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Jüdische Rundschau · 1926-08-10 · Heft 62 (10.8.1926) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXI (1926)
Issue
Heft 62 (10.8.1926)
Date
1926-08-10
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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Seite 448 JÜEDISCHE RUNDSCHAU Nr 62 Nr. 62 VIII. Univeriität 1. Das Aktions-Comltft beschließt den Entwurf einer Verfassung der Hebräischen Universität In Jerusalem. Diese Verfassung, sowie alle in ihr vorgenommenen Wahlen gelten für ein Jahr. 2. Das für das nächste Jahr gewühlte Kuratorium der Universität besieht mit Einschluß der Vertreter der Zionistischen Organisation aus folgenden Personen; Nahum Sokolow, Sir Herbert Samuel, Dr. Stephen Wise, t>r. D, Kallski, Chalm Nachman Bialik, Prof. Dr. S. Brodetsky, Norman Bentwich, Dr. S. Levln, Dr. M, D. Eder, Dr. A. Ruppin, Felix War bürg, Judge Mack, Walter Meyer, Roger Straus, Dr. E. Libman. Dr. N. Ratn of f, James de Rothschild, Sir Altred Mond, Dr. M. Schioessinger, Irving Lehman, Dr. Cyrus Adler, C a r d o 7 0, Dr. H. P. Chajes, Prof. Siegmund Freud, Chief Rabbi Dr. J. H. Hertz, Prof. Dr. L. S. O r n s t e i n , Prof. J. H o r o w i t z , Prof. 11׳ tlamard, Prof. R. E 11 r m a n n , Prof. E. Lan- (lau, Dr. Martin Bitber, Dr. Chaim Weizmann, Prof. A. Einstein und Dr. J. L. M agnes. IX. Technikum Es wird beschlossen, die Beratung über das Haifaer Technikum auf die Tagesordnung der nächsten Tagung des Aktions-Comites zu setzen. X. Einwanderung Das Aktions-Comite nimmt die Erklärung der Exekutive zur Kenntnis, daß sie sich mit dem Problem der Ueber* führung von Emigranten aus Osteuropa mit Hüte von Verwandten in Amerika nach Palästina befaßt und fordert die Exekutive auf, diese Frage einer baldigen Erledigung ztizufüh־en. XI. Palästina »Anleihe 1. Das Aktions-Comite nimmt den Bericht der vom 14. Kongreß eingesetzten Anleihekommission über die bisher feleisteten Vorarbeiten zur Kenntnis. Es beauftragt die xekutive und den Finanz- und Wirtschaftsrat, gemeinsam mit der Anleihekommission auf Grund der von der letzteren dem A.-C. unterbreiteten Vorschläge weitere Schritte zur Schaffung der erforderlichen Voraussetzungen für diese Anleihe einzuleiten. , lieber die unternommenen Schritte toll der nächsten Tagung des Aktions-Comitds Bericht erstattet werden. 2. Die von Dr. Ringel unterbreiteten Vorschläge werden der Exekutive zur Prüfung und Berücksichtigung überwiesen. XII. Reorganisation des Finanz» und Wirisdiaftsrates 1. Die Zentrale des Finanz* und Wirtschaftsrates ist Jerusalem. In London wird eine Geschäftsstelle errichtet. 2. Außer den vom Kongreß gewählten Mitgliedern des F. W. R. nehmen an den Arbeiten der Zentrale m Jerusalem mit Sitz und Stimme teil; a) Die von der Palästina-Exekutive aus ihrer Mitte delegierten Mitglieder; b) je ein Vertreter des Keren Hajessod, Keren Kajemeth, der A. P. C. und der Anleihe-Kommission. 3. Der Finanz* und Wirtschaftsrat besetzt das Sekretariat im Einvernehmen mit der Palästtaa*E*«krd|yi«;; . v, 1 Der P.W.R. gründet eine Zweigstelle in New York und gegebenenfalls auch an anderen Orten. 5. Ein definitiver Plan des Finanz- und Wirtschaftsrats soll von der Exekutive und dem F. W. R. zur Vorlage an den nächsten Kongreß ausgearbeitet werden. Er soll die Schäftung einer ständigen Sachkontrolle einschließen. 6. Die Frage der Einsetzung eines Beirats für ökonomische Fragen In Palästina wird der Erörterung und Beschlußfassung der Palästina-Exekutive und des F. W. R. überlassen. 7. Das Budget des F. W. R. soll von der t Exekutive in London und Jerusalem und den beteiligten Finanzinstituten gesichert werden. Xin. Organisation* - Budget Das Aktions-Comite bewilligt auf Grund des § 49 A des Organisations-Statuts für die Ausgaben der Londoner Exekutive im Jahre 5687 ein Budget im Betrage von £ 47 230. XIV. Beamtenfrage 1. Das Aktions-Comite fordert die Exekutive auf, *der nächsten Tagung des Aktions-Comites den Entwurf eines Pensionsfonds für die Beamten der Zionistischen Organisation vorzulegen und diesen Gegenstand auf die Tages- Ordnung der Aktions-Comitd-Tagung zu setzen. 2. Das Aktions-Comite nimmt die Erklärung der Exe* kutive wegen Bestellung einer Kommission zur Kenntnis, um eine Revldierung der Gehälter der Beamten in den zionistischen Instanzen in allen Ländern sowie in den Bankinst» tuten durchzuführen und fordert die Exekutive auf, innerhalb sechs Monate diese Arbeit zu erledigen und der nächsten Tagung des Aktions-Comites über den Erfolg der Arbeit der erwähnten Kommission Bericht zu erstatten. XV. Haolam Das Aktions-Comite beschließt, den Haolam von London nach Palästina zu verlegen. Die Ausführung dieses Be- Schlusses wird der Exekutive überlassen. Schluß des Verhandlungsberichtes (Offizielles Kommunique) Die 13. Sitzung fand Freitag, den 30. Juli, vormittags, statt. Herr Motzkin führte den Vorsitz. Dr. Arthur Ruppin eretattete einen Bericht über d i e Anleihe und gab erläuternde Aufklärungen und Zahlen, die auf die Möglichkeit der Erlangung der Anleihe hinwiesen. Er sagte, daß die Aussichten nicht ungünstig seien, vorausgesetzt, daß die Einkünfte des Keren Hajessod auf gleicher Höhe bleiben. An Dr. Ruppins Bericht schloß sich eine Diskussion an an der die Herren B. Rosenblatt, Dr. S. Levin, Reines und Ussischkin teilnahmen. Die Sitzung vom Freitag nachmittag war der Frage der hebrätschen Universität und ihrer Leitung gewidmet. Dr. Eder erstattete einen ausführlichen Bericht über alle mit der Universität verbundenen Fragen. Die Debatte dauerte während des ganzen Nachmittags an. Die beiden Sitzungen des Aktions-Comites von Sonntag beschäftigten sich ausschließlich mit der Erziehung i;1 Palästina. Herr Dr. Mossinson berichtete über die K011trolle der Erziehung. Es entspann sich eine lebhafte Debatte, an der auch Bialik teilnahm. Während der Abendsitzung wurde vom Vorsitzenden eine Gedächtnisrede für Mr. Israel Zatigwiil gehalten. Am Montag, den 2. August, wurde die Frage der Zeit und der Ort der nächsten Sitzung des Aktioris-Cömitds besprocheu. Nach einer Diskussion wurde prinzipiell beschlossen, daß die nächste Sitzung in Palästina statlfinden 8011, Hierauf unterbreitete der Vorsitzende der Nominicrungskommission, Dr. A. H. S i 1 v e r, dis Liste der neu ernannten Mitglieder, die einstimmig angenommen wurde: Mitglieder der Exekutive: Dr. M. D. Eder, F. Rosenblüth, M. Dizengoff. Direktoren des Keren Hajessod: Dr. Hantke, Herr Leib Jaffe. Direktorium des Keren Kajemeth: Col. F. H. Kisch, Dir. Dr. A. H. Silver, Herrmann Struck. Governors des Keren Kajemeth: Col. F. H. Kisch, Herr S. Schocken. Auf Anregung von Herrn Ussischkin beschloß das Aktions-Comite, daß eine besondere Kampagne zur Feier des 25jährigen Jubiläums des K. K. L. zum nächsten Chanukkah- Fest eingeleitet werden soll, die bis zum 15. Shebat dauern soll. Dr. Chajes unterbreitete im Aufträge der politischen Kommission eine Reihe von Resolutionen, die angenommen wurden. Die letzte Sitzung der dritten Tagung des Aktions- Comites wurde Montag, den 2. August, 9,U> Uhr abends, eröffnet und dauerte bis 4 Uhr früh. Die Debatte über das Budget, die von Herrn Dr. Mossinson in der vorhergehenden Sitzung eingeleitet worden war und an der die Herren Remes, Landau, Kaplan, Rubaschow, Twersky, Suprasky, Be- , rachjahu (im Namen der Lehrer), Dr. Gottlieb und A. Goldberg teilnahmen, wurde abgeschlossen. Nach längerer Diskussion über das Palästina-Budget und das Organisations-Budget wurden die Resolutionen der Budgetkommission mit einigen Aenderungen angenommen. Dr. Chajes berichtete über die Ergebnisse der gleichzeitig stattfindenden Sitzung des Kuratoriums der Hebräischen Universität. Auf seinen Antrag stimmte das Aktions-Comite einigen Abänderungsvorschlägen zum Entwürfe der Universitätsverfassung Zu. Dr. Ringel, als Miiglied der Kommission fiir die Palästina-Anleihe, sprach über die Notwendigkeit und Durchführbarkeit des Anleiheplancs und legte einige Anregungen vor, die der Exekutive zur weiteren Behandulng überwiesen wurden. Herr Kaplansky legte einen Plan zur Reorganisation des Finanz- und Wirtschaftsrates vor, der vom Aktions- Comite ohne Diskussion angenommen wurde. Mr. A. G o 1 d b e r g schlug vor, daß ein Aufruf des Aktions-Comites an alle Juden erlassen werden solle, der sie zur erneuerten Anstrengung für die Aufbringung von Mitteln für Palästina auf fordere, um eine Einwanderung von 40000 Juden jährlich in Palästina zu sichern. Nachdem noch restliche Beschlüsse angenommen worden waren, hielt der Vorsitzende, Herr Motzkin, die Schlußansprache, in der er darauf hinwies, daß diese Tagung zu der erfolgreichsten Session des A.-C. gehöre. Die Vorgänge hätten sich die ganze Zeit hindurch auf einem hohen Niveau bewegt. Die Probleme wären schwierig, aber gerade durch diese Schwierigkeiten seien ihre Kräfte gewachsen und hätten sie in ihrer gemeinsamen Arbeit für die zionistische Sache gestärkt. Dr. Weizmann schloß sich den Bemerkungen des Vorsitzenden an. Es sei sicher, daß Erfolg-trotz der großen S&hWerigkcitfen gesichert sei. Er erwarte Von den Zionisten, daß sie sich ihrer Verantwortung und Verpflichtung bewußt sein werden. Neue Horizonte eröffnen slcn. Alles, was benötigt wird, ist eine Konzentration der Kräfte, Ergebenheit und Opferwilligkeit, um die vorhandenen Möglichkeiten auszuniifzen. Er richtete an die Anwesenden die Bitte, mit vergrößerter Anstrengung im nächsten Jahr zu arbeiten, so daß wir ain nächsten Kongreß einen großen Erfolg in bezug auf Konsolidierung der bereits bestehenden Position und in der Gründung und Ausdehnung neuer Werke verzeichnen können. Die Sitzung sei in vieler Beziehung vorbildlich gewesen und er hoffe, daß der Geist, der sie während der Sitzung beherrschte, auf die Zionisten in allen Ländern übertragen werden würde. Rabbi Dr. A. H. Siiver sagte, er habe sich an dem Abschluß der Londoner Konferenz vor sechs Jahren beteiligt. Er habe während der letzten ■zwei Wochen Beobachtungen gesammelt und einen gesteigerten Sinn für Disziplin und größeres Vertrauen denjenigen gegenüber gefunden, die mit der Führung betraut sind. Dies wäre das erfreulichste Zeichen dieser Aktions-ComiH-Sitzung gewesen; ihr Ernst für die Sache sei viel größer geworden, als dies früher der Fall war; die Schwere der Zeit hätte sie gezwungen, individuelle Meinungsverschiedenheiten zugunsten der gemeinsamen Tat zurückzustellen. Sie in Amerika wollten dieses Jahr zu einer ganz besonderen Anstrengung ausholen. Sie befänden sich vor der Neilah, und der letzte symbolische Akt nach der Neilali wäre das Blasen der Schofar — der Ruf der Zionisten an die Judenheit zur Wiedererrichtung eines jüdischen Lebens in Palästina. Nach einer Ansprache von Rabbi Meir Berlin und einer Danksagung von Dr. Thon an den Vorsitzenden wurde die Sitzung geschlossen. Immigration und Arbeit (Nachtrag.) In der 2. Sitzung (22. Juli nachmittags) wurden nach dem Referate Dr. Halperns noch folgende Berichte erstattet: Herr Sprinzak berichtete über die Tätigkeit des Arbeitsdepartements: Das Arbeitsdepartement muß sich sowohl mit den Problemen der Arbeit auf dem Lande als auch in der Stadt befassen. Das Resultat der Wirtschaftliehen Krise ln der jüdischen Welt war das Aufhören der Immigration bemittelter Kreise, das Einstellcn der Bautätigkeit, das Stocken der landwirtschaftlichen Kolonisation. Die Folge war große Arbeitslosigkeit. Die jüdische Arbeiterschaft hat sich trotzdem in beispielloser Weise bemüht, ihre soziale und nationale Mission zu erfüllen und hat die Disziplin in ihren Kreisen mit übermenschlicher Anstrengung aufrechterhalten. Die zionistische Exekutive hat sich bemüht, die Arbeitslosigkkeit durch Anleihen zur Ausführung öffentlicher Arbeiten zu mildern. Das Arbeitsdepartement hat jedoch vor allem sein Augenmerk auf die Schaffung neuer Werte gerichtet und die wesentlichste Errungenschaft in dieser Hinsicht ist die Konzentrierung jüdischer Arbeiter in den alten Kolonien, wodurch der Tag zur Lösung eines alten zionistischen Problems aufs neue beschriften wurde. Heute gibt es schon 4000 jüdische Arbeiter in den alten Kolonien, ln einem ansiedlungshungrigen Jahr wie das heurige ist dies als Surrogat der Ansiedlung und als Schaffung einer Reserve für künftige Ansiedlung besonders wichtig. Diese Tat wurde unter außerordentlich schweren Bedingungen und mit einem ungeheuren Aufwand an Anpassungsfähigkeit seitens der Arbeiter durchgeführt und ist ein Zeichen des neuerwachten Pioniertums in den Zeiten der Not und Arbeitslosigkeit. Die günstige Lage der alten Kolonien ermöglichte dieses Eindringen der jüdischen Arbeiter, mit deren Hilfe eine starke jüdische Bevölkerung geschaffen wird. Das Arbeitsdepartement hat ferner die Ein. führung der Arbeiter in Berufe gefördert und die Grundlage I fiir künftige Tätigkeit auf diesem Gebiete geschaffen, dein die zionistische Bewegung besondere Aufmerksamkeit auwende״ muß. Auch die Luftmcnscheii der großen Alijali, die Ver• mittler, wenden sich produktiver Tätigkeit zu, wenn wir ihnen nur die Möglichkeit dazu geben. Ein Teil der Arbeit;;, losigkeit in dein letzten Jahre hätte vielleicht vermieden werden können, wenn wir die notigen Mittel und Kräfte zur Errichtung der Industriebank und zur Stärkung der Hvpothekenbank gehabt hätten, aber der Aufbau und der ‘ Sanierungsprozeß des wirtschaftlichen Lebens Palästinas, durch den natürliche Arbeitgquellen an Stelle künstlicher durch öffentliehe Arbeiten geschaffen werden sollen» ist ein sehr lang, satner, und inzwischen muß für die akuten Bedürfnisse der Arbeit gesorgt werden. Von d£tn vom Arbeitsdepartement verausgabten 80000 £' wurden drei Fünftel für öffentliche Arbeiten und zwei Fünftel zur Sicherung der primitivsten Wohnbedingungen #für die | Arbeiter in den alten Kolonien und für Chaluzoth *zur Er• lernung von Berufen verwendet. Mein Vorschlag für das künftige Budget beläuft sich auf 130000 £, davon 75 000 ,£ für öffentliche Arbeiten und der Rest zur Stärkung der Lage und der Zahl der Arbeiter in den Kolonien, zur Ueber• führung Tausender von Chaluzoth in produktive Arbeit'und zur Erschließung neuer Arbeitsgebiete. Es Ist die Aufgabe der Zionistischen Organisation, die mobilen Energien des jüdische״ Arbeiters zu stärken. Wenn wir von den großen politischen und wirtschaftlichen Perspektiven der Zukunft sprechen, so müssen | wir uns auch das menschliche Kapital dafür sichern. Prof. H. Pick erstattet das Referat des I m m igra-| tion s - De p a r fernen ts: Alle bisherigen Redner naben eigentlich von dem Problem der Immigration fürs nächste Jahr gesprochen: Mein Departement behandelt diese Frage von der technischen Seite. Es wird Ihnen statistisches Mattrial über unsere Arbeit im laufenden Jahre vorgelegt werden. Die gesamte Alijah in diesem Jahre wird voraussichtlich zirka 25000 betragen, das ist ein Rückgang von 12 000 gegenüber dem vorigen Jahre. Dagegen ist die erfreuliche Tatsache zu verzeichnen, daß in diesem Jahre 67 0/0 der Einwanderer auf Grund von Zertifikaten 1ns Land kamen, und zum | großen Teil Chaluzimelemente waren. Auch das Budget des Immigrations-Departments mußte von 39000 £ auf 59 000 migr erhöht werden, ln 8 Monaten sind tatsächlich 61000 £ aus- Die Bestattung Israel Zangwüls Wahrem d o 1 f H a a : juden Reute Haftung diu Urlaub geg Helling, Lai tritt seines l um drei T Oestäiidniss! seiner Brau loren und c gegeben worden, wovon zirka 18000 £ von den Einwanderern selbst zurückgezahlt wurden, ein Beweis, daß die Abteilimg bestrebt Ist, die Kosten möglichst herabzusetzen. In früheren Jahren waren die Durchschnittskosten für jeden Ein- Wanderer 4,6.00 £, während sic in diesem Jahre trotz der größeren Menge unbemittelter Einwanderer auf 3,6.00 £ f eien. Es ist schwer, heute zu sagen, wie die Immigrantion im kommenden Jahre sein wird. Wenn aber das A.-C. einen steten Strom von neuen Kräften wünscht, so muß es zur Bewältigung dieser Aufgaben dem Immigrations-Department einen entsprechenden Betrag zur Verfügung stellen. Wenn nur 3000 Chaluzim fürs nächste Jahr vorgesehen sind, so heißt das eine Summe) von 15000 £ einstellen. Wie 1m vorigen Budget sind mindestens 10000 £ für Anleihen einzusetzen, dann die Kosten des Verwaltungsapparates. Näheres in der Budgetdebatte. Das Budget muß auch einen gewissen Betrag für Neuorganisation der Alijah draußen enthalten. Trotzdem sich das Department in den 5 bis 6 Jahren seiner Tätigkeit einen gewissen Stab von Mitarbeitern in allen Ländern geschaffen hat, bestehen doch große Schwierigkeiten und unbeschadet der Autonomie der Landsmannschaften hat sich die Efkenntnis durchgesetzt, daß wir für eine ersprießliche Arbeit ein ähnliches System wie | dte 'Regterangen**häben ’1»üs9e11, MniMl «ine •Art Konsular■!1 Vertreter an den wichtigsten Auswanderungszentren und Häfen, wie Warschau, Triest U8W., die direkt der Zentrale unterstehen. Es ist die erfreuliche Tatsache zu verzeichnen, daß die Be- Ziehungen ■zu den Vertretern der Mandatsregierung draußen sehr günstig sind und daß der Leiter des Immigrntionsamtes der palästinensischen Regierung, der kürzlich die Diaspora bereiste, von der Arbeit der Palästina-Aemter sehr befriedigt War. Das Immigrations-Department wird in Zukunft die wichtlgsten Palästina-Aemter von der Zentrale aus finanzieren müssen und damit auch oberste Kontrollstelle für alle finanziellen Dinge sein. Durch diese Verbesserungen hoffen wir, den technischen Apparat des Immigrations-Departments den Interessen der Alijah noch mehr anzupassen. Es ist bedauerlieh, daß ln diesem Jahre die Aufgaben der Hachscharah, für die im Budget 8000—9000 £ eingesetzt wurden, nicht erfüllt wurden, trotzdem ich sie für einen der wesentlichsten Teile unserer Arbeit halte. Und auch im kommenden Jahre ist ein ähnlicher Betrag dringend notwendig. Es muß auch hervorgehoben werden, daß keine Kranken nach Palästina geschickt werden sollen, da dies unter den bestehenden Verhältnissen eine Grausamkeit ist. Manche mußten wieder zurückgeschickt werden, es wird unnötiges Geld ausgegeben und Menschen werden geschädigt. Die Schiffsbedingungeil sind viel besser geworden. Wir haben günstige Kontrakte mit den italienischen, rumänischen und französischen Linien abgeschlossen und beim Lloyd Triestino ist auch streng rituelle Verpflegung auf den Auswandererschiffen eingeführt. Es ist klar, daß die Immigration um jeden Preis aufrechterhalten werden muß. Es gibt eine Alijah, die uns nichts kostet, das ist die Verwandten-Alijah, die wir fördern müssen. Für nächstes Jahr liegen aus aller Welt ungefähr 20 000 An■ meldungen vor, darunter zirka 10000 Familien. Wir können also mit einer Einwanderung von 60000 Menschen rechnen und es ist wichtig, daß der technische Apparat des Imtnigraticms-Departments nicht abgebaut werden soll. Ob wir eine solche Alijah haben werden, wird von den Beschlüssen des A.-C abhängen. London, 5. August. (J. T. A.) Die Einäscherung der sterblichen Ueberreste des Dichters und Kämpfers Israel Zangwill fand heute abend im Krematorium Goldcrs Green statt. Hunderte von Freunden Zangwilis und Vertretern von sozialen und Kunstorganisationen, einschließlich etwa 150 Mitglieder der Föderation der jüdischen Hiltsvereine, deren Vizepräsident Zangwill gewesen war, hatten Sich zur Trauerfeier eingeiunden. Von den Organisationen, die vertreten waren, sind zu nennen die Zionistische Weltorganisation, Jewish Territorial Organi ation (Ito), Jewish Board ot Deputies, Föderation der jüdischen Hilfsvercine, Gesellsehaft für jüdische Kolonisation in Rußland, Jewish National Union, Jüdische Historische Gesellschaft, Liga der jüdischen Dramatiker, Ring der jüdischen Arbeitervereine, u. a. m. Prediger der liberalen jüdischen Synagoge Maurice L. Pcrlzweig leitete die Zeremonien, Dr. Stephen S. Wise hielt Zangwill einen tiefemptundenen Nachruf. Er sagte: In Worten läßt sich nicht das ausdrücken, was wir 'beim Hingang eines Dichters und Menschen, wie Israel Zangwill es war, empfinden. Er war ein großer Schriftsteller und großer!ude und stand im Vordergrund des Kampfes für jede große Sache Zartgwill war kein Amerikaner, und doch fühlen wir \mcrikaner uns gedrängt, diesem Genius zu huldigen. Als ]11 י ׳er Dichter, der Dichter der ״Kinder des Ghetto“, als jüdischer Kämpfer, wird Zangwill im Leben der juden , fortwirken, er, der das Judentum nie als etwas Vergangenes, sondern als ein Element der Zukunft betrachtete. Am seil greifen dei von Schrödi ich mit eil zurückhattci Haas einer Kenntnis v das sei nici der docli r zahl von 11 zu denken, in verant\v< begehen kc Darum mul den wohlm Freunde JV gangspunki seine Freu Bosheit kr festhalten I Hintermäni Wächter, s< machten E versucht, s an ihrem jektiv e Haas typ in weiten und sein t mörder, s< überall voi Erziehung tum und überzeugt, Macht dar sind und gegeben 1 einer Miss plausibel, in Anwem verhüten 1 darum, w! Auffal die Leist Ministeriu hat sich und Freit und schäi angeht: < ferenzen I Schlüssen, nommen greifen n dem Weg obachtend der in Fr einzuhalte motiv ge nicht in nicht der und Tritt im Berlin! in Naumt heit eing Die Ang: (Sir Gab Groß die sich einem w mals mit die sich modern j durchschi Das Pan Ausdrück Rußland eben au der körp versität und ihre lieh hat Das glühende dem Be So aber sei; und Sir des Rot ein Wor der Tat Schaft, c grln um ״Kegels( eben fü geradezi ein Buc Hafensc geschrie Mädchei in spar ein Bas! die Tiei ihre Sc cs gut; entlang.

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