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Jüdische Rundschau · 1926-11-30 · Heft 94 (30.11.1926) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXI (1926)
Issue
Heft 94 (30.11.1926)
Date
1926-11-30
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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Nr. 94 Seite 678 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 94 frei von dem Drucke, den die konsequente Verdrängung des Judentums in der Seele erzeugt uns interessiert nicht Max Warburgs Person, es liegt uns fern, die persönliche Seite seiner Affäre breitzutreten. Aber als Typus geht er uns alle an. Ein Mann, dessen Laufbahn entscheidend charakterisiert wird durch die internationalen Zusammen* liänge seiner Familie, in der auch die Tradition jüdisch* öffentlicher Betätigung lebendig ist, ein Mann, der Im Wirtschaftsleben Deutschlands an führender Stelle steht, ein Mann, der es wiederholt abgelehnt hat, sich mit Juden über jüdische Fragen auseinanderzusetzen, ja der sogar, um nicht Anstoß zu erregen, in seinem eigenen Geschäft sehr zurückhaltend bei Anstellung von Juden ist, wie aus seiner eigenen Aussage über die geringe Zahl jüdischer Angestellten in seinem Geschäft zu entnehmen ist, — ist gezwungen, sich das Niveau seines Kampfes von einem minderwertigen Angreifer vorschreiben zu lassen und mit einem solchen Gegner vor Gericht über Judentum zu diskutieren. Und er findet dafür keine bessere Formel, als indem er sich entschuldigt und rechtfertigt, er würde im entscheidenden Moment ja nie nach den Interessen des Judentums handeln. Fühlt nicht jeder Jude in Deutschland, der Gefühl für menschliche Würde hat, das Demütigende und Beschämende einer solchen Entschuldigung? Vermag nicht eine solche Episode mehr als lange theoretische Abhandlungen den Juden die Augen zu öffnen über ihre eigene Situation? Versteht man nicht, welche Wirkung ein solches Auftreten auf die nichtjüdische Welt ausüben muß? Man muß schon sehr naiv oder aber mit Blindheit geschlagen sein, um nicht zu erkennen, daß bei jedem aufrechten Mann, sei er Deutscher oder Jude, diese Art der Verteidigung keinen Respekt einflößen kann. Herr Warburg hat sich auch gerühmt, daß er gegen ein Asylrecht für die verfolgten Ostjuden in Deutschland war, weil dies angeblich gegen Deutschlands Interesse gewesen wäre. Hier schlägt die Furcht, jüdischer Motive verdächtigt zu werden, schon ins Pathologische um. Es gab sehr viele Christen in Deutschland, die aus Menschlichkeit und auch aus klugem Verständnis für die Imponderabilien des politischen Lebens für ein Asylrecht der Ostjuden eintraten. Wenn ein Jude dagegen war, so mag der wahre Grund in der Abneigung zu suchen sein, durch die ostjüdisclie Einwanderung jüdische Probleme überhaupt aufgerollt zu sehen, zugleich aber auch die Tendenz, durch Be* teuerung des Verständnisses für deutsche Interessen auf Kosten des Judentums seinen Patriotismus glaubwürdiger erstrahlen zu lassen. Max Warburg hat diese Haltung nicht genützt; es ist beinahe eine Ironie des Schicksals, daß gerade er sich gegen den Vorwurf verteidigen muß, jüdische Interessen zu hoch gestellt zu haben. Die Frage aber, die jedem sich aufdrängt, ist: Wenn ein Jude seinem Volkstum nicht untreu ist, wenn er jüdische . toihfiiüu :fUfiil־ wenn er z. IL;#Ufh di« Ostjuden alt «י.;«aiieiib>' §idi«he ׳ Anjge»:. 810116 In *einem Geschäft hat, — soll ein solcher Jude nach Ansicht von Warburg und seinen Gesinnungs* genossen in Deutschland vogelfrei sein? Denn dies ist doch der Schluß, den man argumento a contrario aus der Verteidigungsrede Max Warburgs ziehen müßte. Es ist uns bekannt, daß auch viele Nichtzionisten die Haltung Warburgs als beschämend empfunden haben. Wir glauben an die gesunden Instinkte des Juden aus dem Volke, bei dem in solchen Fällen das richtige Gefühl durch* schlägt. Die Zeit der Emanzipationsideologie ist vorüber. Im modernen Volksstaat sind die Juden, so wie sie sind, selbstverständlich Vollbürger. Die Juden sind eine durch besondere Merkmale charakterisierte Gruppe und haben das Recht, ihre eigenen Interessen zu pflegen, die in keiner Weise mit denen Deutschlands kollidieren. Eine solche Kollision wird nur von extremen Antisemiten konstruiert und leider von jüdisch-assimilatorischer Seite Eine 10009 Ptond •Spende für den Keren Bafeiiod Das Hauptbüro des Keren Hajessod in Jerusalem er* hielt einen Scheck des Herrn Benenson, Chef der Lon* doner Firma G. & A. Benenson Ltd., über 10 000 Pfund. Herr Benenson, der jetzt in den Vereinigten Staaten weilt, hat diesen Scheck dem Präsidenten der Zionistischen Weit* Organisation, Dr. Weltmann, übergeben, der ihn sofort nach Jerusalem sandte. Benenson ist der Schwiegervater von Colonel H. S. Solomon, dem früheren Direktor des Handels- und Industrie-Departements der Palästina-Regierung. implicite zugegeben, indem bei passenden und unpassenden Gelegenheiten versichert wird, man stelle Deutschtum im Konfliktsfall über Judentum. Auf die Juden, die Judentum lediglich als Religion auffassen, wirft diese Art der Verteidigung ein besonderes Licht; denn zwischen jüdischer Religion und Patriotismus ist natürlich ein Konflikt ebenso denkbar wie zwischen Christentum und Patriotismus. Hier geht es nicht um die Gegenüber- Stellung von zwei Volksgruppen, die miteinander in einem Staate leben, sondern um die Gegenüber- Stellung der Beziehungen des Menschen zu Religion einerseits und zum Staat andererseits, und wie es sich damit verhält, haben viele Philosophen erörtert und haben wir gelegentlich der liberalen Weltkonferenz an dieser Stelle angedeutet, natürlich ohne Verständnis von liberaler Seite zu finden. W i e jeder in einem solchen Konflikt zwischen Religion und Staat entscheidet, ist eine Frage seiner persönlichen Religiosität. Wenn man aber, wie wir in diesem Zusammenhang, das Judentum als eine menschliche Gruppe, verbunden durch nationale Bande, betrachtet, dann wird man schwerlich eine Kollision der erwähnten Art erleben, es sei denn in besonders tragischen Momenten, wo Pflichten - Kollisionen auf allen Lebensgebieten und in verschiedenartigster Modifikation möglich sind. Die einzige würdige Haltung, die Juden im deutschen Staate heute einnehmen können, ist dn offenes und stolzes Bekenntnis zum Judentum. Denn auch die Verleugnung nützt nichts. Das Verständnis dafür, daß innerhalb des Staates Gruppen verschiedener Art in voller Legitimität leben dürfen, wächst allenthalben; und wo es noch nicht vorhanden ist, müssen wir versuchen, es za wecken. Die Betraebtung des Hamburger Prozesses zeigt uns, daß die innere Knechtschaft ein größeres Unglück ist als die äußere. Das jüdische Volk von dieser inneren Knechtschaft zu befreien, ist dem Zionismus Vorbehalten, da andere jüdische Richtungen hierzu augenscheinlich nicht imstande sind. Schloß Oer OZIT •Kantorei!! ׳ .23׳ £*־•*••«* - ־ Maye»»#8l.".יי ferenz hat folgenden Entschluß angenommen: ^Nach Anhörang der Rede des Vorsitzenden des Zentralexekutivkomitees Kalinin begrüßt es die Konferenz, daß die Regierung die nationale Frage im Zusammenhang mit den jüdischen arbeitenden Massen in voller Klarheit beleuchtet hat, was zu einer Gesundung der ökonomischen und kulturellen Entwicklung der Massen führen wird. Eine solche Lösung der nationalen Frage liegt im Interesse des sozialen Aufbaus. Die Konferenz begrüßt wärmstens die Sowjetregierung und die Kommunistische Partei.“ In die neue Verwaltung von OZET wurden 49 Personen gewählt, von denen die Mehrzahl Kommunisten sind. Vorsitzender ist der Direktor der Abteilung für nationale Minderheiten, Dimentstein. Von den Unparteiischen sind zu nennen: Samuel Weizmann, Agronom Kamenetzki, Dr. Wermel, Sokolowski, Prof. Bruck u. a. m. Der Rat besteht aus 86 Personen, von den Kommunisten sind zu nennen: Larin, Weinstein, Mereschin, Tschemerisski, Olski, Pawlowltsch, Kolzow, Golde, Litwakow, Esther u. a. m.; von den Unparteii sehen: Bragin, Prof. Kagan, Lapidow-Skoblo, Loiewezki, Dr. Bramson, Schrpirot Agronom, Lubarski, Churgin. Maler Altmann, Theaterdirektor Granowski, Prof. David Sc hör, Dr. Fabrikant a. a. m. Weizmanns Rede in Boston Arlosoroffs erste Rede in Amerika. Ein weiterer telegraphischer Bericht der JTA. zitiert am der Rede Dr. Weizmanns in Boston bei der Konferenz des United Palestine Appeal noch folgende Sätze im Zusammenhang mit der Frage der Jewish Agency: ״Ich befürchte nicht eine Aufgabe zionistischer Prinzipien. Es türmen sich Schwierigkeiten auf dem Wege, aber nicht Gefahren. Ich erwarte nicht, daß die Nichtzionisten sofort eine Mitgift mitbringen werden. Es würde sich mit der Würde einer großen Bewegung nicht vereinbaren lassen, auf einer solchen festen Mitgift zu bestehen. Aber schon ihr Beitritt zu einer Agentur, die an der Schaffung des Jüdischen Nationalheims mitzuwirken habe, bedeutet eine Annahme des Programms des Palästina-Auf ba us, das eine erhöhte Immigration nach Palästina und eine ausgedehntere Kolonisation des Ln״• des durch Juden vorsieht“ $ Wir haben bereits kurz über die große zionistische Demonstration im Mekka-Tempel in New York berichtet, im Verlauf seiner dort gehaltenen Rede sagte Dr. Weizmann, das Ziel der Tätigkeit der letzten Jahre war es, die öffentliche Meinung in England und anderwärts zu überzeugen, daß Palästina von jüdischen Händen aufgebaut werden kann. Als eine Konsequenz unserer Arbeit können wir einen Umschwungderöffentlichen Meinung, die vor vier Jahren sehr stark gegen uns gewesen ist, zu unseren Gunsten feststellen. Dr. Weizmann kam dann auf das arabische Problem zu sprechen und sagte: ״Das arabische Problem besteht noch, aber es hat seine Schärfe verloren. Unsere Beziehungen zu den Völkern Palästinas und den Völkern rings um Palästina sind so, daß, wenn wir unsere Arbeit mit derselben Energie und in demselben Geiste weiterführen wie bisher, eine intime Zusammenarbeit zwischen uns und dem arabischen Volke hergestellt werden wird. Dies ist nicht bloßer Lippendienst, sondern nach meiner unmaßgeblichen Meinung eine wesent• liehe Vorbedingung für eine gesunde Grundfeg um g des jüdischen nationalen Heims. Der Geist unserer Beziehungen zu den Arabern ist das besondere Merkmal unserer Kolonisation. Viele Völker haben Länder kolonisiert, und in der überwältigenden Mehrheit der Fälle wurde die Kolonisation nur durch materielle Gewalt, die Verdrängung einer schwächeren Rasse durchgeführt. Ich glaube, es ist für uns eine Quelle des Stolzes und der Genugruung, daß vielleicht zum erstenmal in der Geschichte der Welt — und hier liegt vielleicht das Geheimnis der Sympathie, die für uns an so vielen Stellen besteht — die Kolonisation eines Landes friedlich vor sich geht. Der Frieden ist unser Hauptinstrument. Nicht mit Kanonen und Armeen, sondern mit Spaten und Hammer gehen wir vor. Damit sind wir treu der geheiligten Tradition des Friedens, die das Wesensmerkmal des jüdischen Lebens ausraacht.“ in derselben Versammlung sprach auch Dr. Stephen W i s e, der an die Konferenz von Cleveland 1921 erinnerte, wo bekanntlich auch Dr. Wise mit der Brandeis-Gruppe aus der Leitung ausgeschieden und in die passende Opposition getreten war. Dr. Wise erklärte, er sehe keinen Grund, warum nach mehr als fünf Jahren irgendein Mensch bei der zionistischen Arbeit abseits stehen dürfe. Nach fünf Jahren erkläre er. daß er jetzt Weizmanns Führer* sebaft akzeptiere. '-״'Irrteresiaiit : Bericht,»dür ״The New Palestinr*, das offizielle Organ der ameri* kanischen Zionisten, dem wir auch die vorstehende Darstellung entnehmen, über das erste öffentliche Auftreten von Dr. Arlosoroff gibt, der gleichfalls in der Versammlung im Mekka-Tempel sprach. Das Blatt schreibt: Dr. Arlosoroff, der Vertreter der palästinensischen Arbeiterschaft, war der nächste Redner. In einem erstaunlich präzisen und literarisehen Englisch gab Arlosoroff eine eindrucksvolle Analyse der zwingenden Anziehungskraft, die das kleine Pa- Iästiria mit seinen 150 000 Juden auf die jüdischen Massen der Welt ausübt. Die Gründe seien kultureller, ökonomischer und politischer Natur. ״Palästina,“ sagte er, ״zeigte den Juden als Kolonisator, als Schöpfer eines natürlichen Arbeit»- lebens. Es gibt dem Juden eine Gelegenheit, voll funktionierender Teil eines nationalen politischen Organismus zu werden. Entscheidend hat es die nationale Zukunft des Judentums gesichert Ihr Juden yon Amerika seid eurer Kinder nicht sicher. Wir sina es.“ Die Rede Dr. Arlosoroffs — so fährt das Blatt fort — rief eine echte Ovation der Zuhörer hervor. Es war klar, daß sie in ihm die palästinensischen Chaluzim grüßten, deren Hände das jüdische Schicksaf geschmiedet haben. Die gelungenen Worte Arlosoroffs brachten der Versammlung ein starkes Gefühl der palästinensischen Realität. Hebräische Spiele Bei der bevorstehenden Chanukkahbescherung unserer Kinder, die sich trotz ihres fremden Ursprungs im Laufe der letzten Jahrzehnte zu einem anscheinend festen und auch gar nicht schlechten Minhag entwickelt hat. ist die S p i e l z e u g - frage natürlich höchst wichtig, und darum sollen einige der zur Verfügung stehenden hebräischen Spiele hier kurz besprochen werden. Vor allen anderen gehört zu Chanukkah das alte Trendel. Man kann es■ heute in allen Formen und Beilagen haben. Ein in Form und Farbe künstlerisch wirkendes hat die Kunstgewerbestube Freudenthal in Breslau vor zwei Jahren herausgebracht, das, zumal es auch besonders leichtfüßig trendelt, die Gunst der Kinder. gefunden hat und darum empfehlend hervorgehoben sei. — Von den eigentlichen Gesellschaftsspielen erwähne ich zunächst das Bilder- Lotto, von dem mir vier verschiedene Ausführungen vorliegen. Das erste, schon vor einigen Jahren im Weltverlag erschienen, zeigt, wie ein hebräisches Spiel nicht sein darf. Die hebräischen Bezeichnungen sind allerdings sorgfältig und fehlerlos ausgeführt und haben seinerzeit die Eltern sehr erfreut. Aber der jüdische Inhalt fehlt völlig; unter 96 Gegenständen ein jüdischer (Thorah-Rolle). Und die Bilder sind technisch so unvollkommen, nur in Schwarzdruck ausgeführt, daß. sie kaum erkennbar sind. So kommt es, daß die Kinder, soweit ich feststelien konnte, dies Spiel immer abgelehnt haben, und jedes andere, well es leichter spielbar war, bevorzugten. Wir wollen ihm aber zugute halten, daß es eben der erste derartige Versuch war, und nun andere vollkommenere Nachbildungen veranlaßt hat. Da ist nun das zweite Bilderlotto, das im vorigen Jahre von der Kunstgewerbestube Freudenthal, Breslau, herausgebracht worden ist, schon ganz anders. Hier sind die Bilder klar und wesentlich größer nach künstlerischen Zeichnungen in dreifarbiger Lithographie hergestelltj die hebräische Beschriftung bis auf vereinzelte Druckfehler ist sorgfältig ausgeführt; der jüdische Inhalt ist zwar auch noch dürftig, tritt aber doch in einigen Bildern und der äußeren Ausstattung deutlich hervor. Ke Kinder haben das Spiel schnell lieb gewonnen und eignen sich den Wortschatz fern und mühelos an. So bedeutet dieses Lotto einen betrachtchen Erfolg und hat nun schnell eine weitere Nachahmung hervorgerufen. Dieses dritte, mir vorliegende Lotto, im Ver* lag der Kunstgewerbestube Westheim, Frankfurt a. M., erschienen, trägt allerdings ein ausgesprochen rituelles Gepräge, bringt ausschließlich Bilder aus dem Leben des Sabbats und der Feiertage, und kommt daher wohl nur für die gesetzestreuen Kreise in Frage. Aber auch mit dieser Einschränkung bleiben noch erhebliche Bedenken gegen dieses Spiel. Hier erscheint die Tendenz doch gar zu aufdringlich und hat die künstlerische Seite der Ausführung offenbar stark in den Hintergrund gedrängt. Dafür sind aber die Bilder groß und deutlich, was von Kindern sicher sehr erwünscht sein wird. Die Bedenken richten sich aber hauptsächlich gegen die Ausführung im einzelnen. Die hebräischen Bezeichnungen (übrigens auch deutsche!) weisen zahlreiche orthographische Fehler auf, besonders mit dem Dagesch scheint der Schreiber auf Kriegsfuß zu stehen. Nun sagt man ja scherzhaft, daß ״Dikduk schon ein Stückei Apikorses“ sei, aber ich glaube doch, auch die strengste Orthodoxie würde heute nichts mehr gegen ein korrekt gedrucktes Spiel einzuwenden haben, zumal ja mit der Aufnahme des Zylinderhutes unter die Rituatgegenstände des Sabbat auch den weitestgehenden Ansprüchen genügt ist. Aber zwei sachliche Fehler müssen im Ernst angemerkt werden: Das Bild ״Geldbeutel“ der Chanukkah-Karte, auf der auch einige Münzen zu sehen sind, heißt die hebräische Bezeichnung ״Matbeoth“! Und auf dem Bilde des Lulab prangt infolge ungeschickter Anordnung der Bezeichnungen dieUeberschriftRoschHaschanah! Das muß die Kinder durchaus irreführen, und schließlich soll man doch das Jüdische und das Hebräische bei diesen Spielen richtig erlernen können. Doch die Kinder werden alle diese Mängel nicht tragisch nehmen und vermutlich auch an diesem Spiel ihre Freude haben. — Das vierte Lotto endlich ist nun ganz anders konstruiert. Es ist ein ״Mischak pitgamim“, wie es der Verlag Chaber, Berlin, nennt, d. 11. eine Art Sprichwörter- Lotto, etwa auf dem System der 1 X 1-Spiele aufgebaut. Auf jeder der 54 Ausrufnummern steht der Anfang etnes Sprich- Wortes oder einer Sentenz: die andere Hälfte steht bei der betr. Nummer auf der Karte des Spielers, wo dann das Kärtchen eingesetzt wird und so ein die betr. Sentenz illustrierendes Bild ergibt. Die Bilder, von Palkust gezeichnet, stehen durchweg auf hohem künstlerischen Niveau und sind von außerordentlich eindrucksvoller Plastik, die Wiedergabe ist erstklassige Steindruckarbeit Die Auswahl der Sprichwörter ist ganz vorzüglich getroffen. Aus Bibel, Talmud, Midrasch sind 54 nützliche und amüsante Kerns:'! < uisgewählt, die sich auf diese Weise dem Kinde leicht einp; ai werden, wenn es dieses Spiel spielt. Hier freilich bin ich, wenigstens für uns in Deutschland, zunächst noch etwas pessimistisch. Ich fürchte, wir werden hier vorläufig nicht allzu viele Kinder im Lotto-Spielalter haben, die genügend Hebräisch können, um den doch immerhin höheren Anforderungen dieses Spiels zu genügen, die auch durch die auf einer Beilage gegebenen Ucbersetzungen der Sätze nur wenig herabgesetzt werden. Doch das wird ja hoffentlich unter dein Einfluß unserer Schulen von Jahr zu Jahr besser werden, und dann wird sicher auch dieses in seiner sprachlichen und bildlichen Ausführung must ergültige Spiel unter unseren Kindern viel Freude finden. Sehr beliebt sind als Unterhaltung für die lange;! Chanukkah-Abende immer die Quartettspiele. Das vom Jüdisehen Verlag herausgegebene Quartett ״Hai'r“ enthält auf 48 künstlerisch hergesteliten (für meinen Geschmack zu sehr expressionistischen) Karten Bilder aus dem ganzen Bereich des Lebens in Straße und Haus, wobei auch die Synagoge nicht fehlt. Die hebräischen Bezeichnungen sind zuweilen etwas fernliegend, die Schrift ist nicht immer leicht lesbar, z. B. bewirkt der gebogene linke Fuß des ח allzu leicht Verwechslung mit ת• Gerade bei Kinderspielen sollte man au! leichte Erkennbarkeit der Buchstaben besonderen Wert legen. In dieser Hinsicht besser ist das P a 1 ä s t i n a - Q 11 a r t e 11 von Adele Sandler, das zugleich noch eine ganz schöne Kenntnis vieler Namen■ Palästinas vermittelt und in seiner wähnt, ein Spiel zum Würfeln mit allerlei Hindernissen und Erlebnissen im Lande, das ebenfalls ein ganz hervorragendes Mittel darstellt, um den Kindern nicht nur die Namen geläufig zu machen, sondern ihnen zu jeder der dort vorkommenden Station einen bestimmten Inhalt zu vermitteln. Die Ausführung auch dieses Spiels ist in jeder Hinsicht mustergültig. So gibt es also heute genug Möglichkeiten für uns, um unsere Kinderstuben zu hebraisieren. An uns ist es, sie auszunutzen, je nach Geschmack und Neigung, und so die Chanukkah-Bescherung auch in den Dienst der jüdischen Erziehung zu stellen. Dr. L. P. Die K« Von Man h Petacli-Tik Achduth A bezeichnet. Süßere Bilc ln Petachlängsten K Landa oeit! Hallen der und Blutnei Teil der I städtische kolonisator kommen ז ausgiebigei in manche Awodah ah Hapoel-Ha Zeit im Lai für den B auffallen, d In ein« Awodah in Punkten ui des Hapo« Es mußte dadurch ai die zwei 1 verhandelt die im Mo in Betrach also wem! Mit ri Beginn de nämlich de keit zug! Teil der! wiegenden rate veran ungeheurei Wirtschaft von der c betroffen i■ des Intere! die manni sammenset seinen Gri gezeigt, w wie das G nungen Kinder, lieh ein völlig in Erfassen, gewinnen, ihm die le und Ansä wurde au! der ge g Hände frei Tätigkeit keit zum Streit um m ensch das Chaos rührt, übe! Haifas sei Oeffentlich Unter den Axiom, da wirtsc h allgemein Stützung, s die in ein kurz oder darüber, d bestehende Grundlage alle diese Praxis zvi von morg! Monaten c Auch keinen Rt ehrt ihn Iu n g W; mälden, F Städten“; Heimat, 1r den einsai Cafehausb Ury Heim; Potsdamer wurden b immer ne nimmt da! mälde ״Ja aber in de für mein das Bibeil London n Die Ausst Gemälden ״S e z e s s Sonnenscl: Däne! Nieren! ist er do als die f rissenen t gelingt ili (״Vor der bringt er zu manch einzeln. I Die! bei Axel -A4

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