Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXI (1926)
- Issue
- Heft 74-75 (22.9.1926)
- Date
- 1926-09-22
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 530 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 74175 artige Aufgabe wurde begonnen; sie zu fördern und zu einem Ergebnis zu bringen, wird noch viele Jahre, vielleicht Generationen, dauern. Aber dieses Werk wird eine Krönung des Friedenswerkes des Völkerbundes sein. * Der Versuch, nationale und internationale Interessen im Rahmen der Völkergemeinschaft durch gegenseifige Annäherung, Verständnis des Anderen, Verzichtbereitsehaft und internationale Rechtsnormen zum Ausgleich zu bringen, ist für uns vor allein als Menschen, die sich selbst zu einer nationalen Bewegung rechnen, von Bedeutung. Der Nationalismus, der Seibsterhaltung und Selbsterhöhung als sein eigenes Gesetz anerkennt, führt zum Kampf aller gegen alle. Dieser Begriff des Nationalismus macht heute eine Krise durch; das ״Right or Wrong, my country“ muß der Erkenntnis weichen, daß auch in nationalen Dingen Maßstäbe der Ethik unerläßlich sind. Reiner Macchiavellisnuts führt zum eigenen Untergang, ebenso wie zur Vernichtung anderer. Wir Zionisten haben den Begriff Nationalismus in das moderne Judentum eingeführt, wir haben eine gewisse Verantwortung diesem Begriff gegenüber und müssen immer wieder prüfen, welche Lehre sich aus den allgemeinen Zusammenhängen und Entwicklungen ergibt. Unser Nationalismus ist, da wir in einer ganz abnormalen Situation leben, bestimmt durch das Bewußtsein der Verbundenheit mit dem jüdischen Volk, die Erkenntnis unserer organischen Einordnung in die Welt. Die jüdische Nation aber ist eine kollektive Individualität von geschichtlicher Einmaligkeit; wir wissen daher, daß alle allgemeinen Begriffe und Be- Zeichnungen nur mit Vorsicht auf unsere Verhältnisse übertragbar sind. Wir Juden haben gerade wegen der Zweideutigkeit unserer Lage ein klares nationales Bekenntnis nötig, dies meint aber nicht nationalistische Gesinnung. Wir Zionisten sind uns klar darüber, daß unser Ziel sogar nur im Zeichen einer allgemeinen ״Abrüstung“ des aggressiven Nationalismus verwirk* licht werden kann, in einer Welt, die zwar die Nationalität als hohen geistigen und geschichtlichen Wert anerkennt, aber nationale Toleranz auch gegenüber physisch Schwachen zur Maxime erhoben hat. Natürlich ist in unserer von nationalen Leidenschaften noch durchzitterten Welt unvermeidlich, daß etwas von dem landläufigen Nationalismus auch in den Zionismus eindrang; es wird einer besseren Erkenntnis weichen müssen, wir selbst bekämpfen diese Tendenzen. Und wir brauchen nicht die Ermahnungen unserer Gegner, die heute den diskreditierten Begriff des Nationalismus benützen, um uns zu treffen. Ihre Pfeile gehen fehl. Denn wir, die wir unsern jüdischen Nationalismus als das beglückende Gefühl des wiedergefundenen Zusammenhanges, zugleich ,.*18, die kategorische;V׳erpf׳lLch:tün:g^׳־.z#r Gestaltung der jüdischen Zukunft, als große, befreiende, schöpferische und sittliehe Macht, als erhöhte moralische Verantwortung erleben, haben selbst unzählige Male ausgesprochen, daß wir den aggressiven ״Wald- und Wiesen-Nationalismus“, die hohle nationale Phrase und Selbstberäucherung, die nationale Ueberhebung verurteilen und ablehnen, ln diesem Sinne habe ich vor zwei Jahren zu Rosch Haschanah an dieser Stelle von ״Abbau des Nationalismus“, bei uns und bei anderen, als der Voraussetzung unseres Werkes gesprochen. Unter diesen Umständen berührt es seltsam, daß gerade uns immer wieder von unseren Gegnern reaktionärer Natio- «alismus vorgeworfen wird, und zwar oft bei ganz sonderbaren Gelegenheiten. * Vor einiger Zeit hat eine Macht, die im Grunde stets antinationalistisch war und ihrer Natur nach sein muß, die katholische Kirche, sich durch den Mund ihres Oberhauptes zur Frage des Nationalismus geäußert. In der Enzyklika ״Quas Primas“ vom 11. Dezember 1925 hat der Papst dazu aufgerufen, das Verbindende statt des Trennenden zwischen den Menschen zu betonen, und für diesen Gedanken einen Tag des Jahres bestimmt. Diesen schönen Akt können wir Zionisten sicherlich begrüßen; aber diiekte Beziehung zum Zionismus oder zu unserem Nationalismus hat er schwerlich. Der Präsident der Agudas Isroel, Dr. Pinkas Kohn, hat diese Enzyklika des Papstes als großes Ereignis gewürdigt, und seinen Worten jüdischer Sympathie für die darin ausgedrückte Tendenz können wir beistimmen, wenn wir auch gerade als Juden nicht vergessen, daß eine starke Ralliierung der katholischen Welt für uns nicht immer Frieden bedeutet hat. Aber Dr. P. Kohn fügt auch hinzu, daß wir im Geiste dieser Enzyklika unsere Jugend vor den Verirrungen des Nationalismus bewahren müssen. Das versteht jeder als Anspielung auf den Zionismus, und darum müssen wir uns dagegen wehren, daß die Mehrdeutigkeit des Wortes Nationalismus gegen uns ausgebeutet wird. Der Nationalismus, den wir vertreten, ist für die jüdische Jugend, die jüdisch bleiben will, eine Lebensnotwendigkeit, und für das jüdische Volk der einzige Weg zur Einordnung in die große Völkergemeinschaft. Auch an anderer Stelle sind wir bereits der Berufung auf diese Enzyklika begegnet. In der ״Welt* bühne“ hat ein Schriftsteller mit stark jüdisch klingendem Namen die geistesgeschichtliche Bedeutung dieser Botschaft des Papstes in sehr übertriebener Weise gepriesen. Wir glauben, daß sie für die Angehörigen des Katholizismus kaum viel Neues brachte, außerdem in politischer Hinsicht nicht allzu große Reichweite haben dürfte (z. B. in den katholischen Nationen Südeuropas, wo der Faszismus dominiert), vor allem aber für die außerhalb des Katholizismus Stehenden doch nicht verbindlich ist, ja diesen kaum bekannt wird. Um so merkwürdiger ist es, daß in diesem Zusammenhänge gesagt wird, der Papst habe durch diese Botschaft ״den Primat des Logos vor dem Ethos wiederhergestellt“ (also den Thomismus erneuert), und dadurch auch das Judentum getroffen; besonders aber ״dem Zionismus, der der Kurie als Nationalismus ein Greuel ist, den Todesstoß versetzt“. (So ungefähr hieß es, ich muß aus dem Gedächtnis zitieren.) Wir wissen nicht, ob der Zionismus der Kurie ein Greuel ist; wenn aber, dann bestimmt aus anderen Gründen. Denn für das Seelenheil der Juden ist die Kurie nicht verantwortlich, und wenn sie den Nationalismus der Juden für verwerflich hält, so gesellt sich dieses Moment doch höchstens zu ihrer übrigen Ablehnung des Judentums dazu. Wendet sich nun der Papst gegen den Nationalismus, um den Zionismus zu treffen, oder aber hält er den Nationalismus für ein Ucbel, vor dem er auch die Juden bewahren will? Man kommt, wenn man die Sache weiterdenkt (was wir unseren Lesern aitheimstelien), zu den eigenartigsten Konklusionen. Wir glauben, der Papst würde sich für diese Interpretation, falls er sie zu Gesicht bekäme, bestens bedanken. Der Originalität halber sei nur noch bemerkt, daß sogar dieses Zitat aus der ״Weltbühne“ über Papst und Zionismus, Logos und Ethos, seinen Weg in die — C.-V.-Zeitung gefunden hat. * In Wahrheit brauchen wir nicht den Papst (der zu uns nicht spricht) und nicht den Thomas von Aquino, um die einfache Erkenntnis zu gewinnen, daß um der Menschheit willen der Nationalismus einer völkerverbindenden Gesinnung weichen muß. Wir be* sitzen diese Einsicht als echtes Judentum. Die Lehre von der Gleichheit, Gleichwertigkeit der Menschen in ihrer Kreatürlichkeit entstammt dem Judentum (Logos) ebenso wie das Gebot der rastlosen, trotz allen Enttäuschungen sich stets erneuernden Mitarbeit an der Herbeiführung der gerechten Weltordnung Maschiachs (Ethos), also: wo der Logos Fleisch geworden sein wird . . . Zugleich aber, indem wir an einer Verständigung der Völker mitarbeiten wollen, sind wir uns bewußt, daß wir festhalten müssen an unserer nationalen Individualität und unsere Kräfte schöpferisch nur dann in den Dienst der Menschheit stellen können, wenn wir unsere eigene nationale Stellung geklärt haben. ״. . . wurzelnd im eigenen Volke das ihm seelisch und geistig Gegebene zur höchsten Bedeutung entwickelt und damit, über die Grenzen des eigenen Volkes hinauswachsend, der gesamten Menschheit etwas zu ,gebenj>ratns|gT..“ -י• .s«gt£-Stres«ma1m 'in- Genf. •Gebet jedem Volke diese Freiheit, und die Menschheit wird um wertvollste Kräfte reicher sein. So wie das Individuum der Gemeinschaft nur dienen kann, wenn es Charakter hat, so kann auch ein Volk nur leben und *nützlich sein, wenn man seinen Charakter nicht verkrüppelt . . . * Ist das noch Politik? Vielleicht Feiertags-Gedanken. Sie seien erlaubt in diesen Festwochen, in denen gleichzeitig wichtigste Angelegenheiten des Völkerlebens auf der Tagesordnung stehen. Denn das Gelingen höherer Organisation der Menschheit ist eine Frage der Gesinnung. Wir erleben heute tastende Versuche, die jeden Tag zerschellen können. Der Geist nur kann sie in die sichere Bahn gestaltenden Aufbaues führen. Die Gesinnung, die echten Nationalismus mit echtem Internationalismus verbindet, kann allein die wahre Gemeinschaft der Völker schaffen. Direktoriums-Sitzung des Keren Hajessod Das Direktorium des Keren Hajessod hielt am 12., 13. und 14. September eine Sitzung in Paris ab, an der die Herren I. A. Naiditsch, Dr. B. Feiwel, Dr. G. Haip e r n , Dr. A. H a n t k e und L. J a f f e als Direktoren, Herr Felix Rosen blüth als Vertreter der Exekutive der Zionistischen Organisation und der Generalsekretär des Direktoriums, Herr Leo Herrmann, sowie der Sekretär der Finanzabteilung Herr A. Ulitzky teilnahmen. Zu einem Teil der Aussprache waren die Herren Dr. V. Jacobsohn, Leo Motzkin, Dr. A. Goidstein, Rabbiner Dr. Eisenstadt und Herr Dr. Schramek zugezogen. In der Sitzung übergab der bisherige geschäftsführende Direktor, Dr. Feiwel, den neubestellten geschäftsführenden Direktoren Dr. Hantke und Herrn L. Jaffe die Geschäftsführung, das Direktorium erteilte Herrn Dr. Feiwel die Entlastung und Herr Dr. Feiwel benutzte die Gelegenheit, allen seinen bisherigen Mitarbeitern Dank und Anerkennung auszusprechen und dem Direktorium für die ihm selbst zuteil gewordene Wertschätzung zu danken. Den Hauptteil der Verhandlungen bildete die sorgfältige Regelung aller Fragen, die sich aus der lieber- Siedlung des Hauptbüros von London nach Jerusalem ergeben. Der Bericht des Generalsekretärs über die getroffenen Maßnahmen, die zur ungestörten Erhaltung des Kontaktes zwischen der Zentrale und den Komitees getroffen wurden, wurde zur Kenntnis genommen. Ebenso wurden dem geschäftsführenden Direktorium für die Zukunft vom Gesamtdirektorium ־a’le notwendigen Vollmachten erteilt. Hierauf wurden die Pläne für die Arbeit in der kommenden Arbeitssaison, sowohl für die nächsten vier Wochen, solange das Hauptbüro noch von London aus funktioniert, als auch für die nachfolgenden Monate detailliert behandelt und das Hauptbüro beauftragt, die gefaßten Be- Schlüsse im Verkehr mit den Komitees und Delegierten auszuführen. — In der Sitzung wurde auch der Beschluß genehmigt, weitere £ 50000 Aktien der Palestine Electric Corporation zu erwerben und damit den Aktienbesitz des Keren Hajessod an dieser Gesellschaft auf £ 100000 zu erhöhen. Nenjahr in Palästina Abschluß des alten Jahres — Die Rinderpest - Neu׳ besetzung der Exekutive - Städtische Kolonisation . Der Inzident Tel-Clia; Von unserem Korrespondenten. A.O. Jerusalem, 8.September 1926. Der Zionismus ist von außen her niemals verwöhn( worden. Immer hat er alle Kräfte konzentrieren müssen, um die von allen Seiten sich auftürmenden Hindernisse zu übersteigen, zu umgehen, langsam abzutragen und sich auf diese Weise einen Weg zu bahnen. Man kann alle Arbeite gebiete einzeln betrachten und wird auf jedem so viele Schwierigkeiten finden, daß es immer wieder wunderbar er• scheint, daß dennoch ein Ausweg aus den Komplikationen gefunden wird. Waren wir also keineswegs verwöhnt, so darf man dennoch das verflossene Jahr mit Fug und Recht als eines der schweren, wenn nicht der schwersten in unserer Geschichte bezeichnen. Nach einer mehr als zweijährigen Periode des Aufschwungs, der politischen Erfolge, einer Massenciiiwanderung, des Einströmens privaten Kapitals in bcträchtlichem Umfange, traf uns in dieser Zeit ein Schlag nach dem andern. An die wirtschaftlichen Schwierigkeiten, mit denen sich die palästinensische und zionistische Presse seit Monaten unaufhörlich beschäftigt und die zur Schwächung der Einwanderung und zur Stärkung der Emigration führten schloß sich ein Sommer mit schweren Epidemien. Mit allen Mitteln mußte die Zionistische Organisation und die Landesregierung an der Bekämpfung des Typhus arbeiten, der in den Erntemonaten die Arbeit in der Landwirtschaft auf eine schwere Probe stellte. Und wer aus der Theorie noch nicht recht begriffen hatte, daß sich jede Kürzung unsere Budgets unmittelbar am Lebendigen rächt, konnte es jetzt aus den großen Summen lernen, die nachträglich zur Be känipfung der Epidemien ausgegeben werden mußten, vvei früher für sanitäre Zwecke nicht genug hatte bewilligt werden können. Eine fürchterliche wirtschaftliche Bedrohung erhob sich schließlich in letzter Zeit durch die Rinderpest die unter den arabischen Herden bereits viele Opfer gefordert hat und die der Regierung und den Landwirten in gleicher Weise die ärgsten Sorgen bereitet. Die jüdischen Wirtschaften sind bis jetzt fast vollkommen von der Seuche verschont geblieben. Die Regierung tut alles, um die Krankheit lokal zu begrenzen und zu bekämpfen, und es scheint, als gelinge ihr vieles, was unter weniger zentralisierten und weniger geordneten Bedingungen nicht durchzuführen wäre. Alle Be• triebe, in denen Vieh gehalten wird, stehen unter Quarantäne Es darf kein Zug- und Reittier außerhalb der Grenzen des Dorfes benutzt werden. Nur in gewissen Fällen gibt die Regierung besondere Erlaubnisscheine aus, die für bestimmte Tiere, für bestimmte Strecken gelten. Denn da es Hunderte von Dörfern im Lande gibt, die auf die Versorgung durch Esel, Kamele und Wagen angewiesen sind, bedeutet eine strenge Quarantäne Stockungen im Wirtschaftsleben. Es sind Fälle vorgekommen; wo in manchen Orten tagdang die nötigen Lebensmittel fehlten, weil man nicht» transportieren konnte. Viele der jüdischen Wirtschaften lassen niemanden hinein, soweit sich das nur irgend durchführen läßt. . In der letzten Woche sind nur vereinzelte Fälle gemeldet, und es v*rgehea.,,Tage, ,in denp, die .Soicta,•. mehr ׳"* ׳- VL-“ Jfsc*)(. U8IU ' Ut. Katastrophe Herr geworden zu sein. In jedem Falle wird die Quarantäne noch Monate hindurch aufre. hterhallen werden, um ganz sicher zu gehen. Mit der Regenzeit fällt ohnedies eine strenge Durchführung fort, so daß gerade die nächsten Monate noch besonders intensiv von der Regierung bciiut/1 werden. Es ist ein Zeichen für das Verständnis und die gute Organisation der jüdischen Landwirtschaft, daß sie sich bisher fast vollkommen vor einer Infektion hat schützen können. Es ist auch bezeichnend für den Geist der Siedler, daß keine Arbeit gespart worden ist, um alle Vorsichtsmaßregeln zu treffen. Denn hier handelte es sich um das Schicksal der Wirtschaften. Das ist oberstes Gesetz. Wenn man all die Plagen zusammenrechnct, die uns das letzte Jahr gebracht hat — die politischen Schwierigkeiten sind ja bekannt — so gerät man leicht in Versuchung, es als ein Jahr des Unglückes zu betrachten. Aber das ist nicht ganz richtig. In der Zusammenkunft mit den Pressevertretern, die So ko low am Tage vor seiner Abreise einberufen hatte, hörte man von allen Seiten Klagen über die Lage. Und mit Recht hat Sokolow diesen Anschaumigen den Eindruck gegenübergestcllt, den auf ihn das Land jetzt bei seiner Reise gemacht hat. Die Quintessenz seiner Betrachtungen war: ״Es geht vorwärts/‘ Und das ist richtig. Das letzte Jahr war ein Jahr des Rück- Schlags, der unvorhergesehenen Unglücksfälle, schwerer und oft zwecklos scheinender Arbeit. Und dennoch sind wir auch dieses Jahr vorwärts gekommen, und wir werden die Resultäte erst schätzen lernen, wenn wir etwas mehr Distanz zu den Dingen haben und objektiver beurteilen können, was geleistet worden ist. Wir haben von einzelnen Arbeiten berichtet, die in Angriff genommen worden sind, von dem Beginn der Arbeiten in der Haifa er Bucht und am J a r k o n in T e I - A w i w. Wir haben über die Stärkung des jüdischen Arbeiterelements in den Pflanzungskolomen berichtet, von den Bauten in Jerusalem und Haifa und verschiedenen wirtschaftlichen Vorarbeiten und Versuchen. In letzter Zeit mehren sich die Nachrichten über die Schaffung einer Gesellschaft für Baumwollkultur, über die Ausbreitung der Ruthenberg-Aktion und ähnliches. Dazu kommen verschiedene Pläne kolonisatorischer Art, darunter manche von großem Umfang und Schwung, die vielleicht die Vorläufer der neuen Periode sind, die kommen muß. Außerdem haben wir gelernt, auch in Zeiten des Rückschlags den Mut nicht zu verlieren und zu untersuchen, woher die Komplikationen kommen, daraus zu lernen. Unterdessen ist man an allen Fronten bemüht, die gegenwärtige Lage zu ״liquidieren“. Das heißt, die Arbeitslosigkeit durch verschiedene neue Beschäftigungsmöglichkeiten zu mindern und die neuen Einwanderer zu verwurzeln. In der erwähnten Pressekonferenz hat Sokolow über die verschiedenen Wege gesprochen, die die Palästina-Exekutive zu diesem Zwecke einschlägt. •Die Exekutive beginnt nach der durch die Sitzung des Aktions-Comitds verursachten Unterbrechung wieder ihre regelmäßige Arbeit aufzunehmen. Die Leiter der verschiedenen Departements kehren einer nach dein andern nach Palästina zurück und treten ihr Amt an. Bisher haben die Kooptationen in die Exekutive, die in London vorge- Nr 74 7׳ nornmen w geführt. I städtischen cs scheint, von Vcrhar Disengoff an bestimm iiehkeit no dauern, wc ergeben wi längere Ze Denn wir daß in voll wäre. Das bestimmter waltungen, auf die Föi Unternehmt nisierun Unter den Organisieru lassen blei orientiert Kapitalien, sind, als d: ohnedies 1! fassen, sie ihnen ökoi einandcrstr! zu untcror städtischen thekenbank zum Zwecl gebaut um bringen, d! auf die H uns die Ge Wie dt große Oeff der Arbeit Leitung de: die Mitglie T e 1 - C h a Lage in d Jahren Gru tionen der war der A einem gew Heilung in Ueberfülle denen Seit! angeschwol beschränke: der Tatsac Kfar C Siedlungen also Arbei landwirtsch, arbeiten un Palestine J sind und v und wirtscl vergeblich diesen Ste Methoden triebe vom Arbeit best Charakter hielten die 1920 dort Trumpelclo! nur das B die Versch lichte. 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