Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXI (1926)
- Issue
- Heft 72 (14.9.1926)
- Date
- 1926-09-14
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 72 Seite 510 ......'.. .." *— —־־״״־ -"■״-׳״;11״"1™ nie 11( viclmelir diese Unterschiede biologischer, anthropologisdier, geistiger, psychologischer, soziologischer Natur, kurz: gegeben durch die Merkmale einer unter bestimmten historischert Bedingungen entstandenen Menschengruppe, die gewiß auch durch eine bestimmte geistige Tradition sich auszeichnet, durch Jahrhunderte Trägerin einer geschlossenen Weltanschauung war und zum Teil heute noch eine gemeinsame Religion (wenn auch bei ihren meisten Mitgliedern recht vCTIvässert) besitzt, aber doch wohl nicht allein durch diese Religion als Gruppe kenntlich ist? Denn wenn Holländer dieses leugnet, dann hat er kein Recht, sich gegen die Feststellung des Identifizierungs-Strebcns zu verwahren. Gibt er aber diese Unterschiede zu, dann fällt die These vom ,,völligen Abstreifen der jüdischen Nationalität“ in sich selbst zusammen. Man wird liier feststellen müssen, daß Holländer ״Forderungen und Tatsachen verwechselt“; ״es ist aber wissenschaftlich und praktisch vollkommen falsch, das Wunschbetonte mit dem tatsächlich Gegebenen in eine Linie zu stellen“ (der Satz stammt von Holländer und ist in dem Zusammenhang, in dem er ihn gebraucht, leider völlig unverständlich). Das ״Abstreifen der jüdischen Nationalität“ war in der Tat ein Wunsch des emanzipierten Judentums. Es war eine Naivität. Heute ist sogar dem C.-.V. klar, daß dieses Abstreifen nicht gelungen ist und es geht ihm jetzt nur noch um das Wort ״National!- tat“. Er meint, wenn er für seine Zwecke ״Begriffe von Judentum, Rasse, Volk usvv.“ zurechtmacht, wenn er sich eklektisch aus der Wissenschaft Definitionen heraussucht, die beweisen sollen, daß die Juden kein Volk sind, hat er das Recht, von ״Wissenschaftlichkeit“ zu sprechen. Es geht hier um keine Frage der wissenschaftlichen Dialektik, sondem um eine Frage der Wirklichkeit des Lebens, ßlumcnfelds Zitate in seinem Erfurter Referat sollten zeigen, daß den maßgebenden Männern des C.-V. diese Wirklichkeit immer mehr zum Bewußtsein kommt; und demgegenüber ist der terminologische Streit, ob die Juden als ״Volk“, ״Nation“ oder ״ethnische Gruppe“ oder sonstwie zu bezeichnen sind, wahrhaftig gleichgültig. Wenn wir uns als Juden bejahen, wenn wir jene ״Unterschiede“, von denen auch Holländer spricht, nicht mehr als Mängel empfinden, für die wir uns entschuldigen müssen, sondern als selbstverstündliche Folge unserer spezifischen Eigenart, dann erst Werden wir uns von der inneren Knechtschaft befreien und wiiVJich von Emanzipation reden dürfen. Emanzipation kann doch -nur eine Befreiung von äußeren Fesseln sein, kein Aufgeben ■der eigenen Individualität. Jenes ״Abstreifen-Wollen“ war eben der historische Irrtum des Emanzipationsjuden־ tu ms, den es heute zu begreifen gilt. Nun fährt Holländer fort: ״Gerade der Zionismus Blumenfeldscher Richtung muß seinen Anhängern die Bekämpfung des Judenhasses und seiner praktischen Auswirkungen unmöglich machen, weil er sich mit der Grundauffassung der Judengegner, nämlich der Fremdheit der Juden in Deutschland, identifiziert.“ Wir wollen nicht so boshaft sein, zu fragen, was denn der C.-V. mit seiner Bekämpfung des Judenhasses erreicht hat und ob er denn ein Recht hat, von vornherein sich erhaben zu dünken, wenn einmal eine andere Methode versucht werden soll. Der Satz ist eben für naive und ängstliche Leser geschrieben, denen-suggeriert-׳ werde#.'■soll,;.׳der׳ Zionist?!» 'fördere:den ־ÄtÜlMtiMHus;״«׳'•־ däfüögc basififWiSt•,* ׳Siel! nitt" ihm "’gar nicht einzulassen. In Wahrheit müßte man Herrn Dr. Holländer Vorhalten, daß er, der Blumenfeld mangelhafte Präzision vorwirft, doch einmal die Begriffe von Staat, Staatsbürgertum, Volk usw. zu unterscheiden versuchen sollte. Es ist merkwürdig, daß die C.-V.-Deutschen auch als Deutsche zu jenen Kreisen gehören, die die neue Lage des deutschen Volkes nicht begriffen haben. Zu derselben Zeit, da echte Vertreter der Deutschen in Genf vor dem Minoritätenkongreß den Anspruch verfechten, ihr deutsches Volkstum bewahren zu dürfen und trotzdem als vollwertige Letten, Ungarn, Tschechoslowaken usw. (nämlich dem Staatsbürgertum nach) anerkannt zu werden, verficht Dr. Holländer die These von den Identität von Staat und Volkstum. Die Juden in Deutschland sind auch nach zionistischer Auffassung keine ״nationale Minderheit“ im politischen Sinne; aber sie sind, wie auch Holländer in seinem Artikel einräumt, eine durch ihre Eigenart abgegrenzte Minorität. Diese ihre Stellung, die Frucht einer historischen Entwicklung, ist eine für Zionisten wie für Nichtzionisten in gleicher Weise geltende Tatsache, die keinen Grund für eine Entrechtung der Juden in Deutschland bieten darf. Wie jeder Mensch, so ist auch der deutsche Jude ein Brennpunkt mehrfacher Interessen; und in einem besonderen Sinne muß er Anspruch erheben auf freie Pflege seiner jüdischen Eigenart und seiner jüdischen Interessen, ohne daß dadurch, wenn er in Deutschland als deutscher Bürger lebt und leben will, seine Stellung im Staate und sein Recht zu voller staatsbürgerlicher Betätigung (auch sein Recht, seine Fähigkeiten in den Dienst des Staates als Beamter zu stellen) leiden darf. ׳ Die c 11 a uv i n i s t i s c h e Unterstellung einer Einheit von Staat und Volkstum (dies ist alldeutsches Gedankengut! Wer also lernt von den Antisemiten, wir oder Sie, Herr Hollinder?) ist gegen das Interesse des deutschen Volkes ebenso wie gegen das Interesse der jüdischen und der ganzen Menschheit. Der Völkerbund, der Ausbau des Minoritätenrechtes usw. ■werden uns hoffentlich über diesen barbarischen Zustand, der Staatsbürger wegen ihrer nationalen Zugehörigkeit entrechtet, hinausführen. Holländer gibt zu, daß die Juden eine Minorität sind, aber er behauptet, ihre Lage sei in jedem Lande verschieden. Dies widerspricht den Tatsachen der Erfahrung. Natürlich sind gewisse Gegebenheiten und faktische Bedingungen an jedem Orte anders; aber wenn man das übertreibt, dann unterscheidet sich auch die Judenfrage in Hamburg von der in München und der in Neu-Strelitz. Die Zionisten haben doch nie geleugnet, daß eine ganze Reihe von Umständen, darunter sehr wichtige wie die Zahl der vorhandenen Juden, der ,ökonomisch-kulturelle Zustand des Volkes usw. Unterschiede der Judenfrage der einzelnen Länder bedingen. Aber wichtig ist, daß die spezifischen Merkmale der Judenfrage, die prinzipielle Beziehung zwischen Juden und Nichtjuden, die ״Judaeophobic“ der Völker, überall die gleichen sind. Wir haben einen Fall Dreyfus, einen Prozeß Steiger, einen Fall Haas; wir haben in Amerika (nachzulesen bei Ludwig Lewisohn, ״Israel“) genau die gleiche seelische Beziehung, die gleiche innere Situation der Juden wie in Deutschland. Daß die Juden in Polen als ״nationale Minderheit“ auftreten und in Frank- JUED1SCH E RUNDSCHAU reich nicht, liegt an Zufällen und äußeren Begleiterschelnungen. Das Wesentliche ist überall gleich. Und wenn die Juden nichts mehr zu verbergen haben und wirklich als Juden auftreten werden, wird ein großer Teil des Judenhasses, gerade der abnormale, unerträglichste Teil, verschwinden. Die Proklamation der ״unbeirrten Pflege deutscher Gesinnung“ ist keine Bekämpfung des Judenhasses, sondern macht die Nielitjuden nur noch *mißtrau;::.11er. Ein anständiger Nichtjude kann es nicht begreifen, daß der Jude die spezifische Eigenart, die ihm, dem Nichtjuden, doch in die Augen springt und durch keine ״Wissenschaft“ wegzudisputicren ist, durch um so lautere Beteuerung seiner deutschen Voll«, ugehörlgkeit kompensieren will, Unzählige unverdächtige Zeugnisse beweisen das, und wem wirklich etwas an der Würde des Judentums gelegen ist, der darf diese Tatsache nicht ignorieren. Gewiß wäre auch nach unserer Meinung eine Verstiindigung zwischen Zionisten und Nichtzionisten in vielen prakfischen Fftigen möglich. Als einen Beweis, wie dies von zionistischer Seite erschwert wird, erwähnt Holländer eine Aeußerung von Felix Rosenblüth über Keren Hajessod, die angeblich die Auffassung des C.-V. über Keren Hajessod bes tätigt. Rosenblüth hat in seiner Ansprache an die Zionisten den Keren Hajessod als ״ein Mittel der zionistischen Selbsterziehung“ bezeichnet. Was beweist das? Der Keren Hajessod ist der Fonds für die jüdische Kolonisation Palästinas. Sollen nicht die Zionisten in erster Reihe dafür zahlen? Meint Holländer, daß nur Nichtzionisten zahlen sollen? Und ist nicht von allen Menschen, auch von Zionisten, schwer Geld zu bekommen? Rosenblüth hat die Zionisten ermahnt, in ihrer Verpflichtung gegen Erez Israel nicht zu erlahmen, und sagte, der Keren Hajessod, der von Zionisten nicht Worte, sondern Taten, Geld, fordert, ist ein ״Mittel zionisfischer Selbsterziehung“. Wenn ein Nichtzionist für Keren Hajessod zahlt, fürchtet Holländer, daß der sich dadurch der Gefahr —- ״zionistischer Selbsterziehung“ aussetzt? Wann haben wir verheimlicht, daß wir vor allem von Zionisten Geld für Keren Hajessod fordern? Wenn wir das nicht täten, dann würden uns die Nichtzionisten, an die wir herantreten, kurios anschauen. Das sollte doch endlich klär sein. Wer als Nichtzionist für Keren Hajessod zahlt, der tut es, weil er den Aufbau Palästinas für eine gute und jüdische Sache hält, — ohne dadurch seiner politischen Gesinnung zu präjudizierep. Auch das Wort Blumenfelds von der ״Banalisierung“ der jüdischen Problematik durch das assimilatorische Judentum wurde mißverstanden. Holländer gibt zurück, der Zionism u s banalisiere das Judentum, weil er die ״ewigen Güter“ des Judentums durch die ״zeitlichen Güter des Nationalismus“ ersetzt. Was war in Wahrheit gemeint? Die Problematik der Judenfrage hat etwas Beklemmendes, Erregendes, sie wirft überkommene Vorstellungen über den Haufen, sie stört die Ruhe, indem sie Lösung heischt. Diese Problematik hat das bürgerlich-liberale Judentum, daß vor allem um seine seelische Sicherheit besorgt war, zuerst dadurch abgewiesen, daß es sie leugnete. Als das schließlich nicht mehr ging, als man der Problematik nicht mehr auswelchen konnte, hat man sie dadurch bagatellisiert, daß man sie ins Alltägliche, ins Triviale hinabzog, Ihr den revolutionären' Stachel*?ahm. Dies‘■" i#g¥#elt« Stufe -1 ef:S‘Äwlt1F‘-:äemer ׳■®eiSAag der Inneren' Sicherheit. Auch '■wir Zionisten wissen genau, daß die ״ewigen Wahrheiten“ der ״letzten Dinge“ etwas Höheres sind als unsere täglichen nationalen und menschliehen Lebenssorgen. Aber wir glauben, daß nur diese letzteren Gegenstände politischen Tuns sein können. Die ״ewigen Wahrheiten“ des Judentums sind am allerwenigsten zum B4i! schwatzen da. Wir haben den Eindruck, daß bei vielen Leuten diese ewigen Wahrheiten nur darum so beliebt sind, weil sie die jüdische Frage in die Sphäre des Unkontrollierbaren versetzen. Daß wir nicht von diesen Dingen reden, nennt Holländer Banalisicrung! Hier zeigt sich die völlige Diskrepanz der Weltanschauung. Wir nämlich halten gerade umgekehrt das Im-Munde-Führen der ewigen Wahrheiten der Religion für eine — in manchen extremen Fällen sogar ans Blasphemische grenzende — Banalisicrung einer großen und hohen Sache. Uns ist die Judenfrage ein brennendes Erlebnis, das uns keine Ruhe läßt und unser Leben entscheidend beeinflußt; ihre Einreihung in die gewohnheitsdurchtränkten Geschehnisse des Alltages, wo sie nicht mehr ״stört“, empfinden wir als den Versuch, das Judentum nicht zur wahren Erkenntnis seiner Lage kommen zu lassen, um seine revolutionäre Erhebung aus innerer Knechtschaft zu vereiteln. Vielleicht können diese Bemerkungen dazu beitragen, die Begriffe zu klären, die den Ausgangspunkt zionistischer Betrachtung und auch des Blumenfeldschcn Referates bilden, und diese davor zu schützen, von einer Flut von Worten, wie Holländer sie macht, verwaschen zu werden. Aussehreituigei 11 Jerusalem? Die Berliner Abteilung der United Press of America erhielt von ihrer Londoner Zentralstelle eine telegraphische Mitteilung, daß am 9. September, dem ersten Rosch Haschanah- Tag, in Jerusalem blutige Ausschreitungen von Arabern gegen Juden stattgefunden haben, die sehr ernste Folgen hatten. Aus Anlaß des hohen jüdischen Feiertages —■ so lautet die Meldung — griffen Araber Juden an, wobei 3 Juden getötet und 4 verletzt wurden. Die Meldung der United Press wurde von der Berliner Abteilung der Polnischen Telegraphen-Agentur (P. A. T.) übernommen und nach Polen weitergegeben. Wir können hierzu mitteilen, daß die Meldung der United Press bisher von keiner anderen Seite eine Bestätigung erfahren hat. Keines der übrigen Telegraphen-Büros und keine der Zeitungskonzerne, die in Jerusalem eigene Berichterstatter unterhalten, wissen von irgendwelchen Unruhen in Jerusalem zu berichten. Auch seitens der Jerusalemer Abteilung der Ita sowie unseres eigenen Berichterstatters fehlt jede Meldung; ferner wissen die ״Times“ nichts zu berichten. — Es ist anzunehmen, daß die Meldung der United Press auf einem Mißverständnis beruht. Die Eiiwaodenmg Im Aignst Jerusalem, 7. Septbr. (J. T. A.) Im Verlauf des Monats August sind 910 Personen in Palästina cingewandert. L>ie Zahl der Immigranten im Juli betrug 1060, im Juni!500. Nahum So ko low ist vor wenigen Tagen, aus Palästina kommend, in Berlin eingetroffen. Er wird sich kurze Zeit in der Nähe von Berlin zur Erholung aufhalten. Nr; 72 Deutschland im Völkerbund Die von Walter Rathenau als einzig möglich erkannt.' und mit Konsequenz eingelcitete Versöhnungspolitik hat dr,-; Jahre nach seinem Tode dazu geführt, daß Deutschland ein stimmig als Völkerbundsmitglied aufgenommen wurde einen ständigen Sitz im Völkerbundsrat erlangt hat. Ohne im Völkerbund schon heute die ideale Verkörperung der v<!1 Wilson in seine» berühmten vierzehn Punkten proklamiert(״ Grundsätze von wahrer Gerechtigkeit und Gleichheit jm Leben der Völker zu erblicken, sind wir uns doch klar darüber, daß der Völkerbund eine unbedingt notwendige Voraussetzung für den bereits von den jüdischen Propheten ersehnten und versprochenen wahren Völkerfrieden ist. lm Völkerbund sollen die Grundsätze der Gerechtigkeit i״, Völkerleben reifen und Allgemeingut der gesamten‘Mensch, heit werden. Darum betrachten wir den Eintritt des Deutsehen Reiches, des Besiegten im Weltkriege, als gleichberechtigtes Mitglied in den Völkerbund als einer! große״ Fortschritt. Aut Grund unserer jüdischen Weltanschauung sind wir allezeit und überall die aufrichtigsten Bekenner des Friedens. Jüdische Voikswcisheit hat das Wort ״Friede״' zum Gruß gemacht. Stärker als alle anderen Völker der Erd״ haben wir Juden, die wir leider über alle Kontinente verstreut sind, unter den Wechselfällen der Kriege und Krisen zu leiden. Und auch darum sind wir entschiedene Anhängerund Vertreter des weltumfassenden Friedensgedankens, Abgesehen von diesen allgemeinen Auffassungen hat der Eintritt Deutschlands in den Völkerbund für die Juden der ganzen Welt eine Bedeutung darin, daß Deutschland durch seinen Eintritt einer der Garanten des Palästina-Mandates geworden ist. Es ist anzunehmen, daß Deutschland auch in de■׳ Mandatskommission vertreten sein wird, und daß der deutsche Repräsentant Gelegenheit haben wird, zu den Fragen der Palästina-Verwaltung Stellung zu nehmen. Gerade in unserem Blatte ist die Bedeutung der Mandatskommission des Völkerbundes für die Entwicklung der Verhältnisse des Palästina-Aufbaus mit nüchternen Augen befrachtet und in ihrem wirklichen Umfang abgeschäfzt worden. Es ist aber eine Ltbensnotwendigkeit der zionistischen Politik, daß die öffentliehe Meinung der ganzen Welt das Werk des Palästina- Aufbaus im Interesse des jüdischen Nationalheims mit Wohlwollen verfolge. Wir werden also in erhöhtem Maße als bisher bestrebt sein müssen, bei den maßgebenden Kreisen der deutschen Regierung Verständnis für unser Streben zu finden. Diese Aufgabe wird uns durch die bisherige Haitung des Auswärtigen Amtes in Berlin und durch die' hinsichtlich des Zionismus im Auswärtigen Amte herrschende Tradition erleichtert. Mehrmals hat die deutsche Regierung, zuletzt in dem bekannten Schreiben des Auswärtigen Amtes über den Keren Hajessod, das sich auf Rathenau berief, und während der Unterredungen anläßlich des vom Auswärtigen Amte zu Ehren Professor Weizmanns veranstalteten Frühstück dargetan, daß sie den, hohen ethischen Wert des Zionismus und seiner Bemühungen zu würdigen versteht. Das deutsche Auswärtige Amt hat in dieser Hinsicht das sichere Gefühl, daß die deutsche Politik sich bezüglich des jüdischen Nationalheims iß Palästina parallel «fit ■dir Haltungder fühlende« beweg* : Ä&cft" b'eV polltisdf' weitsichtigen Elementen des deutsehen Judentums ist für die Bestrebungen des Zionismus 'Verständnis vorhanden. Beweis hierfür ist ü. a. das Schreiben Georg Bernhards an die Keren Hajessod-Konferenz in Berlin vom März d. Js., in welchem er klar zum Ausdruck b'ringt, daß durch den Palästina-Aufbau die Ehre des ganzen jüdischen, Volkes engagiert ist und daß ein Scheitern des Aufbauwerkes für die jüdische Gesamtheit katastrophale Bedeutung haben müßte. Diese Stellungnahme deckt sich vollständig mit der Haltung der führenden jüdischen Persönlichkeiten in England, Frankreich, Italien und Nordamerika. Wir hegen darum die Hoffnung, daß ungeachtet der innerjüdisehen Streitigkeiten in Deutschland die verantwortlichen Faktoren der deutschen Judenheit in der Frage der Haltung der deutschen Vertreter im Völkerbund zum Palästina-Mandat jenen Grad hoher Verantwortlichkeit bekunden werden, die selbst von Gegnern des Zionismus in den andern Ländern beobachtet wird. m. w. 0r. Kistelianskys MIssiti in Palästina In einer der letzten Nummern widmet der ״Ob- Die N'aschim I | Geschrei z wichtiger endet, die Verhältnis? Server“ in einem Artikel über die Entwicklung Palästinas Nach die Histad gebigen M in einem d ha-Zaddik nenden Fa stehen. Ei war es, ein etwa 120 augenblickl verschiede! sfiker, bes und Ansiet Ohne hier folger Die in fast durch! Tiflis, irge aus Marol Jerusalem von etwa diesen Leu folgt — z Klempner, Schreiber, tatsächlich( Viertel ke! kaum ein! ״Handwer und verste gorie ״Ge Was c ״eben die an: 5 bis 1 unter Niel Woche, a überhaupt Der C zufolge — | Kranken,! erheblich heitszustan Kinder“ i! Kinder vei dritten odi neun Kind heitszustar läßt. Die bis drei. Sehr Statistik Ir Kinder vo Berufe de! sprechen 1 lohnt wir! Ohne von dene! Fazit aus | die dies S stellt, daß anderer S bedürfniss! und die Arbeit der Zionistischen Organisation dem neugeschallenen Posten des ״wirtschaftlichen Beraters“, im besonderen Herrn Dr. A. J. Kasteliansky, der diesen Posten übernommen hat, besondere Aufmerksamkeit. ״Der Vorschlag des Staatssekretärs für die Kolonien, der palästinensischen Regierung eine Anleihe von 41/2 Mill. zu gewähren, ist von größter Wichtigkeit für das ganze Land, insbesondere für die ständig wachsende jüdische Bevölkerung und ebenso für die Juden der ganzen Welt. Palästina ist im Aufblühen. Handel und Landwirtschaft entwickeln sich rapide, und seine Finanzen stehen schon auf einer gesunden Basis. Dieser befriedigende Zustand ist zum großen Teil der Zionistischen Organisation zu verdanken, die durch die zionistische Exekutive jährlich große Summen hauptsächlich in die landwirtschaftliche Ko- Ionisation gesteckt hat. Die Zionistische Organisation läßt in ihren Anstrengungen nicht nach, und ihr jüngster Schritt in dieser Richtung ist die Schaffung des Postens eines wirtschaftfichen Beraters für die ,Exekutive gewesen. Herr Dr. A. J. Kasteliansky, der diesen außerordentlich verantwortliehen Posten übernommen hat, ist diese Woche nach jeru- Salem abgereist. Dr.' Kasteliansky, ein Engländer, der im Kriege im Kriegsministcriuin tätig war, ist in den Kreisen des Londoner Finanz- und Transportwesens eine bekannte Persönlichkeit. Er ist eine wohlbekannte Autorität für Wirtschaftsfragen, über die er verschiedene Abhandlungen veröffentlich( hat, und für internationale Fragen, deren tiefe Kenntnis sein Buch ״Die nationalen Bewegungen in den modernen Staaten“ beweist. Sein Arbeitsgebiet ist umfassend. Er soll im allgemeinen über folgende Fragen berichten: a) Entwicklung und Förderung von Handel und Industrie in Palästina im zionistischen Interesse. b) Schaffung eines Bindegliedes zwischen Exekutive und den industriellen Unternehmungen des Landes, und c) Vorschläge zur Schaffung und Erleichterung von Be- Ziehungen der palästinensischen Handelswelt mit den Fabrik- und Industriekreisen Englands; , zuverlässige Informationen über bestehende oder mögliche Exportmärkte einerseits, sowie auf der anderen Seite Berichte an hiesige Kaufleute über die Aussichten fremden Kapitals in Palästina. weniger a Betrag, d bezahlt, d sei es g< und ander Bel einem ganze Fa! geradezu lieh leben und in vif blinden 0< beherberg! einzigen 1 winzigen י vom Schm teristikum Ihre Nahi Mahlzeit ן etwas Bro vielen Ta! geweichtes vielen mi Mangel a ״rund für mal für d dem die I wenn nid der nichts fragten di nämlich v vom Straf Art von Es ha unprodukt erhalten \ Intere! 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