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Jüdische Rundschau · 1926-07-30 · Heft 58-59 (30.7.1926) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXI (1926)
Issue
Heft 58-59 (30.7.1926)
Date
1926-07-30
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 424 JUED1SCH E RUNDSCHAU Nr. 58/58 Nr. 58 5׳ gehören auch die chassidischen Siedlungen. Das Kolonisations- Departement hat sich dazu entschlossen, aus dem Siedlermaterial die bestqualifizierten auszuwählen und an einem Punkt definitiv arizusiedcln. Zu der Mittelstandssiedlung gehört auch die Förderung der Siedlungen nach dem Projekt Dr. Soskins. Nachdem «choii Beträge zur Verfügung gestellt worden waren, um die Soskinsiedlung auf dem Boden der I. H. A. (Chabarah) durchzufiihren, ist schließlich das landwirtschaftliche Departement durch eine Anleihe an die Haifa Bay Company dazu gelangt, die Soskin-Siedlung bei Haifa in die Wege zu leiten. Leider hat die Kürzung des Etats keine anderen neuen kolonisatorischen Arbeiten möglich gemacht und auch die Durchführung der Irregationspläne im Emek zurückgehalten. Hierauf behandelte der Referent ausführlich die Frage der Verträge, die zwischen dem Keren Hajessod Thid den Siedlern geschlossen werden sollen, wobei die Gesellschaft der Landarbeiter ״Nir“ die Verträge mitzeichnen wird, ohne dingliche Rechte oder Verpflichtungen zu übernehmen, aber ihre Mitwirkung soll die landwirtschaftliehe Kolonisation vor sozialer und nationaler Degeneration schützen. Die Verträge bedürfen noch der Billigung des Keren Hajessod-Direktoriums und werden dem Aktions-Comite unterbreitet. Es ist ein Zinssatz von 21/2 Prozent vorgesehen; die Abzahlung der Anleihen des Keren Hajessod wird in 50 Jahren zu erfolgen haben und die Abzahlung wird nach fünf Freijahren, gerechnet vom Zeitpunkt der vollständigen Auszahlung der Anleihe, beginnen. Es sind auch Nachprüfungen der Zahlungstabellen vorgesehen. Wichtig ist, daß der Schuldbetrag durch gegenseitiges Einvernehmen festgesetzt werden wird, damit hierbei der Betrag errechnet und festgestellt wird, der auf Okkupationskosten abzuschreiben ist. Falls kein Einvernehmen erzielt wird, wird eine neutrale Kommission zu entscheiden haben. Durch diese Verträge werden die Beziehungen des Keren Hajessod zu den Siedlern auf eine klare und verläßliche Basis gestellt. Die Schlußfolgerung aus den Ertahrungen der Vergangenheit ist, daß trotz der größten Schwierig- Reiten die Konsolidierung fortgesetzt wurde. Jetzt muß aber auch für neue Kolonisation ein Budget bereitgestellt werden, da hunderte Familien bewährter landwirtschaftlicher Ansiedler aut Ansiedlung warten. Referat Dr. Halpern Hierauf erstattete Herr Dr. Halpern das Referat über städtische Siedlung. Er ging davon aus, daß die Beratungen dieses Aktions-Comites im Zeichen der Krise in Palästina stehen. Diese Krisis ist nicht nur das Problem von Tel-Awiw, sondern berührt die Grundfragen unserer Arbeit in Palästina, d. h. vor allem das zentrale Problem, ob es möglich ist und bleiben soll, eine große Einwanderung nach Palästina zu leiten oder zuzulassen, ohne daß die Zionistische Orgamsation ihr Budget auf ihre Bedürfnisse einrichtet. Dieses Problem ist in der vergangenen Periode dadurch akut geworden, daß die mittelständisehen Elemente, die den Hauptteil der Einwanderungsvvelle bildeten, nicht soviel Kapital mitbrachten, um auf die Dauer ohne Inanspruchnahme von Krediten auszukommen. Ein großer Teil ihres Geldes ist (durch Bodenkauf) in arabische Hände gegangen, ein anderer Teil ist in den Ueberschüssen des Imports über den Export testzustellen, die übrigens wiederum ihrerseits die Quelle für die wachsenden Einkünfte der Regierung waren, und schließlich ist ein sehr wesentlicher Teil des importierten Kapitals in den neugebauten Häusern festgelegt, so daß dis Hauseigentümer schließlich in schwere Lage gerieten, wenn sie nicht Anleihen auf ihre Häuser bekommen konnten. Die Industrieunternehmungen, die die mittelständischen Elemente ins Leben riefen, waren zum Teil zu groß angelegt, sowohl in bezug aut die zur Verfügung stehenden Mittel als auch die Produktionsinüglichkeilen, und es ist nicht zu ieugnWv daß «ich keine ausreichende fachmännische Beratung und Anweisung vorhanden war. Im Anschluß an diese Ursachen der Krise zeigte der Referent aus defi Ziffern der Kreditoren und Debitoren der Banken, daß die Krise nicht etwa durch vorzeitige Kreditabschnürung seitens der Banken erfolgt sei, sondern daß im Gegenteil die Pohtik der Anglo-Palestine Go. durchaus richtig in dem Sinne geführt worden ist, einer Ueberhitzung der Wirtschaft zu steuern und so eine Ueberspannung der Krise zu verhindern. Hierauf gab Herr Dr. Halpern detaillierte Ziffern darüber, mit welchen Beträgen das Trade- und Industry-Dept. der Pa- Iästina-Exekutive aus Keren Hajessod-Mitteln die Interessen der städtischen Siedlung gefördert fiat und erwähnte, daß auch die aus dem Keren Hajessod erfolgten Investierungen in der Hypotheken-Bank und der Palestine-Electrical Corporation (Ruthenberg-Ges.) ausschließlich der Städtischen Siedlung gedient haben. Für die Zukunft ist unbedingt eine großzügige Ausgestaltung der Hypothekenbank und die Gründung einer Industriebank notwendig. Für die Industrie ist zweifellos eine ausreichende Grundlage für gut geleitete und sorgfältig finanzierte Unternehmungen vorhanden. Daß die Regierung im letzten Jahr bis auf zwei Ausnahmen alle Importzölle aut Rohstoffe aufgehoben hat, daß große nichtjüdische Industrie- Unternehmungen sich in Palästina etablieren, sollte der jiidisehen_ Privatinitiative Hinweis sein. Wenn die genannten Banken richtig ausgebaut werden, sind Krisen wie die letzte weit ungefährlicher. Jedenfalls muß aber die Zionistische Orgamsation zu der Frage Stellung nehmen, wie die Einwanderung größerer Massen zur Produktivierung gebracht werden soll. Wenn man der Ansicht ist, daß diese Einwanderung wünschenswert und möglich 1;t, so muß diese Ansicht der Zionistischen Organisation auch in dem Budget des Keren Hajessod Ausdruck finden. Palästina - Debatte J. S up ras ky kritisiert die Tätigkeit des Kolonisations- Departements, das ihr Budget nicht gleichmäßig auf alle Arbeitszweige verteilt hat. Während für die Arbeiter 97 Prozent des vorn Kongreß bestimmten Budgets ausgezahlt worden seien, habe man für den Mittelstand bloß 25 Prozent ausgezahlt. Er beklagt sich über die Zionistische Exekutive, daß sie nicht in genügendem Maße für die städtische Arbeiterschaft gesorgt nabe. In den Städten befinden sich 15 000 Arbeiter und im Laufe der letzten fünf Jahre seien durch die Zionistische Exekutive bloß 35000 £ für Industriezwecke ausgegeben worden, d. h. etwa 2 £ pro Arbeiter in fünf Jahren. Suprasky behauptet, die zionistischen Banken hätten die Wirtschaftskrise im Lande verschärft. Die Banken hätten kleinen Händlern Kredite versprochen und dann nicht gewährt, so daß auch die Kaufleute ihrerseits hätten deswegen ihren Verpflichtungen nicht nachkomnien können. Suprasky fordert, daß der Einwanderimgsstrom nicht unterbrochen werde. Die kleinen Kautleute dürfen nicht als Luftmenschen behandelt werden. Es muß in Palästina ein Wirtschaftsrat errichtet werden aus Vertretern des gesamten Jischttw, um über die Ueberwindung der Krise zu beraten. Rabbi Berlin kritisiert die Beziehung Kaplanskys als Leiters des Kolonisations-Departements zu uen chassidischen Siedlungen. Diese Siedlungen hatten vorher dem Keren Hajessod als Propagandamaterial gedient, jetzt aber seien sie die Opfer der Bewegung. Wenn man die Hälfte der Chassidim zwingen wird, nach Hause zurückzukehren, so wird dies aut den Gang der Bewegung in der ganzen Welt einen ungünstigen Einfluß ausüben. Man hat den Chassidim Versprechungen gegeben und die Ehre der Organisation erfordert es, daß aie Versprechungen erfüllt werden. Es gibt unfähige Landwirte in allen Kolonien und Siedlungen, und nicht bloß bei den Chassidim. Rubaschoff spricht über die gefährliche Lage, in der sich die Arbeiter befinden. Das Höchste, was die Arbeiter heute erwarten, sind zwei Arbeitstage der Woche. Er fordert eine außerordentliche Anstrengung, um der Gefahr vorn!- beugen. Die Lage ist deswegen so schwer, weil man im Lande das Gefühl fiat, daß die Exekutive trotz der bestehenden Möglichkeiten verschiedene Gelegenheiten nicht ausnützen konnte. Im letzten Jahre hat die Arbeiterschaft zwar in den Kolonien Positionen erobert, aber die schlechten sanitären Bedingungen verursachen alle möglichen Krankheiten, und dagegen muß rechtzeitig Front gemacht werden. Von dieser Aktions-Comite- Sitzung muß ein neuer Geist ausgehen, der die ganze Bewegting ergreifen und sie zu einer heroischen Anstrengung antreiben muß. Dr. Leon Reich sagt, er sei niemals gegen die Mittel- Standsimmigration aufgetreten, die er aber auch nicht überschätze. Vielleicht sei das Mißlingen dieser Bewegung eine ähnliche Phase unserer Entwicklung, wie die Schaffung der allerersten Kolonien, die sehr mangelhaft waren, trotzdem aber die Grundlagen unseres ganzen Kolonisationswerkes schufen. 3. Sitzung, 23. Juli, vormittags. Fortsetzung der Palästinadebatte: Rev. Goldbloom. Der jüdischen Welt muß die erste kritische Lage in Palästina offenherzig dargelegt werden. Dann werden wir auch die erforderlichen Mittel finden. Mereminski legt dar, in welchen Schwierigkeiten die verschiedenen Institutionen der Arbeiterschaft dadurch geraten sind, daß ihnen die vom Kongreß bewilligten Budgets nicht voll ausgezahlt werden konnten, obwohl die Bedürfnisse außerordentlich angewachsen sind. Der Keren Kajcmeth beschäftigt bei Arbeiten in landwirtschaftlichen Betrieben, die auf dem Prinzip der Alleinarbeit aufgebaut sind, Lohnarbeiter, die im Dienste von privaten Unternehmern stehen. Ein Problem bleibt auch nach wie vor die Beschäftigung arabischer Arbeiter in Fabriken, wie z. B. Neschor. Der Redner bespricht im einzelnen die Haltung der Organisation gegenüber der Kulturkommission der Arbeiterschaft und ihrer Krankenkasse. Diese Institute sind von der Zionistischen Organisation vernachlässigt worden. Was die Frage der Alijali anlangt, so protestiert die Arbeiterschaft auf das schärfste gegen eine Politik der Blockade. Eine Rückwanderung in gewissen Orenzen ist eine natürliche Erscheinung jeder Kolonisation. Aber diese Erscheinung verpflichtet nicht dazu, die Einwanderung zu sperren. In Palästina gibt es noch immer große Aufnahmefähigkeiten für neue Einwanderer. Dia Exekutive vernachlässigte die Sorge um den Hechaluz. Wir müssen wissen, ob wir überhaupt die Chaluzbewegung fortführen können. Die Frage soll in einer besonderen Kommission behandelt werden. Dr. Oottlieb: Wir haben in Polen durch die vierte Alijali eine Antwort geben wollen auf die vorletzte Arbeitslosenkrise im Jahre 1923/24. Die vierte Alijah hat seinerzeit auch die Krise beseitigt und das war eine große Tat, die einen gewaltigen Enthusiasmus in Polen hervorrief. Wir haben für diese Alijah vergeblich das gleiche Interesse der Zionistischen Organisation gefordert, das der Heroismus der Arbeiterschaft mit Recht für sich in Anspruch nehmen konnte. Zionismus bedeutet Produktivierung der jüdischen Massen .und das hat man vergessen. Man hätte die Banken schaffen oder ausbauen können, von denen jetzt geredet wird, die Industriebank und die Hypothekenbank, wenn man nur den guten Willen gehabt hätte. Wir hätten vor einigen Jahren große Posten von Pfandbriefen absetzen können» aber; man hat die Papiere nicht geliefert. -Wl*. steMif JeraF'w' einer׳* Krise. '־Me-־Reier51:®e: ier gehalten worden sind, beweisen, daß alle Parfefen jetzt die Verantwortung für alle Teile der Bewegung fühlen. Schließen wir in der Krisenzeit einen Waffenstill־ stand. Sprechen wir nicht über bessere und schlechtere Immigranten und vereinigen wir uns auf dem Boden des großen und breiten Zionismus. Dr. Ariosoroff: Von den drei wirtschaftlichen Probletnen, die vor uns stehen, das Schicksal der landwirtschaftliehen Kolonisation, Problem der Arbeitslosigkeit und Sorge für den Mittelstand ist das letztere am schwersten lösbar, obschon im Rahmen unserer jetzigen Budgetmöglichkeiten alle diese Probleme unlösbar sind. Bei den jetzigen Möglichkeiten gibt es weder für die 4000 Arbeiter in den Kolonien, noch für die 20 000 Chaluzim Aussichten auf landwirtschaftliehe Ansiedlung. Relativ einfach liegt noch das Arbeitslosenproblem, das mit einem Betrage von 125 000 Pfund und Ver- Stärkung der jüdischen Arbeit in den Kolonien gelöst werden könnte. Das schwierigste Problem ist aber das der mittelständischen Masse, deren Schicksal zum Teil von den objektiven Bedingungen des Landes bestimmt werden. Das Programm Dr. Halperns für diese Masse ist ausreichend. Und bezüglich mancher seiner Vorschläge, wie Instruktorat und Erhöhung des Kapitals der A. P. C. ist die Frage aufzuwerfen, warum er diese Pläne nicht schon früher durchgeführt hat. Wie kann dem Mittelstand geholfen werden? Die Industriebank muß gegründet werden, aber mit einem Kapital von 50000 Pfund kann doch nur für einen begrenzten kleinen Teil gesorgt werden. Finanzpolitisch wären übrigens Handwerkerbanken oder Stärkung der Zentralbank der Kooperativen vielleicht wichtiger als die Industriebank. Für die große händlerische Masse gibt cs nur das unzulängliche Hilfsmittel der Dezentralisierung von Tel-Awiw fort. Diese Dezentralisation müßte durch die Exekutive planmäßig geleitet werden. Aber wir müssen uns darüber klar werden, daß es für einen großen Teil des Mittelstandes überhaupt keine Politik gibt, solange wir uns im Rahmen begrenzter finanzieller Möglichkeiten halten müssen. A. B. Goldberg konstatiert mit Genugtuung die neue Note, die auch die Reden der Vertreter der Arbeiterschaft in die Diskussion gebracht haben. Man sieht, daß auch sie nicht gegen die Vorschläge der Industriebank, der Hypothekenbank sind und überhaupt eine Politik der Produktivierung der Mittelstandselemente begrüßen. Nur wenn die gegenwärtige Krisis überwunden wird und wir dauernd auf Erfolge unserer Arbeit in Palästina Hinweisen können, wird unsere Propaganda und Geldsammlung steigende Erfolge erzielen. Die jüdische Masse muß sehen, daß der Zionismus wirklich der praktische Weg aus dem Golus ist. ln erster Reihe müssen daher Mittel und Wege gefunden werden, um aus der gegenwärtigen Krisis herauszukommen. Bei der Beratung hierüber darf es nicht Vorwürfe und Parteigegensätze feben. Und dann müssen wir uns auf die Beratung über ie zukünftige Arbeit konzentrieren. Praktische Vorschläge liegen schon vor. Wir können und müssen eine große Hypothekenbank, eine leistungsfähige Industriebank schaffen und müssen rationelle Kolonisationsmethoden finden. Wenn auf diese Weise eine erfolgreiche Siedlungsarbeit garantiert werden kann, werden auch die Möglichkeiten unserer Oeldpropaganda wachsen und wir werden nicht mehr vor der Unmöglichkeit stehen, auf die notwendigsten Bedürfnisse Deckung durch das Budget des Keren Hajessod zu finden. Remez spricht über die Notwendigkeit, in eine neue Arbeitsperiode einzutreten, die auf einem bestimmten und geschlossenen, auf zehn Jahre berechneten Plan für die Er- Schließung des Landes und die Immigration von 100 000 Familien aufgebaut ist. Was bisher im Lande geschehen ist, auch angesichts der jetzigen Krise, ist eine wunderbare I Leistung des jüdischen Volkes. Wir haben jetzt einen Kern in der Landwirtschaft, die Grundlagen einer aussichtsreichen Pflanzungswirtschaft sind gelegt, auch Bauwesen und Industrie haben die ersten Lehrjahre hinter sich, die hebräische Spracht ist zu neuem Leben erweckt worden. Dieser ganzen Leistung kommt doch mir die Bedeutung eines Laboratoriums zu. Aber die Verwirklichung des zionistischen Unternehmens erfordert jetzt eine große Investition an nationalen Mitteln, und das muß die Aufgabe des XV. Kongresses sein, zu der die not-! wendigen Vorbereitungen in allen Ländern und in Erez-lsrael noch 111 diesem Jahre getroffen werden müssen. Le vite: Die Lage in Palästina ist eine Folge der System• losigkeit in unserer Arbeit. Der Aufbau Palästinas ist 1m großen Maße abhängig von der ökonomischen Lage der | Juden in Polen und anderen Ländern. Gäbe es keine Kata- Strophe in Polen, hätte man die Immigration der Kapitalisten im vorigen Jahre nicht eingeschränkt, hätten wir eine Industriebank, eine größere Hypothekenbank, eine Gesellschft für den Absatz der palästinensischen Produkte, wären die Einfuhr. Zölle für Rohstoffe schon vor einem Jahre abgeschafft worden, so wäre die jetzige Krise in Palästina kleiner oder sie wäre I überhaupt nicht ausgebrochen. Die Lage des Arbeitsmarktes in Palästina ist in hohem Maße abhängig von der Lage der Privatkapitalisten. Die Zionistische Organisation hat sich um die städtische Einwanderung nicht gekümmert. Die Verwendüng des Budgets geschah einseitig. Man hat kaum 17000 £ für Industrie ausgegeben. Notwendig ist die Gründung einer Reihe vor! Institutionen zur Förderung von Industrie lind Oewerbe, eine gerechte Verteilung des Budgets, ein Zusammenarbeiten mit anderen Gesellschaften!Investment Cooperation, Palestine Cooperation 11. a.) und ein wirtschaftsrat in Palästina, der aus verschiedenen Kreisen zusammengesetzt werden soll. 5. Sitzun 4. Sitzung, 23. Juli, nachmittags. H e f t m a n n verteidigt die vierte Alijah, übt Kritik am Departement für Landwirtschaft und sucht ungleiche Behändhing der Siedler der vierten Alijah gegenüber den anderen Siedlern nachzuweisen. Farbstein erklärt namens des Mittelstandes zu sprechen, bemängelt die ungenügende Berücksichtigung von Handel und Industrie. Die Vorwürfe, die zu machen seien, gelten nicht Erez Israel, sondern der Leitung. Die einzige Bank, welche den Mittelstand unterstützte, sei die Misrachi-Bank, diese habe trotz Annahme der ihr gestellten Bedingungen an Stelle von £ 5000 nur £ 250 bekommen. Es sollte eine Kommission geschaffen werden, welche einen Aufbauplan vorbereitet. Die Industriebank und die Hypothekenbank müßten realisiert werden. Die Schlußworte Nach Schluß der Debatte wurden die Kommissionen gewählt und Beschlüsse technischer Art über die weitere Ab* Wicklung der Tagesordnung gefaßt Präsidei mittags und n1x Erstatte! : - j ־׳ m c t Ussisch! sonderen K I seit 40 Ja! voll von Sc' mehr Hindi beit sei. V , er sei siehe denn letzte: und Energi j der Böden. Iifer Boden für den B< populär, ab!!lügendes I Der Re fondsarbeit Anteil Arne stiegen, dei Maße. Fer hoch, insbe! habe verscl Grundstück V erpflic fangreiche die Bodens men annah Einwandere Mangel an sich dann a Kolonisatio! sei keinesu zunächst n selbst zu se wert, eine , in betracht Mossinson: Der Notschrei des Mittelstandes werde mehr gehört, als der der Arbeiterschaft, weil die Töne, die der Mittelstand findet, nicht organisiert und vielfacher Art seien, weil eine Stimmung des Zynismus an Stelle Zionismus getreten sei, die verwerfliche Agitationsformen verschuldet habe. Eine kollektiv verantwortliche Exekutive müßte vorhanden sein, um einen Ausweg zu finden. Er unterstützt die Vorschläge Mereminskis, eine Kommission zu dem Zwecke zu bilden, daß ein Ausweg aus der Krise gesucht werde. Blumenfeld erklärt, die vorhandene Krise wäre noch größer geworden, wenn größere Mittel vorhanden gewesen wären. Notwendig sei der Nachweis, daß eine Konsolidierung in einigen Musterpunkten möglich sei. Notschrei kann ein Programm nur für kurze Zeit sein. Deshalb muß eine starke Leitung eingesetzt werden, welche den Willen zur Konsolidierung den Expansionsgelüsten entgegensetzt. Nur innere Sicherheit und nicht Verlogenheit können dle,.;Gpmi»dtafLji*r ״Parole,Jfc. die nfebt(,,«»p. eijilf'Tagung'äusfeSSt danTstiW&rn attr» wn• einer Exekutive, die durch Einsetzung eines entsprechenden Etats vorbereitet sein und die Möglichkeit haben muß, über die Menschen zu verfügen. Bereitschaft der Zionisten, in der Judenheit Zionismus zu erzeugen, sei notwendig. Dazu brauche man die Menschen, welche die Arbeit leisten, und eine Revision der Ideologie, keinesfalls imvorbereitete Parolen, weil auch der Erfolg der Parolen in Frage gestellt ist, wenn das Ergebnis in einem auffallenden Mißverhältnisse zu der Parole selbst stehen muß. Col. Bericht Dr ln der rücken von beobachten Schmarya Levin bekämpft'die Auffassung, daß der Zionismus in Amerika nur für Geldsammlung und nicht auch für Ideologie und Kultur Interesse habe. Auch er sieht die Lösung der Frage der Geldaufbringung in der Bereitschaft einer genügenden Anzahl von Menschen. Für eine Anleihe seien aie Voraussetzungen noch nicht geschaffen, heute könne nur von einer Stärkung des Keren Hajessod die Rede sein. Kaplansky wendet sich gegen die in der Debatte vorgebrachten Anwürfe, insbesondere Supraskys und Heftmanns, und weist darauf hin, daß ein : ausführliche Polemik von ihm für unangebracht angesehen werde, weil es darauf ankomme, zu sehen, was weiter getan werden solle. Regierung geständniss aber eineil notwem und Ara auch eine gegründete wird siehe! erfolgen, < ziemlich s stellt der PI u m e r, bestimmen heit und seine Plan Politisch s und Arabe zumachen, Heimes ni nationale Mandat iit um die P könne uns Mit E reits einig für ihr h! wesentlich 10 000 erE auch dies und es ht den Erhol werde die waltung d sichtlich ii Repräscnt: besondere Halpern erörtert in seinem Schlußworte die geltend gemachten Einwände gegen sein Referat. Er habe wohl seine Meinung seit dem Kongreß teilweise geändert, weil er zugelernt habe. Dies sollten auch die anderen tun. Es genüge nicht, platonisch für die Industrie zu sein. Die Frage der Industrie sei allgemein bagatellisiert und bei der Kürzung des Budgets als Angelegenheit neuer Investition, die warten müsse, immer zurückgedrängt worden. Die Angelegenheiten der Banken würden in einer besonderen Sitzung behandelt werden. Gegenüber dem Vorwurfe des Mangels an Initiative könne nur gesagt werden, daß niemand als Erfinder angestellt werden könne, aber jeder das Recht habe, Erfindungen anzumelden. Die derzeit erörterte Regierungsanleihe eröffne Perspektiven, die viel zu wenig beachtet werden. Insbesondere werde die äußerst wichtige Frage einer Exportindustrie aktueller. Die Kritiker dürften endlich nicht übersehen, daß trotz aller Schwierigkeiten immerhin 600 Betriebe mit motorischer Kraft oder wenigstens 20 Arbeitern im Lande bestehen. Sprinzak weist darauf hin, d,aß die Persönlichkeit fehle, weiche sich das ganze Jahr hindurch mit der Wirtschaft beschäftige, insbesondere fehle eine solche Persönlichkeit für den Mittelstand. Die vorgebrachten Vorwürfe der Parteilichkeit seien ungerechtfertigt; bei den geringen zur Verfügung stehenden Mitteln höre jede Interessenvertretung von selbst auf. Die Zeit bis zum 15. Kongreß müsse durchgehalten werden, jetzt sei nicht Zeit für Debatten, sondern für Taten. Prof. Pick warnt das Aktions-Comite, den Weg des 14, Kongresses zu gehen. Man dürfe Männern, die zur Arbeit zur Verfügung stehen, das Leben nicht schwer machen. Mereminskis Vorwürfe der Parteilichkeit seien ungerechtfertigt,, gerade der Misrachi klage seinerseits über mangelhafte Berücksichtigung, diese Klage sei eher gerechtfertigt, da Misrachi nur £ 300 erhalten habe. Nicht der Exekutive wäre ein Sündenregister vorzuhalten, sondern dem jüdischen Volke und seinen verantwortlichen Führern, welche für die ungeheuren Lasten der Aufbauarbeit nicht die genügenden Mittel zur Verfügung stellen. Hoffentlich bringe die A.-C.-Sitzung die notwendige Stimmung für kraftvolle Arbeit und vielleicht auch neue Männer. gierung s haltene Ai öffentliche mit ‘dem Auch unbeträch’ Stellung \ von Artik ln de gelungen, — der F seinen M: geringe . nommen der N at Verordnu: biirgersch brauch gi den, ohne daß in c Platze vv damit zi Staatsbiir! sich ents Wahlen > umfassen! Juden. Der Autorität zwischen seifigen Zu hebt der departem vor allem nistischet Die anßi seien mir die Hilf amerikan notwendi um den des Auf

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