Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXI (1926)
- Issue
- Heft 95 (3.12.1926)
- Date
- 1926-12-03
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 05 JUEDISCHE RUNDSCHAU leite 001 Die Vereinigung für die Interessen der Alten Synagoge reranstaltet am Montag, den 6. Dezember, abends 8 Uhr afinktlich, im Verwaltungsgebäude, Roscnstr. 2/4, eine CHaivkkahfeler unter Mitwirkung des Synagogenehores. Ansprachen halten; Herr Rabbiner Dr. Löwenthal, Frau Rabbiner Dr.' Eschelbacher. Rezitation: Herr Sellnger. Die Besucher und Besucherinnen der ״Alten Synagoge" sowie Oiste sind willkommen. Hedwig Wangels ־ Lebenswerk betitelt sich eine Post• artcn-Serie von 12 Bildern, die mit Genehmigung des Preußisehen lustizministers und des Strafvollzugsprisklenten als einzig autorisierte Original-Aufuahtnen aus dem Gefängnis (Ufa*Filmt herausgegeben wurden, Preis: 3 M. Zu beziehen .׳an der Geschäftsstelle der Hedwig-Wangel-Hllfe, Berlin W 35, Postscheckkonto Berlin 37 213. Die Ortsgruppen Breslau. Am Sonnabend und Sonntag fanden In Breslau zwei große Feste aus Anlaß des 23jähmren Jublllums des Keren Kajemeth statt. Zu dem Gesellschaftsbau, mit dem die Jubiläumsfeier Im großen Konzerthaussaal begann, hatten sich gegen 900 Teilnehmer eingefunden. Der Saal war durch den Maier Willi Braun künstlerisch hervorragend ausjestaltet Die Darstellungen begannen mit einem von der Breslauer Rezitatorin Lotte Schwarz-Rosenbaum eingeübten Sprechchor ״Ahasver“ von ßernson, in dem die wesentlichen Solopartien von Lotte Schwarz-Rosenbaum und Herrn Fablsch wirkungsvoll zum Vortrag kamen■ Ihm folgten Vlollnvorträge von Maximilian Hennig und Rezitationen von Frau Lotte Schwarz-Rosenbaum. lieber die eigentlichen Ziele des Keren Kajemcth sprach Frhr. v. Schoenaich, der vor allem die bodenreformerische Grundlage des Palästlna*Aufbauwerks unterstrich• Die mit Begeisterung aufgenommene Rede hatte den Erfolg; daß Frhr. v. Schoenaich zusammen mit den anderen Mitwirkenden am Festball in das Goldene Buch des Keren Kajemeth eingetragen werden konnte. Ein anschließend folgender heiterer Teil und Tanz hielt die Anwesenden bis zum frühen Morgen zusammen. — Am Sonntag Abend fand der eigentliche Festakt statt, an dem die Pianistin Feitdta Po sh er, der Konzertsänger Emst tippmann, derOerstmannsche Oesangschor und der Sprcehchor von Frau Lotte Schwarz-Rosenbaum mitwirkten und zum Gelingen des schönen Abends beitrugen. Im Mittelpunkt des Festaktes stand die Rede von Dr. Klee, der in packender Form die Ziele des Keren Kajemeth und des Palästina-Aufbau* darstellte. Nach weiteren ernsten und heiteren Darbietungen schloß das Zusammensein mit der Aufforderung, an der beabsichtigten großen Jubillumsaktion für den Keren Kajemeth mitzuwirken. Zionistische Ortsgruppe Hannover, Ende Oktober fand dje ordentliche Mitgliederversammlung unserer Ortsgruppe statt Der Bericht des Vorstandes gab ein klares Bild über die geleistete Arbeit im vergangenen Jahre. Es war möglich Jeworden, ein eigenes Heim mit Lesehalle, Rlume für die ugendbfmde zu schaffen und eine hebräische Sprachschule *u gründen, die sich eines regen Interesses, besonders von seiten *der Jugendlichen, erfreut. Eine Reihe von öffentliehen und internen Veranstaltungen gaben Zeugnis von dem Leben innerhalb unserer Ortsgruppe. Lobend wurde die aktive Mitarbeit der Jugendlichen, besonders bei der Nationalfonds- Arbeit, hervorgehoben. — Der alte Vorstand wurde unter Hinzuziehung einiger neuer Mitglieder einstimmig wiederfewlhft. Die Generalversammlung sah Jugendarbeit als eine er wichtigsten Aufgabe» der Zionistischen Organisation an Ä« und Dr. Sulke übernommen haben. Die Einrichtung von regelmäßigen vierzehntigige» internen Veranstaltungen wurde vorgeschlagen und einstimmig angenommen. Ratibor. Am 14. November feierte die hiesige Zionistische Ortsgruppe ihr 2'> Jähriges Stiftungsfest. Der erste Vorsitzende, Herr Dr. Breslauer, eröffnete das Fest mit einer Begrüßtmgsansprache, worauf der zweite Vorsitzende, Isidor PI n c z o w e r, die Anwesenden hebräisch begrüßte. Es folgten Ansprachen des Renräsentanterivorsitzenden, Herrn Dr. Paul Bloch und Herrn R.-A. Steiner im Aufträge der Bae Brlth Loge und der Friedensloge. Dann sprachen Frau Edith Lachmann, Breslau, Herr R.-A. IVelßmänn, Beuthe»! und der Begründer unserer Ortsgruppe, Herr Dr, Fritz Ksssei, Berlih-Wittenau. Den Höhepunkt des Festaktes bildete die Festrede des Vertreters der Z. V.». D. Herrn R.-A. Dr. Lelever, Berlin, der stürmischer Beifall gezollt wurde. An den Festakt schloß sich die Uraufführung einer von den Herren Günther FriedlSnder, Ratibor, und Dr. Fritz Breitbarth, Ratibor. verfaßten Revue: ״Zurück nach Jerusalem“, die reichen Beifall fand, Tanz und Tombola beschlossen das Fest Ein reichlicher Ueberschuß für den K. K.L. war der Erfolg der schönen Feier. — Am Dienstag, den 23. d. M., sprach 1m Zionistischen Zirkel Herr Dr. Breitbarth über . ״y°m Kampf der Pharisäer und Sadduzäer“. Der nächste Zirkelabend wird in Form einer Chanukkahfeier gestattet werden. Goslar in der Schweiz. In der letzten Woche Besuchte Herr Oberregierunprat Hans Goslar mehrere Städte der Schweiz und hielt dort Vorträge über ״Die Schicksaltstunde des jüdischen Volkes“, ״Palästina und das gesetzestreue Judentum *, ״Die Sexualethik im Judentum“ und über andere Themen. Ueberall war der Gast Gegenstand herzlicher Ovationen. Seme in den Vorträgen entwickelten Gedanken- Bange weckten lebhaftes Interesse und gaben zu anregenden ׳iskussionen Anlaß. Die Presse widmete ihm eingehende Würdigungen. Das Hauptbüro des Jüdischen Nationalfonds für die Schweiz beschloß, ihn anläßlich seines Besuch«» in der Schweiz in das Goldene Buch des K K. I . einrutragen. Jüdische Gemeinde. Freitag, den 3. Dezember, abend! in allen Synagogen: 4 Uhr. II. Gottesdienst Synegog Fasanenstr.: 6»/» Uhr, Predigt: Dr. Wiener. Sonnabend, de 4. Dezember, morgens — Sabbat Chaaukkah, Neumondweih %n; mR altem Ritus: 9 Uhr; Syn. mit neuem Ritus — *r״ Syn thal; Syn. Rykeetr'.:" Dr. *'#eyl; ' Syn7"PestaI0MisFrT״D Emil Levy; Syn. Kottbusser Ufer: Dr. Bleichrodc; Svi Münchener Sir.: Dr. Arthur Levy; Syn. Fasanenstr.: D Bergmann. Jugendgottesdienst: 4' Uhr: Syn. Levetzowstr Dr. Lewkowitz; 4>/g Uhr; Syn. Münchener Str,; Dr. Arthi Levy. Sabbat-Ausgang: 4,45 Uhr. Gottesdienst a« de Wochentagen abends «n allen Syn.: 4 Uhr; morgen» In de Syn. mit altem Ritus außer Syn. Festaloz?lstr.: ל Uhi Syn. Pestalozzistr. und Syn. mit neuem Ritus: 7y׳a Uh Synagoge ״Der Friadenitempel“, Berlin-Haiense« <M»ri paf-A breriit-Str. 11/121. Hauptsrottesdienst: Freitag (Schabof Chanukkah) abends 4 Uhr (Predigt; Herr Rabbiner Dr. Prinz Sonnabend vormittags <S:H1ifterWSrung und Neumondweih( Herr Dr. Prinz) 10 Uhr, Sonnabend nachmittags (Ch: nukkah-Jugendfeier. Ansprache; Herr Dr. Prinz) 'P/t Uh Mlncha; 4,15 Uhr׳ Sabbat-Ausgang: 4,45 Uhr. Wochentag; gottesdienst: täglich morgen« li/i Uhr, abends 4 Uhr. Berliner Kniender Büro: Berliner Zionistische Vereinigung, Berlin W 13, Meinekestr. 10. Telephon: Bismarck 7165—70. Postscheck• konto Nr, 37 830 Berlin NW 7. Kassenverwaltung der 0, Z. V. Sonntag, den 5. Dezember vorm. 11 Uhr Stadthalle, Klosterstraße, Vortrag Vladimir Jaboti naky: ״Judenstaat“. Karten 0,50 bis 2,— M. beim Eintritt. Montag, den 6. Dezember nachm. 5 Uhr, Jüdisch-Nationale Frauenvereinigung, Fraueaarbeitsgruppe West. Zusammenkunft bei Frau Blumenfeld, Rüdeshelmer Platz 7. Dienstag, den 7. Dezember abends 8# Uhr Im Sitzungssaal der Z* V. f. D., Meinekestr. 10, Vortragszyklus der B, Z. V. über Fragen der Gemeindearbeit. 1. Vortrag: Herr R.-A. Dr. Klee: ״Entwicklung und zu* künftige Gestaltung zionistischer Gemeindearbeit“. Abends 8!/ו Uhr Gruppe Nord, in! Gemeindehaus, Rosenstraße 2/4. Ausspracheabend mit dem Hauptvorstand der B. Z. V. Herr Dr. Apfel: ״Aktuelle Fragen des deutschen Zionismus.“ Herr Dr. Kanowltz: ״Zionistische Arbeit in Berlin.“ Nachm. %5 Ulir Jüdlseh-Nalicnale Frauenveralnlgung, Frauenarbaitsfrupp« Charlottenburg. Zusammenkunft bei Frau Mittwoch, Kantstr. 88. Abends 81/» Öhr Hapoil-HazaTr. im Jüdischen Volksheim, Dragonerstraße 22. 1 Diskussionsabend: ״Der Hapoll-Hazalr in Palästina“. Leitung: Chawer Ascher. Abends 8y* Uhr Grosse des XIU Beiifks» im Caf€ Bohne, Steglitz, Albrechtstr. 127 (am Bhf. Steglitz). Herr Nathan: ״Judenstaats-Propaganda?“ (Der Vortrag ist von Montag, den 6. Dezember, auf diesen Abend verlegt worden.) Mittwoch, den 8, Dezember nachm. 5 Uhr JBiSsch-Nadonal• Fraaenverebilgimg, Frauenarbeitsgruppe Nord. Zusammenkunft bei Freu Koilenscher, Alexanderstraße 3. Donnerstag, den 0. Dezember abends 8yi Uhr Gruppe Chartottenburg, Im Caff Kirsten, Kurfürstendamm W, ׳•A«8ri!ileflÄli''Ow1walviiliWmluug‘־i«r‘׳Ori1ipi:''// Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes, 2, Demission des Vorstandes, 3. Neuwahl de* Vorstandes, 4. Verschiedene•, Dienstag, den 14• Dezember nachm. »/*! Uhr im Uogenhau®, Kleiststr, 10. Kinderfest der Jüdisch-nationalen Prauenvereinigung anläßlich des 25Jänrigcn Jubiläums des Keren Kajemeth. Karten zum Preise von 1 M. und Bon« für die Kaffeetafel zu 50 Pf. (nur für Kinder) erhältlich im Büro des Keren Kajemeth, Meinekestr, 10. Synagoge ״Adass fcseburun“, Clausewitzstr. 4 (am Kurfürstendamm). Gottesdienst am Schabbos ״Chanukkan“: Frei* tag abends: 4 Uhr; Sonnabend morgens: 9% Uhr. Rosch- Chodesch-Benschen. Neumondweihe, Predigt. Sonnabend abends (Minche): 4,15 Uhr, Schabbos-Ausgang: 4,45 Uhr. Sonntag bis Dienstag abends: 4 Uhr Gottesdienst. 5000 Sa1n1n4*Ihiirl1**r 5000 Geder Zionist muss einen Block jur Sammlung von 25Mark übernehmen KA1EMUH LEI ISRAEL 1.1«(«: rrm JUBtlÄlLVIS .vPtNDE ׳ .Halten Sit* ׳ , schon ein Sarmnelbtich? . KEREN KATEMETH 1 1דש rDAci lw«r\Blat PER UL /ERWIRBT booen IN PALÄSTINA MIT MILSE •HEI WILLIGER SPENDEN ' *' ÖHMEN MAT BEN K.1U, 900000 OUNAM 40 JOCUSCMEN SlEOLUNQEN IN INDPACMT •COCSCN * JÜDISCHER NATIONALFONDS ZENTRALE PO« OEUTSCMlANQi 8ERL1N w I«, ME<nekeCTNasSE tO Die Jubillumsnummer ist erschienen. Sic wW der nichsten Nummer der ״Jüdischen Rundschau" bdgelegt werden. Wir fordern die Vertrauensleute auf, die Bestellung umgehend vorzunehmen und anzugeben, ob die Nummer von Berlin aus versandt oder durch di« Mitarbeiter vtr« teilt werden soll. Die Auflage ist 50000. Berichtigung ln einem Bericht über die BezMstenffrefii de« Keren Kajemeth in Köln war irrtümlich die Zahl der in Deutschland aufgestellten Büchsen mit 8000 tage* geben. Wir weisen ausdrücklich darauf bin, daß in Deutschland bei 30000 jüdischen Familien Keren Kajemeth-Büehsen aufgestellt sind. Guter V«r!auf der Bezirk»-Konferenzen Am Sonntag, den 28. November, fanden fünf Be• drkskemferenzen des Keren Kajemeth statt und «war in Frankfurt, Essen, Magdeburg, Neudietendorf und Breslau. Die Konferenzen haben einen sehr guten Verlauf genommen. Es wurde nach eingehenden PalSstinareferaten Über die praktische Arbeit des Keren Kajemeth gesproeben. Alle Vertrauensleute haben sieh verpflichtet, die Keren Kajemeth-Arbeit in ihrem Ort systematisch durchzuführen und sich insbesondere für die Jublliutn>’ aktion mit aller Energie einzusetzen. Pk> »•Jefrhakonfer*B1»en Am Kwrea K«J«nMth; ■••יל!*,■׳ ״י 1•::־׳'־;//יו»ומ#ן<*ויו^1מו«ןן.,^ ''■"totem' ' ,'""‘Ort Referent 5. Dezember Hannover M, Waldmann-BerBn!2. Dezember Stuttgart M. Waldmann-Berltn JubilKums - Sammelblock Wir bitten dringend dämm, daß die Vertrauensminner umgehend mitteilen, welche Materialien und insbesondere wie viele Sammelblocks oder für kleinere Orte Sammetlisten für die Jubiläumsaktion sie benötigen. Wir erwarten, daß die Jubillumsaktion in allen Orten in der Zeit vom 5. bis 20. Dezember durchgeführt wird. Welche Vorbereitungen sind für die JnHIAnm«. Aktion von den Vertrauensleuten des Keren Ka> jemeth u. den Ortsgrappen-Vonit&nden zu treffen? 1. Vorbereitungen der Veranstaltungen, Versammlungen, Banketts, Feiern, Festakte, Kinderfeste usw, (Be- Schaffung von Materialien und Redner durch die Zenträfe). 2. Veranstaltungen der Mitarbeiter. Referat ,,25 Jahre Keren Kajemeth“ (durch die Zentrale) und Besprechung der Durchführung der Aktion. 3. Persönliche Besuche durch die Vertrauensleute bei allen Zionisten zwecks Uebergabe des JubllRums-Sammelblocks mit dem Hinweis darauf, daß jeder Zionist bei dieser Aktion Mitarbeiter werden und in seinem nlcbtzionistlscben Bekanntenkreis 25,— bzw. SO,— M. für den Keren Kajemeth sammeln soll. 4. Hinweis durch geeignete Artikel und Notizen in der Presse. 5. Versand der Jubüäumsnummer des Aufbaus an alle in Frage kommenden Spender. Durchführung der Sammlung in der Zeit vom 5.—20. Dezember. Dauernde Mahnung der Blockinhaber. 6. Haussammlung der Keren Kajemeth-Helfer bei denjenigen, die durch die Blockaktion nicht erfaßt werden. Wenn alle diese Vorbereitungen in den nfichsten Tagen getroffen und jeder Vertrauensmann sich für diese Aktion mit aller Kraft einsetzen und ein Drittel seines Ortskontingents aufbringen wird, dann wird diese Aktion das erwünschte Ziel, nämlich die Sammlung von Mark 100 000,—, erreichen. Die Bezirkakonferenz Am Keren Kajemeth . ln Hannover findet statt: am Sonntag, den 5. Dezember, nachm. 3 Uhr, im Volkshelm, Nikolajstr. 10, Zimmer 5, Palästinareferat: M. Waldmann, Berlin. Anschließend Aussprache der Vertrauensleute über die Arbeit de« Keren Kajemeth.