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Jüdische Rundschau · 1926-08-31 · Heft 68 (31.8.1926) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXI (1926)
Issue
Heft 68 (31.8.1926)
Date
1926-08-31
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr 68 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 401 den großen Verpflichtungen, die Palästina uns auferlegt, nachmkommen. Im Anschluß an die Rede von Dr. Ilantkc gab der gcschäflsführende Leiter des Palästina-Grundfonds, Alfred Borgor, einige Ergänzungen zu dem gedruckt vorliegenden Tätigkeitsbericht. Alsdann wurde in dio Aussprache eingetreten,_ an der sich u. a. dio Herren Josef Ilirsc 11,‘Ilallierstadt, Dr. A u 0 r l> a c li/ilamhurg und der als Gast anwesende Delegierte des Hauptbüros, Dr. 018wanger, beteiligten. Von allen Rednern wurde dio unbedingte Notwendigkeit des Maasscrprinzips, dio Vertiefung und Verankerung der Keren llajessod-Arbcit in den Ortsgruppen, die Heranziehung jedes einzelnen Zionisten zur Maasscrlcislung gefordert. Ls wurde betont, daß dio vorliegenden Ergebnisse in Anbetracht der wirtschafllichen Krise als durchaus günstig zu bewerten seien, und daß der Keren Ilajessod seine Widerstandsfähigkeit sowohl in Zeilen schwerer wirtschaftlicher Notlage als auch schärfsten polilisehen Angriffen gegenüber glänzend bewährt habe. In einem sehr wirkungsvollen Schlußwort faßte der Vorsitzend« Kurt Blumenfeld dio Ergebnisse der Tagung zusammen. Er dankte für dio goto und hingebungsvolle Arbeit, die von dem Leiter des Palästina-Grundfonds und seinen Mitarbeitern geleistet worden ist, — eine schwierige, undankbare Arbeit, dio nichtsdestoweniger gute Erfolge gezeitigt hat. Die Zionistische Vereinigung für Deutschland werde ihre ganze Kraft in den Dienst der Keren llajessod-Arbcit unter den Zionisten stellen. Sie wird verlangen und erreichen, daß jeder Zionist seine Vorpflichtungen gegenüber dem Keren Ilajessod erfüllt. Diese Konferenz sei ein guter, ernsthafler und würdiger Auftakt zur kommenden Arbeit gewesen. Dio außerordentliche Beteiligung, dio gespannte Anteilnahme Leweisen, daß es den Zionisten Deulsclilangs mit ihrer Arbeit im Keren Ilajessod ernst ist. Diese Einstellung werde in der kommenden Periode ihre Früchte tragen. Oberste Verlraiens- und K. H.• Kommission In der ersten Sitzung des Landesvorstandes wurden die Oberste Vcrtraucnskommission und die Koren Hajessod-Kommission neugewählt. Zu Mitgliedern der Obersten Verlraucnskomnnssion wurden gewählt: Dr. Alfred Schwarz, Berlin; Dr. Egon Rosenberg, Berlin; Dr. Erich Moses, Berlin. Zu Mitgliedern der Keren Hajessod-Kommission wurden gewählt: I'ür die engere (Berliner) Kommission: Dr. Alfred Apfol, Dr. Marlin Ascher, Georg Baor, Dr. Walter Czapsky, Alfred Frank, Hugo Frankel, Dr. Nachum Goldman n , Max G o i t 0 i n , Siegfried Hirsch, Dr. Gabriel Knollor, Dr. Erich Moses, Dr. Werner Senator, Dr. Alfred Schwarz, Hermann Sternberg, Max Sternberg, Hugo Wolf er mann, Frau Dr. Zadik. Für die erweiterte Kommission: S. Adler, Elberfeld; Dr. Auerbach, Hamburg; Theodor Heilbronn er, Halle; Karl Heilbrunn, Halle; R.-A. Jacobsohn, Breslau; Frau Lewin, Allenslein; Dr. Pomcranz, Elberfeld; Jacob Reich, München; Georg Spiro, Auerbach; Dr. Justus Schloß, Frankfurt a. M.; H. Schloß- 1> e r g , Königsberg; 11. Weißkopf, Chemnitz; Dr. Wolfheim, Erfurt; sowie Vertreter folgender Ortsgruppen: Köln, Frankfurt a. 0., Hannover, Leipzig, Nürnberg, Oberschlesien, Saarbrücken, Wiesbaden. Keren Kafenelh-Tagung in Erfurt Anläßlich des 21. Delegiertentages <ler Z. V. f. D. fatjd in Erfurt am 22. August eine Sitzung der Vertrauensleute des Keren Kajemeth statt. Herr Max Wollsteiner (Vorsitzender der Keren Kajemeth-Kommission für Deutschland) eräffnete die Sitzung und verweist auf die Sammelergebnisse der letzten zwei Jahre, die für das Jahr 5685 mit etwa £ 22 00,') einen Rekord darstellen, während im laufenden Jahr ein großer Rückschlag eingetreten ist und mit einer Höchsteinnahme von £ 15 000 gerechnet werden kann. Der Redner weist eindringlich auf das bevorstehende Jubiläum des 25 jährigen Bestehens des K. K. hin und gibt der Erwartung Ausdruck, daß die in Verbindung mit dem Jubiläum geplante große Jubiläums-Aktion des K. K. im kommenden Jahr zu einem bedeutenden Aufschwung der Einnahmen in Deutschland führen wird. Dr. Albert Batr erstattet hierauf sein Referat über ״Die Palästinaarbeit des K. K.“. In der letzten Kundgebung der Exekutive und des Aktions-Comitds, in der für das nächste Jahr eine Summe von 2 Millionen £ für den Palästinaaufbau gefordert wird, stellt als erster Posten der Betrag von £ 500 000 für Bodenkauf. Diese Forderung steht heute noch mit der Wirklichkeit in starkem Widerspruch, denn, wie der Redner an e: Reihe ziffernmäßiger Beispiele darlegt, beträgt der tatsächlich für Neuerwerbungen von Boden zur Verfügung stehende Betrag unter Zugrundelegung der Einnahmen der beiden letzten Jahre kaum ein Fünftel oder Sechstel dieser Summe. Die Verpflichtungen des K. K. L. für bereits erworbene und teilweise noch nicht abgeschlossene Bodenkäufe betragen für die nächsten Jahre allein £ 540 000. Zur Erfüllung dieser Verpflichtungen und zur Erwerbung neuer Böden wird man also auf dem Spendenwege allein wahrscheinlich kaum die notwendigen Mittel aufzubringen imstande sein und man wird nach neuen Wegen suchen müssen, wie z. B. eine K. K. L. - A n 1 e i h e. Während z. B. im vorigen Jahre noch rund 7t 000 Dunain Boden vom K. K. L. erworben wurden, betragen die Bodenervverbungen des letzten Jahres nur 12 500 Dunam. Dabei wachsen die Anforderungen, die von allen Seiten des Jischuw dauernd an das K. K. L.-Direktorium wegen Erwerbung neuer Böden gestellt werden. Aehnlich verhält es sich mit den Ameliorationen, für die £ 15 00) in diesem Jahr ausgegeben wurden, während zur Vorbereitung der Böden für die Ansicdlung mindestens £ 80000 notwendig waren. Auch in der so wichfigen Frage der Schchunath Owdim ist es nur bei sehr kleinen Versuchen geblieben. Der große Oedanke von Oeulath Haarez konnte also nur zu einem ganz geringen Teil durchgeführt werden und doch hingt seine Durchführung nur von uns und unserem Willen ab. Wir brauchen nur einfache Parole wirklich durchzuführen und diese lautet: 5 Pf. täglich in die Büchse. Dr. Hantke: Der K. K. L. wird demnächst 25 Jahre alt und er ist die älteste und populärste Institution, die wir Zionisten besitzen. Wir sollen uns aber an Zahlen nicht berauschen und müssen uns klar darüber sein, daß wir trotz jahrzehntelanger Arbeit erst 5 °/0 des bebauten Bodens in Palästina besitzen. Wenn wir in diesem Tempo weitergehen, so werden wir uns der Möglichkeiten zur Schaffung eines esunden und starken jüdischen Bauernstandes begeben. Wir aben jetzt zwei Fonds für Palästina, den K. K. L. und Keren Hajessod. Manche sind unzufrieden, daß wir zwei Fonds haben, aber wir dürfen nicht vergessen, daß die beiden Fonds ganz verschiedene Aufgaben zu erfüllen haben. Der K. K. L. wird die Früchte seiner Arbeit erst in der Zukunft zeigen können. Deswegen müssen wir sehr geduldig sein. Wir sammeln Geld, für das Boden gekauft wird, dieser Boden muß amelioriert werden, dann entsteht darauf ein Dorf, und erst viele Jahre später kann sich ein solches Dorf erhalten. Deswegen ist es eine ganz richtige Festsetzung, daß der K. K. L. nicht auf Steuern, sondern auf Spenden aufgebaut ist. An jedem Tag, bei jeder Gelegenheit, immer wieder müssen wir zu den Juden kommen und sie zum Spenden veranlassen. Diese 25 Jahre waren eine Vorbereitung, die wahre Arbeit beginnt erst jetzt. Wenn alle Zionisten die Bedeutung des K. K. L. bereits erkannt hätten, dann wären atfth die von uns verlangten 500 000 £ aufgebracht worden. Dazu gehören Tausende und Tausende von Sammlern und besonders die zionistische Jugend muß es als ihre Pflicht ansehen, für den K. K. L. zu arbeiten. Das Jubiläum des K. K. L. fällt zusammen mit dem Ablauf einer fast ebenso langen Tätigkeit unseres lieben Freundes Max Wollsteiner für den K. K. L. Wir müssen Mensehen wie Max Wollsteiner dafür danken, daß sic zu einer Zeit, wo die Tätigkeit des K, K. L. angefangen hat und noch sehr klein und bescheiden war, sie mit ihrem Namen gedeckt haben. Ich möchte daher den Vorschlag der Nationalfondskommission hier Vorbringen, Herrn Max Wollsteiner zum Ehrenvorsitzenden der Nationalfondskommission für Deutschland zu wählen. (Stürmischer Beifall). Herr Wollsteiner dankt für die Ehre, die man ihm mit dieser Wahl erwiesen hat und versichert, daß er auch weiterhin seine Pflicht tun wird. Dr. Walter Erhard erstattet ein Referat über d i e Arbeit des K. K. L. in Deutschland, sowie das Programm für das nächste Jahr, ln einer Reihe von Bezirkskonferenzen, die für den kommenden Herbst und Winter geplant sind, soll die Arbeit für den K. K. L. ausfülirlicher besprochen werden. Er erwähnt die Hauptnrsachen für den Rückgang der Einnahmen im laufenden Jahr, die in der allgemeinen Wirtschaftskrise, der antizionistischen Stirnmung und Propaganda und im Rückgang der Jugendb weg' ng liegen. Trotzdem ist er in bezug auf die Zukunft nicht pessimistisch und glaubt, daß man nicht mir die Schwierigkeiten überwinden, sondern auch schon in nächster Zeit zu einer Erhöhung der Einnahmen gelangen kann. Die letzten Monate haben bereits eine, gewisse Konsolidierung gebracht. Wir müssen vor allem neue Mitarbeiter gewinnen und dafür gibt es noch neue, unerschöpfte Möglichkeiten. So z. B. haben die Mitglieder der Makkabi-Vereine in letzter Zeit in immer stärkerem Maße sich für die K. K. L.-Arbeit zur Verffigung gestellt, und der gestern in Leipzig stattgefundene Turntag des Deutschen Kreises des Makkabi-Weltverbandes hat durch eine Resolution alle seine Mitglieder zur Mitarbeit für den K. K. L. verpflichtet. Ein weiterer großer Kreis der Jugend erschließt sich uns ln der Kadimah, die eine Anzahl von Jugend verbänden in sich vereint. Redner erwähnt die erfolgreichen Versuche, die in Berlin durch Heranziehung der zionistischen Frauen gemacht wurden. Diesem Beispiele müssen auch alle anderen, besonders größere Orte der Provinz folgen. Max Wollsteiner verliest hierauf die Liste der durch den Delegiertentag neuzuwählenden Nationalfondsknmmission für Deutschland und schließt mit Dankesworten an die erschienenen Vertrauensleute, Delegierte und Gäste die Tagung. * In die N a t i on a 1 f o nd s k o m m 1 s s io n für Deutschland wurden gewählt: 1. Max Wollsteiner, 2. Dr. Alfred Schwarz, 3. Dr. Albert Baer, 4. Willv Preiss, 5. Siegfried Weitzmann, 6. Max Kober, 7. Dr. Walter Erhard, 8. Dr. Hermann Leiewer, 9. Ernst Mandelbaum, 10. der Vorsitzende der Z. V. f. D., 11. ein Mitglied der Kadimah, 12. ein Mitglied des LI. W. B., 13.^ Ein Mitglied des Makkabi, 14. ein Mitglied des K. J. V., 15. ein Mitglied de? Bundes zionistischer Frauen, 16. ein Mitglied der Misrachi-Jugend. Aenderang des Statuts der l. V. f. D. Nachstehend veröffentlichen wir die vom XXI. Delegiertentag in Erfurt beschlossene Aenderung des Statuts der Z. V. f. D. Die betreffenden Paragraphen des Statuts der Z. V. f. D. lauten nunmehr wie folgt: § 2• Die ״Zionistische Vereinigung für Deutschland“ ist die Vereinigung der im Gebiete des Deutschen Reiches wohnhaften Zionisten. Die Zugehörigkeit zur Z. V. f. D. setzt das Bekenntnis zum zionistischen Programm voraus. Sie wird vermittelt durch den Behritt zu einer Ortsgruppe oder einem Gruppenverband der Der Beitritt zur Z. V. f. D. durch Anschluß an einen Gruppenverband ist nur in solchen Orten möglich, in denen keine Ortsgruppe besteht. § 4. Organe der ״Zionistischen Vereinigung für Deutschland“ sind der Delegiertentag, der Landesvorstand, das Zentralkomitee, der Finanzausschuß, die Revisoren, das Ehrengericht und der Ehrengerichtsanwalt. § 6. Der Delegiertentag der ״Zionistischen Vereinigung für Deutschland“ tritt an einem vom Landesvorstand zu bestimmenden, der Regel nach in Deutschland gelegenen Orte mindestens einmal in zwei Jahren zusammen, Die Einberufung erfolgt durch den Landesvorstand. § 7. (Aufgaben des Delegiertentages.) e) Wahl des Finanzausschusses, der Revisoren, des Ehrengerichts und des Ehrengerichtsanwalts. 58■ Absatz 1: Jedes Mitglied der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, das für das laufende Jahr den Schekel und den Landesbeitrag (vgl. § 30) entrichtet hat, hat mit Vollendung des 18. Lebensjahres das aktive, mit Vollendung des 20. Lebensjahres das passive Wahlrecht zum Delegiertentag. § 9. Jede Ortsgruppe von mindestens 25 Mitgliedern wählt «men Delegierten, Ortsgruppen von mehr als 75 Mitglieder wählen zwei Delegierte und für jedes weitere Hundert Mit¬ Gottes dienst der Berliner X,l oralst .!Vereinigung und des Mlnrachl zu den Hohen Feiertagen in den Sitzungssälen der Z, V, f. D., Meinekestr. 10. Karten zun Preise von Hlr. 15.— und 10.— (ftlr Jugendl. Mk. 5,—) erhältlich: im Büro der B, Z- V., Meinekestr. 10, Bismarek 7165—70 und im Misraclü, Monbijonplat* 1, Norden 1159. glieder einen weiteren Delegierten, wobei überschießende 50 Mitglieder einem vollen Hundert gleichgerechnet werden. Mitglieder von Gruppen, die nach parteimäßigen, berufliehen oder irgendwelchen anderen Gesichtspunkten zusammengeschlossen sind, üben ihr Wahlrecht als Einzelmitgiieder innerhalb der Ortsgruppe aus. In Ortsgruppen von mehr als 300 Mitglieder finden Verhältniswahlen nach einer vom Landesvorstand zu erlassenden Wahlordnung statt. Der Landesvorstand kann auf Antrag die Bildung von besonderen Wahlbezirken anordnen. Auf Antrag der Landescentrale eines Sonderverbandes ist den Angehörigen dieses Sonderverbandes zu gestatten, innerhalb eines Bezirkes einen eigenen Wahlkörper zu bilden. Das Recht der Ortsgruppen zur Entsendung von Delegierten zum Delegiertentag hängt von der Erfüllung ihrer finanziellen Verpflichtungen gegenüber der Z. V. f. D. (vgl. § 30) ab. •י>1 § Die Mitglieder des Landesvorstandes, der Vorsitzende des Finanzausschusses, der Vorsitzende des Ehrengerichts und der Ehrengerichtsanwalt haben als solche auf dem Delegiertentag Sitz, aber kein Stimmrecht. Sie sind jedoch in das Präsidium und in die Kommissionen des Detegiertentag? wählbar und haben innerhalb dieser Körperschaften Stimmrecht. I 12. Die Leitung der Z. V. f. D. obliegt dem Landesvorstand. Der Landesvorstand besteht aus: 1. dem Vorsitzenden der Z, V. f. D.; 2. dem ״Geschäftsführenden Ausschuß“, dessen Mitglieder in Berlin wohnen; 3. den übrigen Mitgliedern des Landesvorstandes. Der Vorsitzende der Nationalfonds-Kommission für Deutschland hat im Landesvorstand Sitz und Stimme. Der Landesvorstand tritt mindestens einmal in drei Monaten zusammen. i 13- Absatz 2: Das Zentralcomitd ist auf Antrag von mindestens einem Drittel seiner Mitglieder oder auf Beschluß des Landes* Vorstandes einzuberufen, ln Jahren, in denen kein Delegiertentag stattfindet, tritt das Zentralcomit6 mindestens einmal zusammen. § 19• Der Finanzausschuß steht dem Landesvorstand als Beirat in finanziellen Angelegenheiten zur Seite. Er hat die ordnungsmäßige und wirtschaftliche Führung der Geschäfte der Z. V. f. D. in regelmäßigen Abständen eingehend zu prüfen und dem Landesvorstand Bericht zu erstatten. Er ist vor Beschlüssen des Landesvorstandes von erheblicher finanzieller Tragweite zu hören. § 18. Zwecks Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Buch- und Kassenführung der Z, V. f. D. wählt der Delegiertentag zwei Revisoren und zwei Stellvertreter, die dem Delegiertentag bzw. dem Zentralcomite einen schriftlichen Bericht vorzulegen haben. Die Revisoren und ihre Stellvertreter dürfen nicht Mitglieder des Landesvorstandes sein. § 20. Das Ehrengericht besteht aus einem Vorsitzenden, einem stellvertretenden Vorsitzenden und drei Beisitzern. < Der Landesvorsiand Ist berechtigt, Ersatzwahlen k das Ehrengericht vorzunehmen. § 30. Die Zionistensteuer ist von jedem Zionisten entsprechend seinem Vermögen und Einkommen zu zahlen. Der Mindestbeitrag (Landesbeitrag) beträgt jährlich 1 Mk. Für die alljährliche Abführung des Schekels und des Mindestbeitrages der Zionistensteuer (Landesbeitrag) für samtliehe Mitglieder an die'Z. V. f. D. sind die Gruppen verantwörtlich. Bei der Berechnung der Mandate zum Delegiertentag (vgl. § 9) werden einer Gruppe nur so viele Mitglieder angerechnet, als Schekel und Landesbeiträge von ihr an die Z. V. f. D. abgeführt wurden, wobei — bei zweijährigem Intervall ־— die Durchschnittsziffer zugrunde gelegt wird. Die Gruppen haben die Beiträge für sämtliche Beitragleistenden gesondert an die Z. V. f. D. aufzugeben. Besprechung zwischen Plamer «14 Ben Zw! Jerusalem, 26. August. (J.T.A.) Lord Plumer hat den Arbeiterführer Ben Zwi zu sich gebeten, um mit ihm schwebende Fragen der Arbeit und der Arbeitsgesetzgebung zu besprechen und die Meinung der palästlnensischen Arbeiterschaft zu hören. Diese Besprechung steht im Zusammenhang mit einer der von der Ständigen Mandatsk o m ni i s s i o n des Völkerbundes gemachten Feststellung, in welcher die Notwendigkeit einer Arbeitsgesetzgebung in Palästina betont wurde. Ferner hat das Ständige Komitee für Arbeitsgesetzgebung in seinem Bericht an die Palästina-Regierung die Durchführung eines Entschädigungsgesetzes bei Arbeiterunfällen und eines Gesetzes betreffend eine amtliche Kontrolle industrieller Betriebe sowie Vorschriften betreffend die Beschäftigung von Kindern unter 16 Jahren, das Verbot der Beschäftigung von Frauen und Kindern in gewissen Industriezweigen und das Verbot der Nachtarbeit in allen Industrien angeregt. Lord Plumer teilte Herrn Ben Zwi seinen Entschluß mit, eine Zusammenkunft von Vertretern der Regierung mit Vertretern der palästinensischen Arbeiterorganisat i o n (Histadruth) und der Zionistischen Exekutive zu arrangieren. Die Konferenz wird über die Lage auf dem! Arbeitsmarkt, die Arbeitslosigkeit usw. beraten und der Regierung Vorschläge zur _ Bekämpfung der jetzt herrschenden empfindlichen Arbeitslosigkeit unterbreiten. Mit Bezug auf die Frage der Arbeitsgesetzgebung in Palästina teilte Lord Plumer Herrn Ben Zwi mit, daß das im Oktober v. Js. von der Regierung eingesetzte Ständige Komitee zur Ausarbeitung von Arbeitsgesetzen die Arbeitsbedingungen in Palästina untersucht und mit der Ausarbeitung einer Arbeits• gesetzgebung entsprechend dem Bedürfnis des Landes beschäf- | tigt ist.! Stern and Jnnvenels Nachtelger; Jerusalem, 25. August. (J.T. A.) Wie die Pal. Tel.־ I Agentur erfährt, ist Major Campbell zum Gouverneur des palästinensischen Süddistrikts (Jerusalem-Jaffa) an Stelle von Sir Ronald S t o r r s ernannt worden. Die offizielle Mitteilung hierüber wird in den nächsten Tagen erscheinen Paris , 27. August. (J. T. A.) Als Nachfolger de J o 11 - v e n c 1 s im Oberkommissariat von Syrien ist heute abend der Direktor der Afrika- und Orientabteilung des Quai d’Orsay P o n s o t ernannt worden. Ponsot gehörte der französischen Unterhändlerkominisslon auf der Friedenskonferenz von 1 Udschda an.

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