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Jüdische Rundschau · 1926-07-30 · Heft 58-59 (30.7.1926) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXI (1926)
Issue
Heft 58-59 (30.7.1926)
Date
1926-07-30
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Einzelnummer 0,30 Goldmark JÜDISCHE RUNDSCHAU Redaktion und Verlag Berlin W 15, Meinekestr&Oe 10, Erscheint jeden Dienstag und Freitag, Bezugspreis bei der Expedition monatlich 1,85 Goldmark, vierteljährlich 5,25 Goldmark. Au^iandsabomüemeDts werden in der WUmiag der einzelnen Länder berechnet. Nummer 58/59 I Berlin, 30. VII. 1926 Anzeigen - Verwaltung Jüdische RundschauG.m.b.H., Berlin W15, Meinekestr.10 Telephon: Amt Bismarck 7165—70. Anzeigenpreis: 8gespaltNonpareillezeile 0,50G.-M. Stellengesuche0,25 G.-M. Anzeigenschluß: Dienstag und Freitag nachmittag 4 Uhr, Telephon; Bismarck 7165™ 70. Postscheckkonto; Berlin Nr. 17392* Für Oesterreichs Postsparkassenamt Wien, Konto Nr, 156 030. Für Tschechoslowakei: Postsparkasseaarat Prag, Konto Nt410 59 ,־, Für Polen: Postspa rkassenamt Warschau, Konto Nr. 190 708, Redaktionsschluß Sonntag und Mittwoch nachmittag, ""'־/tT .אב.י״ט.ן xxxi. Jahrg. Der Zionismus arstrobt für das Jüdisch• Volk die Schaffung •Inar älfantllch. rechtlich gesicherten Heimstätte In Palüstlna. ״Baseler Programm.“ Die Sitzung des Aktions - Comites RW, Berlin, 29. Juli. Oie Sitzung des Aktions-Comites scheint, soweit aus den bisher vorliegenden Berichten geschlossen werden kann arf den ruhigen Ton ersprießlicher Arbeit gestimmt zu sein. Die Krise in Palästina hat das Verantwortungsgefühl gestärkt und die Entwicklung der letzten Zeit hat viele Konfliktstoffe beseitigt, die noch den Kongreß bedroht haben. Vor allem ist die Beurteilung der mit der vierten Alijah Zusammenhängenden Probleme auf allen Seiten eine ruhigere geworden. Wie auch die einzelnen Gruppen zu der Frage, welche Elemente bei der Einwanderung bevorzugt werden sollen, stehen mögen, in einer Anschauung sind beute alle einig: daß die im Lande befindlichen Einwanderer, seien sie nun Angehörige des Mittelstandes oder der Arbeiterklasse, durch geeignete wirtschaftliche Maßnahmen mit dem Lande verknüpft werden sollen, daß man es ihnen nach Tunlichkeit und unter Aufgebot aller Hilfsmittel unserer Organisation erleichtern soll, im Lande zu bleiben und einen Erwerb zu finden. Die gegenseitige Abhängigkeit der einzelnen Schichten und Berufsstände ist bereits :;W:c:־־t.in c •. :;:׳• r; re'י rin ו Krise innerhalb einer Bevölkerungsschicht werden notwendig auch die anderen in Mitleidenschaft gezogen. Die Atmosphäre des Aktions-Comites, wo naturgemäß weniger die leidige parlamentarische Unsitte des Zum-Fenster-hinaus- Sprechens geübt wird als auf dem Kongreß, ist sachlicher Behandlung der Fragen günstiger. Es scheint, daß bei dieser Sitzung die Stimmung der ״nationalen Eintracht“ ziemlich stark ist, und es wird keinen Zionisten geben, der eine solche Wendung nicht begrüßen würde. Wieweit die eigentlichen Arbeiten gediehen sind, läßt sich nicht erschließen. Denn ganz abgesehen danur ein ttwai ־ farblbses Bild von den Verhandlungen geben können, muß auch berücksichtigt werden, daß die wichtigsten i’r י1”־ י nicht irn Plenum, sondern in den Kommissionen behandelt werden. Im Plenum wird vor allem die Generaldebatte geführt, die eine grundlegende Aussprache über die Richtung der zionistischen Politik und Arbeit sein soll und als solche von nicht zu unterschätzendem Wert ist. Das Aktions- Comite, das in seinem Personalbestand in den letzten fünf Jahren nicht wesentlich verändert wurde, hat mit der Zeit eine respektable politische Schulung erlangt und die Aussprache scheint auch dieses Mal auf einem erheblichen Niveau gestanden zu haben. Die Wirkung der Generaldebatte jedoch ist mehr eine indirekte als eine direkte. Die Kommissionen hingegen beschäftigen sich mit den Detailfragen, mit dem Budget, organisatorischen Veränderungen, Personalfragen und ähnlichen wichtigen Dingen, die für die nächste Periode unserer Arbeit ausschlaggebend sind. Ihre Arbeiten bilden dann das Material für die Beschlußfassung. Es scheint, daß eine Neigung besteht, das Budget etwas höher zu gestalten als ursprünglich beabsichtigt war. Seine Höhe muß in / ■-׳; ׳ ־•יי •1 •״.. ׳'!׳c ר■.!.״: ד r׳it den erwarteten Einnahmen, für die vor allem die Amerikaner, die bei dieser Sitzung vollzählig vertreten sind, die Prognose zu stellen haben. Im Laufe der Debatte ist auch jetzt schon ein Vorschlag hervorgetreten, mit einer neuen großen Parole an die jüdische Oeffentlichkeit heranzugehen, um für entscheidende Aktionen, die uns auch quantitativ vorwärts bringen sollen, die Mittel zu erhalten. Mit Recht wird in der Begründung dieses Vorschlags hervorgehoben, die bisherige Arbeit sei nur die einer Vorbereitungsperiode gewesen, in der gewissermaßen ״wie in einem Laboratorium“ die verschiedenen Möglichkeiten erprobt wurden. Wenn aber dies zum Ausgangspunkt der Proklamierung einer neuen Periode gemacht werden soll, so kann dies unseres Erachtens nicht dadurch geschehen, daß wir einfach eine ״Losung“ ausgeben, die sich sentimental auswirken soll, sondern es müßte nunmehr ein wirklicher Arbeits- und Kolonisationsplan aufgestellt werden, verantwortlich redigiert und in allen Einzelheiten durchdacht, und auf Grund eines solchen Planes, aus dem auch die Höhe der erforderlichen Mittel und die Art ihrer beabsichtigten Verwendung klar hervorgehen müßte, könnte man dann die Finanzierung versuchen, wofern ausreichende Garantie.1 1 .r Li ■ D1 .!'׳ ״':n ׳; Jas Planes vorhanden sind. In dieser Weise haben wir uns stets das Funktio- Heren der von uns angestrebten erweiterten Jewish Agency gedacht, innerhalb derer im Rahmen eines Gesamtplanes die Kooperation auf Grund konkreter Verpflichtungen erfolgen sollte. Dagegen halten wir es für schädlich, lediglich aus den vermeintlichen Bedürfnissen der Propaganda heraus mit aus der Luft gegriffenen Ziffern zu operieren, nach dem Prinzip, je mehr man verlange, desto mehr werde man bekommen. Wir glauben, daß die Erfahrung des Keren Hajessod, der mit dem Appell, 25 Millionen Pfund in fünf Jahren zu beschaffen, in die Welt gesetzt wurde, genügen sollte, um eine Wiederholung derartig dilettantischer Projekte zu verhindern. Viel wichtiger ist es für das A.-C.., die heutige Situation und die realen Möglichkeiten wirklieh zu erkennen und ihr System in elastischer Anpassung an die sich jeweils verändernden Umstände und an die hoffentlich in naher Zukunft wachsende Aufnahmefähigkeit des Landes einzurichten. Das ist es, was die zionistische Welt, müde aller Sensationen und mißtrauisch gegen aufpeitschende Parolen, heute von der Führerschaft erwartet. Nach der mit Recht so genannten ״Vorbereitungsperiode“ muß die Zeit des soliden und wohldurchdachten Aufbaus beginnen, geleitet von starken und sachlich denkenden Männern, die es verstehen, die Beherrschung der harten Notwendigkeiten des Alltags zu verbinden mit dem Glauben an das erstrebte Ideal. Wir meinen, daß diese Sitzung des A.-C. eine wichtige Etappe zu dieser Erkenntnis, die der 15. Kongreß in praktische Politik umzusetzen haben wird, sein muß. * (Offizielles Kommunique). 1. Sitzung, 22. Juli vormittags. Die erste Sitzung des Aktions-Comites, zu welcher der größte Teil der Mitglieder, sowie fast alle Mitglieder der Exekutive und des Finanz- und Wirtschaftsrates erschienen sind, wird Donnerstag, den 22. Juli 1926, 11 Uhr vormittags, vom Präsidenten des Aktions-Comites, Herrn Leo Motzkin, eröffnet. Der Vorsitzende begrüßt alle Erschienenen und spricht das Bedauern über die Abwesenheit des Präsidenten der Exekutive, Herrn Sokolow, aus, die aber erfreulicherweise ' Er feiert den als Gast anwesenden tjfehter ßlallK. Weizmanns politischer Bericht Das Wort ergreift sodann der Präsident der Zionistischen Organisation Dr. Chaim Weizmann, der nach einer kurzen Begrüßung des Aktions-Comites namens der Exekutive den Bericht über die politische Lage erstattet. Auch er weist einleitend auf die kritische Lage in Palästina hin. Sein Aufenthalt in Palästina im vergangenen Frühling habe ihm Gelegenheit gegeben, die politische Lage von allen Seiten genau kennenzulernen. Seine Ansichten seien in dem Memorandum an den Völkerbund und den dazugehörenden Begleitbrief, ferner in einem an Herrn Lipsky gerichteten Schreiben und in einem ausführlichen Briefe an die britische Regiemng über unsere Forderungen und über die Grundlagen der derzeitigen Politik ausführlich niedergelegt, Dokumente, die dem Aktions-Gomite vorliegen. Dr. Weizmanns Ansicht sei, daß sich das Verhältnis zur Mandatarmacht im Laufe der letzten Jahre wesentlieh gebessert habe, insbesondere glaube er, in den mit der Kolonisation zusammenhängenden Fragen mehr Entgegenkommen als bisher zu verspüren. Er habe sich auf die Hauptfragen der Zuweisung entsprechender Bodenfiächen im Bejsandistrikt und im Süden bei seinen Interventionen konzentriert und glaube jetzt schon sagen zu dürfen, daß wir in dieser Sache in der nächsten Zeit positive Resultate zu erwarten haben. Von besonderer Bedeutung sei die tiefgehende Wandlung in der öffentlichen Meinung Englands zu uttseren Gunsten. Gerade die gestern abend im Unterhaus geführte Debatte über die Frage einer Palästinaanleihe habe deutlich gezeigt, daß auf allen Seiten eine ernste und wohlwollende Beziehung zu unseren Forderungen bestehe. Auch werde die Krise in Palästina, über welche die Regierung natürlich wohl unterrichtet sei, nicht als eine besondere Schwierigkeit Palästinas betrachtet, sondern als ein Teil der allgemeinen Welt- Wirtschaftskrise. Dr. Weizmann glaubt, daß Verständnis dafür bestehe, unsere kolonisatorische Tätigkeit im Einvernehmen mit dem arabischen Volke eventuell auch über die Grenzen des Westiordanlandes hinaus auszudehnen. Auf dem Gebiete wirtschaftlicher Politik hat die Regierung bisher keine klare, geradlinige Haltung eingenommen. Sie geht empirisch vor, aber sachlich begründete Forderungen hätten auch hier Aussicht auf Erfolg und in den letzten Monaten sei in dieser Richtung schon manches in Palästina erreicht worden. Von besonderer Bedeutung sei unser Verhältnis zum Völkerbund. Der Völkerbund und die Mandatskommission seien keine legislativen Körperschaften, sondern vielmehr ein Clearing-House, für den Meinungsaustausch und für die Vorbereitung der öffentlichen Meinung. Die dort geführten Diskussionen hätten, auch wenn keine entsprechende Beschlußfassung erfolgt, die größte Bedeutung, und daher sei das Erscheinen der Delegation des Waad Leumi in Genf und der von ihr hervorgerufene gute Eindruck ein wichtiger Erfolg für unsere Sache. Dr. Weizmann begrüßt die bei dieser Gelegenheit zutage getretene vertrauensvolle Zusammenarbeit der Exekutive und aes Waad Leumi. Auch im Völkerbund und in der Mandatskommission sei festzustelien, daß wir eine Atmosphäre ernsten und freundlichen Verständnisses vorfinden. Unser Genfer Büro unter Leitung Dr. Jacobsons habe wesentlich zur Schaffung dieser guten Stimmung beig.tragen. Dr. Weizmann verzeichnet eine entschiedene Besserung des Verhältnisses der katholischen Kreise zum Zionismus, eine Milderung der früher recht aggressiven Stimmung um gegenüber. Es sei dies vor allem auf die Einwirkung der französischen Elemente in Palästina zuzuschreiben, die anläßlich der Universitätseröffnung einen starken und günstigen Eindruck von unserer Arbeit erhielten. Zusammenfassend erklärt Dr. Weizmann, wir könnten einen stetigen Fortschritt bei der Mandatarmacht und bei den anderen Mächte feststellen, unsere politische Arbeit sei schwer und mühsam, vor allem aber unlösbar verknüpft mit allen Entwicklungen in Palästina. Die günstigen Entwicklungen könnten zur Schaffung realer Positionen führen, wenn wir imstande wären, auch weiterhin eine nennenswerte Zahl produktiver jüdischer Eiemente im Lande zu verankern. Dies habe zwei Voraus- Setzungen, eine politische und eine finanzielle. Die politische Voraussetzung sei seiner Meinung nach gegeben; sie sei nicht vollkommen, aber sie stelle schon heute einen gebahnten Weg nach unserem Ziele dar. Wir müssen ihn nur zu gehen wissen. Ein heiter Geist, ein neuer Wille, müsse die Zionistische Organisation bis in ihre letzten Zellen durchdringen, cs müsse eine heroische Anstrengung gemacht werden, um unsere Arbeit, im größeren Stile als bisher, weiterzuführen. In bezug auf die Frage der Jewish Agency sei Dr. Weizmann nach wie vor der Meinung, das vom Kongreß beschlossene Projekt müsse weiter durch geführt werden. Er habe die Absicht, im Oktober nach Amerika zu gehen, und dort die aus den bekannten Ursachen abgebrochene Arbeit wieder anzuknüpfen. Es sei unsere Pflicht, angesichts der Schwierigkeiten und angesichts der Möglichkeiten keinen Schritt unversucht zu lassen. Unsere Gegner schlossen sich zu einer Front zusammen und es sei unsere Pflicht, alles im Judentum, was palästinensisch fühlt, auch außerhalb der Zionistischen Organisation, zu einer Front z16 sammenzuschließen. Weitere Ansprachen Das Wort erhält Chaim Nachman Bialik. Bialik erklärt, das Wort Weizmanns, wir müßten eine heroische Anstrengung machen, um unsere Bewegung aus der heutigen Krise zu führen, enthalte eine tiefe Wahrheit. Er habe in Amerika Gelegenheit gehabt festzustellen, daß dort die Arbeit für Palästina auf philanthropischer Basis durchgeführt werde. Es sei aber notwendig, aus dieser Einstellung herauszukommen und der Arbeit einen großen, neuen Schwung zu geben. Er glapbe, es sei erforderlich, •dffl werde und daß die zionistischen Kräfte der ganzen Wät sich Mt neuem Schwung für die Verwirklichung einer wahrhaft umfassenden Palästinaarbeit großen Stiles dnsetzen. Dr. Stephen Wise stellt den gewaltigen Unterschied zwischen der Stimmung beim Wiener Kongreß und bei dieser Aktions-Gomite-Sitzung fest. Auch er knüpft an die gestrige Unterhausdebatte an, in welcher von keiner Seite auch nur ein einziges unfreundliches Wort gefallen sei. Es sei ein schweres Jahr gewesen, aber wir hätten bedeutende moralische Erfolge erzielt. Die amerikanischen Zionisten würden im kommenden Jahre die größten Anstrengungen machen und sie würden auch in loyaler Weise für die Durchführung der Agencybeschlüsse eintreten. Die Zionisten Europas müßten mit größerer Energie arbeiten, als bisher. D r. Weizmann: Eines der Probleme des Aktions- Comites ist die Ergänzung der Exekutive. Es ist empfehlenswert, diese Frage so früh als möglich in Beratung zu ziehen, damit ihre Lösung nicht im letzten Augenblick auf Schwierigkeiten stoße. Dr. Weizmann weist auf die zielbewußte und selbstlose Arbeit der Exekutive, insbesondere in Jerusalem hin, der der Dank der Zionistischen Organisation gebühre. Präsident Motzkin erklärt, das Präsidium habe wegen rascher Inangriffnahme der Frage der Exekutive das Nötige veranlaßt. Schluß der Sitzung 2 Uhr nachmittags. Landwirtschaftliche und städtische Siedlung 2. Sitzung, 22. Juli, nachmittags. Das erste Referat hielt Herr S. Kaplansky, Leiter des landwirtschaftlichen Departements der Palästina-Exekutive. Er erklärte in seinem Bericht über die Ausführung des Aufbauplanes sprechen zu wollen, der mit dem vom letzten Kongreß bewilligten Budget durchgeführt werden konnte, und die schon bestehenden Siedlungen zu konsolidieren bezweckte. In zweiter Linie standen neue kolonisatorische Arbeiten, die während des Jahres unternommen wurden und schließlich ist große Wichtigkeit dem in diesem Jahre durchgeführten Werk des Abschlusses von Verträgen mit den Siedlern des Keren Hajessod zuzumessen. Was die Konsolidierung der bestehenden Siedlungen anlangt, wurde dieselbe planmäßig durchgeführt, obzwar das Budget des landwirtschaftlichen Departements infolge der unzureichenden Eingänge des Keren Hajessod aut 200 000 £ reduziert wurde. Das Ziel der Konsolidierungsarbeit war zumindestens acht hierfür reife Siedlungen vollständig auszubauen und von weiteren Budgetzuschüssen unabhängig zu machen. Dieses Programm wurde ausgeführt, die dadurch ausgebauten Siedlungen repräsentieren einer! Investitionswert von ISO 000 £ für den Keren Hajessod und mit Hinzurechnung der Investierungskosten des Keren Kajemeth einen Betrag von 225 000 £. Einen besonderen Erfolg bedeuten die Steigerungen in den Bruttoerträgnissen der landwirtschaftlichen Beträge, die unter anderem zweifellos auf die Erfolge der systematischen Instruktion durch die Instrukteure des landwirtschaftlichen Departements zurückzuführen sind. Ein Betrag von über 40 000 £ wurde in Gebäuden der Keren Hajessod-Siedlungen investiert, so daß der Emek schon den Charakter der Baracken■ Iager verloren hat. Die Inangriffnahme neuer Kolonisationsarbeiten betraf in diesem Jahre nicht Siedlungen, die erst neu geschaffen wurden, sondern solche, die schon früher ins Leben gerufen worden waren, aber jetzt kolonisatorische Unterstützung aus den Finanzmitteln des Keren Hajessod erhielten. Es handelt sich dabei um Siedlungen des Mittel- Standes und Kolonistensöhne. Zu den Mittelstands-Siedlungen

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