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Jüdische Rundschau · 1926-11-16 · Heft 90 (16.11.1926) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXI (1926)
Issue
Heft 90 (16.11.1926)
Date
1926-11-16
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Kr. 90 Seite 644 JUEDJSCH1 RUNDSCHAU blieb das Kuckucksei unbeachtet. Man wird die beiden genannten Persönlichkeiten wohl keineswegs als Antisemiten bezeichnen können, sie äußern sich sehr judenfreundlich, aber dies hindert sie nicht an der Erkenntnis der objektiven Tatsache nationaler Verschiedenheit. Auf der Basis dieser Selbstverständlichkeit können wir über Juden und jüdische Probleme mit aller Offenheit und Freiheit sprechen, und es wird dann auch nicht der geringste Zweifel ari unserer staatsbürgerlichen Treue erheben werden, denn es wird gerade bei solcher Klärung jedem vernünftig Denkenden einleuchten, daß unser Wesen und unsere Eigenart, zu der wir uns stolz tiektnnen, nicht die geringste Anfechtung des deutschen Staatsgefühls mit sich bringen kann. Die Fiktion einer uniformen Oesinnung aller Staatsbürger in allen Angelegenheiten hat außerhalb der jüdisch-assimilatorischen Dogmatik wohl nirgends existiert. Und so ist es charakteristisch, daß auch von keiner ernsten nichtjüdischen Seite der Zionismus als ein Grund für eine Behandlung der Juden als ״Fremde“ angeführt wurde; vielmehr bleibt dieses Argument den j ü d is c h e n Zionistenfeinden Vorbehalten. Es mag sein, daß professionelle Antisemiten unter ihren antijüdischen Qravamina hie und da auch den Zionismus anführen, genau so wie den Ritualinord oder die internationalen Bne Brith - Logen oder die Alliance, oder den ״Hochverrat“ des Bankiers Max Warburg. Gegen diese böswilligen Angriffe ist kein Kraut gewachsen. Darum ist es eine bedauerliche Entstellung der Tatsachen, wenn Herr Heinrich Stern in seinem Referat über die Entwicklung des deutschen liberalen Judentums auf der liberalen Weltkonferenz in London die Behauptung aufstellte, die Zionisten seien den deutsehen Juden bei ihrem Kampf gegen den Antisemitismus ״In den Rücken gefallen“. Herr Stern motivierte mit dieser Begründung offenbar die Sterilität des religi- Ösen Liberalismus in Deutschland, der zu sehr mit dem Kampf gegen den Zionismus beschäftigt sei, als daß er sich seinen positiven Aufgaben widmen könnte. Die Darstellung, die Herr Stern von der Rolle des Zionismus beim Kampf gegen den Antisemitismus gegeben hat und die wahrscheinlich die herrschende Meinung in den Kreisen der deutschen Assimilanten ist, vermag sich auf keine Tatsachen zu stützen. Wollten wir mit solchen Mitteln kämpfen, so könnten wir leicht nachweisen, wie sehr die Tätigkeit assimilatorischer Personen und Gruppen zur Förderung des Antisemitismus beigetragen hat. Aber um diese wirklich viel zu kleinliche Auseinander- Setzung geht es gar nicht Es geht vielmehr um das entscheidende Problem der Erreichung eines achtungsvollen, erträglichen Verhältnisses zwischen Juden und Nichtjuden. Und wir behaupten, daß durch die zionistische Methode der freien unbefangenen AttNgMBtifovki wehr ln dieser Richtung erreicht werden Ibrhs vftjHg׳ 'ergehnWoscn; Verwehr• «Wer ’Ahhfeiiefttng, W|« sie von jüdisch-ässimiiatorischer Seite unter völliger Verkennung des historischen, soziologischen und psychologischen Tatbestandes seit Jahrzehnten getrieben wird. Als ein Musterbeispiel subjektiv sicher völlig ehrlicher, objektiv aber unwürdiger Apologetik der Assimüation liegt vor uns eine mm Phllo-Verlag (des Central- Vereins) herausgegebene Broschüre desselben Herrn Heinrich Stern ״Warum sind wir Deutsche?“. In dieser Broschüre, die sich an die Jugend (!) wendet, wird nachgewiesen, daß ״uns die geschichtliche Entwicklung zu Deutschen gemacht hat“, daß ״die Juden deutsche Kulturmenschen (!) wurden“, daß eine große Anzahl von Nichtjuden, deren Aussprüche angeführt werden, den Juden Anständigkeit und brave Gesinnung nicht aberesprechen hat Es ist hier nicht der Ort, uns mit dieser charakteristischen Schrift ausführlich auseinanderzusetzen. Die Argumente sind zum Teil für den Zweck hergerichtet, Ein!Mischer Nobelpreisträger Der Nobelpreis für Physik für das vorige Jahr ist, wie bekannt, an die Professoren James Franck in Döttingen und Gustav Hertz in Halle gefallen. Von den beiden Preisträgem ist Professor Hertz, ein Neffe des bekannten Mitbegründers der Elektrodynamik Heinrich Hertz, jüdischer Abktmft, Professor Franck Jude. Die Entdeckungen dieser beiden Forscher hängen eng mit dem Gebiete der modernen Atomphysik zusammen. Nach der Bohrschen Atomtheorie existieren für jedes Atom eine Reihe diskreter Zustände, in denen es existieren kann, also keine kontinuierliche Zustandsreihe. Hierdurch erklärt sich, daß die Elemente bei der Spektralanalyse keine kontinuier* liehen, sondern aus einzelnen Linien bestehende Linienspektren aussenden. Genauer gesagt, die Bohrsche Atomtheorie erklärte die Linienspektren aus ihrer Annahme diskontinuierlicher Zustände. Den beiden Forschern ist es in gemeinsamer Arbeit gelungen, durch ihre berühmten Experimente über Elektronenstoß die Existenz dieser diskontinuierlichen diskreten Zustände empirisch nachzuweisen. Professor Franck ist dem Judentum treu ergebet! und gehörte, als vor einigen Jahren auch in Göttingen Samnilangen für den Keren Hajessod veranstaltet wurden, dem dortige-,» Initiativkomitee des Keren Hajessod an. Auch an den Fraget! der hebräischen Universität Jerusalem nimmt er lebhaften Anteil. Jose! Schwirz י. ln Berlin starb der berühmte Bariton Joseph Schwarz an den Folgen einer Nierenoperation. Joseph Schwarz, der in Riga als Kind jüdischer Eltern geboren wurae, hat ein Alter von 45 Jahren erreicht. Bei der Beisetzung in Weißen'.ec hielt u. a. Rabbiner ür. Weiße eine Trauerrede. Die Beteiligung war sehr stark. Herr Dr. Leo Qoldhammer, der Präsident der Zionisüschen Organisation Oesterreichs, schreibt der ״W i e n e r Morgen zeitung“: Der große Opernsänger Joseph Schwarz war ein treuer Anhänger der zionistischen Bewegung. Selten bin ich einem Menschen von so gründlichem jüdischen zum Teil widerspruchsvoll. Nicht die zum Teil sehr komischen Details interessieren hier, wohl aber der Schluß des ganzen Elaborats, wo wörtlich gesagt wird: ״Kann man vorn deutschen Volke verlangen, daß es sich diese Mitbestimmung von Menschen gefallen läßt, die nichts weiter sind und sein wollen, als kluge tüchtige Menschen und brave gewissenhafte Staatsbürger, die aber ihre Liebe, ihre Begeisterung, ihren Idealismus einem andern Volke weihen?“ Es wird also hier die Ansicht vertreten, daß gegen Juden, die sich zu ihrem Volke bekennen, sich ein berechtigter Antisemitismus zu wenden hätte. Der deutsche Patriot Stern übersieht freilich, in welche verhängnisvolle Situation er durch seine Theorie nicht nur seine jüdischen ״Glaubensgenossen“ bringt — daran liegt ihm in seinem Partei-Fanatismus wahrschein״ lieh weniger —, sondern auch seine deutschen ״Volksgenossen“ in der Tschechoslowakei, in Lettland und andern Ländern. Immer weiter treibt ihn das Bedürfnis, sein Deutschtum glaubhaft zu machen, und er sieht gar nicht mehr die Absurdität, bei der er landet. Dies ist freilich die Art und Weise, die selbst den judenfreund־ liehen Deutschen verdächtig Vorkommen muß. Indem man den Deutschen, die ״heute noch keine Judengegner sind“, einen Wink gibt, daß sie es zumindesten gegenüber den Zionisten werden müssen, vermag man allerdings neue Judengegner zu schaffen, wenn auch in einem andern $inne als Herr Stein sich vorzustellen scheint. Daß eine offene Aussprache auf ganz anderer Ebene zwischen Jude» und Nichtiuden möglich ist, beweisen die zwei Sonderhefte, die die Zeitschrift ״Dcrjude“ dieser Auseinandersetzung gewidmet hat. Wir sagten schon, daß *vir keine endgültigen Lösungen von einer solchen Aussprache erwarten, daß sie uns lediglich Materiai zur Erkenntnis unserer Lage liefert. Diesen Zweck erfüllte das erste Sonderheft, wo verschiedene Nichtjuden sich über das Judentum äußerten. In dem soeben erschienenen sehr interessanten zweiten Heft wendet sich der Dichter Alfred D ö b l i n ln einem Brief an den Herausgeber gegen die Veranstaltung, die Nichtjuden das Recht gibt, absprechend über Juden zu urteilen; dies verstoße gegen das Selbstgefühl. ״Man orientiere und festige sich unter seinesgleichen; man besinne sich zu Hause.“ Diese Interpellation Döblins gibt dem Herausgeber des Heftes, Dr. Kaznel son, Gelegenheit, in einer ausführlichen Erwiderung Zweck und Sinn der von der Zeitschrift ver- ׳ anstalteten Diskussion darzulegen. Wir Zionisten, die das Stadium der von Döblin geforderten Selbstbesinnung bereits hinter uns haben, geraten nicht aus dem Hauschen, wenn über Judentum und Juden lobende, ebensowenig, wenn absprechende Urteile abgegeben werden. Uebergroße Empfindlichkeit ist ein Zeichen innerer Un- Sicherheit. Es ist interessant, daß von nichtzionistischer Seite gegenüber Zionisten jetzt die Forderung jüdischer S|I^sta1;hjupf״äufgestelJt,1^if4' McWteff׳ drei Jaftriehnie gegen jüdische Wftideloifgkeit gekämpft haben. Hier haben wir eine Frucht unbewußt zionistlscher Einwirkung. Die Meinung aber, Nichtjuden hätten in der Frage nach dem Verhältnis von Deutschtum und Judentum nicht mitzureden, ist nur die Kehrseite des Systems der einseitigen Loyalitätsbeteuerung. Wir Zionisten glauben, daß eine gegenseitige offene Aussprache das einzige Mittel ist, den Antisemitismus hinwegzuräumen. Man niußsichnurvon dem I rrglauben befreien, dieAnerkennungeinesnationalen Unterschiedes zwischen Deutschen und Juden sei identisch mit Antisemitismus. Eine der wertvollsten Errungenschaften des Zionismus ist das Prinzip der öffentlichen Diskussion. Die Juden haben nichts zu verbergen. Herzls große Tat war es, die öffentliche Tribüne für die Judenfrage zu erobern und er hat damit die Wut jener Kreise hervorgerufen, für die das Judentum nur eine Angelegenheit der Stube, höchstens noch der Gemeindestube war, aber nicht eine Wissen, von solcher Anhänglichkeit und Liebe zu seinem Volke und von so bedeutenden Kenntnissen der jüdischen Musik begegnet. Mehr als einmal drückte er sein Bedauern darüber aus, daß ihn die künstlerischen Aufgaben an der zionistischen Betätigung hindern, Eines Tages traf Ihn ein Freund in Begleitung der Opernsängerin Francillo Kaufmann in der Nähe des Döblinger Friedhofs. Er fragte das Paar, woher sie kämen. Schwarz antwortete: ״Wir haben gestern geheiratet und unser erster Weg führt uns zu Herzls Grab.“ Baeheriehan אימנול׳ אנציקלופדיה ישראלית׳ קונטרס לדוגמה und: Enzyklopädie des Judentums, Probeheft, Berlinlerusalem 1926. Eschkol-VeWa׳:׳. Es erübrigt sich, an dieser Stelle, auch i:1 Kürze, die (Jeschichte der jüdischen Enzyklopädien zu skizzieren. Freilich wäre das nötig, um die Notwendigkeit einer neuen darzutun. Wer die bestehenden (die hebräische, englische, russische, letztere Ist den wenigsten zugänglich,) kennt, weiß, welche Mängel ihnen *nhaften, ungeachtet der großen Bedeutung, die ihnen zukommt. Es ist jetzt, je mehr die Kenntnis jüdischer Wissenschaft, und insbesondere talmudische und raobinlsche Gelehrsamkeit, nach Tiefe und Breite abnimmt, und je kleiner der Kreis der Kenner wird, um so notwendiger, daß eine Enzyklopädie geschrieben wird, die idealen Anforderungen gerecht wird. Ein Probeheft kann immer nur ein Versprechen sein- Mängel sind bei ihm nicht so ernst zu nehmen, wie Vorzüge. Das Wesentlichste einer Enzyklopädie^ Vollständigkeit•' und Einheitlichkeit, die richtige Bewertung des Bedeutsamen und das Zurücktreten des minder Wichtigen kann erst das Gesamtwerk oder doch ein vollständiger Baud erweisen. Aber die Vorzüge des Probeheftes sind doch bedeutsam genug, um große Hoffnungen für die Zukunft zu erwecken, wir verzeichnen zunächst mit Genugtuung den Umstand, daß das Werk sowohl hebräisch als auch deutsch erscheinen wird, Beide Ausgaben werden gemeinsam die Gesamtheit der Interessenten erfassen; daher kommt das Unternehmen mehr als alle Vorgänger dem wirklichen Bedürfnis entgegen. — Sti- Br,*• Sache, von der mtn spricht. Diese in der Ghetto-Tradition befangenen Juden glaubten, durch einen Schleier diskreter Heimlichkeit das Judentum am besten vor seinen Feinden zu schützen. Wenn Weininger, Kolgen und andere von einer Hypertrophie des Gemeinschaft#* triebes bei den Juden sprechen, so meinen sic auch diese Tendenz, sich abzuschließen, keinen Außenstehenden in die eigenen Angelegenheiten hineinblicken zu lassen. Vielleicht liegt in diesem Phänomen eine der Wurzeln für das Entstehen des Antisemitismus. Der Zionismus, der ein für allemal mit diesem Prinzip bricht und sich zum Prinzip der Oeffentlichkeit auch in jüdisehen Angelegenheiten bekennt, hat den Juden die Fähigkeit gegeben, unbefangen über die Judenfrage zu diskutieren, die Aeußerungen anderer ohne Empfindliclikeit anzuhören und für die Erkenntnis des eigenen Weges nutzbar zu machen. Er bedeutet einen Wendepunkt in der Geschichte des jüdischen Bewußtseins. R. W. Der Die Aegypter 10 Erez-Israel Aegyptischer Bericht über das zionistische Schulwerk. Bekanntlich hat im letzten Frühjahr auf Einladung der zionistischen Lehrer, die seinerzeit eine Studienreise nach Aegypten unternommen hatten, ein Gegenbesuch von Lehrern ägyptischer Staatsschulen ln Erez-Israel stattgefunden. Jetzt veröffentlicht das ägyptische Unterrichtsministerium einen Bericht des Leiters der aegp tischen Studienreise, des bekannten Pädagogen Mohame0 Ruschdi Bey. Der Bericht spricht sich sehr günstig über die Eindrücke aus, die die ägyptischen Lehrer von dem zionistischen Schulwerk empfangen haben. Das Tel-Awiwer-Gymnasium wird als ״eine Schule, die ln bezug auf Organisation, Lehrplan, Methoden und Unterricht den europäischen Lehranstalten ähnlieh ist“, bezeichnet. Zustimmend wird die Koedukation, die ärztliche Fürsorge und die große Rolle, die der handwerkliehe Unterricht im Lehrplan spielt, betont. Auch die Sauber- Reit und die Sorgfalt, die man auf die Erzielung einer guten Ausdrucksweise legt, wird ebenso rühmend^ hervor- Im Haifa e r Technikum und der Realschule haben ״das gute Benehmen und die Lebhaftigkeit, Kraft und Ausdauer der Kinder“ einen großen Eindruck auf die ägyptischen Lehrer gemacht. Der Leiter der Anstalt, der äug Deutschland kommt, (Dr. Blram — A. d. R.), ein tüchtiger und seiner Sache ergebener Mann, hat ein System der Erziehung geschaffen, welches die Menschen zum Gefühl des Stolzes, ihrer Gemeinschaft und ihrem Vaterland selbstlos dienen zu können, erzieht. Auch hier wird die bedeutsame Rolle, die die köiperliche und handwerkliche Ausbildung im Unterricht spielt, lobend festgestellt. Ruschdi Bey konstatiert, daß ״in dieser Schule die nächste Sparsamkeit geübt wird, indem der jährliche Etat bei 300 Schülern £E 6C00 nicht übersteigt“. Der Bericht erwähnt ferner Nahalal (insbesondere die landwirtschaftliche Mädchenschule) und das Waisenkinderdorf Kfar Jeladim bei Baifouria. Der Vergleich der zionistischen mit den arabischen und Regierungssehulen, die ln Nablus besichtigt wurden, fällt zugunsten der erster« aus. Zusammenfassend wirdgesägt, dalTdie Einrichtung der Schulgebäude, Charakter und wissen der Lehrer, der Umriß der Lehrpläne, die die Knaben und Mädchen in den Realschulen auch mit dem öffentlichen Leben bekanntmacbcn, volle Anerkennung verdienen. ״Dramatische Kunst, Musik und Gesang, stehen auf einer Stufe, von der wir nur wünschen können, daß unsere ägyptischen Schulen sie bald erreichen mögen.“ Ruschdi Bey stellt fest, daß die hebräische Sprache wieder zur lebendigen Sprache des Landes wurde, da die Einwanderer nach Palästina, die aus verschiedensprachigen ländern stammen, das Hebräische als Sprache angenommen haben, als bestes Mittel zur nationalen Erneuerung. Der Bericht enthält zum Schluß Reformvorschläge für die ägyptischen Schulen, die sich auf die Beobachtungen stützen, die die ägyptischen Lehrer in den hebräischen Schulen der zionistischen Organisation in Erez-Israel gemacht haben. Jerusalem, 10, November, (J.T.A.) Der Verband ehemaliger jüdischer Legionäre ״M enorah“ beschloß, ein Haus der jüdischen Kriegs Veteranen zu gründen, das eine Gedächtnisstätte für die auf palästinensischem Boden im Kriege gefallenen jüdischen Soldaten sein solle. Das 1 die Ruhe Wochen t fichkciten, dies Pro R o s e 11 b der Vorsi der Keren eine eitim; fest, die über lanj Oppenheiri Kreise un ordentlich b I ü t h a der hiesig verbands Hajessod Herr Mar schon her Der I die Folge den die h! ralis m u Au Stelle Reehtsanw der gleich Sein Vorti Artikel de zu widerl! Viten der ärmeindc Jarin, dal hätten, ob sein wollt lediglich I vor/i.'lielv kenntnis S t e 11 u ji nicht a die Pal »ich au raten A lieh. Sei an der Sa in P a I ä Joachim 1 die liberal׳ heit des h müsse. Ei dierenden stminai n i s t i s e I später i!1 Focnic Stern m klägliche TO Anhän die beutij zeitig stat die Juden zettef ab! Angelegen wesentlich nung d« zeitig sei Wiener, G kämpfe auch min Palästina aut die Na um ar erregt 11a mannbü keine güns Es sei nh länger in äußersten derungen gestellt w! zuweisen, mehrere 1 der Libera Foerder s doch rief« teten pers nicht leich und daß < zu schreib fassung da kraft gebil gewissen f zum Maßs Unter Budapest, Torczyner, hervorrage gewonnen, der Juden! Chefre zur Seite teilung Bil teur für P fragen. Di binica Dr. wissen seba wisse nsdia usw. sind Prof. Wei arrvertraut, Das \ä großen Er gegen seh er listisch befriedigen beide Hefte. Daß der hebräische Band in dieser Hinsicht ein Ereignis sein würde, war angesichts des ausgezeichneten Hebraisten in der Redaktion zu erwarten. Um so mehr verdient der deutsche Stil Anerkennung. Vielleicht darf hier als Wunsch angemerkt werden, daß der eine oder andere Artikel, gerade fra deutschen Heft, etwas straffer gefaßt sein könnte, beispielsweise P. Nathans Artikel über Ludw. Bamberger. Die beiden Ausgaben sind nicht identisch, vielmehr enthält die hebräische eine Zahl Artikel, die in der deutschen nicht vorhanden sind, z. B. der sehr inhaltsreiche Abschnitt über Ihn Esra aus der Feder von S. BernfeId. Es ist natürlich nicht möglich, hier ins Detail zu gehen. Deshalb sei nur erwähnt, daß ungeachtet der nicht sehr großen Anzahl von Artikeln relativ zahlreiche Gebiete vertreten sind. Ein umfangreicher Aufsatz beschäftigt sich mit der Geschichte der Juden in Alexandrien und deren Kultur und Schrifttum; sein Verfasser ist der ausgezeichnete Gelehrte Simchöni, durch dessen unerwarteten Tod das Unternehmen einen außerordentlich schweren Verlust erlitten hat. Elboffensteuert einen Beitrag über die Asharoth, einen Bestandteil der Schabuotliturgle bei. Dubnow schreibt über die Geschichte der Autonomie der Juden. Biographisch sind die Beiträgevon Soloweifschlk über Astruc, der sowohl in der Geschichte der Bibelkritik als auch der Medizin bekannt ist, von H orod e t z k y über den Apter und Alkabez, von F r e i m a n n (Posen) über R. Ascher b. Jechiel (Rosch). Religionsgeschichtlieh lehrreich ist Sc hefte low 1tz* Altpersische Religion- —via weiteren Kreis« werden die Abschnitte von Wischnitzer und Lestschinskv über das Handwerk ira jüdisehen Volke Interesse finden, dessen Geschichte bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts W., von da ab bis zur Gegenwart L. geschjießen hat. Ich möchte letzterem den Vorzug geben, weil bet ihm das Wirtschaft- und Sozialgeschichtlicne besonders prägnant zum Ausdruck kommt. R. Wischnitzer-Bernstein steuert einen fesselnden Beitrag über die jüdische KüOSt des Mittelalters und der Neuzeit bei, der nur das Grundsitzliehe bringt und •eine Ergänzung durch zahlreiche biogräphische Artikel finden wird. Hier ist der Ort, der sehr guten, zum Teil farbigen Illustrationen zu gedenken. — Grünbergs Artikel über Einstein erscheint mir ein wenig mager, ich gebe zu, daß es im Rahmen einer jüdischen Enzyklopädie In der des ״Jüdis der Anzeig 3. M e 1! d. Mit d< von Mei ring“, is komplett. 1 Schönheit < auch durcl Beiter Ern verwandt«

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