Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXI (1926)
- Issue
- Heft 65 (20.8.1926)
- Date
- 1926-08-20
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 408 JUEDiSCHE RUNDSCHAU Nr. 0S Wir haben in diesen Jahren uns bemüht, mit voller Offenheit alle in Palästina entstehenden Schwierigkeiten darzulegen, und wir können feststellen, daß in den Publikationen unserer Gegner, soweit sachliche Behauptungen aufgestellt werden, nur Tatsachen angeführt werden, die durch unsere Presse und durch unsere mündliche Propaganda der Ocffenthdikeit zugänglich gemacht wurden, ln der allgemeinen Propaganda hat nach unseren Erfahrungen die Wirtschaftskrise in Palästina die Fortschritte weit weniger erschwert als in der Jugendarbeit. Bei unseren Jugendverbänden, aus denen zahlreiche Chalti/im hervorgegangen sind, sind die allgemeinen und persönlichen Erfahrungen der letzten Jahre nicht ohne schädigenden Einfluß geblieben. Der Mangel an zionistischer Durchbildung und Erziehung, den wir schon in früheren Jahren feststellen mußten, der Verzicht aut eine 1m geistigen Kampfe erworbene zionistische Anschauung sind in dieser Zeit als deutliche Mängel unserer Erzienungsarbeit offenbar geworden. Von der Wirtschaftskrise in Deutschland wurde in erster Linie die Arbeit unserer Fonds berührt. An den Maßstäben gemessen, die man in Deutschland in diesen Jahren an die Ergebnisse jüdischer Sammlungen anzulcgen pflegte, ist das Ergebnis dennoch relativ hoch. Die Eingänge für die Zionistensteuer blieben bemerkenswerterweise auf der gleichen Höhe. Dieses Ergebnis ist auf die Arbeit unserer Abteilung für die Zionistensteuer und aut das Verständnis unserer Gesinnungsgenossen für die Wichtigkeit der Organisauon zurückzuführen. Da wir aber die propagandistische Tätigkeit der Z. V. f. D. zu steigern bemüht waren, waren wir zu erhöhten Aufwendungen gezwungen. (Der Delegiertenfag wird sich also vor die Frage gestellt sehen, welches Ausmaß die zionistische Arbeit in der Zukunft in Deutschland erhalten soll.) Die Gegner des Zionismus verstärkten in der Bcrichtsperiode ihre Angriffe. Der in erster Linie vom Central- Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens geführte Kampf richtete sich nicht nur gegen die zionistische Idee, sondern vor allem gegen die Teilnahme von Nichtzionisten am Keren Hajessod. Das Referat des Vorsitzenden über die zionistische Arbeit in Deutschland wird zu dieser Frage eingehend Stellung nehmen. Eine ständige Aufgabe war die Aufrechterhaltung enger Be- Ziehungen zwischen uns und den deutschen Qesinnungsgenossen in Palästina. In den letzten Jahren ist eine Anzahl gereifter Menschen aus Deutschland nach Palästina übersiedeft. Für sie wie für unsere jugendlichen Gesinnung«- genossen in Palästina ist es wichtig, weiter an den Problemen, die den deutschen Zionismus bewegen, teilnehmen zu können; ebenso wichtig aber ist es für uns, in enger Fühlung mit den Zionisten aus Deutschland zu bleiben, deren geistige und wirtschaftliche Einordnung in das palästinensische Judentum und deren Verwurzelung in palästinensischem Boden nicht nur eine persönliche Aufgabe ist, sondern zugleich ein Beispiel von entscheidender Bedeutung für den deutsehen Zionismus. Ein besonderer Verlust war daher — auch unter diesem Gesichtspunkt — die kürzlich erfolgte Liquidierung der Blau-Weiß-Werkstätten, die wir trotz aller Anstrengungen nicht zu verhindern vermochten. Für die Beurteilung dieses Mißerfolgs muß aber in Betracht gezogen werden, daß wir für den Versuch, junge Menschen aus westjüdischem Milieu in die in vieler Hinsicht anderen Verhältnisse Palästinas zu veroflanzen, noch keine ausreichende Erfahrung haben und daß zahlreiche andere Fälle auch rein erfahrungsgemäß uns das Recht geben, auch in Zukunft die Forderung zu _ erheben, daß junge Zionisten als Pioniere nach Palästina gehen. Wir sind aber nach diesen Jahren, Pflanzung unserer Moniere und ihrer Einordnung in Palästina gesammelt haben, imstande, auf die Auswahl der Menschen in anderer Form als bisher einzuwirken. Unsere Aufgabe wird es vor allem sein, ganz qualifizierte, speziaiistisch ausgebildete Pioniere mit unseren Mitteln hier vorzubereiten, um ihnen in Palästina zu einer produktiven Tätigkeit zu verhelfen. . , Ferner hatten wir es für wichtig, Pläne zu fordern, die eine Uebersiedtung deutscher Juden nach Palästina in wirtschaftlich einwandfreier Form erleichtern und eine neue dauernde Verbindung zwischen Erez-Israel und dem deutschen Zionismus schaffen können. Das Projekt von Dr. Brünn ist von uns unterstützt worden, und wir würden es begrüßen, wenn wohlhabendere Gesinnungsgenossen sieh mit einem Teile ihres Vermögens an ihm beteiligten. Infolge des Delegiertentages ent- *feilt die Dienstag - Nummer der ״Jüdischen Rundschau“. Die nächste Nummer erscheint am Freitag, den 27. August. hielt, Empfang beim Reichspräsidenten, beim Reichskanzler und Auswärtigem Amt, eine interne zionistische Veranstaltung in unserem Büro, zwei Versammlungen der K. H.-Zeichner in Berliner Hotels, eine große Jugend Versammlung und ein Presse-ree. Auf der Rückreise nach London besuchte Dr. Weizniann-Köln. — Dr. Weizmann war dann noch zweimal Im Laufe der Berichtsperiode in Deutschland und hat auch bei diesen Besuchen vor allem der Arbeit für den Keren Hajessod große_ Dienste geleistet. — Die Eröffnung der Hebräischen Universität in Jerusalem wurde durch Veranstaltung von Universitätsfeiern an allen größeren Orten gewürdigt. Besonders eindrucksvoll waren die Feiern in Berlin und Leipzig. In Berlin sprach Dr. .Martin. Bub er über ״Das messianische Mysterium, Jesaja, Kapitel 53“. Die aus Anlaß der Universitätseröffnung erschienene Sondernummer der ״Jüdischen Rundschau“ fand allgemeines Interesse. Dem Appell der zionistischen Exekutive, eine besonders intensive Propagandaaktion im Monat Ijar durchzuführen, haben wir bereitwilligst Folge geleistet. Alle Kräfte wurden konzentriert, um an allen für uns erreichbaren Plätzen werbend vor das jüdische Publikum zu treten. — Wir können hier mit besonderer Freude konstatieren, daß sich uns insbesondere für die Ijar-Aktion Gesinnungsgenossen in außerordentlich großer Zahl zur Verfügung stellten. Wir haben während der Ijar-Aktion 212 Veranstaltungen an 119 Orten arrangiert und hierbei die Unterstützung von 67 Propagandisten gefunden. Der Boykott, den der Central-Verein vielfach über unsere Ijar-Veranstaltungen zu verhängen versuchte, blieb in den meisten Fällen wirkungslos. — Man hat in der Berichtszeit gelegentlich über den Inhalt unserer Propaganda und über den Wert unserer Propagandamethoden diskutiert. Während der Fjar-Aktion ist den Vertretern aller Anschauungen die Möglichkeit zur praktischen Erprobung ihrer Ansichten gegeben worden. Der Beweis dafür, daß die Anschauungen die den Propaganda-Methoden des Präsidiums zugrunde lagen, falsch waren, ist u. E. nicht erbracht worden. Wir unterschätzen den Wert volkstümlicher Vorträge in großen öftentliehen Versammlungen keineswegs; wir sind aber nach wie vor der Ansicht, daß diejenigen Menschen, deren Gewinnung für die Zukunft der Organisation von Bedeutung ist, nicht in Volksversammlungen und der ihnen eigentümlichen Atmo- Sphäre gewonnen werden können. Für sie wie für uns selbst Ist die immer wieder erneute Erkenntnis und Anatvse der allgemeinen Situation und der jüdischen Welt in Deutschland von entscheidender Bedeutung. ... ^er Vorbereitung einer sorgfältigen Untersuchung des jüdischen Lebens dienten daher Vorträge von Blumenfeld über ״Die jüdische Gesellschaft“, ״Skepsis und Pathos“, ״Der Kampf um den Zionismus“, ״Die Judentrage in Westeuropa und Amerika“. (Auf den Vortrag von Privatdozent Dr. Walter Sulzbach, Frankfurt a. M., ״Das Wesen des Nationalismus und das jüdische Volk“, der ia Berlin im Herrenhaus stattfand, sei in diesem Zusammenhang hingewiesen.) Während der Ijar-Aktion brachten wir zur Verstärkung der zionistischen Propaganda eine Broschüre ״Im Kampf um den Zionismus“ heraus, die in einer Massenauflage verbreitet Die deutsche Oeffentlichkeit hat sich in der Berichtsperiode mit dem Zionismus sehr lebhaft beschäftigt. In der allgemeinen Presse fanden die Fragen der zionistisehen Bewegung und des Palästinaaufbaus steigende Beachtung. Ueber hundert bedeutendere Zeitungen berichten mehr oder minder regelmäßig über den Stand des jüdischen Kolonisationswerkes, Bilder aus Palästina wurden sehr häufig in allen wichtigeren illustrierten Zeitschriften gebracht. Die führenden Berliner Blätter haben dauernde oder gelegentliche Korrespondenten in Jerusalem. Sicherlieh ist dieses erhöhte Interesse mit zurückzuführen auf Berichte, die prominente deutsche und jüdische Persönlichkeiten über ihre Eindrücke in Palästina in Presse und Vortragssaal erstattet haben. Die Namen der Herren Dr. Felix P i n n e r, Freiherr Dr. von S c 11 o e n a i c h, Geheimrat Prof. Dr. Eduard Meyer, Theodor Däubler und Fechenbach seien besonders erwähnt. — Während die meisten Zeitungen um eine objektive Darstellung unserer Bestrebungen und ihrer Ergebnisse bemüht waren, hat in den letzten Monaten die ״Frankfurter Zeitung“ eine aggressiv feindselige Haltung eingenommen. Auch in einzelnen rechtsstehenden Organen, auf die der ״Verband nationaldeutscher Juden“ einen gewissen Einfluß besitzt, sowie in den extrem antisemitischen und in kommunistischen Zeitungen waren gegnerische . Tendenzen fühlbar. Die Haltung der katholischen Presse ist dagegen deutlich freundlicher geworden. Eine regelmäßig erscheinende ״Presseschau“ hat die Gesinnungsgenossen über die Haltung der Presse informiert. — Das Politische Sekretariat war bis Februar 1925 mit Herrn Dr. Foerder besetzt. Im Januar 1926 übernahm Herr Karl Glaser das Ressort, aas zugleich das Pressedezernat der Z. V. f. D. umfaßte. Die Tätigkeit des Politischen Sekretariats auf Gebieten, die mit "seiner Funktion als Pressestelle nicht Zusammenhängen, wird an anderer Stelle ausführlich dargelegt werden. Wir waren dauernd um eine Verstärkung der zionistischen Propagandaarbeit bemüht, die in den letzten Jahren auch in Deutschland durch die Arbeit für die Palästinatonds etwas in den Hintergrund gedrängt war. Vom XX. Delegicrtentag ging eine starke propagandistische Wirkung aus. An den Besuch Dr. Weizmanns, der am Delegiertentag teilnahm und sich dann für die Arbeit in Deutschland zur Verfügung stellte, knüpften Aktionen auf allen Gebieten zionistischer Tätigkeit an. Anläßlich seiner Anwesenheit in Berlin fanden eine Reihe von Voranstaftungen statt die einen starken und nachhaltigen Eindruck machten: Begrüßungsabend der Logen U. O. B. B., auf dem der Großpräsident Dr. Baeck die Hauptansprache ... Rundschau“ in großer Auflage herausgegeben. Es war erfreulich, daß an der Ijar-Aktion alle deutschen Zionisten und alle Gruppen des deutschen Zionismus Anteil nahmen; wir erfüllen gern die Pflicht, den zahlreichen Ges'mnungsgenossen zu danken, die sich in den Dienst unserer Propaganda gestellt haben. Die Organisierung der Ijar-Aktion wie unserer Propagandaarbeit überhaupt lag in den Händen der Leiterin unseres Bureaus, Frl. Betty Frankenstein. Das Bestreben war, zu erreichen, daß an jedem von unserer Bewegung bisher erfaßten Ort in jeder Vortragssaison mindestens eine öffentliche Werbeveranstaltung stattfand und daß an bisher nicht eroberten Plätzen die Gründung von Arbeitsgemeinschaften und Ortsgruppen versucht wurde. Neben unseren beamteten Propagandisteii standen uns erfreulicherweise auch für die Propagandaarbeit während der ganzen Berichtsperiode zahlreiche andere Gesinnungsgenossen zur Verfügung. Wir konnten also alle Wünsche nach Rednern befriedigen, doch wurde unsere Aufgabe dadurch erschwert, daß vielfach ganz bestimmte Propagandisten verlangt wurden und daß man die von uns immer wieder betonte Notwendigkeit, jüngere Kräfte zur Mitarbeit heranzuziehen, nicht anerkannte. Die Vorträge vieler deutscher Zionisten, die Palästina als Touristen besucht hätten, bildeten eine wertvolle Unterstützung der allgemeinen zionistischen Propaganda. Durch die Reiseberichte, die viele Touristen in zionistischen Ortsgruppen und vor allem auch in U. O. B. B.-Logen gegeben haben, wurde das Interesse für unsere Bewegung gefördert. Die von unseren Beamten unternommenen Reisen galten neben der allgemeinen Propaganda der zionistischen Informierung unserer Mitarbeiter. An dieser Aufgabe beteiligten sich neben dem Vorsitzenden der Z. V. f. D. vor allem die Herren Arnold Zweig, Gomelski, Werner Bloch, Waldmann, Berger, Glaser und Kanowitz sowie unsere Bezirkssekretäre, von denen Herr Herzberg auch außerhalb seines Bezirks tätig war. Itn allgemeinen haben si.11 unsere Propagandisten nicht damit begnügt, Vorträge zu halten; sie versuchten möglichst während eines an ihren Vortrag anschließenden längeren Aufenthaltes einzelne jüdische Persönlichkeiten, deren Gewinnung ihnen für den Fortschritt unserer Arbeit wichtig erschien, über unsere Bewegung eingehend zu informieren. Es wurden daher in den meisten Fällen im Anschluß an die öffentliche Veranstaltung Zusammenkünfte im kleineren Kreise arrangiert, die der geistigen Auseinandersetzung mit Nichtzionisten dienten. Mit der Gewinnung und der zionistischen A u s b i 1 - düng der Jugend war das Jugendsekretariat betraut. Die Stelle wurde im Oktober 1925 im Einvernehmen mit den jugendverbänden aufgelöst, der Kontakt mit den Jugendverbänden wurde aber ständig aufrechterhalten. Der bisherige Jugendsekretär, Herr Dr. Werner Bloch, hat weiterhin auf seinen Reisen der zionistischen Jugend- Propaganda ganz besondere Aufmerksamkeit geschenkt und jede Gelegenheit benutzt, in öffentlichen Jugend- Versammlungen und in Einzelbesprechungen junge Menschen für unsere Sache und für die zionistischen Jugendverbände zu gewinnen. Es hat sich gezeigt, daß die Arbeit in den Jugend- Versammlungen dadurch stark erschwert wird, daß wichtige Kreise der nichtzionistischen Jugend zu derartigen Veranstaltungen nicht mehr erscheinen. Um so wertvoller waren viele gelungene Zirkelveranstaltungen mit führenden Mitgliedern mchtziomstischer Verbände und mit Unorganisierten. Diese Arbeit muß in diesem Winter intensiv fortgeführt werden. Ueber die zionistische Jugendbewegung in Deutschland wird beim Delegicrtentag in einem Sonderreferat berichtet werde״. Hier seien daher nur wenige Worte über die Laec unserer Jugendverbinde eingefügt: 8 Das K a r t e 11 J ii d i s c h e r V e rb i n d u n g e 11 (K. J. V 1 umjaß‘ heute 800 ,alte Herren (davon 100 in Palästina und 425 aktive Mitglieder. In der Berichtszcit sind I >0 neue Aktivmeldungen zu verzeichnen. Zweifellos ist im Verlauf des letzten Jahres 1m K. J. V. eine Aufwärtsbewegum׳ zu verzeichnen. Das Berufsressort des IC J. V. bemüht sich’ diejenigen Berufe, die eine Palästina-Uebersiedlung ermöcliehen ernsthaft zu untersuchen und auf den Berufsgang der K.J.V.er Einfluß zu nehmen. Der Jung-Jüdische Wanderbund (J. J. W. R\ umfaßt heute zirka 1500 Mitglieder, die Praktikantenschaft zirka 300 Chaluzim und Chaluzoth. In der Erziehungsarbeit spieß. . die . intensive Beschäftigung mit den Problemen der palästinensischen Arbeiterschaft eine wichtige Rolle. Äußerdem hat eine intensive Hcbraisierungsarbeit eingesetzt, die ihren Ausdruck in einer rein hebräischen Sitzung' des letzten Bundestages fand. Im Laufe des letzten Jahres hat der J. J. W. B. zirka 80 Chaluzim und Chaluzoth nach Palästina geschickt, die zum größten Teil in Ein Charod oder in den Plugoth von Ein Charod arbeiten. ... Her B1 a u - W e i ß hat die Krise, in der er sich seit längerer Zeit befindet, noch nicht überwunden. Die Praktikantenschaft, die 125 Chaluzim und 60 Chaluzoth umfaßt, ist geschlossen und durchaus konsolidiert. — In Palästina' sind X) Handwerker, 40 Landwirte und 12 Mädchen, die für die Blau-Weiß-Kolonie oder für neue handwerkliche Arbeitsstätten zur Verfügung stehen. - Der Wanderbund hat sich im Iur״ d• J: mlt dem Ring jüdischer Wanderbünde und dem Bund jüdischer Pfadfinder zu einer neuen Organisation zusammengcschlossen, die den Namen ״Kadimah“ führt. In der ״Kadiman ‘ sind 1000 Jungen und Mädchen an 20 Orten organisiert. Die Beziehungen der Z. V. f. D. Turn- und Sportbewegung, einen großen Aufschwung genommen j ,enSef gestaltet. Vertreter des m1M4u1-«vc1>vc1 uauue-s und der einzelnen jüdischen Sportorganisationen nahmen regdmäßig an zionistischen Tagungen teil und stellten im Austausch für aie durch die Z. V. t D. erhaltene Förderung ihre Mitarbeit in zionistischen Organisationen zur Verfügung. Die Arbeit der nichtzionistischen lugendverbände wurde eifrig verfolgt und jede sich bietende Gelegenheit, zionistisch Einfluß zu gewinnen, ausgenutzt. — Besondere Anstrengungen wurden in der Berichtszeit gemacht, um die zionistische Frauenarbeit zu fordern. Ueber die Erfolge dieser Arbeit wird an anderer Stelle eingehend berichtet. — Im Zusammenhang mit dem Jüdischen Schulverein, auf dessen Separatbericht verwiesen wird, waren wir bemüht, die Hebraisierung in unseren Gruppen durch den Nachweis geeigneter hebräischer Lehrer zu fördern. Die von zahlreichen Gruppen eingerichteten hebräischen Sprachschulen und Sprachkurse werden von einem großen Teil der Mitglieder, und erfreulicherweise nicht nur von den Jugendliehen, besucht. — Eine besondere Unterstützung■ erhoffen wir von dem neuen hebräischen Lehrbuch des Herrn David Bornstein, das wir im Herbst d. J. herausgeben werden. zu der jüdischen die in der letzten Zeit hat, haben sich wesent- Makkabi-Weltverbandes »״ Die Keren Halessod-Arbeit wurde von Herrn Alfred Berger geleitet. Während das erste Halbjahr 1925 tur den Keren Hajessod eine stark autsteigende Tendenz zeigte, trat im zweiten Harbjahr 1925 ein erblicher e.,n• &ReuUcherweise. brachte das ersteiS&alb■•- Aufstieg. Die Arbeit des Palästina-Grundfonds (Keren Hajessod) E. V. erfobrte auch m der Berichtsoeriode im wesentlichen durch hauptamtliche Mitarbeiter. Aber es muß festgestellt werden, daß der K. H. nur in denjenigen Ortsgruppen wirkliehe Erfolge erzielte, in denen sich die Ortsgruppenmitglieder und vor allem die Vorstände der Ortsgruppen gemeinsam mit den hauptamtlichen Mitarbeitern dem K. H. zur Verfügung stellten. So sind die Ergebnisse der einzelnen Ortsgruppen nicht nur der Höhe der!Beträge nach, sondern vor allem auch in bezug auf die Zahl der für den K. H. erfaßten Zionisten recht verschieden. Es ist besonders bcmerkenswert, daß die günstigsten Ergebnisse überall dort erzielt wurden, wo der Vorstand der Ortsgruppe wirklich auf dem Boden der Maasseridee stand. Die Zahl der Maasserzahler ist erfreulicherweise trotz der wirtschaftlichen Schwierigkeiten nur unwesentlich zurückgegangen. Die heftigen Angriffe, die in der Berichtsperiode vom Centralverein gegen den K. H. gerichtet wurden, sind im allgemeinen wirkungslos geblieben. Der K. H. hat seine Wider- Standsfähigkeit in diesen Zeiten wirtschaftlicher Schwierigkeiten und heftigster Anfeindungen erwiesen. Die letzten Beratungen des Aktions-Comitds haben aufs neue gezeigt, daß die entscheidende Frage für die zionistische Arbeit in Palästina die Stärkung unserer Fonds ist. Auch wir in Deutschland müssen mit aller Energie versuchen und erreichen, daß die bisherigen Ergebnisse, die nicht schlecht waren —- Deutschland steht immer noch mit seinen Beiträgen zum K. H. mit an der Spitze der europäischen Länder —- verbessert werden. Die Keren Kajemeth- Arbeit wurde von Herrn Dr. Erhard geleitet. Für den K. K.L. war das Jahr 5685 eine Zeit dauernden Aufstiegs. Mit dem beträchtlichen Anteil von etwa £ 22 000, d. h. 435 000 M., konnte sich der K. K. L. in Deutschland an der Finanzierung des Bodenerwerbs beteiligen. Er nahm die dritte Stelle unter allen beitragenden Landern ein. Die Propaganda und Organisation des Keren Kajemeth wurde während dieser Zeit ausgebaut, neue Methoden erprobt und eingeführt. Es gelang, eine große Zahl von ehrenamtlichen Kräften dauernd für die K. K. L.-Arbeit zu gewinnen und sic für praktische Arbeit im Dienste des Palästinawerks zu erziehen. Noch niemals hatten wir einen so großen Kreis von Spendern gewonnen wie damals. Die Beteiligung der nichtzionistischen Spender betrug etwa 40 <V0. Die publizistische Propaganda wurde im wesentlichen konzentriert auf die Heratisgabe des ״Aufbau“, der großen Beifall fand. Es sind zehn Nummern in einer Auflage von je 30—40 000 Exemplaren erschienen. , , , , Der erheblich verschlechterten Situation des Jahres 5080 wurde durch sehr starke Einschränkung des Apparats und die Anwendung neuer organisationstechnischer und Propagandist!- scher Methoden Rechnung getragen. Ferner wurde die Innenorganisation rationeller gestaltet. Das Schwergewicht der Arbeit wurde von den Aktionen auf die Büchsen- Propaganda verlegt. So konnte der große Ausfall bei den Eingängen aus den Aktionen durch eine Steigerung der Büchseneinnahmen um etwa 40 0״ wenigstens einigermaßen ausgeglichen werden. Eine wichtige Aufgabe für den K. K. L. war die Gewinnung und Heranbildung von Helfern, besonders aus den Reihen der Jugendorganisationen. Dem gleichen Zweck diente auch die Gründung von ,,Arbeitsgemeinschaften des Keren Kajemeth“, von denen die Arbeitsgemeinschaft der zionistischen Fra••1״־ in Berlin besonders erwähnt sei ln den treten. Die als in den 1 ijafi die beic Aktion im : 5i :ihrigen 1 erden wir! Nr. 65 Das P a ״emäß eben ab wie von jichen Lrw• ab sich i seiner Tarif, alires 1924 »alästina-A1 Köpfe belie: gingen, geg zwar die A: der Zertifik ersten Hall die allgem Kurve der lieh an de 025, dem Mit d< Tourists ii haben wir Im Jal schaft“ 1111c am Palast . hrift und schaftsabtei liistina-Amt archiv. Die 11 den Häi hatte, ist Eintritts in kutive in d Ende des Einva gierung, in mit dem L cler Palästi gruppe au Das C Sommer 1' Merkas de: beiden Ste sich bewäl stand mit Nicht nur auch einze tatkräftig Der H ganisation M cycrlii Im üh verwiesen. 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