Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXI (1926)
- Issue
- Heft 79 (8.10.1926)
- Date
- 1926-10-08
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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Seite 560 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 70 Nr 79 eigenen wohlverstandenen Interesse durch Entgegenkommen auf verschiedenen Verwaltungsgebieten entsprechend den Bestimmungen des Mandates etwas zur Festsetzung von Einwanderern und dadurch zur Erhaltung dieser Einnahmequellen etwas beitrug, ist nicht nur bedauerlich, sondern geradezu unverständlich. Die wirtschaftliche Lage in Polen, die das zurückgebliebene Vermögen und damit die Hilfsquellen vieler Einwanderer vernichtete und die weitere Zufuhr von Mitteln durch Einwanderung von Kleinkapitalisten unterband, ist ein zweites retardierendes Moment. Und vor allem ist durch die niedrigen Ergebnisse der Keren Hajessod- Sammlung infolge der Apathie weiter jüdischer Schichten der zionistischen Exekutive die Möglichkeit genommen, mit einer großzügigen Aktion einzugreifen. Hätte der Keren Hajessod das Ziel von 1 Million Pfund Netto-Eimiahmen, das ihm beim Kongreß gesetzt wurde, erreicht, dann hätte er in entscheidender Weise die Situation beeinflussen können. Auch unter den bestehenden Verhältnissen hätte durch ein geschickteres organisatorisches Eingreifen, durch entschlossenere Tätigkeit unserer nationalen Institutionen, die sich in so vielen Sitzungen mit der Lage befaßt haben und über Sitzungen kaum hinausgekommen sind, in mancher Beziehung geholfen werden können. Diese und noch viele andere Momente stehen außer Frage und die Zionistische Organisation sowie der Jischuw müssen aus der heutigen Situation eine Lehre ziehen. Aber selbst wenn wir alle diese Umstände und noch andere voll berücksichtigen, müssen wir doch erkennen, daß die Vierte Alijali nicht gesund fundiert war. Das System, daß eine Schicht von Einwanderern in der Hauptsache von der nächsten lebt, daß die Haupttätigkeit der Bevölkerung darin besteht, für die Bedürfnisbefriedigung neuer Einwanderer, die etwas Mittel mitbringen und selbstverständlich wohnen, essen, auch sich amüsieren usw. wollen, zu sorgen, ist ein auf die Dauer unhaltbarer Zustand. Wir müssen erkennen, daß die Produktionsbasis des neu eingewanderten Jischuw zu schwach gewesen ist. Jede Gemeinschalt kann ähre Bedürfnisse wirtschaftlich nur dadurch befriedigen, daß sie selbst wirtschaftliche Güter produziert, die sie in Austausch für die von ihr begehrten Güter geben kann. Wenn sie lediglich Güter verzehrt und keine schafft, dann muß der Moment kommen, wo die Krise unüberwindlich ist. Ohne die oben erwähnten Umstände wäre zweifellos einem Teil der heutigen Auswanderer gelungen, sich in einer produktiven Tätigkeit im Lande zu verwurzeln und dies wäre ein großer Gewinn gewesen. Es muß auch mit allem Nachdruck betont werden, daß einem Teil der Einwanderer trotz aller ungünstigen Umstände dies tatsächlich gelungen ist. Es wäre auch mehr Zeit gewonnen worden für diesen schwierigen, mit unzähligen Experimenten verbundeiien Prozeß; der Einwurzeljung. Aber trotz alledem wäre ein Tfejl in 'der''Luft 1!geblieben.' Es ist unmöglich, daß eine so übermäßig große Zahl von Einwanderern, die urplötzlich ein so unvorbereitetes Land wie Palästina überschwemmt, sich reibungslos in den Produktionsprozeß des Landes eingliedert, zumal in Palästina keine entwickelte Wirtschaft besteht, deren Poren die Neuankömmlinge aufsaugen können wie etwa in Amerika, sondern die richtigen Methoden und die möglichen Produktionszweige erst gefunden werden müssen. Daher ist die heutige Auswanderung eine durchaus normale Erscheinung, die vorauszusehen war, und die Auswanderer haben kein Recht, Palästina zu beschuldigen. Wir müssen heute das äußerste tun, um die Aus- Wanderung auf ein Mindestmaß herabzudrücken, Alle, die mit Aussicht auf Erfolg im Lande bleiben können, müssen mit allen Mitteln gestützt werden. Die Arbeitslosigkeit bedarf einer umfassenden organisatorisehen Aktion großen Stiles und man darf sich nicht damit begnügen, Notstandsarbeiten zu veranstalten oder Unterstützungen zu geben, sondern muß für alle geeigneten Elemente einen Weg zur Eingliederung in den Produktionsprozeß suchen. Heute freilich reichen die Mittel des Keren Hajessod nicht einmal für Notstandsarbeiten, geschweige denn für gewerbliche Kredite. Der Winter steht vor der Tür und es wird unvermeidlich sein, für die subsistenzlos und arbeitslos dastehenden Personen zunächst Hilfe, sei es auch auf philanthropischer Grundlage, zu schaffen. Dies ist ein Augenblickserfordernis, ebenso wie Notstandsarbeiten. Alle diese Aktionen sind Teile der Liquidierung der Krise. Für sie bedarf es der Bereit- Stellung außerordentlicher Mittel, die vor allem von den Zionisten im Rahmen einer Sonderaktion des Keren Hajessod aufgebracht werden müssen. Diese Mittel sind unerläßlich notwendig. Aber es darf nicht bei dem Versuche bleiben, die momentane Not zu lindern. Wir müssen auch die gesamte Wirtsehaft, soweit sie von der Zionistischen Organisation direkt und indirekt kontrolliert wird — und das ist ein erheblicher Teil — einer grundlegenden Revision unterziehen, die ursprünglichen Methoden des Experimentierens und der Okkupation umwandeln in Methoden einer rationell und produktiv arbeitenden Wirtschaft. Alle lebendigen und aktiven Kräfte des Jischuw müssen, jenseits des heute wahrhaftig deplacierten Parteihaders, dazu beitragen. Wir sprachen hier zunächst von der Neuorientierung unserer Ein- Wanderungspolitik. Ueber die zwei andern der oben erwähnten Hauptforderungen des Augenblicks, nämlich Rationalisierung der Wirtschaft und Revision unserer Ideologie, soll nächstens gesprochen werden. Wenn wir die richtigen Erkenntnisse aus der heutigen Lage schöpfen und die hier gestellten drei Hauptforderungen zu erfüllen die Kraft haben, dann wird der Zionismus aus den letzten Lehrjahren und aus der heutigen Krise nicht geschwächt, sondern gestärkt hervergehen. Robert Weltsch, Weizmann bei Mussolini Ueber die Zusammenkunft zwischen Weizmann und Mussolini teilt die ״Ita“ nachstehende Einzelheiten mit: Dr. Chaim Weizmann, der sich in der letzten Zelt mit seiner Familie zur Erholung in Italien aufhielt, weilte in den letzten Tagen in Rom, wo er mit Mussolini eine Zusammenkunft hatte. Die Unterredung, die eine halbe Stunde in Anspruch nahm, hatte die Haltung Italiens zum Aufbauwerk in Palästina zum Inhalt. Dr. Weizmann gab eine Darstellung der Lage in Palästina und schilderte die Be- Ziehungen zwischen den Juden und den Arabern in diesem Lande. Das Gespräch berührte dann auch die Fragen des Ausbaus der Handelsbeziehungen zwischen ItalienundPalästina. Bei der Verabschiedung drückte Mussolini gegenüber Dr. Weizmann den Wunsch aus, daß die. zionistische Sache Erfolg haben möge. In einem Interview mit dein Chef des offiziellen Organs der faschistischen Partei ״Popolo d’Italia" entwickelte Dr. Weizmann ausführlich die Aussichten der jüdischen Kolonisation in Palästina. Das Entstehen immer neuer Handels- Unternehmungen, sagte Dr. Weizmann, beweise, daß Pa- Iästina in voller Entwicklung begriffen ist. Die jüdischen Einwanderer legen den Grundstein zu einer neuen Kultur und zu einem gesunden Volkstum. Das zionistische Experiinent ist schon heute als gelungen zu bezeichnen. Die erste Phase der Entwicklung ist mit Erfolg abgeschlossen; in diesem Jahre werden die Energien verdoppelt werden. Wir Juden, schloß Dr. Weizmann, die wir in der Vergangenheit nur Trauriges erfebt hatten, können nun mit Hoffnung in die Zukunft sehen. Aus Anlaß der Anwesenheit von Dr. Weizmann in Rom veranstaltete die jüdische Gemeinde von Rom ihm zu Ehren eine Begrüßungsfeier in der Synagoge. Am 23. Oktober wird Dr. Weizmann die längst geplante Reise nach den Vereinigten Staaten antreten. Araber and Palästina-Regierung Die palästinensische Presse veröffentlicht mit arabischer Autorisation einen ausführlichen Bericht über die Verhandlungen, die vor kurzem zwischen den arabischen NotaHeln und dem stellvertretenden Chefsekretär der Palästina-Regierung, E. Mills, über die Möglichkeit einer Zusammenarbeit der Regierung mit den Arabern geführt worden sind. Danach standen die arabischen Unterhändler im Verlauf der Unterhandlungen, die vier Sitzungen in. Anspruch nahmen, in ständigem Kontakt mit den arabischen Führern. Gegenstand der Verhandlungen waren die arabischen Postulate und Aspirationen, ihre Kritik an der bestehenden Gesetzgebung, die Gründe des bisherigen Widerstands dfrr Araber, an den Wahlen zum Gesetzgebenden Rat teilzunehmen und die Zurückweisung des Angebots der Regierung, das auf die Schaffung einer Beratenden Körperschaft und einer arabischen Agentur (Arab’ Agency) hinausging. Die arabischen Unterhändler versuchten, die bisherige Politik der Araber zu rechtfertigen und wiesen auf die Notwendigkeit hin, eine Regierungsform zu schaffen, die in den Grundzügen derjenigen im Irak, im Libanon und der für Syrien vorgesehenen Regierungsform gleicht. Durch diese Regierungsform würde eine Beschränkung der internationalen Verantwortlichkeit Großbritanniens in Palästina Platz greifen, und die nationalen, politischen, wirtschaftlichen und religiösen Rechte der Araber würden ungeschmälert bleiben. Auch mit den Einzelheiten der Verfassung Palästinas beschäftigte man sich in diesen Sitzungen. Herr Müls versprach, die während der Sitzung von den Arabern ausgesprochenen Gedanken und Wünsche in einem Memorandum zusammenrufassen, und es dem Oberkommissar zu überreichen. Vor einigen Tagen wurde den arabischen Unterhändlern das Memorandum überreicht, diese behaupten aber, es sei ganz und gar nicht in dem Geiste niedergeschrieben, in dem dlie Verhandlungen geführt worden seien. Sie verfaßten ein eigenes Memorandum und übermittelten es dem Oberkommissar. In einem Zusatz von Herrn Mills wird festgestellt, daß die veröffentlichte Munizipalwahlordnung ein großes Entgegenkommen seitens der Regierung und einen Schritt vorwärts auf dem Wege zur inneren Freiheit Palästinas bedeute. Die Zeitungen veröffentlichen auch den Text des von Mills unterbreiteten Memorandums, in welchem die folgenden Punkte, die sich aus den Verhandlungen kristallisiert haben, fixiert werden: Schaffung einer parlamentarisch kontrollierten Verwaltung in der Weise, daß die Bevölkerung an der Gesetzgebung des Landes mitarbeitet. Dabei «•gibt sich die Schwierigkeit, dessen Vorschlag mit der Balfour-Deklaration in Einklang zu bringen. Besprochen wurde die Herbeiführung einer Erklärung der britischen Regierung, wie sie in dem Weißbuch von 1922 enthalten ist,!zur neuen palästinensischen Verfassung. Die Araber fordern hingegen die Fixierung einer Klausel in der Verfassung, die besagt, daß die Bevölkerung an die internationalen Abmachungen der Regierung nicht unbedingt gebunden ist (1). Schaffungeines Senats und einer unteren Kammer, von denen der erste aus Regierungsbeamten und gewählten Notabein, und der zweite aus Delegierten sich zusammensetzt. Je 20000—25 000 Einwohner wählen einen Delegierten. Beiden Kammern obliegt die innere Gesetzgebung, ab« es steht ihnen kein Einspruchsrecht mit Bezug auf finanzielle Ausgaben und internationale Verpflichtungen zu. Andere Punkte betreffen die Geschäftsordnung der beiden Häuser, die Prüfung der Finanzgesetze und internationalen Abkommen und die Schaffung von drei Wahlsektionen, einer moslemitischen, einer christlichen und einer jüdischen. Die Basis der Wahlen äst das Proportionalsystem; Wähler und Gewählte dürfen nur Palästinenser sein. — Die Araber waren mit dem Memorandum von Mills nicht einverstanden und forderten eine Reihe von Abänderungen. Sonntag, den 10. Oktober, nachmittags 3 Uhr, findet im Zentralbüro des deutschen Misrachi, Monbijouplatz 1, eine mitteleuropäische Misrachi-Konferenz statt Was Franz Oppenheimer in Palästina sah Bericht üb'er ein Gespräch. Von Dr. Hugo Herrma'nn. (Die letzl Leidenswi Der Vortrag, den Oppenheimer in Wien gc halten hat und über den wir in der vorigen Nummer der ״J. R." berichtet haben, wurde von einer Sensation®• Die « lüsternen und antizionistischen Presse mißbraucht, um gegen Palästina Stimmung zu machen. Insbesondere haben mehrere Wiener Tageszeitungen hämische Beinerkungen über die ״Mißerfolge“ der zionistischen Kolo nisation gemacht und agile Journalisten haben dies sogar an die Auslandspresse weitergegeben. Unser Mitarbeiter, der Oppenheimer in Prag aufgesucht hat, informierte ihn über die — unbeabsichtigte — Wirkung seines Vorträges und bat ihn um eine Aeußerung über diese ״Berichterstattung". Red. Seit 1914 hatte ich Oppenheimer nicht gesehen. Er kt nicht älter geworden seither. Noch immer hat er die draufgängerische, unbekümmerte, man ist versucht zu sagen, burschikose Art, die ihn immer aus der Zunft der gelehrten Schreib■ tischmenschen herausgehoben hat. Er kann sagen was er will, er ist immer erfrischend, immer anregend, aufregend, beunruhigend: aber nicht mit der nervösen Unruhe unserer journa• listisch beherrschten Zeit, sondern mit der heiligen Unruhe des Suchenden, der die Wahrheit faßt und sich zu ihr bekennt, auch wo sie ihm seihst nicht durchaus erfreulich ist. Natürlich sprachen wir von seiner letzten Palastina-Reke, die er auf Einladung der Zionistischen Exekutive unternahm und über deren Ergebnis er eine von starkem Pathos erfüllte Denkschrift geschrieben hat. Sie ist noch nicht veröffentlicht, aber es wäre sehr zu begrüßen, wenn die Exekutive dieses Dokument der öeffentlichkeit zugänglich machte, das in jedem Falle von groß« Bedeutung ist. Die beste Propaganda ist die Wahrheit und, wie mir Oppenheim« zitiert: ״You can fool all the people any time, you can fool any people all the time, but you can't fool all the people all the time.“ Oppenheim« hat über seine Beobachtungen in Palästina einen Vortrag in Wien gehalten, der in der jüdischen und nichtjüdischen Presse starken Widerhall fand. Leid« kann man in diesem Falle nicht sagen, daß es so aus dem Wald zurückgehallt habe, wie man hineingerufen hatte. Oppenheimer ist keineswegs entzückt von der Gestalt, die sensationslustige Journalisten seinen Worten gegeben haben. Er sagt: ״Ich bin ja machtlos dagegen, daß irgendein Zuhör« aus meinen Worten gerade das heraussucht, was ihm in seinen Kram paßt. In den B«ichten, von denen sie sprechen, ist kaum ein Wort, von dem man sagen könnte, es sei g«adezu gefälscht. Aber das ganze Bild wurde unheilbar verzerrt, v«schieft, wurde zu ein« Karikatur. Ich kann ja nicht jedem Berichterstatter nachlaufen und ihn zurechtweisen. Sie kennen die berühmte Anekdote von dem Sohn, d« seinem Vater aus der Univ«5itätsstadt schrieb: Vater schicke Geld. Der Vater, d« nicht lesen konnte, ließ sich den Brief von seinem Nachbar vorlesen, der im Besitz einer imposanten Baßstimme war. Welche Empörung über die ungestüme Forderung, über die pietätlose Groblek des Sohnes! Bis d«״and«e Nachbar kam, der üb« einen schmelzenden Tenor verfügte, da klang die Bitte so rührend, daß der Vater tiefbewegt war. Sehen Sie, man hat meinen Vortrag mit dem Baß gelesen. Ich hatte ihn mit der Feststellung eingeleitet, daß leid« niemand Palästina ohne Brillen sehen will; d« eine sieht alles rosig, der andere alles grau. Diese Journalisten haben auch meinem Vortrag gegenüber ihre Brillen nicht ablegen wollen. Es kommt aber schließlich nicht darauf an, es kommt darauf an, daß man aus meinem Gutachten die richtigen Konsequenzen zieht.“ Und damit war Oppenheim« schon mitten drinnen in dem Bmichte üb« das, was er in Palästina gesehen hatte. Der Versuch, in Merchawiah eine Siedlungsgenossenschaft genau nach Oppenheimers Grundsätzen zu schaffen, wurde noch in seinen ersten Stadien von dem Weltkrieg erfaßt und konnte in dieser Form nicht weitergeführt werden. Trotzdem glaubt Oppenheim« aber, daß dieser Weg der beste für die landwirtschaftliche Ansiedlung von Juden in Palästina sei. Seit sechseinhalb’ Jahren leitet er eine Musterwirtscbaft nach seinem System in Bärenklau in Preußen, und er hält diesen Versuch für einen vollen Erfolg. In Palästina ist eine Siedlungsform entstanden, die zunächst große ,äußere Aehnlichkeit mit dem Oppenheimerschen Plan hat, nämlich die ״große Kwuzah“. Es erfüllt ihn mit Erbitterung, daß diese Siedlungen durch einen einzigen Charakterzug in das Gegenteil dessen umgebogen wurden, was er für allein richtig hält: Sie haben an Stelle d« anteilmäßigen Verteilung des Ertrages nach der Leistung des einzelnen Mitgliedes die gleiche Verteilung des Ertrages auf alle Mitglieder gesetzt und stellen so g«ade die kommunistische Wirtschaftsform dar, die Oppenheim« aufs schärfste perhörreszi«t. Dort herrscht, so sagt «, völlige wirtschaftliche Zügellosigkeit, die dann auch auf andere Lebensgebiete üb«greift, und wenn mit dieser Form nicht Schluß gemacht wird, dann sieht Oppenheimer die größten Gefahren für das landwirtschaftliche Aufbauwerk. Natürlich kann ihm auch Tel-Awiw nicht gefallen, wenngleich « die starke jüdische Leistung nicht verkennt, die durch diese Stadt repräsentimt wird. Er hat Tel-Awiw in einer Zeit gesehen, wo die mit der Liquidierung so mancher unerfreulichen Erscheinung d« ״vierten Alijah“ v«bundene Krise schon in vollem Maße eingetreten war, und es ist kein Wund«, daß er, d«, wie wohl die Mehrheit der Zionisten, die landWirtschaftliehe Ansicdlnug für die Trägerin unserer zukünftigen Ent- Wicklung ansieht, von Tel-Awiw nichts wenig« als entzückt war. Dagegen sieht « in d« ״kleinen Kwuzah“ sehr gute Entwicklungskeime und Ansätze und weiß insbesond«e über den Moschaw owdim sehr viel Schönes und Gutes zu berichten. Er glaubt, daß die bisherige Arbeit gezeigt hat, daß eine landwirtschaftliche Entwicklung in Palästina möglich ist und daß die Juden die Menschen haben, die diese Arbeit mit Erfolg durchführen können. ״Ich bin jetzt zum dritten Male in Palästina gewesen, und d« letzte Zwischenraum war recht lang, denn ich hatte das Land seit der Zeit vor dem Kriege nicht wiedergesehen. Ich muß wahrheitsgemäß fcststcllcn, daß ich von einemmal zum andern und insbesondere jetzt, einen ganz gewaltigen Fortschritt und eine mächtige Steigerung der jüdischen Arbeit feststellen konnte.“ von jüchs unserem Pol״' g herrscht, dem die prinzipiell demokrat Die tischen A mals den, sie den 1 vorgezog! in der ( was den Es k getretene vcrabschi unter ihn zustehenc! Das zu üben, gelegte E gaben (v es war k wiederum haben w! Dazu ״N u m e : die Regie proklamif jahres di Haitun״ richtsmini Inskriptio den beka ziehen. 1 geordnete ein entsc nichts tu abzuschai Was abspielt, jüdischen Hochschu Drangsaü Prozentm als im z daß ein 1 wahren n tigen" (1 lichkeit a Teil der zu werde gaben, I! genug d maskiert, daß das Es braue ruption; jüdische und der mäßiges . hältnisse Kein tretung, r gezwunge Sujkowsk der rech Minister und auße aber den Es er aus versc saminen 1 mäßigem andere F und außc sich der enthielten gegen de nichts eil nämlich außerdem Jetzt regiert vvi klar. In und troti betraute Regierung des Paria Parlament empört zi Protestes feuille in zwar inzv Glombinsl Im S Stimmend־ Sejm trat Stimmen ( zweitenma Man laments. im jiidiscl Püsudski berief ins nach links Kreise un־ — der si gründe Pi und man Staatschef! Der £ Juden gün wird er ׳ rungen zt Die < Lage ist fassungsm jüdischen Was Mensch v sind. Es lament un