“ usw. gehören. (Ziko.) Verschiebung des Baienbsnes voh Faila? Die Wiener ״Tel.-Cotnp.“ berichtet, daß die Palästina- Regierung die für den Beginn des Winters geplanten Arbeiten für den Hafenbau von Haifa auf unbestimmte Zeit vertagt habe. Als Grund hierfür werde offiziell angegeben, daß mit den Arbeiten erst nach Zeichnung der palästinensischen Anleihe begonnen werden soll, deren Genehmigung durch dns englische Unterhaus für Ende 1926 oder Anfang 1927 zu erwarten ist. (Eine Bestätigung dieser Nachricht von anderer Seite liegt uns bei Redaktionsschluß noch nicht vor.) Das in der Budgetkommission des österreichischen Par- Bei den öffentlichen und Bauarbeiten des Solei Boneh laments behandelte Budgetteil des Konsulationsdienstes sieht waren im Oktober 2834 jüdische Arbeiter beschäftigt. euea Posten für ein Konsulat in Jerusalem vor. —, —- —. Blui Donn der Z.V.i des Reich: Spiegel füllt und keit Blum denen Urf Zeit in 1 setzte. De der B Z. lung mit t Herr blick übei Jahren, di! 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