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Jüdische Rundschau · 1926-09-22 · Heft 74-75 (22.9.1926) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXI (1926)
Issue
Heft 74-75 (22.9.1926)
Date
1926-09-22
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 534 J U EDI SC H E RUNDSCHAU Nr. 74/75 So hat die jüdische Legende herrliche Sagenkrätrze um das Haupt Klias gewunden, des /weiten biblischen Frommen, der gewürdigt ward, lebend in das Himmelreich einzuziehen, ,,des Mannes, der sich auf feurigen Rossen ini Sturme emporschwang, des .Mannes, der nie Tod und Orab kostete.“ Er wurde /um Sinnbild der Liebe und des Friedens, zum ״Künder froher Botschaften“, /um Manne, der ,,die Kinder samt den Vätern erfreut“. Chanoch und Elia sind zwei staubgeborene Menschen, die das alte biblische Judentum, das keineswegs religiösen Traumbildern nachjagt, lebend in den Himmel versetzt, während die spätere'jüdische Mystik sie mit einem Sagengespinst umwoben und in Engel verwandelt hat. Chanoch und Elia — sie waren diejenigen, die die Pforten des Himmels zuerst öffneten, und seither haben diese sich nicht mehr geschlossen: im ganzen Verlaufe der Entwicklung unseres mystischen Schrifttums, von der alijüdis'chcn Apokalypse bis zur chassidischcn Literatur, finden wir zahlreiche Fromme, die lebend in den Himmel gelangten14) und einen Blick hinter den himmlischen Schleier warfen. Allein sic alle blieben nicht im Himmel, sondern kehrten zur Erde zurück, brachten hier die ihnen zugemessene Lebenszeit zu und starben wie alle anderen Menschen. Denn die ״Heerscharen des Himmels“ sind eifersüchtig auf ihre Ausschließlichkeit und mögen die Erdensöhne der nachbiblischcn Zeit nicht in ihre Reihen «aufnehmen. Die Eroberung Pallstinas Von Pr, Artur Rosenberg. Raymond Savage, der im Feldzug gegen Palästina dem Stabe Allcnbys als Militärsekretär zugeteilt war, läßt nun ein Buch erscheinen ״Allenby of Armäggcdon‘4 (Hoddes ft Stoughton, London), das eine ausführliche Beschreibung des Lebenswerkes des Feldherru, vor allem seiner Leistungen im Kriege gibt. Pas Hauptinteresse ist natürlich der Erobening Palästinas zugewandt, die unvergänglich mit dem Namen Allcnbys verknüpft ist. fn die Form einer Schilderung seiner Feklherrntätigkeit ist eine übersichtliche Dar- Stellung jener Kämpfe und Siege gekleidet, die in weiterer Folge die Aufrichtung der jüdischen Heimstatte ermöglicht haben. Eine ausführliche Wiedergabe des Inhalts wind demnach für die jüdische Öffentlichkeit um so mehr von Interesse sein, weil hier vertraute Kenntnis der führenden Persönlichkeit mit genauer Uebcrsicht über die Entwicklung des Geschehens zusammenwirkt, um eine lebendige Geschichte dieses, für das jüdische Volk so schieksalvollen Kampfes vor uns entstehen zu lassen. Edmund Henry Hynmann Allenby ist 1861 in Brackenhurst Hall geboren. Er entstammt einer altenglischen Gentryfamilie; Oliver Cromwell war einer seiner Vorfahren. Seine militärische Laufbahn begann er 1882 bei einem Pragonerreginient, das damals in Südafrika stand. Verschlossen und gesellschaftlicher Betätigung feind, ging er ganz im Dienste auf. Ein entbehrungsreiches Lenen in entlegenen Garnisonen, in fortwährendem Kampf mit Mensch und Natur schärfte Initiative und Willenstärke. Die weiten Ritte durch das einsame Land schufen aus der steten Berührung mit Pferden eine tiefe innere Verbundenheit und Liebe. 1890 kam er nach England zurück, das er ntjr verließ, um am Burenkriege teilzunehmen. Nach Beendigung desselben in die Heimat zurückgekehrt, ■wurden bei der gespannten politischen Lage schon damals Stimmen laut, die die Forderung erhoben, die britische Armee den Erfordernissen eines europäischen Krieges anzupassen. Allenby, der indes zum Oberst vorgerückt war, suchte seiner Lieblingswaffe, der Kavallerie, deren Kampf- ,•wert, ,damals ■L-sef»r; ,.*qgaweiUft ■;Wurde, Auch. eine Neu- Organisation Geltung zu verschaffen. Seine Bemühungen fanden Beachtung. Er wurde in raschem Avancement befördert und schließlich 1910 zum Generalinspektor der britischen Kavallerie ernannt. Bei Ausbruch des Weltkrieges galt er als einer der fähispten Reiteroffiziere. Als Befehlshaber der britischen Kavallerie schuf er sich große Verdienste an der französischen Front, bis er im Juni 1917 mit dem Kommando an der Palästinafront betraut wurde. 11. Nach der Darstellung des Verfassers (dem hier ausnahmslos und ohne kritische Stellungnahme1) gefolgt wird) war das türkisch-deutsche Kriegsziel auf dem orientalischen Kriegsschauplatz die Wiedergewinnung Aegyptens und damit die Kontrolle über den Suezkanal einerseits und die Eroberung des südrussischen Petroleumgebietes andererseits. Gleichzeitig sollte die Belebung des panislamilischen Gedankens die Macht des Kalifates stärken und durch eine Beunruhigung der Mohammedaner den Engländern in Indien, den Franzosen und Italienern in ihrem nordafrikanischen Besitzstand zu schaffen geben. Der türkische Vorstoß in Südrußland endete aber mit einem beträchtlichen Gebietsverlust der Türkei. Wechselvoll war das Unternehmen gegen Aegypten. Eine türkisch-deutsche Kolonne unter Djemal Pascha dem Jüngeren, die anfangs 1915 bis zum Suezkanal vorgedrangen war, wurde dort von den Briten mit Hilfe der Verbandsflotte abgewiesen. Einen zweiten Vorstoß im August 1916 unter Kressenstein schlugen die Briten bei Romani; 40 km östlich von Port Said, zurück. Die türfcisch-deutschen! Trappen bezogen sodann eine Verteidigungsstellung, die von Gaza längs des Wüstenrandes landeinwärts führte. Zwei heftige Angriffe der nachdrängenden Briten aut das stark befestigte Gaza am 26. März und am 19. April 1917 brachten ihnen neue schwere Verluste. Die Kriegsführung der Verbandsmächte litt, nach der Auffassung Savages unter den fortwährenden Schwankungen in der militärischen und politischen Zielsetzung, gleich wie *4) Es sei bemerkt, daß die biblische jüdische Legende wohl vereinzelte Männer, aber niemals Frauen in den Himmel emporgehoben hat, obgleich Prophetinnen vom Range einer Mirjam, einer Deborah, einer Chulda in Israel lebten und wirkten. Das biblische Judentum ist von äußerster Keuschheit und vermag sich die Frau im Himmel nicht vorzustcllen — im Gegensatz zum katholischen Christentum, das Maria ״die Himmelskönigin“ nennt. Bloß die nachbiblische jüdische Legende hat einmal eine Frau unter die Sterne versetzt: Zur Zeit der Sintflut ließen sich zwei Engel, Schamchasai und Asael, zt“׳ Erde herab. ״Da sah Schamchasai ein Mädchen nam4׳ '■ I s t a h a r und warf einen Blick auf sie: Er sprach sie an: Sei mir zu Willen: Sie aber entgegnete: Ich willfahre dir nicht, bis du mir den Gottesnanien lehrst, kraft dessen du in den Himmel emporsteigst. Er lehrte sie den Gottesnanien, sie sprach ihn aas und stieg zum Himmel empor, um der Sünde zu entgehen. Da sprach der Heilige, gelobt sei er: ״Weil sie sich der Sünde enthalten hat, setzet sie zwischen diese sieben Sterne. Und so wurde sie in das Sternbild des Plejaden versetzt.“ Rabbi Jehuda Hanassi berichtet an anderer Stelle, daß Bittja, die Tochter Pharaos, und Serach, die Tochter Aschers, lebend in das Paradies eingezogen sind.“ (Derech Erez Zutta 1; Jalkut Schimeoni I, 11.) J) Als wertvolle deutsche Darstellung zum gleichen Gegenstand sei verwiesen auf Liman von Sanders: ״Fünf Jahre Türkei“. Berlin, 1920. unter den steten Mißhclligkcitcn im Kriegsrai2), Während die militärischen Berater, einem alten Grundsätze folgend, zuerst die Vernichtung der stärksten Positionen des Gegners anstrebten, war Lloyd George, damals Kabinettschef, vom Anbeginn des Krieges dafür, zuerst die schwächste Stelle zu treffen: er wollte die Türkei außer Gefecht setzen und faßte als Angriffspunkt Palästina ins Auge. Lange jedoch konnte er seine Vorschläge nicht durchsetzen, weil die übrigen Mitglieder des Kriegsrates, in der Hoffnung auf einen Erfolg, alle Kräfte in Frankreich konzentrieren wollten. Als jedoch trotz, aller Opfer das Ringen an der Westfront keinen Erfolg zeitigte, gewann Lloyd George die Mehrheit für sich. Allenbv wurde für die Durchführung der Aufgabe ausersehen. Im Juni 1917 ging Allenby nach Aegypten, einen Monat später legte er seinen Kriegsplan vor. Obwohl er seine Anforderangen auf das Geringste einzuschränken bemüht war, fanden diese doch die stärkste Opposition der Generäle, die auch jetzt nach Vorwänden suchten, keinen Mann von der Westfront freizugeben. Lloyd George mußte mit dem ganzen Gewicht seiner Persönlichkeit die Gewährung jeder einzelnen Forderung den Gegnern mühsam abringen. Im August wurde endlich dem Kriegsplan Allcnbys die Genehmigung erteilt. III. Bevor Allenbv nach Aegypten kam, hatte Sir Archibald Murray das Oberkommando iimc. Er führte mit seinem Stabe ein bequemes Leben in seinem Hauptquartier, das er im Savoyhotcl in Kairo, 300 Kilometer van der Front entfernt, aufgeschlagcn hatte2). In der Armee herrschte Zuchtlosigkeit; Fahnenflucht, Dienstverweigerung, Trunkenheit und andere Vergehen waren an der Tagesordnung. Allenby schuf vorerst eine vollständige Neuorganisation. Das Hauptquartier wurde unmittelbar hinter die Front nach Khan Yunus verlegt. Und in wenigen Wochen war eine scharfe Manneszucht hergestellt. Die führenden Stellen im Kommando wurden meist neubesetzt, Generalstabschef wurde Sir Louis Bois, die Befehlshaber der drei Heeresgruppen waren Generalleutnant Sir Philip Chetwode, General Sir E. Bulfin und Generalleutnant Sir H. Chauvd, ihnen fällt ein wesentlicher Anteil am Erfolge zu. - In Aegypten war die Stimmung geteilt; ein Teil der Bevölkerung sympathisierte mit den Türken und Deutschen. Doch war der Sultan Hussein L, der bis Oktober 1917 regierte, der englischen Sache treu zugetan. Sein Nachfolger Fuad I. schien seine Haltung von dem Ergebnis des Feldzuges abhängig zu machen. Eine zuverlässige Stütze fanden die britischen Interessen in dem Ministerpräsidenten Ruschdi Pascha. Allenby schuf nun hier ein neues Kommando unter dem Generalmajor Sir Harry Watson, das als Operationsbasis und zur Aushebung der Arbeiterbataiflone diente. — Eine wesentliche Erleichterung erfuhr die britische Position durch die Haltung der Araber, eine Hilfe, die der geschickten Wirksamkeit T. E. Lawrences4) zuzuschreiben ist. Der Sommer verging mit fieberhaften Vorbereitungen. Ende Oktober standen nun 250 000 Mann britischer und 18 000 Mann indischer Trappen bereit. Da nur eine einzige Eisenbahnlinie für den Nachschub bestand, bildete dis Verpflegung dieser Menschenmenge die Hauptsclnvierigkeit. Ein ägyptisches Arbeiterkorps von 90 000 Mann hatte die Aufgabe, Wege und Wasserleitung zu bauen und die Transporte durchzuführen. 60000 Kamele und 90000 Pferde und Maulesel wurden für diesen Zweck aufgebracht. Die Wasserleitung führte nach ihrer Fertigstellung täglich 2700 000 Liter gereinigten Nilwassers auf eine Entfernung von 270 km der Armee zu. Diese Einrichtungen sowie ein ungeheurer Park von Fordwagen, die sich ihren Weg durch das ewig in Bewegung befindliche Sandmeer zu bahnen wußten, waren für den Erfolg von größter Wichtigkeit. — Die ausschlaggebende Bedeutung für das Gelingen des Unternehmens lag jedoch in Allenby selbst, in der Art, wie er unter Beseitigung des umständlicher» Dienstweges jeden Mann an die richtige Stelle zu setzen und das Bestmögliche aus ihm herauszuholen suchte und so unter Offizieren und Mannschaft einen Geist restloser Hingabe an den Dienst zu schaffen verstand. Die Zuversicht, die der Feldherr damit uin sich verbreitete, teilte sich bald auch der einheimischen Bevölkerung mit. Allenbys Name wurde in Allah Nebi, der ״Prophet Gottes“ iimgewandelt. Durch die Anlage der Wasserleitung vom Suezkanal an die Front schien den Arabern die Erfüllung einer alten Weissagung gegeben, wonach die Herrschaft der Türken zu Ende wäre, sobald der Nil nach Palästina fließen würde. IV. Den Oberbefehl über die gesamten türkischen Streitkräfte in Syrien, Palästina, Hedschas und Mesopotamien hatte Djemal Pascha; das Kommando in Syrien und Palästina oblag General von Falkenhayn. Die Türken, die durch deutsche und österreichische Truppen verstärkt waren, hatten eine gut befestigte Verteidigungslinie zwischen Gaza und Beerscheba in der Ausdehnung von 45 km inne. ln dieser Stellung stand im Westen die 8, Armee unter Kress von Kressenstein, im Osten die 7. unter Feozi Pascha. Die Wüste bildete ein unübertreffliches Glacis. Der Nachschub wurde durch die Eisenbahnlinien an den beiden Flanken Jaffa—Gaza und Jerusalem—Beerscheba gesichert. Falkenhayn, der mit kühnen Hoffnungen als Berater des türkischen Hauptquartieres nach Asien gekommen war, faßte ursprünglich die Rückeroberung Bagdads ins Auge, da er nach dem zweimaligen Scheitern der britischen Angriffe auf Gaza die Palästinafront für uneinnehmbar hielt. Erst Kressenstein, der mit dem Kriegsschauplatz von früher vertraut war, konnte ihn dazu bewegen, zuerst an einen Angriff auf Aegypten zu denken. Doch Allenby kam ihm zuvor: Falkenhayn hatte seine Hauptstreitkräfte bei Gaza vereinigt, in der Annahme, daß die Briten unmöglich Beerscheba angreifen könnten, weil es durch wohlbefestigte Bergzüge, mehr aber noch durch die Unwegsamkeit des vorgelagerten Terrains für den Wagentransport geschützt war. Allenby rechnete damit und baute darauf seinen Plan. Er konzentrierte seine Truppen zum Schein bei Gaza, ließ jedoch gleichzeitig von Bafa aus eine Abzweigung der Bahnlinie gegen Beerscheba errichten, die unmittelbar vor Beginn der Schlacht bis 3 km hinter die Schlachtlinie geführt wurde. Damit hatte er sielt die Möglichkeit einer raschen Umgruppierung gesichert. Nun intensivierte er die Angriffe der britischen Flieger derart, daß innerhalb kurzer Zeit 90 gegnerische Flugzeuge abgeschossen wurden. Tage hindurch konnten daher die deutschen Flugzeuge nicht aufsteigen, so daß Falkenhayn die Uebersicnt genommen war. Doch war es klar, daß ein entscheidender Schlag in Vorbereitung stand. Atembeklemmemle Spannung lag in der Luft. Da begann Allenby am 27. Oktober die Beschießung von Gaza, die die Aufmerksamkeit des Gegners von Beerscheba abwenden sollte. Die Wucht des ßotnbardements wurde allmählich gesteigert, bis endlich am 30. Oktober durch Landheer und Flotte ein ununterbrochener Hagel von Geschossen über die Stadt niederprasselte. Kressenstein berichtete, daß der lang erwartete dritte Angriff auf Gaza begonnen habe. Doch während der Beschießung durch die s) Ausführlicher darüber die im Herbst erscheinenden Memoiren William Robertsons: ״Soldiers and statesmen“. s) Hier wären zu vergleichen: ״Despatches“ von Sir Archibaid Murray. London, 1920. s) Dazu: Thomas Lowells ״With Lawrence in Arabia“. — Ueberdies erscheinen die Memoiren Lawrences anfangs 1927 gleichzeitig in deutscher und englischer Ausgabe. Nr. Artillerie wurden Infanterie und Kavallerie von Gaza ah. gezogen und am späten Abend des 30. Oktober in die neuen Stellungen vor Beerscheba gebracht. Hier sollte de! erste und entscheidende Schlag gegen die Palästinafront fallen Unverwandt den Blick auf den dahinschleichenden Uhrzeige! gerichtet, warteten die Offiziere auf die bez.eichnete Stunde Minuten wurden zur Qual, der Puls raste; da, als der Zeiger eins wies, leuchtete die ungeheure Wüstennacht plötzlich von tausenden von Feuerschlünden auf. Damit hat der eigent■ liehe Feldzug begonnen. Die Ueberraschung war wirksam Bis 1 Uhr mittags waren alle Stellungen von Beerscheba genommen. Schon in der Nacht war gleichzeitig Kavallerie auch nördlich und nordöstlich gegen Schaba vorgedrungen: nach hartem Kampf fiel auch diese Stellung in den Abend• stunden. Damit war der linke Flügel des türkischen Heeres zerstört. Erfolglos blieben die türkischen Versuche, die Stellung um jeden Preis ztirückzugewinnen. Um dem Gegner nicht Atem zu lassen, forcierte Allenbv gleichzeitig am 1. November Gaza durch Landheer und Flotte Dabei wurden zwei britische Schiffe durch ein deutsche Unterseeboot zum Sinken gebracht, andere Einheiten erlittet! schwere Treffer. Aber in der Nacht erstürmte britische In fanterie die Festungswerke an der Seeseite. Kressensteil entschloß sich unter diesen Umständen zum Rückzug; Te Scheria wurde als Stützpunkt der neuen Verteidigungslinie ausersehen, die als die stärkste in Palästina galt. Um der Rückzug aus Gaza ungestört durchführen zu können, war cs notwendig, eine Verstärkung der britischen Positionen vor der Stadt zu verhindern. Zu diesem Zwecke setzten türkische Gegenangriffe auf dem östlichen Flügel bei Beerscheba ein Aber schon am 5. ging Chetwode zum Angriff gegen Te Scheria über und noch am selben Tage wurde ein Teil de Grabensystems genommen. Am 7. drang Allenby in Gaza ein, wo Kressenstein nur eine schwache Bedeckung zurück gelassen hatte. Die Stadt glich einem Trümmerhaufen. Dami war die ganze erste Verteidigungslinie in den Händen der Briten. Die neue Stellung der Türken stützte sich im Osten aut den Lauf des Wadi Hesse. Allenby blieb bei seiner Taktik durch verblüffende Schnelligkeit zu überraschen; er trieb seine Truppen nach der Besetzung von Gaza ohne Aufenthalt vorwärts, so daß sie, nachdem sie sich an der Küste unbe merkt vorgeschoben hatten, noch am selben Abend (7. Nov die Mündung des Wadi Hesse überschritten. Kressenstein, den dieser neue Schlag ganz, unerwartet traf, entschloß sich nun zu einer_ weiteren Rückverlegung seiner Armee. In über stürzter Eile, oft ungeordnet und fortwährend von den nach drängenden Briten verfolgt, bezogen nun seine Trappen neue Positionen am Sucherertluß, 18 km südlich von Jaffa.- Während der westliche Flügel der Briten rasch vorwärts strebte, nahm Allenby plötzlich seine übermüdeten Truppen im Zentrum und im Osten, deren Verpflegung mi* jeden! Tage^mehr^gefährdet wurde, gegen Karm zuLj^1 p.^^hier a’iionalheims inc die Möglichkeit der Verproviantierung durch'.' stand.— Der Küste entlang wurde die h־itf _1V1, Steins fortgesetzt. Askalon und Migdal T!erV"f , ,iLf״ s besetzt. Bei diesem Vor:2,;■'־ (-}{a f»rctr> 7ioni^twrhf‘ ’ י jüdischen A,i!fD3LIW CTK in als Ose ^2^&m^««?^4ErJeicMerunS .״i ס l U l 6 U II g U II u i_» *iV.ll.ill.V.1 u “ K Streben vermögen “e Arbeitslosigkeit in Palästina, schloß °£en-jmpliziert und unangenehm sie ist, kann n’! •׳••►ו• •vtwaen sein, wenn nur der zionistischen die Bahr nötigen Fonds zur Verfügung gestellt würden. j A.) Dr. Stephen r 11« ra., führ! *’ York, 13. September (J. *iiesetzt lsA:׳*»ßh New!?York »mrOem?3 ,״ ז•■ V: ■Q׳« aufsuchten, schilderte er seine Eindrücke in der 7 " ׳׳■ ';-<er Konferenz des Liberalen Judenaer ' e lijzunjjen des Aktions-Comitds bejgewohnt fiat. •cberale Bewegung sagte er, er hege die diese Bewegung in eine B e w e g u n g ׳■,dein könne, die sie vom Zentrum wurden vu 1esci!nt׳!en würde, wenn nicht ihr Führer, Uas türkische Heer 11a». ,״j״fjer j״ ^ie richtigen Bahnen eingebüßt. Die britische oietrunb. >■>,-״ der Konferenz fand getragen worden. Damit war der erste . qas RPjjarren beendet. Mit dem britischen A angewiesen denen ( Feierlicl Der schwind folgen. Viertel Roß ga notwenc brauchb Dazu ן regeln, wieder wieder Die Am 21. einige \ im Frül abzugeb ersetzt verstrich Die von Ap< Im Sepl scheidun raschend von der Ringen gebracht aus. Br 20, bei!Türken Widersta Beginn Armee sich mül und Hai bemächti wurde ei seits Bei gewönne sich die Nun fühlte Al hebräisch er sich darsteiler Aber moderne! lerie alle Darn«1־•! 1F ״!teil 1 .anoch 1! . erwandlui dings ״wol Engelhafte! in eine Fei Körper zu anderer St niederfahrc Name Elij steigen ur im Sturme Licht soll weile. Un den Leib, Leibe offe 'XGTjÄrhÜll der gehein empor und einen Met Himmel e kam“2). Ghana Enver Pascha war nach Jerusalem geeilt, um mit Falkenhayn und Djemal Pascha die Lage zu besprechen. Aber schon war das Chaos hereingebrochen. Djemal Paschas Zug wurde von Arabern zum Entgleisen gebracht. Enver Pascha mußte unverrichteter Dinge zurückkehren. Falkenhayn gab die letzten Dispositionen. Er ließ Fuad Pascha zur Bedeckung von Jerusalem zurück, mit dem Auftrag eine Belagerung der Stadt zu vermeiden. Von Aleppo aus sandte er Fuad Verstärkungen. Die Briten, die ihren Vormarsch in der Riehtung der Strecke von Jaffa nach Jerusalem fortsetzten, stießen hier aut mannhaften Widerstand. Allenby wollte die Stadt vom Norden abschneiden. Mizpah wurde zu diesem Zwecke besetzt. Die ersten Dezembertage vergingen mit unbedeutenden Plänkeleien und Vorbereitungsmaßnahmen. Die Truppen, die bei Beerscheba zurückgeblieben waren, wurden nun auf der östlichen Vormarschlinie nach vom gebracht. Hebron wurde vor ihnen geräumt. Für den 8. Dezember war der Angriff auf Jerusalem angesetzt. Ein dichter Regenstrom prasselte nieder, der jede Sicht benahm und den Boden in ein Kotmeer verwandelte. Die britische Infanterie mußte unter diesen Umständen meist ohne Artillerieunterstützung den Angriff unternehmen. Sie gelangte bis 3 km vor die Stadttore. — Als die letzte Hoffnung geschwunden war, die Stadt zu halten, sollten nach Befehl des türkischen Kommandos die angesehensten Personen der Zivilbevölkerung die Türken auf ihrem Rückzug begleiten. Da es meist alte und gebrechliche Menschen waren und Wagen nicht zur Verfügung standen, bedeutete dies für viele den sicheren Tod. Da ergriff plötzlich eine Panik die Türken. Sie vergaßen dieses Vorhaben und verließen in der Nacht vom 8. auf den 9. Dezember in größter Unordnung die Stadt und flohen durch das Stefanstor am Garten Gethsemane vorbei nordwärts. Am Oelberg hinter dem Tal Kidron leistete ihre Nachhut noch einen letzten schwachen Widerstand. — Am Morgen des 9. Dezember kamen Männer und Frauen, Kinder und Greise aus Kellern und Höhlen hervor, fielen unter Schluchzen und Lachen einander um den Hals. Bei Morgengrauen des 9. Dezember verließ als letzter von der Zivilbevölkerung der Gouverneur von Jerusalem, Izzet Bey, die Stadt, nachdem er in der Nacht mit eigener Hand die Apparate im Postgebäude zerstört hatte. Er ging mit einem Uebergabebrief una einer weißen Fahne die Strecke gegen Lifta, bis er zuerst auf zwei Sergeanten des 2./19. Londoner Regiments stieß. Nach vielen Umständen, verursacht durch das ganz Eigenartige der Situation, nahm endlich Generalmajor Sir John Shca gegen 11 Uhr vormittags den Uebergabebrief entgegen, nachdem er von seinem Kommando hierzu ausdrücklich ermächtigt worden war. Als erster betrat nun General Watson die Stadt. Zwei Tage später hielt Allenby seinen Einzug durch das Jaffator. Er war zu Fuß, ihm zur Seite־ Vertreter der Verbündeten. Von der Terrasse der Davidsburg wurde eine Proklamation in englischer, französiseher, arabischer, hebräischer, griechischer und rassischer Sprache verlesen. Dann wurden die Vertreter der verschieverlassen worden; E Israels Oe dieser r!9’ü ' Die 1 grenzte A Benehmet Schaft, di nach Bey einen anc mit Droh bald her; tikern, di! zum Aufs die Vorb denn sie gegen Fi wachsen Möge syrisch-ar; sein, eine haft: der sische Vo kämpft, 2 gibt es 1 Karmel u umgeben; Drusen in gebung d nehmen, französiscl zu nahe v sehr primi der Unte! zuletzt fa versuche hältnis zu Trotz trotz der hoffnungs' stand sei bis zwei A ״Djebel-Di Statt dess sehen Tru ziehen. Man rinzusehen und dasse dieses ras Mögen dis noch so t muß doch zum erbit! dieser Wa der Drusei Griechen 1 Eine Blick in jetzigen E nerrnon v

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