Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1926-12-03 · Heft 95 (3.12.1926) · page 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXI (1926)
Issue
Heft 95 (3.12.1926)
Date
1926-12-03
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2651273-2652785-2652870--18730-2676528
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Seite 690 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 95 und deren nationale Gesinnung gerade in dem Kreise der Arbeiterjugend gefestet wurde. Diese Jugend kämpft Schulter an Schulter mit der anderen Jugend Erez-lsraels für Keren Kajemeth und für die Erzeugnisse der heimischen Industrie. Sie kämpft. Und es ist für die Jugend aller Welt be* zeichnend, daß ihr d i e Werte besonders am Herzen liegen, für die gekämpft werden muß. Die Gegenstände des Kampfes sind aber in Palästina nicht dieselben wie im Galuth. Das Leben hier hat die einen jeden von uns überraschende Eigenschaff, die Lage des jüdischen Volkes im Galuth leicht bis zur Vergessenheit in den Hintergrund zu rücken; darauf hat in bemerkenswerten Worten Bialik einmal hingewiesen. Diese geistige Autarkie von Ercz-Israel verband sich der Kampf- Psychologie der Jugend, und so entstand ״Farbe und Ton“ der Tagung, Die Jugend sieht sich hier umgeben von selbstverstindiiehem nationalen Judentum, als dessen lebendigen Träger auch sie sich empfindet, der Kampf für das Judentum oder ׳für den Zionismus ist, wenigstens in Tel-Awiw und im Emek, nicht in die Augen fallend, dagegen spürt die Jugend den Kampf gegen den Arbeitgeber "täglich und stündlich, unter Entbehrungen und mit Zähneknirschen, in seiner ganzen Schwere, und so kam es, daß sie auf ihrer Tagung, mitten in einer jüdischen Welt, die Symbole der Arbeit und nicht die des Judentums zur Schau trug." Die Diskussion am Zionismus und Sozialismus erinnert an jene Jugendära des Zionismus, in der man, besonders in Deutschland und Rußland, um Klärung des Verhältnisses von Judentum und Menschentum rang. Allmählich wurde uns klar, daß Judentum und Menschentum in uns keine Alternative bedeuten, sondern einander brauchen, war cs nicht Martin Buber, der der Lösung die schöne Wendung gab: ״Jude sein, heißt Mensch sein und heißt es jüdisch sein?“ Es Pehört zur Dialektik der Geschichte, daß jedes Geschlecht vor ragen dieser Art gestellt wird. Zur Zeit, als in dem assimilierten Deutschland und Rußland noch die Frage von Judentum und Menschentum die Geister beunruhigten, sahen sich die ersten Poale Zion schon mitten in dem Problem von Judentum und Sozialismus. Die Lösung ist wiederum die- Selbe: jüdischer Sozialist sein, heißt Jude sein und heißt es sozialistisch sein. Kein Zweifel: die Frage bedarf der Klärung und läßt sich Weht mit Sentiments von rechts oder links abtun. Ich konnte sie hier nur in ihren allgemeinsten Grundzügen erörtern, im Interesse der Arbeiterjugend selbst wäre es erwünscht, daß diese Probleme, die vor dem Kriege die Führer der Poale Zion immer wieder beschäftigten, auf Grund unserer neuen Situation diskutiert und gründlich behandelt würden. Ein Beitrag zu dieser Diskussion will mein Aufsatz sein. Thüringer Zionistische Gesellschaft Um die ״große K wu za h“. Die Tagung der Gesellschaft am 28. d. M. war fast ganz von Referaten über die landwirtschaftliche Siedlung in Palästina ausgefüllt. Perlmutter aus Ejn Charod, erörterte an Hand detaillierter Berechnungen die Bedingungen der Rentabilität des Getreidebaus und der Milchwirtschaft unter besonderer Berücksichtigung des stärkeren Anbaus von Grünfutter, ferner die Ertragsaussichten verschiedener Pflanzungen (insbesondere Orangen, Bananen und Wein), der Baumschulen, des Gemüse V.ts und der Bienenzucht. Unter Hinweis auf die Kritik von Prof. Oppenheimer und Agronom Dyk gab er eine Darstellung der Entwicklung von Daganiah und Ejn Charod. Die Siedlung Daganiah, die infelgt der" fortsc%iii«Mj|ä| ,Erkenntnis der Wirtschaftsbedingttngen des Landes" dtfe' *Kulturen'''wiederholt änderte, habe innerhalb von sechzehn Jahren auf die Familie gerechnet nicht den erforderlichen Mindestbetrag erhalten. Es sei also nicht verwunderlich, daß Daganiah noch keine Ueberschüsse aufzuweisen habe. Der Nutzen, den das ganze Land von den Erfahrungen in Daganiah gehabt habe, sei unschätzbar. Ejn Charod sei hinsichtlich des Siedlungskapitals noch schlechter gestellt als Daganiah. Der Kolonisationsplan setzte voraus, daß den Siedlern saniertes bewässertes Land zur Verfügung gestellt werde. Eineinhalb Jahre haben aber die Siedlungs- und Adaptierungsarbeiten in Ejn Charod in Anspruch genommen. Der Wohnsitz der Siedler müsse aus wirtschaftlichen Gründen verlegt werden. Man habe sich daher mit Behelfsbauten begnügt, deren Erhaltung weit höhere Kosten verursacht als die von endgültigen Betonbauten. Er wies nach, daß trotz alledem Ejn Charod bereits große Vermögensw׳erte geschaffen habe. Anschließend äußerte sich Sivorai aus Ejn Charod allgemeiner über den Wert sensationeller Veröffentlichungen europäischer Besucher über die landwirtschaftlichen Siedlungen. Die Arbeiterschaft lasse sich von den Erfordernissen der Bewegung leiten, auch wenn dadurch harte Opfer bedingt werden, sonst säßen die angesiedelten Chaluzini heute noch in Berlin, und diejenigen, die in Palästina aut ilire Ansiedr lang warten, würden zurückwandern. Gerade die ״große Kwu/ah“ veranlasse viele junge Menschen, angenehmere Berufe in der Galuth aufzugeben, die ״Administratoren-Siedhingen“ würden den Nachwuchs der Arbeiterschaft problemalisdi machen. Perlmutter führte noch aus, man verkenne den Charakter von Ejn Charod, wenn man es als Großbetrieb kennzeichne. Infolge der Mannigfaltigkeit der Kulturen sei es eine Zusammenfassung verschiedener Mittelbetriebe. Der Schwerpunkt der technischen Verwaltung liege bei den Fachgruppen, der 11ebergang von einer Fachgruppe in die andere sei selten. Man erörterte ferner den Plan der Gründung einer Ge- Seilschaft, die Preise für die Einführung neuer Kulturen in Palästina aussel/en soll, sowie an Hand eines Berichtes von Israelski, Berlin, die Jubiläumsaktlon des Keren Kajeuteth. K. G. L-lonlerenz 1■ Essen Anläßlich der Anwesenheit des Präsidenten Sokolow ln Essen fand eine Tagung des Keren Kajemeth statt, in der die Vertrauensleute, Ortsgruppenvorstände und Jugendfüll rer vertreten warm. Herr Adolf Koch, Essen, eröffnete die Konferenz, das Referat hielt Dr. Neuberger, Köln. Nachdem in der Diskussion die praktischen Fragen mit den einzelnen Vertrauensleuten besprochen wurden, referierte Kurt Löwenstein, Duisburg, über die Keren Kajemeth-Arbeit im Gmpnenverhand. Grundgedanke seines ganzen Referates war di!׳ These durch eine Intensivierung der K. K.-Arbeit auch eine Bereicherung des allgemeinen zionistischen Lebens herbeizuführen. Nach Annahme dreier Resolutionen, in der sich die Vertrauensleute verpflichten, für eine Intensivierung der I. N. I .-Arbeit Sorge zu tragen, ferner gemäß einem Beschluß des Erfurter Delegiertentages sich dafür einzusetzen, daß in Deutschland das Kontingent für das Jubiläumsjahr von 50 000 M. erreicht, insbesondere, daß jeder Zionist mindestens 25 M. in seinem Bekanntenkreis als Jubiläumsspende aufbringt, wurde nach einem kurzen Schlußwort von Dr. Neuberger, in dem nochmals auf die Grundprinzipien der K. K.- Arbeit hingewiesen wurde, die Tagung geschlossen, von der zu hoffen ist, daß ein neuer Impuls für die Kl K.-Arbeit des nördlichen Gruppenverbandes ausgeht. Dlskassionsabend der B. Z. V. Am 24. November fand in der Gruppe Ost der B. Z. V. ein Ausspracheabend mit dem Hauptvorstand der R. Z. V statt, auf dem der Vorsitzende der B. Z. V., Herr Dr. Apfel und Herr Dr. K a n o w i t z , über das Thema: ״Unsere Aufwort auf die Palästina-Krise“ sprachen. Einleitend hat Dr. Kanowitz einen Ueberblick über die Antworten, die heute in der zionistischen Welt auf die Lage in Palästina gegeben werden, wobei er sich besonders eingehend mit dem revisionistischen Programm auseinandersetzte. Er warnte vor den beiden extremen Möglichkeiten der Reaktion, nämlich vor Defaitismus auf der einen Seite und vor einer gefährlichen Uebersehätzung unserer Möglichkeiten auf der anderen Seite. Die Hauptaufgabe der nächsten Jahre sei die Sanierung der Palästina-Wirtschaft. Erst eine gesunde Wirtschaft, besonders eine gesunde Landwirtschaft könne die Voraussetzung für eine Kolonisation größeren Ausmaßes geben. Es sei müßige Spielerei, sich heute darüber zu streiten, ob das, was wir dort einmal erstreben, ein Judenstaat heißen soll oder nicht. Wichtig ist, daß wir bei allen unseren Arbeiten, mögen sie in ihrem Ausmaße auch heute noch sehr gering erscheinen, nicht das große Ziel aus den Augen verlieren, daß in Palästina in möglichst schneller Zeit eine jüdische Mehrheit entsteht, die aber in ihrem wirtschaftlichen Aufbau gesund ist. Mit den sehr zahlreichen Diskussionsrednern setzte sich dann in einem ausführlichen Schlußwort Herr Dr. Apfel auseinander. Er wies zunächst darauf hin, daß der neue Hauptvorstand der B. Z. V. es sich zur Pflicht gemacht habe, seine Arbeit im engsten Einvernehmen mit den einzelnen Bezirksgruppen zu leisten und durch persönliche Fühlungnahme eine möglichst enge Verbindung herzustellen. Die Bezirksgruppen seien die Keimzellen jeder zionistischen Arbeit. Dr. Apfel nahm besonders zu den Fragen des nationalen Lebens im Galuth. unserer Beziehungen zur nichtzionistischen Welt Steltung und behandelte ferner die Fragen unserer zionistischen Außenpolitik. Er würde jede Politik ablehnen müssen, die irgendwie die Araber als ein Volk zweiter Klasse behandelt. Nur in freundschaftlichem Einvernehmen 'mit ihnen könnten wir unsere Aufgaben dort lösen und die Sympathien der Welt für unser Werk erringen. Wir müssen unsere Diskussionen aus den Grenzen kleiner Parteipolitik herausheben und versuchen, sie in die großen Weltbewegungen, wie Friedensbewegung, Völkerbund, usw. einzustellen, ln diesem Zusatnmenhang kam Herr Dr. Apfel auch auf die Politik der Z. V. f. D. und die Haltung der ״Jüdischen Rundschau“ zu sprechen. Er halte die Redaktionsführung der Rundschau für vorbildlich und betonte ihre außerordentliche Wirkung gerade auch auf die nichtzionistische Welt. Sie habe den Mut, gegen den Strom zu schwimmen, und das sei eine Tat. Die B. Z. V. müsse im Verlaufe ihrer Arbeit versuchen, zu einem Ausgleich und zu einer Klärung der zionistischen Strömungen zu kommen und alle Kräfte für unser gemeinsames Werk zu konzentrieren. Das ״Berliner Tageblatt“ veröffentlichte am 30. November ein Feuilleton von Adolf Reife 11 berg (Assistent der Universität Jerusalem) über ״Die Universitat J e r 11 s a I e m“, worin die Entwicklung des Instituts dargestellt wird. Vermischtes Der Wohlfahrts-Verein (Raudef Zedokoh) Berlin veranstaltet am Sonnabend, den 4. d. M., abends 8 Uhr, im Vereinssäal, Rösenthaler Str. 11/12. ein Kinder-Ghanukkahfest. Das Programm wird ausgeführt von Kindern Unserer Mitglieder. Die Sondno-Gesellschaft der Freunde des jüdischen Buches e. V. (C2, Kaiser-Wilhelm-Str. 12) veranstaltet ihre Jahresversammlung am Sonntag, den 5. Dezember, im Gelben Saal des Hotels ״Der Kaiserhof“. Im Anschluß an die Baratungen wird Herr Dr. Horodisch etwa um 11 Uhr einen Festvortrag: ״Ueber die kulturelle Bedeutung der BibEophilie“ halten, zu dem Gäste willkommen sind. — Am Sonntag, nachmittag findet eine Besichtigung der bibliophilen Sammlung des Herrn Gotthard Laske und im Anschluß daran abends ein Festessen im Logenhaus, Kleiststraße, statt. Ferner lädt die Gesellschaft für Sonntagabend als Eröffnung ihrer Tagung zu •einem Geseltschaftsabend im Kaiserhof ein. Zu diesen Veranstaltungen sind eingeführte Gäste gern willkommen. Der Zyklus der B. Z. V. über Fragen der Gcmeindearbeit beginnt am Dienstag, den 7. Dezember, abends 8>/s Uhr, im Sitzungssaal, Meinekestr. 10, mit dem Vortrag von Herrn R.-A. Dr. Klee über ״Entwicklung und zukünftige Gestaltung zionistischer Gemeindearbeit“. Konzert. Am Sonnabend, den 11. Dezember, abends 8 Uhr, findet im Meistersaai, Köthener Straße 38, ein Konzert von Alice Jacob-Loewenson (Klavier) statt. Mitw.: Hermann Schey (Gesang). Programm: Uraufführungen von Francis Poulenc, Wladimir Vogel und Ferruccio Busoni. Karten zu 2, 3 und 5 M. bei Bote & Bock, A. Wertheim sowie an der Abendkasse. Jildische Grundschule Bhf. Tiergarten. Eine Novizenklasse für Ostern 1927 eröffnet die Israelitische Synagogengemeinde Adass-Jisroel Berlin im Tiergarten-Viertel. Schriftliehe Anmeldungen sind zu richten an: H. Offenberg, Berlin NW 87, Bachstr. 7. An unsere Abonnenten! Die Post verlangt von uns die Anmeldung der vom!.Januar 1927 ab zu liefernden Exemplare bis zum 15. Dezember. Wir sind daher gezwungen, die Abonnementsgebahren von denjenigen Abonnenten, die die ״Jüdische Rundschau" direkt bei uns abonnieren, in den ersten Dezembertagen zu erheben, und zwar werden wir ihnen zu diesem Zweck Nachnahmen zugehen lassen. Wir bitten darum, in ihrem eigenen Interesse dafür Sorge zu tragen, dafe diese Nachnahmen prompt eingelöst werden, da sonst Unregelmäßigkeiten in der Zustellung der ״Jüdischen Rundschau" nicht zu vermeiden sein dürften. Berlin, im November 1926. Verlas ,Jüdische Rundschau" Berlin W15, Meinekestraße 10 Vortragsabend. Die B. Z. V. veranstaltete gemeinsam mit dem Betli Waad iwri am Montag einen literarischen Abend, der in der Hauptsache dem Andenken von David Frischin a n n gewidmet war. Dr. K l a z k i n gab in einer kurzen hebräischen Eröffnungsrede eine Würdigung von Frischmanns vielseitiger literarischer Tätigkeit und menschlicher Eigenart. Diese menschliche Seite des Dichters wurde sodann durch die Vorlesung der Witwe Frischmanns beleuchtet, die eine Sammlung von Anekdoten und Witzworten aus Frischmanns Privatleben zum besten gab. Leider war die Auswahl nicht rigoros genug, um die Originalität Frischmanns wirksam hervortreten zu lassen; wozu kleine nichtssagende Scherze des Alltagslebens einem größeren Publikum in dieser unorganisch aneinandergereihten Form mitteilen? Und warum sprach Frau Frischmann nicht jiddisch, die Urwüchsigkeit von Frischnianns Humor wahrend? — Den Schluß des Abends bildete eine Vorlesung des Messias von Frischmann (in Max Brods Uebertragung) und zweier hebräischer Psalmen durch Frau Mirjam Schnabel -Hoeflich. Frau Hoeflich, die längere Zeit in Palästina künstlerisch tätig war, bewies tiefe Einfiihlung in die von ihr gesprochenen Dichtervverke und ein klangvolles, ausdrucksfähiges Organ. Sie überraschte durch eine phonetisch selten präzise Aussprache des Hebräischen (z. B. der Gutturalen), das in ihrem Munde einen wundervoll orientalischen Klang hat, sowie durch die Enthüllung des kunstvollen, mitreißenden Rhythmus der hebräischen Poesie. De Vorlesung erweckte den Wunsch, bald mehr von der jungen Künstlerin zu hören. —er. Jüdisch-Nationale Frauenvereinigung. Für 4 Chaluzoth, Kindergärtnerinnen, die an dem zurzeit in Berlin stattfindenden Montessori-Kursus unter persönlicher Leitung von Maria Montessori teilnehmen, wird unentgeltliche Wohnung (keine Beköstigung) in zionistischer Familie gesucht. Wir suchen weiter für eine Chaluzah, die ihre Schwesternausbildüng vollendet und bereits eine Anstellung in Palästina hat, aber noch einen zweimonatlichen Röntgenkursus hier durchmachen muß, Aufnahme in einer zionistischen Familie mit rituellem Haushalt. Zuschriften baldigst erbeten an das Frauensekretariat, Meinekestr. 10. Die Jüdischnationale Frauenvereinigung veranstaltet anläßlich des 25jährigen Jubiläums des Keren Kajemeth in den Räumen der Loge, Kleiststr. 10, am Dienstag, den 14. Dezember, nachmittags 3(4 Uhr, ein Kinderfest mit Theater, Musik, Geschenken und Ueberraschungcn. Zur Aufführung gelangt zum ersten Male das biblische Spiel ״Die Arche Noah“ von Albert Baer. Eintrittskarten für Erwachsene und Kinder 1 M. Bons für die Kaffeetafel (nur für Kinder) 50 Pf. beim Keren Kajemeth. Um d.en Kindern ein wirkliches Vergnügen zu bereiten und einen geordneten Verlauf des Festes zu sichern, haben wir uns entschlossen, nur eine» Vorverkauf stattfinden zu lassen. Keine Tageskasse. Wir bitten, sich rechtzeitig mit Karten und Bons zu versehen, da nur eine beschränkte Anzahl von Karten ausgegeben werden, damit die Kinder genügend Bewegungsfreiheit haben. Für die Theateraufführung werden die ersten Saalreihen nur für Kinder reserviert. Es wird um pünktliches Erscheinen gebeten, da die Saaltüren um 4 Uhr geschlossen wert'■די. Kinder unter drei Jahre-1 bitten wir nicht mitzubringen. Karten im Büro des Keren Kajemeth. Meineke- Straße 10, erhältlich. Verein Synagoge Fasanenstraße. Sonntag, den 19. Dez., 4 Uhr nachm., findet im Marmorsaale des Zoolog. Gartens ein Jugendfest als Chanukkah-Nachfeier statt. Ansprachen: Rabbiner Dr. Galliner. Künstlerische Darbietungen: Oberkantor Davidsohn, Ernst Deutsch, Orchester Schmer! u. a. Karten 1 I M. für Erwachsene und Kinder, für letztere einscHl: Bewirtung, 1>«1 Kastellan Kaatz, Synagoge Fasanenstraße. Hapoel-Haza'ir. Die Berliner Ortsgruppe des Hapoei- Hazai'r veranstaltet in diesem Winter eine Reihe von Dskussionsabenden über zionistische und sozialistische Fragen, zu denen die Einführung von Gästen besonders erwünscht ist. Der erste Abend findet am Dienstag, den 7. Dezember, abends 8י:• Uhr, im Jüdischen Volksheim, Dragonerstr. 221.. statt. Thema: ״Der Hapoel-Haza'ir in Palästina“. Leitung: Clara Ascher. Wissenschaftliche Vereinigung jüdischer Lehrer und Lehrerinnen zu Berlin. Der Lehrerfortbildungskursus der wissenschaftlichen Vereinigung findet vom Sonntag, den 26. Dezember nachmittags bis Donnerstag, den 30. Dezember abends statt. Folgende Vorlesungen werden gehalten von den Herren: M. Abraham: Einige Fragen zur Methodik des hebräischen Unterrichts. Asch bei: Das heutige Palästina und die Bibel. Dr. Baeck: Die Mystik im Judentum. Dr. Emil Oehn: Methodisches zur systematischen Religionslehre. Falkenberg: Probleme des Bibellesens Dr. Lewkowitz: Grundformen der Religion. Dr. Ollendorff: Jüdische Jugendwohlfahrt und Lehrerschaft. Dr Torczyner: Aufgaben und Wege der Bihelforschini: Dr. Wiener: Grundfragen der jüdischen Religion. D'< Vorlesungen finden in der Hochschule für die Wissenschni’ des Judentums, Berlin N 24, Artilleriestr. 11, statt und b׳ ginnen Sonntag, den 26. Dezember 1926, nachmittags (> l'k■ pünktlich. Zur Teilnahme am Kursus sind Lehrer und Kultubeamte und andere interessierte Personen berechtigt. I>! Vorlesungen sind kostenlos. Den Teilnehmern aus Preußen kann ein Zuschuß zu den Reisekosten gewährt werden, falls ihre Gemeinden dazu nicht imstande sind. Teilnehmer aus dem übrigen Deutschland werden gebeten, sich an ihre Landesverbände und Gemeinden zu wenden. Für möglichst billige Unterkunft und Verpflegung wird gesorgt. Der genaue Stundenplan wird den Teilnehmern bei der Eröffnung überreicht. Auskunft gibt: Frau Auguste Rosenthal - Budwig, Berlin NW 52, Calvinstraße 20. Jüdischer Schulverein E. V. Unser Kindergarten Norden ist von der Zehdenicker Str. 24/25 nach Zionskirclistr. 5 verlegt worden. Der Garten ist täglich von 9—1 Uhr geöffnet. Es können noch Kinder aufgenommen werden. Die Vereinigung ehemalige־ S:hüle־innen der Mäd־׳henschule (Kai$erst־a3e) der Jüdischen Gemeinde zu Berlin veranstaltet am Sonnabend, den 4. Dezember, abends 8 Uhr, im Ulap, Alt-Moabit 4/10, einen Chanukkahball. Eintritt inkl. Steuer 1,50 M. K.J.V. In einer süddeutschen Stadt wird ein Frauenarzt gesucht, in Jugoslavien ist die Stelle eines Sattlers aus der Autobranche frei. Meldungen sind zu richten an das Präsidium des Kartells Jüdischer Verbindungen, Berlin W 35, Kurfürstenstraße 150. Der Verband ostjüdischer Organisationen in Deutschland veranstaltet am 2. Januar 1927 tu den Gesamträumen der Bne-Brith-Loge, Kleiststr. 1011, einen Rcpiäsentationsball. Näheres siehe Inserat. Utopia, Buchhandlung und Antiquaiiat, Berlin W 15, Kaiserallee 209, gibt einen Katalog ״Revolution und Sozialismus“ heraus, der eine interessante Zusammenstellung der sozialistischen Literatur im 19. Jahrhundert bis heute ist. Capri. Ein Werk mit 60 Lichtdrucken nach Photographien von Else Seifert und Dichtungen von ffeiurich Lerscfi erscheint demnächst im Verlag von Wolfgang Jeß in Dresden.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.