Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXI (1926)
- Issue
- Heft 90 (16.11.1926)
- Date
- 1926-11-16
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Einzelnummer 0,35 Goldmaxk jüdische Rundschau Redaktion and Verlag Berlin W 15, Meinekestraße!0. Erscheint jeden Dienstag und Freitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 1,85 Goldmark, vierteljährlich 5,25 Goldmark, AtJitaadnabonnements werden in der Wähnrng der einzelnen Länder berechnet. Anzeigen -Verwaltung Jüdische Rundschau G. m. b. H., Berlin W15, Mcinekestr.10 Telephon: Amt Bismarck 7165—70. Anzeigenpreis: 8 gespalLNonpareillezeile 0,50 G.-M. Stellengesuche 0,25 G.-M. Anzeigenschluß; Dienstag and Freitag nachmittag 4 Uhr. Telephon: Bismarck 7165- 70, Postscheckkonto: Berlin Nr. 17392, Für Oesterreich! PostspmrkasseiMuat Wien, Konto Nr. 156030, Kür Tschechoslowakei: Postsparkassenamt Prag, Konto Nr. 59 410. Für Polen! PosUparkassenamt Warschau, Konto Nr. 1907t», Redaktionsschluß Sonntag und Mittwoch nachmittag. Nummer 90 | Berlin, 16. XI. 1926 י׳ כסלו" חיפ״ז | xxxi. Jahrg. Der Zionismus erstrebt für das jüdische Volk die Schaffung einer öffentlich rechtlich gesicherten Heimstätte In Palästina. ״Baseler Programm.“ United Palestine Appeal Wie uns aus Amerika berichtet wird, hat Dr. Weizmanu an einem öffentlichen Empfang teilgenommen, der ihm zu Ehren am 8. November im Mekka-Tempel veranstaltet wurde. Seine große Eröffnungsrede wird er bei der Konferenz halten, die am 21. November in Boston stattfindet. Man nimmt an, daß Weizmann dann in der Lage sein wird, über den Teil seiner Mission in Amerika zu berichten, der sich auf seine Bemühungen betreffs der J e w i s h Agency bezieht, während der zweite Teil seiner Arbeit mit der Kampagne zur Aufbringung von 7,5 Millionen Dollar in Verbindung steht. Aus Boston wird, berichtet, daß unifassendeVorbereituHgen' für offizielle Empfänge Dr. Weizmanns seitens des Staatsgouverneurs und des Bürgermeisters getroffen werden. Man erwartet, daß der Gouverneur an der ersten Sitzung der Konferenz am Sonntagmorgen sprechen und die Delegierten im Namen des Staates Massachusetts begrüßen wird. Auf einem Bankett, das von über 200 prominenten zionistischen Führern besucht war und am 27. Oktober im Hotel Astor in New York stattfand, wurde Judge William M. Lewis formell in sein neues Amt als Vorsitzender des United ^Palestine Appeal eingeführt. Der Präsident der Zionistischen Organisation Amerikas, Louis L i p s k y, der den Vorsitz führte, verlas folgendes Telegramm von Dr. Weizmann: Die herzlichsten Glückwünsche für meinen Freund Judge Lewis bei Uebernahme der Leitung der größten Aktion, die je von amerikanischen Juden für das Nationalheim unternommen wurde. Unsere Verantvvortlichkei'en für Palästina sind groß und ernst, werden aber durch die Entwicklungsmöglichkeiten in jeder Richtung ausgeg’ichen. Ich habe Vertrauen zu der Ergebenheit und Klugheit von Judge Lewis, der von einer treuen Armee von Mitarbeitern umgeben ist, zu denen Dr. Stephen Wise, Judge Mack, Louis Lipskv, Morris Rothenberg, Emanuel Neumann, Hermann Conheim und viele andere Führer gehören. Ich werde kommen und ihm meine Dienste zur Verfügung stellen.“ Auch Dr. Stephen Wise, der Leiter des vorjährigen Appeal, stellte sich in einem Telegramm Judge Lewis zur Verfügung. Nach Reden von Judge Mac k, Emanuel Neumann, Morris Rothenberg, Judge Rosenbia tt und vielen anderen erklärte Judge Lewis in seiner Dankrede u. a., w>§fce Anerkennung . nieht auf seine Bef 'dem Empfang, der za Ehren Dr. Weizmanns im Mekka-Tempe 1 zu New York gegeben wurde, waren mehr als 5000 Gäste zugegen. Dr. Weizmann hielt eine Anspräche, in welcher er ausführte, daß das Jüdische Nationalheim eine unerschütterliche Tatsache werde. — Dr. Stephen S. Wise gab 111 einer überaus eindrucksvollen Ansprache die Versicherung seiner uneingeschränkten Loyalität für Dr.Weizmann. Es sprachen noch der Präsident der Zionistischen Organisation Amerikas, Louis Lipskv, der Leiter des United Palestine Appeal, Emanuel Neumann und der Hitaeddut'n- Führer Dr. Arlosoroff, der zusammen mit Dr. Weizmann und Dr. Halpern hier eingetroffen ist. Aus der Erklärung, die Dr. Weizmann am Tage seiner Ankunft Pressevertretern gegeben hat, heben wir noch hervor; Mit Bezug auf die jüngst in Chicago abgehaltcne Konferenz des Joint Distribution Committee sagte Dr. Weizmann, seiner Meinung nach hätte diese Konferenz den Weg freigemacht ״für die Fortführung unserer Anstrengungen zur Errichtung einer gemeinsamen Plattform, auf der Zionisten wie Nichtzionisten zum Wohle Palästinas arbeiten können“. Die Erweiterung der Jewish Agency in Europa, fuhr Dr. Weizmann fort, hänge von' dem Verlauf der diesbezüglichen Aktion in den Vereinigten Staaten ab. Die Agency-Pläne, mit denen ich jetzt komme, sind die gleichen, deren Durchführung ich bei meinen ersten Besuchen'in den Vereinigten Staaten empfohlen habe. Ich hoffe, daß diesmal die Bildung der Agency vollzogen werden wird. Ueber die Lage in Palästina sagt Df,. Weizmann; Konfonn mit der in ganz Europa herrschenden Arbeitslosigkeit ist auch die Arbeitslosigkeit in Palästina beträchtlich. Wir haben im Oktober vermittels Keren Hajessod £ 40 000 nach Palästina geschickt und werden in diesen Tagen weitere £ 20 000 schicken; diese Summen sind allein dazu bestimmt, eine Erleichterung der Wirtschaftslage herbeizuführen. Wir würden die Lage in Palästina konsolidieren, wenn wir außer dem normalen Budget noch £ 500 000 zur Verfügung hätten. Dann würde Palästina jährlich etwa 30 000 jüdische Einwanderer aufnehmen können. Auf beiden Linien der materiellen Entwicklung des Nationalheims, der landwirtschaftlichen und der städtisch-industriellen Kolonisation, haben wir reiche Erfahrungen erworben und Fortschritte erzielt. Unsere Menschen sind gestählt genug, der schwierigen Aufgaben Fierr zu werden. Alles aber, was bis jetzt getan worden ist, ist nur ein Anfang in Anbetracht der großen Aufgäbe, die wir noch zu erfüllen haben. Ich bin in der letzten Zeit in England und in anderen Ländern mit einigen der führenden Staatsmänner Europas zusammen gekommen. Ich habe die Gewißheit gewonnen, daß unser Werk von allen mit tiefstem Interesse und aufrichtiger Sympathie beobachtet wird. In Palästina herrschen Gesetz und Ordnung, die Arbeit geht ungestört vor sich, die unter gewissen Klassen der arabischen Bevölkerung bestehende Gegnerschaft ist im Abflauen begriffen. Dr. Weizmann schloß: Ich hege das Vertrauen in die u d e n s c h a f t A p e r J k a s, daß sie in dem Wunsche, ein s'treSt stiit ■ #ird, i!i iÄtttiaidÄf ' 8Ü«f* ־ *ü' schaffen, um gemeinsam für das zu arbeiten, was uns allen heilie ist. Ueberflüssig zu sagen, daß ich selbst alles za tun bereit bin, was dieses Ziel fördern könnte. * Wie der J.T.A. vom 14. d. M. aus New York gekabelt wird, nehmen die Verhandlungen, die Dr. Weizmann mit Louis M a r s h a 11, Felix W a r b u r g und Herbert Lehmann als Repräsentanten der Joint- Gruppe über die Jewish Agency führt, einen befriedigenden Fortgang. Für die Eröffnungskonferenz des United Palestine Appeal in Boston am 21. November werden wichtige Erklärungen erwartet. Die Regierungsbilfe für Tel-Awiw Wir brachten in der letzten Nummer eine J. T. A.- Meldung, wonach die Palästina-Regierung der Stadt Tel- Awiw ein Darlehn von £ 50000 gewährt hat. Wie uns nunmehr aus autentischer Quelle mitgeteilt wird, verhält sich die Sache folgendermaßen: Die Regierung hat sich bereit erklärt, der Stadtverwaltung Tel-Awiw zu bankmäßigen Bedingungen Vorschüsse von £ 20—30 000, die zur Erfüllung der unmittelbaren Verpflichtung erforderlich sind, zu gewähren. Das Darlehen ist rückzahlbar, bis es die finanzielle Situation der Stadtverwaltung gestattet. Die Autonomie der Stadt- Verwaltung bleibt durch diese Intervention der Regierung unberührt. Iler Ballour-Iajj i■ Palästina Wie in den letzten Jahren, ist auch diesmal der 2. November, der neunte Jahrestag der Balfour-Deklar a t i o n, in Palästina ohne jede Störung verlaufen. Die Araber beschränkten sich auf die Absendung einer Reihe von Protesttelegrammen an die britische Regierung und an den Völkerbund. Während aber in früheren Jahren, wenn nicht alle, so doch immerhin noch zahlreiche arabische Kaufleute der Parole der Schließung ihrer Geschäfte zum Zeichen des Protestes gefolgt waren, war dieses Jahr nirgends ein gesehlossenes arabisches Geschäft zu bemerken. (Ziko.) «udenmord Im Gerictüssaai Czernowitz, 11. November. (J.T.A.) Heute fand vor Gericht die Schlußverhandlung gegen mehrere jüdische Studierende statt, die vor einiger Zeit, als bei den Baccalaureats- Prüfungen fast alle jüdischen Studenten durchfieien, eine öffentliche Demonstration gegen die neue Einrichtung des Baccalaureats als verschleierten Numerus clausus und für die Freiheit des Studiums veranstalteten. Während der Verhandlung im Gerichtssaal ereignete sich ein blutiges Drama. Ein Hakenkreuzler-Student schoß auf den mitangeklagten jüdischen Studenten David Falik und verletzte ihn tödlich. Der Vorfall rief in der ganzen Stadt Erregung hervor. Der WaSensttllstandstag Jerusalem, 12. November. (J.T.A.) Gestern wurde in ganz Palästina der Waffenstillstandstag begangen. Mit dem Glockenschiag 11 Uhr morgens ruhte zwei Minuten lang überall jede Arbeit. Regierungsämter, Banken und Geschäftshäuser waren geschlossen. Gedächtnisgottesdienste wurden in der St. Georgs-Kathedrale und in den großen Svnagogen abgehalten; in letzteren hielten die beiden Oberrabbiner Kuk und Jacob Meir die Gedächtnisreden. Die früheren jüdischen Soldaten der britischen Armee hielten eine Parade ab. Lord Piumer hielt an die früheren Krieger eine Ansprache, in der er sagte, die beste Ehrung des Andenkens der Gefallenen sei, das Land, für welches sie stritten, durch Arbeit emporzu bringen. Die Rede Lord Plumers wurde ins Hebräische übertragen. Der Zug bewegte sich dann nach dem Militärfriedhof auf dem Berge Scopus, wo auf den Gräbern der jüdischen Soldaten im Namen der Zionistischen Exekutive und der jüdischen Gemeinden im Lande sowie der Zionisten-Revisionisten Kränze niedergelegt wurden. Colonel Wedgwood in Haila Jerusalem, 9. November. (J.T.A.) Aus Anlaß der Anwesenheit von Colonel Wedgwood in Haifa gab die jüdische Gemeinde ihm zu Ehren einen Empfang. 111 seiner Ansprache sagte Wedgwood, die Juden hätten die Balfour- Deklaration nicht als Geschenk, sondern als die Rückzahlung einer Schuld erhalten. Großbritannien ist verpflichtet, an dem Aufbau des Jüdischen Nationalhehns mitzuwirken. Die Entwicklung Haifas und des Tales Jesreel erfüllte ihn mit hoher Befriedigung. Abends war Wedgwood Gast des Arbeiterrates von Haifa. Unter den Rednern waren zwei Araber und zwei Juden. Colonel Wedgwood erwiderte, die Einigkeit zwischen den arabischen und jüdischen Arbeitern sei der Grundpfeiler des Friedens• im Lande. Oizesgofl nimmt an Jerusalem, 12. November. (J.T.A.) Der vom Aktions- Comite während ihrer letzten Tagung in London zum Mitglied der Zionistischen Exekutive in Palästina gewählte frühere Bürgermeister von Tel-Awiw, Myer Dizengoff, hat soeben der Exekutive mitgeteilt, daß er die auf ihn entfallene Wahl annimmt. Er wird das Departement für städtische Kolonisation leiten. Bekanntlich hat Dizengoff in einem an Dr. Weizmann gerichteten Schreiben erklärt, er wurde seine Obliegenheiten innerhalb der Exekutive darin erblicken, die Ansiedlung des Mittelklassen-Elements zu fördern. Deutsch-jüdische Aussprache Oft ist in den letzten Jahren der Versuch gemacht worden, die Meinungen prominenter Nichtjuden über Juden und Judentum zu sammeln, und bei solcher Gelegenheit ist wiederholt die Diskussion darüber entbrannt, welchen Wert und Nutzen eine solche Veranstaltung bringen kann. Um diese Frage zu beant- Worten, muß man untersuchen, in welcher Intention die Enquete eingeleitet wird. Zunächst haben wir es oft mit bloßem Sensationsbedürfnis zu tun, mit einer Sammlung mehr oder weniger geistreicher Apercus und Improvisationen über ein Thema, das nicht allen Sprechern in gleichem Maße ernst ist. Immerhin kann man auch aus solchen Sammlungen ganz interessantes Material schöpfen, wenn auch nicht in bezug auf das Wesen der Judenfrage, so doch in bezug auf die Mentalität der betreffenden Sprecher und so indirekt doch auch wieder zur Judenfrage. Eine andere Art des Vorgehens ist die Methode einer bestimmten Politik, die zu apologetischen Zwecken und zur Bekräftigung der für sie a priori feststehenden politischen Haltung Erklärungen nichtjüdischer Persönlichkeiten sucht, die den Juden ihre korrekte Haltung oder korrekte Gesinnung freundlichst bescheinigen. Dieses Verfahren ist vor allem in den Kreisen beliebt, die zur Erhärtung des Deutschtums der Juden gern nichtjüdische Zeugen aufrufen, sofern sie ihres Zeugnisses sicher zu sein glauben. Es soll nachgewiesen werden, daß es Rassenunterschiede nicht gäbe oder daß Stammesunterschiede zwischen Juden und Deutschen nicht in höherem Maße bestünden als etwa zwischen Preußen und Bayern, daß der Patriotismus der Juden anerkannt wird usw. Ganz anders jedoch ist jene Art von offener Aussprache zwischen Deutsehen und Juden, die erst seit dem Siege der zionistisehen Idee möglich geworden ist. Der Zionismus erst hat dem Juden sein eigenes Wert bewußts e i n wiedergegeben, das zionistische Erlebnis bewirkte ,Ifc.Befreiung der jüdischen See!<5. Der Böiifsm#Ö Irtf pif aer. patschen Seele das verlorene Gleichgewicht und das Gefühl der innerin Unabhängigkeit. Alles, was zu dieser seelischen Grundläge des Zionismus dann noch hinzukommt, nämlich die ungeheure Aufgabe der Bewältigung des jüdischen Wirklichkeitskomplexes durch Aufbau eines neuen, auch äußerlich freien jüdischen Lebens, ist in seinen politischen und wirtschaftlichen Verschlungenheiten in den Alltag wandelbar und den Gesetzen der Materie unterwerfen; unverlierbar aber ist der zionistische Glaube an das wiedergefundene jüdische Selbst. Die Aussprachen, die von zionistischer Seite über das Verhältnis von Juden und Nichtjuden — in unserem Falle also Deutschen und Juden — veranstaltet werden, dienen vor allem einem Ziel: der wahrheitsgemäßen Klarstellung des soziologischen und psychologischeu Tatbestandes. Wir glauben nicht, daß der Unterschied der Wesensart von Deutschen und Juden, der sich Deutschen und Juden in täglichen Erlebnissen offenbart, weggeleugnet werden kann. Wir sind überzeugt — und die bisherigen Erfahrungen haben es erwiesen —, daß Identitätserklärungen und unverlangte Loyalitätsbeteuerungen von jüdischer Seite dem Juden in den Augen aufrechter Deutscher nicht nützen, sondern eher schaden, weil sie ihn verächtlich machen. Dabei soll die subjektive Ehrlichkeit vieler Juden, die solche Erklärungen abgeben, absolut nicht in Zweifel gezogen werden. Aber es ist nun einmal so, daß Menschen nicht begreifen können, warum andere Menschen, bei denen sie bestimmte Merkmale beobachten, diese Merkmale ängstlich vertuschen wollen. Die Deutschen, die über das Verhältnis von Juden und Nichtjuden sprechen, gehen meist von der Tatsache der Verschiedenheit der beiden Völker als selbstverständlicher Voraussetzung aus. Es ist interessant, daß diese Auffassung sich selbst im gastlichen Hause derer, die ihre Widerlegung für ihre Lebensaufgabe halten, nicht völlig unterdrücken läßt So hat die ״Jüdisch-liberale Zeitung“ am letzten Jom Kippur eine Rundfrage über das Thema ״Judentum, Volksversöhnung, Völkerversöhnung“ veranstaltet. Neben ein paar jüdischen Selbstempfehlungen und Belanglosigkeiten sind unter den Antworten die Aeußerungen von Professor Hermann Kantorowicz (Freibürg) und von Professor Ludwig Q u 1 d d e bemerkenswert. Professor Kantorowicz spricht von den Westjuden als von einem besonderen Stamm, einer ״geschichtlich-kulturellen und mundartlichen Einheit“. Professor Quidde spricht von dem doppelten Nationalbewußtsein des Juden und fügt hinzu, nach seiner Vorstellung müsse bei jedem Juden, sogar dem getauften, ״das Gefühl der nationalen Gebundenheit bleiben, schon dadurch, daß die Tragödie des nationalen Schicksals sich immer wieder seinem Bewußtsein aufdrängen muß“. Ein Liberaler hat protestiert, im übrigen